Lebenslauf Muster Bürsten- und Pinselmacher/in
Vorlage, Beispiel und Formulierungen
Bürsten- und Pinselmacher/in ist ein staatlich anerkannter dualer Ausbildungsberuf nach § 4 Absatz 1 des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und § 25 der Handwerksordnung (HwO), geregelt durch die Bürsten- und Pinselmacherausbildungsverordnung (BüPinAusbV) vom 8. Juni 2017 – eine Modernisierung der Vorgängerverordnung von 1984, kein Auslaufmodell. Das Gewerbe ist in Anlage B, Abschnitt 2, Nummer 25 der Handwerksordnung als zulassungsfreies handwerksähnliches Gewerbe eingeordnet: Für eine Betriebsgründung ist kein Meisterbrief nötig, eine zweiteilige Meisterprüfung (BürstPiMstrV, ebenfalls 2021 modernisiert) ist freiwillig möglich. Die Ausbildung dauert drei Jahre und wird in einem von zwei Schwerpunkten absolviert: Herstellen von Bürsten oder Herstellen von Pinseln. Bundesweit gibt es dafür nur einen Berufsschulstandort, in Bechhofen (Mittelfranken, Bayern), organisiert als Blockunterricht. Der Beruf ist damit selten, aber – laut Monika Hackel vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) – kein „aussterbender“, sondern ein „seltener“ Beruf: Ausbildungsplätze und Fachkräftestellen werden weiterhin real besetzt, etwa in Kunstpinsel-Manufakturen und bei Industriebürstenherstellern. Einsatzfelder reichen von Kosmetik- und Künstlerpinseln über Malerbedarf bis zu technischen Bürsten für Maschinenbau, Medizintechnik, Lebensmittelverarbeitung und Automotive.
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Profil
Gelernte Bürsten- und Pinselmacherin mit Schwerpunkt Pinselherstellung und über 8 Jahren Erfahrung in der Fertigung von Kosmetik-, Künstler- und Sonderanfertigungspinseln. Sicher im manuellen und maschinellen Portionieren, Wegbinden, Kitten und Beschneiden sowie in der Auswahl von Naturhaar- und Kunstfasermischungen je nach Einsatzzweck. Ausbildung mit Blockunterricht an der bundesweit einzigen Berufsschule für dieses Handwerk in Bechhofen (Mittelfranken), seit 2022 zusätzlich Bürsten- und Pinselmachermeisterin mit Verantwortung für Qualitätssicherung und Ausbildung. Arbeitet präzise, mit gutem Auge für Materialqualität und Gespür für die Anforderungen unterschiedlichster Kundengruppen – vom Kosmetikhersteller bis zum Künstleratelier.
Berufserfahrung
- Qualitätssicherung und Endkontrolle für Kosmetik-, Künstler- und Sonderanfertigungspinsel nach ISO-9001-Vorgaben
- Auswahl und Mischung von Naturhaar- (Marder, Ziege) und Kunstfasern je nach Produktanforderung
- Einrichten, Bedienen und Warten von CNC-gesteuerten Stopf- und Bindemaschinen
- Ausbildung und fachliche Anleitung von zwei Auszubildenden im Schwerpunkt Pinsel
- Manuelles Fertigen von Kosmetik- und Künstlerpinseln durch Portionieren, Abwiegen, Wegbinden, Formen, Kitten, Ausputzen und Beschneiden
- Maschinelles Fertigen durch Abteilen, Einlagen-Einsetzen, Auf-Länge-Ziehen sowie Aufsetzen und Aufpressen von Stielen
- Fertigungsabläufe gesteuert und kontrolliert, Störungen erkannt und behoben
- Werkstattleitung bei Sonderanfertigungen für Kunstateliers beraten
Ausbildung
- Duale Ausbildung mit Schwerpunkt Pinselherstellung nach BüPinAusbV, Abschluss mit Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer
- Blockunterricht an der bundesweit einzigen Berufsschule für dieses Handwerk in Bechhofen (Mittelfranken)
- Schwerpunkte: Zurichten von Bestückungsmaterialien, manuelles und maschinelles Herstellen von Pinseln, Materialkunde Naturhaar und Kunstfasern
- Meisterprüfungsprojekt und Fachgespräch im Schwerpunkt Pinselherstellung (Teil I nach BürstPiMstrV)
