Lebenslauf Muster Schornsteinfeger/in
Vorlage, Beispiel und Formulierungen
Schornsteinfeger/in ist ein dreijähriger, staatlich anerkannter dualer Ausbildungsberuf im zulassungspflichtigen Handwerk nach Anlage A Nummer 12 der Handwerksordnung (HwO), geregelt durch die Schornsteinfeger-Ausbildungsverordnung (SchfAusbV) vom 18. Februar 2025 (§§ 1, 2 SchfAusbV). Ein überzeugender Lebenslauf zeigt die Gesellenprüfung, praktische Kehr- und Prüferfahrung sowie – für den nächsten Karriereschritt – die Meisterprüfung, die nach § 7 Abs. 1a HwO Voraussetzung für die selbstständige Ausübung des Schornsteinfegerhandwerks ist. Von der handwerklichen Ausbildung klar zu unterscheiden ist die hoheitliche Funktion des bevollmächtigten Bezirksschornsteinfegers bzw. der bevollmächtigten Bezirksschornsteinfegerin: Diese Person wird nicht angestellt, sondern von der zuständigen Behörde nach öffentlicher Ausschreibung für sieben Jahre bestellt (§§ 8-10 SchfHwG) und sollte im Lebenslauf nicht als reguläre Anstellung formuliert werden. Für die meisten Bewerbungen – Ausbildungsplatz, Gesellenstelle oder Meisterposition in einem Kehrbetrieb – zählt der reguläre Ausbildungs- und Gesellenweg; die Bestellung ist eine spätere, öffentlich-rechtliche Zusatzoption für erfahrene Meisterinnen und Meister.
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Profil
Schornsteinfegermeister mit 8 Jahren Berufserfahrung im Kehr-, Prüfungs- und Beratungsdienst, davon 3 Jahre in verantwortlicher Position als angestellter Meister in einem mittelständischen Kehrbetrieb. Nach dreijähriger dualer Ausbildung zum Schornsteinfeger und bestandener Gesellenprüfung 2019 die Meisterprüfung im Schornsteinfegerhandwerk 2022 erfolgreich abgeschlossen. Routiniert in Kehr- und Überprüfungsarbeiten an Feuerungs-, Abgas- und Lüftungsanlagen nach der 1. BImSchV und der Kehr- und Überprüfungsordnung (KÜO), in der Durchführung von Feuerstättenschauen sowie in der energetischen und brandschutztechnischen Kundenberatung. Erfahrung in der Ausbildung von Nachwuchskräften und in der digitalen Kehrbuchführung.
Berufserfahrung
- Eigenverantwortliche Kehr- und Überprüfungsarbeiten an Feuerungs-, Abgas- und Lüftungsanlagen nach der 1. BImSchV und der Kehr- und Überprüfungsordnung (KÜO)
- Durchführung von Feuerstättenschauen in Abstimmung mit dem zuständigen bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger
- Energie- und Brandschutzberatung von Eigentümerinnen und Eigentümern, u. a. zu Heizungsmodernisierung und Rauchwarnmeldern
- Digitale Kehrbuchführung und Erstellung von Feuerstättenbescheiden
- Fachliche Anleitung und Ausbildung von zwei Auszubildenden im Betrieb
- Kehrarbeiten sowie Immissionsschutzmessungen an Heizungs- und Feuerungsanlagen
- Mitwirkung bei Feuerstättenschauen und Dokumentation festgestellter Mängel
- Kundenkommunikation und Terminplanung im zugewiesenen Kehrbezirk
- Berufsbegleitender Besuch der Meisterschule ab 2021
Ausbildung
- Staatlich anerkannter dualer Ausbildungsberuf nach § 25 HwO i. V. m. der Schornsteinfeger-Ausbildungsverordnung (SchfAusbV)
- Schwerpunkte: Kehr- und Überprüfungsarbeiten, Mess- und Prüftechnik, Feuerungs- und Heizungstechnik, Brandschutz
- Gesellenprüfung im Schornsteinfegerhandwerk 2019 erfolgreich abgeschlossen
- Berufsbegleitende Vorbereitung auf die Meisterprüfung über die Handwerkskammer
