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Lebenslauf Muster Hörakustiker/in

Vorlage, Beispiel und Formulierungen

Hörakustiker/innen versorgen Menschen mit Hörminderung individuell mit Hörsystemen: Sie erheben audiologische und otoskopische Befunde, fertigen Otoplastiken, passen Hörsysteme an und betreuen die Versorgung dauerhaft nach. Der Beruf ist ein zulassungspflichtiges Handwerk und steht als Nummer 34 in Anlage A der Handwerksordnung, gemeinsam mit Augenoptikern (33), Orthopädietechnikern (35), Orthopädieschuhmachern (36) und Zahntechnikern (37) in der Gruppe der Gesundheitshandwerke. Der Einstieg erfolgt über eine dreijährige duale Ausbildung nach der Hörakustiker-Ausbildungsverordnung, die überbetriebliche Unterweisung und Blockunterricht am Campus Hörakustik in Lübeck einschließt. Wer selbständig einen Betrieb führen will, braucht nach § 1 Absatz 1 HwO die Eintragung in die Handwerksrolle; die Altgesellenregelung des § 7b HwO ist für die Nummern 12 und 33 bis 37 der Anlage A ausdrücklich ausgeschlossen, also auch für Hörakustiker. Faktisch führt der Weg in die Selbständigkeit damit über die Meisterprüfung nach der Hörakustikermeisterverordnung von 2022 oder über eine Ausnahmebewilligung nach § 8 HwO. Wer gesetzlich Versicherte versorgen will, braucht zusätzlich eine Präqualifizierung nach § 126 SGB V, denn Hilfsmittel dürfen nur auf Grundlage von Verträgen nach § 127 SGB V abgegeben werden. Der Beruf verbindet damit Feinhandwerk, messtechnische Diagnostik, Softwareanpassung und intensive Patientenkommunikation. Für die Bewerbung heißt das: Ein Lebenslauf muss Messverfahren, Anpassphilosophie, Softwarekenntnis und Abrechnungssicherheit gleichermaßen belegen.

Zuletzt aktualisiert am

Maria Beispiel
Hörakustiker/in
0170 1234567maria.beispiel@mail.de50667 Kölngeb. 14.03.1992

Profil

Hörakustikergeselle mit sechs Jahren Erfahrung in der Erstversorgung und in komplexen Nachversorgungen, Schwerpunkt Ton- und Sprachaudiometrie, In-situ-Messung und Perzentilanalyse. Fertigt Otoplastiken vom Abdruck bis zur Feinpolitur selbst und arbeitet routiniert mit den Anpasssoftwares der gängigen Hersteller. Betreut Tinnitus-Patientinnen und -Patienten mit Noisern und kombinierten Systemen und begleitet CI-Trägerinnen und -Träger in der technischen Nachsorge im Rahmen der handwerklichen Zuständigkeit. Kennt die Anforderungen der Präqualifizierung nach § 126 SGB V und dokumentiert Versorgungen vertragskonform für die Abrechnung mit den Krankenkassen. Strebt die Meisterprüfung im Hörakustiker-Handwerk an und übernimmt bereits die fachliche Einarbeitung von Auszubildenden.

Berufserfahrung

2021 - heute
Hörakustikergeselle, stellvertretende Filialleitung
Hörakustik Brenner GmbH, Freiburg
  • Eigenverantwortliche Erstversorgung von rund 25 Kundinnen und Kunden pro Woche, von der Anamnese über Otoskopie und Tonaudiometrie bis zur Endabnahme
  • Sprachaudiometrie im Freifeld mit und ohne Störgeräusch als Wirksamkeitsnachweis der Versorgung
  • Ohrabformungen und Fertigung von Otoplastiken im hauseigenen Labor, einschließlich Modellbau, Tiefziehen und Nachbearbeitung
  • Feinanpassung über In-situ-Messung und Perzentilanalyse, Verlaufskontrolle und strukturierte Nachjustierung in drei Terminen
  • Pflege der Versorgungsdokumentation für die Abrechnung mit den gesetzlichen Krankenkassen und Mitarbeit an der Rezertifizierung der Präqualifizierung
2020 - 2021
Hörakustikergeselle
Hörzentrum Weser GmbH, Bremen
  • Anpassung von Hinter-dem-Ohr- und Im-Ohr-Systemen für Erst- und Wiederversorgungen
  • Beratung zu Zuzahlung, Festbetragsversorgung und Mehrkostenversorgungen mit schriftlicher Aufklärung
  • Tinnitusversorgung mit Noisern und kombinierten Hörsystemen in Abstimmung mit den behandelnden HNO-Praxen
  • Technische Nachsorge und Service, Reparaturannahme, Trocknung, Hörerwechsel und Filterservice
  • Einweisung von Angehörigen in Handhabung, Pflege und Konnektivität der Systeme

