Lebenslauf Muster Schuhmacher/in
Vorlage, Beispiel und Formulierungen
Schuhmacher/in ist ein 3-jähriger dualer Ausbildungsberuf im zulassungsfreien Handwerk nach Anlage B Abschnitt 1 Nummer 25 der Handwerksordnung (HwO). Der amtliche Name des Ausbildungsberufs lautet seit der Maßschuhmacherausbildungsverordnung (MaßschuhmAusbV) vom 17. Mai 2018 (BGBl. I S. 622, in Kraft seit 1. August 2018) offiziell „Maßschuhmacher/in" — die Bezeichnung „Schuhmacher/in" bleibt daneben sowohl der Name des Handwerks selbst als auch die in Stellenanzeigen und im allgemeinen Sprachgebrauch weiterhin gängige Berufsbezeichnung. Nach § 4 MaßschuhmAusbV wählen Auszubildende im dritten Ausbildungsjahr zwischen den Fachrichtungen Maßschuhe (Anfertigung kompletter Maßschuhe, fußgerechte Zurichtungen) und Schaftbau (Anfertigung von Schuhschäften nach individuellem Leisten). Weil das Schuhmacher-Handwerk zulassungsfrei ist, ist für die selbständige Berufsausübung keine Meisterprüfung erforderlich; die Schuhmachermeisterverordnung (SchuhmMstrV) von 2014 regelt eine freiwillige Meisterprüfung als Qualitätsnachweis. Zu unterscheiden ist der Beruf vom zulassungspflichtigen Gesundheitshandwerk Orthopädieschuhmacher/in (Anlage A Nummer 36 HwO, Meisterpflicht, medizinisch indizierte Maßanfertigung) sowie vom industriellen Ausbildungsberuf Schuhfertiger/in (Serienfertigung).
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Profil
Schuhmacher/in (Maßschuhmacher/in) mit abgeschlossener Gesellenprüfung und mehrjähriger Erfahrung in Reparatur, Änderung und Neuanfertigung von Schuhen. Sicher im Umgang mit Leder- und Sohlenmaterialien, Nähtechnik und Schuhtechnik, sowohl bei Konfektionsschuhen als auch bei Maßanfertigungen. Erfahrung in der Kundenberatung zu Passform, Materialwahl und Pflege sowie in der Zusammenarbeit mit Kunden aus dem gehobenen Segment und mit Sanitätsfachgeschäften bei einfachen Zurichtungen. Freundliches, lösungsorientiertes Auftreten und Freude an handwerklicher Präzisionsarbeit.
Berufserfahrung
- Reparatur und Erneuerung von Sohlen, Absätzen und Rahmen an Konfektions- und Maßschuhen
- Anpassung, Änderung und Zurichtung von Schuhen nach Kundenwunsch, inklusive einfacher Einlagenfertigung
- Beratung von Kunden zu Materialwahl, Passform und Schuhpflege
- Verarbeitung von Leder, Kunstleder und Sohlenmaterialien mit Näh- und Klebetechniken
- Zusammenarbeit mit einem Sanitätsfachgeschäft bei einfachen orthopädischen Zurichtungen an Konfektionsschuhen
- Mitarbeit bei der Fertigung von Schuhschäften nach individuellem Leisten (Fachrichtung Schaftbau)
- Zuschneiden von Schaftteilen nach Schablonen, Vernähen und Verstärken von Schaft- und Futterteilen
- Anbringen von Schnallen, Reiß- und Klettverschlüssen
- Dokumentation von Materialverbrauch und Arbeitsschritten für die Kalkulation
Ausbildung
- Berufsprofilgebende Fertigkeiten: Werkzeug-/Maschineneinsatz, Entwerfen von Grundmodellen, Werk- und Hilfsstoffkunde, Reparatur- und Änderungsarbeiten, kundenorientierte Maßnahmen
