Lebenslauf Muster Handwerk: Vorlagen für alle Berufe
Praxisnahe Formulierungen für Ausbildung, Gesellenbrief und Montageerfahrung.
Lebenslauf Muster Elektroniker/in
Elektroniker/innen installieren, prüfen und warten elektrotechnische Anlagen – von der Gebäudeverkabelung bis zur Schaltanlage. Die duale Ausbildung dauert 3,5 Jahre; üblich sind die Fachrichtungen Energie- und Gebäudetechnik, Automatisierungstechnik, Betriebstechnik oder Geräte und Systeme. Der Lebenslauf sollte Fachrichtung, geprüfte Anlagentypen, Normenkenntnis (DIN VDE) und Praxiseinsätze klar benennen.
Lebenslauf Muster Tischler/in
Als Tischler/in fertigst du Möbel, Türen, Fenster und Innenausbauten aus Holz – von der Kundenberatung über Zuschnitt und CNC-Bearbeitung bis zur Montage vor Ort. Die duale Ausbildung dauert 3 Jahre (Handwerkskammer). Einstiegsgehalt ca. 2.200–2.800 € brutto/Monat, Median erfahrener Fachkräfte ca. 3.200 €, als Tischlermeister/in über 4.000 €.
Lebenslauf Muster Kfz-Mechatroniker/in
Als Kfz-Mechatroniker/in gehört Ihr Lebenslauf in eine tabellarische, werkstatt-taugliche Struktur: Schwerpunkt (Pkw, Nutzfahrzeug oder Hochvolt) klar benennen, Marken- und Diagnosesystem-Erfahrung nennen, Gesellenbrief und Hochvolt-Qualifikation als Fakten platzieren.
Lebenslauf Muster Friseur/in
Friseur/in wird man über eine 3-jährige duale Ausbildung mit Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer. Nach der Ausbildung liegt das Gehalt laut Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit im Median bei 2.236 € brutto/Monat, tariflich zwischen 1.663 € und 2.170 € je nach Bundesland.
Lebenslauf Muster Metallbauer/in
Metallbauer/in Konstruktionstechnik ist ein 3,5-jähriger dualer Ausbildungsberuf im Handwerk: Du fertigst und montierst Fenster, Tore, Treppen, Geländer und Stahlkonstruktionen nach technischen Zeichnungen und schweißt Baugruppen zusammen. Das Einstiegsgehalt liegt meist bei 28.000 bis 35.000 Euro brutto im Jahr, mit Berufserfahrung sind 35.000 bis 45.000 Euro üblich.
Lebenslauf Muster Maler/in und Lackierer/in
Als Maler/in und Lackierer/in gestaltest und schützt du Oberflächen an Gebäuden – vom Fassadenanstrich über Tapezier- und Spachtelarbeiten bis zur Wärmedämmung. Die duale Ausbildung dauert 3 Jahre, Gesellen verdienen tariflich ab 15,55 €/Std.
Lebenslauf Muster Bäcker/in
Bäcker/in ist ein dualer Handwerksberuf (3 Jahre, zuständige Stelle: Handwerkskammer), geprägt von früher Schicht- und teils Nachtarbeit in der Backstube. Ausgelernte verdienen laut Gehaltsvergleichen im Schnitt 2.400 bis 3.300 Euro brutto/Monat.
Lebenslauf Muster Fleischer/in
Für die Bewerbung als Fleischer/in genügt ein tabellarischer Lebenslauf mit dualer Ausbildung (3 Jahre, Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer), Praxisstationen in Zerlegung, Wurstherstellung oder Thekenverkauf sowie Nachweisen wie Gesundheitszeugnis und HACCP-Schulung. Einstiegsgehalt: ca. 2.100-2.500 Euro brutto, mit Erfahrung bis 3.200 Euro.
Lebenslauf Muster Steinmetz/in und Steinbildhauer/in
Steinmetz/innen und Steinbildhauer/innen bearbeiten Natur- und Kunststein: Sie fertigen Grabmale, Skulpturen, Fassadenelemente, Treppen und Bodenplatten an, restaurieren historische Bauwerke und Denkmäler und versetzen ihre Werkstücke direkt vor Ort. Die duale Ausbildung dauert drei Jahre, wird von der Handwerkskammer geregelt und mündet in die Fachrichtung Steinmetzarbeiten oder Steinbildhauerarbeiten. Nach der Ausbildung liegen die Gehälter je nach Quelle und Region meist zwischen rund 2.100 und 3.500 Euro brutto im Monat, mit Berufserfahrung, Spezialisierung oder Meistertitel sind auch 3.500 bis über 4.000 Euro brutto möglich.
Lebenslauf Muster Glaser/in
Ein Glaser bzw. eine Glaserin stellt Glasscheiben, Fenster, Türen und Glasfassaden her, baut sie ein und repariert sie – von der einfachen Fensterscheibe bis zur Kunstverglasung. Die Ausbildung ist dual und dauert 3 Jahre in einer der beiden Fachrichtungen Verglasung und Glasbau oder Fenster- und Glasfassadenbau. Nach der Ausbildung liegt das Einstiegsgehalt meist bei etwa 2.200 bis 2.800 Euro brutto im Monat, mit Berufserfahrung sind je nach Region und Betrieb rund 2.900 bis 3.500 Euro möglich, als Glasermeister/in bis zu 4.500 Euro.
Lebenslauf Muster Uhrmacher/in
Uhrmacher/innen prüfen, reparieren und warten mechanische sowie elektronische Uhren, fertigen Einzelteile wie Gehäuse oder Zeiger und restaurieren historische Zeitmesser; in der Industrie stellen sie Uhren auch in Serie her und programmieren dafür CNC-Maschinen. Die Ausbildung ist ein anerkannter dualer Ausbildungsberuf mit einer Regeldauer von drei Jahren, absolviert im Betrieb und in der Berufsschule. Berufseinsteiger/innen verdienen laut Gehaltsportalen und realen Stellenanzeigen zwischen rund 2.400 und 3.200 Euro brutto im Monat, erfahrene Fachkräfte und Uhrmachermeister/innen kommen auf 3.300 bis über 4.000 Euro. Der Beruf gilt inzwischen als einer der seltensten Ausbildungsberufe Deutschlands: Bundesweit gibt es nur noch rund 4.800 Uhrmacher/innen und im Schnitt etwa 200 Auszubildende pro Jahr.
Lebenslauf Muster Konditor/in
Die Ausbildung zur Konditorin bzw. zum Konditor ist eine 3-jährige duale Ausbildung im Handwerk, die mit der Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer abschließt. Die Ausbildungsvergütung liegt 2026 je nach Tarifbindung zwischen der gesetzlichen Mindestvergütung von 724 bis 977 Euro brutto und tariflich rund 1.070 bis 1.280 Euro brutto pro Lehrjahr (Quelle: ausbildung.de, BIBB). Nach der Ausbildung verdienen Konditor/innen im Schnitt zwischen rund 2.300 und 3.500 Euro brutto im Monat, abhängig von Berufserfahrung, Betriebsgröße und Region (Quelle: gehalt.de, aubi-plus.de). Mit einer Weiterbildung zum Konditormeister bzw. zur Konditormeisterin steigt das Gehalt auf durchschnittlich 3.300 bis 3.900 Euro brutto monatlich (Quelle: gehaltsvergleich.com, mobile-university.de). Der Beruf umfasst die kreative Herstellung von Torten, Pralinen, Feingebäck und Schokoladenarbeiten sowie zunehmend auch Eventgestaltung für Hochzeiten und besondere Anlässe.
Lebenslauf Muster Anlagenmechaniker/in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik
Die Ausbildung zum/zur Anlagenmechaniker/in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (SHK) ist eine duale Handwerksausbildung mit einer Regeldauer von 3,5 Jahren, die mit der Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer (HWK) abgeschlossen wird. Die Ausbildungsvergütung liegt je nach Tarifbindung und Lehrjahr zwischen rund 700 und 1.530 Euro brutto monatlich, wobei tarifgebundene Betriebe im Handwerk meist 925 bis 1.138 Euro zahlen. Nach der Ausbildung starten Berufseinsteiger häufig mit rund 2.700 bis 3.300 Euro brutto im Monat, das Jahresgehalt liegt im Median bei etwa 45.300 Euro brutto, mit deutlicher Spanne je nach Region, Betriebsgröße und Berufserfahrung. Durch den Wärmepumpen-Boom und die Wärmewende zählt der Beruf aktuell zu den besonders gefragten Handwerksberufen mit guten Aufstiegschancen, etwa zum/zur Meister/in SHK oder zur Fachkraft für erneuerbare Energien.