Ausbildung

2023 - 2024
Vorbereitung auf die Meisterprüfung, Teile III und IV abgelegt
Akademie für Hörakustik, Campus Hörakustik, Lübeck
  • Teile III und IV der Meisterprüfung nach der Allgemeinen Meisterprüfungsverordnung erfolgreich abgeschlossen
  • Vorbereitung auf Teil I mit Meisterprüfungsprojekt, Fachgespräch und Situationsaufgabe nach der Hörakustikermeisterverordnung
2017 - 2020
Ausbildung zum Hörakustiker, Gesellenprüfung bestanden
Hörzentrum Weser GmbH, Bremen, und Landesberufsschule für Hörakustiker, Lübeck
  • Dreijährige duale Ausbildung nach der Hörakustiker-Ausbildungsverordnung mit Zwischenprüfung zum Ende des zweiten Ausbildungsjahres
  • Blockunterricht an der bundesweiten Landesberufsschule und überbetriebliche Unterweisung an der Akademie für Hörakustik in Lübeck

Kenntnisse

Ton- und SprachaudiometrieSehr sicher
Otoskopie und OhrabformungSehr sicher
Otoplastik-Fertigung im LaborSicher
In-situ-Messung und PerzentilanalyseSehr sicher
Herstellersoftware Anpassung und DatenloggingSicher
Abrechnung mit gesetzlichen KrankenkassenSicher

Sprachen

DeutschMuttersprache
EnglischB2
TürkischGrundkenntnisse
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Maria Beispiel
Hörakustiker/in
0170 1234567maria.beispiel@mail.de50667 Kölngeb. 14.03.1992

Profil

Hörakustikergeselle mit sechs Jahren Erfahrung in der Erstversorgung und in komplexen Nachversorgungen, Schwerpunkt Ton- und Sprachaudiometrie, In-situ-Messung und Perzentilanalyse. Fertigt Otoplastiken vom Abdruck bis zur Feinpolitur selbst und arbeitet routiniert mit den Anpasssoftwares der gängigen Hersteller. Betreut Tinnitus-Patientinnen und -Patienten mit Noisern und kombinierten Systemen und begleitet CI-Trägerinnen und -Träger in der technischen Nachsorge im Rahmen der handwerklichen Zuständigkeit. Kennt die Anforderungen der Präqualifizierung nach § 126 SGB V und dokumentiert Versorgungen vertragskonform für die Abrechnung mit den Krankenkassen. Strebt die Meisterprüfung im Hörakustiker-Handwerk an und übernimmt bereits die fachliche Einarbeitung von Auszubildenden.

Berufserfahrung

2021 - heute
Hörakustikergeselle, stellvertretende Filialleitung
Hörakustik Brenner GmbH, Freiburg
  • Eigenverantwortliche Erstversorgung von rund 25 Kundinnen und Kunden pro Woche, von der Anamnese über Otoskopie und Tonaudiometrie bis zur Endabnahme
  • Sprachaudiometrie im Freifeld mit und ohne Störgeräusch als Wirksamkeitsnachweis der Versorgung
  • Ohrabformungen und Fertigung von Otoplastiken im hauseigenen Labor, einschließlich Modellbau, Tiefziehen und Nachbearbeitung
  • Feinanpassung über In-situ-Messung und Perzentilanalyse, Verlaufskontrolle und strukturierte Nachjustierung in drei Terminen
  • Pflege der Versorgungsdokumentation für die Abrechnung mit den gesetzlichen Krankenkassen und Mitarbeit an der Rezertifizierung der Präqualifizierung
2020 - 2021
Hörakustikergeselle
Hörzentrum Weser GmbH, Bremen
  • Anpassung von Hinter-dem-Ohr- und Im-Ohr-Systemen für Erst- und Wiederversorgungen
  • Beratung zu Zuzahlung, Festbetragsversorgung und Mehrkostenversorgungen mit schriftlicher Aufklärung
  • Tinnitusversorgung mit Noisern und kombinierten Hörsystemen in Abstimmung mit den behandelnden HNO-Praxen
  • Technische Nachsorge und Service, Reparaturannahme, Trocknung, Hörerwechsel und Filterservice
  • Einweisung von Angehörigen in Handhabung, Pflege und Konnektivität der Systeme