- Meisterbrief als Voraussetzung für die Eintragung in die Handwerksrolle zur selbstständigen Ausübung des Schornsteinfegerhandwerks (§ 7 Abs. 1a HwO)
- Zusatzqualifikation Energieberatung im Handwerk
Kenntnisse
Sprachen
Lebenslauf-Editor: Schornsteinfeger/in
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Profil
Schornsteinfegermeister mit 8 Jahren Berufserfahrung im Kehr-, Prüfungs- und Beratungsdienst, davon 3 Jahre in verantwortlicher Position als angestellter Meister in einem mittelständischen Kehrbetrieb. Nach dreijähriger dualer Ausbildung zum Schornsteinfeger und bestandener Gesellenprüfung 2019 die Meisterprüfung im Schornsteinfegerhandwerk 2022 erfolgreich abgeschlossen. Routiniert in Kehr- und Überprüfungsarbeiten an Feuerungs-, Abgas- und Lüftungsanlagen nach der 1. BImSchV und der Kehr- und Überprüfungsordnung (KÜO), in der Durchführung von Feuerstättenschauen sowie in der energetischen und brandschutztechnischen Kundenberatung. Erfahrung in der Ausbildung von Nachwuchskräften und in der digitalen Kehrbuchführung.
Berufserfahrung
- Eigenverantwortliche Kehr- und Überprüfungsarbeiten an Feuerungs-, Abgas- und Lüftungsanlagen nach der 1. BImSchV und der Kehr- und Überprüfungsordnung (KÜO)
- Durchführung von Feuerstättenschauen in Abstimmung mit dem zuständigen bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger
- Energie- und Brandschutzberatung von Eigentümerinnen und Eigentümern, u. a. zu Heizungsmodernisierung und Rauchwarnmeldern
- Digitale Kehrbuchführung und Erstellung von Feuerstättenbescheiden
- Fachliche Anleitung und Ausbildung von zwei Auszubildenden im Betrieb
- Kehrarbeiten sowie Immissionsschutzmessungen an Heizungs- und Feuerungsanlagen
- Mitwirkung bei Feuerstättenschauen und Dokumentation festgestellter Mängel
- Kundenkommunikation und Terminplanung im zugewiesenen Kehrbezirk
- Berufsbegleitender Besuch der Meisterschule ab 2021
Ausbildung
- Staatlich anerkannter dualer Ausbildungsberuf nach § 25 HwO i. V. m. der Schornsteinfeger-Ausbildungsverordnung (SchfAusbV)
- Schwerpunkte: Kehr- und Überprüfungsarbeiten, Mess- und Prüftechnik, Feuerungs- und Heizungstechnik, Brandschutz
- Gesellenprüfung im Schornsteinfegerhandwerk 2019 erfolgreich abgeschlossen
- Berufsbegleitende Vorbereitung auf die Meisterprüfung über die Handwerkskammer
- Meisterbrief als Voraussetzung für die Eintragung in die Handwerksrolle zur selbstständigen Ausübung des Schornsteinfegerhandwerks (§ 7 Abs. 1a HwO)
- Zusatzqualifikation Energieberatung im Handwerk
Kenntnisse
Sprachen
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Profil
Schornsteinfegermeister mit 8 Jahren Berufserfahrung im Kehr-, Prüfungs- und Beratungsdienst, davon 3 Jahre in verantwortlicher Position als angestellter Meister in einem mittelständischen Kehrbetrieb. Nach dreijähriger dualer Ausbildung zum Schornsteinfeger und bestandener Gesellenprüfung 2019 die Meisterprüfung im Schornsteinfegerhandwerk 2022 erfolgreich abgeschlossen. Routiniert in Kehr- und Überprüfungsarbeiten an Feuerungs-, Abgas- und Lüftungsanlagen nach der 1. BImSchV und der Kehr- und Überprüfungsordnung (KÜO), in der Durchführung von Feuerstättenschauen sowie in der energetischen und brandschutztechnischen Kundenberatung. Erfahrung in der Ausbildung von Nachwuchskräften und in der digitalen Kehrbuchführung.
