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Lebenslauf Muster Gärtner/in

Vorlage, Beispiel und Formulierungen

Gärtner/in ist ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf nach der Verordnung über die Berufsausbildung zum Gärtner/zur Gärtnerin (GärtnAusbV) vom 6. März 1996 (BGBl. I S. 376). Die duale Ausbildung dauert drei Jahre (§ 2 Abs. 1 GärtnAusbV) und wird in sieben Fachrichtungen angeboten: Baumschule, Friedhofsgärtnerei, Garten- und Landschaftsbau, Gemüsebau, Obstbau, Staudengärtnerei und Zierpflanzenbau (§ 1 Abs. 2 GärtnAusbV). Wichtig für die Einordnung: Gärtner ist kein Handwerk nach der Handwerksordnung, sondern ein Beruf der Landwirtschaft – zuständige Stelle ist deshalb die Landwirtschaftskammer (§ 71 Abs. 3 BBiG), nicht die Handwerkskammer. Daraus folgt, dass für die Selbstständigkeit im Gartenbau keine Meisterpflicht besteht; der Gärtnermeister bzw. die Gärtnermeisterin existiert als Fortbildungsabschluss nach der GartMstrV vom 12. August 1997. Die mit Abstand größte Fachrichtung ist der Garten- und Landschaftsbau (GaLaBau), in dem neben Pflanzarbeiten auch Erd- und Wegebau, Pflasterarbeiten, Teich- und Wasseranlagen sowie Maschinenführung zum Alltag gehören. Wer im Beruf Pflanzenschutzmittel anwendet, berät oder Auszubildende dabei anleitet, braucht nach § 9 Abs. 1 PflSchG einen behördlichen Sachkundenachweis und muss alle drei Jahre eine anerkannte Fortbildung besuchen (§ 9 Abs. 4 PflSchG). Die Branche ist tarifgebunden: BGL und IG BAU schließen Bundesrahmen- und Lohntarifverträge für den Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau ab. Für Bewerbungsunterlagen zählen deshalb drei Dinge sichtbar: Fachrichtung, Nachweise (Sachkunde, Führerscheine, Maschinenberechtigungen) und belegbare Projekt- bzw. Baustellenerfahrung.

Zuletzt aktualisiert am

Maria Beispiel
Gärtner/in
0170 1234567maria.beispiel@mail.de50667 Kölngeb. 14.03.1992

Profil

Ausgebildete Gärtnerin der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau mit mehrjähriger Baustellenerfahrung im Privatgarten- und Objektbereich. Schwerpunkte sind Pflaster- und Wegebau, Erd- und Entwässerungsarbeiten sowie vegetationstechnische Arbeiten von der Pflanzung bis zur Fertigstellungs- und Entwicklungspflege. Vertraut mit dem Lesen von Ausführungsplänen und Leistungsverzeichnissen und deren Übertragung auf die Baustelle. Sicher im Umgang mit Minibagger, Rüttelplatte und Kleingeräten; der Pflanzenschutz-Sachkundenachweis nach § 9 PflSchG liegt vor. Arbeitet zuverlässig nach Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften und übernimmt Verantwortung für kleine Kolonnen.

Berufserfahrung

2022 - heute
Gärtnerin, Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau
GaLaBau-Fachbetrieb, Münster
  • Herstellung befestigter Flächen: Pflaster-, Platten- und Natursteinbeläge inklusive Trag- und Bettungsschichten
  • Erdarbeiten und Entwässerungsmaßnahmen, Höhenabsteckung und Gefällekontrolle nach Ausführungsplan
  • Vegetationstechnische Arbeiten: Bodenvorbereitung, Baum- und Staudenpflanzungen, Rasenansaat und Rollrasen
  • Bedienung von Minibagger, Radlader, Rüttelplatte und Trennschleifer; tägliche Geräte- und Sicherheitskontrolle
  • Einweisung von Auszubildenden und Aushilfen auf der Baustelle, Abstimmung mit Bauleitung und Kunden
2020 - 2022
Gärtnerin im Bereich Grünflächenpflege
Kommunaler Grünflächenbetrieb, Osnabrück
  • Pflege öffentlicher Grünanlagen, Spielplätze und Straßenbegleitgrün im festen Reviergebiet
  • Gehölzschnitt, Staudenpflege, Wildkrautregulierung und Mäharbeiten nach Pflegeplan
  • Sichtkontrolle des Baumbestands und Meldung von Auffälligkeiten an die Baumkontrolle
  • Bedienung und Wartung von Aufsitzmäher, Freischneider und Anbaugeräten
  • Dokumentation der Pflegegänge und Materialverbräuche für die Leistungsabrechnung

