Lebenslauf Muster Bau: Vorlagen für alle Berufe
Von der Baustelle bis zur Bauleitung, mit Fokus auf Zertifikate und Projektgröße.
Lebenslauf Muster Maurer/in
Ein Maurer bzw. eine Maurerin errichtet Fundamente, Mauerwerk, Decken sowie Beton- und Stahlbetonbauteile im Rohbau und übernimmt zusätzlich Putz-, Estrich- und Dämmarbeiten. Die Ausbildung ist ein anerkannter, dualer Ausbildungsberuf mit drei Jahren Dauer (Betrieb, Berufsschule und überbetriebliche Lehrgänge). Laut BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit liegt die Ausbildungsvergütung 2026 zwischen rund 1.122 Euro im ersten und 1.610 Euro im dritten Ausbildungsjahr; nach der Ausbildung bewegt sich das Bruttogehalt laut gehalt.de meist zwischen etwa 39.400 und 48.800 Euro im Jahr.
Lebenslauf Muster Zimmerer/Zimmerin
Ein Zimmerer bzw. eine Zimmerin fertigt, errichtet und repariert Bauteile und ganze Bauwerke aus Holz – von Dachstühlen über Fachwerk- und Holzrahmenkonstruktionen bis hin zu Treppen, Fußböden und Fertighäusern. Die duale Ausbildung dauert regulär drei Jahre und findet abwechselnd im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule statt. Nach der Ausbildung liegt das Bruttogehalt meist zwischen rund 2.800 und 3.700 Euro im Monat, mit Berufserfahrung sind laut Gehaltsauswertungen im Schnitt 3.200 bis 3.900 Euro möglich, als Zimmerermeister/-in rund 4.000 Euro und mehr.
Lebenslauf Muster Dachdecker/in
Dachdecker/innen decken, dämmen und dichten Dächer sowie Fassaden ab, montieren Dachfenster, Blitzschutz- und Photovoltaikanlagen und übernehmen Klempnerarbeiten wie den Einbau von Dachrinnen. Der Beruf wird in einer dreijährigen dualen Ausbildung nach der Dachdeckerausbildungsverordnung (DachAusbV) vom 28. April 2016 erlernt und mit der Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer abgeschlossen. Je nach Quelle und Berufserfahrung liegt das Bruttojahresgehalt zwischen rund 31.500 Euro im Berufseinstieg und über 47.000 Euro für erfahrene Fachkräfte.
Lebenslauf Muster Straßenbauer/in
Ein Straßenbauer bzw. eine Straßenbauerin baut, pflastert und saniert Straßen, Wege, Plätze und Gehwege – von Erdarbeiten über den Einbau von Trag- und Deckschichten aus Asphalt, Beton oder Pflaster bis zur Herstellung von Entwässerungssystemen. Der Beruf wird in einer dreijährigen dualen Ausbildung (36 Monate) nach dem Berufsbildungsgesetz erlernt, ein bestimmter Schulabschluss ist keine formale Voraussetzung. Die tarifliche Ausbildungsvergütung liegt zwischen rund 1.080 € im ersten und bis zu 1.610 € im dritten Lehrjahr, nach der Ausbildung sind Bruttogehälter zwischen rund 32.000 € und 53.000 € im Jahr üblich.
Lebenslauf Muster Bauleiter/in
Ein Bauleiter bzw. eine Bauleiterin plant, koordiniert und überwacht den gesamten Ablauf auf einer Baustelle – von der Terminplanung über die Koordination der Gewerke bis zur Kosten- und Qualitätskontrolle sowie der Einhaltung von Arbeitssicherheitsvorschriften. Der Zugang erfolgt meist über ein Studium des Bauingenieurwesens oder der Architektur, alternativ über eine Weiterbildung zum/zur Techniker/in Bautechnik oder einen Meisterabschluss im Bauhauptgewerbe in Verbindung mit mehrjähriger Erfahrung als Polier/in. Je nach Quelle, Erfahrung und Unternehmensgröße liegt das Bruttojahresgehalt zwischen rund 45.500 € im Berufseinstieg und über 80.000 € für erfahrene Bauleiter/innen in großen Unternehmen.
