Lebenslauf Muster Feinoptiker/in
Vorlage, Beispiel und Formulierungen
Feinoptiker/in ist ein anerkannter Ausbildungsberuf im zulassungsfreien Handwerk. Das Gewerbe steht unter Nummer 35 in Anlage B Abschnitt 1 der Handwerksordnung, für den selbstständigen Betrieb genügt nach § 18 HwO die Anzeige bei der Handwerkskammer – eine Meisterpflicht wie beim namensähnlichen, aber rechtlich und fachlich völlig anderen Beruf Augenoptiker/in (Anlage A, zulassungspflichtig) besteht nicht. Eine Meisterprüfung kann nach § 51a HwO freiwillig abgelegt werden und dient vor allem dem Nachweis der Ausbildereignung. Die Ausbildung dauert nach § 2 der Verordnung über die Berufsausbildung zum Feinoptiker und zur Feinoptikerin (FeinOAusbV) vom 12. März 2024 dreieinhalb Jahre und endet mit einer gestreckten Abschlussprüfung in zwei Teilen. Fachlich reicht die Tätigkeit vom manuellen und maschinellen Herstellen plan- und rundoptischer Bauteile über das Montieren und Justieren optischer Baugruppen bis zur Oberflächenbeschichtung. Anders als Augenoptiker/in arbeitet Feinoptiker/in nicht am Auge und meist nicht mit Endkundinnen und -kunden, sondern fertigt Präzisionsbauteile für Kameras, Mikroskope, Ferngläser sowie medizintechnische und wissenschaftliche Geräte – typische Arbeitgeber sind Zulieferbetriebe der Optik- und Photonikindustrie mit Schwerpunkten unter anderem in Jena, Wetzlar und Oberkochen. Die Gehaltsangaben der Portale weichen deutlich voneinander ab und sollten im Kontext von Qualifikation, Region und Betriebsgröße gelesen werden.
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Profil
Feinoptikergeselle mit abgeschlossener dreieinhalbjähriger dualer Ausbildung nach der Verordnung über die Berufsausbildung zum Feinoptiker und zur Feinoptikerin und mehrjähriger Erfahrung in der Fertigung optischer Präzisionsbauteile für die Kamera- und Mikroskopindustrie. Schwerpunkte liegen im manuellen und maschinellen Herstellen plan- und rundoptischer Bauteile, im Montieren und Justieren optischer Baugruppen sowie in der Bedienung CNC-gesteuerter Schleif- und Polieranlagen. Ergänzend Erfahrung in der Oberflächenbeschichtung und in der messtechnischen Qualitätssicherung mit Interferometer und Koordinatenmessgerät. Arbeitet sorgfältig im Zehntelmikrometerbereich, dokumentiert Fertigungs- und Prüfschritte lückenlos und stimmt sich eng mit Konstruktion und Qualitätssicherung ab. Aktuell in Vorbereitung auf die freiwillige Meisterprüfung im Feinoptiker-Handwerk zum Nachweis der Ausbildereignung.
Berufserfahrung
- Manuelles und maschinelles Herstellen plan- und rundoptischer Bauteile (Linsen, Prismen, Spiegel) nach Zeichnungsvorgabe
- Montieren und Justieren von Bauteilen und Baugruppen zu optischen Systemen für Mikroskop- und Kameraobjektive
- Anwenden von Verfahren zur Oberflächenbeschichtung optischer Komponenten (Antireflex-, Spiegel- und Schutzschichten)
- Programmieren, Einrichten und Überwachen CNC-gesteuerter Schleif- und Poliermaschinen
- Prüfen der Bauteilqualität mit Interferometer, Newtonring-Prüfglas und Koordinatenmessgerät, Dokumentation nach Prüfplan
- Duale Ausbildung nach der Verordnung über die Berufsausbildung zum Feinoptiker/zur Feinoptikerin (FeinOAusbV), Regeldauer 3,5 Jahre
- Gestreckte Abschlussprüfung Teil 1 im 4. Ausbildungshalbjahr: Herstellen von planoptischen Bauteilen sowie Bauteilqualität und Arbeitsorganisation
- Gestreckte Abschlussprüfung Teil 2 zum Ausbildungsende: Herstellen von optischen Baugruppen und Systemen, Fertigungstechnik, Wirtschafts- und Sozialkunde
- Grundlagen der spanenden und abtragenden Bearbeitung von Glas- und Kristallwerkstoffen, Mess- und Prüftechnik
Ausbildung
- Duale Ausbildung nach der FeinOAusbV vom 12. März 2024 (Vorgängerregelung vom 22. Juli 2002 galt zum Ausbildungsbeginn)