- Gesellenprüfung Teil 1 nach dem 2. Ausbildungsjahr: Prüfungsbereiche Reparieren von Maß- und Konfektionsschuhen sowie Schuhreparatur
- Gesellenprüfung Teil 2, Fachrichtung Maßschuhe: Prüfungsbereiche Herstellen von Maßschuhen, Schuhtechnik, Wirtschafts- und Sozialkunde
- Berufsschulunterricht parallel zur betrieblichen Ausbildung
Kenntnisse
Sprachen
Lebenslauf-Editor: Schuhmacher/in
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Profil
Schuhmacher/in (Maßschuhmacher/in) mit abgeschlossener Gesellenprüfung und mehrjähriger Erfahrung in Reparatur, Änderung und Neuanfertigung von Schuhen. Sicher im Umgang mit Leder- und Sohlenmaterialien, Nähtechnik und Schuhtechnik, sowohl bei Konfektionsschuhen als auch bei Maßanfertigungen. Erfahrung in der Kundenberatung zu Passform, Materialwahl und Pflege sowie in der Zusammenarbeit mit Kunden aus dem gehobenen Segment und mit Sanitätsfachgeschäften bei einfachen Zurichtungen. Freundliches, lösungsorientiertes Auftreten und Freude an handwerklicher Präzisionsarbeit.
Berufserfahrung
- Reparatur und Erneuerung von Sohlen, Absätzen und Rahmen an Konfektions- und Maßschuhen
- Anpassung, Änderung und Zurichtung von Schuhen nach Kundenwunsch, inklusive einfacher Einlagenfertigung
- Beratung von Kunden zu Materialwahl, Passform und Schuhpflege
- Verarbeitung von Leder, Kunstleder und Sohlenmaterialien mit Näh- und Klebetechniken
- Zusammenarbeit mit einem Sanitätsfachgeschäft bei einfachen orthopädischen Zurichtungen an Konfektionsschuhen
- Mitarbeit bei der Fertigung von Schuhschäften nach individuellem Leisten (Fachrichtung Schaftbau)
- Zuschneiden von Schaftteilen nach Schablonen, Vernähen und Verstärken von Schaft- und Futterteilen
- Anbringen von Schnallen, Reiß- und Klettverschlüssen
- Dokumentation von Materialverbrauch und Arbeitsschritten für die Kalkulation
Ausbildung
- Berufsprofilgebende Fertigkeiten: Werkzeug-/Maschineneinsatz, Entwerfen von Grundmodellen, Werk- und Hilfsstoffkunde, Reparatur- und Änderungsarbeiten, kundenorientierte Maßnahmen
- Gesellenprüfung Teil 1 nach dem 2. Ausbildungsjahr: Prüfungsbereiche Reparieren von Maß- und Konfektionsschuhen sowie Schuhreparatur
- Gesellenprüfung Teil 2, Fachrichtung Maßschuhe: Prüfungsbereiche Herstellen von Maßschuhen, Schuhtechnik, Wirtschafts- und Sozialkunde
- Berufsschulunterricht parallel zur betrieblichen Ausbildung
Kenntnisse
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Profil
Schuhmacher/in (Maßschuhmacher/in) mit abgeschlossener Gesellenprüfung und mehrjähriger Erfahrung in Reparatur, Änderung und Neuanfertigung von Schuhen. Sicher im Umgang mit Leder- und Sohlenmaterialien, Nähtechnik und Schuhtechnik, sowohl bei Konfektionsschuhen als auch bei Maßanfertigungen. Erfahrung in der Kundenberatung zu Passform, Materialwahl und Pflege sowie in der Zusammenarbeit mit Kunden aus dem gehobenen Segment und mit Sanitätsfachgeschäften bei einfachen Zurichtungen. Freundliches, lösungsorientiertes Auftreten und Freude an handwerklicher Präzisionsarbeit.
