Lebenslauf Muster Glasapparatebauer/in
Vorlage, Beispiel und Formulierungen
Glasapparatebauer/in ist ein eigenständiger, dreijähriger dualer Ausbildungsberuf nach der Glasapparatebauer-Ausbildungsverordnung (GlasappAusbV) vom 15. Mai 2023, staatlich anerkannt nach Anlage A Nummer 40 der Handwerksordnung ("Glasbläser und Glasapparatebauer") sowie nach dem Berufsbildungsgesetz. Der Beruf ist eng verwandt mit, aber inhaltlich klar getrennt von Glasbläser/in: Während Glasbläser/innen künstlerisch-dekorative Gegenstände wie Ziergläser, Christbaumschmuck oder Kunstaugen fertigen, stellen Glasapparatebauer/innen technisch-wissenschaftliche Glasapparate für Labore, Forschungseinrichtungen und die Industrie her – etwa Destillations-, Extraktions- oder Reaktionsapparate, Wärmetauscher und Vakuumapparaturen aus Borosilikatglas, Quarzglas oder Weichglas. Die Ausbildung gliedert sich nicht nach frei wählbaren Fachrichtungen, sondern nach drei vom Ausbildungsbetrieb festgelegten Einsatzgebieten. Beschäftigung findet sich in Industrie- und Handwerksbetrieben, im Laborglashandel sowie in Glaswerkstätten von Universitäten und Forschungseinrichtungen. Wie bei Glasbläser/in gilt: Ein selbstständiger Betrieb im Gewerbe "Glasbläser und Glasapparatebauer" ist meisterpflichtig (Anlage A HwO).
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Profil
Glasapparatebauer/in mit Gesellenbrief nach dreijähriger dualer Ausbildung im Einsatzgebiet Borosilikatglas und mehrjähriger Berufserfahrung in der Fertigung individueller Laborglasapparate für Forschung, Lehre und Industrie. Sicherer Umgang mit Hand- und Bankbrenner, Heiß- und Kaltbearbeitung sowie dem Lesen und Erstellen technischer Fertigungszeichnungen. Erfahrung in der eigenständigen Konstruktion, Reparatur und Anpassung von Glasapparaturen (u. a. Destillations-, Extraktions- und Reaktionsapparate) nach Kundenvorgaben, mit hoher Präzision und Qualitätsbewusstsein auch bei komplexen Sonderanfertigungen.
Berufserfahrung
- Konstruktion, Herstellung und Reparatur individueller Laborglasapparate für Forschung und Lehre (u. a. Destillations- und Extraktionsapparate, Reaktionsglasapparaturen, Vakuumapparate)
- Fachliche Beratung von Wissenschaftler/innen zu technisch umsetzbaren Glaskonstruktionen anhand von Skizzen und Anforderungen
- Disposition und Verwaltung von Borosilikatglas-Halbzeugen sowie Pflege der Werkzeuge und Brenneranlagen
- Einweisung und fachliche Anleitung von Auszubildenden in der Glaswerkstatt
- Serien- und Sonderanfertigung von Laborglasgeräten nach technischen Zeichnungen für Kunden aus Forschung, Pharmazie und Chemieindustrie
- Verarbeitung von Borosilikat- und Quarzglas mit Spezialmaschinen und offener Flamme
- Qualitätskontrolle zur Sicherung von Maßhaltigkeit und Funktionalität der Glasapparate
- Reparatur, Änderung und Anpassung bestehender Glasapparaturen für Bestandskunden
- Manuelle und maschinelle Heißbearbeitung von Glasrohren und Glaskörpern im Einsatzgebiet Borosilikatglas
- Kaltbearbeitung durch Sägen, Schleifen und Bohren von Halbzeugen
- Messen und Prüfen von Halbzeugen und fertigen Glasapparaten nach Fertigungszeichnungen
Ausbildung
- Duale Ausbildung nach der Glasapparatebauer-Ausbildungsverordnung, staatlich anerkannt nach Anlage A Nr. 40 HwO
- Abschluss- bzw. Gesellenprüfung in den Prüfungsbereichen Herstellen von Glasapparaten, Bearbeiten von Halbzeugen, Technologie im Glasapparatebau, Herstellungsprozesse sowie Wirtschafts- und Sozialkunde
- Prüfungsstück: Glasapparat zur Destillation, inkl. praxisüblicher Dokumentation und auftragsbezogenem Fachgespräch
- Vertiefung in Betriebsführung, Kalkulation und Ausbildereignung zur Vorbereitung auf die Meisterprüfung im zulassungspflichtigen Handwerk (Anlage A Nr. 40 HwO)
Kenntnisse
Sprachen
Lebenslauf-Editor: Glasapparatebauer/in
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Profil
Glasapparatebauer/in mit Gesellenbrief nach dreijähriger dualer Ausbildung im Einsatzgebiet Borosilikatglas und mehrjähriger Berufserfahrung in der Fertigung individueller Laborglasapparate für Forschung, Lehre und Industrie. Sicherer Umgang mit Hand- und Bankbrenner, Heiß- und Kaltbearbeitung sowie dem Lesen und Erstellen technischer Fertigungszeichnungen. Erfahrung in der eigenständigen Konstruktion, Reparatur und Anpassung von Glasapparaturen (u. a. Destillations-, Extraktions- und Reaktionsapparate) nach Kundenvorgaben, mit hoher Präzision und Qualitätsbewusstsein auch bei komplexen Sonderanfertigungen.
