Lebenslauf Muster Augenoptiker/in
Vorlage, Beispiel und Formulierungen
Augenoptiker/in ist ein anerkannter Ausbildungsberuf im zulassungspflichtigen Handwerk. Das Gewerbe steht unter der Nummer 33 in Anlage A der Handwerksordnung, der selbstständige Betrieb ist deshalb nach § 1 Absatz 1 HwO nur den in die Handwerksrolle eingetragenen Personen und Gesellschaften gestattet. Die Ausbildung dauert nach § 2 der Augenoptiker-Ausbildungsverordnung vom 26. April 2011 drei Jahre und schließt mit einer gestreckten Gesellenprüfung in zwei zeitlich auseinanderfallenden Teilen ab. Fachlich reicht die Tätigkeit von der Refraktionsbestimmung und Zentrierung über die handwerkliche Fertigung und Anpassung von Brillen bis zur Anpassung von Kontaktlinsen und zu optometrischen Screening-Verfahren. Die Abgrenzung zum Augenarzt ist dabei klar: Augenoptikerinnen und Augenoptiker korrigieren Fehlsichtigkeiten und erkennen Auffälligkeiten, sie stellen aber keine medizinischen Diagnosen und behandeln keine Augenerkrankungen. Wer weiter will, legt die Meisterprüfung nach § 45 HwO in vier Teilen ab oder qualifiziert sich zum Optometristen beziehungsweise zur Optometristin. Der Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen (ZVA) zählte für 2025 rund 10.700 augenoptische Betriebsstätten bei einem Branchenumsatz von mehr als sieben Milliarden Euro. Die Gehaltsangaben der Portale gehen weit auseinander und sollten immer im Kontext von Qualifikation, Region und Betriebsgröße gelesen werden.
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Profil
Augenoptikergeselle mit abgeschlossener dreijähriger dualer Ausbildung nach der Augenoptiker-Ausbildungsverordnung und mehrjähriger Erfahrung im inhabergeführten Fachgeschäft. Schwerpunkte liegen in der Refraktionsbestimmung, der Zentrierung und Anpassung von Gleitsichtgläsern sowie in der Werkstattarbeit von der randlosen Verglasung bis zur Reparatur. Ergänzend Erfahrung in der Anpassung weicher und formstabiler Kontaktlinsen einschließlich Nachkontrolle und Pflegemittelberatung. Beratung erfolgt entlang der individuellen Sehanforderung, dokumentiert und datenschutzkonform; bei Auffälligkeiten am Auge wird konsequent an die augenärztliche Praxis verwiesen. Aktuell in Vorbereitung auf die Meisterprüfung im Augenoptiker-Handwerk.
Berufserfahrung
- Refraktionsbestimmung inklusive objektiver Vormessung, subjektivem Abgleich und Binokularprüfung
- Zentrierdatenermittlung für Einstärken-, Mehrstärken- und Gleitsichtgläser, video- und säulengestützt
- Anpassung und Nachkontrolle weicher und formstabiler Kontaktlinsen einschließlich Spaltlampenbeurteilung
- Werkstattfertigung von Voll-, Nylor- und randlosen Fassungen an der automatischen Randschleifmaschine
- Beratung zu Glastypen, Werkstoffen, Veredelungen und Filtergläsern entlang der individuellen Sehanforderung
- Vermessung und Einarbeitung von Brillengläsern nach Auftragsdaten, Kontrolle nach Toleranzvorgaben
- Optische und anatomische Anpassung von Fassungen, Endanpassung und Einweisung der Kundinnen und Kunden
- Reparatur und Modifikation von Metall- und Kunststofffassungen, Löt- und Fügetechniken
- Durchführung von Sehtests und Screening-Verfahren, Weiterverweisung bei auffälligen Befunden
- Wareneingangskontrolle, Reklamationsbearbeitung und Pflege der Kundendaten im Warenwirtschaftssystem
Ausbildung
- Duale Ausbildung nach der Augenoptiker-Ausbildungsverordnung, Regeldauer drei Jahre
