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Lebenslauf Muster Orgelbauer/in

Vorlage, Beispiel und Formulierungen

Orgelbauer/in ist ein staatlich anerkannter, dualer Ausbildungsberuf, der Pfeifenorgeln – von der Kirchenorgel bis zum Konzertsaal-Instrument – neu baut, restauriert, wartet und stimmt. Die Ausbildung nach der Orgelbauerausbildungsverordnung (OrgBAusbV) dauert dreieinhalb Jahre und schließt mit der Gesellenprüfung ab; ab dem dritten Jahr wird zwischen den Fachrichtungen Orgelbau und Pfeifenbau gewählt. Rechtlich handelt es sich um ein zulassungspflichtiges Handwerk nach Anlage A Nummer 53 der Handwerksordnung – seit einer Gesetzesänderung zum 14. Februar 2020 ist dafür wieder ein Meisterbrief Voraussetzung, allerdings nur für die selbstständige Betriebsführung, nicht für die angestellte Tätigkeit als Geselle/Gesellin. Wer sich weiterqualifizieren möchte, kann die Meisterprüfung im Orgel- und Harmoniumbauer-Handwerk ablegen oder sich zum/zur geprüften Restaurator/in im Orgel- und Harmoniumbauerhandwerk weiterbilden. Der Beruf verbindet Holz- und Metallverarbeitung mit Musikalität, gutem Gehör und technischem Verständnis für Mechanik, Pneumatik und Elektrotechnik.

Zuletzt aktualisiert am

Maria Beispiel
Orgelbauer/in
0170 1234567maria.beispiel@mail.de50667 Kölngeb. 14.03.1992

Profil

Orgelbaugeselle mit fünf Jahren Berufserfahrung im Neubau, in der Restaurierung und Wartung historischer und moderner Pfeifenorgeln. Ausbildung mit Fachrichtung Orgelbau, seither Mitarbeit an Kirchenorgel-Restaurierungen und Konzertsaal-Neubauten in ganz Süddeutschland. Sicher im Bau und Einregulieren von Windladen und Trakturen, im Stimmen und Intonieren von Orgelpfeifen sowie im Lesen technischer Zeichnungen. Reisebereit, schwindelfrei und geübt im eigenverantwortlichen Arbeiten vor Ort in Kirchen und Konzertsälen.

Berufserfahrung

2021 - heute
Orgelbaugeselle, Fachrichtung Orgelbau
Orgelbau Vogt GmbH, Ravensburg
  • Bau von Windladen und Windversorgungssystemen für Neubau-Orgeln in Kirchen und Konzertsälen
  • Restaurierung historischer Trakturen und Herstellung neuer Trakturteile nach Originalvorlage
  • Stimmen und Intonieren von Orgelpfeifen vor Ort nach Abschluss der Montage
  • Installation elektrischer und elektronischer Bauteile (Setzeranlagen, Registertrakturen)
  • Wartungs- und Pflegeeinsätze bei Bestandsorgeln, oft mit mehrtägiger Reisetätigkeit
2019 - 2021
Orgelbaugeselle
Werkstatt für Orgelbau Klais-Nachfolge, Bonn
  • Mitwirkung an der Restaurierung einer denkmalgeschützten Kirchenorgel aus dem 19. Jahrhundert
  • Herstellung von Holzpfeifen und offenen zylindrischen Labialpfeifen aus Metall
  • Montage und Einregulierung neu gebauter Orgeln in der Werkstatt und beim Kunden vor Ort
  • Durchführung qualitätssichernder Maßnahmen vor der Endabnahme
2015 - 2019
Auszubildender, Fachrichtung Orgelbau
Orgelbau Vogt GmbH, Ravensburg
  • Planen und Vorbereiten von Arbeitsabläufen sowie Be- und Verarbeiten von Holz, Metallen und Kunststoffen
  • Bauen von Schleifwindladen und Herstellen von Spieltischen
  • Gesellenprüfung mit eigenem Gesellenstück (Teilwerk einer Schleifladenorgel) bestanden