Berufserfahrung
- Konstruktion, Herstellung und Reparatur individueller Laborglasapparate für Forschung und Lehre (u. a. Destillations- und Extraktionsapparate, Reaktionsglasapparaturen, Vakuumapparate)
- Fachliche Beratung von Wissenschaftler/innen zu technisch umsetzbaren Glaskonstruktionen anhand von Skizzen und Anforderungen
- Disposition und Verwaltung von Borosilikatglas-Halbzeugen sowie Pflege der Werkzeuge und Brenneranlagen
- Einweisung und fachliche Anleitung von Auszubildenden in der Glaswerkstatt
- Serien- und Sonderanfertigung von Laborglasgeräten nach technischen Zeichnungen für Kunden aus Forschung, Pharmazie und Chemieindustrie
- Verarbeitung von Borosilikat- und Quarzglas mit Spezialmaschinen und offener Flamme
- Qualitätskontrolle zur Sicherung von Maßhaltigkeit und Funktionalität der Glasapparate
- Reparatur, Änderung und Anpassung bestehender Glasapparaturen für Bestandskunden
- Manuelle und maschinelle Heißbearbeitung von Glasrohren und Glaskörpern im Einsatzgebiet Borosilikatglas
- Kaltbearbeitung durch Sägen, Schleifen und Bohren von Halbzeugen
- Messen und Prüfen von Halbzeugen und fertigen Glasapparaten nach Fertigungszeichnungen
Ausbildung
- Duale Ausbildung nach der Glasapparatebauer-Ausbildungsverordnung, staatlich anerkannt nach Anlage A Nr. 40 HwO
- Abschluss- bzw. Gesellenprüfung in den Prüfungsbereichen Herstellen von Glasapparaten, Bearbeiten von Halbzeugen, Technologie im Glasapparatebau, Herstellungsprozesse sowie Wirtschafts- und Sozialkunde
- Prüfungsstück: Glasapparat zur Destillation, inkl. praxisüblicher Dokumentation und auftragsbezogenem Fachgespräch
- Vertiefung in Betriebsführung, Kalkulation und Ausbildereignung zur Vorbereitung auf die Meisterprüfung im zulassungspflichtigen Handwerk (Anlage A Nr. 40 HwO)
Kenntnisse
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Profil
Glasapparatebauer/in mit Gesellenbrief nach dreijähriger dualer Ausbildung im Einsatzgebiet Borosilikatglas und mehrjähriger Berufserfahrung in der Fertigung individueller Laborglasapparate für Forschung, Lehre und Industrie. Sicherer Umgang mit Hand- und Bankbrenner, Heiß- und Kaltbearbeitung sowie dem Lesen und Erstellen technischer Fertigungszeichnungen. Erfahrung in der eigenständigen Konstruktion, Reparatur und Anpassung von Glasapparaturen (u. a. Destillations-, Extraktions- und Reaktionsapparate) nach Kundenvorgaben, mit hoher Präzision und Qualitätsbewusstsein auch bei komplexen Sonderanfertigungen.