- Gestreckte Gesellen-/Abschlussprüfung in zwei Teilen, bestanden mit Gesamtergebnis "gut"
- Meisterprüfungsberufsbild B nach § 51a HwO, Ziel: Ausbildereignung nach § 22 HwO
- Vertiefung Fertigungstechnik, Betriebswirtschaft und Ausbildungsmethodik
Kenntnisse
Sprachen
Lebenslauf-Editor: Feinoptiker/in
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Profil
Feinoptikergeselle mit abgeschlossener dreieinhalbjähriger dualer Ausbildung nach der Verordnung über die Berufsausbildung zum Feinoptiker und zur Feinoptikerin und mehrjähriger Erfahrung in der Fertigung optischer Präzisionsbauteile für die Kamera- und Mikroskopindustrie. Schwerpunkte liegen im manuellen und maschinellen Herstellen plan- und rundoptischer Bauteile, im Montieren und Justieren optischer Baugruppen sowie in der Bedienung CNC-gesteuerter Schleif- und Polieranlagen. Ergänzend Erfahrung in der Oberflächenbeschichtung und in der messtechnischen Qualitätssicherung mit Interferometer und Koordinatenmessgerät. Arbeitet sorgfältig im Zehntelmikrometerbereich, dokumentiert Fertigungs- und Prüfschritte lückenlos und stimmt sich eng mit Konstruktion und Qualitätssicherung ab. Aktuell in Vorbereitung auf die freiwillige Meisterprüfung im Feinoptiker-Handwerk zum Nachweis der Ausbildereignung.
Berufserfahrung
- Manuelles und maschinelles Herstellen plan- und rundoptischer Bauteile (Linsen, Prismen, Spiegel) nach Zeichnungsvorgabe
- Montieren und Justieren von Bauteilen und Baugruppen zu optischen Systemen für Mikroskop- und Kameraobjektive
- Anwenden von Verfahren zur Oberflächenbeschichtung optischer Komponenten (Antireflex-, Spiegel- und Schutzschichten)
- Programmieren, Einrichten und Überwachen CNC-gesteuerter Schleif- und Poliermaschinen
- Prüfen der Bauteilqualität mit Interferometer, Newtonring-Prüfglas und Koordinatenmessgerät, Dokumentation nach Prüfplan
- Duale Ausbildung nach der Verordnung über die Berufsausbildung zum Feinoptiker/zur Feinoptikerin (FeinOAusbV), Regeldauer 3,5 Jahre
- Gestreckte Abschlussprüfung Teil 1 im 4. Ausbildungshalbjahr: Herstellen von planoptischen Bauteilen sowie Bauteilqualität und Arbeitsorganisation
- Gestreckte Abschlussprüfung Teil 2 zum Ausbildungsende: Herstellen von optischen Baugruppen und Systemen, Fertigungstechnik, Wirtschafts- und Sozialkunde
- Grundlagen der spanenden und abtragenden Bearbeitung von Glas- und Kristallwerkstoffen, Mess- und Prüftechnik
Ausbildung
- Duale Ausbildung nach der FeinOAusbV vom 12. März 2024 (Vorgängerregelung vom 22. Juli 2002 galt zum Ausbildungsbeginn)
- Gestreckte Gesellen-/Abschlussprüfung in zwei Teilen, bestanden mit Gesamtergebnis "gut"
- Meisterprüfungsberufsbild B nach § 51a HwO, Ziel: Ausbildereignung nach § 22 HwO
- Vertiefung Fertigungstechnik, Betriebswirtschaft und Ausbildungsmethodik
Kenntnisse
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Profil
Feinoptikergeselle mit abgeschlossener dreieinhalbjähriger dualer Ausbildung nach der Verordnung über die Berufsausbildung zum Feinoptiker und zur Feinoptikerin und mehrjähriger Erfahrung in der Fertigung optischer Präzisionsbauteile für die Kamera- und Mikroskopindustrie. Schwerpunkte liegen im manuellen und maschinellen Herstellen plan- und rundoptischer Bauteile, im Montieren und Justieren optischer Baugruppen sowie in der Bedienung CNC-gesteuerter Schleif- und Polieranlagen. Ergänzend Erfahrung in der Oberflächenbeschichtung und in der messtechnischen Qualitätssicherung mit Interferometer und Koordinatenmessgerät. Arbeitet sorgfältig im Zehntelmikrometerbereich, dokumentiert Fertigungs- und Prüfschritte lückenlos und stimmt sich eng mit Konstruktion und Qualitätssicherung ab. Aktuell in Vorbereitung auf die freiwillige Meisterprüfung im Feinoptiker-Handwerk zum Nachweis der Ausbildereignung.