Ausbildung

2023 - 2024
Pflanzenschutz-Sachkundenachweis nach § 9 PflSchG
Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen
  • Sachkundenachweis für die berufliche Anwendung von Pflanzenschutzmitteln
  • Regelmäßige anerkannte Fortbildung im Drei-Jahres-Turnus nach § 9 Abs. 4 PflSchG
2017 - 2020
Ausbildung zur Gärtnerin, Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau
GaLaBau-Betrieb und Berufsbildende Schulen, Niedersachsen
  • Dreijährige duale Ausbildung nach GärtnAusbV; Zwischenprüfung vor Ende des zweiten Ausbildungsjahres
  • Abschlussprüfung vor der Landwirtschaftskammer mit landschaftsgärtnerischem Gesamtwerk aus fünf komplexen Prüfungsaufgaben

Kenntnisse

Pflaster- und WegebauSehr gut
Erd- und EntwässerungsarbeitenSehr gut
Pflanzenkenntnisse und PflanzenverwendungSehr gut
Gehölz- und StaudenschnittGut
Maschinenführung (Minibagger, Radlader)Gut
Plan- und LeistungsverzeichnislesenGut

Sprachen

DeutschMuttersprache
EnglischB1
PolnischGrundkenntnisse
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Maria Beispiel
Gärtner/in
0170 1234567maria.beispiel@mail.de50667 Kölngeb. 14.03.1992

Profil

Ausgebildete Gärtnerin der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau mit mehrjähriger Baustellenerfahrung im Privatgarten- und Objektbereich. Schwerpunkte sind Pflaster- und Wegebau, Erd- und Entwässerungsarbeiten sowie vegetationstechnische Arbeiten von der Pflanzung bis zur Fertigstellungs- und Entwicklungspflege. Vertraut mit dem Lesen von Ausführungsplänen und Leistungsverzeichnissen und deren Übertragung auf die Baustelle. Sicher im Umgang mit Minibagger, Rüttelplatte und Kleingeräten; der Pflanzenschutz-Sachkundenachweis nach § 9 PflSchG liegt vor. Arbeitet zuverlässig nach Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften und übernimmt Verantwortung für kleine Kolonnen.

Berufserfahrung

2022 - heute
Gärtnerin, Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau
GaLaBau-Fachbetrieb, Münster
  • Herstellung befestigter Flächen: Pflaster-, Platten- und Natursteinbeläge inklusive Trag- und Bettungsschichten
  • Erdarbeiten und Entwässerungsmaßnahmen, Höhenabsteckung und Gefällekontrolle nach Ausführungsplan
  • Vegetationstechnische Arbeiten: Bodenvorbereitung, Baum- und Staudenpflanzungen, Rasenansaat und Rollrasen
  • Bedienung von Minibagger, Radlader, Rüttelplatte und Trennschleifer; tägliche Geräte- und Sicherheitskontrolle
  • Einweisung von Auszubildenden und Aushilfen auf der Baustelle, Abstimmung mit Bauleitung und Kunden
2020 - 2022
Gärtnerin im Bereich Grünflächenpflege
Kommunaler Grünflächenbetrieb, Osnabrück
  • Pflege öffentlicher Grünanlagen, Spielplätze und Straßenbegleitgrün im festen Reviergebiet
  • Gehölzschnitt, Staudenpflege, Wildkrautregulierung und Mäharbeiten nach Pflegeplan
  • Sichtkontrolle des Baumbestands und Meldung von Auffälligkeiten an die Baumkontrolle
  • Bedienung und Wartung von Aufsitzmäher, Freischneider und Anbaugeräten
  • Dokumentation der Pflegegänge und Materialverbräuche für die Leistungsabrechnung

