Lebenslauf Studio

Lebenslauf Muster Pflege & Gesundheit: Vorlagen für alle Berufe

Muster für Pflege- und Gesundheitsberufe mit Zertifikaten und Schichtsystemen.

Lebenslauf Muster Pflegefachkraft

Ein guter Lebenslauf als Pflegefachkraft zeigt sofort die examinierte Ausbildung, die Einsatzbereiche (z. B. Grund- und Behandlungspflege, Wundmanagement, Palliativpflege) und Zahlen zur Verantwortung wie Patientenanzahl pro Schicht oder Stationsgröße. Wichtiger als lange Aufzählungen sind konkrete, messbare Formulierungen statt allgemeiner Floskeln wie „teamfähig“. Unten findest du ein vollständiges Muster zum Ausfüllen sowie Formulierungen, Skills und die häufigsten Fragen speziell für diesen Beruf.

Lebenslauf Muster Pflegehelfer/in

Ein Lebenslauf als Pflegehelfer/in sollte die ein- bis zweijährige, landesrechtlich geregelte Helferausbildung, konkrete Assistenzaufgaben in der Grundpflege (Körperpflege, Mobilisation, Ernährung, Dokumentation) sowie Soft Skills wie Einfühlungsvermögen und Teamfähigkeit klar zeigen – deutlich abgegrenzt von der Pflegefachkraft, da Pflegehelfer/innen stets unter Anleitung arbeiten, ohne eigenverantwortliche Behandlungspflege oder Medikamentenmanagement.

Lebenslauf Muster Medizinische/r Fachangestellte/r

Medizinische Fachangestellte (MFA) organisieren den Praxisalltag in Arztpraxen und MVZ: Terminplanung, Abrechnung nach EBM/GOÄ, Blutentnahme, Impfungen und Assistenz bei Untersuchungen. Ein überzeugender Lebenslauf zeigt diese Aufgaben konkret mit Praxissoftware-Kenntnissen, nennt die dreijährige Ausbildung und passt zur jeweiligen Fachrichtung – tabellarisch, aktuell und auf maximal zwei Seiten.

Lebenslauf Muster Physiotherapeut/in

Physiotherapeut/in ist ein staatlich anerkannter, nicht-akademischer Heilmittelberuf: Behandlung von Bewegungsstörungen durch manuelle Therapie, Krankengymnastik und gezielte Übungstherapie in Praxen, Kliniken oder Reha-Einrichtungen. Der Lebenslauf sollte die dreijährige Ausbildung nach MPhG, praktische Einsätze in verschiedenen Fachbereichen und Zusatzqualifikationen wie Manuelle Lymphdrainage klar herausstellen – genau dafür ist dieser Editor mit branchenspezifischem Baukasten gemacht.

Lebenslauf Muster Ergotherapeut/in

Ein Lebenslauf für Ergotherapeut/innen sollte die staatliche Anerkennung nach dem Ergotherapeutengesetz, praktische Erfahrung in Bereichen wie Neurologie, Pädiatrie, Psychiatrie oder Geriatrie sowie Zusatzqualifikationen (z. B. Sensorische Integration, Handtherapie) klar zeigen. Anders als Physiotherapie steht dabei die Alltagskompetenz und Handlungsfähigkeit der Patient:innen im Mittelpunkt, nicht reine Bewegungsfunktion.

Lebenslauf Muster Notfallsanitäter/in

Ein Lebenslauf für Notfallsanitäter/innen sollte präklinische Notfallversorgung, heilkundliche Kompetenzen nach § 2a NotSanG, Führerschein Klasse C1 und Schichtdiensterfahrung klar herausstellen. Nach der dreijährigen Ausbildung (NotSanG, seit 2014) verdienen Berufseinsteiger brutto rund 3.600–3.700 €, mit Erfahrung nach TVöD (EG N) bis etwa 4.500 €.

Lebenslauf Muster Hebamme

Hebammen begleiten Frauen und Familien eigenverantwortlich durch Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett. Seit der Hebammenreform 2020 führt der Weg über ein duales, akademisches Studium (B.Sc., drei bis vier Jahre) statt einer klassischen Ausbildung. Seither ist „Hebamme“ die einheitliche Berufsbezeichnung für alle Geschlechter – der frühere männliche Begriff „Entbindungspfleger“ ist damit Geschichte.

Lebenslauf Muster Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r

Ein Lebenslauf als Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r (ZFA) sollte Stuhlassistenz, Prophylaxe, Röntgen und Abrechnung nach BEMA/GOZ konkret benennen – nicht nur „Zahnarztpraxis“. Wer Röntgenschein und Zusatzqualifikationen wie ZMP oder ZMF vorweisen kann, sollte sie prominent platzieren, denn Praxen suchen gezielt nach genau diesen Kompetenzen.

Lebenslauf Muster Betreuungskraft (§ 43b SGB XI)

Ein Lebenslauf als Betreuungskraft nach § 43b SGB XI sollte deine Qualifizierung (meist 100–160 Std. plus Orientierungspraktikum) prominent zeigen, konkrete Aktivierungs- und Betreuungsangebote statt Floskeln nennen und klar von Grund- oder Behandlungspflege abgrenzen – gerade als Quereinsteiger/in zählen belegte Stärken wie Empathie, Geduld und Organisation mehr als Zeugnisnoten.