Berufserfahrung
2022 - heute
Schornsteinfegermeister (angestellt)
Kehrbetrieb Reinhardt, Musterstadt
- Eigenverantwortliche Kehr- und Überprüfungsarbeiten an Feuerungs-, Abgas- und Lüftungsanlagen nach der 1. BImSchV und der Kehr- und Überprüfungsordnung (KÜO)
- Durchführung von Feuerstättenschauen in Abstimmung mit dem zuständigen bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger
- Energie- und Brandschutzberatung von Eigentümerinnen und Eigentümern, u. a. zu Heizungsmodernisierung und Rauchwarnmeldern
- Digitale Kehrbuchführung und Erstellung von Feuerstättenbescheiden
- Fachliche Anleitung und Ausbildung von zwei Auszubildenden im Betrieb
2019 - 2022
Schornsteinfegergeselle
Kaminkehrerbetrieb Nordlicht, Musterstadt
- Kehrarbeiten sowie Immissionsschutzmessungen an Heizungs- und Feuerungsanlagen
- Mitwirkung bei Feuerstättenschauen und Dokumentation festgestellter Mängel
- Kundenkommunikation und Terminplanung im zugewiesenen Kehrbezirk
- Berufsbegleitender Besuch der Meisterschule ab 2021
Ausbildung
2016 - 2019
Ausbildung zum Schornsteinfeger
Kaminkehrerbetrieb Nordlicht / Berufsschule, Musterstadt
2021 - 2022
Meisterprüfung im Schornsteinfegerhandwerk
Meisterschule der Handwerkskammer, Musterstadt
Kenntnisse
- SkillNiveau
- Kehr- und Überprüfungsarbeiten (1. BImSchV, KÜO)Experte
- FeuerstättenschauFortgeschritten
- ImmissionsschutzmessungExperte
- Feuerungs- und HeizungstechnikFortgeschritten
- EnergieberatungGrundkenntnisse
- Digitale KehrbuchführungFortgeschritten
- KundenberatungExperte
- MS OfficeFortgeschritten
Sprachen
- DeutschMuttersprache
- EnglischGrundkenntnisse (A2)
Tätigkeiten im Lebenslauf formulieren: Schornsteinfeger/in
Kehr- und Überprüfungsarbeiten
- Reinigung und Überprüfung von Feuerungs-, Abgas- und Lüftungsanlagen nach 1. BImSchV und KÜO durchgeführt
- Immissionsschutzmessungen an Heizungsanlagen zur Einhaltung gesetzlicher Grenzwerte vorgenommen
- Zustand von Schornsteinen, Rauchableitungen und Verbrennungslufteinrichtungen fachgerecht beurteilt
Feuerstättenschau & Mängelmanagement
- Feuerstättenschauen zur Prüfung der Betriebs- und Brandsicherheit durchgeführt
- Mängel an kehr- und überprüfungspflichtigen Anlagen festgestellt, dokumentiert und Fristen zur Behebung nachgehalten
- Feuerstättenbescheide erstellt und Eigentümer über notwendige Maßnahmen informiert
Energie- und Brandschutzberatung
- Eigentümerinnen und Eigentümer zu Energieeffizienz und Modernisierung von Heizungsanlagen beraten
- Maßnahmen zur Optimierung von Betriebssicherheit, Brandsicherheit und Raumluftqualität vorgeschlagen
- Über gesetzliche Pflichten (z. B. Rauchwarnmelder, Fristen aus dem Feuerstättenbescheid) aufgeklärt
Ausbildung & Betriebsorganisation
- Auszubildende im Betrieb fachlich angeleitet und auf die Gesellenprüfung vorbereitet
- Einsatzplanung und Terminkoordination für mehrere Kehrbezirke unterstützt
- Neue Kolleginnen und Kollegen in Prüftechnik und Dokumentationsabläufe eingearbeitet
Dokumentation & Digitalisierung
- Kehrbuch und Formblätter digital und rechtssicher geführt
- Messergebnisse elektronisch erfasst und an zuständige Stellen übermittelt
- Kundendaten und Anlagenhistorie in Branchensoftware gepflegt
Welche Kenntnisse gehören in den Lebenslauf als Schornsteinfeger/in?