Ausbildung

2023 - 2024
Pflanzenschutz-Sachkundenachweis nach § 9 PflSchG
Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen
  • Sachkundenachweis für die berufliche Anwendung von Pflanzenschutzmitteln
  • Regelmäßige anerkannte Fortbildung im Drei-Jahres-Turnus nach § 9 Abs. 4 PflSchG
2017 - 2020
Ausbildung zur Gärtnerin, Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau
GaLaBau-Betrieb und Berufsbildende Schulen, Niedersachsen
  • Dreijährige duale Ausbildung nach GärtnAusbV; Zwischenprüfung vor Ende des zweiten Ausbildungsjahres
  • Abschlussprüfung vor der Landwirtschaftskammer mit landschaftsgärtnerischem Gesamtwerk aus fünf komplexen Prüfungsaufgaben

Kenntnisse

Pflaster- und WegebauSehr gut
Erd- und EntwässerungsarbeitenSehr gut
Pflanzenkenntnisse und PflanzenverwendungSehr gut
Gehölz- und StaudenschnittGut
Maschinenführung (Minibagger, Radlader)Gut
Plan- und LeistungsverzeichnislesenGut

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Profil

Ausgebildete Gärtnerin der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau mit mehrjähriger Baustellenerfahrung im Privatgarten- und Objektbereich. Schwerpunkte sind Pflaster- und Wegebau, Erd- und Entwässerungsarbeiten sowie vegetationstechnische Arbeiten von der Pflanzung bis zur Fertigstellungs- und Entwicklungspflege. Vertraut mit dem Lesen von Ausführungsplänen und Leistungsverzeichnissen und deren Übertragung auf die Baustelle. Sicher im Umgang mit Minibagger, Rüttelplatte und Kleingeräten; der Pflanzenschutz-Sachkundenachweis nach § 9 PflSchG liegt vor. Arbeitet zuverlässig nach Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften und übernimmt Verantwortung für kleine Kolonnen.

Berufserfahrung

2022 - heute

Gärtnerin, Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau

GaLaBau-Fachbetrieb, Münster

  • Herstellung befestigter Flächen: Pflaster-, Platten- und Natursteinbeläge inklusive Trag- und Bettungsschichten
  • Erdarbeiten und Entwässerungsmaßnahmen, Höhenabsteckung und Gefällekontrolle nach Ausführungsplan
  • Vegetationstechnische Arbeiten: Bodenvorbereitung, Baum- und Staudenpflanzungen, Rasenansaat und Rollrasen
  • Bedienung von Minibagger, Radlader, Rüttelplatte und Trennschleifer; tägliche Geräte- und Sicherheitskontrolle
  • Einweisung von Auszubildenden und Aushilfen auf der Baustelle, Abstimmung mit Bauleitung und Kunden

2020 - 2022

Gärtnerin im Bereich Grünflächenpflege

Kommunaler Grünflächenbetrieb, Osnabrück

  • Pflege öffentlicher Grünanlagen, Spielplätze und Straßenbegleitgrün im festen Reviergebiet
  • Gehölzschnitt, Staudenpflege, Wildkrautregulierung und Mäharbeiten nach Pflegeplan
  • Sichtkontrolle des Baumbestands und Meldung von Auffälligkeiten an die Baumkontrolle
  • Bedienung und Wartung von Aufsitzmäher, Freischneider und Anbaugeräten
  • Dokumentation der Pflegegänge und Materialverbräuche für die Leistungsabrechnung

Ausbildung

2023 - 2024

Pflanzenschutz-Sachkundenachweis nach § 9 PflSchG

Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen

2017 - 2020

Ausbildung zur Gärtnerin, Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau

GaLaBau-Betrieb und Berufsbildende Schulen, Niedersachsen

Kenntnisse

  • Pflaster- und WegebauSehr gut
  • Erd- und EntwässerungsarbeitenSehr gut
  • Pflanzenkenntnisse und PflanzenverwendungSehr gut
  • Gehölz- und StaudenschnittGut
  • Maschinenführung (Minibagger, Radlader)Gut
  • Plan- und LeistungsverzeichnislesenGut