Ausbildung

2023 - 2024
Vorbereitung auf die Meisterprüfung, Teile III und IV abgelegt
Akademie für Hörakustik, Campus Hörakustik, Lübeck
  • Teile III und IV der Meisterprüfung nach der Allgemeinen Meisterprüfungsverordnung erfolgreich abgeschlossen
  • Vorbereitung auf Teil I mit Meisterprüfungsprojekt, Fachgespräch und Situationsaufgabe nach der Hörakustikermeisterverordnung
2017 - 2020
Ausbildung zum Hörakustiker, Gesellenprüfung bestanden
Hörzentrum Weser GmbH, Bremen, und Landesberufsschule für Hörakustiker, Lübeck
  • Dreijährige duale Ausbildung nach der Hörakustiker-Ausbildungsverordnung mit Zwischenprüfung zum Ende des zweiten Ausbildungsjahres
  • Blockunterricht an der bundesweiten Landesberufsschule und überbetriebliche Unterweisung an der Akademie für Hörakustik in Lübeck

Kenntnisse

Ton- und SprachaudiometrieSehr sicher
Otoskopie und OhrabformungSehr sicher
Otoplastik-Fertigung im LaborSicher
In-situ-Messung und PerzentilanalyseSehr sicher
Herstellersoftware Anpassung und DatenloggingSicher
Abrechnung mit gesetzlichen KrankenkassenSicher

Sprachen

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Profil

Hörakustikergeselle mit sechs Jahren Erfahrung in der Erstversorgung und in komplexen Nachversorgungen, Schwerpunkt Ton- und Sprachaudiometrie, In-situ-Messung und Perzentilanalyse. Fertigt Otoplastiken vom Abdruck bis zur Feinpolitur selbst und arbeitet routiniert mit den Anpasssoftwares der gängigen Hersteller. Betreut Tinnitus-Patientinnen und -Patienten mit Noisern und kombinierten Systemen und begleitet CI-Trägerinnen und -Träger in der technischen Nachsorge im Rahmen der handwerklichen Zuständigkeit. Kennt die Anforderungen der Präqualifizierung nach § 126 SGB V und dokumentiert Versorgungen vertragskonform für die Abrechnung mit den Krankenkassen. Strebt die Meisterprüfung im Hörakustiker-Handwerk an und übernimmt bereits die fachliche Einarbeitung von Auszubildenden.

Berufserfahrung

2021 - heute

Hörakustikergeselle, stellvertretende Filialleitung

Hörakustik Brenner GmbH, Freiburg

  • Eigenverantwortliche Erstversorgung von rund 25 Kundinnen und Kunden pro Woche, von der Anamnese über Otoskopie und Tonaudiometrie bis zur Endabnahme
  • Sprachaudiometrie im Freifeld mit und ohne Störgeräusch als Wirksamkeitsnachweis der Versorgung
  • Ohrabformungen und Fertigung von Otoplastiken im hauseigenen Labor, einschließlich Modellbau, Tiefziehen und Nachbearbeitung
  • Feinanpassung über In-situ-Messung und Perzentilanalyse, Verlaufskontrolle und strukturierte Nachjustierung in drei Terminen
  • Pflege der Versorgungsdokumentation für die Abrechnung mit den gesetzlichen Krankenkassen und Mitarbeit an der Rezertifizierung der Präqualifizierung

2020 - 2021

Hörakustikergeselle

Hörzentrum Weser GmbH, Bremen

  • Anpassung von Hinter-dem-Ohr- und Im-Ohr-Systemen für Erst- und Wiederversorgungen
  • Beratung zu Zuzahlung, Festbetragsversorgung und Mehrkostenversorgungen mit schriftlicher Aufklärung
  • Tinnitusversorgung mit Noisern und kombinierten Hörsystemen in Abstimmung mit den behandelnden HNO-Praxen
  • Technische Nachsorge und Service, Reparaturannahme, Trocknung, Hörerwechsel und Filterservice
  • Einweisung von Angehörigen in Handhabung, Pflege und Konnektivität der Systeme

Ausbildung

2023 - 2024

Vorbereitung auf die Meisterprüfung, Teile III und IV abgelegt

Akademie für Hörakustik, Campus Hörakustik, Lübeck

2017 - 2020

Ausbildung zum Hörakustiker, Gesellenprüfung bestanden

Hörzentrum Weser GmbH, Bremen, und Landesberufsschule für Hörakustiker, Lübeck

Kenntnisse

  • Ton- und SprachaudiometrieSehr sicher
  • Otoskopie und OhrabformungSehr sicher
  • Otoplastik-Fertigung im LaborSicher
  • In-situ-Messung und PerzentilanalyseSehr sicher
  • Herstellersoftware Anpassung und DatenloggingSicher
  • Abrechnung mit gesetzlichen KrankenkassenSicher