Berufserfahrung
2021 - heute
Glasapparatebauer/in
Glaswerkstatt, Institut für Organische Chemie, Universität
- Konstruktion, Herstellung und Reparatur individueller Laborglasapparate für Forschung und Lehre (u. a. Destillations- und Extraktionsapparate, Reaktionsglasapparaturen, Vakuumapparate)
- Fachliche Beratung von Wissenschaftler/innen zu technisch umsetzbaren Glaskonstruktionen anhand von Skizzen und Anforderungen
- Disposition und Verwaltung von Borosilikatglas-Halbzeugen sowie Pflege der Werkzeuge und Brenneranlagen
- Einweisung und fachliche Anleitung von Auszubildenden in der Glaswerkstatt
2018 - 2021
Glasapparatebauer/in
Laborglashandel und -fertigung (Industriebetrieb)
- Serien- und Sonderanfertigung von Laborglasgeräten nach technischen Zeichnungen für Kunden aus Forschung, Pharmazie und Chemieindustrie
- Verarbeitung von Borosilikat- und Quarzglas mit Spezialmaschinen und offener Flamme
- Qualitätskontrolle zur Sicherung von Maßhaltigkeit und Funktionalität der Glasapparate
- Reparatur, Änderung und Anpassung bestehender Glasapparaturen für Bestandskunden
2018
Geselle/Gesellin (Berufseinstieg nach der Ausbildung)
Handwerksbetrieb für wissenschaftlichen Glasapparatebau
- Manuelle und maschinelle Heißbearbeitung von Glasrohren und Glaskörpern im Einsatzgebiet Borosilikatglas
- Kaltbearbeitung durch Sägen, Schleifen und Bohren von Halbzeugen
- Messen und Prüfen von Halbzeugen und fertigen Glasapparaten nach Fertigungszeichnungen
Ausbildung
2015 - 2018
Ausbildung zum Glasapparatebauer / zur Glasapparatebauerin (Einsatzgebiet Borosilikatglas)
Handwerksbetrieb für wissenschaftlichen Glasapparatebau, Berufsschule Staatliche Glasfachschule Hadamar
2023
Vorbereitungslehrgang Glasapparatebaumeister/in (begonnen)
Staatliche Glasfachschule Hadamar
Kenntnisse
- SkillNiveau
- Manuelles Heißbearbeiten (Hand- und Bankbrenner)Experte
- Maschinelles HeißbearbeitenFortgeschritten
- Kaltbearbeiten (Sägen, Schleifen, Bohren)Experte
- Lesen und Erstellen von FertigungszeichnungenFortgeschritten
- Arbeiten mit BorosilikatglasExperte
- Arbeiten mit QuarzglasGrundkenntnisse
- Mess- und Prüftechnik für GlasapparateFortgeschritten
- Qualitätssicherung und DokumentationFortgeschritten
Sprachen
- DeutschMuttersprache
- EnglischGute Kenntnisse (B2, technische Fachbegriffe)
Tätigkeiten im Lebenslauf formulieren: Glasapparatebauer/in
Herstellen von Glasapparaten
- Individuelle Glasapparate für Destillation, Extraktion und Reaktionen nach Kundenvorgaben und technischer Zeichnung gefertigt
- Wärmetauscher, Vakuumapparate und Analysegeräte aus Borosilikat- oder Quarzglas hergestellt
- Glasapparaturen aus mehreren Einzelkomponenten präzise zusammengesetzt und auf Dichtheit geprüft
Heiß- und Kaltbearbeitung
- Glasrohre und Glaskörper mit Hand- und Bankbrenner zentrisch und seitlich zusammengesetzt
- Glasrohre gebogen, verengt, zentriert und zu Kegelhülsen sowie Normschliffen verarbeitet
- Halbzeuge kalt gesägt, planschliffen und gebohrt
Reparatur und Instandsetzung
- Bestehende Laborglasapparaturen für Forschungseinrichtungen repariert und angepasst
- Schäden an Glasapparaten analysiert und Instandsetzungsmaßnahmen eigenständig durchgeführt
- Ergebnisse von Instandsetzungsarbeiten dokumentiert und mit Kunden abgestimmt
Qualitätssicherung & Kundenberatung
- Maßhaltigkeit und Funktionalität von Glasapparaten nach technischen Spezifikationen geprüft
- Wissenschaftler/innen und Kunden zu technisch umsetzbaren Glaskonstruktionen beraten
- Fertigungszeichnungen auf Plausibilität und Umsetzbarkeit geprüft und bei Abweichungen Rücksprache gehalten
Arbeitssicherheit & Nachhaltigkeit
- Arbeits- und Gesundheitsschutz im Umgang mit offener Flamme, Brennern und Abluft konsequent eingehalten
- Maßnahmen zur Energieeinsparung und Materialschonung im Fertigungsprozess umgesetzt
- Reststoffe und Halbzeuge nach betrieblichen Vorgaben sortenrein der Wiederverwertung zugeführt
Welche Kenntnisse gehören in den Lebenslauf als Glasapparatebauer/in?