Sprachen

  • DeutschMuttersprache
  • EnglischB1
  • PolnischGrundkenntnisse

Tätigkeiten im Lebenslauf formulieren: Gärtner/in

Bautechnik und Wegebau

  • Herstellung befestigter Flächen aus Pflaster, Platten und Naturstein inklusive Trag- und Bettungsschichten
  • Ausführung von Erdarbeiten mit Höhenabsteckung, Profilnahme und Gefällekontrolle
  • Verlegung von Dränagen und Entwässerungsleitungen sowie Anschluss an Rigolen und Schächte
  • Errichtung von Mauern, Treppen und Einfassungen aus Beton-, Naturstein- und Fertigteilelementen
  • Aufstellen und Montieren von Ausstattungsgegenständen wie Zäunen, Bänken und Spielgeräten

Vegetationstechnik und Pflanzung

  • Bodenvorbereitung, Bodenverbesserung und Substrataufbau vor Pflanz- und Ansaatarbeiten
  • Pflanzung von Bäumen, Sträuchern, Stauden und Zwiebelpflanzen einschließlich Verankerung und Wässerung
  • Anlage von Rasenflächen durch Ansaat und Rollrasen sowie anschließende Anwuchspflege
  • Fertigstellungs- und Entwicklungspflege nach Leistungsbeschreibung
  • Fachgerechter Gehölz-, Form- und Staudenschnitt im jahreszeitlichen Rhythmus

Produktionsgartenbau

  • Vermehrung und Jungpflanzenanzucht durch Aussaat, Stecklinge und Veredelung
  • Steuerung von Kulturverfahren im Gewächshaus einschließlich Klima-, Bewässerungs- und Düngungsführung
  • Kulturkontrolle, Bestandsbonitur und Dokumentation der Kulturverläufe
  • Ernten, Sortieren, Aufbereiten und Lagern gärtnerischer Erzeugnisse
  • Kommissionierung und Versandvorbereitung für Handel und Direktvermarktung

Pflanzenschutz und Pflanzengesundheit

  • Anwendung von Pflanzenschutzmitteln auf Grundlage des Sachkundenachweises nach § 9 PflSchG
  • Erkennen und Bestimmen von Schaderregern, Krankheiten und Nährstoffmangelsymptomen
  • Umsetzung des integrierten Pflanzenschutzes mit Nützlingseinsatz und Bestandskontrolle
  • Führen der Dokumentation über die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln
  • Prüfung und Pflege der Pflanzenschutzgeräte einschließlich Kontrolltermine

Technik und Maschinen

  • Bedienung von Minibagger, Radlader, Dumper und Rüttelplatte im Baustellenbetrieb
  • Einsatz von Motorsäge, Freischneider, Heckenschere und Aufsitzmäher
  • Wartung, Pflege und Sichtprüfung von Maschinen, Geräten und Anbauteilen
  • Bedienung von Bewässerungs-, Klima- und Steuerungstechnik im Gewächshaus
  • Materialtransport und Ladungssicherung mit Anhänger und Kleintransporter

Baustelle, Kunden und Dokumentation

  • Lesen von Ausführungsplänen und Leistungsverzeichnissen und deren Übertragung auf die Baustelle
  • Vorbereiten, Einrichten, Absichern und Abwickeln von Baustellen
  • Aufmaß, Stundennachweise und Materialdokumentation für die Abrechnung
  • Kundenberatung zu Pflanzenauswahl, Pflegeaufwand und Standortbedingungen
  • Anleitung von Auszubildenden und Aushilfskräften nach Arbeitsschutzvorgaben

Welche Kenntnisse gehören in den Lebenslauf als Gärtner/in?

Fachliche Kenntnisse zeigen sofort die Praxiserfahrung, Zertifikate belegen sie formal, Soft Skills ergänzen sie. Alle drei gehören in den Lebenslauf, aber getrennt und konkret benannt.