Lebenslauf Muster Baugeräteführer/in
Ein Baugeräteführer bzw. eine Baugeräteführerin bedient und wartet schwere Baumaschinen wie Bagger, Radlader, Kräne und Planierraupen im Hoch-, Tief- und Straßenbau. Die Ausbildung ist ein staatlich anerkannter, dualer 3-Jahre-Beruf nach der BaugeräteFAusbV von 1997, ergänzt durch eine überbetriebliche Ausbildung in speziellen Ausbildungszentren der Bauwirtschaft. Die Ausbildungsvergütung startet bei rund 1.080 Euro brutto im Monat, nach der Ausbildung liegen die Gehälter meist zwischen 2.000 und 3.100 Euro, mit Berufserfahrung im Median bei rund 3.540 Euro brutto im Monat.
Lebenslauf Muster Trockenbaumonteur/in
Ein Trockenbaumonteur bzw. eine Trockenbaumonteurin baut Innenwände, abgehängte Decken und Bodenkonstruktionen aus Metallständerwerk, Gipskarton- und Gipsfaserplatten und sorgt dabei für Wärme-, Schall- und Brandschutz. Der Zugang erfolgt über eine dreijährige duale Ausbildung, die als zweite Stufe der Stufenausbildung Bauwirtschaft auf dem zweijährigen Ausbildungsberuf Ausbaufacharbeiter/in aufbaut. Laut Ausbildungsportalen und aktuellen Stellenanzeigen der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit liegt der Verdienst nach der Ausbildung meist zwischen rund 2.200 und 3.300 Euro brutto im Monat, aktuelle Stellenanzeigen nennen Stundenlöhne von etwa 16 bis 20 Euro.
Lebenslauf Muster Fliesen-, Platten- und Mosaikleger/in
Ein Fliesen-, Platten- und Mosaikleger bzw. eine Fliesen-, Platten- und Mosaiklegerin bereitet Untergründe vor, dichtet Bäder und Feuchträume ab und verlegt Fliesen, Platten aus Naturstein sowie Mosaike an Wänden und Böden. Die Ausbildung ist ein anerkannter, dualer Handwerksberuf und dauert in der Regel drei Jahre, kombiniert mit überbetrieblicher Ausbildung in Lehrwerkstätten der Handwerkskammer. Die Ausbildungsvergütung liegt je nach Lehrjahr zwischen rund 680 und 1.550 Euro brutto im Monat, nach der Ausbildung sind Einstiegsgehälter von etwa 2.100 bis 3.300 Euro brutto realistisch, als Meister/in bis zu 4.300 bzw. 5.600 Euro.
Lebenslauf Muster Estrichleger/in
Die Ausbildung zum/zur Estrichleger/in ist ein anerkannter Handwerksberuf mit dualer Ausbildung bei einem Betrieb und der Berufsschule, zuständige Stelle ist die Handwerkskammer; die Ausbildungsdauer beträgt drei Jahre und endet mit der Gesellenprüfung. Während der Ausbildung liegt die tarifliche Vergütung laut ausbildung.de zwischen rund 880 bis 935 Euro im ersten und 1.305 bis 1.495 Euro im dritten Lehrjahr brutto im Monat. Nach bestandener Ausbildung verdienen Berufseinsteiger je nach Quelle zwischen etwa 2.500 und 2.900 Euro brutto monatlich; mit Berufserfahrung nennt gehalt.de einen Median von rund 3.144 Euro und eine Spanne von etwa 2.844 bis 3.475 Euro brutto im Monat. Wer sich zum/zur Estrichlegermeister/in weiterbildet, kann laut mehreren Quellen bis zu 4.400 Euro brutto im Monat verdienen.
Lebenslauf Muster Gerüstbauer/in
Die Ausbildung zum Gerüstbauer bzw. zur Gerüstbauerin ist eine staatlich anerkannte, dreijährige duale Ausbildung im Bauhandwerk, geregelt durch die Ausbildungsordnung vom 26.05.2000. Im Mittelpunkt stehen der Auf-, Um- und Abbau von Arbeits-, Schutz- und Traggerüsten, die Standsicherheitsberechnung sowie die Absturzsicherung auf Baustellen vom Einfamilienhaus bis zum Hochhaus. Die tarifliche Ausbildungsvergütung liegt laut Bundesinnung für das Gerüstbauer-Handwerk seit dem 01.11.2025 bei 1.125 € im ersten, 1.300 € im zweiten und 1.550 € im dritten Lehrjahr brutto. Nach bestandener Gesellenprüfung verdienen Berufseinsteiger je nach Quelle zwischen rund 2.600 € und 3.100 € brutto im Monat, mit Berufserfahrung sind laut gehalt.de auch Median-Gehälter um 3.900 € brutto monatlich möglich. Damit zählt der körperlich anspruchsvolle Beruf zu den vergleichsweise gut bezahlten Ausbildungsberufen im Bauhandwerk.