Lebenslauf Muster Augenoptiker/in
Augenoptiker/in ist ein anerkannter Ausbildungsberuf im zulassungspflichtigen Handwerk. Das Gewerbe steht unter der Nummer 33 in Anlage A der Handwerksordnung, der selbstständige Betrieb ist deshalb nach § 1 Absatz 1 HwO nur den in die Handwerksrolle eingetragenen Personen und Gesellschaften gestattet. Die Ausbildung dauert nach § 2 der Augenoptiker-Ausbildungsverordnung vom 26. April 2011 drei Jahre und schließt mit einer gestreckten Gesellenprüfung in zwei zeitlich auseinanderfallenden Teilen ab. Fachlich reicht die Tätigkeit von der Refraktionsbestimmung und Zentrierung über die handwerkliche Fertigung und Anpassung von Brillen bis zur Anpassung von Kontaktlinsen und zu optometrischen Screening-Verfahren. Die Abgrenzung zum Augenarzt ist dabei klar: Augenoptikerinnen und Augenoptiker korrigieren Fehlsichtigkeiten und erkennen Auffälligkeiten, sie stellen aber keine medizinischen Diagnosen und behandeln keine Augenerkrankungen. Wer weiter will, legt die Meisterprüfung nach § 45 HwO in vier Teilen ab oder qualifiziert sich zum Optometristen beziehungsweise zur Optometristin. Der Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen (ZVA) zählte für 2025 rund 10.700 augenoptische Betriebsstätten bei einem Branchenumsatz von mehr als sieben Milliarden Euro. Die Gehaltsangaben der Portale gehen weit auseinander und sollten immer im Kontext von Qualifikation, Region und Betriebsgröße gelesen werden.
Lebenslauf Muster Zahntechniker/in
Zahntechniker und Zahntechnikerinnen stellen Zahnersatz und zahntechnische Geräte im Labor her — Kronen, Brücken, Teil- und Vollprothesen, implantatgetragene Versorgungen, Aufbissschienen und kieferorthopädische Apparaturen. Grundlage ist die Zahntechnikerausbildungsverordnung vom 23. März 2022, die am 1. August 2022 in Kraft trat und die alte Verordnung von 1997 abgelöst hat; die duale Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre und endet mit einer gestreckten Gesellenprüfung in zwei zeitlich getrennten Teilen. Zahntechniker ist ein zulassungspflichtiges Handwerk und steht als Nummer 37 in Anlage A der Handwerksordnung. Nach § 1 Absatz 1 HwO darf ein solcher Betrieb selbstständig nur führen, wer in der Handwerksrolle eingetragen ist — praktisch heißt das Meisterpflicht, denn die Altgesellenregelung des § 7b HwO ist für die Nummern 12 und 33 bis 37 der Anlage A und damit ausdrücklich auch für Zahntechniker ausgeschlossen. Der prägende Wandel des Berufs ist die Digitalisierung: intraorale und extraorale Scans, CAD-Konstruktion, CAM-Fräsen und 3D-Druck stehen inzwischen ausdrücklich in der Ausbildungsordnung und in der neuen Meisterverordnung. Abzugrenzen ist der Beruf klar von der Zahnmedizinischen Fachangestellten und vom Zahnarzt: Zahntechniker arbeiten im Labor am Werkstück, nicht am Patienten. Die Branche ist stark konsolidiert — die Zahl der gewerblichen Dentallabore sinkt seit Jahren, während Umsatz und Beschäftigtenzahl je Betrieb steigen. Berufsständische Interessenvertretung ist der VDZI, der Verband Deutscher Zahntechniker-Innungen.
Lebenslauf Muster Gärtner/in
Gärtner/in ist ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf nach der Verordnung über die Berufsausbildung zum Gärtner/zur Gärtnerin (GärtnAusbV) vom 6. März 1996 (BGBl. I S. 376). Die duale Ausbildung dauert drei Jahre (§ 2 Abs. 1 GärtnAusbV) und wird in sieben Fachrichtungen angeboten: Baumschule, Friedhofsgärtnerei, Garten- und Landschaftsbau, Gemüsebau, Obstbau, Staudengärtnerei und Zierpflanzenbau (§ 1 Abs. 2 GärtnAusbV). Wichtig für die Einordnung: Gärtner ist kein Handwerk nach der Handwerksordnung, sondern ein Beruf der Landwirtschaft – zuständige Stelle ist deshalb die Landwirtschaftskammer (§ 71 Abs. 3 BBiG), nicht die Handwerkskammer. Daraus folgt, dass für die Selbstständigkeit im Gartenbau keine Meisterpflicht besteht; der Gärtnermeister bzw. die Gärtnermeisterin existiert als Fortbildungsabschluss nach der GartMstrV vom 12. August 1997. Die mit Abstand größte Fachrichtung ist der Garten- und Landschaftsbau (GaLaBau), in dem neben Pflanzarbeiten auch Erd- und Wegebau, Pflasterarbeiten, Teich- und Wasseranlagen sowie Maschinenführung zum Alltag gehören. Wer im Beruf Pflanzenschutzmittel anwendet, berät oder Auszubildende dabei anleitet, braucht nach § 9 Abs. 1 PflSchG einen behördlichen Sachkundenachweis und muss alle drei Jahre eine anerkannte Fortbildung besuchen (§ 9 Abs. 4 PflSchG). Die Branche ist tarifgebunden: BGL und IG BAU schließen Bundesrahmen- und Lohntarifverträge für den Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau ab. Für Bewerbungsunterlagen zählen deshalb drei Dinge sichtbar: Fachrichtung, Nachweise (Sachkunde, Führerscheine, Maschinenberechtigungen) und belegbare Projekt- bzw. Baustellenerfahrung.
Lebenslauf Muster Hörakustiker/in
Hörakustiker/innen versorgen Menschen mit Hörminderung individuell mit Hörsystemen: Sie erheben audiologische und otoskopische Befunde, fertigen Otoplastiken, passen Hörsysteme an und betreuen die Versorgung dauerhaft nach. Der Beruf ist ein zulassungspflichtiges Handwerk und steht als Nummer 34 in Anlage A der Handwerksordnung, gemeinsam mit Augenoptikern (33), Orthopädietechnikern (35), Orthopädieschuhmachern (36) und Zahntechnikern (37) in der Gruppe der Gesundheitshandwerke. Der Einstieg erfolgt über eine dreijährige duale Ausbildung nach der Hörakustiker-Ausbildungsverordnung, die überbetriebliche Unterweisung und Blockunterricht am Campus Hörakustik in Lübeck einschließt. Wer selbständig einen Betrieb führen will, braucht nach § 1 Absatz 1 HwO die Eintragung in die Handwerksrolle; die Altgesellenregelung des § 7b HwO ist für die Nummern 12 und 33 bis 37 der Anlage A ausdrücklich ausgeschlossen, also auch für Hörakustiker. Faktisch führt der Weg in die Selbständigkeit damit über die Meisterprüfung nach der Hörakustikermeisterverordnung von 2022 oder über eine Ausnahmebewilligung nach § 8 HwO. Wer gesetzlich Versicherte versorgen will, braucht zusätzlich eine Präqualifizierung nach § 126 SGB V, denn Hilfsmittel dürfen nur auf Grundlage von Verträgen nach § 127 SGB V abgegeben werden. Der Beruf verbindet damit Feinhandwerk, messtechnische Diagnostik, Softwareanpassung und intensive Patientenkommunikation. Für die Bewerbung heißt das: Ein Lebenslauf muss Messverfahren, Anpassphilosophie, Softwarekenntnis und Abrechnungssicherheit gleichermaßen belegen.
Lebenslauf Muster Orthopädietechniker/in
Orthopädietechniker/in (seit 2013 amtlich „Orthopädietechnik-Mechaniker/in“) ist ein dualer Ausbildungsberuf im Handwerk mit einer Regelausbildungsdauer von 3 Jahren, geregelt in der Orthopädieausbildungsverordnung (OrthAusbVO). Das Orthopädietechniker-Handwerk ist als Gewerbe Nr. 35 der Anlage A der Handwerksordnung (HwO) ein zulassungspflichtiges Gesundheitshandwerk mit Meisterpflicht für die selbstständige Betriebsführung (§ 1 Abs. 2, § 7 Abs. 1a HwO). Anders als bei vielen anderen Handwerksberufen kann der Meisterzwang hier nicht über die Altgesellenregelung nach § 7b HwO umgangen werden: § 7b Abs. 1 HwO schließt die Nummern 12 sowie 33 bis 37 der Anlage A ausdrücklich aus, wozu neben Augenoptikern (33), Hörakustikern (34), Orthopädieschuhmachern (36) und Zahntechnikern (37) auch die Orthopädietechniker (35) zählen. Im Beruf werden Prothesen, Orthesen, Bandagen, Einlagen, Kompressionsversorgungen und Rehatechnik nach ärztlicher Verordnung individuell angemessen, konstruiert, gefertigt und angepasst. Beim Gehalt liegen die Quellen weit auseinander: gehalt.de nennt einen Median von 43.313 € brutto/Jahr, StepStone dagegen nur 34.000 € Median bzw. 33.000 € Durchschnitt – ein Hinweis darauf, dass Stichprobenbasis und Methodik der Portale stark voneinander abweichen.