- Gestreckte Gesellenprüfung mit Teil 1 (Instandsetzung von Sehhilfen) und Teil 2 (vier Prüfungsbereiche)
- Teil III betriebswirtschaftliche, kaufmännische und rechtliche Kenntnisse nach § 45 Absatz 3 HwO
- Teil IV berufs- und arbeitspädagogische Kenntnisse, Ausbildereignung
Kenntnisse
Sprachen
Lebenslauf-Editor: Augenoptiker/in
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Profil
Augenoptikergeselle mit abgeschlossener dreijähriger dualer Ausbildung nach der Augenoptiker-Ausbildungsverordnung und mehrjähriger Erfahrung im inhabergeführten Fachgeschäft. Schwerpunkte liegen in der Refraktionsbestimmung, der Zentrierung und Anpassung von Gleitsichtgläsern sowie in der Werkstattarbeit von der randlosen Verglasung bis zur Reparatur. Ergänzend Erfahrung in der Anpassung weicher und formstabiler Kontaktlinsen einschließlich Nachkontrolle und Pflegemittelberatung. Beratung erfolgt entlang der individuellen Sehanforderung, dokumentiert und datenschutzkonform; bei Auffälligkeiten am Auge wird konsequent an die augenärztliche Praxis verwiesen. Aktuell in Vorbereitung auf die Meisterprüfung im Augenoptiker-Handwerk.
Berufserfahrung
- Refraktionsbestimmung inklusive objektiver Vormessung, subjektivem Abgleich und Binokularprüfung
- Zentrierdatenermittlung für Einstärken-, Mehrstärken- und Gleitsichtgläser, video- und säulengestützt
- Anpassung und Nachkontrolle weicher und formstabiler Kontaktlinsen einschließlich Spaltlampenbeurteilung
- Werkstattfertigung von Voll-, Nylor- und randlosen Fassungen an der automatischen Randschleifmaschine
- Beratung zu Glastypen, Werkstoffen, Veredelungen und Filtergläsern entlang der individuellen Sehanforderung
- Vermessung und Einarbeitung von Brillengläsern nach Auftragsdaten, Kontrolle nach Toleranzvorgaben
- Optische und anatomische Anpassung von Fassungen, Endanpassung und Einweisung der Kundinnen und Kunden
- Reparatur und Modifikation von Metall- und Kunststofffassungen, Löt- und Fügetechniken
- Durchführung von Sehtests und Screening-Verfahren, Weiterverweisung bei auffälligen Befunden
- Wareneingangskontrolle, Reklamationsbearbeitung und Pflege der Kundendaten im Warenwirtschaftssystem
Ausbildung
- Duale Ausbildung nach der Augenoptiker-Ausbildungsverordnung, Regeldauer drei Jahre
- Gestreckte Gesellenprüfung mit Teil 1 (Instandsetzung von Sehhilfen) und Teil 2 (vier Prüfungsbereiche)
- Teil III betriebswirtschaftliche, kaufmännische und rechtliche Kenntnisse nach § 45 Absatz 3 HwO
- Teil IV berufs- und arbeitspädagogische Kenntnisse, Ausbildereignung
Kenntnisse
Sprachen
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Profil
Augenoptikergeselle mit abgeschlossener dreijähriger dualer Ausbildung nach der Augenoptiker-Ausbildungsverordnung und mehrjähriger Erfahrung im inhabergeführten Fachgeschäft. Schwerpunkte liegen in der Refraktionsbestimmung, der Zentrierung und Anpassung von Gleitsichtgläsern sowie in der Werkstattarbeit von der randlosen Verglasung bis zur Reparatur. Ergänzend Erfahrung in der Anpassung weicher und formstabiler Kontaktlinsen einschließlich Nachkontrolle und Pflegemittelberatung. Beratung erfolgt entlang der individuellen Sehanforderung, dokumentiert und datenschutzkonform; bei Auffälligkeiten am Auge wird konsequent an die augenärztliche Praxis verwiesen. Aktuell in Vorbereitung auf die Meisterprüfung im Augenoptiker-Handwerk.