Hard Skills

  • Pflaster-, Platten- und Natursteinarbeiten
  • Erdarbeiten, Höhenabsteckung und Gefällekontrolle
  • Dränage-, Be- und Entwässerungsarbeiten
  • Baum-, Strauch- und Staudenpflanzung
  • Rasenansaat, Rollrasen und Anwuchspflege
  • Gehölz-, Form- und Obstbaumschnitt
  • Vermehrung, Jungpflanzenanzucht und Kulturführung
  • Pflanzenbestimmung und Pflanzenverwendung
  • Bedienung von Bau- und Pflegemaschinen
  • Lesen von Ausführungsplänen und Leistungsverzeichnissen

Zertifikate

  • Pflanzenschutz-Sachkundenachweis nach § 9 PflSchG
  • Motorsägenschein (Modul A und B nach DGUV-Grundsätzen)
  • Führerschein Klasse B, wünschenswert BE oder C1E
  • Erdbaumaschinenschein bzw. Bedienerbefähigung für Baumaschinen
  • Flurförderzeug- bzw. Teleskopladerberechtigung
  • Ersthelferausbildung nach DGUV Vorschrift 1
  • Gärtnermeister/in nach der GartMstrV (Fortbildungsabschluss)
  • Techniker/in Gartenbau oder Fachagrarwirt/in (Aufstiegsfortbildung)

Soft Skills

  • Körperliche Belastbarkeit und Witterungsfestigkeit
  • Sorgfalt und Qualitätsbewusstsein bei Maßtoleranzen
  • Teamfähigkeit in Kolonnen und wechselnden Besetzungen
  • Selbstständiges Planen, Durchführen und Kontrollieren
  • Kundenorientierung und freundliches Auftreten vor Ort
  • Zuverlässigkeit und Sicherheitsbewusstsein