Berufserfahrung
2021
Schuhmacher/in (Geselle/Gesellin)
Schuhmacherei & Lederwerkstatt Hoffmann, München
- Reparatur und Erneuerung von Sohlen, Absätzen und Rahmen an Konfektions- und Maßschuhen
- Anpassung, Änderung und Zurichtung von Schuhen nach Kundenwunsch, inklusive einfacher Einlagenfertigung
- Beratung von Kunden zu Materialwahl, Passform und Schuhpflege
- Verarbeitung von Leder, Kunstleder und Sohlenmaterialien mit Näh- und Klebetechniken
- Zusammenarbeit mit einem Sanitätsfachgeschäft bei einfachen orthopädischen Zurichtungen an Konfektionsschuhen
2019
Schuhmacher/in (Geselle/Gesellin, Berufseinstieg)
Schäftemacherei Bergmann, Nürnberg
- Mitarbeit bei der Fertigung von Schuhschäften nach individuellem Leisten (Fachrichtung Schaftbau)
- Zuschneiden von Schaftteilen nach Schablonen, Vernähen und Verstärken von Schaft- und Futterteilen
- Anbringen von Schnallen, Reiß- und Klettverschlüssen
- Dokumentation von Materialverbrauch und Arbeitsschritten für die Kalkulation
Ausbildung
2016 – 2019
Ausbildung zum Maßschuhmacher / zur Maßschuhmacherin, Fachrichtung Maßschuhe (3 Jahre, gestreckte Gesellenprüfung Teil 1 und Teil 2)
Handwerkskammer für München und Oberbayern / Ausbildungsbetrieb Schuhmacherei & Lederwerkstatt Hoffmann
Kenntnisse
- Schuhreparatur (Sohlen, Absätze, Rahmen)Experte
- Zurichtung und Änderung von KonfektionsschuhenExperte
- Maßschuh- und SchaftfertigungFortgeschritten
- Leder- und MaterialkundeFortgeschritten
- Näh- und KlebetechnikenExperte
- Einfache EinlagenfertigungGrundkenntnisse
- Kundenberatung zu Passform und PflegeFortgeschritten
- Werkzeug- und Maschineneinsatz (Ausputzmaschine, Nähmaschine)Experte
Sprachen
- DeutschMuttersprache
- EnglischGrundkenntnisse
Tätigkeiten im Lebenslauf formulieren: Schuhmacher/in
Handwerkliche Fertigkeiten
- Reparatur von Sohlen, Absätzen und Rahmen
- Änderung und Zurichtung von Konfektionsschuhen
- Anfertigung von Maßschuhen nach individuellem Leisten
- Herstellung von Schuhschäften (Fachrichtung Schaftbau)
- Verarbeitung von Leder, Kunstleder und Sohlenmaterialien
- Fußgerechte Zurichtungen und einfache Einlagenfertigung
Kundenservice und Beratung
- Beratung zu Materialwahl, Passform und Pflege
- Auftragsannahme und Kalkulation
- Kundenorientierte Sonderanfertigungen
- Zusammenarbeit mit Sanitätsfachgeschäften bei einfachen Zurichtungen
Technik und Werkzeug
- Einsatz und Wartung von Werkzeugen und Maschinen (Ausputz-, Näh-, Finishmaschine)
- Anfertigen und Anwenden von technischen Unterlagen und Schnittmustern
- Digitale Fußvermessung (betriebsabhängig)
- Qualitätskontrolle und Mängelbeseitigung
Kaufmännisch/organisatorisch
- Auftragsabwicklung und Terminplanung
- Materialbeschaffung und Lagerhaltung
- Verkauf von Zubehör und Pflegeprodukten
- Ausbildung von Auszubildenden (bei entsprechender AEVO-Qualifikation)
Welche Kenntnisse gehören in den Lebenslauf als Schuhmacher/in?