- Handlungsfelder Kundenanforderungen analysieren, Produkte herstellen/kontrollieren/übergeben sowie Betrieb führen und organisieren (Teil II)
- Freiwillige Höherqualifizierung – keine Marktzugangsvoraussetzung, da das Gewerbe zulassungsfrei ist (Anlage B HwO)
Kenntnisse
Sprachen
Lebenslauf-Editor: Bürsten- und Pinselmacher/in
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Profil
Gelernte Bürsten- und Pinselmacherin mit Schwerpunkt Pinselherstellung und über 8 Jahren Erfahrung in der Fertigung von Kosmetik-, Künstler- und Sonderanfertigungspinseln. Sicher im manuellen und maschinellen Portionieren, Wegbinden, Kitten und Beschneiden sowie in der Auswahl von Naturhaar- und Kunstfasermischungen je nach Einsatzzweck. Ausbildung mit Blockunterricht an der bundesweit einzigen Berufsschule für dieses Handwerk in Bechhofen (Mittelfranken), seit 2022 zusätzlich Bürsten- und Pinselmachermeisterin mit Verantwortung für Qualitätssicherung und Ausbildung. Arbeitet präzise, mit gutem Auge für Materialqualität und Gespür für die Anforderungen unterschiedlichster Kundengruppen – vom Kosmetikhersteller bis zum Künstleratelier.
Berufserfahrung
- Qualitätssicherung und Endkontrolle für Kosmetik-, Künstler- und Sonderanfertigungspinsel nach ISO-9001-Vorgaben
- Auswahl und Mischung von Naturhaar- (Marder, Ziege) und Kunstfasern je nach Produktanforderung
- Einrichten, Bedienen und Warten von CNC-gesteuerten Stopf- und Bindemaschinen
- Ausbildung und fachliche Anleitung von zwei Auszubildenden im Schwerpunkt Pinsel
- Manuelles Fertigen von Kosmetik- und Künstlerpinseln durch Portionieren, Abwiegen, Wegbinden, Formen, Kitten, Ausputzen und Beschneiden
- Maschinelles Fertigen durch Abteilen, Einlagen-Einsetzen, Auf-Länge-Ziehen sowie Aufsetzen und Aufpressen von Stielen
- Fertigungsabläufe gesteuert und kontrolliert, Störungen erkannt und behoben
- Werkstattleitung bei Sonderanfertigungen für Kunstateliers beraten
Ausbildung
- Duale Ausbildung mit Schwerpunkt Pinselherstellung nach BüPinAusbV, Abschluss mit Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer
- Blockunterricht an der bundesweit einzigen Berufsschule für dieses Handwerk in Bechhofen (Mittelfranken)
- Schwerpunkte: Zurichten von Bestückungsmaterialien, manuelles und maschinelles Herstellen von Pinseln, Materialkunde Naturhaar und Kunstfasern
- Meisterprüfungsprojekt und Fachgespräch im Schwerpunkt Pinselherstellung (Teil I nach BürstPiMstrV)
- Handlungsfelder Kundenanforderungen analysieren, Produkte herstellen/kontrollieren/übergeben sowie Betrieb führen und organisieren (Teil II)
- Freiwillige Höherqualifizierung – keine Marktzugangsvoraussetzung, da das Gewerbe zulassungsfrei ist (Anlage B HwO)
Kenntnisse
Sprachen
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Profil
Gelernte Bürsten- und Pinselmacherin mit Schwerpunkt Pinselherstellung und über 8 Jahren Erfahrung in der Fertigung von Kosmetik-, Künstler- und Sonderanfertigungspinseln. Sicher im manuellen und maschinellen Portionieren, Wegbinden, Kitten und Beschneiden sowie in der Auswahl von Naturhaar- und Kunstfasermischungen je nach Einsatzzweck. Ausbildung mit Blockunterricht an der bundesweit einzigen Berufsschule für dieses Handwerk in Bechhofen (Mittelfranken), seit 2022 zusätzlich Bürsten- und Pinselmachermeisterin mit Verantwortung für Qualitätssicherung und Ausbildung. Arbeitet präzise, mit gutem Auge für Materialqualität und Gespür für die Anforderungen unterschiedlichster Kundengruppen – vom Kosmetikhersteller bis zum Künstleratelier.