Berufserfahrung
2022 - heute
Feinoptikergeselle
Zulieferbetrieb der optischen Industrie, Musterstadt
- Manuelles und maschinelles Herstellen plan- und rundoptischer Bauteile (Linsen, Prismen, Spiegel) nach Zeichnungsvorgabe
- Montieren und Justieren von Bauteilen und Baugruppen zu optischen Systemen für Mikroskop- und Kameraobjektive
- Anwenden von Verfahren zur Oberflächenbeschichtung optischer Komponenten (Antireflex-, Spiegel- und Schutzschichten)
- Programmieren, Einrichten und Überwachen CNC-gesteuerter Schleif- und Poliermaschinen
- Prüfen der Bauteilqualität mit Interferometer, Newtonring-Prüfglas und Koordinatenmessgerät, Dokumentation nach Prüfplan
2019 - 2022
Auszubildender zum Feinoptiker
Zulieferbetrieb der optischen Industrie, Musterstadt
- Duale Ausbildung nach der Verordnung über die Berufsausbildung zum Feinoptiker/zur Feinoptikerin (FeinOAusbV), Regeldauer 3,5 Jahre
- Gestreckte Abschlussprüfung Teil 1 im 4. Ausbildungshalbjahr: Herstellen von planoptischen Bauteilen sowie Bauteilqualität und Arbeitsorganisation
- Gestreckte Abschlussprüfung Teil 2 zum Ausbildungsende: Herstellen von optischen Baugruppen und Systemen, Fertigungstechnik, Wirtschafts- und Sozialkunde
- Grundlagen der spanenden und abtragenden Bearbeitung von Glas- und Kristallwerkstoffen, Mess- und Prüftechnik
Ausbildung
2019 - 2022
Gesellenprüfung im Feinoptiker-Handwerk
Zulieferbetrieb der optischen Industrie und Berufsschule, Musterstadt
2024 - 2026
Vorbereitung auf die freiwillige Meisterprüfung im Feinoptiker-Handwerk
Meisterschule für Feinoptik, Beispielstadt
Kenntnisse
- Herstellen plan- und rundoptischer Bauteilesehr gut
- Montage und Justage optischer Baugruppensehr gut
- CNC-Schleif- und Poliertechnikgut
- Oberflächenbeschichtung (Vakuumbedampfung)gut
- Mess- und Prüftechnik (Interferometer, Koordinatenmessgerät)sehr gut
- Qualitätssicherung und Dokumentationgut
Sprachen
- DeutschMuttersprache
- EnglischB2
Tätigkeiten im Lebenslauf formulieren: Feinoptiker/in
Herstellung planoptischer Bauteile
- Fertigt plane optische Bauteile (Filter, Fenster, Prismen) manuell und maschinell nach Zeichnung und Toleranzvorgabe
- Schleift und poliert Planflächen mit klassischer und CNC-gestützter Technik, kontrolliert Ebenheit am Interferometer
- Wählt Schleif- und Poliermittel passend zum Glas- oder Kristallwerkstoff aus und passt Prozessparameter an
- Prüft Bauteilqualität mit Newtonring-Prüfglas, Rauheitsmessung und Sichtprüfung unter definierter Beleuchtung
- Dokumentiert Fertigungsschritte und Messergebnisse nach betrieblichem Prüfplan
Herstellung rundoptischer Bauteile
- Fertigt sphärische und asphärische Linsen, Spiegel und Kugellinsen an Schleif- und Polierautomaten
- Zentriert und randet Linsen nach optischer Achse, kontrolliert Zentrierfehler messtechnisch
- Stellt Werkzeuge und Formschalen für unterschiedliche Radien und Durchmesser ein
- Überwacht CNC-gesteuerte Fertigungssysteme und Handlingroboter im laufenden Prozess
- Erkennt und behebt Prozessabweichungen bei Form- und Oberflächenfehlern
Montage und Justage optischer Systeme
- Montiert und justiert Bauteile und Baugruppen zu optischen Systemen für Objektive, Mikroskope und Ferngläser