Sprachen

  • DeutschMuttersprache
  • EnglischB2
  • TürkischGrundkenntnisse

Tätigkeiten im Lebenslauf formulieren: Hörakustiker/in

Anamnese und Beratung

  • Ärztliche Verordnungen ausgewertet und die Indikation aus berufsspezifischer Sicht geprüft
  • Hörbiografie und individuelle Hörerwartung strukturiert erhoben und in einen Versorgungsvorschlag übersetzt
  • Kundinnen und Kunden zu Bauformen, Signalverarbeitung, Konnektivität und Zubehör verständlich beraten
  • Versorgung zum Festbetrag und Mehrkostenversorgung transparent gegenübergestellt und schriftlich dokumentiert
  • Angehörige in die Beratung einbezogen und in Handhabung, Reinigung und Ladetechnik eingewiesen

Audiometrie und Befunderhebung

  • Tonaudiometrie über Luft- und Knochenleitung einschließlich Vertäubung durchgeführt und ausgewertet
  • Sprachaudiometrie mit Einsilber- und Zahlentests im Kopfhörer und im Freifeld, auch im Störgeräusch, eingesetzt
  • Unbehaglichkeitsschwellen bestimmt und den nutzbaren Dynamikbereich abgeleitet
  • Otoskopische Inspektion des äußeren Gehörgangs und des Trommelfells vor jeder Abformung durchgeführt
  • Auffällige Befunde als ärztliche Abklärungsindikation erkannt und an die HNO-Praxis zurückgespiegelt

Ohrabformung und Otoplastik

  • Dreidimensionale Abbilder des äußeren Ohres mit Otoplastikmasse und Tamponade sicher erstellt
  • Otoplastiken aus Acryl und Silikon modelliert, gefräst, gebohrt und auf Sitz und Belüftung optimiert
  • Venting, Schallschlauch und Hörerwahl akustisch begründet ausgelegt
  • Rückkopplungs- und Okklusionsprobleme durch gezielte Nachbearbeitung der Otoplastik gelöst
  • Schwimm-, Gehörschutz- und Sonderotoplastiken gefertigt und dokumentiert

Anpassung und Feinanpassung

  • Erstanpassung nach Herstellerregel durchgeführt und anschließend auf das individuelle Hörprofil korrigiert
  • In-situ-Messung im Gehörgang zur Verifikation der Verstärkung und der Maximalpegel eingesetzt
  • Perzentilanalyse zur Beurteilung von Dynamikkompression und Sprachverständlichkeit ausgewertet
  • Datalogging und Kundenrückmeldung systematisch für die Feinanpassung in mehreren Terminen genutzt
  • Wirksamkeit der Versorgung mit Sprachaudiometrie im Freifeld nachgewiesen und dokumentiert

Sonderversorgungen und Nachsorge

  • Tinnitusversorgungen mit Noisern und kombinierten Hörsystemen begleitet und Anwendungsprotokolle geführt
  • Hörassistenzsysteme, Streaming, Telefonanbindung und Induktionstechnik eingerichtet
  • CROS- und BiCROS-Versorgungen bei einseitiger Taubheit angepasst
  • Technische Nachsorge bei Cochlea-Implantat-Trägern im Rahmen der handwerklichen Zuständigkeit übernommen und die medizinische Anpassung der HNO-Klinik überlassen
  • Regelmäßige Nachkontrollen, Hörerwechsel, Filter- und Trocknungsservice organisiert

Betrieb, Qualität und Abrechnung

  • Versorgungen so dokumentiert, dass sie den Anforderungen der Produktgruppe 13 des Hilfsmittelverzeichnisses genügen
  • An der Präqualifizierung der Betriebsstätte nach § 126 SGB V und an der Rezertifizierung mitgewirkt
  • Abrechnung mit gesetzlichen und privaten Kostenträgern vorbereitet und Rückfragen der Kassen bearbeitet
  • Messgeräte kalibriert, Messkabinen geprüft und Hygienevorgaben im Labor eingehalten
  • Auszubildende in Otoskopie, Abformung und Audiometrie fachlich angeleitet

Welche Kenntnisse gehören in den Lebenslauf als Hörakustiker/in?

Fachliche Kenntnisse zeigen sofort die Praxiserfahrung, Zertifikate belegen sie formal, Soft Skills ergänzen sie. Alle drei gehören in den Lebenslauf, aber getrennt und konkret benannt.