Berufserfahrung
2022 - heute
Bürsten- und Pinselmachermeisterin / Qualitätssicherung
Pinselmanufaktur Hartinger GmbH, Nürnberg
- Qualitätssicherung und Endkontrolle für Kosmetik-, Künstler- und Sonderanfertigungspinsel nach ISO-9001-Vorgaben
- Auswahl und Mischung von Naturhaar- (Marder, Ziege) und Kunstfasern je nach Produktanforderung
- Einrichten, Bedienen und Warten von CNC-gesteuerten Stopf- und Bindemaschinen
- Ausbildung und fachliche Anleitung von zwei Auszubildenden im Schwerpunkt Pinsel
2019 - 2022
Gesellin Bürsten- und Pinselmacherin, Schwerpunkt Pinsel
Pinselmanufaktur Hartinger GmbH, Nürnberg
- Manuelles Fertigen von Kosmetik- und Künstlerpinseln durch Portionieren, Abwiegen, Wegbinden, Formen, Kitten, Ausputzen und Beschneiden
- Maschinelles Fertigen durch Abteilen, Einlagen-Einsetzen, Auf-Länge-Ziehen sowie Aufsetzen und Aufpressen von Stielen
- Fertigungsabläufe gesteuert und kontrolliert, Störungen erkannt und behoben
- Werkstattleitung bei Sonderanfertigungen für Kunstateliers beraten
Ausbildung
2016 - 2019
Ausbildung zur Bürsten- und Pinselmacherin, Schwerpunkt Pinsel
Pinselmanufaktur Hartinger GmbH, Nürnberg / Staatliches Berufliches Schulzentrum Rothenburg-Dinkelsbühl, Standort Bechhofen
2022
Bürsten- und Pinselmachermeisterin (Meisterbrief, Teile I und II)
Handwerkskammer für Mittelfranken
Kenntnisse
- Pinselherstellung (Naturhaar und Kunstfasern)Experte
- Manuelles Portionieren, Wegbinden und KittenExperte
- Maschinelle Fertigung (Stopf- und Bindemaschinen)Fortgeschritten
- Materialkunde Tierhaare, Naturborsten und KunstfasernFortgeschritten
- Qualitätssicherung nach ISO 9001Fortgeschritten
- Maschineneinrichtung und -wartungFortgeschritten
Sprachen
- DeutschMuttersprache
- EnglischGrundkenntnisse
Tätigkeiten im Lebenslauf formulieren: Bürsten- und Pinselmacher/in
Pinselherstellung
- Kosmetik- und Künstlerpinsel manuell durch Portionieren, Abwiegen, Wegbinden, Formen, Kitten, Ausputzen und Beschneiden gefertigt
- Pinsel maschinell durch Abteilen, Einlagen-Einsetzen, Auf-Länge-Ziehen sowie Aufsetzen und Aufpressen von Deckeln und Stielen hergestellt
- Sonderanfertigungen für Kunstateliers und Kosmetikhersteller nach Kundenvorgaben umgesetzt
Bürstenherstellung
- Bürsten manuell durch Portionieren, Abwiegen, Einziehen, Ausputzen und Beschneiden gefertigt
- Bürsten maschinell durch Portionieren, Einstanzen bzw. Drehen, Ausputzen und Beschneiden hergestellt
- Technische Bürsten für Maschinenbau- und Reinigungsanwendungen nach Spezifikation produziert
Materialauswahl und Bestückung
- Bestückungsmaterialien (Tierhaare, Naturborsten, Kunstfasern) je nach Verwendungszweck ausgewählt und Mischungen zusammengestellt
- Bürsten- und Pinselkörper aus Holz, Kunststoff und Metall be- und verarbeitet
- Werk- und Hilfsstoffe unter Berücksichtigung von Eigenschaften und Verwendungszweck gelagert und verarbeitet
Maschineneinrichtung und Fertigungssteuerung
- Maschinen, technische Anlagen und Systeme eingerichtet, bedient und Fertigungsparameter eingestellt
- Fertigungsabläufe gesteuert und kontrolliert, Störungen festgestellt und Maßnahmen zur Behebung ergriffen
- Geräte und Maschinen kontrolliert, gewartet und instand gehalten
Qualitätssicherung und Kundenorientierung
- Endkontrollen durchgeführt und Maßnahmen zur Qualitätssicherung ergriffen und begründet
- Arbeitszusammenhänge erkannt und Qualität der Arbeitsergebnisse kontrolliert
- Kundenanforderungen analysiert und passgenaue Lösungen für Sonderanfertigungen erarbeitet
Welche Kenntnisse gehören in den Lebenslauf als Bürsten- und Pinselmacher/in?