- Führt die Sicht- und Funktionsprüfung optomechanischer und optoelektronischer Baugruppen unter dem Mikroskop durch
- Klebt, fasst und zentriert Linsen und Prismen in Fassungen unter Reinraum- oder reinraumnahen Bedingungen
- Prüft Abbildungsleistung und Justagegenauigkeit fertiger Baugruppen mit optischen Prüfständen
- Dokumentiert Montageschritte gemäß Produkt- und Prozessvorgaben
Oberflächenbeschichtung
- Wendet Verfahren zur Oberflächenbeschichtung optischer Bauteile an (Antireflex-, Spiegel- und Schutzschichten)
- Bereitet Bauteiloberflächen für die Beschichtung vor und reinigt sie nach Reinraumstandard
- Bedient und überwacht Vakuumbedampfungsanlagen, kontrolliert Schichtdicke und Transmissionswerte
- Beurteilt Beschichtungsfehler wie Kratzer, Einschlüsse oder Schichtablösung und leitet Korrekturen ein
Qualitätssicherung und Messtechnik
- Prüft Maßhaltigkeit und Form mit Koordinatenmessgerät, Interferometer und taktiler Messtechnik
- Wertet Prüfprotokolle aus und beurteilt Bauteile nach Norm- und Kundenvorgaben
- Führt Erstmusterprüfungen und Stichprobenkontrollen im Serienprozess durch
- Wendet Regeln der Arbeitsorganisation und Qualitätssicherung im Feinoptiker-Handwerk an
Fertigungstechnik und Arbeitsorganisation
- Plant Arbeitsschritte und Materialeinsatz für Kleinserien- und Einzelfertigung optischer Bauteile
- Rüstet Maschinen und Werkzeuge um, wartet Anlagen und behebt einfache Störungen
- Beachtet Arbeitsschutz- und Umweltschutzvorschriften beim Umgang mit Schleif-, Polier- und Beschichtungsmedien
- Arbeitet im Team mit Konstruktion, Qualitätssicherung und Fertigungsplanung zusammen
Welche Kenntnisse gehören in den Lebenslauf als Feinoptiker/in?
Fachliche Kenntnisse zeigen sofort die Praxiserfahrung, Zertifikate belegen sie formal, Soft Skills ergänzen sie. Alle drei gehören in den Lebenslauf, aber getrennt und konkret benannt.
Hard Skills
- Manuelles und maschinelles Herstellen planoptischer Bauteile
- Manuelles und maschinelles Herstellen rundoptischer Bauteile
- Montieren und Justieren optischer Bauteile zu Baugruppen und Systemen
- Anwenden von Verfahren zur Oberflächenbeschichtung (Antireflex-, Spiegel-, Schutzschichten)
- Programmieren, Einrichten und Überwachen CNC-gesteuerter Fertigungssysteme
- Mess- und Prüftechnik: Interferometer, Newtonring-Prüfglas, Koordinatenmessgerät
- Arbeiten unter dem Mikroskop bei Montage und Sichtprüfung
- Fertigungsplanung und Arbeitsorganisation in Klein- und Einzelserienfertigung
Zertifikate
- Gesellenbrief Feinoptiker/in (Handwerkskammer)
- Freiwillige Meisterprüfung im Feinoptiker-Handwerk nach § 51a HwO (Meisterprüfungsberufsbild B)
- Ausbildereignung nach § 22 HwO (i. d. R. über die freiwillige Meisterprüfung nachgewiesen)
- Schulungen zu CNC-Programmierung für Schleif- und Polieranlagen
- Schulungen/Zertifikate zur Reinraumfertigung und Vakuumbeschichtungstechnik
- Weiterbildungen im Qualitätsmanagement (z. B. angelehnt an ISO 9001)
Soft Skills
- Höchste Sorgfalt und Präzision im Mikrometerbereich
- Konzentrationsfähigkeit bei feinmotorischen Arbeiten unter dem Mikroskop
- Verantwortungsbewusstsein bei sicherheitsrelevanten optischen Systemen (z. B. Medizintechnik)