Lebenslauf Muster Orthopädieschuhmacher/in
Orthopädieschuhmacher/in ist ein 3,5-jähriger dualer Ausbildungsberuf im zulassungspflichtigen Handwerk nach Anlage A Nummer 36 der Handwerksordnung (HwO), geregelt durch die Orthopädieschuhmacherausbildungsverordnung vom 16. Juli 2015. Wer sich mit diesem Handwerk selbständig machen will, benötigt nach § 1 HwO grundsätzlich die Meisterprüfung im Orthopädieschuhmacher-Handwerk. Anders als bei vielen anderen Handwerken kann diese Meisterpflicht nicht über eine langjährige Berufserfahrung umgangen werden: § 7b Absatz 1 HwO schließt die Gewerbe der Nummern 12 sowie 33 bis 37 der Anlage A – und damit auch Nummer 36, Orthopädieschuhmacher – ausdrücklich von der sogenannten Altgesellenregelung aus. Zu den Kernaufgaben zählen die Anfertigung orthopädischer Maßschuhe, Einlagen und Fußorthesen, orthopädische Zurichtungen an Konfektionsschuhen sowie die Versorgung von Menschen mit Fußfehlstellungen, Diabetes (diabetischer Fuß) oder rheumatischen Erkrankungen nach ärztlicher Verordnung. Zu unterscheiden ist der Beruf vom zulassungsfreien „Schuhmacher“ (Anlage B Nummer 25 HwO, u. a. für Reparaturen und Änderungen an Konfektionsschuhen) sowie vom eigenständigen Ausbildungsberuf Orthopädietechniker/in (Anlage A Nummer 35 HwO).
Lebenslauf Muster Gebäudereiniger/in
Gebäudereiniger/in ist ein staatlich anerkannter dualer Ausbildungsberuf mit drei Jahren Regelausbildungsdauer, geregelt in der Gebäudereinigerausbildungsverordnung (GebReinAusbVO) vom 28. Juni 2019 auf Grundlage von § 25 Abs. 1 Satz 1 der Handwerksordnung (HwO). Anders als oft angenommen zählt das Gebäudereiniger-Handwerk nicht zu den zulassungspflichtigen Handwerken der Anlage A, sondern zu den zulassungsfreien Handwerken nach Anlage B Abschnitt 1 Nummer 33 HwO – für die selbständige Berufsausübung ist gesetzlich kein Meisterbrief vorgeschrieben. Eine Meisterprüfung ist trotzdem möglich: Sie ist als freiwillige Fortbildung in der Gebäudereinigermeisterverordnung (GebrMstrV) vom 17. November 2020 auf Grundlage von § 51a Abs. 2 HwO geregelt. Zum Tätigkeitsfeld gehören Unterhalts-, Grund- und Sonderreinigung, Glas- und Fassadenreinigung, der Umgang mit Gefahrstoffen sowie Hygiene- und Dekontaminationsmaßnahmen. Löhne richten sich in weiten Teilen der Branche nach dem bundesweiten Tarifvertrag von Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks (BIV) und IG BAU mit neun Lohngruppen, von denen die Lohngruppen 1 und 6 als Branchenmindestlöhne seit Februar 2025 allgemeinverbindlich sind. Unabhängige Gehaltsportale weichen bei Median und Spanne deutlich voneinander ab, weshalb Gehaltsangaben hier immer mit Quelle genannt werden.
Lebenslauf Muster Goldschmied/in
Goldschmied/in (seit dem 1. August 2025 offiziell „Gold- und Silberschmied/in“) ist ein dualer Ausbildungsberuf mit einer Ausbildungsdauer von dreieinhalb Jahren nach der Gold- und Silberschmied-Ausbildungsverordnung (GoSiAusbV). Anders als bei vielen anderen Handwerksberufen ist keine Meisterpflicht vorgeschrieben: Das Gewerbe „Gold- und Silberschmiede“ zählt nicht zu den zulassungspflichtigen Handwerken der Anlage A der Handwerksordnung, sondern seit 2004 zu den zulassungsfreien Handwerken der Anlage B Abschnitt 1 Nummer 11. Ausgebildet wird in einer von zwei Fachrichtungen: Goldschmieden (Schmuck, Juwelenschmuck, Ketten) oder Silberschmieden (Gerät und Objekt). Zu den Kernaufgaben zählen das Entwerfen, Anfertigen und Reparieren von Schmuck, das Fassen von Edelsteinen sowie die Oberflächenbearbeitung von Edelmetallen. Bei der Feingehaltsangabe auf Schmuck gilt in Deutschland das Gesetz über den Feingehalt der Gold- und Silberwaren von 1884 mit einem Selbststempelungssystem ohne staatliche Prüfpflicht. Unabhängige Gehaltsportale nennen für ausgelernte Fachkräfte sehr unterschiedliche Werte zwischen rund 27.000 € und über 43.000 € brutto im Jahr.
Lebenslauf Muster Raumausstatter/in
Raumausstatter/in ist ein anerkannter dualer Ausbildungsberuf nach § 25 der Handwerksordnung (HwO) mit einer regulären Ausbildungsdauer von drei Jahren, geregelt durch die Verordnung über die Berufsausbildung zum Raumausstatter/zur Raumausstatterin (RaumAAusbV) vom 18. Mai 2004. Das Raumausstatter-Handwerk (Gewerbe Nr. 27) war bei Erlass dieser Verordnung noch ein zulassungsfreies Handwerk nach Anlage B Abschnitt 1 HwO, wurde aber zum 14. Februar 2020 in die Anlage A Nr. 52 HwO überführt und ist seither ein zulassungspflichtiges Handwerk mit Meisterpflicht für die selbstständige Betriebsführung. Angestellte Gesellinnen und Gesellen benötigen keinen Meisterbrief; für die Selbstständigkeit gilt grundsätzlich die Meisterprüfung nach der Raumausstattermeisterverordnung (RaumausMstrV) vom 4. September 2023, alternativ die Altgesellenregelung nach § 7b HwO (sechs Jahre Berufserfahrung, davon vier Jahre in leitender Stellung). Laut Ausbildungsordnung liegen die fachlichen Schwerpunkte auf Boden, Polstern, Raumdekoration, Licht-, Sicht- und Sonnenschutzanlagen sowie Wand- und Deckendekoration. Für tarifgebundene Betriebe gilt der Tarifvertrag zwischen dem Zentralverband Raum und Ausstattung (ZVR) und der IG Metall; die tarifliche Ausbildungsvergütung lag zum 1. August 2024 bei 810 Euro im ersten, 900 Euro im zweiten und 1.000 Euro im dritten Lehrjahr.
Lebenslauf Muster Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/in
Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/in ist der seit 2023 geltende, staatlich anerkannte Ausbildungsberuf für alle, die Fahrzeugkarosserien bauen, instand setzen und umbauen – amtlich anerkannt nach § 1 der Karosserie- und Fahrzeugbaumechanikerausbildungsverordnung (KFBauMechAusbV) in Verbindung mit § 25 der Handwerksordnung (HwO) für das Gewerbe nach Anlage A Nummer 15 "Karosserie- und Fahrzeugbauer". Die 3,5-jährige duale Ausbildung führt in eine von drei Fachrichtungen: Karosserieinstandhaltungstechnik (Unfallinstandsetzung), Karosserie- und Fahrzeugbautechnik (Neubau, Umbau, Sonderfahrzeuge) oder Caravan- und Reisemobiltechnik. Wichtig für den Lebenslauf: Der Beruf ist klar von Kfz-Mechatroniker/in abzugrenzen, einem eigenen Ausbildungsberuf mit Schwerpunkt Motor-, Fahrwerk- und Elektroniktechnik statt Karosserie und Struktur. Bis 2003 hieß die Ausbildung "Karosserie- und Fahrzeugbauer/-in" – diese Bezeichnung wird deshalb weiterhin häufig gesucht, ist aber seit über 20 Jahren nicht mehr der amtliche Titel.
Lebenslauf Muster Mechatroniker/in für Kältetechnik
Der Ausbildungsberuf heißt seit dem 1. August 2007 amtlich „Mechatroniker für Kältetechnik/Mechatronikerin für Kältetechnik“ – die bis dahin gültige Ausbildungsordnung „Kälteanlagenbauer/in“ von 1982 wurde durch die Neuordnung abgelöst (Verordnung über die Berufsausbildung zum Mechatroniker für Kältetechnik/zur Mechatronikerin für Kältetechnik, KälteMechaAusbV, § 1, § 9). „Kälteanlagenbauer/in“ ist trotzdem kein reiner Bestandsschutz-Titel für Altausbildungen: Das zugehörige Handwerk selbst trägt in Anlage A der Handwerksordnung bis heute die Nummer 18 „Kälteanlagenbauer“ (§ 25 HwO), sodass der Begriff als amtliche Gewerbebezeichnung und gebräuchlicher Suchbegriff parallel zur Ausbildungsbezeichnung weiterlebt. Die duale Ausbildung dauert 3,5 Jahre (§ 2 KälteMechaAusbV) und wird sowohl nach § 4 Abs. 1 BBiG als auch nach § 25 HwO staatlich anerkannt, Gesellenprüfung in zwei Teilen vor der Handwerkskammer. Mechatroniker/innen für Kältetechnik planen, montieren, warten und reparieren Kälte- und Klimaanlagen sowie Wärmepumpen – von Kühlhäusern und Supermarktkühlung über Serverraum- und Krankenhausklimatisierung bis zu Wärmepumpenheizungen in Wohngebäuden. Für Arbeiten an Anlagen mit fluorierten Kältemitteln ist zusätzlich ein Sachkundenachweis nach ChemKlimaschutzV/F-Gase-Verordnung nötig (umgangssprachlich „Kälteschein“, je nach Tätigkeit Kategorie I bis IV). Berufseinsteiger verdienen laut Gehaltsportalen brutto rund 2.600 bis 3.700 Euro im Monat, mit Berufserfahrung sind 3.400 bis 4.500 Euro realistisch – die Portale weichen dabei deutlich voneinander ab.