Hard Skills

  • Tonaudiometrie über Luft- und Knochenleitung mit Vertäubung
  • Sprachaudiometrie im Kopfhörer und im Freifeld, auch im Störgeräusch
  • Otoskopie und Beurteilung von Gehörgang und Trommelfell
  • Ohrabformung und Erstellung dreidimensionaler Abbilder des äußeren Ohres
  • Otoplastik-Fertigung in Acryl und Silikon einschließlich Venting und Nachbearbeitung
  • Erst- und Feinanpassung von Hinter-dem-Ohr- und Im-Ohr-Systemen
  • In-situ-Messung und Verifikation von Verstärkung und Maximalpegel
  • Perzentilanalyse und Auswertung von Datalogging
  • Tinnitusversorgung mit Noisern und kombinierten Systemen
  • Abrechnung nach Hilfsmittelverzeichnis Produktgruppe 13 und Kassenvertragskunde

Zertifikate

  • Gesellenbrief Hörakustiker nach der Hörakustiker-Ausbildungsverordnung
  • Meisterbrief im Hörakustiker-Handwerk nach der Hörakustikermeisterverordnung
  • Ausbildereignungsprüfung nach der Ausbilder-Eignungsverordnung
  • Nachweis der Präqualifizierung der Betriebsstätte nach § 126 SGB V
  • Herstellerzertifikate zu Anpasssoftware und Signalverarbeitung
  • Fortbildung Pädakustik für die Versorgung von Kindern
  • Fortbildung Tinnitusberatung und Tinnitusmanagement
  • Bachelorabschluss Hörakustik oder Hörtechnik und Audiologie

Soft Skills

  • Empathischer Umgang mit hörgeminderten und älteren Menschen
  • Geduld und Wiederholungsstärke in der Einweisung
  • Verständliche Erklärung technischer Zusammenhänge ohne Fachjargon
  • Feinmotorik und ruhige Hand bei Abformung und Laborarbeit
  • Sorgfalt in Dokumentation und Fristenkontrolle
  • Teamfähigkeit in der Zusammenarbeit mit HNO-Praxen und Kliniken