Fachliche Kenntnisse zeigen sofort die Praxiserfahrung, Zertifikate belegen sie formal, Soft Skills ergänzen sie. Alle drei gehören in den Lebenslauf, aber getrennt und konkret benannt.
Hard Skills
- Reparatur und Erneuerung von Sohlen, Absätzen und Rahmen
- Änderung und fußgerechte Zurichtung von Konfektionsschuhen
- Anfertigung von Maßschuhen und Schuhschäften nach individuellem Leisten
- Materialkunde (Leder, Kunstleder, Sohlenwerkstoffe, Klebstoffe)
- Näh-, Kleb- und Verbindungstechniken
- Einsatz und Wartung von Schuhmacher-Maschinen (Ausputz-, Näh-, Finishmaschine)
- Einfache Einlagenfertigung und Fußbettungen
- Erstellen von Schnittmustern und Schablonen
Zertifikate
- Gesellenbrief Maßschuhmacher/in (IHK-/HWK-Gesellenprüfung nach MaßschuhmAusbV, Fachrichtung Maßschuhe oder Schaftbau)
- Meisterbrief im Schuhmacher-Handwerk (freiwillig, Teile I–IV nach SchuhmMstrV und AMVO)
- Ausbildereignungsprüfung (AEVO) für Ausbildungsberechtigung
- Fortbildungen zu digitaler Fußvermessung / CAD-gestützter Modellentwicklung (anbieterabhängig, z. B. Handwerkskammern)
Soft Skills
- Handwerkliches Geschick und Detailgenauigkeit
- Räumliches Vorstellungsvermögen bei der Modell- und Schaftgestaltung
- Kundenorientierung und Beratungskompetenz
- Sorgfalt und Geduld bei mehrstufigen Reparatur- und Anfertigungsprozessen
- Kreativität bei der Gestaltung von Maßanfertigungen
- Selbständige und organisierte Arbeitsweise im Werkstattalltag
Ausbildung und Gehalt als Schuhmacher/in im Überblick
| Ausbildungsweg | Schuhmacher/in ist die im Handwerk und in Stellenanzeigen gängige Bezeichnung für den staatlich anerkannten Ausbildungsberuf, der seit der Maßschuhmacherausbildungsverordnung (MaßschuhmAusbV) vom 17. Mai 2018 (BGBl. I S. 622, in Kraft seit 1. August 2018) amtlich „Maßschuhmacher/in" heißt. Die MaßschuhmAusbV ersetzte die vorherige Verordnung über die Berufsausbildung zum Schuhmacher/zur Schuhmacherin vom 11. März 2004 (BGBl. I S. 445, SchuhmAusbV 2004). Rechtsgrundlage ist nach § 1 MaßschuhmAusbV § 25 der Handwerksordnung (HwO) für das Gewerbe nach Anlage B Abschnitt 1 Nummer 25 „Schuhmacher" HwO — das Handwerk selbst trägt also weiterhin den Namen „Schuhmacher", nur der darin geregelte Ausbildungsberuf wurde umbenannt. Nach § 2 MaßschuhmAusbV dauert die Berufsausbildung drei Jahre. Das Ausbildungsberufsbild (§ 4) gliedert sich in fachrichtungsübergreifende berufsprofilgebende Fertigkeiten (u. a. Einsetzen und Warten von Werkzeugen und Maschinen, Entwerfen von Grundmodellen, Beurteilen und Einsetzen von Werk- und Hilfsstoffen, Ausführen von Reparatur- und Änderungsarbeiten, Durchführen kundenorientierter Maßnahmen) sowie eine Wahl zwischen den Fachrichtungen (a) Maßschuhe (Gestalten und Ausarbeiten von Maßschuhmodellen, Zusammenfügen von Schuhböden und Schäften, fußgerechte Zurichtungen und Fußbettungen auch für Konfektionsschuhe) und (b) Schaftbau (Gestalten von Schaftmodellen, Herstellen von Schablonen und Schnittmustern, Vorrichten und Montieren von Schaftteilen). Laut mehreren Ausbildungsportalen stehen in den ersten beiden Ausbildungsjahren Reparatur und Änderung von Maß- und Konfektionsschuhen im Vordergrund, die Spezialisierung auf eine der beiden Fachrichtungen erfolgt im dritten Jahr. Die Gesellenprüfung ist als gestreckte Prüfung in zwei Teile aufgeteilt (§§ 6 ff.): Teil 1 findet am Ende des zweiten Ausbildungsjahres