- Systematisches, dokumentationsgenaues Arbeiten
- Teamfähigkeit im Zusammenspiel mit Konstruktion und Qualitätssicherung
- Geduld und Ausdauer bei aufwendigen Justierarbeiten
Ausbildung und Gehalt als Feinoptiker/in im Überblick
| Ausbildungsweg | Feinoptiker/in ist ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf im zulassungsfreien Handwerk. Das Gewerbe ist in Anlage B Abschnitt 1 der Handwerksordnung unter Nummer 35 aufgeführt – anders als das namensähnliche Augenoptiker-Handwerk, das unter Nummer 33 in der zulassungspflichtigen Anlage A steht. Weil Feinoptiker zu den zulassungsfreien Handwerken zählt, findet § 1 Absatz 2 HwO (Eintragungspflicht in die Handwerksrolle als Voraussetzung der Selbstständigkeit) nach § 18 Absatz 2 Satz 3 HwO ausdrücklich keine Anwendung; wer den selbstständigen Betrieb beginnt, hat dies der Handwerkskammer nach § 18 Absatz 1 HwO lediglich anzuzeigen. Eine Meisterprüfung ist damit keine Voraussetzung für die Selbstständigkeit. Sie kann aber, weil für zulassungsfreie Handwerke mit eigener Ausbildungsordnung nach § 51a HwO möglich, freiwillig abgelegt werden (Meisterprüfungsberufsbild B) und dient in erster Linie dem Nachweis der fachlichen Eignung zum Ausbilden von Lehrlingen nach § 22 HwO. Rechtsgrundlage der Ausbildung ist die Verordnung über die Berufsausbildung zum Feinoptiker und zur Feinoptikerin (FeinOAusbV) vom 12. März 2024 (BGBl. 2024 I Nr. 95), mit Textnachweis ab dem 1. August 2024 und Ausfertigung sowohl nach § 25 HwO als auch nach § 4 BBiG; sie löste die Vorgängerverordnung vom 22. Juli 2002 (BGBl. I S. 2748) ab. Nach § 1 FeinOAusbV erfolgt die staatliche Anerkennung ausdrücklich für das Gewerbe nach Anlage B Abschnitt 1 Nummer 35 Feinoptiker der Handwerksordnung, nach § 2 dauert die Ausbildung dreieinhalb Jahre – länger als die dreijährige Regeldauer der meisten anderen Handwerksausbildungen im Datensatz. § 4 Absatz 2 FeinOAusbV nennt 13 berufsprofilgebende Berufsbildpositionen, darunter das manuelle und maschinelle Herstellen plan- und rundoptischer Bauteile, das Montieren und Justieren von Bauteilen und Baugruppen zu optischen Systemen sowie das Anwenden von Verfahren zur Oberflächenbeschichtung. Die §§ 6 bis 17 regeln eine gestreckte Gesellen-/Abschlussprüfung in zwei Teilen. Teil 1 findet im vierten Ausbildungshalbjahr statt und prüft die Bereiche Herstellen von planoptischen Bauteilen (Prüfungsprodukt und Fachgespräch, 7 Stunden 20 Minuten) sowie Bauteilqualität und Arbeitsorganisation (schriftlich, 90 Minuten). Teil 2 am Ausbildungsende prüft Herstellen von optischen Baugruppen und Systemen, Fertigungstechnik sowie Wirtschafts- und Sozialkunde. Nach § 16 FeinOAusbV gehen die fünf Prüfungsbereiche mit 20, 10, 40, 20 und 10 Prozent in das Gesamtergebnis ein. Wichtig für die Bewerbungspraxis: Die verbreitete Annahme, ein Präzisionshandwerk mit Namensnähe zu Augenoptiker sei ebenfalls meisterpflichtig, trifft für Feinoptiker nicht zu – die Meisterprüfung ist hier freiwillig und zielt auf die Ausbildereignung, nicht auf die Zulassung zur Selbstständigkeit. |
|---|---|