Lebenslauf Muster Zweiradmechatroniker/in
Zweiradmechatroniker/in ist ein eigenständiger, staatlich anerkannter Ausbildungsberuf nach der Zweiradmechatronikerausbildungsverordnung (ZweiradAusbV, seit 1.8.2014), der auf das zulassungspflichtige Handwerksgewerbe Nr. 17 der Anlage A der Handwerksordnung („Zweiradmechaniker") aufbaut. Die dreieinhalbjährige duale Ausbildung wird in einer von zwei Fachrichtungen absolviert: Fahrradtechnik oder Motorradtechnik – die Wahl erfolgt spätestens im dritten Ausbildungsjahr und bestimmt sowohl die Ausbildungsinhalte als auch die Struktur der gestreckten Gesellenprüfung. Für den Lebenslauf zentral: Zweiradmechatroniker/in ist NICHT dasselbe wie Kfz-Mechatroniker/in – Zweiräder (Fahrrad/E-Bike bzw. Kraftrad/Motorrad) und mehrspurige Kraftfahrzeuge (Pkw, Nutzfahrzeuge) sind zwei getrennte Ausbildungsordnungen und getrennte Handwerksgewerbe. Wer im Lebenslauf die Fachrichtung nicht klar benennt, wirkt fachlich unpräzise – Fahrrad- und Motorradtechnik verlangen unterschiedliche Kernkompetenzen (Speichenräder/E-Bike-Antriebe versus Verbrennungsmotor/Zulassungsrecht).
Lebenslauf Muster Klempner/in
Klempner/in ist eine 3,5-jährige duale Ausbildung nach der Klempner-Ausbildungsverordnung (KlempnerAusbV 2013) und zählt als Gewerbe Nummer 23 zu den zulassungspflichtigen Handwerken der Anlage A der Handwerksordnung (HwO) – Abschluss ist die Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer. Wer sich selbstständig machen will, braucht dafür in der Regel einen Meisterbrief oder einen angestellten Betriebsleiter mit Meistertitel (Ausnahme: Altgesellenregelung). Klempner/innen fertigen und montieren Bauteile aus Metallblech – Metalldächer, Dachrinnen, Regenfallrohre, Fassadenverkleidungen, Fensterbänke und äußeren Blitzschutz – und arbeiten damit primär außen an Dach und Fassade. Das unterscheidet den Beruf klar vom benachbarten Gewerbe 24 „Installateur und Heizungsbauer" (Anlagenmechaniker/in SHK), das Sanitär-, Heizungs- und Klimaanlagen im Gebäudeinneren installiert – umgangssprachlich wird „Klempner" in Deutschland allerdings häufig fälschlich als Synonym für Letzteres verwendet. Gehaltsportale nennen für ausgelernte Klempner/innen je nach Erhebungsmethodik Monatsgehälter zwischen rund 2.600 und 3.900 Euro brutto. Regional ist der Beruf auch als Spengler/in (Süddeutschland) oder Flaschner/in bekannt.
Lebenslauf Muster Schornsteinfeger/in
Schornsteinfeger/in ist ein dreijähriger, staatlich anerkannter dualer Ausbildungsberuf im zulassungspflichtigen Handwerk nach Anlage A Nummer 12 der Handwerksordnung (HwO), geregelt durch die Schornsteinfeger-Ausbildungsverordnung (SchfAusbV) vom 18. Februar 2025 (§§ 1, 2 SchfAusbV). Ein überzeugender Lebenslauf zeigt die Gesellenprüfung, praktische Kehr- und Prüferfahrung sowie – für den nächsten Karriereschritt – die Meisterprüfung, die nach § 7 Abs. 1a HwO Voraussetzung für die selbstständige Ausübung des Schornsteinfegerhandwerks ist. Von der handwerklichen Ausbildung klar zu unterscheiden ist die hoheitliche Funktion des bevollmächtigten Bezirksschornsteinfegers bzw. der bevollmächtigten Bezirksschornsteinfegerin: Diese Person wird nicht angestellt, sondern von der zuständigen Behörde nach öffentlicher Ausschreibung für sieben Jahre bestellt (§§ 8-10 SchfHwG) und sollte im Lebenslauf nicht als reguläre Anstellung formuliert werden. Für die meisten Bewerbungen – Ausbildungsplatz, Gesellenstelle oder Meisterposition in einem Kehrbetrieb – zählt der reguläre Ausbildungs- und Gesellenweg; die Bestellung ist eine spätere, öffentlich-rechtliche Zusatzoption für erfahrene Meisterinnen und Meister.
Lebenslauf Muster Fotograf/in
Fotograf/in ist ein dreijähriger dualer Ausbildungsberuf nach der Fotografen-Ausbildungsverordnung (FotoAusbV) vom 31. Januar 2025, die seit 1. August 2025 die bisherige FotoAusbV 2009 ersetzt. Anders als oft angenommen ist Fotografie kein zulassungspflichtiges Handwerk der Anlage A der Handwerksordnung (HwO), sondern zählt seit der HwO-Novelle zum 1. Januar 2004 zu den zulassungsfreien Handwerken der Anlage B Abschnitt 1 Nummer 38 - eine Meisterpflicht besteht daher nicht, ein Meisterbrief kann freiwillig erworben werden. Die Ausbildung gliedert sich in berufsprofilgebende Grundinhalte und eine von sechs wählbaren Spezialisierungen: Peoplefotografie, Produktfotografie, Architektur- und Industriefotografie, Editorialfotografie und Bildredaktion, softwaregestützte Bildgenerierung oder analoge Fotografie. Der Berufszugang ist zudem offen: Ein erheblicher Teil der praktizierenden Fotograf/innen kommt nicht über die duale Ausbildung, sondern über ein Fotografie- oder Kommunikationsdesign-Studium oder als Autodidakt/Quereinsteiger in den Beruf; wer überwiegend künstlerisch-eigenschöpferisch arbeitet, kann laut einem rechtskräftigen Urteil des VG Mainz (2021, bestätigt 2022) sogar von der Pflichtmitgliedschaft in der Handwerkskammer befreit sein. Gehälter angestellter Fotograf/innen unterscheiden sich je nach Portal deutlich (rund 28.000 bis 41.000 Euro brutto im Jahr), Selbstständige rechnen überwiegend nach Tages- oder Projekthonorar ab - Selbstständigkeit ist in diesem Beruf besonders verbreitet.
Lebenslauf Muster Buchbinder/in
Buchbinder/in ist ein dreijähriger dualer Ausbildungsberuf nach der Buchbinder-Ausbildungsverordnung (BuchbAusbV), die seit 1. August 2011 gilt. Der Beruf zählt nach § 1 BuchbAusbV zum Gewerbe Nummer 39 der Anlage B Abschnitt 1 der Handwerksordnung – also zu den zulassungsfreien Handwerken, für die keine gesetzliche Meisterpflicht besteht. Eine Meisterprüfung nach der Buchbindermeisterverordnung (BuchBMstrV) ist möglich, aber freiwillig. Wichtig zur Abgrenzung: Buchbinder/in ist nicht mit "Medientechnologe/in Druckverarbeitung" identisch oder davon abgelöst worden – das ist ein eigenständiger, paralleler Ausbildungsberuf für die industrielle Serienfertigung, während Buchbinder/in den handwerklichen Weg über Handeinband, Restaurierung und Einzel- oder Sonderfertigung abdeckt. Innerhalb der Ausbildung wird zwischen den Wahlqualifikationen Einzel- und Sonderfertigung sowie Maschinelle Fertigung unterschieden. Gehaltsportale nennen für ausgelernte Fachkräfte sehr unterschiedliche Werte zwischen rund 2.500 € und über 3.500 € brutto im Monat, abhängig von Betriebsgröße, Region und Spezialisierung.
Lebenslauf Muster Sattler/in
Sattler/in ist ein dreijähriger dualer Ausbildungsberuf und zählt als Gewerbe Nummer 26 „Sattler und Feintäschner“ zu den zulassungsfreien Handwerken der Anlage B Abschnitt 1 der Handwerksordnung (HwO) - anders als viele Anlage-A-Handwerke gibt es hier keine gesetzliche Meisterpflicht für die Selbstständigkeit. Die Ausbildung nach der Verordnung über die Berufsausbildung zum Sattler/zur Sattlerin (SaAusbV 2005) gliedert sich in drei Fachrichtungen: Fahrzeugsattlerei (Fahrzeugsitze, Verdecke, Innenverkleidungen), Reitsportsattlerei (Sättel, Reitsport- und Fahrsportzubehör) sowie Feintäschnerei (Taschen, Koffer, Kleinlederwaren). Wer sich weiterqualifizieren möchte, kann freiwillig die Meisterprüfung nach der Sattler- und Feintäschnermeisterverordnung ablegen. Beim Gehalt weichen die Portale stark voneinander ab: Gehalt.de nennt einen Median von rund 4.034 Euro brutto/Monat, Gehaltsvergleich.com dagegen nur 2.165 Euro im Mittel - die Werte sollten nicht gemittelt, sondern als unterschiedliche Erhebungen verstanden werden.