statt und prüft die Bereiche „Reparieren von Maß- und Konfektionsschuhen" sowie „Schuhreparatur"; Teil 2 am Ende der Ausbildung prüft fachrichtungsspezifisch entweder „Herstellen von Maßschuhen" oder „Herstellen von Schäften", jeweils ergänzt um „Schuhtechnik" und „Wirtschafts- und Sozialkunde". Da das Schuhmacher-Handwerk nach Anlage B Abschnitt 1 Nummer 25 HwO zulassungsfrei ist, ist für die selbständige Betriebsführung keine Meisterprüfung erforderlich. Wer dennoch eine Meisterprüfung ablegen möchte, findet die Regelung in der Schuhmachermeisterverordnung (SchuhmMstrV) vom 3. März 2014 (BGBl. I S. 220, geändert 2022, in Kraft seit 1. Juli 2014), die sich auf § 51a Absatz 2 HwO (die für zulassungsfreie Handwerke einschlägige Norm) stützt und vier eigenständige Prüfungsteile umfasst (I Praxis/Meisterprüfungsberufsbild, II Fachtheorie, III Betriebswirtschaft/Recht, IV Berufs-/Arbeitspädagogik nach AMVO). Abzugrenzen ist der Beruf vom zulassungspflichtigen Gesundheitshandwerk Orthopädieschuhmacher/in (Anlage A Nummer 36 HwO, Meisterpflicht ohne Altgesellenausnahme nach § 7b Absatz 1 HwO, medizinisch indizierte Maßanfertigung nach ärztlicher Verordnung) sowie vom niedrigschwelligeren handwerksähnlichen Gewerbe „Ausführung einfacher Schuhreparaturen" (Anlage B Abschnitt 2 Nummer 39 HwO) und vom industriellen, nicht handwerklichen Ausbildungsberuf Schuhfertiger/in (Serienfertigung von Schuhen in der Industrie). Eine bundesweit einheitliche, tarifgebundene Ausbildungsvergütungstabelle für Maßschuhmacher/in war im Rahmen dieser Recherche nicht auffindbar; die Vergütung variiert laut Ausbildungsportalen deutlich nach Bundesland und Betrieb. |
|---|---|
| Gehaltsspanne | Für das Bruttogehalt von Schuhmacher/innen liefern die verfügbaren Gehaltsportale deutlich unterschiedliche Werte, die hier bewusst nicht gemittelt werden. Gehalt.de nennt für Schuhmacher/-in einen Median von 43.313 Euro brutto im Jahr (3.493 Euro im Monat, bei 40 Wochenstunden), mit einer Spanne von rund 39.187 Euro (unteres Quartil) bis 47.874 Euro (oberes Quartil). StepStone kommt auf einen Median von 36.200 Euro im Jahr (ca. 3.016 Euro im Monat, ca. 12 Euro Stundenlohn) bei einer Spanne von 29.600 bis 44.700 Euro, basierend auf 124 auf StepStone.de gefundenen Stellenanzeigen deutschlandweit. Gehaltsvergleich.com liegt mit einem Mittelwert von 2.221 Euro im Monat (hochgerechnet rund 26.652 Euro im Jahr) und einer Spanne von 1.806 bis 2.847 Euro deutlich darunter, basierend auf 75 in den letzten zwei Jahren erfassten Datensätzen. Die Differenz zwischen gehalt.de (Median ca. 3.493 Euro/Monat) und gehaltsvergleich.com (Mittelwert ca. 2.221 Euro/Monat) beträgt fast das 1,6-fache. Wie bei anderen Handwerksberufen in dieser Reihe dürfte dies an unterschiedlichen Stichproben liegen: gehalt.de mischt vermutlich auch Meister-, Filialleitungs- oder Industriepositionen in die Stichprobe „Schuhmacher/-in", während gehaltsvergleich.com mit einer kleineren, vermutlich handwerksnäheren Stichprobe von 75 Datensätzen niedrigere Werte zeigt. Diese Diskrepanz wird im Content explizit benannt, kein Mittelwert gebildet. |
Was verdient man als Schuhmacher/in? Die Quellen im Vergleich
Gehaltsportale kommen für denselben Beruf zu deutlich unterschiedlichen Werten, weil sie unterschiedlich erheben. Wir stellen sie deshalb nebeneinander, statt einen Durchschnitt zu bilden.