Fachliche Kenntnisse zeigen sofort die Praxiserfahrung, Zertifikate belegen sie formal, Soft Skills ergänzen sie. Alle drei gehören in den Lebenslauf, aber getrennt und konkret benannt.
Hard Skills
- Manuelle und maschinelle Bürsten- und Pinselherstellung
- Materialkunde Tierhaare, Naturborsten und Kunstfasern
- Zurichten und Mischen von Bestückungsmaterialien
- Einrichten, Bedienen und Warten von Fertigungsmaschinen
- Fertigungsplanung und Steuerung von Produktionsabläufen
- Qualitätskontrolle und Endkontrolle von Fertigprodukten
- Materialkunde Holz, Kunststoff und Metall für Bürsten- und Pinselkörper
- Lesen und Umsetzen technischer Zeichnungen und Fertigungsvorgaben
Zertifikate
- Gesellenbrief Bürsten- und Pinselmacher/in, Schwerpunkt Bürsten oder Pinsel (nach BüPinAusbV)
- Bürsten- und Pinselmachermeister/in (Meisterbrief Teile I und II nach BürstPiMstrV 2021, freiwillig, keine Zulassungsvoraussetzung)
- Ausbildereignungsprüfung (AEVO), regelmäßig Teil der Meisterqualifikation
- Zertifizierung nach ISO 9001 (betriebsabhängig, insbesondere in industriellen Fertigungsbetrieben)
Soft Skills
- Handwerkliches Geschick und Feinmotorik
- Sorgfalt und Geduld bei sich wiederholenden Arbeitsschritten
- Genaues Auge für Materialqualität und Verarbeitung
- Technisches Verständnis für Maschinen und Fertigungsprozesse
- Kundenorientierung bei Sonderanfertigungen
- Teamfähigkeit in kleinen Werkstattteams
- Selbstständige, sorgfältige Arbeitsweise
Ausbildung und Gehalt als Bürsten- und Pinselmacher/in im Überblick
| Ausbildungsweg | Bürsten- und Pinselmacher/in ist ein staatlich anerkannter dualer Ausbildungsberuf nach § 4 Absatz 1 des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und § 25 der Handwerksordnung (HwO). Rechtsgrundlage ist die Verordnung über die Berufsausbildung zum Bürsten- und Pinselmacher und zur Bürsten- und Pinselmacherin (Bürsten- und Pinselmacherausbildungsverordnung – BüPinAusbV) vom 8. Juni 2017 (BGBl. I S. 1559), die am 1. August 2017 in Kraft trat und die vorherige Bürsten- und Pinselmacher-Ausbildungsverordnung vom 14. Dezember 1984 abgelöst hat (§ 18 BüPinAusbV). Die Ausbildung dauert drei Jahre (§ 2). Einordnung in die Handwerksordnung: Das Gewerbe ist in Anlage B Abschnitt 2 Nummer 25 der HwO als „Bürsten- und Pinselmacher“ gelistet (Fundstelle: BGBl. I 2020, 143-144) – ein zulassungsfreies handwerksähnliches Gewerbe. Anders als bei zulassungspflichtigen Anlage-A-Handwerken ist für die Gründung eines eigenen Betriebs kein Meisterbrief erforderlich. Struktur der Ausbildung (§ 4 BüPinAusbV): Die Ausbildung gliedert sich in schwerpunktübergreifende berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten (Planen und Vorbereiten von Arbeitsabläufen, Zurichten von Bestückungsmaterialien, Lagern von Materialien, Einrichten und Bedienen von Maschinen, technischen Anlagen und Systemen, Einstellen von Fertigungsparametern sowie Herstellen von Bürsten UND Herstellen von Pinseln) und einen von zwei wählbaren Schwerpunkten: a) Herstellen von Bürsten oder b) Herstellen von Pinseln. Hinzu kommen integrativ vermittelte Inhalte wie Berufsbildung