Lebenslauf Muster Land- und Baumaschinenmechatroniker/in
Als Land- und Baumaschinenmechatroniker/in gehört Ihr Lebenslauf in eine tabellarische, werkstatt- und außendiensttaugliche Struktur: Einsatzbereich (Landtechnik, Baumaschinen oder beides) und Herstellerbezug (z. B. John Deere, Fendt, Claas, Liebherr) klar benennen, Führerscheinklassen sowie Hydraulik-/Schweißkenntnisse als Fakten platzieren, Gesellenbrief mit Jahr angeben. Anders als beim verwandten Beruf Kfz-Mechatroniker/in (Pkw und Nutzfahrzeuge) dreht sich hier alles um Traktoren, Erntemaschinen, Bagger und ähnliche Arbeitsmaschinen mit besonders hohem Hydraulik- und Elektronikanteil - häufig mit Reparatureinsätzen direkt auf dem Feld oder der Baustelle statt ausschließlich in der Werkstatt.
Lebenslauf Muster Maßschneider/in
Maßschneider/in ist ein dreijähriger dualer Ausbildungsberuf nach der Verordnung über die Berufsausbildung zum Maßschneider/zur Maßschneiderin (MSchnAusbV 2004, § 25 Handwerksordnung). Anders als bei vielen anderen Handwerksberufen ist keine Meisterpflicht vorgeschrieben: Das Gewerbe zählt nicht zu den zulassungspflichtigen Handwerken der Anlage A der Handwerksordnung, sondern seit der HwO-Novelle 2004 zu den zulassungsfreien Handwerken der Anlage B Abschnitt 1 Nummer 19 (heute „Maßschneider", in der Ausbildungsordnung von 2004 noch „Damen- und Herrenschneider" genannt). Die Ausbildung kennt keine formal getrennten Fachrichtungen wie bei manch anderem Handwerksberuf, sondern ein einheitliches Ausbildungsberufsbild mit den Schwerpunkten Damen und Herren, die vor allem in der Gesellenprüfung zum Tragen kommen. Maßschneider/innen fertigen Einzelstücke exakt nach den Maßen und Wünschen einzelner Kundinnen und Kunden – das unterscheidet sie von der industriellen Bekleidungsfertigung (Konfektion, Serienproduktion), für die mit Textil- und Modenäher/in ein eigener, IHK-geregelter Ausbildungsberuf ohne Handwerksordnung-Bezug existiert. Wer den Meistertitel führen möchte, kann dies freiwillig über die Damen- und Herrenschneidermeisterverordnung (DaHeSchnMstrV) tun. Gehaltsportale nennen für angestellte Maßschneider/innen Werte zwischen rund 2.400 € und 2.970 € brutto im Monat, mit erheblichen Unterschieden zwischen den Portalen.
Lebenslauf Muster Modellbauer/in
Modellbauer/in – seit dem 1. August 2009 amtlich "Technischer Modellbauer/Technische Modellbauerin" – ist ein dualer Ausbildungsberuf mit einer Ausbildungsdauer von dreieinhalb Jahren nach der Verordnung über die Berufsausbildung zum Technischen Modellbauer/zur Technischen Modellbauerin (ModellBTechAusbV). Ausgebildet wird in einer von drei Fachrichtungen: Gießerei (Modelleinrichtungen und Dauerformen für den Gießereimodellbau), Karosserie und Produktion (Karosserie- und Produktionsmodelle, u. a. für die Automobilindustrie) oder Anschauung (Architektur-, Design- und Funktionsmodelle für Kunden aus Architektur, Produktentwicklung und Maschinenbau). Rechtlich ist der Beruf doppelt verankert: staatlich anerkannt sowohl nach § 4 Abs. 1 Berufsbildungsgesetz als auch nach § 25 Handwerksordnung für das Gewerbe Nummer 14 "Modellbauer" der Anlage B Abschnitt 1 HwO. Damit zählt Modellbauer zu den zulassungsfreien Handwerken – anders als etwa Metallbauer oder Tischler ist für die selbstständige Berufsausübung keine Meisterpflicht vorgeschrieben. Modellbauer/innen arbeiten häufig computergestützt (CAD/CAM, CNC-Fräsen, 3D-Druck) mit Werkstoffen wie Holz, Kunststoffen, Metall, Acrylglas oder Gipsformstoffen. Gehaltsportale nennen für ausgelernte Fachkräfte Werte zwischen rund 32.000 € und 42.000 € brutto im Jahr, mit deutlichen Unterschieden je nach Fachrichtung, Branche und Region.
Lebenslauf Muster Metallbildner/in
Metallbildner/in ist ein dreijähriger, staatlich anerkannter Ausbildungsberuf im zulassungsfreien Handwerk (Anlage B Abschnitt 1 Nummer 7 der Handwerksordnung) mit den drei Fachrichtungen Gürtlertechnik, Metalldrücktechnik und Ziseliertechnik. Metallbildner/innen entwerfen, fertigen und restaurieren kunstvoll gestaltete Metallobjekte – von Kirchenausstattungen und Kunstschmiedearbeiten über gedrückte Gefäße bis zu ziselierten Reliefs – und arbeiten häufig für Restaurierungswerkstätten, in der Denkmalpflege oder in Kunstgießereien. Anders als der technisch-konstruktive, meisterpflichtige Metallbauer (Anlage A) ist Metallbildner/in ein künstlerisch-gestaltendes Kunsthandwerk ohne gesetzliche Meisterpflicht. Das Einstiegsgehalt liegt je nach Portal zwischen rund 1.500 und 2.560 Euro brutto im Monat, mit Berufserfahrung sind 2.800 bis rund 3.500 Euro üblich.
Lebenslauf Muster Glasbläser/in
Glasbläser/in ist ein dreijähriger, bundesweit staatlich anerkannter Ausbildungsberuf nach der Verordnung über die Berufsausbildung zum Glasbläser/zur Glasbläserin (GlasblAusbV) vom 19. Juni 1998, geregelt sowohl über das Berufsbildungsgesetz (BBiG) als auch über § 25 der Handwerksordnung (HwO) für das Gewerbe „Glasbläser und Glasapparatebauer", das als Nummer 40 in der Anlage A HwO zu den zulassungspflichtigen Handwerken zählt. Auszubildende wählen zwischen den Fachrichtungen Glasgestaltung, Christbaumschmuck oder Kunstaugen; bekanntester Ausbildungsstandort ist die Berufsfachschule Glas Lauscha in Thüringen, die einzige Schule weltweit mit der Spezialisierung „Gläserner Christbaumschmuck". Wer sich mit einem eigenen Betrieb in diesem Gewerbe selbstständig machen möchte, benötigt wegen der Zulassungspflicht nach Anlage A grundsätzlich einen Meisterbrief oder eine Ausnahmebewilligung bzw. die Altgesellenregelung nach § 7b HwO - für die Anstellung als Geselle/Gesellin gilt das nicht. Von der handwerklich-künstlerischen Glasbläserei klar zu unterscheiden ist der ebenfalls unter Anlage A Nr. 40 HwO staatlich anerkannte, aber eigenständige Ausbildungsberuf Glasapparatebauer/Glasapparatebauerin (GlasappAusbV 2023), der Laborglasapparate für Industrie und Forschung herstellt. Gehaltsangaben unterscheiden sich stark zwischen den Portalen - Industriefertigung wird tendenziell besser vergütet als kleinbetriebliches Kunsthandwerk.
Lebenslauf Muster Elektromaschinenbauer/in
Elektromaschinenbauer/in ist heute kein eigenständiger, aktuell verliehener Ausbildungsabschluss mehr, aber weiterhin der in der Praxis gebräuchliche Berufs- und Stellentitel für Fachkräfte, die elektrische Maschinen – vor allem Elektromotoren, Generatoren und Transformatoren – bauen, warten, reparieren und neu wickeln. Amtlich heißt das zugrunde liegende, zulassungspflichtige Handwerk weiterhin "Elektromaschinenbauer" (Anlage A Nummer 26 der Handwerksordnung), und der Meistertitel lautet unverändert "Elektromaschinenbauermeister/in" (Elektromaschinenbauermeisterverordnung vom 21. Februar 2024, BGBl. 2024 I Nr. 62). Die dazugehörige Ausbildung selbst trägt seit der letzten Neuordnung zum 1. August 2021 amtlich den Namen "Elektroniker/in für Maschinen und Antriebstechnik" – parallel geregelt für das Handwerk (ElekMaschBHwOAusbV) und die Industrie (ElekMaschBBBiGAusbV), beide vom 30. März 2021 (BGBl. I S. 662, 714), Ausbildungsdauer jeweils dreieinhalb Jahre im dualen System. Kerntätigkeit ist die Wickeltechnik: Neu- und Umwickeln von Stator- und Rotorwicklungen, Fehlerdiagnose, Isolationsprüfung, Lagerwechsel sowie Neubau von Sonderausführungen elektrischer Maschinen – oft in kleinen, spezialisierten Handwerksbetrieben mit Werkstatt- und Kundendiensteinsätzen.