Lebenslauf Muster Rettungssanitäter/in

Rettungssanitäter/innen übernehmen den Patiententransport im Krankentransportwagen (KTW), leisten Erste-Hilfe-Maßnahmen und assistieren als zweite Besatzung im Rettungswagen (RTW) bei Notfalleinsätzen. Die Qualifizierung ist landesrechtlich geregelt und umfasst bundesweit rund 520 Stunden (in Vollzeit etwa drei Monate) – anders als die dreijährige, bundeseinheitliche Ausbildung zum/zur Notfallsanitäter/in nach dem Notfallsanitätergesetz (NotSanG), die deutlich weitergehende medizinische Befugnisse wie das Legen venöser Zugänge oder die Medikamentengabe nach Standardarbeitsanweisung umfasst. Das Bruttogehalt liegt laut GEHALT.de im Median bei rund 3.237 Euro im Monat (Spanne ca. 2.400 bis 3.600 Euro je nach Region und Träger) und damit spürbar unter dem Verdienst von Notfallsanitäter/innen.

Lebenslauf Muster Pharmazeutisch-technische/r Assistent/in

Eine Pharmazeutisch-technische Assistentin bzw. ein Pharmazeutisch-technischer Assistent (PTA) unterstützt Apothekerinnen und Apotheker bei der Abgabe, Herstellung und Prüfung von Arzneimitteln sowie bei der Kundenberatung in der Apotheke. Die Ausbildung ist bundeseinheitlich geregelt, dauert in Vollzeit 2,5 Jahre (2 Jahre Berufsfachschule plus 6 Monate Praktikum in einer Apotheke) und endet mit einer zweigeteilten staatlichen Prüfung. PTA arbeiten überwiegend in öffentlichen Apotheken oder Krankenhausapotheken, aber auch in der pharmazeutischen Industrie. Laut Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit liegt das mittlere Bruttogehalt bei rund 3.190 Euro im Monat, mit einer Spanne von etwa 2.650 bis über 3.700 Euro je nach Erfahrung, Bundesland und Tarifbindung.

Lebenslauf Muster Diätassistent/in

Ein/e Diätassistent/in erstellt und überwacht Diät- und Ernährungspläne für Patient:innen, berechnet Energie- und Nährstoffbedarf, berät zu Essgewohnheiten und plant Speisepläne in Kliniken, Reha-Einrichtungen oder Praxen. Die Ausbildung ist bundesweit einheitlich an Berufsfachschulen geregelt, dauert drei Jahre in Vollzeit und schließt mit einer staatlichen Prüfung nach dem Diätassistentengesetz (DiätAssG) ab. Das Einstiegsgehalt liegt bei rund 2.808 Euro brutto im Monat, mit Berufserfahrung und in tarifgebundenen Kliniken (TVöD) sind Gehälter zwischen etwa 3.300 Euro und über 5.000 Euro brutto möglich.

Lebenslauf Muster Arzt/Ärztin

Arzt beziehungsweise Ärztin ist in Deutschland ein bundesrechtlich geregelter Heilberuf: Nach § 2 Absatz 1 der Bundesärzteordnung (BÄO) bedarf der Approbation, wer den ärztlichen Beruf ausüben will; daneben sieht die BÄO eine befristete Erlaubnis für eine vorübergehende oder auf bestimmte Tätigkeiten beschränkte Berufsausübung vor. Die Bezeichnung Arzt oder Ärztin darf nach § 2a BÄO nur führen, wer approbiert oder zur Berufsausübung befugt ist. Voraussetzung der Approbation ist nach § 3 BÄO unter anderem ein Medizinstudium von mindestens sechs Jahren und 5.500 Stunden, darunter acht bis zwölf Monate praktische Ausbildung in Krankenhäusern, die bestandene Ärztliche Prüfung, Zuverlässigkeit und Würdigkeit, die gesundheitliche Eignung sowie die für die Berufsausübung erforderlichen Deutschkenntnisse. Das Studium und die drei Abschnitte der Ärztlichen Prüfung regelt die Approbationsordnung für Ärzte (ÄApprO 2002) vom 27. Juni 2002, zuletzt geändert durch Artikel 2 der Verordnung vom 7. Juni 2023. Eine grundlegend reformierte Approbationsordnung wird seit dem Referentenentwurf von 2020 diskutiert, ist aber bis August 2026 nicht in Kraft getreten; der Zeitpunkt ist weiterhin offen, weshalb die ÄApprO 2002 das maßgebliche Recht bleibt. Die Facharztqualifikation entsteht erst nach der Approbation in einer mehrjährigen Weiterbildung, die nicht der Bund, sondern die Länder über ihre Heilberufsgesetze und die Weiterbildungsordnungen der Landesärztekammern regeln; die (Muster-)Weiterbildungsordnung der Bundesärztekammer hat dafür nur empfehlenden Charakter. Ärztinnen und Ärzte sind Pflichtmitglied ihrer zuständigen Landesärztekammer; wer gesetzlich Versicherte ambulant behandeln will, braucht zusätzlich die Eintragung in das Arztregister der Kassenärztlichen Vereinigung und die Zulassung durch den Zulassungsausschuss. Zum Stichtag 31. Dezember 2025 zählte die Bundesärztekammer rund 446.000 berufstätige Ärztinnen und Ärzte, davon 50,5 Prozent Frauen.