Fachliche Kenntnisse zeigen sofort die Praxiserfahrung, Zertifikate belegen sie formal, Soft Skills ergänzen sie. Alle drei gehören in den Lebenslauf, aber getrennt und konkret benannt.
Hard Skills
- Kehr- und Überprüfungsarbeiten an Feuerungs-, Abgas- und Lüftungsanlagen
- Feuerstättenschau und Erstellung von Feuerstättenbescheiden
- Immissionsschutzmessung nach 1. BImSchV
- Feuerungs- und Heizungstechnik
- Brandschutztechnische, baurechtliche und energetische Beurteilung von Anlagen
- Digitale Kehrbuchführung und Mängeldokumentation
- Energieberatung im Handwerk
Zertifikate
- Gesellenbrief im Schornsteinfegerhandwerk
- Meisterbrief im Schornsteinfegerhandwerk (Voraussetzung für Handwerksrolle nach § 7 Abs. 1a HwO)
- Zusatzqualifikation Energieberater/in im Handwerk (HWK)
- Ausbildereignung (AEVO), optional
- Bestellungsfähigkeit als bevollmächtigte/r Bezirksschornsteinfeger/in (nach Meisterprüfung, öffentliche Ausschreibung erforderlich)
Soft Skills
- Schwindelfreiheit und körperliche Fitness
- Sorgfalt und Zuverlässigkeit
- Kundenfreundliches, sicheres Auftreten
- Technisches Verständnis
- Selbstständige Arbeitsorganisation im Kehrbezirk
- Verantwortungsbewusstsein bei Sicherheitsfragen
Ausbildung und Gehalt als Schornsteinfeger/in im Überblick
| Ausbildungsweg | Der Zugang zum Beruf Schornsteinfeger/in verläuft über einen regulären dualen Ausbildungsberuf; die zusätzliche hoheitliche Bestellung zum bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger ist ein separater, späterer Schritt und keine Ausbildungsvoraussetzung. 1) Regulärer Ausbildungsberuf: Schornsteinfeger/in ist als Nummer 12 in Anlage A der Handwerksordnung (HwO) gelistet und damit ein zulassungspflichtiges Handwerk. Die Ausbildung wird durch die Schornsteinfeger-Ausbildungsverordnung (SchfAusbV) vom 18. Februar 2025 (BGBl. 2025 I Nr. 46) geregelt, die die bisherige Verordnung von 2012 ersetzt und seit 1. August 2025 gilt. Nach § 1 SchfAusbV wird der Ausbildungsberuf "nach § 25 der Handwerksordnung zur Ausbildung für das Gewerbe nach Anlage A Nummer 12, Schornsteinfeger, der Handwerksordnung staatlich anerkannt". Die Ausbildung dauert nach § 2 SchfAusbV drei Jahre und findet dual im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule statt. Gegenstand der Ausbildung sind laut § 5 Abs. 2 SchfAusbV 17 berufsprofilgebende Berufsbildpositionen, u. a. das Anwenden schornsteinfegerrechtlicher Regelungen, das Überprüfen, Reinigen und Kehren von Abgasanlagen und Wärmeerzeugungsanlagen, das brandschutztechnische, baurechtliche und energetische Beurteilen von Bauteilen und Anlagen sowie das Beraten und Informieren von Kundinnen und Kunden. Die Ausbildung schließt mit der in zwei Teile aufgeteilten Gesellenprüfung ab. 2) Meisterprüfung: Für die selbstständige Führung eines Schornsteinfegerbetriebs reicht die Gesellenprüfung nicht aus. Nach § 7 Abs. 1a HwO wird in die Handwerksrolle nur eingetragen, wer im zu betreibenden zulassungspflichtigen Handwerk die Meisterprüfung bestanden hat. Angestellte Gesellinnen und Gesellen benötigen die Meisterprüfung dagegen nicht für ihre laufende Tätigkeit. 