Lebenslauf Studio

Lebenslauf Muster Zahntechniker/in

Vorlage, Beispiel und Formulierungen

Zahntechniker und Zahntechnikerinnen stellen Zahnersatz und zahntechnische Geräte im Labor her, Kronen, Brücken, Teil- und Vollprothesen, implantatgetragene Versorgungen, Aufbissschienen und kieferorthopädische Apparaturen. Grundlage ist die Zahntechnikerausbildungsverordnung vom 23. März 2022, die am 1. August 2022 in Kraft trat und die alte Verordnung von 1997 abgelöst hat; die duale Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre und endet mit einer gestreckten Gesellenprüfung in zwei zeitlich getrennten Teilen. Zahntechniker ist ein zulassungspflichtiges Handwerk und steht als Nummer 37 in Anlage A der Handwerksordnung. Nach § 1 Absatz 1 HwO darf ein solcher Betrieb selbstständig nur führen, wer in der Handwerksrolle eingetragen ist, praktisch heißt das Meisterpflicht, denn die Altgesellenregelung des § 7b HwO ist für die Nummern 12 und 33 bis 37 der Anlage A und damit ausdrücklich auch für Zahntechniker ausgeschlossen. Der prägende Wandel des Berufs ist die Digitalisierung: intraorale und extraorale Scans, CAD-Konstruktion, CAM-Fräsen und 3D-Druck stehen inzwischen ausdrücklich in der Ausbildungsordnung und in der neuen Meisterverordnung. Abzugrenzen ist der Beruf klar von der Zahnmedizinischen Fachangestellten und vom Zahnarzt: Zahntechniker arbeiten im Labor am Werkstück, nicht am Patienten. Die Branche ist stark konsolidiert, die Zahl der gewerblichen Dentallabore sinkt seit Jahren, während Umsatz und Beschäftigtenzahl je Betrieb steigen. Berufsständische Interessenvertretung ist der VDZI, der Verband Deutscher Zahntechniker-Innungen.

Von Ramon Tissler, Gründer und Betreiber von Lebenslauf Studio. Zuletzt aktualisiert am .

Maria Beispiel
Zahntechniker/in
0170 1234567maria.beispiel@mail.de50667 Kölngeb. 14.03.1992

Profil

Zahntechniker mit abgeschlossener dreieinhalbjähriger Ausbildung und mehrjähriger Laborerfahrung in der festsitzenden und kombiniert festsitzend-herausnehmbaren Prothetik. Schwerpunkte liegen in der vollkeramischen Kronen- und Brückenversorgung, der Implantatprothetik sowie in digitalen Fertigungsketten von der Modelldigitalisierung über die CAD-Konstruktion bis zu Fräsen und 3D-Druck. Erfahren in der Zusammenarbeit mit Zahnarztpraxen, in der technischen Beratung zu Materialauswahl und Herstellungsverfahren sowie in der Dokumentation nach medizinprodukterechtlichen Vorgaben. Sicher im Umgang mit Kieferbewegungssimulatoren, Verblendkeramik und feinmechanischen Verbindungselementen. Arbeitsweise präzise, materialbewusst und auf reproduzierbare Passung ausgerichtet.

Berufserfahrung

2021 - heute
Zahntechniker Schwerpunkt Kronen- und Brückentechnik
Zahntechnisches Labor, Musterstadt
  • Herstellung festsitzenden Zahnersatzes: Vollkeramikkronen, Teilkronen, Frontzahn- und Seitenzahnbrücken
  • CAD-Konstruktion und CAM-Fräsen von Gerüsten und monolithischen Restaurationen aus Zirkonoxid und Lithiumdisilikat
  • Verblendung und individuelle Farbgestaltung nach Farbnahme und Fotodokumentation der Praxis
  • Verarbeitung extraoraler und intraoraler Scandatensätze sowie Modelldruck im 3D-Druckverfahren
  • Technische Abstimmung mit Zahnarztpraxen zu Präparationsgrenzen, Materialauswahl und Passungskorrekturen
2020 - 2021
Zahntechniker Prothetik und Implantatprothetik
Dentallabor, Musterstadt
  • Anfertigung totaler und partieller Prothesen einschließlich Aufstellung nach System und funktioneller Ausmodellation
  • Herstellung kombiniert festsitzend-herausnehmbaren Zahnersatzes mit Doppelkronen und feinmechanischen Verbindungselementen
  • Implantatprothetische Suprakonstruktionen: individuelle Abutments, verschraubte und bedingt herausnehmbare Versorgungen
  • Herstellung adjustierter Aufbissschienen und kieferorthopädischer Apparaturen
  • Instandsetzung und Unterfütterung von Prothesen sowie Dokumentation der Fertigungsschritte im Laborsystem