Lebenslauf Muster Apotheker/in

Apothekerinnen und Apotheker sind approbierte Heilberufsangehörige, die die Bevölkerung mit Arzneimitteln versorgen und zu deren sicherer Anwendung beraten. Die Berufsbezeichnung ist geschützt: Nach § 2 Bundes-Apothekerordnung (BApO) darf den Beruf nur ausüben, wer approbiert ist oder eine befristete Erlaubnis nach § 11 BApO besitzt. Der Weg dorthin ist bundeseinheitlich in der Approbationsordnung für Apotheker (AAppO) festgelegt und umfasst ein vierjähriges Universitätsstudium der Pharmazie, eine achtwöchige Famulatur, zwölf Monate praktische Ausbildung sowie die Pharmazeutische Prüfung in drei Abschnitten. Mit der Approbation entsteht die Pflichtmitgliedschaft in der zuständigen Landesapothekerkammer; auf Bundesebene bündelt die ABDA die Kammern und Verbände. Gearbeitet wird vor allem in öffentlichen Apotheken, daneben in Krankenhausapotheken, in der pharmazeutischen Industrie sowie in Behörden und Prüfinstitutionen. Wer eine Apotheke selbst betreiben will, braucht eine Erlaubnis nach dem Apothekengesetz (ApoG); Fremd- und Mehrbesitzverbot begrenzen den Betrieb auf eine persönlich geführte Hauptapotheke und bis zu drei Filialapotheken. Für angestellte Apothekerinnen und Apotheker in öffentlichen Apotheken bildet der zwischen ADEXA und dem Arbeitgeberverband Deutscher Apotheken (ADA) geschlossene Tarifvertrag den Vergütungsrahmen. Spezialisierung erfolgt über die dreijährige Weiterbildung zum Fachapotheker nach den Weiterbildungsordnungen der Landesapothekerkammern.

Lebenslauf Muster Psychotherapeut/in

Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten behandeln eigenverantwortlich Störungen mit Krankheitswert mit wissenschaftlich geprüften und anerkannten psychotherapeutischen Verfahren und Methoden. Die Berufsbezeichnung ist gesetzlich geschützt: Nach § 1 PsychThG darf sie nur führen, wer eine Approbation besitzt. Seit dem 01.09.2020 gilt ein völlig neuer Ausbildungsweg — die sogenannte Direktausbildung: ein polyvalentes Bachelorstudium Psychologie, ein approbationskonformer Masterstudiengang, die staatliche psychotherapeutische Prüfung und danach unmittelbar die Approbation als „Psychotherapeutin“ bzw. „Psychotherapeut“ ohne Zusatz. Erst im Anschluss folgt die mindestens fünfjährige Weiterbildung zur „Fachpsychotherapeutin“ bzw. zum „Fachpsychotherapeuten“, geregelt durch die Weiterbildungsordnungen der zwölf Landespsychotherapeutenkammern auf Grundlage der Muster-Weiterbildungsordnung der BPtK. Der alte Weg — Diplom oder Master Psychologie plus drei- bis fünfjährige postgraduale Ausbildung zur „Psychologischen Psychotherapeutin“ bzw. zum „Psychologischen Psychotherapeuten“ — läuft über die Übergangsvorschrift des § 27 PsychThG aus und ist regulär nur noch bis zum 01.09.2032 abschließbar. Wer gesetzlich Versicherte behandeln und abrechnen will, benötigt zusätzlich zur Approbation den Eintrag ins Arztregister und eine Zulassung durch den Zulassungsausschuss im Rahmen der Bedarfsplanung. Abzugrenzen ist der Beruf klar vom Psychologen ohne Approbation, vom Heilpraktiker mit auf Psychotherapie beschränkter Erlaubnis und vom ärztlichen Psychotherapeuten.

Lebenslauf Muster Logopäde/Logopädin

Logopädin und Logopäde ist in Deutschland eine geschützte Berufsbezeichnung: Wer sie führen will, braucht nach § 1 Absatz 1 des Gesetzes über den Beruf des Logopäden (LogopG) eine staatliche Erlaubnis. Diese Erlaubnis setzt nach § 2 Absatz 1 LogopG eine dreijährige Ausbildung mit bestandener staatlicher Prüfung, Zuverlässigkeit, gesundheitliche Eignung und ausreichende Deutschkenntnisse voraus. Die Ausbildung findet nach § 4 Absatz 1 LogopG an staatlich anerkannten Schulen für Logopäden statt und umfasst nach der Ausbildungs- und Prüfungsordnung (LogAPrO) 1.740 Stunden theoretischen und praktischen Unterricht sowie 2.100 Stunden praktische Ausbildung, zusammen 3.840 Stunden. Seit der Änderung des LogopG kann die Ausbildung nach § 8a LogopG dauerhaft auch hochschulisch durchgeführt werden, wenn ein Land dies bestimmt; die frühere Modellklausel in § 4 Absatz 5 bis 7 LogopG ist nach § 11 LogopG am 31. Dezember 2024 außer Kraft getreten. Fachlich behandeln Logopädinnen und Logopäden Störungen der Stimme, des Sprechens, der Sprache, des Redeflusses, des Schluckens und der Hörverarbeitung bei Kindern, Erwachsenen und alten Menschen. Die Leistungen sind Heilmittel: Sie werden ärztlich verordnet, richten sich nach der Heilmittel-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses samt Heilmittelkatalog und dürfen mit den gesetzlichen Krankenkassen nur abgerechnet werden, wenn eine Zulassung nach § 124 SGB V vorliegt. Gearbeitet wird in eigener Praxis, in Anstellung in logopädischen Praxen, in Kliniken, Rehabilitationseinrichtungen, Frühförderstellen, Förderschulen und Pflegeeinrichtungen.