sowie Arbeits- und Tarifrecht, Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebs, Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit, Umweltschutz sowie das Durchführen qualitätssichernder Maßnahmen (§ 4 Absatz 3). Abschluss- oder Gesellenprüfung (§§ 12-16 BüPinAusbV): Die Prüfung findet in drei Bereichen statt: Produktionsauftrag (praktische Fertigung, Prüfungszeit insgesamt 8 Stunden – im Schwerpunkt Bürsten z. B. manuelles Fertigen von drei unterschiedlichen Bürstenarten mit je zwei Bürsten gleicher Größe sowie maschinelles Fertigen einer Bürstenart mit sechs Bürsten einer Größe; im Schwerpunkt Pinsel manuelles Fertigen von drei unterschiedlichen Pinselarten mit je zwölf Pinseln sowie maschinelles Fertigen einer Pinselart mit zwölf Pinseln einer Größe, jeweils mit einem auftragsbezogenen Fachgespräch), Arbeitsplanung und Technologie (240 Minuten schriftliche Bearbeitung) sowie Wirtschafts- und Sozialkunde. Einzige Berufsschule Deutschlands: Der Berufsschulunterricht für dieses Gewerbe findet bundesweit ausschließlich in Bechhofen (Mittelfranken, Bayern) statt, einer Außenstelle des Staatlichen Beruflichen Schulzentrums Rothenburg-Dinkelsbühl, organisiert als Blockunterricht, damit auch auswärtige Auszubildende teilnehmen können (übereinstimmend bestätigt durch handwerk.de und den Verband der Deutschen Pinsel- und Bürstenhersteller e. V., VDPB). Freiwillige Meisterqualifikation: Wer sich weiterqualifizieren möchte, kann die zweiteilige Meisterprüfung nach der Verordnung über die Meisterprüfung in den Teilen I und II im Bürsten- und Pinselmacher-Gewerbe (BürstPiMstrV) von 2021 ablegen. Teil I umfasst ein Meisterprüfungsprojekt mit Fachgespräch, Teil II die Handlungsfelder „Anforderungen von Kunden eines Bürsten- und Pinselmacher-Betriebs analysieren, Lösungen erarbeiten und anbieten“, „Produkte eines Bürsten- und Pinselmacher-Betriebs herstellen, kontrollieren und übergeben“ sowie „Einen Bürsten- und Pinselmacher-Betrieb führen und organisieren“. Da das Gewerbe zulassungsfrei ist, ist der Meisterbrief keine Marktzugangsvoraussetzung, ermöglicht aber die Ausbildung von Lehrlingen, den Zugang zu einem Studium ohne Abitur sowie die selbstständige Betriebsführung mit erweiterten kaufmännischen Kenntnissen. Seltenheit, mit Primärquelle statt Bauchgefühl: Laut einer dpa-Meldung („Nische statt Masse: Was die Ausbildung in seltenen Berufen bringt“, u. a. bei t-online.de veröffentlicht) zählt Bürsten- und Pinselmacher/in zu den seltenen, aber nicht aussterbenden Ausbildungsberufen. Monika Hackel vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) wird darin wörtlich zitiert: „Es handelt sich nicht um aussterbende, sondern um seltene Berufe“, und ergänzt, dass eine vollständige Auflösung eines Ausbildungsberufs „nur sehr selten“ vorkomme. Konkrete bundesweite Zahlen zu Ausbildungsbetrieben oder aktuell Auszubildenden waren im Rahmen dieser Recherche nicht auffindbar (siehe Lücken im Recherche-Protokoll, docs/research-buersten-pinselmacher.md). |
|---|---|