Fachliche Kenntnisse zeigen sofort die Praxiserfahrung, Zertifikate belegen sie formal, Soft Skills ergänzen sie. Alle drei gehören in den Lebenslauf, aber getrennt und konkret benannt.
Hard Skills
- Manuelles und maschinelles Heißbearbeiten von Glas
- Kaltbearbeitung (Sägen, Schleifen, Bohren)
- Arbeiten mit Borosilikatglas, Quarzglas und Weichglas
- Lesen und Erstellen technischer Fertigungszeichnungen
- Herstellen und Instandsetzen von Laborglasapparaten
- Mess- und Prüftechnik für Halbzeuge und Glasapparate
- Bedienen und Warten von Spezialmaschinen und Brenneranlagen
- Qualitätssicherung und Dokumentation von Fertigungsprozessen
Zertifikate
- Gesellenbrief Glasapparatebauer/in (Anlage A Nr. 40 HwO, GlasappAusbV)
- Glasapparatebaumeister/in (Aufstiegsfortbildung, zulassungspflichtiges Handwerk)
- Industriemeister/in Fachrichtung Glas (alternative Aufstiegsfortbildung)
- Staatlich geprüfte/r Techniker/in Fachrichtung Glastechnik
- Nachweis Arbeitssicherheit im Umgang mit Druckgasflaschen/Brenneranlagen (betrieblich, je nach Arbeitgeber)
Soft Skills
- Hohe Präzision und ruhige Hand
- Geduld und Konzentrationsfähigkeit bei Einzelfertigung
- Technisches Verständnis und räumliches Vorstellungsvermögen
- Eigenständige und verantwortungsbewusste Arbeitsweise
- Belastbarkeit im Umgang mit Hitze und offener Flamme
- Kundenorientierte Kommunikation bei Sonderanfertigungen
Ausbildung und Gehalt als Glasapparatebauer/in im Überblick
| Ausbildungsweg | Glasapparatebauer/in ist ein eigenständiger, dreijähriger dualer Ausbildungsberuf, geregelt durch die Glasapparatebauer-Ausbildungsverordnung (GlasappAusbV) vom 15. Mai 2023 (BGBl. 2023 I Nr. 129), in Kraft seit 1. August 2023. Sie ersetzt die vorherige Fassung vom 21. Dezember 1983 (BGBl. I S. 1645). Rechtsgrundlage: Nach § 1 GlasappAusbV wird der Ausbildungsberuf staatlich anerkannt zum einen nach § 25 der Handwerksordnung für das zulassungspflichtige Gewerbe der Anlage A Nummer 40 "Glasbläser und Glasapparatebauer", zum anderen nach § 4 Absatz 1 des Berufsbildungsgesetzes. Damit teilt sich Glasapparatebauer/in dieselbe HwO-Rechtsgrundlage wie der eigenständige Beruf Glasbläser/in, hat aber eine komplett eigene Ausbildungsordnung mit eigenem Berufsbild (Details siehe Abgrenzungs-Abschnitt im Recherche-Protokoll). Dauer und Struktur: Die Berufsausbildung dauert drei Jahre (§ 2). Sie gliedert sich laut § 4 in 12 berufsprofilgebende Berufsbildpositionen (u. a. Herstellen von Skizzen und Fertigungszeichnungen, Planen und Vorbereiten von Arbeitsabläufen, Trennen von Glaserzeugnissen, manuelles und maschinelles Heißbearbeiten, Kaltbearbeiten, Herstellen von Glasapparaten, Nachbehandeln, Messen und Prüfen, Einsetzen und Warten von Arbeitsmitteln, Instandsetzen und Ändern, Durchführen qualitätssichernder Maßnahmen) sowie 4 integrativ zu vermittelnde Positionen (Organisation des Ausbildungsbetriebes/Arbeits- und Tarifrecht, Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, Umweltschutz und Nachhaltigkeit, digitalisierte Arbeitswelt). Einsatzgebiete