Lebenslauf Muster Bauzeichner/in
Bauzeichner/in ist ein anerkannter dualer Ausbildungsberuf mit einer regulären Dauer von 3 Jahren (IHK-Abschluss), der Zeichnungen und bautechnische Unterlagen für Häuser, Brücken, Straßen und andere Bauwerke erstellt. Die Ausbildungsvergütung liegt je nach Tarifbindung und Lehrjahr grob zwischen 1.000 € und 1.600 € brutto monatlich (Quelle: ausbildung.de, Tarif Baugewerbe). Nach der Ausbildung verdienen Berufseinsteiger laut mehreren Quellen (gehalt.de, ausbildung.de) rund 2.000 bis 2.900 € brutto im Monat, mit Berufserfahrung im Durchschnitt ca. 3.000 bis 3.650 € brutto (Median 3.515 €/Monat, gehalt.de). Wichtig für die Berufswahl heute: Zum 1. August 2026 tritt eine neue Ausbildungsordnung in Kraft, die den Beruf Bauzeichner/in durch den neuen, modernisierten Beruf „Bautechnische/r Konstrukteur/in" ablöst (Quelle: Deutsches Architektenblatt) - bestehende Bauzeichner-Ausbildungen und -Abschlüsse bleiben davon unberührt und der Begriff „Bauzeichner" wird am Arbeitsmarkt noch lange gebräuchlich sein.
Lebenslauf Muster Architekt/in
Architektinnen und Architekten planen Gebäude von der ersten Entwurfsidee bis zur Übergabe an die Bauherrschaft und koordinieren dabei Fachplanung, Genehmigungsbehörden und ausführende Firmen. Der Weg in den Beruf führt in Deutschland über ein Architekturstudium, üblicherweise Bachelor (sechs bis acht Semester) plus Master (zwei bis vier Semester). „Architekt/in" ist eine gesetzlich geschützte Berufsbezeichnung: Führen darf sie nur, wer in die Architektenliste einer Länder-Architektenkammer eingetragen ist, wofür neben dem Studium in der Regel zwei Jahre praktische Berufstätigkeit nachzuweisen sind. Geregelt ist das nicht bundeseinheitlich, sondern in den Architektengesetzen der einzelnen Bundesländer, weshalb Details wie Mindeststudiendauer, Praxisnachweis und Fortbildungspflicht von Land zu Land abweichen. Mit der Eintragung kommt die volle Bauvorlageberechtigung für die Berufsaufgaben der jeweiligen Fachrichtung, und die Honorare orientieren sich üblicherweise an der HOAI.
Lebenslauf Muster Bauingenieur/in
Bauingenieurinnen und Bauingenieure planen, berechnen, bauen und erhalten Bauwerke: Gebäude, Brücken, Straßen, Wasserbauten und Anlagen der Ver- und Entsorgung. Der Zugang führt in der Regel über ein Studium des Bauingenieurwesens an einer Hochschule oder Universität, im Bachelor typischerweise sechs bis sieben Semester, im Master weitere drei bis vier Semester; ein duales Studium ist eine gängige Alternative mit hohem Praxisanteil. Die Berufsbezeichnung „Ingenieurin" und „Ingenieur" ist gesetzlich geschützt und wird durch die Ingenieurgesetze der 16 Bundesländer geregelt, nicht durch ein Bundesgesetz. Die Tätigkeit selbst ist überwiegend frei ausübbar, reglementiert sind einzelne Befugnisse wie die Bauvorlageberechtigung, für die eine Eintragung in eine Liste der jeweiligen Ingenieurkammer erforderlich ist. Typische Rollen reichen von der Tragwerksplanung über Bauleitung und Projektsteuerung bis zur Prüfingenieurtätigkeit.