Ausbildung

2016 - 2020
Zahntechniker, Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer
Zahntechnisches Labor und Berufsschule, Musterstadt
  • Duale Ausbildung über dreieinhalb Jahre nach der Zahntechnikerausbildungsverordnung
  • Gestreckte Gesellenprüfung: Teil 1 im vierten Ausbildungshalbjahr, Teil 2 am Ende der Ausbildung
2023 - 2024
Fortbildung digitale Zahntechnik (CAD/CAM)
Fortbildungszentrum der Handwerkskammer, Musterstadt
  • CAD-Konstruktion, Frässtrategien und additive Fertigung in der zahntechnischen Prozesskette
  • Digitaler Workflow von der Intraoralaufnahme bis zur fertigen Restauration

Kenntnisse

Vollkeramik Kronen- und BrückentechnikSehr gut
CAD-Konstruktion (Exocad/3Shape-Umgebung)Sehr gut
CAM-Fräsen und additive Fertigung (3D-Druck)Gut
Total- und Teilprothetik einschließlich DoppelkronentechnikSehr gut
Implantatprothetische SuprakonstruktionenGut
Verblendkeramik und FarbgestaltungSehr gut

Sprachen

DeutschMuttersprache
EnglischB2
TürkischGrundkenntnisse
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Maria Beispiel
Zahntechniker/in
0170 1234567maria.beispiel@mail.de50667 Kölngeb. 14.03.1992

Profil

Zahntechniker mit abgeschlossener dreieinhalbjähriger Ausbildung und mehrjähriger Laborerfahrung in der festsitzenden und kombiniert festsitzend-herausnehmbaren Prothetik. Schwerpunkte liegen in der vollkeramischen Kronen- und Brückenversorgung, der Implantatprothetik sowie in digitalen Fertigungsketten von der Modelldigitalisierung über die CAD-Konstruktion bis zu Fräsen und 3D-Druck. Erfahren in der Zusammenarbeit mit Zahnarztpraxen, in der technischen Beratung zu Materialauswahl und Herstellungsverfahren sowie in der Dokumentation nach medizinprodukterechtlichen Vorgaben. Sicher im Umgang mit Kieferbewegungssimulatoren, Verblendkeramik und feinmechanischen Verbindungselementen. Arbeitsweise präzise, materialbewusst und auf reproduzierbare Passung ausgerichtet.

Berufserfahrung

2021 - heute
Zahntechniker Schwerpunkt Kronen- und Brückentechnik
Zahntechnisches Labor, Musterstadt
  • Herstellung festsitzenden Zahnersatzes: Vollkeramikkronen, Teilkronen, Frontzahn- und Seitenzahnbrücken
  • CAD-Konstruktion und CAM-Fräsen von Gerüsten und monolithischen Restaurationen aus Zirkonoxid und Lithiumdisilikat
  • Verblendung und individuelle Farbgestaltung nach Farbnahme und Fotodokumentation der Praxis
  • Verarbeitung extraoraler und intraoraler Scandatensätze sowie Modelldruck im 3D-Druckverfahren
  • Technische Abstimmung mit Zahnarztpraxen zu Präparationsgrenzen, Materialauswahl und Passungskorrekturen
2020 - 2021
Zahntechniker Prothetik und Implantatprothetik
Dentallabor, Musterstadt
  • Anfertigung totaler und partieller Prothesen einschließlich Aufstellung nach System und funktioneller Ausmodellation
  • Herstellung kombiniert festsitzend-herausnehmbaren Zahnersatzes mit Doppelkronen und feinmechanischen Verbindungselementen
  • Implantatprothetische Suprakonstruktionen: individuelle Abutments, verschraubte und bedingt herausnehmbare Versorgungen
  • Herstellung adjustierter Aufbissschienen und kieferorthopädischer Apparaturen
  • Instandsetzung und Unterfütterung von Prothesen sowie Dokumentation der Fertigungsschritte im Laborsystem