Ausbildung und Gehalt als Gärtner/in im Überblick

AusbildungswegDer Zugang zum Beruf führt über die dreijährige duale Ausbildung nach der Verordnung über die Berufsausbildung zum Gärtner/zur Gärtnerin (GärtnAusbV) vom 6. März 1996 (BGBl. I S. 376), Textnachweis ab 1. August 1996. Sie ist eine Ausbildungsordnung im Sinne des § 25 des Berufsbildungsgesetzes. Anders als vielfach angenommen, wurde diese Verordnung bis heute nicht durch eine Neufassung ersetzt – die im Bundesrecht konsolidierte Fassung ist unverändert die von 1996. § 1 Abs. 2 GärtnAusbV erkennt genau sieben Fachrichtungen an: Baumschule, Friedhofsgärtnerei, Garten- und Landschaftsbau, Gemüsebau, Obstbau, Staudengärtnerei und Zierpflanzenbau; die Fachrichtung tritt nach § 1 Abs. 3 ergänzend zur Berufsbezeichnung hinzu. Die Ausbildung dauert nach § 2 Abs. 1 drei Jahre; das erste Jahr vermittelt eine berufsfeldbreite Grundbildung (§ 3 Abs. 1). Geprüft wird klassisch zweistufig, nicht als gestreckte Abschlussprüfung: § 8 GärtnAusbV schreibt eine Zwischenprüfung vor, die vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden soll und praktisch (höchstens drei Stunden, drei Aufgaben mit Prüfungsgespräch) sowie schriftlich (höchstens 90 Minuten) durchgeführt wird. Die Abschlussprüfung ist in den §§ 9 bis 15 für jede Fachrichtung gesondert geregelt. Für die Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau verlangt § 11 Abs. 2 in der praktischen Prüfung binnen höchstens fünf Stunden ein landschaftsgärtnerisches Gesamtwerk aus fünf komplexen Prüfungsaufgaben, das anschließend im Prüfungsgespräch erläutert wird; mindestens drei Aufgaben entfallen auf den Bereich Baustellenabwicklung und Bautechnik, mindestens eine auf Vegetationstechnik. Dazu kommen die Prüfungsfächer Landschaftsgärtnerische Arbeiten (mündlich) sowie Pflanzenkenntnisse, Betriebliche Zusammenhänge und Wirtschafts- und Sozialkunde (schriftlich). Entscheidend für die berufsrechtliche Einordnung: Gärtner ist kein Handwerk. In den Anlagen A und B der Handwerksordnung taucht weder ein Gärtner- noch ein Garten- und Landschaftsbaugewerbe auf. Zuständige Stelle ist nach § 71 Abs. 3 BBiG für Berufe der Landwirtschaft die Landwirtschaftskammer; sie führt das Ausbildungsverzeichnis und nimmt die Prüfungen ab. Praktische Folge: Für die Gründung eines Gartenbau- oder GaLaBau-Betriebs gibt es keine Meisterpflicht und keine Eintragung in die Handwerksrolle. Der Gärtnermeister bzw. die Gärtnermeisterin bleibt gleichwohl der zentrale Aufstiegsabschluss – Rechtsgrundlage ist die Verordnung über die Anforderungen in der Meisterprüfung für den Beruf Gärtner/Gärtnerin (GartMstrV) vom 12. August 1997 (BGBl. I S. 2046), zuletzt geändert durch Artikel 5 der Verordnung vom 21. Mai 2014 (BGBl. I S. 548); sie stützt sich auf das Berufsbildungsgesetz und prüft Produktion, Dienstleistung und Vermarktung, Betriebs- und Unternehmensführung sowie Berufsausbildung und Mitarbeiterführung. Praktisch unverzichtbar ist außerdem der Pflanzenschutz-Sachkundenachweis: Nach § 9 Abs. 1 PflSchG darf nur Pflanzenschutzmittel anwenden, über Pflanzenschutz beraten oder Auszubildende dabei anleiten, wer über einen von der zuständigen Behörde ausgestellten Sachkundenachweis verfügt; nach § 9 Abs. 4 PflSchG ist innerhalb jedes Zeitraums von drei Jahren eine anerkannte Fort- oder Weiterbildung wahrzunehmen, sonst soll der Nachweis widerrufen werden. Weiterführende Wege sind Techniker- und Fachschulen für Gartenbau sowie Studiengänge in Gartenbau, Landschaftsbau oder Landschaftsarchitektur.
GehaltsspanneDie Vergütung im Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau ist tariflich geregelt: BGL und IG BAU schließen einen Bundesrahmentarifvertrag sowie Lohn- und Gehaltstarifverträge ab. Bezugsgröße für die gewerblichen Beschäftigten ist der Ecklohn der Lohngruppe 4.2a – gelernte Landschaftsgärtner nach 18 Monaten ununterbrochener Tätigkeit in der Branche. Er lag seit 1. Juli 2024 bei 19,61 Euro je Stunde; der Tarifabschluss von 2025 hob die Löhne zum 1. Juli 2025 um 3,2 Prozent und zum 1. Juli 2026 um weitere 3,3 Prozent an, sodass der Ecklohn seit Juli 2026 bei 20,91 Euro je Stunde liegt. Die tariflichen Ausbildungsvergütungen betragen ab Juli 2026 1.140 Euro im ersten, 1.270 Euro im zweiten und 1.390 Euro im dritten Lehrjahr. Daneben stehen – nicht verrechnet, sondern nebeneinander – die Portalwerte: gehalt.de weist für Gärtner/in bei 40 Wochenstunden einen Median von 3.144 Euro brutto im Monat aus, mit einem unteren Quartil von 2.844 Euro und einem oberen Quartil von 3.475 Euro. StepStone nennt für Gärtner/in ein Mediangehalt von 32.700 Euro brutto im Jahr bei einer Spanne von 27.300 bis 38.900 Euro. Die Portale legen ihre Fallzahlen und Erhebungszeiträume nicht offen; sie sind daher nur als grobe Orientierung neben den Tarifwerten zu lesen. Nach oben wirken Meisterbrief, Kolonnenführung, Maschinenberechtigungen und Betriebsgröße.

Was verdient man als Gärtner/in? Die Quellen im Vergleich

Gehaltsportale kommen für denselben Beruf zu deutlich unterschiedlichen Werten, weil sie unterschiedlich erheben. Wir stellen sie deshalb nebeneinander, statt einen Durchschnitt zu bilden.

Die Quellen liegen 5.028 € auseinander. Diese Differenz ist kein Fehler, sondern Folge unterschiedlicher Erhebungsmethoden und Stichproben. Nutze die Werte als Spanne, nicht als Punktwert, und prüfe im Gespräch, worauf sich eine genannte Zahl bezieht.

Alle Angaben Bruttojahresgehalt, abgerufen am 09. August 2026.