Lebenslauf Muster Glasapparatebauer/in
Glasapparatebauer/in ist ein eigenständiger, dreijähriger dualer Ausbildungsberuf nach der Glasapparatebauer-Ausbildungsverordnung (GlasappAusbV) vom 15. Mai 2023, staatlich anerkannt nach Anlage A Nummer 40 der Handwerksordnung ("Glasbläser und Glasapparatebauer") sowie nach dem Berufsbildungsgesetz. Der Beruf ist eng verwandt mit, aber inhaltlich klar getrennt von Glasbläser/in: Während Glasbläser/innen künstlerisch-dekorative Gegenstände wie Ziergläser, Christbaumschmuck oder Kunstaugen fertigen, stellen Glasapparatebauer/innen technisch-wissenschaftliche Glasapparate für Labore, Forschungseinrichtungen und die Industrie her – etwa Destillations-, Extraktions- oder Reaktionsapparate, Wärmetauscher und Vakuumapparaturen aus Borosilikatglas, Quarzglas oder Weichglas. Die Ausbildung gliedert sich nicht nach frei wählbaren Fachrichtungen, sondern nach drei vom Ausbildungsbetrieb festgelegten Einsatzgebieten. Beschäftigung findet sich in Industrie- und Handwerksbetrieben, im Laborglashandel sowie in Glaswerkstätten von Universitäten und Forschungseinrichtungen. Wie bei Glasbläser/in gilt: Ein selbstständiger Betrieb im Gewerbe "Glasbläser und Glasapparatebauer" ist meisterpflichtig (Anlage A HwO).
Lebenslauf Muster Drechsler/in
Als Drechsler/in fertigst du an der Drechselbank rotationssymmetrische Werkstücke aus Holz – Möbelfüße, Griffe, Geländer- und Treppenstäbe, Schalen, Kegel, Spindeln und Kunstobjekte. Die duale Ausbildung nach der Drechsler-Ausbildungsverordnung (DrechslAusbV) dauert 3 Jahre; nach dem dritten Ausbildungshalbjahr wählst du zwischen den Fachrichtungen Drechseln und Elfenbeinschnitzen (Letzteres heute praktisch mit fossilem Mammutelfenbein statt Elefanten-Elfenbein). Das Gewerbe steht seit der Rückvermeisterung 2020 als Nr. 48 „Drechsler (Elfenbeinschnitzer) und Holzspielzeugmacher" wieder in Anlage A der Handwerksordnung – für die selbstständige Ausübung gilt daher grundsätzlich Meisterpflicht. Drechsler/in ist mit bundesweit nur rund vier Ausbildungsbetrieben eines der kleinsten deutschen Ausbildungshandwerke. Einstiegsgehalt je nach Quelle ca. 2.100–2.700 € brutto/Monat, mit Meisterabschluss ca. 3.000–3.400 €.
Lebenslauf Muster Feinoptiker/in
Feinoptiker/in ist ein anerkannter Ausbildungsberuf im zulassungsfreien Handwerk. Das Gewerbe steht unter Nummer 35 in Anlage B Abschnitt 1 der Handwerksordnung, für den selbstständigen Betrieb genügt nach § 18 HwO die Anzeige bei der Handwerkskammer – eine Meisterpflicht wie beim namensähnlichen, aber rechtlich und fachlich völlig anderen Beruf Augenoptiker/in (Anlage A, zulassungspflichtig) besteht nicht. Eine Meisterprüfung kann nach § 51a HwO freiwillig abgelegt werden und dient vor allem dem Nachweis der Ausbildereignung. Die Ausbildung dauert nach § 2 der Verordnung über die Berufsausbildung zum Feinoptiker und zur Feinoptikerin (FeinOAusbV) vom 12. März 2024 dreieinhalb Jahre und endet mit einer gestreckten Abschlussprüfung in zwei Teilen. Fachlich reicht die Tätigkeit vom manuellen und maschinellen Herstellen plan- und rundoptischer Bauteile über das Montieren und Justieren optischer Baugruppen bis zur Oberflächenbeschichtung. Anders als Augenoptiker/in arbeitet Feinoptiker/in nicht am Auge und meist nicht mit Endkundinnen und -kunden, sondern fertigt Präzisionsbauteile für Kameras, Mikroskope, Ferngläser sowie medizintechnische und wissenschaftliche Geräte – typische Arbeitgeber sind Zulieferbetriebe der Optik- und Photonikindustrie mit Schwerpunkten unter anderem in Jena, Wetzlar und Oberkochen. Die Gehaltsangaben der Portale weichen deutlich voneinander ab und sollten im Kontext von Qualifikation, Region und Betriebsgröße gelesen werden.
Lebenslauf Muster Textilreiniger/in
Textilreiniger/in ist ein staatlich anerkannter dualer Ausbildungsberuf mit drei Jahren Regelausbildungsdauer, geregelt in der Verordnung über die Berufsausbildung zum Textilreiniger/zur Textilreinigerin (TexRAusbV) vom 17. Juni 2002 (BGBl. I S. 1923). § 1 TexRAusbV erkennt den Beruf doppelt an: gemäß § 25 der Handwerksordnung (HwO) für Handwerksbetriebe (zuständige Stelle: Handwerkskammer) und gemäß § 25 des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) für nicht handwerklich organisierte Betriebe wie Industriewäschereien (zuständige Stelle: IHK). Der Verordnungstext verweist zwar noch wörtlich auf „Anlage A, Gewerbe Nummer 69“ der HwO – das war bei Erlass der Verordnung 2002 zutreffend, wurde aber mit der Handwerksnovelle 2004 überholt: Seitdem zählt Textilreiniger zu den zulassungsfreien Handwerken nach Anlage B Abschnitt 1 Nummer 31 HwO, für die selbständige Berufsausübung ist also kein Meisterbrief vorgeschrieben. Eine Meisterprüfung bleibt trotzdem möglich: Sie ist als freiwillige Fortbildung in der Textilreinigermeisterverordnung (TextRMstrV) von 1983, zuletzt geändert 2022, geregelt. Zum Tätigkeitsfeld gehören das Vorbereiten und Vorbehandeln von Textilien, das Waschen und die chemische Reinigung, Detachur (Fleckenentfernung), Finishen (Bügeln, Pressen, Mangeln) sowie Färben, Ausrüsten und Desinfektionsverfahren. Unabhängige Gehaltsportale weichen bei Median beziehungsweise Durchschnitt deutlich voneinander ab, weshalb Gehaltsangaben hier immer mit Quelle genannt werden.
Lebenslauf Muster Fahrzeuglackierer/in
Fahrzeuglackierer/in ist ein eigenständiger, staatlich anerkannter dualer Ausbildungsberuf, geregelt durch die Verordnung über die Berufsausbildung zum Fahrzeuglackierer/zur Fahrzeuglackiererin (FzgLackAusbV) vom 3. Juli 2003. Laut § 1 FzgLackAusbV wird der Ausbildungsberuf für das Gewerbe "Maler und Lackierer" der Anlage A der Handwerksordnung (zulassungspflichtiges Handwerk, aktuell laufende Nummer 10) staatlich anerkannt – Fahrzeuglackierer/in hat also eine eigene Ausbildungsordnung, hängt gewerberechtlich aber am selben Anlage-A-Handwerk wie der eigenständige Nachbarberuf Maler/in und Lackierer/in (eigene Verordnung: MalerLackAusbV). Die Ausbildung dauert drei Jahre und endet mit einer gestreckten Gesellenprüfung (Teil A: praktische Arbeitsaufgabe am Fahrzeug inkl. Fachgespräch; Teil B: Beschichtungstechnik und Gestaltung, Instandsetzung und Instandhaltung, Wirtschafts- und Sozialkunde). Wichtig für den Lebenslauf: klare Abgrenzung zu Maler/in und Lackierer/in (Gebäude/Bautenschutz statt Fahrzeuge) und zu Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/in (baut/repariert die Fahrzeugstruktur selbst und bereitet Oberflächen nur vor, lackiert aber nicht selbst).
Lebenslauf Muster Bootsbauer/in
Bootsbauer/in ist ein staatlich anerkannter, dualer Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Handwerksordnung (HwO): Die "Verordnung über die Berufsausbildung zum Bootsbauer und zur Bootsbauerin" (BootsbAusbV 2011, in Kraft seit 1. August 2011) regelt eine dreieinhalbjährige Ausbildung mit zwei Fachrichtungen - "Neu-, Aus- und Umbau" und "Technik". Rechtlich zugeordnet ist der Beruf dem Gewerbe Nummer 28 "Boots- und Schiffbauer" der Anlage A der Handwerksordnung und damit einem zulassungspflichtigen Handwerk: Wer sich selbstständig macht, braucht dafür grundsätzlich die Meisterprüfung (oder einen gleichwertigen Nachweis) und die Eintragung in die Handwerksrolle. Bootsbauer/innen bauen, reparieren und warten Boote und Yachten aus Holz, glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) und Metall - von Rumpf und Deck über Innenausbau und Masten bis zu den technischen Anlagen an Bord. Gehaltsangaben unterscheiden sich zwischen den Portalen erheblich (siehe unten); Ausbildungsbetriebe sind vor allem Bootswerften an Küste und Binnenseen, etwa an Ostsee und Bodensee.
Lebenslauf Muster Segelmacher/in
Segelmacher/in ist ein dreijähriger dualer Ausbildungsberuf für die Herstellung, Reparatur und Wartung von Segeln, Persenningen, Verdecken und Sonnensegeln aus technischen Textilien. Der Beruf ist ein zulassungsfreies Handwerk nach Anlage B Abschnitt 1 Nr. 23 der Handwerksordnung, geregelt in der Segelmacher-Ausbildungsverordnung (SegelmAusbV) von 2010.