Ausbildung

2015 - 2019
Ausbildung zum Orgelbauer, Fachrichtung Orgelbau (dreieinhalb Jahre)
Orgelbau Vogt GmbH, Ravensburg, in Kooperation mit der Oscar-Walcker-Schule Ludwigsburg
  • Duale Ausbildung nach der Orgelbauerausbildungsverordnung (OrgBAusbV), Berufsschulunterricht in der überregionalen Fachklasse für Orgelbau
  • Schwerpunkte: Bau von Windladen und Trakturen, Herstellung von Holz- und Metallpfeifen, Stimmen und Intonieren
  • Gesellenprüfung erfolgreich abgelegt
2023
Vorbereitungslehrgang Meisterprüfung im Orgel- und Harmoniumbauer-Handwerk (berufsbegleitend, laufend)
Bundesfachschule für Orgelbau
  • Vorbereitung auf die Meisterprüfung nach der Orgel- und Harmoniumbauermeisterverordnung (OrgHbMstrV)
  • Schwerpunkte: Betriebswirtschaft, Ausbildereignung, fachtheoretischer und praktischer Teil

Kenntnisse

SkillNiveau
Bau von Windladen und TrakturenExperte
Stimmen und Intonieren von OrgelpfeifenExperte
Herstellung von Holz- und MetallpfeifenFortgeschritten
Restaurierung historischer OrgelnFortgeschritten
Elektrische und elektronische OrgelsteuerungenGrundkenntnisse
Technisches ZeichnenFortgeschritten
CNC-gestützte HolzbearbeitungGrundkenntnisse
MS OfficeFortgeschritten

Sprachen

DeutschMuttersprache
EnglischGrundkenntnisse (A2)
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Maria Beispiel
Orgelbauer/in
0170 1234567maria.beispiel@mail.de50667 Kölngeb. 14.03.1992

Profil

Orgelbaugeselle mit fünf Jahren Berufserfahrung im Neubau, in der Restaurierung und Wartung historischer und moderner Pfeifenorgeln. Ausbildung mit Fachrichtung Orgelbau, seither Mitarbeit an Kirchenorgel-Restaurierungen und Konzertsaal-Neubauten in ganz Süddeutschland. Sicher im Bau und Einregulieren von Windladen und Trakturen, im Stimmen und Intonieren von Orgelpfeifen sowie im Lesen technischer Zeichnungen. Reisebereit, schwindelfrei und geübt im eigenverantwortlichen Arbeiten vor Ort in Kirchen und Konzertsälen.

Berufserfahrung

2021 - heute
Orgelbaugeselle, Fachrichtung Orgelbau
Orgelbau Vogt GmbH, Ravensburg
  • Bau von Windladen und Windversorgungssystemen für Neubau-Orgeln in Kirchen und Konzertsälen
  • Restaurierung historischer Trakturen und Herstellung neuer Trakturteile nach Originalvorlage
  • Stimmen und Intonieren von Orgelpfeifen vor Ort nach Abschluss der Montage
  • Installation elektrischer und elektronischer Bauteile (Setzeranlagen, Registertrakturen)
  • Wartungs- und Pflegeeinsätze bei Bestandsorgeln, oft mit mehrtägiger Reisetätigkeit
2019 - 2021
Orgelbaugeselle
Werkstatt für Orgelbau Klais-Nachfolge, Bonn
  • Mitwirkung an der Restaurierung einer denkmalgeschützten Kirchenorgel aus dem 19. Jahrhundert
  • Herstellung von Holzpfeifen und offenen zylindrischen Labialpfeifen aus Metall
  • Montage und Einregulierung neu gebauter Orgeln in der Werkstatt und beim Kunden vor Ort
  • Durchführung qualitätssichernder Maßnahmen vor der Endabnahme
2015 - 2019
Auszubildender, Fachrichtung Orgelbau
Orgelbau Vogt GmbH, Ravensburg
  • Planen und Vorbereiten von Arbeitsabläufen sowie Be- und Verarbeiten von Holz, Metallen und Kunststoffen
  • Bauen von Schleifwindladen und Herstellen von Spieltischen
  • Gesellenprüfung mit eigenem Gesellenstück (Teilwerk einer Schleifladenorgel) bestanden