Dos & Don'ts für den Gärtner/in-Lebenslauf

Do

  • Fachrichtung nach GärtnAusbV im Lebenslauf klar benennen, zum Beispiel Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau
  • Nachweise konkret listen: Pflanzenschutz-Sachkunde nach § 9 PflSchG, Führerscheinklassen, Motorsägen- und Maschinenberechtigungen
  • Projekte mit Gewerk, Flächengröße und Materialart beschreiben statt mit allgemeinen Floskeln
  • Maschinen- und Gerätekenntnisse namentlich aufführen, inklusive Bedienerbefähigungen
  • Pflanzenkenntnisse belegen, etwa durch Sortimentsschwerpunkte oder Prüfungsergebnisse
  • Weiterbildungen und den Drei-Jahres-Turnus der Sachkunde-Fortbildung mit Datum dokumentieren

Don't

  • Den Beruf als Handwerk mit Handwerkskammer-Zuständigkeit darstellen – zuständig ist die Landwirtschaftskammer
  • Eine Meisterpflicht für die Selbstständigkeit behaupten; im Gartenbau besteht keine
  • Die Fachrichtung weglassen, sodass Betriebe das Einsatzprofil nicht einschätzen können
  • Gehaltsvorstellungen ohne Bezug zur tariflichen Lohngruppe formulieren
  • Maschinen oder Sachkundenachweise angeben, für die keine gültige Berechtigung vorliegt
  • Ausschließlich Pflegetätigkeiten nennen, wenn die Stelle Bau- und Vegetationstechnik verlangt

Häufige Fragen zum Lebenslauf als Gärtner/in

Wie viele Fachrichtungen hat die Gärtnerausbildung und welche sind es?

Es sind genau sieben. § 1 Abs. 2 der Gärtner-Ausbildungsverordnung nennt Baumschule, Friedhofsgärtnerei, Garten- und Landschaftsbau, Gemüsebau, Obstbau, Staudengärtnerei und Zierpflanzenbau. Die Fachrichtung tritt nach § 1 Abs. 3 ergänzend zur Berufsbezeichnung hinzu, man ist also zum Beispiel Gärtner der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau. Für jede Fachrichtung gibt es einen eigenen Ausbildungsrahmenplan und eine eigene Abschlussprüfungsregelung in den §§ 9 bis 15. Die größte Fachrichtung ist der Garten- und Landschaftsbau.

Ist Gärtner ein Handwerksberuf und brauche ich einen Meisterbrief für die Selbstständigkeit?

Nein. Gärtner ist ein Beruf der Landwirtschaft, kein Handwerk nach der Handwerksordnung; in den Anlagen A und B der HwO ist kein Gärtner- oder Garten- und Landschaftsbaugewerbe aufgeführt. Nach § 71 Abs. 3 BBiG ist deshalb die Landwirtschaftskammer die zuständige Stelle für Ausbildung und Prüfung, nicht die Handwerkskammer. Für die Gründung eines Gartenbau- oder GaLaBau-Betriebs gibt es folglich keine Meisterpflicht und keine Eintragung in die Handwerksrolle. Der Gärtnermeister existiert dennoch als Fortbildungsabschluss auf Grundlage der GartMstrV vom 12. August 1997 und ist in der Praxis ein wichtiger Qualifikations- und Ausbildungsnachweis.

Gibt es eine Zwischenprüfung oder eine gestreckte Abschlussprüfung?

Die geltende Gärtner-Ausbildungsverordnung sieht eine klassische Zwischenprüfung vor. Nach § 8 GärtnAusbV soll sie vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden und wird praktisch und schriftlich durchgeführt. Praktisch sind in höchstens drei Stunden drei Aufgaben zu bearbeiten und jeweils im Prüfungsgespräch zu erläutern, schriftlich sind in höchstens 90 Minuten praxisbezogene Aufgaben zu lösen. Die Abschlussprüfung ist davon getrennt und in den §§ 9 bis 15 fachrichtungsspezifisch geregelt. Eine gestreckte Abschlussprüfung, bei der ein erster Teil in das Endergebnis einfließt, ist für den Gärtnerberuf im Bundesrecht nicht geregelt.

Wann brauche ich den Pflanzenschutz-Sachkundenachweis?