Lebenslauf Muster Weber/in
Weber/in ist seit 2011 kein eigenständiger Ausbildungsberuf mehr, sondern lebt als Fachrichtung Weben innerhalb des zusammengelegten Ausbildungsberufs Textilgestalter/in im Handwerk weiter. Grundlage ist die Verordnung über die Berufsausbildung zum Textilgestalter und zur Textilgestalterin im Handwerk (TextilGestAusbV) vom 17. Juni 2011, die die früheren eigenständigen Berufe Weber/in, Sticker/in, Stricker/in, Klöppler/in, Filzmacher/in und Posamentierer/in zu einem gemeinsamen dreijährigen Ausbildungsberuf mit sechs Fachrichtungen zusammenführte. Das zugehörige Gewerbe (Nummer 20 „Textilgestalter") steht in Anlage B Abschnitt 1 der Handwerksordnung und ist damit zulassungsfrei - es besteht keine gesetzliche Meisterpflicht für die selbstständige Ausübung. Wer heute weben lernt, erwirbt einen Gesellenbrief als Textilgestalter/in im Handwerk mit bestandener Gesellenprüfung in der Fachrichtung Weben; die Bezeichnung „Weber/in" bleibt der gebräuchliche Name für diese Tätigkeit und wird deshalb hier als Seitentitel verwendet. Typische Einsatzorte sind Handweberei-Manufakturen, Museums- und Theaterwerkstätten, Mode-/Musterateliers und therapeutische Einrichtungen, oft mit Perspektive auf Selbstständigkeit. Klar abzugrenzen ist der industrielle Beruf Produktionsmechaniker/in - Textil, der auf die Bedienung industrieller Webmaschinenanlagen ausgerichtet ist und einen eigenen Berufszweig darstellt.
Lebenslauf Muster Böttcher/in
Böttcher/in (regional auch Küfer/in, Fassbinder/in, Büttner/in oder Schäffler/in genannt – derselbe Beruf, nur unterschiedliche historische Bezeichnungen) ist ein staatlich anerkannter, 3-jähriger dualer Ausbildungsberuf im Handwerk nach § 25 Handwerksordnung, geregelt in der Böttchergewerbe-Ausbildungsverordnung (BöttchAusbV) vom 5. Mai 2010. Böttcher/innen fertigen, reparieren und restaurieren Fässer, Bottiche und Behälter aus Holz für Weingüter, Brennereien, Brauereien und Fassmanufakturen. Seit 14. Februar 2020 ist das Böttcherhandwerk wieder ein zulassungspflichtiges Handwerk der Anlage A HwO (laufende Nummer 49) – zuvor war es von 2004 bis 2020 zulassungsfrei in Anlage B eingeordnet. Der Beruf wird weiterhin regulär ausgebildet, ist aber real extrem selten geworden: Es gibt bundesweit nur noch rund 35 Böttcherbetriebe, und es existiert keine eigene deutsche Berufsschule – der Blockunterricht für Auszubildende aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol findet gemeinsam an der Landesberufsschule Pöchlarn in Niederösterreich statt. Gehaltsangaben verschiedener Portale weichen wegen der geringen Datenbasis für diesen seltenen Beruf spürbar voneinander ab.
Lebenslauf Muster Klavier- und Cembalobauer/in
Klavier- und Cembalobauer/in ist ein staatlich anerkannter dualer Ausbildungsberuf nach der Klavier- und Cembalobauerausbildungsverordnung (KlaCembAusbV) mit einer Ausbildungsdauer von dreieinhalb Jahren. Ausgebildet wird in einer von zwei Fachrichtungen: Klavierbau (Klaviere und Flügel) oder Cembalobau (Cembali, Clavichorde, Spinette und weitere historische besaitete Tasteninstrumente). Das Gewerbe zählt zu den zulassungsfreien Handwerken der Anlage B Abschnitt 1 Nummer 45 der Handwerksordnung – es besteht also keine gesetzliche Meisterpflicht für die selbständige Ausübung. Wer den Titel dennoch führen möchte, kann freiwillig die Meisterprüfung nach der Klavier- und Cembalobauermeisterverordnung (KlaCbMstrV) ablegen. Nicht zu verwechseln ist der Beruf mit dem einfacheren, ebenfalls zulassungsfreien Gewerbe „Klavierstimmer“ (Anlage B Abschnitt 2 Nummer 52), das keine eigene staatlich anerkannte Ausbildungsordnung hat. Klavier- und Cembalobauer/innen arbeiten bei Instrumentenherstellern, in Klavierhäusern und Reparaturwerkstätten, in Restaurierungsateliers, Museen sowie an Konzert- und Opernhäusern. Bundesweit gibt es nur eine einzige Berufsschule für diesen Ausbildungsberuf. Gehaltsangaben unabhängiger Portale schwanken für Berufseinsteiger/innen etwa zwischen 2.000 € und 3.000 € brutto im Monat, mit klar höheren Werten nach Meisterprüfung oder Weiterqualifizierung.
Lebenslauf Muster Mechaniker/in für Reifen- und Vulkanisationstechnik
Ein überzeugender Lebenslauf als Vulkaniseur/in zeigt vor allem konkrete Praxis rund um Reifenmontage, -reparatur und Fahrwerktechnik sowie – falls vorhanden – die Fachrichtung der Ausbildung. Wichtig zu wissen: Seit dem 1. August 2004 lautet die amtliche Ausbildungsbezeichnung 'Mechaniker/in für Reifen- und Vulkanisationstechnik' (VulkAusbV 2004); 'Vulkaniseur/in' war die Bezeichnung bis 1992 und bleibt bis heute der in Stellenanzeigen und im Alltag gebräuchlichste Begriff für den Beruf. Die Ausbildung dauert drei Jahre und verzweigt sich im dritten Jahr in die Fachrichtungen Reifen- und Fahrwerktechnik oder Vulkanisationstechnik. Der Beruf ist als Gewerbe Nummer 41 in Anlage A der Handwerksordnung ein zulassungspflichtiges Handwerk – für die selbstständige Ausübung ist ein Meisterbrief erforderlich. Gehaltsangaben schwanken zwischen den Portalen erheblich, von rund 1.700 € Einstiegsgehalt bis zu Quartilswerten über 5.000 € brutto/Monat bei erfahrenen Fachkräften.
Lebenslauf Muster Geigenbauer/in
Geigenbauer/in ist ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf mit einer Ausbildungsdauer von drei Jahren nach der Geigenbauerausbildungsverordnung (GbAusV) vom 16. Juli 2015, in Kraft seit 1. August 2015. Anders als viele klassische Handwerksberufe zählt das Gewerbe „Geigenbauer" nicht zu den zulassungspflichtigen Handwerken der Anlage A der Handwerksordnung, sondern zu den zulassungsfreien Handwerken der Anlage B Abschnitt 1 Nummer 47 – für die selbständige Berufsausübung ist deshalb keine Meisterpflicht vorgeschrieben. Ausgebildet wird dual in Betrieb und Berufsschule oder vollzeitschulisch an einer von bundesweit nur zwei spezialisierten Fachschulen: in Mittenwald (Bayern) oder in Klingenthal (Sachsen, Vogtland). Zu den Kernaufgaben zählen Entwurf, Neubau, Reparatur und Restaurierung von Streichinstrumenten – vor allem Violine, Viola, Violoncello und Kontrabass. Wer den Meistertitel führen möchte, kann freiwillig die Meisterprüfung nach der Geigenbauermeisterverordnung ablegen. Unabhängige Gehaltsportale nennen für ausgelernte Fachkräfte sehr unterschiedliche Werte zwischen rund 2.400 € und knapp 4.000 € brutto im Monat.
Lebenslauf Muster Orgelbauer/in
Orgelbauer/in ist ein staatlich anerkannter, dualer Ausbildungsberuf, der Pfeifenorgeln – von der Kirchenorgel bis zum Konzertsaal-Instrument – neu baut, restauriert, wartet und stimmt. Die Ausbildung nach der Orgelbauerausbildungsverordnung (OrgBAusbV) dauert dreieinhalb Jahre und schließt mit der Gesellenprüfung ab; ab dem dritten Jahr wird zwischen den Fachrichtungen Orgelbau und Pfeifenbau gewählt. Rechtlich handelt es sich um ein zulassungspflichtiges Handwerk nach Anlage A Nummer 53 der Handwerksordnung – seit einer Gesetzesänderung zum 14. Februar 2020 ist dafür wieder ein Meisterbrief Voraussetzung, allerdings nur für die selbstständige Betriebsführung, nicht für die angestellte Tätigkeit als Geselle/Gesellin. Wer sich weiterqualifizieren möchte, kann die Meisterprüfung im Orgel- und Harmoniumbauer-Handwerk ablegen oder sich zum/zur geprüften Restaurator/in im Orgel- und Harmoniumbauerhandwerk weiterbilden. Der Beruf verbindet Holz- und Metallverarbeitung mit Musikalität, gutem Gehör und technischem Verständnis für Mechanik, Pneumatik und Elektrotechnik.