statt Fachrichtungswahl: Nach § 4 Absatz 4 GlasappAusbV werden die Fertigkeiten in mindestens einem von drei Einsatzgebieten vermittelt: Borosilikatglas, Quarzglas oder Weichglas. Anders als bei Glasbläser/in wählen nicht die Auszubildenden selbst, sondern der Ausbildungsbetrieb legt fest, in welchem Einsatzgebiet ausgebildet wird. Prüfungen: Die Zwischenprüfung (§§ 6-10) soll im vierten Ausbildungshalbjahr stattfinden und umfasst die Prüfungsbereiche "Bearbeiten von Glaserzeugnissen" und "Glaseigenschaften". Die Abschluss- oder Gesellenprüfung (§§ 11-20) findet am Ende der Ausbildung statt und gliedert sich in fünf Prüfungsbereiche mit folgender Gewichtung: "Herstellen von Glasapparaten" (40 %, § 14), "Bearbeiten von Halbzeugen" (20 %, § 15), "Technologie im Glasapparatebau" (15 %, § 16), "Herstellungsprozesse" (15 %, § 17) sowie "Wirtschafts- und Sozialkunde" (10 %, § 18). Bestanden ist die Prüfung laut § 19 Absatz 2 bei mindestens "ausreichend" im Gesamtergebnis, mindestens "ausreichend" im Bereich "Herstellen von Glasapparaten", mindestens "ausreichend" in drei weiteren Bereichen und keinem Bereich mit "ungenügend". Im Prüfungsbereich "Herstellen von Glasapparaten" fertigt der Prüfling laut § 14 Absatz 2 ein Prüfungsstück, z. B. einen Glasapparat zur Destillation, zur Extraktion, für Reaktionen, einen Wärmetauscher oder ein Vakuumgerät. Schulische Voraussetzungen: Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben; in der betrieblichen Praxis wird häufig ein Realschulabschluss bevorzugt, die Ausbildung ist aber auch ohne formalen Abschluss zugänglich (Quelle: aubi-plus.de, ausbildung.de, nicht Teil der GlasappAusbV selbst). Ausbildungsstätten: Die praktische Ausbildung findet in Handwerks- und Industriebetrieben sowie in Glaswerkstätten von Universitäten und Forschungseinrichtungen statt (z. B. Uni Leipzig, Uni Tübingen, TU München). Die schulische Ausbildung erfolgt unter anderem an der Staatlichen Glasfachschule Hadamar, die neben der Berufsschule auch die Meisterschule für Glasapparatebauer/innen anbietet. Weiterbildung: Nach der Gesellenprüfung sind Aufstiegsfortbildungen zum Glasapparatebaumeister/zur Glasapparatebauermeisterin, zum/zur Industriemeister/in Fachrichtung Glas oder zum/zur staatlich geprüften Techniker/in Fachrichtung Glastechnik möglich. Da das Gewerbe "Glasbläser und Glasapparatebauer" nach Anlage A HwO zulassungspflichtig ist, benötigt eine selbstständige Betriebsführung grundsätzlich den Meisterbrief oder eine Ausnahmebewilligung/Altgesellenregelung nach § 7b HwO. |
|---|---|
| Gehaltsspanne | Zum Gehalt von Glasapparatebauer/innen liegen nur wenige, teils stark abweichende Quellen vor, die hier bewusst nicht gemittelt werden. Indeed nennt für Deutschland ein Durchschnittsgehalt von 36.286 Euro/Jahr (Spanne 32.017 bis 41.125 Euro/Jahr), allerdings auf Basis von nur 3 aus Stellenanzeigen der letzten 36 Monate ausgewerteten Datensätzen (Stand 28.07.2026) — eine sehr kleine Stichprobe für einen ohnehin seltenen Handwerksberuf. ausbildung.de beziffert