Ausbildung

2016 - 2020
Zahntechniker, Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer
Zahntechnisches Labor und Berufsschule, Musterstadt
  • Duale Ausbildung über dreieinhalb Jahre nach der Zahntechnikerausbildungsverordnung
  • Gestreckte Gesellenprüfung: Teil 1 im vierten Ausbildungshalbjahr, Teil 2 am Ende der Ausbildung
2023 - 2024
Fortbildung digitale Zahntechnik (CAD/CAM)
Fortbildungszentrum der Handwerkskammer, Musterstadt
  • CAD-Konstruktion, Frässtrategien und additive Fertigung in der zahntechnischen Prozesskette
  • Digitaler Workflow von der Intraoralaufnahme bis zur fertigen Restauration

Kenntnisse

Vollkeramik Kronen- und BrückentechnikSehr gut
CAD-Konstruktion (Exocad/3Shape-Umgebung)Sehr gut
CAM-Fräsen und additive Fertigung (3D-Druck)Gut
Total- und Teilprothetik einschließlich DoppelkronentechnikSehr gut
Implantatprothetische SuprakonstruktionenGut
Verblendkeramik und FarbgestaltungSehr gut

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Profil

Zahntechniker mit abgeschlossener dreieinhalbjähriger Ausbildung und mehrjähriger Laborerfahrung in der festsitzenden und kombiniert festsitzend-herausnehmbaren Prothetik. Schwerpunkte liegen in der vollkeramischen Kronen- und Brückenversorgung, der Implantatprothetik sowie in digitalen Fertigungsketten von der Modelldigitalisierung über die CAD-Konstruktion bis zu Fräsen und 3D-Druck. Erfahren in der Zusammenarbeit mit Zahnarztpraxen, in der technischen Beratung zu Materialauswahl und Herstellungsverfahren sowie in der Dokumentation nach medizinprodukterechtlichen Vorgaben. Sicher im Umgang mit Kieferbewegungssimulatoren, Verblendkeramik und feinmechanischen Verbindungselementen. Arbeitsweise präzise, materialbewusst und auf reproduzierbare Passung ausgerichtet.

Berufserfahrung

2021 - heute

Zahntechniker Schwerpunkt Kronen- und Brückentechnik

Zahntechnisches Labor, Musterstadt

  • Herstellung festsitzenden Zahnersatzes: Vollkeramikkronen, Teilkronen, Frontzahn- und Seitenzahnbrücken
  • CAD-Konstruktion und CAM-Fräsen von Gerüsten und monolithischen Restaurationen aus Zirkonoxid und Lithiumdisilikat
  • Verblendung und individuelle Farbgestaltung nach Farbnahme und Fotodokumentation der Praxis
  • Verarbeitung extraoraler und intraoraler Scandatensätze sowie Modelldruck im 3D-Druckverfahren
  • Technische Abstimmung mit Zahnarztpraxen zu Präparationsgrenzen, Materialauswahl und Passungskorrekturen

2020 - 2021

Zahntechniker Prothetik und Implantatprothetik

Dentallabor, Musterstadt

  • Anfertigung totaler und partieller Prothesen einschließlich Aufstellung nach System und funktioneller Ausmodellation
  • Herstellung kombiniert festsitzend-herausnehmbaren Zahnersatzes mit Doppelkronen und feinmechanischen Verbindungselementen
  • Implantatprothetische Suprakonstruktionen: individuelle Abutments, verschraubte und bedingt herausnehmbare Versorgungen
  • Herstellung adjustierter Aufbissschienen und kieferorthopädischer Apparaturen
  • Instandsetzung und Unterfütterung von Prothesen sowie Dokumentation der Fertigungsschritte im Laborsystem

Ausbildung

2016 - 2020

Zahntechniker, Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer

Zahntechnisches Labor und Berufsschule, Musterstadt

2023 - 2024

Fortbildung digitale Zahntechnik (CAD/CAM)