Ausbildung

2015 - 2019
Ausbildung zum Orgelbauer, Fachrichtung Orgelbau (dreieinhalb Jahre)
Orgelbau Vogt GmbH, Ravensburg, in Kooperation mit der Oscar-Walcker-Schule Ludwigsburg
  • Duale Ausbildung nach der Orgelbauerausbildungsverordnung (OrgBAusbV), Berufsschulunterricht in der überregionalen Fachklasse für Orgelbau
  • Schwerpunkte: Bau von Windladen und Trakturen, Herstellung von Holz- und Metallpfeifen, Stimmen und Intonieren
  • Gesellenprüfung erfolgreich abgelegt
2023
Vorbereitungslehrgang Meisterprüfung im Orgel- und Harmoniumbauer-Handwerk (berufsbegleitend, laufend)
Bundesfachschule für Orgelbau
  • Vorbereitung auf die Meisterprüfung nach der Orgel- und Harmoniumbauermeisterverordnung (OrgHbMstrV)
  • Schwerpunkte: Betriebswirtschaft, Ausbildereignung, fachtheoretischer und praktischer Teil

Kenntnisse

SkillNiveau
Bau von Windladen und TrakturenExperte
Stimmen und Intonieren von OrgelpfeifenExperte
Herstellung von Holz- und MetallpfeifenFortgeschritten
Restaurierung historischer OrgelnFortgeschritten
Elektrische und elektronische OrgelsteuerungenGrundkenntnisse
Technisches ZeichnenFortgeschritten
CNC-gestützte HolzbearbeitungGrundkenntnisse
MS OfficeFortgeschritten

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Profil

Orgelbaugeselle mit fünf Jahren Berufserfahrung im Neubau, in der Restaurierung und Wartung historischer und moderner Pfeifenorgeln. Ausbildung mit Fachrichtung Orgelbau, seither Mitarbeit an Kirchenorgel-Restaurierungen und Konzertsaal-Neubauten in ganz Süddeutschland. Sicher im Bau und Einregulieren von Windladen und Trakturen, im Stimmen und Intonieren von Orgelpfeifen sowie im Lesen technischer Zeichnungen. Reisebereit, schwindelfrei und geübt im eigenverantwortlichen Arbeiten vor Ort in Kirchen und Konzertsälen.

Berufserfahrung

2021 - heute

Orgelbaugeselle, Fachrichtung Orgelbau

Orgelbau Vogt GmbH, Ravensburg

  • Bau von Windladen und Windversorgungssystemen für Neubau-Orgeln in Kirchen und Konzertsälen
  • Restaurierung historischer Trakturen und Herstellung neuer Trakturteile nach Originalvorlage
  • Stimmen und Intonieren von Orgelpfeifen vor Ort nach Abschluss der Montage
  • Installation elektrischer und elektronischer Bauteile (Setzeranlagen, Registertrakturen)
  • Wartungs- und Pflegeeinsätze bei Bestandsorgeln, oft mit mehrtägiger Reisetätigkeit

2019 - 2021

Orgelbaugeselle

Werkstatt für Orgelbau Klais-Nachfolge, Bonn

  • Mitwirkung an der Restaurierung einer denkmalgeschützten Kirchenorgel aus dem 19. Jahrhundert
  • Herstellung von Holzpfeifen und offenen zylindrischen Labialpfeifen aus Metall
  • Montage und Einregulierung neu gebauter Orgeln in der Werkstatt und beim Kunden vor Ort
  • Durchführung qualitätssichernder Maßnahmen vor der Endabnahme

2015 - 2019

Auszubildender, Fachrichtung Orgelbau

Orgelbau Vogt GmbH, Ravensburg

  • Planen und Vorbereiten von Arbeitsabläufen sowie Be- und Verarbeiten von Holz, Metallen und Kunststoffen
  • Bauen von Schleifwindladen und Herstellen von Spieltischen
  • Gesellenprüfung mit eigenem Gesellenstück (Teilwerk einer Schleifladenorgel) bestanden