den Verdienst nach der Ausbildung auf ein Einstiegsgehalt von rund 2.500 Euro/Monat brutto, einen Durchschnitt von rund 3.200 Euro/Monat brutto und bis zu 4.000 Euro/Monat brutto mit mehrjähriger Berufserfahrung (Stand 14.07.2026). Für die Ausbildungsvergütung selbst unterscheiden die Quellen deutlich nach Branche: Laut ausbildung.de zahlt das Glaserhandwerk zwischen 724 und 925 Euro/Monat im ersten Lehrjahr bis 977 bis 1.050 Euro/Monat im dritten Lehrjahr, die Glasindustrie zahlt höher (1.060 bis 1.210 Euro/Monat). aubi-plus.de nennt dagegen für die Ausbildung 1.303 Euro/Monat im ersten, 1.365 Euro/Monat im zweiten und 1.444 Euro/Monat im dritten Lehrjahr sowie ein Einstiegsgehalt von 2.900 Euro/Monat nach Abschluss. Im öffentlichen Dienst gilt eine eigene tarifliche Ausbildungsvergütung: Die Universität Tübingen nennt für die dortige Glasapparatebauer-Ausbildung eine gestaffelte Vergütung von 1.296,82 bis 1.469,51 Euro/Monat (Stand ab 01.04.2026) — diese TVöD-Sätze sind nicht mit den privatwirtschaftlichen Zahlen von ausbildung.de/aubi-plus.de vergleichbar. Große Gehaltsportale wie gehalt.de oder StepStone führen für diesen kleinen Beruf keine eigene, auswertbare Seite. |
Was verdient man als Glasapparatebauer/in? Die Quellen im Vergleich
Gehaltsportale kommen für denselben Beruf zu deutlich unterschiedlichen Werten, weil sie unterschiedlich erheben. Wir stellen sie deshalb nebeneinander, statt einen Durchschnitt zu bilden.
Indeed
32.017 € – 41.125 €, Median 36.286 €
Durchschnittliches Jahresgehalt, Basis 3 Gehaltsangaben aus Stellenanzeigen der letzten 36 Monate, Sehr kleine Stichprobe (n=3) für einen seltenen Handwerksberuf; als grober Anhaltspunkt, nicht als belastbare Statistik zu werten. Stand 28.07.2026. Nicht mit den anderen Quellen mitteln.
ausbildung.de (Verdienst nach der Ausbildung)
2.500 € – 4.000 €, Median 3.200 €
Monatliches Bruttogehalt nach abgeschlossener Ausbildung: Einstieg, Durchschnitt und Verdienst mit mehrjähriger Berufserfahrung, Seite zuletzt aktualisiert am 14.07.2026. Keine Angabe zu Stichprobengröße oder Erhebungsmethodik.
aubi-plus.de
2.900 € – 2.900 €
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung, monatlich brutto, Kein Stand-/Erhebungsdatum auf der Seite angegeben. Nennt zusätzlich eine Ausbildungsvergütung von 1.303 bis 1.444 Euro/Monat je Lehrjahr.
Universität Tübingen (TVöD, öffentlicher Dienst)
1.297 € – 1.470 €
Gestaffelte Ausbildungsvergütung im öffentlichen Dienst, monatlich, je nach Ausbildungsjahr, Gilt nur für die tarifliche Ausbildungsvergütung im öffentlichen Dienst (Hochschul-Glaswerkstätten), nicht für Gehälter nach der Ausbildung und nicht vergleichbar mit privatwirtschaftlichen Sätzen. Stand ab 01.04.2026.
Die Quellen liegen 33.086 € auseinander. Diese Differenz ist kein Fehler, sondern Folge unterschiedlicher Erhebungsmethoden und Stichproben. Nutze die Werte als Spanne, nicht als Punktwert, und prüfe im Gespräch, worauf sich eine genannte Zahl bezieht.
Alle Angaben Bruttojahresgehalt, abgerufen am 10. August 2026.