Fortbildungszentrum der Handwerkskammer, Musterstadt

Kenntnisse

  • Vollkeramik Kronen- und BrückentechnikSehr gut
  • CAD-Konstruktion (Exocad/3Shape-Umgebung)Sehr gut
  • CAM-Fräsen und additive Fertigung (3D-Druck)Gut
  • Total- und Teilprothetik einschließlich DoppelkronentechnikSehr gut
  • Implantatprothetische SuprakonstruktionenGut
  • Verblendkeramik und FarbgestaltungSehr gut

Sprachen

  • DeutschMuttersprache
  • EnglischB2
  • TürkischGrundkenntnisse

Tätigkeiten im Lebenslauf formulieren: Zahntechniker/in

Festsitzender Zahnersatz

  • Herstellung vollkeramischer Kronen, Teilkronen und Brücken nach Präparationsvorgabe der Praxis
  • Modellation und Fertigung monolithischer Restaurationen aus Zirkonoxid und Lithiumdisilikat
  • Verblendung von Gerüsten mit keramischen Massen einschließlich Schichtung und Charakterisierung
  • Anfertigung dreigliedriger Frontzahnbrücken mit vollverblendeter Frontzahnkrone
  • Passungskontrolle und Okklusionsprüfung im Kieferbewegungssimulator

Herausnehmbarer Zahnersatz und Prothetik

  • Aufstellung totaler Prothesen für Ober- und Unterkiefer nach System mit funktioneller Ausmodellation
  • Herstellung partieller Prothesen mit gebogenen Halte- und Stützelementen
  • Kombinationsprothesen mit Doppelkronen aus Primär- und Sekundärteil sowie Verbinder
  • Einarbeitung feinmechanischer Verbindungselemente wie Geschiebe, Riegel und Stege
  • Instandsetzung, Erweiterung und Unterfütterung bestehender Prothesen

Implantatprothetik

  • Fertigung implantatgetragener Kronen und Brücken auf konfektionierten und individuellen Abutments
  • Herstellung bedingt herausnehmbarer, auf Implantaten fixierter Prothesen
  • Konstruktion verschraubter Suprakonstruktionen mit definierten Schraubenkanälen
  • Durchführung vorbereitender Maßnahmen zur navigierten zahnmedizinischen Implantation
  • Anfertigung von Bohrschablonen aus digitalen Planungsdatensätzen

Digitale Fertigung und CAD/CAM

  • Verarbeitung intraoraler und extraoraler Scandatensätze zur weiteren Konstruktion
  • CAD-Konstruktion von Gerüsten, Kronen, Schienen und Modellen
  • Erstellung und Optimierung von Fräsdatensätzen für die CAM-Bearbeitung
  • Additive Fertigung von Modellen, Schienen und Provisorien im 3D-Druck
  • Digitale Archivierung von Arbeitsunterlagen und Fertigungsdaten

Kieferorthopädie und therapeutische Geräte

  • Herstellung herausnehmbarer und festsitzender kieferorthopädischer Apparaturen
  • Biegen von Halte-, Feder- und Führungselementen für Zahnspangen
  • Digitale Konstruktion und Fertigung adjustierter Aufbissschienen
  • Anfertigung von Knirscherschienen als Abriebschutz und zur Entlastung des Kiefergelenks
  • Instandsetzung und individuelle Anpassung zahntechnisch-therapeutischer Geräte

Qualität, Recht und Zusammenarbeit

  • Dokumentation der Fertigungsschritte nach medizinprodukterechtlichen Anforderungen
  • Durchführung qualitätssichernder Maßnahmen entlang der zahntechnischen Prozesskette
  • Technische Beratung von Zahnarztpraxen zu Materialauswahl und Herstellungsverfahren
  • Kalkulation zahntechnischer Leistungen unter Berücksichtigung der Abrechnungsbestimmungen
  • Einhaltung von Hygiene-, Arbeitsschutz- und Gesundheitsschutzvorgaben im Labor

Welche Kenntnisse gehören in den Lebenslauf als Zahntechniker/in?

Fachliche Kenntnisse zeigen sofort die Praxiserfahrung, Zertifikate belegen sie formal, Soft Skills ergänzen sie. Alle drei gehören in den Lebenslauf, aber getrennt und konkret benannt.