Ausbildung

2015 - 2019

Ausbildung zum Orgelbauer, Fachrichtung Orgelbau (dreieinhalb Jahre)

Orgelbau Vogt GmbH, Ravensburg, in Kooperation mit der Oscar-Walcker-Schule Ludwigsburg

2023

Vorbereitungslehrgang Meisterprüfung im Orgel- und Harmoniumbauer-Handwerk (berufsbegleitend, laufend)

Bundesfachschule für Orgelbau

Kenntnisse

  • SkillNiveau
  • Bau von Windladen und TrakturenExperte
  • Stimmen und Intonieren von OrgelpfeifenExperte
  • Herstellung von Holz- und MetallpfeifenFortgeschritten
  • Restaurierung historischer OrgelnFortgeschritten
  • Elektrische und elektronische OrgelsteuerungenGrundkenntnisse
  • Technisches ZeichnenFortgeschritten
  • CNC-gestützte HolzbearbeitungGrundkenntnisse
  • MS OfficeFortgeschritten

Sprachen

  • DeutschMuttersprache
  • EnglischGrundkenntnisse (A2)

Tätigkeiten im Lebenslauf formulieren: Orgelbauer/in

Neubau

  • Windladen und Windversorgungssysteme nach technischer Zeichnung geplant und gebaut
  • Spieltische, Gehäuse und Trakturteile in Handarbeit und mit CNC-Unterstützung gefertigt
  • Elektrische und elektronische Bauteile (Setzeranlagen, Registertrakturen) installiert und in Betrieb genommen

Restaurierung & Denkmalpflege

  • Historische Orgeln und Harmonien nach denkmalpflegerischen Vorgaben restauriert
  • Beschädigte Trakturteile und Metallpfeifen originalgetreu ergänzt und repariert
  • Zustandsdokumentation und Abstimmung mit Denkmalämtern und Kirchengemeinden durchgeführt

Stimmung, Intonation & Service

  • Orgelpfeifen vor Ort gestimmt und intoniert
  • Regelmäßige Wartungs- und Pflegeeinsätze bei Bestandsinstrumenten übernommen
  • Störungen an Trakturen, Windladen und Registersteuerungen diagnostiziert und behoben

Materialbearbeitung

  • Holz-, Metall- und Kunststoffpfeifen nach Materialstärke und Klangbild gefertigt
  • Oberflächen von Gehäuse- und Trakturteilen behandelt und veredelt
  • Qualitätssichernde Maßnahmen vor der Werkstatt- und Endabnahme durchgeführt

Kundenkontakt & Projektarbeit

  • Kunden zu Klangbild, Umbaumöglichkeiten und Wartungsintervallen beraten
  • Reise- und Montageeinsätze in Kirchen und Konzertsälen selbstständig organisiert
  • Im Team mit Orgelbaumeister/in und Intonateur/in an Neubauprojekten mitgewirkt

Welche Kenntnisse gehören in den Lebenslauf als Orgelbauer/in?

Fachliche Kenntnisse zeigen sofort die Praxiserfahrung, Zertifikate belegen sie formal, Soft Skills ergänzen sie. Alle drei gehören in den Lebenslauf, aber getrennt und konkret benannt.

Hard Skills

  • Bau und Einregulierung von Windladen und Trakturen
  • Herstellung von Holz- und Metallpfeifen (Labial- und Lingualpfeifen)
  • Stimmen und Intonieren von Orgelpfeifen
  • Restaurierung historischer Orgeln und Harmonien
  • Installation elektrischer und elektronischer Orgelsteuerungen
  • Technisches Zeichnen und Lesen von Konstruktionsplänen
  • Oberflächenbehandlung von Holz und Metall
  • CNC-gestützte Holz- und Metallbearbeitung