gehalt.de
39.187 € – 47.874 €, Median 43.313 €
Bruttogehalt (Median), 40 Wochenstunden, Schuhmacher/-in, Unteres/oberes Quartil laut Portal, keine offizielle Statistik, keine Stichprobengröße angegeben
StepStone
29.600 € – 44.700 €, Median 36.200 €
Median Bruttojahresgehalt, Schuhmacher/in Deutschland, Basis 124 Stellenanzeigen auf StepStone.de, Deutlich niedrigerer Wert als gehalt.de; Datengrundlage der Portale unterschiedlich, keine Mittelung vorgenommen
gehaltsvergleich.com
21.672 € – 34.164 €, Median 26.652 €
Mittelwert 2.221 Euro/Monat (hochgerechnet auf Jahr), 40 Wochenstunden, 75 Datensätze der letzten zwei Jahre, Deutlich niedrigster Wert der drei Quellen; kleine Stichprobe, vermutlich näher an typischen Werkstatt-/Reparaturbetrieb-Gehältern als gehalt.de
Die Quellen liegen 16.661 € auseinander. Diese Differenz ist kein Fehler, sondern Folge unterschiedlicher Erhebungsmethoden und Stichproben. Nutze die Werte als Spanne, nicht als Punktwert, und prüfe im Gespräch, worauf sich eine genannte Zahl bezieht.
Alle Angaben Bruttojahresgehalt, abgerufen am 11. August 2026.
Dos & Don'ts für den Schuhmacher/in-Lebenslauf
Do
- Reparatur- und Änderungswünsche präzise mit Kunden klären, bevor Material zugeschnitten wird
- Materialwahl (Leder, Sohlenwerkstoffe, Klebstoffe) sorgfältig auf Schuhtyp und Beanspruchung abstimmen
- Bei Maßanfertigungen den individuellen Leisten und die Fußform genau dokumentieren
- Bei Anfragen mit medizinischem Hintergrund (z. B. Fußfehlstellungen) an Orthopädieschuhmacher/in oder Podologie verweisen statt selbst zu behandeln
- Weiterbildung zur freiwilligen Meisterprüfung erwägen, wenn Qualitätssiegel oder Ausbildungsberechtigung angestrebt werden
Don't
- Schuhmacher/in nicht mit dem zulassungspflichtigen Orthopädieschuhmacher/in (Anlage A Nummer 36 HwO, Meisterpflicht, medizinische Indikation) gleichsetzen
- Die fehlende Meisterpflicht nicht mit fehlender Qualifikation verwechseln — die dreijährige Gesellenausbildung nach MaßschuhmAusbV ist trotzdem eine vollwertige duale Ausbildung
- Den amtlichen Ausbildungsberuf nicht weiterhin als „Schuhmacher/in" nach der SchuhmAusbV 2004 bezeichnen — seit 2018 heißt er offiziell „Maßschuhmacher/in"
- Schuhmacher/in nicht mit dem industriellen Ausbildungsberuf Schuhfertiger/in (Serienfertigung) verwechseln
- Gehaltsangaben aus einzelnen Portalen nicht unreflektiert als feste Größe übernehmen, da die Spannen stark variieren
Häufige Fragen zum Lebenslauf als Schuhmacher/in
Wie lange dauert die Ausbildung zum Schuhmacher / zur Schuhmacherin?