Berufserfahrung
2021 - heute
Augenoptikergeselle
Augenoptik-Fachgeschäft, Musterstadt
- Refraktionsbestimmung inklusive objektiver Vormessung, subjektivem Abgleich und Binokularprüfung
- Zentrierdatenermittlung für Einstärken-, Mehrstärken- und Gleitsichtgläser, video- und säulengestützt
- Anpassung und Nachkontrolle weicher und formstabiler Kontaktlinsen einschließlich Spaltlampenbeurteilung
- Werkstattfertigung von Voll-, Nylor- und randlosen Fassungen an der automatischen Randschleifmaschine
- Beratung zu Glastypen, Werkstoffen, Veredelungen und Filtergläsern entlang der individuellen Sehanforderung
2020 - 2021
Augenoptiker, Werkstatt und Verkauf
Filialist der Augenoptik, Beispielstadt
- Vermessung und Einarbeitung von Brillengläsern nach Auftragsdaten, Kontrolle nach Toleranzvorgaben
- Optische und anatomische Anpassung von Fassungen, Endanpassung und Einweisung der Kundinnen und Kunden
- Reparatur und Modifikation von Metall- und Kunststofffassungen, Löt- und Fügetechniken
- Durchführung von Sehtests und Screening-Verfahren, Weiterverweisung bei auffälligen Befunden
- Wareneingangskontrolle, Reklamationsbearbeitung und Pflege der Kundendaten im Warenwirtschaftssystem
Ausbildung
2016 - 2019
Gesellenprüfung im Augenoptiker-Handwerk
Augenoptik-Fachgeschäft und Berufsschule, Musterstadt
2024 - 2026
Vorbereitung auf die Meisterprüfung, Teile III und IV abgelegt
Meisterschule für Augenoptik, Beispielstadt
Kenntnisse
- Refraktionsbestimmung (objektiv und subjektiv)sehr gut
- Zentrierung und Gleitsichtanpassungsehr gut
- Kontaktlinsenanpassung (weich und formstabil)gut
- Werkstatttechnik und randlose Verglasungsehr gut
- Optometrische Screening-Verfahrengut
- Kundenberatung und Verkaufsehr gut
Sprachen
- DeutschMuttersprache
- EnglischB2
- Türkischfließend
Tätigkeiten im Lebenslauf formulieren: Augenoptiker/in
Refraktion und Messtechnik
- Führt die objektive Vormessung am Autorefraktometer durch und gleicht sie subjektiv am Phoropter ab
- Bestimmt sphärische, zylindrische und prismatische Korrektionswerte einschließlich Achslage
- Prüft das Binokularsehen nach standardisiertem Ablauf und dokumentiert Abweichungen
- Ermittelt den Visus für Ferne und Nähe und ordnet ihn der individuellen Sehanforderung zu
- Misst Scheitelbrechwert, Prismenwirkung und Bezugspunkte am Scheitelbrechwertmesser
Zentrierung und Brillenanpassung
- Ermittelt Zentrierdaten für Einstärken-, Mehrstärken- und Gleitsichtgläser video- und säulengestützt
- Nimmt die anatomische Voranpassung der Fassung vor und stimmt Vorneigung, Fassungsscheibenwinkel und Hornhautscheitelabstand ab
- Zentriert Brillengläser nach unterschiedlichen Zentrierforderungen und kontrolliert das Ergebnis
- Führt die Endanpassung durch und weist Kundinnen und Kunden in Handhabung und Pflege ein
- Beurteilt Beschwerdefälle bei Gleitsichtbrillen und leitet Korrekturmaßnahmen ein
Werkstatt und Fertigung
- Bearbeitet Brillengläser manuell und maschinell und arbeitet sie in Voll-, Nylor- und randlose Fassungen ein
- Rillt, bohrt, fräst, feilt und poliert Brillengläser für randlose Montagen