| Gehaltsspanne | Die Gehaltsportale weichen für Feinoptikerinnen und Feinoptiker deutlich voneinander ab. GEHALT.de weist für den Beruf Feinoptiker einen Medianwert von 46.604 Euro brutto im Jahr beziehungsweise 3.758 Euro im Monat aus; das untere Quartil liegt bei 41.775 Euro (3.369 Euro monatlich), das obere Quartil bei 51.991 Euro (4.193 Euro monatlich) – berechnete Werte aus der allgemeinen Gehaltsverteilung, Stichprobengröße und exaktes Erhebungsdatum sind nicht angegeben. StepStone nennt für dieselbe Berufsbezeichnung ein Median-Jahresgehalt von 42.100 Euro beziehungsweise rund 3.508 Euro im Monat, mit einer Spanne von 35.300 bis 51.500 Euro; Datenbasis sind dort 626 Stellenangebote, Stand 2026. Die Differenz von rund 4.500 Euro im Median zwischen beiden Portalen wird bewusst nicht geglättet, sondern als Methodenunterschied ausgewiesen; auffällig ist, dass beide Quartilsangaben von GEHALT.de für einen Ausbildungsberuf ohne Studienabschluss vergleichsweise hoch wirken. Für die Ausbildungszeit nennt aubi-plus eine durchschnittliche Ausbildungsvergütung von 875 Euro im ersten, 960 Euro im zweiten, 1.050 Euro im dritten und 1.210 Euro im vierten Ausbildungsjahr brutto im Monat (die Ausbildung dauert 3,5 Jahre) – Durchschnittswerte ohne garantierten Tarifvertrag, betriebliche Abweichungen sind möglich. Das Einstiegsgehalt direkt nach der Ausbildung beziffert aubi-plus mit rund 3.155 Euro im Monat brutto. Eine dritte, von GEHALT.de und StepStone unabhängige Quelle mit belastbarer Stichprobengröße für das Angestelltengehalt ließ sich nicht identifizieren; ebenso fehlt eine verifizierte bundesweite Zahl zu Ausbildungsbetrieben oder aktiven Feinoptik-Betrieben, weshalb im Text auf konkrete Arbeitgebertypen und Regionen (Jena, Wetzlar, Oberkochen) statt auf eine Gesamtzahl verwiesen wird. |
Was verdient man als Feinoptiker/in? Die Quellen im Vergleich
Gehaltsportale kommen für denselben Beruf zu deutlich unterschiedlichen Werten, weil sie unterschiedlich erheben. Wir stellen sie deshalb nebeneinander, statt einen Durchschnitt zu bilden.
GEHALT.de
41.775 € – 51.991 €, Median 46.604 €
unteres und oberes Quartil (Q25/Q75), Beruf Feinoptiker, Bruttowerte bei 40 Wochenstunden, berechnete Werte aus der allgemeinen Gehaltsverteilung; Stichprobengröße und exaktes Erhebungsdatum nicht angegeben. Beide Quartilswerte wirken für einen Ausbildungsberuf ohne Studienabschluss vergleichsweise hoch.
StepStone
35.300 € – 51.500 €, Median 42.100 €
Basis 626 Stellenangebote/Datenpunkte, Stand 2026, wertet überwiegend Stellenanzeigen aus. Differenz zu GEHALT.de rund 4.500 Euro im Median – bewusst nicht gemittelt.
aubi-plus
875 € – 1.210 €
Ausbildungsvergütung brutto/Monat, gestaffelt nach Ausbildungsjahr: 875 € (1. Jahr), 960 € (2. Jahr), 1.050 € (3. Jahr), 1.210 € (4. Jahr, da 3,5-jährige Ausbildung), Durchschnittswerte, kein Tarifvertrag garantiert, betriebliche Abweichungen möglich. Einstiegsgehalt nach der Ausbildung laut aubi-plus rund 3.155 EUR/Monat brutto.
Die Quellen liegen 4.504 € auseinander. Diese Differenz ist kein Fehler, sondern Folge unterschiedlicher Erhebungsmethoden und Stichproben. Nutze die Werte als Spanne, nicht als Punktwert, und prüfe im Gespräch, worauf sich eine genannte Zahl bezieht.
Alle Angaben Bruttojahresgehalt, abgerufen am 10. August 2026.