Die duale Berufsausbildung dauert nach § 2 der Maßschuhmacherausbildungsverordnung (MaßschuhmAusbV) drei Jahre. Im dritten Ausbildungsjahr wählen Auszubildende zwischen den Fachrichtungen Maßschuhe und Schaftbau.
Heißt der Ausbildungsberuf noch Schuhmacher/in oder Maßschuhmacher/in?
Amtlich heißt der Ausbildungsberuf seit der Maßschuhmacherausbildungsverordnung vom 17. Mai 2018 (in Kraft seit 1. August 2018) Maßschuhmacher/in. Das zulassungsfreie Handwerk nach Anlage B Abschnitt 1 Nummer 25 der Handwerksordnung trägt weiterhin den Namen Schuhmacher, und Schuhmacher/in bleibt in Stellenanzeigen und im allgemeinen Sprachgebrauch die gängigere Bezeichnung.
Braucht man für die Selbständigkeit als Schuhmacher/in einen Meisterbrief?
Nein. Schuhmacher ist ein zulassungsfreies Handwerk nach Anlage B Abschnitt 1 Nummer 25 der Handwerksordnung. Für die selbständige Ausübung ist keine Meisterprüfung erforderlich. Die Schuhmachermeisterverordnung (SchuhmMstrV) regelt eine freiwillige Meisterprüfung, die als Qualitätsnachweis dienen kann, aber keine Zugangsvoraussetzung ist.
Was ist der Unterschied zwischen Schuhmacher/in und Orthopädieschuhmacher/in?
Schuhmacher/in ist ein zulassungsfreies Handwerk (Anlage B Nummer 25 HwO) ohne Meisterpflicht, das sich auf Reparatur, Änderung und Maßanfertigung von Schuhen ohne medizinische Indikation konzentriert. Orthopädieschuhmacher/in ist dagegen ein eigenständiges, zulassungspflichtiges Gesundheitshandwerk (Anlage A Nummer 36 HwO) mit zwingender Meisterpflicht, das auf medizinisch indizierte orthopädische Maßschuhe und Zurichtungen nach ärztlicher Verordnung spezialisiert ist.
Was sind die Fachrichtungen Maßschuhe und Schaftbau?
Nach § 4 MaßschuhmAusbV spezialisieren sich Auszubildende im dritten Ausbildungsjahr entweder auf die Fachrichtung Maßschuhe (Anfertigung kompletter Maßschuhe und fußgerechter Zurichtungen) oder auf die Fachrichtung Schaftbau (Anfertigung von Schuhschäften nach individuellem Leisten, häufig in Schäftemachereien).
Welche Aufgaben gehören typischerweise zum Berufsalltag?
Dazu zählen laut Stellenanzeigen und Ausbildungsberufsbild unter anderem das Erneuern von Sohlen und Absätzen, das Reparieren von Oberleder, Nähten und Reißverschlüssen, Zurichtungen und Änderungen nach Kundenwunsch, einfache Einlagenfertigung sowie die Beratung von Kunden zu Materialwahl, Passform und Pflege.
Wie viel verdient man als Schuhmacher/in?
Die Angaben der Gehaltsportale streuen erheblich: gehalt.de nennt einen Median von rund 43.300 Euro brutto im Jahr, StepStone rund 36.200 Euro. Gehaltsvergleich.com liegt mit einem Mittelwert von rund 26.700 Euro im Jahr deutlich darunter. Ein bundesweit einheitlicher Tarifvertrag mit verbindlichen Gehaltsstufen war im Rahmen dieser Recherche nicht auffindbar.