- Prüft die Lieferqualität rohkantiger Brillengläser und die Einhaltung der Toleranzvorgaben
- Repariert und modifiziert Fassungsteile mit werkstoffgerechten Form- und Fügetechniken
- Pflegt und wartet Messgeräte und Bearbeitungsmaschinen und behebt einfache Störungen
Kontaktlinsen
- Passt weiche und formstabile Kontaktlinsen an und beurteilt den Sitz an der Spaltlampe
- Erhebt die augenoptische Anamnese und beurteilt die Eignung für die Kontaktlinsenversorgung
- Führt Nachkontrollen durch und dokumentiert Tragezeiten, Verträglichkeit und Befunde
- Berät zu Pflegemittelsystemen und begründet die Notwendigkeit der Kontaktlinsenpflege
- Unterscheidet Kontaktlinsenwerkstoffe und beurteilt die Auswirkungen der Kontaktlinsenkorrektion
Optometrisches Screening und Abgrenzung
- Führt optometrische Screening-Verfahren durch und erkennt Auffälligkeiten am Auge frühzeitig
- Misst den Augeninnendruck und beurteilt das Gesichtsfeld im Rahmen des Screenings
- Prüft Kontrast- und Farbensehen sowie das Sehen in der Dämmerung
- Verweist bei auffälligen Befunden konsequent an die augenärztliche Praxis, ohne selbst zu diagnostizieren
- Berücksichtigt sehleistungsvermindernde Augenerkrankungen bei der Auswahl von Sehhilfen
Beratung, Verkauf und Betrieb
- Ermittelt Kundenwünsche und Verwendungszweck der Sehhilfe im Beratungsgespräch
- Berät zu Glastyp, Werkstoff, Oberflächenveredelung und Farbgebung von Brillengläsern
- Dokumentiert Kundendaten unter Berücksichtigung des Datenschutzes
- Kalkuliert Preise, wickelt Zahlungsvorgänge ab und bearbeitet Reklamationen
- Wendet die Arbeits- und Qualitätsrichtlinien des Augenoptiker-Handwerks sowie fachbezogene Normvorgaben an
Welche Kenntnisse gehören in den Lebenslauf als Augenoptiker/in?
Fachliche Kenntnisse zeigen sofort die Praxiserfahrung, Zertifikate belegen sie formal, Soft Skills ergänzen sie. Alle drei gehören in den Lebenslauf, aber getrennt und konkret benannt.
Hard Skills
- Refraktionsbestimmung objektiv und subjektiv
- Zentrierdatenermittlung und Gleitsichtanpassung
- Anpassung weicher und formstabiler Kontaktlinsen
- Spaltlampenmikroskopie zur Sitzbeurteilung
- Randbearbeitung und randlose Verglasung
- Scheitelbrechwertmessung und Prismenbestimmung
- Binokularprüfung und Visusbestimmung
- Optometrische Screening-Verfahren (Tonometrie, Perimetrie)
- Fassungsreparatur, Löt- und Fügetechniken
- Kalkulation, Abrechnung und Warenwirtschaft
Zertifikate
- Gesellenbrief Augenoptiker/in (Handwerkskammer)
- Meisterbrief im Augenoptiker-Handwerk, zugleich Bachelor Professional nach § 45 Absatz 2 HwO
- Optometrist/in (HWK) beziehungsweise Optometrist/in (ZVA)
- Bachelor of Science Augenoptik/Optometrie
- Ausbildereignung nach Teil IV der Meisterprüfung
- Zertifikate zur Kontaktlinsenanpassung (Herstellerschulungen und Verbandskurse)
- RAL-Gütezeichen Optometrische Leistungen (betriebsbezogen)
- Schulungen zu Low Vision und vergrößernden Sehhilfen
Soft Skills
- Beratungskompetenz und aktives Zuhören
- Sorgfalt und Präzision im Zehntelmillimeterbereich