Dos & Don'ts für den Glasapparatebauer/in-Lebenslauf
Do
- Klar zwischen Glasapparatebauer/in (technisch-wissenschaftliche Glasapparate) und Glasbläser/in (künstlerisch-dekoratives Glasblasen) unterscheiden - beide teilen sich nur das HwO-Gewerbe, nicht die Ausbildungsordnung
- Das Einsatzgebiet der Ausbildung konkret benennen (Borosilikatglas, Quarzglas oder Weichglas) statt allgemein "Glasbearbeitung"
- Konkrete Apparate-Typen nennen, die selbst hergestellt oder repariert wurden (z. B. Destillationsapparate, Wärmetauscher, Vakuumapparate)
- Arbeitsumfeld klar machen (Handwerksbetrieb, Industrie, Laborglashandel oder Hochschul-/Forschungswerkstatt) - die Anforderungen unterscheiden sich deutlich
- Bei Meister- oder Technikerweiterbildung den Titel korrekt und vollständig angeben (z. B. "Glasapparatebaumeister/in", nicht nur "Meister/in")
- Erfahrung mit spezifischen Techniken konkret benennen (z. B. Kegelhülsen fertigen, Kapillarrohre zusammensetzen) statt pauschal "handwerkliches Geschick"
Don't
- Nicht "Glasbläser/in" und "Glasapparatebauer/in" als austauschbare Synonyme im Lebenslauf verwenden - es sind zwei eigenständige Ausbildungsberufe mit unterschiedlichen Verordnungen
- Nicht von einer "Fachrichtung" sprechen, wenn das "Einsatzgebiet" gemeint ist - die GlasappAusbV kennt keine frei wählbaren Fachrichtungen wie die GlasblAusbV
- Gehaltsangaben aus Ausbildung, Handwerk, Industrie und öffentlichem Dienst nicht vermischen oder mitteln - die Spannen unterscheiden sich deutlich und stammen aus unterschiedlichen Systemen
- Meisterpflicht nicht ignorieren - eine selbstständige Betriebsgründung im Gewerbe "Glasbläser und Glasapparatebauer" erfordert grundsätzlich den Meisterbrief (Anlage A HwO)
- Keine erfundenen Zertifikate, Prüfungsstücke oder Kundenprojekte angeben, die nicht tatsächlich durchgeführt wurden
- Die Berufsbezeichnung nicht verkürzen oder verfälschen (korrekt: "Glasapparatebauer/Glasapparatebauerin", nicht "Glastechniker" ohne weitere Qualifikation)
Häufige Fragen zum Lebenslauf als Glasapparatebauer/in
Ist Glasapparatebauer/in dasselbe wie Glasbläser/in?
Nein. Beide sind eigenständige, staatlich anerkannte Ausbildungsberufe mit jeweils eigener Ausbildungsordnung, die sich lediglich dasselbe HwO-Gewerbe (Anlage A Nummer 40 'Glasbläser und Glasapparatebauer') teilen. Glasbläser/in (GlasblAusbV 1998) ist künstlerisch-dekorativ geprägt (Fachrichtungen Glasgestaltung, Christbaumschmuck, Kunstaugen), Glasapparatebauer/in (GlasappAusbV 2023) ist technisch-wissenschaftlich geprägt und stellt Laborglasapparate für Forschung und Industrie her.
Wie lange dauert die Ausbildung zum Glasapparatebauer / zur Glasapparatebauerin?
Die duale Berufsausbildung dauert nach § 2 der Glasapparatebauer-Ausbildungsverordnung (GlasappAusbV) drei Jahre und endet mit der Abschluss- oder Gesellenprüfung in fünf Prüfungsbereichen.
Was sind die drei Einsatzgebiete in der Ausbildung?
Nach § 4 Absatz 4 GlasappAusbV wird in mindestens einem von drei Einsatzgebieten ausgebildet: Borosilikatglas, Quarzglas oder Weichglas. Anders als bei Glasbläser/in wählen nicht die Auszubildenden selbst, sondern der Ausbildungsbetrieb legt das Einsatzgebiet fest.
Welche Glasapparate stellen Glasapparatebauer/innen typischerweise her?
Laut § 14 Absatz 2 GlasappAusbV kommen als Prüfungsstücke unter anderem Destillations-, Extraktions- und Reaktionsapparate, Wärmetauscher, Geräte zur Dosierung und Regelung von Flüssigkeiten und Gasen, Vakuumapparate, Filterapparate sowie Geräte zur qualitativen und quantitativen Analyse in Betracht - allesamt technische Gebrauchsgegenstände für Labore und Industrie.