3) Hoheitliche Sonderfunktion - bevollmächtigter Bezirksschornsteinfeger: Zusätzlich zum handwerklichen Ausbildungsweg gibt es die öffentlich-rechtliche Funktion des bevollmächtigten Bezirksschornsteinfegers bzw. der bevollmächtigten Bezirksschornsteinfegerin, geregelt im Schornsteinfegerhandwerksgesetz (SchfHwG). Nach § 8 Abs. 1 SchfHwG ist das, wer "von der zuständigen Behörde für einen Bezirk bestellt ist"; nach § 8 Abs. 2 SchfHwG üben diese Personen ihre hoheitlichen Tätigkeiten als natürliche Personen aus, bleiben aber gleichzeitig Gewerbetreibende des Schornsteinfegerhandwerks. Diese Bestellung ist keine Anstellung, sondern folgt einem eigenen Verfahren: Die zuständige Behörde muss freie Bezirke öffentlich ausschreiben (§ 9 SchfHwG). Bewerben kann sich laut § 9a Abs. 1 SchfHwG nur, wer die handwerksrechtlichen Voraussetzungen zur selbstständigen Ausübung des Schornsteinfegerhandwerks erfüllt; die Behörde kann u. a. Zeugnisse über Gesellen- und Meisterprüfung, einen tabellarischen Lebenslauf und ein Führungszeugnis verlangen (§ 9a Abs. 2 SchfHwG). Die Auswahl erfolgt nach Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung (§ 9a Abs. 3 SchfHwG). Die Bestellung selbst ist nach § 10 Abs. 1 SchfHwG auf sieben Jahre befristet und endet spätestens mit Ablauf des Monats, in dem die bestellte Person das 67. Lebensjahr vollendet; eine Verlängerung über diese Altersgrenze hinaus ist auf Antrag bis längstens zum 70. Lebensjahr möglich. Zur Einordnung passt dazu die Angabe des Bundesverbands des Schornsteinfegerhandwerks (ZIV), dass die Feuerstättenschau durch den zuständigen bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger "zweimal innerhalb von sieben Jahren" stattfindet - also einmal je Bestellungsperiode zweimal. Für den Lebenslauf bedeutet das: Der reguläre Karriereweg (Ausbildung, Gesellenprüfung, ggf. Meisterprüfung, angestellte oder selbstständige Tätigkeit) ist der Kern jeder Bewerbung. Die Bestellung zum bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger ist eine seltenere, spätere und zeitlich befristete öffentlich-rechtliche Zusatzstation für erfahrene Meisterinnen und Meister und sollte im Lebenslauf klar als Bestellung (nicht als Anstellung oder Beförderung) gekennzeichnet werden. |
|---|---|
| Gehaltsspanne | Die vier recherchierten Quellen zum Gehalt angestellter Schornsteinfeger/innen weichen deutlich voneinander ab und werden hier bewusst nicht gemittelt. Gehaltsvergleich.com (108 Datensätze, Bruttomonatsgehalt Vollzeit) nennt einen Median von 2.040 € (Quartile 1.791-2.390 €) - den mit Abstand niedrigsten Wert, vermutlich mit einem hohen Anteil an Gesellinnen und Gesellen ohne Meisterabschluss in der Stichprobe. Die Bundesagentur für Arbeit weist im Entgeltatlas für sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigte einen Median von 3.912 € (Quartile 3.534-4.054 €) aus und nennt für "Bezirksschornsteinfegermeister/in" separat einen Median von 4.048 €. StepStone gibt einen Durchschnitt (keinen Median) von rund 3.300 €/Monat an, umgerechnet aus einer Jahresspanne von 33.500 bis 49.300 €. Gehalt.de zeigt im Median 4.430 € (Quartile 3.930-4.994 €/Monat) - auffällig ist, dass die separate Gehalt.de-Seite für "Schornsteinfegermeister/-in" exakt dieselben Zahlen ausweist wie die Seite für "Schornsteinfeger/-in", die Quelle differenziert also vermutlich nicht sauber zwischen Geselle und Meister. Für die öffentlich-rechtliche Bestellung als bevollmächtigter Bezirksschornsteinfeger liegen keine vergleichbaren Gehaltsangaben vor: Die Einnahmen ergeben sich dort aus landesrechtlich geregelten Kehr- und Gebührentarifen pro Bezirk und nicht aus einem Gehalt im arbeitsrechtlichen Sinn. |
Was verdient man als Schornsteinfeger/in? Die Quellen im Vergleich
Gehaltsportale kommen für denselben Beruf zu deutlich unterschiedlichen Werten, weil sie unterschiedlich erheben. Wir stellen sie deshalb nebeneinander, statt einen Durchschnitt zu bilden.