| Gehaltsspanne | Zum Gehalt von Bürsten- und Pinselmacher/innen liegen drei Portale mit spürbar unterschiedlichen Zahlen vor, die hier bewusst nicht gemittelt werden. Aubi-plus.de nennt eine Ausbildungsvergütung von 760 €/870 €/980 € (1.-3. Lehrjahr, als Durchschnittswerte ohne genanntes Stand-Datum) und ein Einstiegsgehalt von 2.796 € brutto/Monat nach der Ausbildung. Ausbildung.de (Stand 14.7.2026) nennt eine niedrigere Mindestvergütung von 682 €/805 €/921 € und weist ausdrücklich darauf hin, dass keine bundeseinheitliche Tarifbindung besteht („Bei einem Tarifvertrag kannst du von einem höheren Gehalt ausgehen“); das Einstiegsgehalt wird dort mit rund 2.000 € und die Spanne mit Berufserfahrung mit 2.500-3.000 € brutto/Monat angegeben. Steuerklassen.com nennt die niedrigste Ausbildungsvergütung (ca. 600 €/660 €/700 €), ein Einstiegsgehalt von rund 1.650 € und ein Durchschnittsgehalt von 2.567,50 € brutto/Monat (30.810 €/Jahr, Stundensatz 16,01 €), mit Erfahrung bis 2.500 € und in Spezialwerkstätten mit Provisionen bis 3.000 €; die Seite beruft sich dabei auf die Bundesagentur für Arbeit als Primärquelle, ohne dies über einen Link zu belegen – diese Zuordnung wird deshalb nicht unabhängig verifiziert übernommen, nur die Portal-eigene Zahl wird zitiert. Auffällig ist, dass alle drei Portale für das erste Lehrjahr unterschiedliche Vergütungen nennen (600 € bis 760 €), ohne dass ein gemeinsamer Tarifanker erkennbar wäre – ausbildung.de bestätigt selbst das Fehlen eines bundesweiten Tarifvertrags für dieses sehr kleine Gewerk. Ein Eintrag im Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit war trotz zweier gefundener Beruf-IDs (1552, 130313) technisch nicht auswertbar (JS-gerendert, siehe Recherche-Protokoll); amtliche Vergleichszahlen fehlen daher in diesem Datensatz. |
Was verdient man als Bürsten- und Pinselmacher/in? Die Quellen im Vergleich
Gehaltsportale kommen für denselben Beruf zu deutlich unterschiedlichen Werten, weil sie unterschiedlich erheben. Wir stellen sie deshalb nebeneinander, statt einen Durchschnitt zu bilden.
aubi-plus.de
2.796 € – 2.796 €
Einstiegsgehalt brutto/Monat nach abgeschlossener Ausbildung, als Durchschnittswert bezeichnet, ohne genanntes Stand-Datum, Ausbildungsvergütung laut selber Quelle 760 €/870 €/980 € (1.-3. Lehrjahr). Nicht mit den anderen beiden Portalen mitteln.
ausbildung.de
2.500 € – 3.000 €
Bruttomonatsgehalt mit Berufserfahrung, Stand der Seite 14.7.2026, Einstiegsgehalt ca. 2.000 €/Monat direkt nach der Ausbildung. Mindestausbildungsvergütung 682 €/805 €/921 € (1.-3. Lehrjahr); Seite weist explizit auf fehlende bundeseinheitliche Tarifbindung hin. Zeigte bei Abruf 0 freie Ausbildungsplätze bundesweit.
steuerklassen.com
Median 2.568 €
Durchschnittliches Bruttomonatsgehalt (30.810 €/Jahr, Stundensatz 16,01 €), Berufung auf Bundesagentur für Arbeit ohne verlinkte Primärquelle, Einstiegsgehalt laut Quelle ca. 1.650 €, mit Erfahrung bis 2.500 €, in Spezialwerkstätten mit Provisionen bis 3.000 €. Ausbildungsvergütung ca. 600 €/660 €/700 € (1.-3. Lehrjahr) – niedrigste der drei Portalangaben. Nicht mit den anderen beiden Portalen mitteln.
Alle Angaben Bruttojahresgehalt, abgerufen am 11. August 2026.