Ist eine selbstständige Tätigkeit als Glasapparatebauer/in meisterpflichtig?
Ja. Das Gewerbe 'Glasbläser und Glasapparatebauer' ist in Anlage A Nummer 40 der Handwerksordnung als zulassungspflichtiges Handwerk eingeordnet. Eine selbstständige Betriebsführung erfordert daher grundsätzlich den Meisterbrief (Glasapparatebaumeister/in) oder eine Ausnahmebewilligung bzw. Altgesellenregelung nach § 7b HwO. Die Anstellung als Geselle/Gesellin ist davon nicht betroffen.
Wo arbeiten Glasapparatebauer/innen?
Typische Arbeitgeber sind Industrie- und Handwerksbetriebe für Laborglas, Laborglashandlungen sowie Glaswerkstätten von Universitäten und Forschungseinrichtungen (z. B. Institute für Chemie), die eigene Laborglasapparate herstellen und reparieren.
Wie viel verdient man als Glasapparatebauer/in?
Die Angaben schwanken je nach Quelle deutlich: ausbildung.de nennt ein Einstiegsgehalt von rund 2.500 Euro/Monat brutto nach der Ausbildung und einen Durchschnitt von rund 3.200 Euro/Monat, mit Berufserfahrung bis 4.000 Euro/Monat. Indeed nennt auf Basis einer sehr kleinen Stichprobe (3 Datensätze) ein Jahresgehalt zwischen 32.017 und 41.125 Euro. Die Werte sollten wegen der unterschiedlichen Erhebungsgrundlagen nicht gemittelt werden.
Welche Weiterbildungen gibt es nach der Ausbildung?
Nach der Gesellenprüfung sind unter anderem die Aufstiegsfortbildungen zum Glasapparatebaumeister/zur Glasapparatebauermeisterin, zum/zur Industriemeister/in Fachrichtung Glas oder zum/zur staatlich geprüften Techniker/in Fachrichtung Glastechnik möglich, etwa an der Staatlichen Glasfachschule Hadamar.
Quellen
- GlasappAusbV - Verordnung über die Berufsausbildung zum Glasapparatebauer und zur Glasapparatebauerin, Bundesministerium der Justiz / Bundesamt für Justiz (gesetze-im-internet.de), abgerufen am 2026-08-10
- Anlage (Ausbildungsrahmenplan) zur GlasappAusbV, Bundesministerium der Justiz / Bundesamt für Justiz (gesetze-im-internet.de), abgerufen am 2026-08-10
- Anlage A HwO, Position 40 Glasbläser und Glasapparatebauer, Bundesministerium der Justiz / Bundesamt für Justiz (gesetze-im-internet.de), abgerufen am 2026-08-09 (aus vorheriger Recherche zu Glasbläser/in übernommen, Rechtsgrundlage in § 1 GlasappAusbV erneut bestätigt)
- Gehalt für Jobs als Glasapparatebauer (m/w/d) in Deutschland, Indeed, abgerufen am 2026-08-10
- Ausbildung zum Glasapparatebauer - Gehalt, ausbildung.de, abgerufen am 2026-08-10
- Glasapparatebauer Ausbildung - Gehalt und Verdienst, aubi-plus.de, abgerufen am 2026-08-10
- Glasapparatebauer/in an der Universität Tübingen, Universität Tübingen, abgerufen am 2026-08-10
- Glasapparatebauer/in - Universität Leipzig, Berufsausbildung, Universität Leipzig, abgerufen am 2026-08-10
- Berufsbild Glasapparatebauer/in, glas-im-labor.de (Wolfgang Eger), abgerufen am 2026-08-10
- Stellenanzeige: Glasapparatebauer / Glasbläser für Laborglasgeräte (m/w/d), Burdich Laborbedarf & Co. KG (via trabajo.org), abgerufen am 2026-08-10
- Staatliche Glasfachschule Hadamar - Ausbildung und Meisterschule, Staatliche Fachschule Weilburg-Hadamar, abgerufen am 2026-08-10
Der Content wurde mit Hilfe von KI erstellt, vor allem in der Recherche und Vorformulierung. Prüfung und Abnahme durch unsere Redaktion.
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Zuletzt aktualisiert am 11.08.2026