Lebenslauf Muster Podologe/Podologin

Podologe bzw. Podologin ist ein staatlich geregelter Gesundheitsfachberuf, der die medizinische Behandlung des Fußes bei krankhaften Veränderungen übernimmt, etwa bei diabetischem Fußsyndrom, Nagelerkrankungen oder Wunden am Fuß. Die Berufsbezeichnungen „Podologin“/„Podologe“ sowie „Medizinische Fußpflegerin“/„Medizinischer Fußpfleger“ sind nach § 1 Podologengesetz (PodG) geschützt und dürfen nur mit behördlicher Erlaubnis geführt werden. Die Ausbildung dauert nach § 4 PodG zwei Jahre in Vollzeit oder bis zu vier Jahre in Teilzeit an staatlich anerkannten Schulen und umfasst laut Ausbildungs- und Prüfungsverordnung (PodAPrV) mindestens 2000 Stunden theoretischen und praktischen Unterricht sowie 1000 Stunden praktische Ausbildung an Patientinnen und Patienten. Podologische Praxen können sich nach § 124 SGB V als Heilmittelerbringer zulassen lassen und ärztlich verordnete podologische Komplexbehandlungen zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung abrechnen, insbesondere bei diabetischem Fußsyndrom und, seit einer Erweiterung des G-BA von 2020, auch bei vergleichbaren neuropathischen Schädigungsbildern. Abzugrenzen ist der Beruf von der kosmetischen Fußpflege (Pediküre): Diese ist ein freies, nicht reglementiertes Gewerbe ohne gesetzlich vorgeschriebene Ausbildung, behandelt nur den gesunden Fuß und wird nicht von den Krankenkassen erstattet. Berufsverband ist der Deutsche Verband für Podologie (ZFD), hervorgegangen aus dem historischen Zentralverband der Podologen und Fußpfleger, mit rund 4.400 Mitgliedern in acht Landesverbänden.

Lebenslauf Muster Heilpraktiker/in

Heilpraktiker/in ist in Deutschland keine Ausbildung im klassischen Sinne, sondern eine behördliche Erlaubnis: Wer die Heilkunde ausüben will, ohne als Arzt bestallt zu sein, benötigt nach § 1 Heilpraktikergesetz (HeilprG) von 1939 eine Erlaubnis der zuständigen unteren Verwaltungsbehörde. Der Weg dorthin ist gesetzlich nicht als Ausbildung geregelt; verlangt werden Mindestalter, gesundheitliche und sittliche Eignung sowie das Bestehen einer amtsärztlichen Kenntnisprüfung beim Gesundheitsamt. Private Heilpraktikerschulen bereiten auf diese Prüfung vor, sind aber nicht staatlich standardisiert. Seit 2018 gelten bundesweit einheitliche Leitlinien für die Prüfung. Eine grundlegende Reform des über 85 Jahre alten Gesetzes wird seit Jahren diskutiert, ist aber bis August 2026 nicht beschlossen. Heilpraktiker behandeln vor allem mit Naturheilverfahren, Homöopathie oder Traditioneller Chinesischer Medizin und arbeiten überwiegend selbstständig in eigener Praxis.

Lebenslauf Muster Zahnarzt/Zahnärztin

Zahnarzt bzw. Zahnärztin ist in Deutschland ein approbationspflichtiger Heilberuf: Nach § 1 des Gesetzes über die Ausübung der Zahnheilkunde (ZHG) darf die Zahnheilkunde dauerhaft nur ausüben, wer eine staatliche Approbation besitzt, die zur Führung der geschützten Berufsbezeichnung „Zahnarzt“ oder „Zahnärztin“ berechtigt. Voraussetzung ist ein Studium der Zahnmedizin von mindestens 5.000 Stunden und mindestens fünf Jahren Dauer mit bestandener Zahnärztlicher Prüfung, geregelt in der Approbationsordnung für Zahnärzte und Zahnärztinnen (ZApprO). Die Approbation ist bundeseinheitlich, während Berufsrecht und Weiterbildung zum Fachzahnarzt (z. B. Kieferorthopädie, Oralchirurgie) Sache der Landeszahnärztekammern sind, in denen jede approbierte Person Pflichtmitglied ist. Wer gesetzlich Versicherte behandeln will, muss zusätzlich als Vertragszahnarzt ins Zahnarztregister der Kassenzahnärztlichen Vereinigung eingetragen werden. Die Vergütung erfolgt für Privatpatienten nach der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) und für gesetzlich Versicherte nach dem Bewertungsmaßstab BEMA. Die Mehrheit der rund 73.500 berufstätigen Zahnärztinnen und Zahnärzte in Deutschland ist niedergelassen, nur eine Minderheit arbeitet angestellt.