Dos & Don'ts für den Bürsten- und Pinselmacher/in-Lebenslauf
Do
- Schwerpunkt (Bürsten oder Pinsel) im Lebenslauf konkret benennen, nicht nur allgemein „Bürsten- und Pinselmacher/in“
- Manuelle und maschinelle Fertigungstechniken getrennt aufführen, wenn beide beherrscht werden
- Materialkenntnisse konkret benennen (z. B. Marderhaar, Ziegenhaar, Kunstfasern, Eichenholz)
- Meisterbrief klar von der Gesellenprüfung unterscheiden - beide sind unterschiedliche Qualifikationsstufen
- Einsatzbranche konkret nennen (Kosmetik, Kunst, Malerbedarf, Industrie, Medizintechnik)
- Erfahrung mit Qualitätsmanagementsystemen (z. B. ISO 9001) angeben, falls vorhanden
Don't
- Die freiwillige Meisterqualifikation nicht als gesetzliche Zulassungsvoraussetzung darstellen - das Gewerbe ist zulassungsfrei (Anlage B HwO)
- Die historische Bezeichnung „Bürstenbinder/in“ nicht unkommentiert mit dem aktuellen Ausbildungsberuf gleichsetzen
- Gehaltsangaben aus verschiedenen Portalen nicht vermischen oder mitteln - die Spannen weichen erheblich voneinander ab
- Keine erfundenen Betriebs- oder Auszubildendenzahlen angeben - belastbare bundesweite Statistiken fehlen
- Den Beruf nicht als „aussterbend“ bezeichnen - laut BIBB handelt es sich um einen seltenen, aber aktiv ausgebildeten Beruf
- Ausbildungsschwerpunkt und tatsächlich ausgeübte Tätigkeit nicht vermischen, falls nach der Ausbildung der Schwerpunkt gewechselt wurde
Häufige Fragen zum Lebenslauf als Bürsten- und Pinselmacher/in
Ist Bürsten- und Pinselmacher/in noch ein aktueller Ausbildungsberuf?
Ja. Die Bürsten- und Pinselmacherausbildungsverordnung (BüPinAusbV) vom 8. Juni 2017 ist gültiges Recht und hat die Vorgängerverordnung von 1984 abgelöst - der Beruf wurde damit aktiv modernisiert, nicht abgeschafft. Die duale Ausbildung dauert drei Jahre und wird mit einer Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer abgeschlossen.
Braucht man einen Meisterbrief, um einen eigenen Betrieb zu eröffnen?
Nein. Das Gewerbe steht in Anlage B, Abschnitt 2, Nummer 25 der Handwerksordnung und ist damit ein zulassungsfreies handwerksähnliches Gewerbe. Ein Meisterbrief nach der Verordnung BürstPiMstrV (2021) ist möglich, aber freiwillig - er ist keine Voraussetzung für die Betriebsgründung, ermöglicht jedoch die Ausbildung von Lehrlingen und den Zugang zu einem Studium ohne Abitur.
Was ist der Unterschied zwischen den Ausbildungsschwerpunkten Bürsten und Pinsel?
Die Ausbildung nach § 4 BüPinAusbV umfasst zunächst schwerpunktübergreifende Grundlagen (Planen von Arbeitsabläufen, Zurichten von Bestückungsmaterialien, Maschinenbedienung) und dann einen von zwei wählbaren Schwerpunkten: Herstellen von Bürsten oder Herstellen von Pinseln. Bürsten werden u. a. durch Einziehen, Einstanzen oder Drehen gefertigt, Pinsel durch Wegbinden, Formen, Kitten und Stiele-Aufsetzen - unterschiedliche Handgriffe und Maschinen für unterschiedliche Endprodukte.
Wo findet die Berufsschule für diesen Ausbildungsberuf statt?
Bundesweit gibt es nur einen Berufsschulstandort: Bechhofen in Mittelfranken (Bayern), eine Außenstelle des Staatlichen Beruflichen Schulzentrums Rothenburg-Dinkelsbühl. Der Unterricht findet als Blockunterricht statt, damit auch Auszubildende aus anderen Regionen Deutschlands teilnehmen können.
Wie viel verdient man als Bürsten- und Pinselmacher/in?
Die Angaben dreier Gehaltsportale weichen spürbar voneinander ab und sollten nicht gemittelt werden: Aubi-plus.de nennt ein Einstiegsgehalt von 2.796 €/Monat brutto, ausbildung.de rund 2.000 € Einstieg mit einer Spanne von 2.500-3.000 € mit Berufserfahrung, steuerklassen.com ein Durchschnittsgehalt von 2.567,50 €/Monat. Auch die Ausbildungsvergütung unterscheidet sich je nach Quelle deutlich (600-760 € im ersten Lehrjahr), da keine bundeseinheitliche Tarifbindung besteht.