Ausbildung und Gehalt als Hörakustiker/in im Überblick

AusbildungswegDer Einstieg führt über eine dreijährige duale Ausbildung nach der Verordnung über die Berufsausbildung zum Hörakustiker und zur Hörakustikerin, kurz Hörakustiker-Ausbildungsverordnung. Sie wurde auf Grund von § 25 Absatz 1 Satz 1 der Handwerksordnung erlassen, trat am 1. August 2016 in Kraft und löste die Ausbildungsverordnung für Hörgeräteakustiker vom 12. Mai 1997 ab; die Neufassung von 2016 ist bis heute die geltende Grundlage. § 2 der Verordnung legt die Ausbildungsdauer auf drei Jahre fest. Die Ausbildung gliedert sich nach § 4 in berufsprofilgebende und integrativ zu vermittelnde Fertigkeiten; zu den Berufsbildpositionen zählen unter anderem das Bestimmen individueller Hörprofile, das Erheben audiologischer und otoskopischer Befunde, die Beratung zu Hörsystemen, Hörassistenzsystemen und Sonderversorgungen, das Erstellen dreidimensionaler Abbilder des äußeren Ohres sowie das Fertigen von Otoplastiken. Wichtig für die Prüfungsplanung: Die Verordnung sieht keine gestreckte Gesellenprüfung vor, sondern nach Abschnitt 2 eine klassische Zwischenprüfung, die nach § 7 Absatz 2 zum Ende des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden soll und die Prüfungsbereiche Dreidimensionale Abbilder sowie Audiologische Kenndaten umfasst. Die Gesellenprüfung am Ende der Ausbildung besteht nach § 14 aus fünf Prüfungsbereichen, die nach § 20 gewichtet werden: Audiologische Kenndaten von Patientinnen und Patienten mit 20 Prozent, Dreidimensionale Abbilder des äußeren Ohres und Otoplastiken mit 20 Prozent, Hörsystemanpassung und Patientenberatung mit 40 Prozent, Servicemaßnahmen mit 10 Prozent und Wirtschafts- und Sozialkunde mit 10 Prozent. Der schulische Teil ist bundesweit zentralisiert: Auszubildende besuchen die Landesberufsschule für Hörakustiker in Lübeck im Blockunterricht und absolvieren dort auf dem Campus Hörakustik auch die überbetriebliche Unterweisung an der Akademie für Hörakustik. Hörakustiker steht als Nummer 34 in Anlage A der Handwerksordnung und gehört damit zu den zulassungspflichtigen Gesundheitshandwerken; nach § 1 Absatz 1 HwO ist der selbständige Betrieb nur den in der Handwerksrolle eingetragenen Personen und Gesellschaften gestattet. Entscheidend für die Karriereplanung ist § 7b HwO: Die Ausübungsberechtigung für Altgesellen mit sechs Jahren Berufspraxis, davon vier in leitender Stellung, gilt ausdrücklich nicht in den Fällen der Nummern 12 und 33 bis 37 der Anlage A. Hörakustiker mit der Nummer 34 fällt darunter, die Altgesellenregelung ist also ausgeschlossen. Wer ohne Meisterbrief selbständig werden will, ist deshalb auf die Ausnahmebewilligung nach § 8 HwO angewiesen, die nur in Ausnahmefällen und bei unzumutbarer Belastung durch die Meisterprüfung erteilt wird. Der reguläre Weg ist die Meisterprüfung: Die Verordnung über die Meisterprüfung in den Teilen I und II im Hörakustiker-Handwerk vom Januar 2022 trat am 1. Juli 2022 in Kraft und ersetzte die Hörgeräteakustikermeisterverordnung von 1994. Teil I besteht aus einem Meisterprüfungsprojekt in Form einer Versorgung mit Hörsystemen, einem darauf bezogenen Fachgespräch und einer Situationsaufgabe; Teil II umfasst drei Handlungsfelder zur Kundenanforderung, zur Leistungserbringung und zur Betriebsführung. Die Teile III und IV richten sich nach § 13 Absatz 2 der Verordnung nach der Allgemeinen Meisterprüfungsverordnung. Für die Versorgung gesetzlich Versicherter kommt eine betriebliche Hürde hinzu, die kein Personalzeugnis ersetzt: die Präqualifizierung nach § 126 SGB V.
GehaltsspanneEin bundesweit geltender Gehaltstarifvertrag für das Hörakustiker-Handwerk ließ sich in dieser Recherche nicht belegen; die Vergütung folgt überwiegend betrieblichen und regionalen Regelungen, weshalb Tarifangaben in Stellenanzeigen einzeln geprüft werden sollten. Für die Ausbildungsvergütung veröffentlicht die Bundesinnung der Hörakustiker Empfehlungen, deren konkrete Beträge in dieser Recherche nicht aus einer Primärquelle bestätigt werden konnten. Belastbar sind zwei Portalwerte, die nebeneinander stehen und ausdrücklich nicht gemittelt werden dürfen, weil sie unterschiedliche Grundgesamtheiten abbilden. GEHALT.de weist für Hörakustikerinnen und Hörakustiker bei 40 Wochenstunden ein Median-Bruttojahresgehalt von 43.158 Euro aus, das entspricht 3.481 Euro im Monat; das untere Quartil liegt bei 38.848 Euro, das obere bei 47.948 Euro. StepStone nennt für dieselbe Berufsbezeichnung ein deutlich niedrigeres medianes Bruttojahresgehalt von 34.700 Euro bei einer Spanne von 28.000 bis 42.800 Euro, ausgewertet auf Basis von 187 Stellenangeboten. Die Differenz von rund 8.000 Euro erklärt sich vor allem daraus, dass GEHALT.de auf Selbstauskünften von Beschäftigten in allen Erfahrungsstufen beruht, StepStone dagegen auf ausgeschriebenen Stellen, in denen Einstiegspositionen überwiegen. Für die eigene Verhandlung heißt das: Berufserfahrung, Meistertitel, Filialverantwortung und Umsatzbeteiligung verschieben die Position innerhalb dieser Spannen erheblich.

Was verdient man als Hörakustiker/in? Die Quellen im Vergleich

Gehaltsportale kommen für denselben Beruf zu deutlich unterschiedlichen Werten, weil sie unterschiedlich erheben. Wir stellen sie deshalb nebeneinander, statt einen Durchschnitt zu bilden.

Die Quellen liegen 8.458 € auseinander. Diese Differenz ist kein Fehler, sondern Folge unterschiedlicher Erhebungsmethoden und Stichproben. Nutze die Werte als Spanne, nicht als Punktwert, und prüfe im Gespräch, worauf sich eine genannte Zahl bezieht.

Alle Angaben Bruttojahresgehalt, abgerufen am 09. August 2026.