Lebenslauf Muster Schuhmacher/in
Schuhmacher/in ist ein 3-jähriger dualer Ausbildungsberuf im zulassungsfreien Handwerk nach Anlage B Abschnitt 1 Nummer 25 der Handwerksordnung (HwO). Der amtliche Name des Ausbildungsberufs lautet seit der Maßschuhmacherausbildungsverordnung (MaßschuhmAusbV) vom 17. Mai 2018 (BGBl. I S. 622, in Kraft seit 1. August 2018) offiziell „Maßschuhmacher/in" — die Bezeichnung „Schuhmacher/in" bleibt daneben sowohl der Name des Handwerks selbst als auch die in Stellenanzeigen und im allgemeinen Sprachgebrauch weiterhin gängige Berufsbezeichnung. Nach § 4 MaßschuhmAusbV wählen Auszubildende im dritten Ausbildungsjahr zwischen den Fachrichtungen Maßschuhe (Anfertigung kompletter Maßschuhe, fußgerechte Zurichtungen) und Schaftbau (Anfertigung von Schuhschäften nach individuellem Leisten). Weil das Schuhmacher-Handwerk zulassungsfrei ist, ist für die selbständige Berufsausübung keine Meisterprüfung erforderlich; die Schuhmachermeisterverordnung (SchuhmMstrV) von 2014 regelt eine freiwillige Meisterprüfung als Qualitätsnachweis. Zu unterscheiden ist der Beruf vom zulassungspflichtigen Gesundheitshandwerk Orthopädieschuhmacher/in (Anlage A Nummer 36 HwO, Meisterpflicht, medizinisch indizierte Maßanfertigung) sowie vom industriellen Ausbildungsberuf Schuhfertiger/in (Serienfertigung).
Lebenslauf Muster Kerzenhersteller/in und Wachsbildner/in
Der Ausbildungsberuf heißt seit 2015 offiziell "Kerzenhersteller/in und Wachsbildner/in" - die traditionelle Bezeichnung "Wachszieher/in" lebt als Name des zugrundeliegenden Handwerks in der Handwerksordnung (Anlage B, Abschnitt 1, Nummer 32 - zulassungsfrei) sowie als Titel nach bestandener Meisterprüfung ("Wachsziehermeister/in") weiter. Die Kerzenhersteller- und Wachsbildnerausbildungsverordnung (KhWbAusbV) vom 16. Juli 2015 löste die alte Wachszieher-Ausbildungsverordnung von 1984 ab und regelt eine dreijährige duale Ausbildung mit zwei Schwerpunkten ab dem dritten Jahr: Kerzenherstellung (maschinelle und handwerkliche Fertigung von Kerzen aus Wachs und Paraffin) oder Wachsbildnerei (künstlerische Gestaltung von Wachsbildern, Reliefs und Kirchenkerzen-Verzierungen). Der Beruf zählt zu den seltensten Handwerksberufen in Deutschland: Schätzungen sprechen von nur rund 15 bis 20 Auszubildenden bundesweit pro Jahrgang, mit Ausbildungsbetrieben vor allem im süddeutschen Raum sowie einigen größeren Industriebetrieben. Da das Gewerbe in Anlage B geführt wird, ist die selbstständige Betriebsgründung ohne Meisterbrief möglich - anders als etwa beim seit 2020 wieder meisterpflichtigen Böttcherhandwerk.
Lebenslauf Muster Bürsten- und Pinselmacher/in
Bürsten- und Pinselmacher/in ist ein staatlich anerkannter dualer Ausbildungsberuf nach § 4 Absatz 1 des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und § 25 der Handwerksordnung (HwO), geregelt durch die Bürsten- und Pinselmacherausbildungsverordnung (BüPinAusbV) vom 8. Juni 2017 – eine Modernisierung der Vorgängerverordnung von 1984, kein Auslaufmodell. Das Gewerbe ist in Anlage B, Abschnitt 2, Nummer 25 der Handwerksordnung als zulassungsfreies handwerksähnliches Gewerbe eingeordnet: Für eine Betriebsgründung ist kein Meisterbrief nötig, eine zweiteilige Meisterprüfung (BürstPiMstrV, ebenfalls 2021 modernisiert) ist freiwillig möglich. Die Ausbildung dauert drei Jahre und wird in einem von zwei Schwerpunkten absolviert: Herstellen von Bürsten oder Herstellen von Pinseln. Bundesweit gibt es dafür nur einen Berufsschulstandort, in Bechhofen (Mittelfranken, Bayern), organisiert als Blockunterricht. Der Beruf ist damit selten, aber – laut Monika Hackel vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) – kein „aussterbender“, sondern ein „seltener“ Beruf: Ausbildungsplätze und Fachkräftestellen werden weiterhin real besetzt, etwa in Kunstpinsel-Manufakturen und bei Industriebürstenherstellern. Einsatzfelder reichen von Kosmetik- und Künstlerpinseln über Malerbedarf bis zu technischen Bürsten für Maschinenbau, Medizintechnik, Lebensmittelverarbeitung und Automotive.
Lebenslauf Muster Kosmetiker/in
Kosmetiker/in wird man über eine 3-jährige duale Ausbildung nach der KosmAusbV mit Abschlussprüfung vor der zuständigen Handwerkskammer – Kosmetik ist ein zulassungsfreies Handwerk (Anlage B1 HwO, kein Meisterzwang). Nach der Ausbildung liegt das Gehalt laut gehalt.de im Median bei 34.430 € brutto/Jahr, andere Portale wie gehaltsvergleich.com nennen mit rund 1.974 € brutto/Monat deutlich niedrigere Durchschnittswerte.
Lebenslauf Muster Chirurgiemechaniker/in
Chirurgiemechaniker/in ist ein staatlich anerkannter dualer Ausbildungsberuf im zulassungspflichtigen Handwerk (Anlage A HwO, Nr. 14) mit einer Regelausbildungsdauer von dreieinhalb Jahren, geregelt durch die Chirurgiemechaniker-Ausbildungsverordnung (ChirurgMAusbV) vom 23. März 1989 - die seit fast vier Jahrzehnten unveränderte Rechtsgrundlage macht diesen Beruf zu einem der traditionsreichsten Präzisionshandwerke in der Medizintechnik. Anders als viele verwandte Metallberufe kennt der Beruf keine Wahlpflicht-Fachrichtungen: Auszubildende lernen die komplette Fertigung, Montage und Instandsetzung chirurgischer Instrumente, Geräte und Implantate aus einer Hand. Die Ausbildungsvergütung liegt 2026 je nach Quelle zwischen rund 724 Euro (gesetzliche Mindestvergütung, 1. Jahr) und 1.300 Euro (marktüblicher Durchschnitt, 4. Jahr) brutto im Monat, mit Berufserfahrung liegt das Gehalt laut Gehalt.de im Median bei 43.313 Euro brutto im Jahr - andere Portale weichen davon um bis zu rund 10.000 Euro ab.
Lebenslauf Muster Graveur/in
Graveur/in ist ein dualer Ausbildungsberuf mit einer Ausbildungsdauer von drei Jahren nach der Graveurausbildungsverordnung (GrAusbV) vom 3. Juni 2016. Das Gewerbe „Graveure“ zählt zu den zulassungsfreien Handwerken der Anlage B Abschnitt 1 Nummer 6 der Handwerksordnung, nicht zur Anlage A – es besteht deshalb keine gesetzliche Meisterpflicht. Seit der Reform 2016 ist Graveur/in ein einheitlicher Monoberuf ohne wählbare Fachrichtungen; einzige Differenzierung ist die Wahl zwischen Flach- oder Reliefgravur als Prüfungsstück-Thema in der Gesellenprüfung. Zu den Kernaufgaben zählen das Anfertigen von Flachstich- und Reliefgravuren, das Herstellen von Stempeln sowie Form- und Prägewerkzeugen (u. a. für Münzen und Medaillen) und das Gestalten von Beschilderungen und Oberflächen auf Metall, Kunststoff und weiteren Werkstoffen – mit Handstichel ebenso wie mit CNC-, Laser- und Ätztechnik. Unabhängige Gehaltsportale nennen für ausgelernte Fachkräfte Werte zwischen rund 26.500 € und über 38.000 € brutto im Jahr, bei durchgehend dünner Datenbasis.
Lebenslauf Muster Rollladen- und Sonnenschutzmechatroniker/in
Rollladen- und Sonnenschutzmechatroniker/in ist ein 3-jähriger dualer Ausbildungsberuf im Handwerk (bis 2004 amtlich "Rollladen- und Jalousiebauer/in" genannt): Du fertigst und montierst Rollläden, Jalousien, Markisen, Tore und deren Antriebs- und Steuerungstechnik an Gebäuden. Das Einstiegsgehalt liegt meist bei rund 29.000 bis 35.000 Euro brutto im Jahr, mit Berufserfahrung und je nach Quelle sind 35.000 bis über 45.000 Euro üblich. Die selbstständige Ausübung ist seit 2020 wieder meisterpflichtig (Anlage A der Handwerksordnung).
Lebenslauf Muster Schilder- und Lichtreklamehersteller/in
Als Schilder- und Lichtreklamehersteller/in entwirfst, fertigst und montierst du Werbeanlagen, Leuchtreklamen, Beschriftungen und Fahrzeugfolierungen – digital am Rechner geplant und mit Plotter, Digitaldruck oder Werbeelektrik umgesetzt. Die duale Ausbildung dauert 3 Jahre und gliedert sich in die Schwerpunkte Technik/Montage/Werbeelektrik oder Grafik/Druck/Applikation. Ein starker Lebenslauf zeigt konkrete Projekte und Techniken (z. B. Leuchtreklame, Fahrzeugfolierung, Digitaldruck) statt allgemeiner Floskeln.