Lebenslauf Muster Medizinische/r Technologe/Technologin für Radiologie

Die/der Medizinische Technologin/Technologe für Radiologie (MTR) ist ein staatlich anerkannter, dreijähriger Ausbildungsberuf im Gesundheitswesen, der Röntgendiagnostik, Computertomographie (CT), Magnetresonanztomographie (MRT), Nuklearmedizin und Strahlentherapie technisch durchführt. Bis zum 31. Dezember 2022 hieß der Beruf „Medizinisch-technische/r Radiologieassistent/in“ (MTRA); seit dem 1. Januar 2023 gilt durch das MT-Berufe-Gesetz (MTBG) die neue Berufsbezeichnung MTR, wobei bereits erteilte MTRA-Erlaubnisse nach § 71 MTBG unverändert fortgelten. Die Ausbildung dauert nach § 13 MTBG in Vollzeit drei Jahre (in Teilzeit höchstens fünf Jahre) und umfasst mindestens 4.600 Stunden, davon 2.600 Stunden theoretischen und praktischen Unterricht sowie 2.000 Stunden praktische Ausbildung. Voraussetzung ist nach § 14 MTBG mindestens ein mittlerer Schulabschluss oder ein Hauptschulabschluss mit mindestens zweijähriger abgeschlossener Berufsausbildung. MTR arbeiten überwiegend in Krankenhäusern, radiologischen Praxen und Strahlentherapiezentren und üben nach § 5 Abs. 2 MTBG bestimmte radiologische, nuklearmedizinische und strahlentherapeutische Tätigkeiten als vorbehaltene Tätigkeiten aus; die konkrete Fachkunde im Strahlenschutz richtet sich zusätzlich nach eigenständigem Strahlenschutzrecht, das hier nur am Rande eingeordnet wird.

Lebenslauf Muster Medizinische/r Technologe/Technologin für Laboratoriumsanalytik

Die Medizinische Technologin bzw. der Medizinische Technologe für Laboratoriumsanalytik (MTL) führt biomedizinische Analysen in Hämatologie, Klinischer Chemie, Mikrobiologie, Histologie und Immunologie durch und bereitet Gewebeproben für die ärztliche Diagnostik auf. Seit dem 1. Januar 2023 gilt für diesen Beruf das MT-Berufe-Gesetz (MTBG), das die frühere Berufsbezeichnung „Medizinisch-technische/r Laboratoriumsassistent/in (MTLA)“ durch „Medizinische/r Technologe/Technologin für Laboratoriumsanalytik (MTL)“ ersetzt hat; bereits erteilte MTLA-Erlaubnisse bleiben nach § 71 MTBG unberührt und gültig. Die Ausbildung dauert nach § 13 MTBG in Vollzeit drei Jahre (in Teilzeit bis zu fünf Jahre), umfasst mindestens 4.600 Stunden und endet mit einer staatlichen Prüfung (§ 25 MTBG). Zugangsvoraussetzung ist nach § 14 MTBG in der Regel der mittlere Schulabschluss, alternativ ein Hauptschulabschluss mit abgeschlossener mindestens zweijähriger Berufsausbildung. MTL/MTLA arbeiten vor allem in Krankenhauslaboren, bei niedergelassenen Laborärzten, in Forschungseinrichtungen und in der Industrie (Human- und teils Veterinärmedizin, wobei die Laboranalytik in der Tiermedizin seit 2023 ein eigener, separater MT-Beruf ist). Alltagssprachlich wird die Berufsgruppe weiterhin häufig als „MTLA“ bezeichnet, auch wenn dies formal nicht mehr die aktuelle gesetzliche Berufsbezeichnung ist.

Lebenslauf Muster Operationstechnische/r Assistent/in

Die Operationstechnische Assistentin bzw. der Operationstechnische Assistent (OTA) ist ein bundesweit einheitlich geregelter Gesundheitsfachberuf, der Ärztinnen und Ärzte im Operationssaal durch Instrumentieren, Springerdienst sowie OP-Vor- und -Nachbereitung unterstützt. Rechtsgrundlage sind das Anästhesietechnische- und Operationstechnische-Assistenten-Gesetz (ATA-OTA-G) vom 14. Dezember 2019 und die zugehörige Ausbildungs- und Prüfungsverordnung (ATA-OTA-APrV) vom 4. November 2020, beide in Kraft seit 1. Januar 2022. Die Ausbildung dauert in Vollzeit drei Jahre, setzt in der Regel einen mittleren Schulabschluss voraus und schließt mit einer staatlichen Prüfung ab. OTAs arbeiten vorwiegend in Krankenhäusern sowie in ambulanten OP-Zentren und sind – anders als OP-Pflegefachkräfte mit Fachweiterbildung – ein eigenständiger medizinischer Assistenzberuf ohne vorgeschaltete Pflegeausbildung. Je nach Quelle liegt das Bruttojahresgehalt zwischen rund 29.000 € im Berufseinstieg und über 57.000 € mit Erfahrung, im öffentlichen Dienst meist eingruppiert in TVöD-P Entgeltgruppe P7.