Dos & Don'ts für den Hörakustiker/in-Lebenslauf

Do

  • Messverfahren konkret benennen: Tonaudiometrie mit Vertäubung, Sprachaudiometrie im Störgeräusch, In-situ-Messung, Perzentilanalyse
  • Versorgungszahlen angeben, etwa Erstversorgungen pro Woche oder Anteil komplexer Nachversorgungen
  • Otoplastik-Fertigung als eigene Kompetenz ausweisen, inklusive Material und Nachbearbeitung
  • Anpasssoftware der Hersteller namentlich nennen, mit denen tatsächlich gearbeitet wurde
  • Kenntnisse zu Präqualifizierung nach § 126 SGB V und zur Produktgruppe 13 sichtbar machen
  • Den Ausbildungsstand exakt angeben: Gesellenbrief, abgelegte Meisterprüfungsteile, geplante Prüfungstermine

Don't

  • Nicht mit Diagnosen oder medizinischen Behandlungen werben, das ist Sache der HNO-Ärztin oder des HNO-Arztes
  • Die Anpassung eines Cochlea-Implantats nicht als eigene Leistung darstellen, hier ist die HNO-Klinik zuständig
  • Keine Selbständigkeit ohne Meisterbrief in Aussicht stellen, die Altgesellenregelung nach § 7b HwO gilt für Hörakustiker nicht
  • Keine Umsatz- oder Abschlussquoten erfinden, Betriebe prüfen solche Angaben im Vorstellungsgespräch
  • Nicht nur Gerätenamen aufzählen, ohne die dahinterliegenden Messverfahren zu belegen
  • Die veraltete Bezeichnung Hörgeräteakustiker nicht als aktuellen Abschluss führen, seit 2016 lautet der Beruf Hörakustiker

Häufige Fragen zum Lebenslauf als Hörakustiker/in

Ist Hörakustiker ein zulassungspflichtiges Handwerk?

Ja. Hörakustiker steht als Nummer 34 in Anlage A der Handwerksordnung, dem Verzeichnis der Gewerbe, die als zulassungspflichtige Handwerke betrieben werden können. Zusammen mit Augenoptikern (33), Orthopädietechnikern (35), Orthopädieschuhmachern (36) und Zahntechnikern (37) bildet der Beruf die Gruppe der Gesundheitshandwerke. Nach § 1 Absatz 1 HwO ist der selbständige Betrieb eines zulassungspflichtigen Handwerks als stehendes Gewerbe nur den in der Handwerksrolle eingetragenen natürlichen und juristischen Personen und Personengesellschaften gestattet. Angestellte Tätigkeit ist davon nicht berührt, wohl aber die Betriebsleitung.

Kann ich mich als Geselle nach sechs Jahren Berufserfahrung selbständig machen?

Nein, nicht über die sogenannte Altgesellenregelung. § 7b Absatz 1 HwO gewährt die Ausübungsberechtigung ausdrücklich nur für zulassungspflichtige Handwerke, ausgenommen in den Fällen der Nummern 12 und 33 bis 37 der Anlage A. Hörakustiker trägt die Nummer 34 und fällt damit unter diesen Ausschluss, ebenso wie die übrigen Gesundheitshandwerke und die Schornsteinfeger. Bleibt der Weg über die Meisterprüfung oder, in echten Ausnahmefällen, über eine Ausnahmebewilligung nach § 8 HwO, die eine unzumutbare Belastung durch die Meisterprüfung voraussetzt.

Hat die Ausbildung eine Zwischenprüfung oder eine gestreckte Gesellenprüfung?

Die Hörakustiker-Ausbildungsverordnung sieht eine klassische Zwischenprüfung vor, keine gestreckte Gesellenprüfung. Nach § 7 Absatz 2 soll die Zwischenprüfung zum Ende des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden und dient der Ermittlung des Ausbildungsstandes; geprüft wird in den Bereichen Dreidimensionale Abbilder und Audiologische Kenndaten. Die Gesellenprüfung findet am Ende der Ausbildung statt und umfasst fünf Prüfungsbereiche. Der Bereich Hörsystemanpassung und Patientenberatung wiegt mit 40 Prozent am schwersten.

Was ist die Präqualifizierung nach § 126 SGB V und brauche ich sie persönlich?