- Empathie im Umgang mit sehbeeinträchtigten Menschen
- Verantwortungsbewusstsein bei der Weiterverweisung an den Augenarzt
- Teamfähigkeit zwischen Verkaufsraum und Werkstatt
- Geduld und Ausdauer bei schwierigen Anpassungen
Ausbildung und Gehalt als Augenoptiker/in im Überblick
| Ausbildungsweg | Augenoptiker/in ist ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf im zulassungspflichtigen Handwerk. Rechtsgrundlage ist die Verordnung über die Berufsausbildung zum Augenoptiker und zur Augenoptikerin vom 26. April 2011 (BGBl. I S. 698), in Kraft seit dem 1. August 2011; sie löste die Vorgängerverordnung vom 4. März 1997 (BGBl. I S. 436) ab und ist damit die Modernisierung des Berufsbildes. Nach § 1 der Verordnung erfolgt die Anerkennung ausdrücklich für das Gewerbe Nummer 33 der Anlage A der Handwerksordnung, nach § 2 dauert die Ausbildung drei Jahre. Gegenstand ist der Ausbildungsrahmenplan in der Anlage zur Verordnung, gegliedert in Abschnitt A mit neun berufsprofilgebenden Positionen — von „Brillengläser bearbeiten und einfassen“ über „Kundenspezifische Sehanforderungen ermitteln und Kunden beraten“ bis „Rechnungswesen und Kalkulation durchführen“ — und Abschnitt B mit sechs integrativen Positionen wie Arbeitsschutz, Umweltschutz und berufsbezogene Vorschriften. Zentrales Merkmal der Neufassung ist die gestreckte Gesellenprüfung: Sie besteht nach § 5 aus zwei zeitlich auseinanderfallenden Teilen, wobei Teil 1 mit 30 Prozent und Teil 2 mit 70 Prozent in das Gesamtergebnis eingeht. Teil 1 findet vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres statt und umfasst den Prüfungsbereich „Instandsetzung von Sehhilfen“ mit 330 Minuten Prüfungszeit, darunter 90 Minuten schriftliche Aufgaben. Teil 2 besteht aus vier Prüfungsbereichen: „Herstellen einer randlosen Korrektionsbrille“ (150 Minuten), „Augenoptische Versorgung“ (120 Minuten), „Auge und Sehhilfe“ (180 Minuten) und „Wirtschafts- und Sozialkunde“ (60 Minuten). Die Gewichtung über beide Teile beträgt 30/20/20/20/10 Prozent; bestanden ist die Prüfung unter anderem nur, wenn der Bereich „Auge und Sehhilfe“ mindestens mit ausreichend bewertet wurde. Nach dem Gesellenbrief steht der Weg zur Meisterprüfung offen. Diese gliedert sich nach § 45 Absatz 3 HwO in vier selbstständige Teile: Teil I fachpraktisch, Teil II fachtheoretisch, Teil III betriebswirtschaftlich, kaufmännisch und rechtlich, Teil IV berufs- und arbeitspädagogisch. Wer besteht, erlangt nach § 45 Absatz 2 Satz 2 HwO zugleich den Fortbildungsabschluss Bachelor Professional. Für die Teile I und II gilt die Augenoptikermeisterverordnung (AugOptMstrV) vom 8. Juli 2025, verkündet im BGBl. 2025 I Nr. 157, gültig ab dem 1. Juli 2026. Teil I besteht danach aus Meisterprüfungsprojekt, projektbezogenem Fachgespräch und Situationsaufgabe; Teil II ist in drei Handlungsfelder gegliedert. Der Meisterbrief ist für die Selbstständigkeit praktisch unumgänglich, denn § 1 Absatz 1 HwO gestattet den selbstständigen Betrieb nur Eingetragenen in der Handwerksrolle, und die Altgesellenregelung des § 7b HwO ist für die Nummern 12 und 33 bis 37 der Anlage A — und damit für Augenoptiker — ausdrücklich ausgeschlossen. Bleibt nur die Ausnahmebewilligung nach § 8 HwO, die eine unzumutbare Belastung durch die Meisterprüfung voraussetzt. Alternativ oder ergänzend führen Bachelor-Studiengänge Augenoptik/Optometrie unter anderem an der Hochschule Aalen, der Hochschule München, der BHT Berlin und der EAH Jena zum Abschluss Bachelor of Science. |