Lebenslauf Muster Tiermedizinische/r Fachangestellte/r

Tiermedizinische/r Fachangestellte/r (TFA) ist ein staatlich anerkannter dualer Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG), geregelt durch die Verordnung über die Berufsausbildung zum Tiermedizinischen Fachangestellten/zur Tiermedizinischen Fachangestellten (TiermedFAngAusbV) vom 22. August 2005, die seit dem 1. August 2006 in Kraft ist und die frühere Bezeichnung „Tierarzthelfer/in“ abgelöst hat. Die Ausbildung dauert drei Jahre und findet dual in einer Tierarztpraxis oder -klinik sowie in der Berufsschule statt; unter den allgemeinen Voraussetzungen des BBiG ist auf gemeinsamen Antrag auch eine Verkürzung möglich. TFA assistieren bei tierärztlicher Diagnostik und Therapie, führen Laborarbeiten durch, übernehmen Praxisorganisation und Abrechnung und sind auch am Röntgen beteiligt: Strahlenschutz in der Tierheilkunde ist fester Bestandteil der Ausbildungsordnung und ein eigener Pflicht-Prüfungsbereich der Abschlussprüfung. Beim Gehalt nach der Ausbildung weichen die verfügbaren Quellen spürbar voneinander ab: Die Bundesagentur für Arbeit weist für Vollzeitbeschäftigte ein bundesweites Medianentgelt von rund 2.942 Euro brutto im Monat aus, das Gehaltsportal Gehalt.de nennt einen Jahresmedian von rund 37.100 Euro, und der Gehaltstarifvertrag zwischen bpt und vmf sieht für den direkten Berufseinstieg (Tätigkeitsgruppe I, Stand 2022) rund 2.423 Euro brutto im Monat vor.

Lebenslauf Muster Pharmazeutisch-kaufmännische/r Angestellte/r

Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte (PKA) durchlaufen eine dreijährige duale Ausbildung nach der Verordnung über die Berufsausbildung zum Pharmazeutisch-kaufmännischen Angestellten und zur Pharmazeutisch-kaufmännischen Angestellten (PharmKfmAusbV 2012, BGBl. I S. 1456), die in der Apotheke und in der Berufsschule stattfindet und mit einer Abschlussprüfung vor der Apothekerkammer endet. PKA sind für den kaufmännisch-organisatorischen Bereich der Apotheke zuständig: Warenwirtschaft, Bestellwesen, Lagerhaltung, Rezeptabrechnung mit Krankenkassen, Kassentätigkeit sowie Beratung und Verkauf apothekenüblicher, freiverkäuflicher Waren wie Kosmetik, Nahrungsergänzung oder Medizinprodukte. Anders als die schulisch ausgebildete Pharmazeutisch-technische Assistenz (PTA, geregelt nach dem PTA-Gesetz und der PTA-APrV) gehören PKA nicht zum „pharmazeutischen Personal“ im Sinne des § 1a Absatz 2 der Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO) und dürfen deshalb keine Arzneimittel abgeben oder dazu beraten – § 17 Absatz 1a ApBetrO schreibt vor, dass Arzneimittel ausschließlich durch pharmazeutisches Personal ausgehändigt werden dürfen. PKA dürfen jedoch unter Aufsicht beim Umfüllen, Abfüllen, Abpacken und Kennzeichnen von Arzneimitteln mitwirken (§ 3 Absatz 5a ApBetrO), Rezeptur und Defektur bleiben ihnen vorbehalten verschlossen. Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben, in der Praxis stellen Apotheken aber überwiegend Bewerber mit mittlerem Schulabschluss ein.

Lebenslauf Muster Medizinische/r Technologe/Technologin für Funktionsdiagnostik (MTF)

Die/der Medizinische Technologin/Technologe für Funktionsdiagnostik (MTF) ist ein staatlich anerkannter, dreijähriger Ausbildungsberuf im Gesundheitswesen, der funktionsdiagnostische Untersuchungen in Kardiologie, Angiologie, Pneumologie, Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde und Neurologie eigenständig plant, vorbereitet und durchführt – etwa EKG, Echokardiographie, Lungenfunktionsprüfungen, EEG, Doppler-/Duplexsonographie sowie Hör- und Gleichgewichtstests. Bis zum 31. Dezember 2022 hieß der Beruf „Medizinisch-technische/r Assistent/in für Funktionsdiagnostik“ (MTAF); seit dem 1. Januar 2023 gilt durch das MT-Berufe-Gesetz (MTBG) die neue Berufsbezeichnung MTF, wobei bereits erteilte MTAF-Erlaubnisse nach § 71 MTBG unverändert fortgelten. Die Ausbildung dauert nach § 13 MTBG in Vollzeit drei Jahre (in Teilzeit höchstens fünf Jahre) und umfasst mindestens 4.600 Stunden, davon 2.400 Stunden theoretischen und praktischen Unterricht sowie 2.200 Stunden praktische Ausbildung – ein höherer Praxisanteil als bei den Schwesterberufen MTL und MTR. Voraussetzung ist nach § 14 MTBG mindestens ein mittlerer Schulabschluss oder ein Hauptschulabschluss mit mindestens zweijähriger abgeschlossener Berufsausbildung. MTF arbeiten überwiegend in Krankenhäusern und spezialisierten Facharztpraxen und üben nach § 5 Abs. 3 MTBG die Durchführung funktionsdiagnostischer Untersuchungen samt Vorbefundung als vorbehaltene Tätigkeiten aus; die eigentliche ärztliche Befundung und Diagnosestellung bleibt davon unberührt.