Ist der Beruf vom Aussterben bedroht?
Nein, laut Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) nicht. Die BIBB-Expertin Monika Hackel stellt in einer dpa-Meldung klar: „Es handelt sich nicht um aussterbende, sondern um seltene Berufe“ - eine vollständige Auflösung eines Ausbildungsberufs komme nur sehr selten vor. Reale, aktuell offene Ausbildungs- und Fachkräftestellen bei Manufakturen bestätigen, dass der Beruf weiterhin besetzt wird.
Welche Materialien verarbeiten Bürsten- und Pinselmacher/innen?
Für die Bestückung kommen Tierhaare (z. B. Marder- oder Ziegenhaar), Naturborsten und Kunstfasern zum Einsatz, für die Körper und Stiele Holz, Kunststoff und Metall. Die Auswahl richtet sich nach dem Verwendungszweck - von feinen Kosmetik- und Künstlerpinseln bis zu robusten technischen Bürsten für Industrieanwendungen.
Kann man sich nach der Ausbildung zum Meister weiterbilden?
Ja. Die Verordnung über die Meisterprüfung in den Teilen I und II im Bürsten- und Pinselmacher-Gewerbe (BürstPiMstrV) von 2021 regelt eine zweiteilige Prüfung: Teil I mit Meisterprüfungsprojekt und Fachgespräch, Teil II mit den Handlungsfeldern Kundenanforderungen analysieren, Produkte herstellen/kontrollieren/übergeben sowie einen Betrieb führen und organisieren. Da das Gewerbe zulassungsfrei ist, ist dies eine freiwillige Höherqualifizierung, keine Zugangsvoraussetzung.
Quellen
- BüPinAusbV - Verordnung über die Berufsausbildung zum Bürsten- und Pinselmacher und zur Bürsten- und Pinselmacherin, Bundesministerium der Justiz / Bundesamt für Justiz (gesetze-im-internet.de), abgerufen am 2026-08-11
- BüPinAusbV § 1 - Staatliche Anerkennung des Ausbildungsberufes, gesetze-im-internet.de, abgerufen am 2026-08-11
- BüPinAusbV § 4 - Struktur der Berufsausbildung, Ausbildungsberufsbild, gesetze-im-internet.de, abgerufen am 2026-08-11
- BüPinAusbV §§ 13-14 - Prüfungsbereiche Produktionsauftrag / Arbeitsplanung und Technologie, gesetze-im-internet.de, abgerufen am 2026-08-11
- BüPinAusbV § 18 - Inkrafttreten, Außerkrafttreten, gesetze-im-internet.de, abgerufen am 2026-08-11
- Handwerksordnung (HwO), Anlage B Abschnitt 2 - Handwerksähnliche Gewerbe, gesetze-im-internet.de, abgerufen am 2026-08-11
- BürstPiMstrV - Verordnung über die Meisterprüfung in den Teilen I und II im Bürsten- und Pinselmacher-Gewerbe, gesetze-im-internet.de, abgerufen am 2026-08-11
- Bürsten- und Pinselmacher/-in werden, Das Handwerk (handwerk.de), abgerufen am 2026-08-11
- Aus- und Weiterbildung, Verband der Deutschen Pinsel- und Bürstenhersteller e. V. (VDPB), abgerufen am 2026-08-11
- Bürsten- und Pinselmacher - Berufesuche, Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), abgerufen am 2026-08-11
- Karrierechancen als Bürsten- und Pinselmacher, Ausbildungskompass.de, abgerufen am 2026-08-11
- Gehalt und Verdienst Bürsten- und Pinselmacher / Pinselmacherin, aubi-plus.de, abgerufen am 2026-08-11
- Bürsten- und Pinselmacher/in Ausbildung: Infos, Gehalt & freie Plätze, ausbildung.de, abgerufen am 2026-08-11
- Wie viel Gehalt bekommt ein Bürsten- und Pinselmacher?, steuerklassen.com, abgerufen am 2026-08-11
- Nische statt Masse: Was die Ausbildung in seltenen Berufen bringt (dpa), t-online.de (dpa), abgerufen am 2026-08-11
- Stellenangebote, Pinsel-Manufaktur Maurer, abgerufen am 2026-08-11
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Zuletzt aktualisiert am 11.08.2026