|---|---|
| Gehaltsspanne | Die Gehaltsportale liefern für Augenoptikerinnen und Augenoptiker deutlich abweichende Werte, die nebeneinander stehen bleiben sollten. GEHALT.de weist für den Beruf Augenoptik einen Medianwert von 43.158 Euro brutto im Jahr beziehungsweise 3.481 Euro im Monat aus; das untere Quartil liegt bei 38.848 Euro (3.133 Euro monatlich), das obere Quartil bei 47.948 Euro (3.867 Euro monatlich). StepStone nennt für dieselbe Berufsbezeichnung ein Median-Jahresgehalt von 31.100 Euro beziehungsweise 2.591 Euro monatlich, mit einer unteren Spanne von 27.300 Euro und einer oberen Spanne von 35.900 Euro; Datenbasis sind dort 422 Stellenanzeigen. Regional weist StepStone Stuttgart mit 34.200 Euro am oberen und Bochum mit 30.700 Euro am unteren Ende aus. Die Differenz von rund 12.000 Euro zwischen beiden Portalen erklärt sich vor allem aus unterschiedlichen Erhebungsmethoden: GEHALT.de rechnet mit gemeldeten Gehaltsdatensätzen, StepStone wertet ausgeschriebene Stellen aus, in denen Berufseinsteiger stärker vertreten sind. Einen bundesweiten Gehaltstarifvertrag gibt es nicht mehr; der letzte zwischen ZVA und ver.di geschlossene Vertrag stammt vom 1. August 2002 und ist gekündigt. Der ZVA spricht seither eine bundesweite Tarifempfehlung aus: ab dem 1. April 2025 mindestens 15,65 Euro pro Stunde für Gesellinnen und Gesellen, gestaffelt nach Berufsjahren, und mindestens 19,16 Euro für Meisterinnen und Meister. Regional bestehen weiterhin Tarifverträge, etwa in Bayern zwischen ver.di und dem Landesinnungsverband. |
Was verdient man als Augenoptiker/in? Die Quellen im Vergleich
Gehaltsportale kommen für denselben Beruf zu deutlich unterschiedlichen Werten, weil sie unterschiedlich erheben. Wir stellen sie deshalb nebeneinander, statt einen Durchschnitt zu bilden.
GEHALT.de
38.848 € – 47.948 €, Median 43.158 €
unteres und oberes Quartil (Q25/Q75), Beruf Augenoptik, rechnet mit gemeldeten Gehaltsdatensätzen. Achtung: Das Portal weist für Hörakustiker/in exakt dieselben Werte aus — die Zahlen sind daher vermutlich nicht berufsscharf erhoben.
StepStone
27.300 € – 35.900 €, Median 31.100 €
Basis 422 Stellenanzeigen; Spanne, keine echten Quartile, wertet ausgeschriebene Stellen aus, in denen Berufseinsteiger stärker vertreten sind; regional Stuttgart 34.200 Euro am oberen, Bochum 30.700 Euro am unteren Ende
Die Quellen liegen 12.058 € auseinander. Diese Differenz ist kein Fehler, sondern Folge unterschiedlicher Erhebungsmethoden und Stichproben. Nutze die Werte als Spanne, nicht als Punktwert, und prüfe im Gespräch, worauf sich eine genannte Zahl bezieht.
Alle Angaben Bruttojahresgehalt, abgerufen am 09. August 2026.