Lebenslauf Muster Anästhesietechnische/r Assistent/in (ATA)

Anästhesietechnische/r Assistent/in (ATA) ist in Deutschland eine bundesweit einheitlich geregelte, geschützte Berufsbezeichnung: Wer sie führen will, benötigt eine staatliche Erlaubnis nach § 1 des Anästhesietechnische- und Operationstechnische-Assistenten-Gesetzes (ATA-OTA-G, BGBl. I 2019 S. 2768), die nach erfolgreichem Abschluss der dreijährigen Ausbildung mit staatlicher Prüfung erteilt wird. Die Ausbildung dauert in Vollzeit drei Jahre und umfasst mindestens 2.100 Stunden theoretischen und praktischen Unterricht sowie mindestens 2.500 Stunden praktische Ausbildung (§§ 12 f. ATA-OTA-G, Anlage 1 und 2 der ATA-OTA-Ausbildungs- und Prüfungsverordnung), überwiegend in Krankenhäusern. ATA sind auf die Vorbereitung, Assistenz und Nachbereitung anästhesiologischer Maßnahmen sowie die Überwachung von Patientinnen und Patienten vor, während und nach der Narkose spezialisiert - im Unterschied zum eng verwandten Beruf Operationstechnische/r Assistent/in (OTA), der auf operative Eingriffe und Instrumentiertätigkeit ausgerichtet ist. Beide Berufe werden im selben Gesetz geregelt, unterscheiden sich aber deutlich in Ausbildungsschwerpunkten und Stundenverteilung der praktischen Ausbildung. Gehaltsangaben schwanken stark je nach Quelle: Gehalt.de nennt einen Median von rund 3.800 Euro brutto im Monat, der über medi-karriere.de zitierte Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit dagegen rund 4.700 Euro.

Lebenslauf Muster Veterinärmedizinisch-technische/r Assistent/in (VMTA)

Ein überzeugender Lebenslauf als VMTA zeigt vor allem die konkreten Laborfelder (Hämatologie, klinische Chemie, Histologie, Mikrobiologie, Parasitologie) und die Tierarten bzw. Probenarten, mit denen bereits gearbeitet wurde – allgemeine Formulierungen wie „Laborarbeiten durchgeführt“ reichen nicht aus. Seit 1. Januar 2023 heißt der Beruf rechtlich „Medizinische Technologin für Veterinärmedizin“ bzw. „Medizinischer Technologe für Veterinärmedizin“ (MTV) nach dem bundesweiten MT-Berufe-Gesetz (MTBG), das die frühere Berufsbezeichnung VMTA und das alte MTA-Gesetz von 1993 abgelöst hat – „VMTA“ ist aber weiterhin die in Stellenanzeigen und am Arbeitsmarkt geläufige Bezeichnung und sollte im Lebenslauf neben dem aktuellen Titel genannt werden. Wichtig ist außerdem die klare Abgrenzung zur Tiermedizinischen Fachangestellten (TFA): VMTA arbeiten überwiegend im Labor an Proben, nicht direkt am Tier in der Sprechstunde.

Lebenslauf Muster Tierarzt/Tierärztin

Tierarzt/Tierärztin ist in Deutschland eine bundesweit geschützte Berufsbezeichnung: Wer diesen Titel führt oder den tierärztlichen Beruf selbständig ausübt, benötigt eine Approbation (§ 2, § 3 Bundes-Tierärzteordnung, BTÄO). Der Berufszugang führt über ein Studium der Veterinärmedizin mit einer Regelstudienzeit von fünf Jahren und sechs Monaten – theoretischer Studienteil (viereinhalb Jahre, 3.850 Stunden) und praktischer Studienteil (1.170 Stunden, u. a. Landwirtschaft, kurative Praxis, Fleischuntersuchung, öffentliches Veterinärwesen) – geregelt in der Verordnung zur Approbation von Tierärztinnen und Tierärzten (TAppV). Nach bestandener Tierärztlicher Prüfung wird auf Antrag die Approbation erteilt (§ 4 BTÄO). Der tierärztliche Beruf gilt gesetzlich ausdrücklich nicht als Gewerbe, sondern als freier Beruf (§ 1 Abs. 2 BTÄO). Studieren lässt sich Veterinärmedizin nur an fünf Standorten (Berlin, Gießen, Hannover, Leipzig, München). Gehälter unterscheiden sich stark zwischen angestellter Tätigkeit in Praxis/Klinik (Median rund 4.650 €/Monat brutto), öffentlichem Dienst (TVöD/TV-L ab E13) und Niederlassung mit eigener Praxis. Fachtierarzt-Titel (z. B. für Kleintiere, Pferde, Chirurgie) und der Zugang zum amtlichen Veterinärwesen (Amtstierarzt/-ärztin) setzen zusätzliche, landesrechtlich geregelte Weiterbildungen voraus.