Dos & Don'ts für den Feinoptiker/in-Lebenslauf
Do
- Nenne konkrete Fertigungsverfahren (planoptisch, rundoptisch, CNC-Schleifen/-Polieren, Beschichtung) statt nur „Optikfertigung“
- Belege Montage- und Justageerfahrung mit den Produkttypen, an denen du gearbeitet hast (Objektive, Mikroskope, Ferngläser, Medizintechnik)
- Stelle die Abgrenzung zu Augenoptiker/in klar, wenn du dich auf Stellen in der Optikindustrie bewirbst – Verwechslungsgefahr ist hoch
- Gib den Stand einer freiwilligen Meisterprüfung an, wenn Teile bereits abgelegt sind, und erkläre ihren Zweck (Ausbildereignung)
- Führe Mess- und Prüftechnik-Kenntnisse konkret auf (Interferometer, Koordinatenmessgerät, Newtonring-Prüfglas)
- Quantifiziere Präzisionsanforderungen und Losgrößen, soweit betrieblich zulässig, statt nur „hohe Genauigkeit“ zu schreiben
Don't
- Verwechsle den Beruf nicht mit Augenoptiker/in – unterschiedliche Rechtsgrundlage (Anlage B statt A), unterschiedliches Produkt (Präzisionsbauteile statt Brillen), unterschiedlicher Kundenkreis (B2B statt Privatkunden)
- Behaupte nicht, für die Selbstständigkeit als Feinoptiker/in sei zwingend ein Meisterbrief nötig – § 18 HwO verlangt nur die Anzeige bei der Handwerkskammer
- Schreibe nicht „Optiker/in“ ohne Zusatz, das ist im Bewerbungskontext mehrdeutig und wird oft mit Augenoptik verwechselt
- Lass Angaben zu Refraktion, Sehhilfen oder Kundenberatung am Auge weg – das ist Augenoptik-Tätigkeit, nicht Feinoptik
- Übernimm Gehaltsangaben aus Portalen nicht ungeprüft in die Gehaltsvorstellung, die Spannen zwischen GEHALT.de und StepStone unterscheiden sich um rund 4.500 Euro
- Verschweige keine Erfahrungslücke bei CNC- oder Beschichtungstechnik, wenn die Stelle das explizit fordert
Häufige Fragen zum Lebenslauf als Feinoptiker/in
Was ist der Unterschied zwischen Feinoptiker/in und Augenoptiker/in?
Trotz der Namensnähe sind es zwei völlig unterschiedliche Berufe mit unterschiedlicher Rechtsgrundlage. Feinoptiker/in fertigt Präzisionsbauteile wie Linsen, Prismen und Spiegel sowie optische Baugruppen für Kameras, Mikroskope, Ferngläser und medizintechnische Geräte – ein B2B-Beruf für die Industrie, meist ohne Endkundenkontakt. Das Gewerbe steht unter Nummer 35 in Anlage B Abschnitt 1 der Handwerksordnung und ist zulassungsfrei. Augenoptiker/in dagegen fertigt und verkauft Brillen und Kontaktlinsen für Privatkundinnen und -kunden im Ladengeschäft, einschließlich Refraktionsbestimmung am Auge, und steht unter Nummer 33 in Anlage A – einem zulassungspflichtigen Handwerk mit Meisterpflicht für die Selbstständigkeit. Beide Berufe arbeiten mit Glas und hoher Präzision, aber an komplett verschiedenen Produkten.
Braucht man für die Selbstständigkeit als Feinoptiker/in einen Meisterbrief?
Nein. Feinoptiker steht unter Nummer 35 in Anlage B Abschnitt 1 der Handwerksordnung und ist damit ein zulassungsfreies Handwerk. Nach § 18 HwO genügt für den selbstständigen Betrieb die Anzeige bei der Handwerkskammer; § 1 Absatz 2 HwO (Eintragungspflicht in die Handwerksrolle) findet nach § 18 Absatz 2 Satz 3 HwO ausdrücklich keine Anwendung. Eine Meisterprüfung kann nach § 51a HwO freiwillig abgelegt werden (Meisterprüfungsberufsbild B), ist aber nicht Voraussetzung für die Selbstständigkeit, sondern dient in erster Linie dem Nachweis der Ausbildereignung nach § 22 HwO, wenn im eigenen Betrieb ausgebildet werden soll.
Wie lange dauert die Ausbildung zum Feinoptiker/zur Feinoptikerin und wie läuft die Prüfung ab?