Gehaltsvergleich.com
1.791 € – 2.390 €, Median 2.040 €
Bruttomonatsgehalt bei Vollzeit (40 Wochenstunden), 108 Datensätze aus den letzten zwei Jahren, Deutlich der niedrigste Wert der recherchierten Quellen, vermutlich mit hohem Gesellen-/Berufseinsteigeranteil in der Stichprobe. Nicht mit den anderen Quellen mitteln.
StepStone
2.792 € – 4.108 €, Median 3.300 €
Bruttomonatsgehalt, umgerechnet aus Jahreswerten (33.500-49.300 €/Jahr), StepStone-Gehaltsdatenbank Deutschland 2026, Laut Quelle ein Durchschnittswert (Mittelwert), kein statistischer Median. Stichprobengröße nicht angegeben.
Gehalt.de
3.930 € – 4.994 €, Median 4.430 €
Bruttomonatsgehalt bei 40 Wochenstunden, aus Jahreswerten umgerechnet (48.730-61.923 €/Jahr, Median 54.932 €/Jahr), Die separate Gehalt.de-Seite für Schornsteinfegermeister/-in zeigt im Rohtext exakt dieselben Zahlen wie diese Seite - vermutlich keine echte Differenzierung zwischen Geselle und Meister in der Stichprobe. Deshalb nur einmal als eine Quelle gewertet, nicht doppelt.
Bundesagentur für Arbeit - Entgeltatlas
3.534 € – 4.054 €, Median 3.912 €
Bruttomonatsentgelt sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigter, amtliche Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit, Werte über Suchmaschinen-Snippet ermittelt, da die Entgeltatlas-Seite client-seitig gerendert wird (kein Rohtext per curl abrufbar, gleiches Problem wie in der Tischler-Recherche). Für Bezirksschornsteinfegermeister/in nennt dieselbe Quelle separat einen Median von 4.048 €/Monat.
Die Quellen liegen 2.390 € auseinander. Diese Differenz ist kein Fehler, sondern Folge unterschiedlicher Erhebungsmethoden und Stichproben. Nutze die Werte als Spanne, nicht als Punktwert, und prüfe im Gespräch, worauf sich eine genannte Zahl bezieht.
Alle Angaben Bruttojahresgehalt, abgerufen am 10. August 2026.
Dos & Don'ts für den Schornsteinfeger/in-Lebenslauf
Do
- Gesellenprüfung und ggf. Meisterprüfung im Schornsteinfegerhandwerk mit Jahr und ausstellender Handwerkskammer nennen
- Konkrete Aufgabenbereiche und eingesetzte Prüftechnik (z. B. Abgasmessgeräte, Kehrbuchsoftware) benennen
- Zwischen angestellter Tätigkeit und einer öffentlich-rechtlichen Bestellung als bevollmächtigte/r Bezirksschornsteinfeger/in klar unterscheiden
- Erfahrung mit digitaler Kehrbuchführung und Dokumentation hervorheben
- Zusatzqualifikationen (Energieberatung, Ausbildereignung AEVO, Brandschutz) gesondert aufführen
- Körperliche Eignung (Schwindelfreiheit, Arbeiten auf Dächern) über konkrete Tätigkeitsbeschreibungen statt als Floskel zeigen
Don't
- Sich nicht als "bevollmächtigter Bezirksschornsteinfeger" bezeichnen, ohne eine tatsächliche, befristete Bestellung nach § 8 SchfHwG durchlaufen zu haben
- Die Bestellung nicht als normale Anstellung oder Beförderung formulieren - es ist eine befristete, öffentlich-rechtliche Funktion nach Ausschreibung
- Meisterprüfung nicht mit Gesellenprüfung verwechseln oder unklar lassen, welcher Abschluss vorliegt
- Gehaltsangaben aus verschiedenen Quellen (angestellt, Meister, öffentlich-rechtliche Gebühren) nicht vermischen oder mitteln
- Die Ausbildungsdauer nicht mit vier Jahren angeben - die aktuelle SchfAusbV (2025) legt drei Jahre fest
- Keine erfundenen Kehrbezirke, Betriebsnamen oder Prüfdaten verwenden
Häufige Fragen zum Lebenslauf als Schornsteinfeger/in
Ist Schornsteinfeger/in ein normaler Ausbildungsberuf?