Ist Schuhmacher ein aussterbender Beruf?
Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Schuhmacherhandwerk ist laut mehreren Ratgeberportalen seit 2010 rückläufig. Gleichzeitig gewinnen digitale Fußvermessung, CAD-gestützte Modellentwicklung und 3D-Schuhdruck als Ergänzung zum klassischen Handwerk an Bedeutung, und Reparatur statt Neukauf wird im Zuge von Nachhaltigkeitstrends zunehmend nachgefragt.
Quellen
- HwO Anlage A (Verzeichnis der zulassungspflichtigen Handwerke), gesetze-im-internet.de (Bundesministerium der Justiz / Bundesamt für Justiz), abgerufen am 2026-08-11
- HwO Anlage B (Verzeichnis der zulassungsfreien Handwerke und handwerksähnlichen Gewerbe, Nummer 25 Schuhmacher; Abschnitt 2 Nummer 39 Ausführung einfacher Schuhreparaturen), gesetze-im-internet.de (Bundesministerium der Justiz / Bundesamt für Justiz), abgerufen am 2026-08-11
- MaßschuhmAusbV – Verordnung über die Berufsausbildung zum Maßschuhmacher und zur Maßschuhmacherin (Gesamtübersicht), gesetze-im-internet.de (Bundesministerium der Justiz / Bundesamt für Justiz), abgerufen am 2026-08-11
- § 1 MaßschuhmAusbV (Staatliche Anerkennung des Ausbildungsberufes), gesetze-im-internet.de (Bundesministerium der Justiz / Bundesamt für Justiz), abgerufen am 2026-08-11
- § 2 MaßschuhmAusbV (Dauer der Berufsausbildung: drei Jahre), gesetze-im-internet.de (Bundesministerium der Justiz / Bundesamt für Justiz), abgerufen am 2026-08-11
- § 4 MaßschuhmAusbV (Struktur der Berufsausbildung, Ausbildungsberufsbild, Fachrichtungen Maßschuhe und Schaftbau), gesetze-im-internet.de (Bundesministerium der Justiz / Bundesamt für Justiz), abgerufen am 2026-08-11
- § 6 MaßschuhmAusbV (Gesellenprüfung: Ziel, Aufteilung in zwei Teile und Zeitpunkte), gesetze-im-internet.de (Bundesministerium der Justiz / Bundesamt für Justiz), abgerufen am 2026-08-11
- SchuhmMstrV – Verordnung über die Meisterprüfung in den Teilen I und II im Schuhmacher-Handwerk (Schuhmachermeisterverordnung), gesetze-im-internet.de (Bundesministerium der Justiz / Bundesamt für Justiz), abgerufen am 2026-08-11
- Schuhmacher/-in » Gehalt & Beruf, gehalt.de, abgerufen am 2026-08-11
- Schuhmacher/in Gehälter in Deutschland, StepStone, abgerufen am 2026-08-11
- Schuhmacher Gehalt - So viel verdient ein Schuhmacher, gehaltsvergleich.com, abgerufen am 2026-08-11
- Fachrichtung Schaftbau (Ausbildung) – Berufsbeschreibung, Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), abgerufen am 2026-08-11
- Maßschuhmacher/-in - Fachrichtung Maßschuhe (Hw) – Berufsbeschreibung, Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), abgerufen am 2026-08-11
- Ausbildung zum/r Maßschuhmacher/-in, handwerk.de (ZDH), abgerufen am 2026-08-11
- Stellenangebote Schuhmacher Jobs, kimeta.de, abgerufen am 2026-08-11
Der Content wurde mit Hilfe von KI erstellt, vor allem in der Recherche und Vorformulierung. Prüfung und Abnahme durch unsere Redaktion.
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Zuletzt aktualisiert am 11.08.2026