Die duale Ausbildung dauert nach § 2 der Verordnung über die Berufsausbildung zum Feinoptiker/zur Feinoptikerin (FeinOAusbV) vom 12. März 2024 dreieinhalb Jahre – länger als die meisten anderen Handwerksausbildungen. Sie endet mit einer gestreckten Abschlussprüfung in zwei Teilen. Teil 1 findet im vierten Ausbildungshalbjahr statt und umfasst die Bereiche Herstellen von planoptischen Bauteilen (Prüfungsprodukt und Fachgespräch, 7 Stunden 20 Minuten) sowie Bauteilqualität und Arbeitsorganisation (schriftlich, 90 Minuten). Teil 2 am Ausbildungsende prüft Herstellen von optischen Baugruppen und Systemen, Fertigungstechnik sowie Wirtschafts- und Sozialkunde. Die Gewichtung nach § 16 beträgt 20/10/40/20/10 Prozent über die fünf Prüfungsbereiche.
Was verdient man als Feinoptiker/in?
Die Gehaltsportale weichen voneinander ab. GEHALT.de nennt einen Median von 46.604 Euro brutto im Jahr (3.758 Euro im Monat) mit einem Quartilsbereich von 41.775 bis 51.991 Euro. StepStone kommt auf einen Median von 42.100 Euro im Jahr (rund 3.508 Euro im Monat) bei einer Spanne von 35.300 bis 51.500 Euro, basierend auf 626 Stellenangeboten. Die Ausbildungsvergütung liegt laut aubi-plus bei durchschnittlich 875 Euro im ersten und 1.210 Euro im vierten Ausbildungsjahr brutto im Monat; das Einstiegsgehalt nach der Ausbildung wird dort mit rund 3.155 Euro im Monat brutto angegeben.
Wo arbeiten Feinoptikerinnen und Feinoptiker?
Typische Arbeitgeber sind Betriebe der Optik- und Photonikindustrie, insbesondere Zulieferbetriebe für Foto-, Mikroskop-, Fernglas- und Medizintechnikhersteller. Regionale Schwerpunkte liegen unter anderem in Jena, Wetzlar und Oberkochen, wo größere Optikkonzerne auch selbst ausbilden. Die Tätigkeit findet überwiegend in der Fertigung statt: an Schleif-, Polier- und Beschichtungsanlagen, an Montage- und Justierarbeitsplätzen unter dem Mikroskop sowie an Mess- und Prüfplätzen – mit direktem Kontakt zu Konstruktion und Qualitätssicherung, aber in der Regel ohne Endkundenkontakt.
Quellen
- Handwerksordnung, Anlage B Abschnitt 1 — Verzeichnis der zulassungsfreien Handwerke (Nummer 35 Feinoptiker), Bundesministerium der Justiz / Bundesamt für Justiz, abgerufen am 2026-08-10
- § 18 Handwerksordnung — Ausübung zulassungsfreier Handwerke, Anzeigepflicht statt Handwerksrolleneintragung, Bundesministerium der Justiz / Bundesamt für Justiz, abgerufen am 2026-08-10
- § 51a Handwerksordnung — Freiwillige Meisterprüfung für zulassungsfreie Handwerke mit Ausbildungsordnung, Bundesministerium der Justiz / Bundesamt für Justiz, abgerufen am 2026-08-10
- § 22 Handwerksordnung — Fachliche Eignung zum Ausbilden von Lehrlingen, Bundesministerium der Justiz / Bundesamt für Justiz, abgerufen am 2026-08-10
- Verordnung über die Berufsausbildung zum Feinoptiker und zur Feinoptikerin (FeinOAusbV) vom 12. März 2024, BGBl. 2024 I Nr. 95, Bundesministerium der Justiz / Bundesamt für Justiz, abgerufen am 2026-08-10
- Gehalt Feinoptiker/in — Median und Quartile, GEHALT.de, abgerufen am 2026-08-10
- Feinoptiker/in Gehälter in Deutschland 2026, StepStone, abgerufen am 2026-08-10
- Feinoptiker/Feinoptikerin — Ausbildungsvergütung, aubi-plus, abgerufen am 2026-08-10
Der Content wurde mit Hilfe von KI erstellt, vor allem in der Recherche und Vorformulierung. Prüfung und Abnahme durch unsere Redaktion.
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Herausgegeben von Lebenslauf Studio
Zuletzt aktualisiert am 11.08.2026