Lebenslauf Muster Psychologe/Psychologin

Psychologe/Psychologin ist in Deutschland kein eigenständiger Approbationsberuf und hat kein eigenes Berufszulassungsgesetz wie Ärztin/Arzt oder Psychotherapeut/in. Trotzdem darf sich nicht jede Person so nennen: Nach der Rechtsprechung – unter anderem einem Urteil des Landgerichts München vom 27.10.2016 (Az. 17 HK O 19533/15) – erwarten die angesprochenen Verkehrskreise unter der Bezeichnung „Psychologe“/„Psychologin“ ein abgeschlossenes Hauptfachstudium der Psychologie mit Diplom oder mit Bachelor und darauf aufbauendem Master; wer diese Voraussetzung nicht erfüllt, kann wegen Irreführung über das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) abgemahnt werden. Der 2005 im Zuge des Bologna-Prozesses ausgelaufene Titel „Diplom-Psychologe/in“ gilt als gleichwertig zum Master und darf von Absolvent/innen mit Bestandsschutz weitergeführt werden. Anders als Psychotherapeut/innen (approbationspflichtig nach PsychThG, siehe eigene Beruf-Seite) dürfen Psycholog/innen ohne Psychotherapie-Zusatzausbildung keine psychischen Erkrankungen eigenverantwortlich behandeln. Sie arbeiten stattdessen unter anderem in der Wirtschafts- und Personalpsychologie (Eignungsdiagnostik, Personalauswahl und -entwicklung, oft mit Zertifizierung nach DIN 33430), in der Markt- und Konsumforschung, in der Bildungs- und Erziehungsberatung, in Forschung und Lehre sowie unterstützend in klinischen Einrichtungen ohne eigene Behandlungsbefugnis. Ein eigenes Psychologengesetz (PsyG) mit echtem bundesweitem Titelschutz haben BDP und DGPs gemeinsam entworfen, es ist aber noch nicht in Kraft.

Lebenslauf Muster Masseur/in und medizinische/r Bademeister/in

Masseur/in und medizinische/r Bademeister/in ist in Deutschland eine staatlich erlaubnispflichtige Berufsbezeichnung – anders als bei nicht geschützten Berufsbezeichnungen darf sich hier niemand ohne behördliche Erlaubnis so nennen. Rechtsgrundlage ist das Masseur- und Physiotherapeutengesetz (MPhG) vom 26. Mai 1994, das diesen Beruf gemeinsam mit dem Beruf Physiotherapeut/in in einem Gesetz regelt, aber in getrennten Abschnitten mit unterschiedlichen Anforderungen. Die Ausbildung dauert nach § 4 MPhG zwei Jahre schulischen Lehrgang an staatlich anerkannten Schulen zuzüglich sechs Monate praktische Tätigkeit danach – insgesamt 2,5 Jahre bis zur Erlaubniserteilung, Zugang bereits mit Hauptschulabschluss (§ 5 MPhG). Im Fokus stehen klassische Massagetechniken, Bäder- und Packungsanwendungen sowie Elektro-, Wärme- und Lichttherapie – kürzer und enger gefasst als die Ausbildung zum/zur Physiotherapeut/in (3 Jahre, breiteres Behandlungsspektrum inklusive aktiver Bewegungstherapie). Wer die Prüfung als Masseur/in und medizinische/r Bademeister/in bestanden hat, kann die Physiotherapie-Ausbildung nach § 12 MPhG auf 18 Monate verkürzen. Beide Berufe arbeiten stets auf Basis ärztlicher Verordnung. Typische Arbeitsorte sind Reha-Kliniken, Akutkrankenhäuser, Physiotherapiepraxen, Kur- und Wellnesseinrichtungen.

Lebenslauf Muster Fachangestellte/r für Bäderbetriebe

Fachangestellte/r für Bäderbetriebe (umgangssprachlich "Bademeister/in" oder "Schwimmmeister/in") ist ein staatlich anerkannter IHK-Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG): dreijährige duale Ausbildung nach der Verordnung über die Berufsausbildung zum/zur Fachangestellten für Bäderbetriebe (BäderFAngAusbV) vom 26. März 1997, mit Zwischen- und Abschlussprüfung vor der IHK. Zu den Kernaufgaben zählen die Beaufsichtigung des Bade- und Schwimmbetriebs in Frei-, Hallen- und Freizeitbädern sowie Thermen, Wasserrettung und Erste Hilfe, die Steuerung und Wartung der Wasseraufbereitungs- und Bädertechnik, Schwimmunterricht sowie Verwaltungs- und Öffentlichkeitsarbeit im Bad. Davon zu unterscheiden ist das Deutsche Rettungsschwimmabzeichen der DLRG (Bronze/Silber/Gold): Das ist eine freiwillige, zeitlich befristete Einzelqualifikation ohne festgelegten Ausbildungsweg, keine vollwertige Berufsausbildung – in der Praxis wird es (meist Silber, nicht älter als zwei Jahre) zusätzlich zur Berufsausbildung verlangt, wenn eigenständig Wasseraufsicht übernommen wird. Wer Aufsichts- oder Leitungsaufgaben übernehmen möchte, kann sich zum/zur "Geprüfte/r Meister/in für Bäderbetriebe" weiterbilden.