Hard Skills

  • Kronen- und Brückentechnik einschließlich Vollkeramik
  • Total- und Teilprothetik, Aufstellung nach System
  • Kombinationsprothetik mit Doppelkronen und feinmechanischen Verbindungselementen
  • Implantatprothetische Suprakonstruktionen und individuelle Abutments
  • CAD-Konstruktion zahntechnischer Werkstücke
  • CAM-Fräsen und Fräsdatenaufbereitung
  • Additive Fertigung im 3D-Druck (Modelle, Schienen, Provisorien)
  • Intraorale und extraorale Scandatenverarbeitung
  • Verblendkeramik, Schichttechnik und Farbnahme
  • Modellherstellung und Einstellung von Kieferbewegungssimulatoren

Zertifikate

  • Gesellenbrief Zahntechniker/in (Handwerkskammer)
  • Meisterbrief Zahntechniker-Handwerk (Teile I bis IV nach § 45 HwO)
  • Ausbildereignungsprüfung (AEVO, entspricht Teil IV der Meisterprüfung)
  • Herstellerzertifikate CAD-Software (z. B. Exocad, 3Shape)
  • Schulungen zu Implantatsystemen einzelner Hersteller
  • Fortbildung Vollkeramik und Verblendtechnik
  • Schulung Medizinprodukterecht und Qualitätsmanagement im Dentallabor
  • Geprüfte/r Betriebswirt/in nach der Handwerksordnung (Aufstiegsfortbildung)

Soft Skills

  • Feinmotorik und ausdauernde Präzisionsarbeit
  • Räumliches Vorstellungsvermögen und ästhetisches Formgefühl
  • Sorgfalt und Verlässlichkeit bei engen Toleranzen
  • Kommunikationsstärke im technischen Austausch mit Zahnarztpraxen
  • Belastbarkeit und Termintreue bei getakteten Tagesaufträgen
  • Lernbereitschaft gegenüber neuen digitalen Verfahren