Nach § 9 Abs. 1 des Pflanzenschutzgesetzes darf nur Pflanzenschutzmittel anwenden, über Pflanzenschutz beraten, Auszubildende oder Hilfskräfte dabei anleiten und beaufsichtigen oder Pflanzenschutzmittel gewerbsmäßig in Verkehr bringen, wer über einen von der zuständigen Behörde ausgestellten Sachkundenachweis verfügt. Die Behörde stellt ihn auf Antrag aus, wenn Zuverlässigkeit sowie die erforderlichen fachlichen Kenntnisse und praktischen Fertigkeiten nachgewiesen sind. Nach § 9 Abs. 4 PflSchG ist innerhalb jedes Zeitraums von drei Jahren ab der erstmaligen Ausstellung eine anerkannte Fort- oder Weiterbildung wahrzunehmen; wer den Nachweis nicht erbringt, riskiert den Widerruf. Ausnahmen gelten unter anderem für den Haus- und Kleingartenbereich sowie für einfache Hilfstätigkeiten unter Aufsicht einer sachkundigen Person.

Was verdient man als Gärtner im Garten- und Landschaftsbau?

Im GaLaBau gilt der zwischen BGL und IG BAU vereinbarte Lohntarifvertrag. Der Ecklohn der Lohngruppe 4.2a für gelernte Landschaftsgärtner nach 18 Monaten Branchentätigkeit lag seit 1. Juli 2024 bei 19,61 Euro je Stunde und stieg über zwei Tarifstufen – plus 3,2 Prozent zum 1. Juli 2025 und plus 3,3 Prozent zum 1. Juli 2026 – auf 20,91 Euro je Stunde. Unabhängig davon nennt gehalt.de für Gärtner/in einen Median von 3.144 Euro brutto im Monat bei 40 Wochenstunden, StepStone einen Median von 32.700 Euro brutto im Jahr. Diese Portalwerte sind nicht mit den Tarifwerten identisch und sollten getrennt betrachtet werden, da Fallzahlen und Erhebungszeiträume nicht offengelegt sind.

Quellen

  1. Verordnung über die Berufsausbildung zum Gärtner/zur Gärtnerin (GärtnAusbV) vom 6. März 1996, Bundesministerium der Justiz / Bundesamt für Justiz, abgerufen am 2026-08-09
  2. Pflanzenschutzgesetz (PflSchG) § 9 Persönliche Anforderungen, Bundesministerium der Justiz / Bundesamt für Justiz, abgerufen am 2026-08-09
  3. Berufsbildungsgesetz (BBiG) § 71 Zuständige Stellen, Bundesministerium der Justiz / Bundesamt für Justiz, abgerufen am 2026-08-09
  4. Handwerksordnung (HwO) mit Anlage A und Anlage B (Gewerbeverzeichnisse), Bundesministerium der Justiz / Bundesamt für Justiz, abgerufen am 2026-08-09
  5. Verordnung über die Anforderungen in der Meisterprüfung für den Beruf Gärtner/Gärtnerin (GartMstrV) vom 12. August 1997, Bundesministerium der Justiz / Bundesamt für Justiz, abgerufen am 2026-08-09
  6. GaLaBau-Branchenstatistik 2025: Mehr Umsatz, mehr Beschäftigte, mehr Azubis, Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. (BGL) via Presseportal, abgerufen am 2026-08-09
  7. Tariferhöhung 2026: Mehr Lohn im GaLaBau ab 1. Juli, IG Bauen-Agrar-Umwelt (bau.bi), abgerufen am 2026-08-09
  8. Tarifverträge im GaLaBau: Der aktuelle Stand im Überblick, greenprofi, abgerufen am 2026-08-09
  9. Gehalt Gärtner/in – Median und Quartile, gehalt.de, abgerufen am 2026-08-09
  10. Gehalt Gärtner/in, StepStone, abgerufen am 2026-08-09
  11. Die Branche – Sparten und Ausbildungszahlen im deutschen Gartenbau, Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG), abgerufen am 2026-08-09

Der Content wurde mit Hilfe von KI erstellt, vor allem in der Recherche und Vorformulierung. Prüfung und Abnahme durch unsere Redaktion.

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Zuletzt aktualisiert am 11.08.2026