Ja. Schornsteinfeger/in ist ein staatlich anerkannter, dreijähriger dualer Ausbildungsberuf nach § 25 der Handwerksordnung (HwO) in Verbindung mit der Schornsteinfeger-Ausbildungsverordnung (SchfAusbV) vom 18. Februar 2025. Das Schornsteinfegerhandwerk ist als Nummer 12 in Anlage A der HwO gelistet und damit ein zulassungspflichtiges Handwerk. Die Ausbildung endet mit der Gesellenprüfung; für die selbstständige Ausübung ist zusätzlich die Meisterprüfung erforderlich (§ 7 Abs. 1a HwO).
Was ist der Unterschied zwischen Schornsteinfeger/in und bevollmächtigtem Bezirksschornsteinfeger?
Schornsteinfeger/in ist die Berufsbezeichnung nach abgeschlossener Ausbildung bzw. Meisterprüfung und beschreibt eine reguläre angestellte oder selbstständige Tätigkeit. Der oder die bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger/in dagegen übt eine zusätzliche hoheitliche Funktion aus: Nach § 8 Abs. 1 des Schornsteinfegerhandwerksgesetzes (SchfHwG) ist das, wer von der zuständigen Behörde für einen bestimmten Bezirk bestellt wurde. Diese Bestellung ist keine Anstellung, sondern eine befristete öffentlich-rechtliche Funktion, die nach öffentlicher Ausschreibung vergeben wird.
Wie wird man bevollmächtigter Bezirksschornsteinfeger bzw. bevollmächtigte Bezirksschornsteinfegerin?
Die zuständige Behörde muss freie Kehrbezirke öffentlich ausschreiben (§ 9 SchfHwG). Bewerben kann sich, wer die handwerksrechtlichen Voraussetzungen zur selbstständigen Ausübung des Schornsteinfegerhandwerks erfüllt, also insbesondere Gesellen- und Meisterprüfung nachweist (§ 9a Abs. 1 und 2 SchfHwG). Die Behörde wählt zwischen den Bewerbern nach Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung aus (§ 9a Abs. 3 SchfHwG); die Bestellung selbst ist auf sieben Jahre befristet (§ 10 Abs. 1 SchfHwG).
Braucht man für den Beruf zwingend die Meisterprüfung?
Für eine angestellte Tätigkeit als Schornsteinfegergeselle/-gesellin genügt die Gesellenprüfung. Für die selbstständige Führung eines Schornsteinfegerbetriebs ist dagegen die Meisterprüfung erforderlich, da nur wer sie bestanden hat, in die Handwerksrolle eingetragen wird (§ 7 Abs. 1a HwO). Auch für eine Bewerbung um die Bestellung zum bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger wird der Meisterabschluss verlangt (§ 9a Abs. 2 Nr. 4 SchfHwG).
Wie lange dauert die Ausbildung zum Schornsteinfeger?
Die duale Ausbildung dauert drei Jahre (§ 2 SchfAusbV). Sie findet im Wechsel zwischen Ausbildungsbetrieb und Berufsschule statt und schließt mit der Gesellenprüfung ab, die in zwei Teilen abgelegt wird.
Was verdient ein Schornsteinfeger bzw. eine Schornsteinfegerin?
Die recherchierten Quellen weichen deutlich voneinander ab und werden bewusst nicht gemittelt: Gehaltsvergleich.com nennt im Median rund 2.040 €/Monat brutto, die Bundesagentur für Arbeit (Entgeltatlas) rund 3.912 €/Monat, StepStone im Durchschnitt rund 3.300 €/Monat und Gehalt.de im Median rund 4.430 €/Monat. Die Spannbreite hängt stark davon ab, ob überwiegend Gesellen oder Meister in der jeweiligen Stichprobe enthalten sind. Für die öffentlich-rechtliche Bestellung als bevollmächtigter Bezirksschornsteinfeger gibt es keine vergleichbaren Gehaltsangaben, da die Einnahmen dort über landesrechtlich geregelte Kehrgebühren erzielt werden, nicht über ein Gehalt.