Zertifikate

  • Gesellenbrief Orgelbauer/in (Fachrichtung Orgelbau oder Pfeifenbau) nach OrgBAusbV
  • Meisterbrief im Orgel- und Harmoniumbauer-Handwerk nach OrgHbMstrV (Voraussetzung für selbstständige Betriebsführung seit 14.2.2020)
  • Geprüfte/r Restaurator/in im Orgel- und Harmoniumbauerhandwerk (Weiterbildung auf Meister-Ebene)
  • Industriemeister/in Fachrichtung Holz (bzw. Metall in der Fachrichtung Pfeifenbau)
  • Führerschein Klasse B (in Stellenanzeigen häufig vorausgesetzt)

Soft Skills

  • Musikalisches Gehör und Gespür für Klangqualität
  • Manuelle Präzision und Geduld
  • Reisebereitschaft und Schwindelfreiheit
  • Eigenverantwortliches Arbeiten vor Ort
  • Teamfähigkeit in Werkstatt und Montageeinsatz
  • Sorgfalt im Umgang mit historischer Bausubstanz
  • Körperliche Belastbarkeit (Arbeiten auf Emporen und Gerüsten)

Ausbildung und Gehalt als Orgelbauer/in im Überblick

AusbildungswegOrgelbauer/in ist ein staatlich anerkannter dualer Ausbildungsberuf nach der Orgelbauerausbildungsverordnung (OrgBAusbV) vom 11. Februar 2019 (BGBl. I S. 92, in Kraft seit 1. August 2019), die die bisherige Orgelbauerausbildungsverordnung von 1984 ersetzt hat. Die Ausbildung wird dual in einer Orgelbauwerkstatt und der überregionalen Fachklasse für Orgelbau an der Oscar-Walcker-Schule in Ludwigsburg durchgeführt. Nach § 2 OrgBAusbV dauert die Berufsausbildung dreieinhalb Jahre. Nach § 4 gliedert sich die Ausbildung in fachrichtungsübergreifende berufsprofilgebende Fertigkeiten sowie ab dem dritten Ausbildungsjahr in eine von zwei Fachrichtungen: a) Orgelbau oder b) Pfeifenbau; laut Berufsverband wird die Fachrichtung Pfeifenbau nur noch selten angeboten. Zu den 15 fachrichtungsübergreifenden Berufsbildpositionen zählen unter anderem das Planen von Windversorgungsanlagen, das Bauen von Schleifwindladen, das Herstellen von Holzpfeifen und offenen zylindrischen Labialpfeifen aus Metall, das Stimmen und Intonieren von Orgelpfeifen sowie das Pflegen, Warten und Reparieren von Orgeln und Harmonien. In der Fachrichtung Orgelbau kommen unter anderem das Bauen von Windladen und Windversorgungssystemen, das Herstellen von Spieltischen und Gehäusen, das Installieren elektrischer und elektronischer Bauteile sowie das Anfertigen und Montieren von Trakturteilen hinzu; in der Fachrichtung Pfeifenbau das Herstellen labialer und lingualer Metallpfeifen sowie das Kröpfen und Reparieren von Metallpfeifen. Die Ausbildung schließt mit der Gesellenprüfung ab, für die ein Gesellenstück anzufertigen ist. Rechtlich ist Orgelbau (amtliche Gewerbebezeichnung: „Orgel- und Harmoniumbauer") ein zulassungspflichtiges Handwerk nach Anlage A Nummer 53 der Handwerksordnung (Stand der aktuellen Anlage A: BGBl. I 2020, 142–143). Diese Einordnung gilt erst seit dem Vierten Gesetz zur Änderung der Handwerksordnung und anderer handwerksrechtlicher Vorschriften vom 6. Februar 2020, in Kraft seit 14. Februar 2020: Zwölf zuvor zulassungsfreie Gewerke, darunter Orgel- und Harmoniumbauer, wurden