Dos & Don'ts für den Augenoptiker/in-Lebenslauf
Do
- Nenne im Lebenslauf konkret, welche Refraktionsmethoden und Messgeräte du beherrschst, statt nur „Refraktion“ zu schreiben
- Belege Kontaktlinsenerfahrung mit Linsentypen (weich, formstabil, torisch, multifokal) und Angabe zur Nachkontrolle
- Gib den Prüfungsstand zur Meisterprüfung an, wenn Teile bereits abgelegt sind (Teil III und IV lassen sich vorziehen)
- Unterscheide sauber zwischen Werkstattkompetenz und Beratungskompetenz, viele Betriebe suchen gezielt das eine oder andere
- Führe Zusatzqualifikationen mit der korrekten Bezeichnung, etwa „Optometrist/in (HWK)“ statt nur „Optometrist“
- Quantifiziere Verantwortung, etwa Filialgröße, Zahl der betreuten Kontaktlinsenkunden oder Werkstattdurchsatz
Don't
- Bezeichne dich nicht als Optometrist/in ohne entsprechenden Abschluss — § 5 UWG verbietet die Irreführung über Qualifikationen
- Verwende keine medizinischen Formulierungen wie „Diagnose“ oder „Behandlung“, Augenoptiker diagnostizieren und therapieren nicht
- Verschweige keine Lücke bei der Meisterprüfung, wenn du dich auf eine Position mit Betriebsverantwortung bewirbst
- Schreibe nicht pauschal „Sehtests durchgeführt“, ohne die konkreten Verfahren zu benennen
- Übernimm keine Gehaltsangaben aus Portalen ungeprüft in die Gehaltsvorstellung, die Spannen unterscheiden sich stark
- Verzichte auf die Behauptung, mit der Altgesellenregelung selbstständig werden zu können — sie gilt für Augenoptiker gerade nicht
Häufige Fragen zum Lebenslauf als Augenoptiker/in
Braucht man für ein eigenes Augenoptik-Geschäft zwingend den Meisterbrief?
Praktisch ja. Augenoptiker steht unter Nummer 33 in Anlage A der Handwerksordnung und ist damit ein zulassungspflichtiges Handwerk. Nach § 1 Absatz 1 HwO ist der selbstständige Betrieb als stehendes Gewerbe nur den in der Handwerksrolle eingetragenen natürlichen und juristischen Personen und Personengesellschaften gestattet. Die Altgesellenregelung des § 7b HwO greift hier nicht, weil Absatz 1 die Nummern 12 und 33 bis 37 der Anlage A ausdrücklich ausnimmt. Übrig bleiben die Ausnahmebewilligung nach § 8 HwO, die einen Ausnahmefall wie eine unzumutbare Belastung durch die Meisterprüfung voraussetzt, sowie ein einschlägiges Hochschulstudium der Augenoptik/Optometrie.
Wie läuft die Ausbildung ab und was ist die gestreckte Gesellenprüfung?
Die duale Ausbildung dauert nach § 2 der Augenoptiker-Ausbildungsverordnung drei Jahre. Statt einer klassischen Zwischenprüfung gibt es seit der Neufassung vom 26. April 2011 eine gestreckte Gesellenprüfung aus zwei zeitlich auseinanderfallenden Teilen. Teil 1 liegt vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres, umfasst den Prüfungsbereich Instandsetzung von Sehhilfen und geht mit 30 Prozent in das Gesamtergebnis ein. Teil 2 besteht aus den Prüfungsbereichen Herstellen einer randlosen Korrektionsbrille, Augenoptische Versorgung, Auge und Sehhilfe sowie Wirtschafts- und Sozialkunde und zählt 70 Prozent. Der Bereich Auge und Sehhilfe muss mindestens mit ausreichend bestanden werden.
Worin unterscheidet sich der Augenoptiker vom Augenarzt?
Der Augenoptiker bestimmt die Refraktion, korrigiert Fehlsichtigkeiten mit Brillen, Kontaktlinsen und vergrößernden Sehhilfen und führt optometrische Screening-Verfahren durch. Der Augenarzt ist Mediziner und für Diagnose und Therapie von Augenerkrankungen zuständig. Augenoptikerinnen und Augenoptiker stellen keine medizinischen Diagnosen und behandeln keine Krankheiten. Sie sind aber darin ausgebildet, Auffälligkeiten am Auge frühzeitig zu erkennen und dann den Besuch einer augenärztlichen Praxis zu empfehlen. Der Ausbildungsrahmenplan verlangt entsprechend, sehleistungsvermindernde Augenerkrankungen bei der Auswahl von Sehhilfen zu berücksichtigen und auf die Notwendigkeit regelmäßiger Kontrollen hinzuweisen.
Ist die Bezeichnung Optometrist/in in Deutschland geschützt?