Ausbildung und Gehalt als Zahntechniker/in im Überblick

AusbildungswegDer Einstieg führt über eine duale Ausbildung nach der Zahntechnikerausbildungsverordnung vom 23. März 2022 (BGBl. I S. 589), die am 1. August 2022 in Kraft trat und die Verordnung vom 11. Dezember 1997 ablöste. Nach § 2 dauert die Berufsausbildung dreieinhalb Jahre. Eine gesetzlich vorgeschriebene Schulbildung gibt es nicht; die Betriebe stellen überwiegend Bewerber mit mittlerem Schulabschluss ein. § 5 gliedert die Ausbildung in vierzehn berufsprofilgebende Berufsbildpositionen, darunter das Herstellen und Instandsetzen von partiellem, totalem, festsitzendem und bedingt herausnehmbarem Zahnersatz, zahntechnisch-therapeutischen Geräten und kieferorthopädischen Geräten, das Handhaben von Epithesen und Obturatoren, das Erfassen der extra- und intraoralen stomatognathen Patientensituation durch optische und taktile Verfahren sowie vorbereitende Maßnahmen zur navigierten zahnmedizinischen Implantation, und in vier integrativ zu vermittelnde Positionen, zu denen ausdrücklich die "digitalisierte Arbeitswelt" zählt. Die Verordnung definiert in § 3 intraorale und extraorale Scans, was den digitalen Charakter der Neufassung unterstreicht. Statt einer klassischen Zwischenprüfung gibt es eine gestreckte Gesellenprüfung: Nach § 7 besteht sie aus Teil 1 und Teil 2, Teil 1 soll im vierten Ausbildungshalbjahr stattfinden, Teil 2 am Ende der Ausbildung. Teil 1 umfasst die Prüfungsbereiche "Herstellen von temporären partiellen Prothesen, Schienen und analog modellierten Kronen" mit acht Stunden Prüfungszeit, darin unter anderem das digitale Konstruieren einer adjustierten Aufbissschiene, sowie "Zahntechnische Werkstücke". Teil 2 besteht aus "Zahntechnische Aufträge durchführen" mit insgesamt vierundzwanzig Stunden, "Fertigungsplanung, -technik und -kontrolle" mit hundertfünfzig Minuten schriftlich und "Wirtschafts- und Sozialkunde" mit sechzig Minuten. Die Gewichtung nach § 17 beträgt zwanzig, zehn, vierzig, zwanzig und zehn Prozent. Zahntechniker ist als Nummer 37 in Anlage A der Handwerksordnung ein zulassungspflichtiges Handwerk. Nach § 1 Absatz 1 HwO ist der selbstständige Betrieb nur in der Handwerksrolle eingetragenen Personen gestattet, in der Regel also nur Meisterinnen und Meistern. Wichtig: Die Altgesellenregelung des § 7b HwO greift hier nicht, sie gilt für zulassungspflichtige Handwerke "ausgenommen in den Fällen der Nummern 12 und 33 bis 37 der Anlage A", und Nummer 37 ist genau das Zahntechniker-Handwerk. Bleibt nur die Ausnahmebewilligung nach § 8 HwO, die einen Ausnahmefall und den Nachweis der notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten voraussetzt. Die Meisterprüfung richtet sich nach der Zahntechnikermeisterverordnung vom 19. Februar 2025, in Kraft seit dem 1. August 2025. Sie umfasst wie alle Meisterprüfungen vier Teile nach § 45 HwO; die Verordnung regelt die Teile I und II. Teil I besteht aus einem Meisterprüfungsprojekt mit neun Arbeitstagen Bearbeitungszeit und einem darauf bezogenen Fachgespräch von höchstens dreißig Minuten, gewichtet im Verhältnis drei zu eins. Teil II prüft schriftlich drei Handlungsfelder rund um Kundenanforderungen, Leistungserbringung und Betriebsführung. Die Teile III und IV decken kaufmännisch-rechtliche sowie berufs- und arbeitspädagogische Kenntnisse ab.
GehaltsspanneDie Gehaltsangaben der Portale liegen weit auseinander und sollten nebeneinander gelesen werden, nicht gemittelt. GEHALT.de weist für Zahntechniker/-innen einen Median von 46.230 Euro brutto im Jahr beziehungsweise 3.728 Euro im Monat aus, mit einem unteren Quartil von 41.163 Euro (3.320 Euro monatlich) und einem oberen Quartil von 51.921 Euro (4.187 Euro monatlich). StepStone nennt für dieselbe Berufsbezeichnung einen deutlich niedrigeren Median von 34.900 Euro brutto im Jahr, das entspricht 2.908 Euro monatlich, bei einer Spanne von 29.100 bis 41.400 Euro. Die Differenz von über elftausend Euro im Median zeigt, wie stark Erhebungsmethode und Stichprobe das Ergebnis prägen. Auffällig: GEHALT.de weist für Zahntechnikermeister/-innen exakt dieselben Werte aus wie für Zahntechniker/-innen, ein Meisterzuschlag lässt sich daraus nicht belegen. Einen Tarifvertrag gibt es im Zahntechnikerhandwerk nicht; der Verband medizinischer Fachberufe stellt ausdrücklich fest, dass tarifliche Regelungen fehlen und je nach Bundesland und Region sehr unterschiedlich bezahlt wird. Er nennt Stundenlöhne von 14,43 bis 15,38 Euro in Baden-Württemberg, 14,59 bis 14,98 Euro in Niedersachsen, 14,54 bis 14,92 Euro in Nordrhein-Westfalen und 11,96 bis 12,13 Euro in Sachsen. In der Ausbildung greift mangels Tarifbindung die Mindestausbildungsvergütung nach § 17 BBiG: Für Ausbildungsbeginn im Jahr 2026 sind das 724 Euro im ersten, 854 Euro im zweiten, 977 Euro im dritten und 1.014 Euro im vierten Jahr.

Was verdient man als Zahntechniker/in? Die Quellen im Vergleich

Gehaltsportale kommen für denselben Beruf zu deutlich unterschiedlichen Werten, weil sie unterschiedlich erheben. Wir stellen sie deshalb nebeneinander, statt einen Durchschnitt zu bilden.

Die Quellen liegen 11.330 € auseinander. Diese Differenz ist kein Fehler, sondern Folge unterschiedlicher Erhebungsmethoden und Stichproben. Nutze die Werte als Spanne, nicht als Punktwert, und prüfe im Gespräch, worauf sich eine genannte Zahl bezieht.