von Anlage B zurück in Anlage A überführt und damit die Meisterpflicht für die selbstständige Betriebsführung wieder eingeführt. Die Berufsausbildungsverordnung selbst (§ 1 OrgBAusbV) datiert von 2019, also vor dieser Reform, und nennt daher noch die inzwischen überholte Fundstelle „Anlage B Abschnitt 1 Nummer 44" – maßgeblich für die heutige Rechtslage ist die aktuelle Anlage A. Die Meisterpflicht betrifft nur die eigenverantwortliche, selbstständige Führung eines Orgelbaubetriebs; angestellte Gesellinnen und Gesellen benötigen keinen Meisterbrief. Die Meisterprüfung selbst ist in der Orgel- und Harmoniumbauermeisterverordnung (OrgHbMstrV) vom 23. Juli 1997 (BGBl. I S. 1915, zuletzt geändert 2022) geregelt und umfasst einen praktischen und einen fachtheoretischen Teil. Als weiterführende Qualifikation existiert die Weiterbildung zum/zur geprüften Restaurator/in im Orgel- und Harmoniumbauerhandwerk auf Meister-Ebene, außerdem die Weiterbildungen zum/zur Industriemeister/in Fachrichtung Holz (in der Fachrichtung Pfeifenbau auch Metall) und zum/zur Techniker/in für Holztechnik. Formale schulische Vorbildung ist gesetzlich nicht vorgeschrieben; Ausbildungsbetriebe erwarten in der Praxis häufig einen Realschulabschluss oder die Hochschulreife sowie handwerkliches Geschick, technisches Verständnis und musikalisches Gehör.
GehaltsspanneZum Gehalt von Orgelbauern und Orgelbauerinnen liegen unterschiedliche Angaben vor, die hier bewusst nicht gemittelt werden. Ausbildung.de nennt ein Einstiegsgehalt von 2.600 bis 2.800 Euro brutto pro Monat ohne Tarifbindung, rund 2.800 Euro nach Handwerkstarif und über 3.000 Euro nach Industrietarif; mit Berufserfahrung werden 3.000 bis 3.700 Euro brutto pro Monat genannt. Aubi-plus.de nennt für den Einstieg einen einzelnen Wert von 2.674 Euro brutto pro Monat, ohne Tarif- oder Erfahrungs-Spanne und ohne Quelldatum. Gehaltsvergleich.com, eine für den Beruf „Orgel- und Harmoniumbauer" spezifische Auswertung von 17 Datensätzen aus den letzten zwei Jahren, kommt mit einem Durchschnitt von 2.091 Euro brutto pro Monat (Spanne 1.663 bis 2.445 Euro) zu deutlich niedrigeren Werten – vermutlich auch wegen der kleinen Stichprobe und weil hier keine Differenzierung nach Tarifbindung oder Berufserfahrung vorgenommen wird. Für die selbstständige Tätigkeit als Meister/in mit eigenem Betrieb liegen keine belastbaren, unabhängig verifizierten Zahlen vor. Sowohl ausbildung.de als auch aubi-plus.de nennen zusätzlich eine Ausbildungsvergütungstabelle mit einem „4. Lehrjahr", obwohl die Ausbildung laut § 2 OrgBAusbV nur dreieinhalb Jahre dauert – diese widersprüchlichen Werte wurden nicht in die Fakten übernommen.

Was verdient man als Orgelbauer/in? Die Quellen im Vergleich

Gehaltsportale kommen für denselben Beruf zu deutlich unterschiedlichen Werten, weil sie unterschiedlich erheben. Wir stellen sie deshalb nebeneinander, statt einen Durchschnitt zu bilden.

Alle Angaben Bruttojahresgehalt, abgerufen am 11. August 2026.