Was macht ein Schornsteinfeger bzw. eine Schornsteinfegerin konkret?
Zu den Kernaufgaben zählen Kehrarbeiten sowie die Reinigung und Überprüfung von Feuerungs-, Abgas- und Lüftungsanlagen nach der 1. BImSchV und der Kehr- und Überprüfungsordnung (KÜO), Immissionsschutzmessungen an Heizungsanlagen sowie die Feuerstättenschau, bei der die Betriebs- und Brandsicherheit eines Gebäudes geprüft wird. Hinzu kommen Kundenberatung zu Energieeffizienz und Brandschutz sowie die Dokumentation im Kehrbuch.
Wie lange ist eine Bestellung als bevollmächtigter Bezirksschornsteinfeger gültig?
Die Bestellung ist nach § 10 Abs. 1 SchfHwG auf sieben Jahre befristet und endet spätestens mit Ablauf des Monats, in dem die bestellte Person das 67. Lebensjahr vollendet. Auf Antrag ist eine Verlängerung über diese Altersgrenze hinaus bis längstens zum 70. Lebensjahr möglich.
Quellen
- SchfAusbV - Verordnung über die Berufsausbildung zum Schornsteinfeger und zur Schornsteinfegerin, §§ 1, 2, 4, 5, Bundesministerium der Justiz / Bundesamt für Justiz (gesetze-im-internet.de), abgerufen am 2026-08-10
- Anlage A HwO - Verzeichnis der zulassungspflichtigen Handwerke (§ 1 Absatz 2), Nummer 12 Schornsteinfeger, Bundesministerium der Justiz / Bundesamt für Justiz (gesetze-im-internet.de), abgerufen am 2026-08-10
- HwO § 7 - Eintragung in die Handwerksrolle (Meisterprüfung, Abs. 1a), Bundesministerium der Justiz / Bundesamt für Justiz (gesetze-im-internet.de), abgerufen am 2026-08-10
- SchfHwG § 8 - Bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger, Bundesministerium der Justiz / Bundesamt für Justiz (gesetze-im-internet.de), abgerufen am 2026-08-10
- SchfHwG § 9 - Öffentliche Ausschreibung, Bundesministerium der Justiz / Bundesamt für Justiz (gesetze-im-internet.de), abgerufen am 2026-08-10
- SchfHwG § 9a - Bewerber und Bewerberinnen, Bundesministerium der Justiz / Bundesamt für Justiz (gesetze-im-internet.de), abgerufen am 2026-08-10
- SchfHwG § 10 - Bestellung und kommissarische Verwaltung, Bundesministerium der Justiz / Bundesamt für Justiz (gesetze-im-internet.de), abgerufen am 2026-08-10
- Ausbildung im Schornsteinfegerhandwerk, Zentralverband Deutscher Schornsteinfeger e. V. (ZDS), abgerufen am 2026-08-10
- FAQ: Wie oft kommt der Schornsteinfeger? (Feuerstättenschau), Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks - Zentralinnungsverband (ZIV), abgerufen am 2026-08-10
- Schornsteinfeger/-in » Gehalt & Beruf, Gehalt.de, abgerufen am 2026-08-10
- Schornsteinfegermeister/-in » Gehalt & Beruf, Gehalt.de, abgerufen am 2026-08-10
- Schornsteinfeger/in Gehälter Vollzeit & Teilzeit | Deutschland 2026, StepStone, abgerufen am 2026-08-10
- Schornsteinfeger - Gehalt, Verdienst, Einstiegsgehalt, Gehaltsvergleich.com, abgerufen am 2026-08-10
- Schornsteinfeger/in | Entgeltatlas, Bundesagentur für Arbeit, abgerufen am 2026-08-10
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Zuletzt aktualisiert am 11.08.2026