Die Präqualifizierung betrifft den Betrieb, nicht die einzelne Fachkraft. Nach § 126 Absatz 1 SGB V dürfen Hilfsmittel an Versicherte nur auf der Grundlage von Verträgen nach § 127 SGB V abgegeben werden, und Vertragspartner der Krankenkassen können nur Leistungserbringer sein, die die Voraussetzungen für eine ausreichende, zweckmäßige und funktionsgerechte Herstellung, Abgabe und Anpassung erfüllen. Den Nachweis führen Leistungserbringer nach § 126 Absatz 1a durch Vorlage eines Zertifikats einer Präqualifizierungsstelle; die Zertifikate sind auf höchstens fünf Jahre zu befristen. Maßstab sind die Empfehlungen des GKV-Spitzenverbandes nach § 126 Absatz 1 Satz 3 sowie die Anforderungen der Produktgruppe 13 Hörhilfen im Hilfsmittelverzeichnis. Im Lebenslauf punktet, wer Erfahrung mit Präqualifizierungsaudits und vertragskonformer Dokumentation nachweisen kann.

Wo verläuft die Grenze zwischen Hörakustik und HNO-Medizin?

Die medizinische Diagnostik und Therapie von Ohrerkrankungen sowie die Indikationsstellung liegen bei der HNO-Ärztin oder dem HNO-Arzt; die Versorgung mit Hörsystemen beginnt in der Regel mit einer ärztlichen Verordnung. Hörakustikerinnen und Hörakustiker erheben berufsspezifische audiologische und otoskopische Befunde, prüfen die Indikation aus berufsspezifischer Sicht, fertigen Otoplastiken und passen Hörsysteme an. Bei Cochlea-Implantaten liegt die Anpassung des Sprachprozessors bei der implantierenden Klinik oder dem CI-Zentrum; das Handwerk übernimmt begleitende Aufgaben wie Otoplastik, Zubehör, technische Nachsorge und die Versorgung des Gegenohrs. Auffällige otoskopische Befunde gehören immer zurück in die ärztliche Abklärung, nicht in die eigene Behandlung.

Quellen

  1. Handwerksordnung, Anlage A – Verzeichnis der Gewerbe, die als zulassungspflichtige Handwerke betrieben werden können (Nr. 34 Hörakustiker), Bundesministerium der Justiz / juris, Gesetze im Internet, abgerufen am 2026-08-09
  2. § 1 HwO – Eintragung in die Handwerksrolle als Voraussetzung des selbständigen Betriebs, Bundesministerium der Justiz / juris, Gesetze im Internet, abgerufen am 2026-08-09
  3. § 7b HwO – Ausübungsberechtigung, ausgenommen Nummern 12 und 33 bis 37 der Anlage A, Bundesministerium der Justiz / juris, Gesetze im Internet, abgerufen am 2026-08-09
  4. § 8 HwO – Ausnahmebewilligung zur Eintragung in die Handwerksrolle, Bundesministerium der Justiz / juris, Gesetze im Internet, abgerufen am 2026-08-09
  5. Verordnung über die Berufsausbildung zum Hörakustiker und zur Hörakustikerin (HörAkAusbV), in Kraft seit 1. August 2016, Bundesministerium der Justiz / juris, Gesetze im Internet, abgerufen am 2026-08-09
  6. Verordnung über die Meisterprüfung in den Teilen I und II im Hörakustiker-Handwerk (HörAkMstrV), in Kraft seit 1. Juli 2022, Bundesministerium der Justiz / juris, Gesetze im Internet, abgerufen am 2026-08-09
  7. § 126 SGB V – Versorgung durch Vertragspartner, Präqualifizierung und Zertifikat, Bundesministerium der Justiz / juris, Gesetze im Internet, abgerufen am 2026-08-09
  8. Präqualifizierung und Eignungsprüfung, Empfehlungen nach § 126 Absatz 1 Satz 3 SGB V, GKV-Spitzenverband, abgerufen am 2026-08-09
  9. Bundesinnung der Hörakustiker KdöR – Selbstdarstellung, Sitz Mainz, sowie Freisprechungsfeiern mit 670 Gesellinnen und Gesellen 2024 und 176 Meisterbriefen im Jahrgang 2025/2026, Bundesinnung der Hörakustiker KdöR (biha), Mainz, abgerufen am 2026-08-09
  10. Hörakustiker/-in, Gehalt und Beruf: Median 43.158 Euro, Quartile 38.848 und 47.948 Euro, GEHALT.de, abgerufen am 2026-08-09
  11. Hörgeräteakustiker/in Gehälter in Deutschland: Median 34.700 Euro, Spanne 28.000 bis 42.800 Euro, 187 Stellenangebote, StepStone, abgerufen am 2026-08-09

Der Content wurde mit Hilfe von KI erstellt, vor allem in der Recherche und Vorformulierung. Prüfung und Abnahme durch unsere Redaktion.

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Zuletzt aktualisiert am 11.08.2026