Dos & Don'ts für den Orgelbauer/in-Lebenslauf

Do

  • Fachrichtung (Orgelbau oder Pfeifenbau) im Lebenslauf konkret benennen, nicht nur „Orgelbauer"
  • Konkrete Projekte nennen: Neubau, Restaurierung oder Wartung, idealerweise mit Instrumenten-/Kirchentyp
  • Meisterbrief und Gesellenbrief klar unterscheiden - das sind unterschiedliche Qualifikationsstufen
  • Spezialkenntnisse wie Stimmen, Intonieren oder Restaurierung historischer Instrumente explizit auflisten
  • Reisebereitschaft und Führerschein Klasse B nennen, wenn zutreffend - in Stellenanzeigen häufig vorausgesetzt
  • Bei Restaurierungsprojekten den denkmalpflegerischen Kontext (z. B. Zusammenarbeit mit Denkmalamt) erwähnen

Don't

  • Die Berufsbezeichnung „Orgelbaumeister/in" nicht führen, ohne die Meisterprüfung nach OrgHbMstrV bestanden zu haben
  • Meisterpflicht nicht mit der angestellten Tätigkeit als Geselle/Gesellin verwechseln - sie gilt nur für die Selbstständigkeit
  • Gehaltsangaben verschiedener Portale nicht mitteln - die Spannen weichen erheblich voneinander ab
  • Keine erfundenen Restaurierungsprojekte oder Kirchennamen ohne tatsächliche Beteiligung angeben
  • Die Fachrichtung Pfeifenbau nicht mit der häufigeren Fachrichtung Orgelbau verwechseln
  • Ausbildungsdauer nicht mit „vier Jahren" angeben - die OrgBAusbV legt dreieinhalb Jahre fest

Häufige Fragen zum Lebenslauf als Orgelbauer/in

Wie lange dauert die Ausbildung zum Orgelbauer bzw. zur Orgelbauerin?

Die duale Berufsausbildung dauert nach § 2 der Orgelbauerausbildungsverordnung (OrgBAusbV) dreieinhalb Jahre und wird in einer Orgelbauwerkstatt sowie in der überregionalen Fachklasse für Orgelbau an der Oscar-Walcker-Schule Ludwigsburg absolviert. Ab dem dritten Ausbildungsjahr wählen Auszubildende zwischen den Fachrichtungen Orgelbau und Pfeifenbau. Die Ausbildung schließt mit der Gesellenprüfung und einem selbst angefertigten Gesellenstück ab.

Ist für die Arbeit als Orgelbauer/in ein Meisterbrief nötig?

Nur für die selbstständige Führung eines eigenen Orgelbaubetriebs. Orgel- und Harmoniumbau ist seit dem 14. Februar 2020 wieder ein zulassungspflichtiges Handwerk nach Anlage A Nummer 53 der Handwerksordnung, das heißt: Wer sich selbstständig macht, braucht grundsätzlich den Meisterbrief nach der Orgel- und Harmoniumbauermeisterverordnung (OrgHbMstrV). Angestellte Gesellinnen und Gesellen benötigen keinen Meisterbrief, um in einer Werkstatt zu arbeiten.

Was ist der Unterschied zwischen den Fachrichtungen Orgelbau und Pfeifenbau?

In der Fachrichtung Orgelbau stehen der Bau von Windladen und Windversorgungssystemen, das Herstellen von Spieltischen und Gehäusen sowie das Installieren elektrischer und elektronischer Bauteile im Mittelpunkt. Die Fachrichtung Pfeifenbau konzentriert sich auf das Herstellen labialer und lingualer Metallpfeifen sowie das Kröpfen und Reparieren von Metallpfeifen. Laut Berufsverband wird die Fachrichtung Pfeifenbau inzwischen nur noch selten angeboten.

Wie viel verdient man als Orgelbauer bzw. Orgelbauerin?

Die Angaben unterscheiden sich je nach Quelle deutlich und werden hier bewusst nicht gemittelt. Ausbildung.de nennt ein Einstiegsgehalt von 2.600 bis 2.800 Euro brutto im Monat ohne Tarifbindung und 3.000 bis 3.700 Euro mit Berufserfahrung, Aubi-plus.de einen Einstiegswert von 2.674 Euro. Gehaltsvergleich.com kommt mit einer kleinen Stichprobe von 17 Datensätzen auf einen deutlich niedrigeren Durchschnitt von 2.091 Euro (Spanne 1.663 bis 2.445 Euro).

Welche Voraussetzungen sollte man für den Beruf mitbringen?

Gesetzlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. In der Praxis erwarten Ausbildungsbetriebe häufig handwerkliches Geschick, technisches Verständnis für Statik, Mechanik, Pneumatik und Elektrotechnik sowie ein gutes musikalisches Gehör, das für das spätere Stimmen und Intonieren von Orgelpfeifen wichtig ist. Reisebereitschaft und Schwindelfreiheit sind für Montage- und Wartungseinsätze in Kirchen und Konzertsälen von Vorteil.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es nach der Ausbildung?

Nach der Gesellenprüfung führt der klassische Weg zur Meisterprüfung im Orgel- und Harmoniumbauer-Handwerk nach OrgHbMstrV, die seit 2020 Voraussetzung für die Selbstständigkeit ist. Darauf aufbauend ist eine Weiterbildung zum/zur geprüften Restaurator/in im Orgel- und Harmoniumbauerhandwerk auf Meister-Ebene möglich. Alternativ stehen die Weiterbildungen zum/zur Industriemeister/in Fachrichtung Holz oder Metall sowie zum/zur Techniker/in für Holztechnik offen.

Was macht ein Orgelbauer bzw. eine Orgelbauerin konkret im Arbeitsalltag?

Zu den zentralen Aufgaben zählen laut Ausbildungsordnung das Bauen von Windladen und Trakturen, das Herstellen von Holz- und Metallpfeifen, das Stimmen und Intonieren von Orgelpfeifen sowie das Pflegen, Warten und Reparieren bestehender Orgeln und Harmonien. In der Praxis kommen je nach Betrieb Neubauprojekte, Restaurierungen historischer Instrumente und Service-Einsätze vor Ort in Kirchen und Konzertsälen hinzu, häufig mit mehrtägiger Reisetätigkeit.

Quellen

  1. OrgBAusbV - Verordnung über die Berufsausbildung zum Orgelbauer und zur Orgelbauerin, §§ 1, 2, 4, Bundesministerium der Justiz / Bundesamt für Justiz (gesetze-im-internet.de), abgerufen am 2026-08-11
  2. Anlage A HwO - Verzeichnis der Gewerbe, die als zulassungspflichtige Handwerke betrieben werden können, Nummer 53, Bundesministerium der Justiz / Bundesamt für Justiz (gesetze-im-internet.de), abgerufen am 2026-08-11
  3. Anlage B HwO - Verzeichnis der zulassungsfreien Handwerke, Bundesministerium der Justiz / Bundesamt für Justiz (gesetze-im-internet.de), abgerufen am 2026-08-11
  4. OrgHbMstrV - Orgel- und Harmoniumbauermeisterverordnung, Bundesministerium der Justiz / Bundesamt für Justiz (gesetze-im-internet.de), abgerufen am 2026-08-11
  5. Ausbildung im Orgelbau, Bund Deutscher Orgelbaumeister e. V., abgerufen am 2026-08-11
  6. Stellenangebote Orgelbau, kimeta.de (Jobbörsen-Aggregator, Sekundärquelle für reale Stellenanzeigen von Karl Schuke Berliner Orgelbauwerkstatt, Rudolf von Beckerath Orgelbau und Siegfried Schmid Orgelbau), abgerufen am 2026-08-11
  7. Orgelbauer - Gehalt und Verdienst, ausbildung.de, abgerufen am 2026-08-11
  8. Gehalt und Verdienst Orgelbauer / Orgelbauerin, aubi-plus.de, abgerufen am 2026-08-11
  9. Orgel- und Harmoniumbauer Gehalt > brutto > Verdienst, Durchschnittsgehalt, Gehaltsvergleich.com, abgerufen am 2026-08-11
  10. Jubel in 12 Gewerken: Meisterpflicht endgültig beschlossen, Deutsche Handwerks Zeitung (Fachpresse, Sekundärquelle zur Einordnung der HwO-Reform 2020), abgerufen am 2026-08-11

Der Content wurde mit Hilfe von KI erstellt, vor allem in der Recherche und Vorformulierung. Prüfung und Abnahme durch unsere Redaktion.

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Zuletzt aktualisiert am 11.08.2026