Nein, Optometrist ist nach Auskunft des ZVA grundsätzlich keine gesetzlich geschützte Berufsbezeichnung wie Arzt oder Rechtsanwalt. Ihre Verwendung wird aber über das Wettbewerbsrecht begrenzt: Nach § 5 UWG ist es unzulässig, über wesentliche Merkmale der eigenen Dienstleistungen, Person oder des Unternehmens zu täuschen. Wer sich Optometrist nennt, muss die entsprechende Qualifikation nachweisen können. Anerkannt sind insbesondere der Abschluss Optometrist/in (HWK), der gleichgestellte Abschluss Optometrist/in (ZVA), ein Bachelor oder Master of Science in Augenoptik/Optometrie sowie einschlägige ausländische Berufsabschlüsse. Voraussetzung für die HWK-Fortbildung ist in der Regel der Meistertitel im Augenoptikerhandwerk oder ein vergleichbarer Abschluss.
Was verdient man als Augenoptiker/in und gibt es einen Tarifvertrag?
Die Portale weichen erheblich voneinander ab. GEHALT.de nennt einen Median von 43.158 Euro brutto im Jahr mit einem Quartilsbereich von 38.848 bis 47.948 Euro. StepStone kommt auf einen Median von 31.100 Euro bei einer Spanne von 27.300 bis 35.900 Euro, basierend auf 422 Stellenanzeigen. Einen bundesweiten Gehaltstarifvertrag gibt es nicht mehr; der letzte zwischen ZVA und ver.di geschlossene Vertrag datiert vom 1. August 2002 und ist gekündigt. Der ZVA gibt stattdessen eine bundesweite Tarifempfehlung heraus, ab 1. April 2025 mindestens 15,65 Euro pro Stunde für Gesellinnen und Gesellen und mindestens 19,16 Euro für Meisterinnen und Meister. Regional bestehen weiterhin Tarifverträge, etwa in Bayern.
Quellen
- Handwerksordnung, Anlage A — Verzeichnis der zulassungspflichtigen Handwerke (Nummer 33 Augenoptiker), Bundesministerium der Justiz / Bundesamt für Justiz, abgerufen am 2026-08-09
- § 1 Handwerksordnung — Selbstständiger Betrieb eines zulassungspflichtigen Handwerks, Bundesministerium der Justiz / Bundesamt für Justiz, abgerufen am 2026-08-09
- § 7b Handwerksordnung — Ausübungsberechtigung (Altgesellenregelung), Ausnahme für Nummern 12 und 33 bis 37, Bundesministerium der Justiz / Bundesamt für Justiz, abgerufen am 2026-08-09
- § 8 Handwerksordnung — Ausnahmebewilligung zur Eintragung in die Handwerksrolle, Bundesministerium der Justiz / Bundesamt für Justiz, abgerufen am 2026-08-09
- § 45 Handwerksordnung — Meisterprüfung in vier Teilen, Fortbildungsabschluss Bachelor Professional, Bundesministerium der Justiz / Bundesamt für Justiz, abgerufen am 2026-08-09
- Augenoptiker-Ausbildungsverordnung vom 26. April 2011 (BGBl. I S. 698), Volltext mit Ausbildungsrahmenplan, Bundesministerium der Justiz / Bundesamt für Justiz, abgerufen am 2026-08-09
- Verordnung zur Neuordnung der Meisterprüfung im Augenoptiker-Handwerk (AugOptMstrV) vom 8. Juli 2025, BGBl. 2025 I Nr. 157, Bundesanzeiger Verlag / Bundesgesetzblatt, abgerufen am 2026-08-09
- Gehalt Augenoptiker/-in — Median und Quartile, GEHALT.de, abgerufen am 2026-08-09
- ZVA-Branchenbericht 2025/2026: Augenoptik zwischen Stabilität und Strukturwandel, Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen (ZVA), abgerufen am 2026-08-09
- Wer darf sich als Optometrist bezeichnen?, Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen (ZVA), abgerufen am 2026-08-09
- Augenoptiker/in Gehälter in Deutschland 2026, StepStone, abgerufen am 2026-08-09
Der Content wurde mit Hilfe von KI erstellt, vor allem in der Recherche und Vorformulierung. Prüfung und Abnahme durch unsere Redaktion.
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Zuletzt aktualisiert am 11.08.2026