Alle Angaben Bruttojahresgehalt, abgerufen am 09. August 2026.

Dos & Don'ts für den Zahntechniker/in-Lebenslauf

Do

  • Nenne konkrete Indikationen und Werkstoffe, Vollkeramik, Zirkonoxid, Lithiumdisilikat, Modellguss, statt pauschal "Zahnersatz"
  • Belege digitale Kompetenz namentlich: CAD-Software, Fräsmaschinen, Druckverfahren, Scannertypen
  • Trenne im Lebenslauf sichtbar zwischen festsitzender, herausnehmbarer und implantatgetragener Prothetik
  • Gib Stückzahlen oder Auftragsvolumen an, wenn du sie belastbar beziffern kannst
  • Führe Meisterbrief, Fortbildungen und Herstellerzertifikate mit Jahr und ausstellender Stelle auf
  • Zeige Berührungspunkte zur Praxis: technische Beratung, Farbnahme, Passungsabstimmung

Don't

  • Behaupte keine Behandlung am Patienten, Zahntechniker arbeiten im Labor, die Arbeit am Patienten ist Zahnärzten vorbehalten
  • Verwechsle die Rolle nicht mit der Zahnmedizinischen Fachangestellten; das ist ein anderer Ausbildungsberuf mit anderem Einsatzort
  • Schreibe nicht "CAD/CAM-Kenntnisse" ohne System- und Verfahrensangabe
  • Stelle nicht in Aussicht, ohne Meisterbrief ein eigenes Labor führen zu können, die Altgesellenregelung gilt hier nicht
  • Übernimm keine Gehaltsangabe aus einem einzelnen Portal als Tatsache; die Spannen der Portale unterscheiden sich erheblich
  • Berufe dich nicht auf einen Tarifvertrag, im Zahntechnikerhandwerk existiert keiner

Quellen

  1. Handwerksordnung, Anlage A, Verzeichnis der zulassungspflichtigen Handwerke (Nr. 37 Zahntechniker), Bundesministerium der Justiz / juris, abgerufen am 2026-08-09
  2. Handwerksordnung §§ 1, 7b und 8, Handwerksrolle, Ausübungsberechtigung (Ausnahme für Nr. 12 und 33 bis 37) und Ausnahmebewilligung, Bundesministerium der Justiz / juris, abgerufen am 2026-08-09
  3. Zahntechnikerausbildungsverordnung vom 23. März 2022 (BGBl. I S. 589), in Kraft seit 1.8.2022, Bundesministerium der Justiz / juris, abgerufen am 2026-08-09
  4. Zahntechnikermeisterverordnung vom 19. Februar 2025 (BGBl. 2025 I Nr. 48), in Kraft seit 1.8.2025, Bundesministerium der Justiz / juris, abgerufen am 2026-08-09
  5. Zahntechniker/-in, Gehalt & Beruf, GEHALT.de, abgerufen am 2026-08-09
  6. Zahntechnikermeister/-in, Gehalt & Beruf, GEHALT.de, abgerufen am 2026-08-09
  7. Gehalt Zahntechniker/in, StepStone, abgerufen am 2026-08-09
  8. Tarife Zahntechniker/in, keine Tarifverträge im Zahntechnikerhandwerk, regionale Stundenlöhne, Verband medizinischer Fachberufe e. V., abgerufen am 2026-08-09
  9. Anzahl und Statistik der Dentallabore in Deutschland (Umsatzsteuer- und Beschäftigtenzahlen des Statistischen Bundesamts), gesundheitsmarkt.de, abgerufen am 2026-08-09
  10. Verband Deutscher Zahntechniker-Innungen (VDZI), Berufsständische Interessenvertretung des Zahntechniker-Handwerks, VDZI, abgerufen am 2026-08-09
  11. Mindestausbildungsvergütung steigt 2026 auf 724 Euro (§ 17 BBiG), Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), abgerufen am 2026-08-09

Der Content wurde mit Hilfe von KI erstellt, vor allem in der Recherche und Vorformulierung. Prüfung und Abnahme durch unsere Redaktion.

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Zuletzt aktualisiert am 11.08.2026