Lebenslauf Muster Geomatiker/in (Vermessungstechniker/in)
Geomatiker/in und Vermessungstechniker/in sind zwei eigenständige, staatlich anerkannte duale Ausbildungsberufe im Bereich der Geoinformationstechnologie, die seit dem 1. August 2010 gemeinsam in der Verordnung über die Berufsausbildung in der Geoinformationstechnologie (GeoITAusbV) geregelt sind. Entgegen einem verbreiteten Missverständnis wurde „Vermessungstechniker/in“ dabei nicht in „Geomatiker/in“ umbenannt: Beide Berufe bestehen bis heute parallel und werden aktuell ausgebildet. Geomatiker/innen bearbeiten Geodaten schwerpunktmäßig im Innendienst — Erfassen, Qualifizieren, Verknüpfen, Visualisieren und Vermarkten von Geoinformationen in GIS-Umgebungen. Vermessungstechniker/innen (Fachrichtung Vermessung oder Bergvermessung) sind stärker in der klassischen Außendienst-Vermessung, im Liegenschaftskataster und in der Bodenordnung tätig, häufig bei Vermessungs- und Katasterämtern. Beide Ausbildungen dauern drei Jahre, teilen ein gemeinsames erstes Ausbildungsjahr und werden je nach Betrieb bei der IHK oder — im öffentlichen Dienst — beim jeweiligen Landesvermessungsamt als zuständiger Stelle geprüft. Die akademische Parallele ist das Vermessungsingenieurwesen (Bachelor/Master Geodäsie), das u. a. zur Bestellung als Öffentlich bestellte/r Vermessungsingenieur/in (ÖbVI) führen kann.
Lebenslauf Muster Vermessungsingenieur/in
Vermessungsingenieur/in ist ein akademischer Studienberuf: Voraussetzung ist ein Bachelor- (in der Regel 6 bis 7 Semester) und optional ein Masterstudium der Geodäsie, des Vermessungswesens oder der Geoinformatik an einer Universität oder Hochschule, nicht eine betriebliche Ausbildung. Damit unterscheidet sich der Beruf klar vom Ausbildungsberuf Geomatiker/in (Vermessungstechniker/in), der in einer 3,5-jährigen dualen Berufsausbildung nach der GeoITAusbV erlernt wird und ohne Hochschulstudium auskommt. Vermessungsingenieurinnen und -ingenieure arbeiten im amtlichen Vermessungswesen, im Liegenschaftskataster, in der Ingenieur- und Bauvermessung sowie in Geoinformationssystemen, angestellt im öffentlichen Dienst, in Ingenieurbüros oder in der Industrie. Nach mehrjähriger einschlägiger Berufspraxis und einem landesrechtlich geregelten Verfahren können sie zusätzlich zur Öffentlich bestellten Vermessungsingenieurin bzw. zum Öffentlich bestellten Vermessungsingenieur (ÖbVI) bestellt werden und dann freiberuflich hoheitliche Aufgaben wie Liegenschaftsvermessungen wahrnehmen. Die Führung der Berufsbezeichnung „Ingenieur/in“ ist zudem durch die Ingenieurgesetze der Länder geschützt und an einen mindestens dreijährigen technischen oder naturwissenschaftlichen Hochschulabschluss gebunden.
Lebenslauf Muster Brunnenbauer/in
Brunnenbauer/in ist ein bundesweit anerkannter dualer Ausbildungsberuf im Bauhandwerk, der als zulassungspflichtiges Handwerk unter Nummer 7 der Anlage A zur Handwerksordnung (HwO) geführt wird – die selbständige Betriebsführung setzt damit grundsätzlich den Meisterbrief voraus. Die Ausbildung dauert drei Jahre; Rechtsgrundlage ist seit dem 1. August 2026 die neue Verordnung über die Berufsausbildung in Tiefbauberufen (Tiefbauberufeausbildungsverordnung – TiefbauBAusbV) vom 3. Juni 2024, die die bisherige Verordnung über die Berufsausbildung in der Bauwirtschaft von 1999 für diesen Beruf ablöst. Brunnenbauer/innen errichten und sanieren Trink- und Brauchwasserbrunnen, führen vertikale und horizontale Bohrungen für Erdwärmesonden und geothermische Anlagen aus, bauen Grundwassermessstellen und übernehmen Aufgaben des Spezialtiefbaus wie Wasserhaltungen und Baugrubensicherungen. Ohne Meisterbrief kann die sogenannte Altgesellenregelung nach § 7b HwO zur Selbständigkeit führen (sechs Jahre Berufserfahrung, davon vier Jahre in leitender Stellung). Weil Bohrarbeiten unmittelbar das Grundwasser berühren können, sind sie zusätzlich nach § 49 Wasserhaushaltsgesetz (WHG) anzeige- beziehungsweise erlaubnispflichtig. Gehaltsangaben verschiedener Online-Portale schwanken deutlich zwischen rund 2.700 und 4.200 Euro brutto im Monat, weshalb sie hier bewusst getrennt und nicht gemittelt ausgewiesen werden.
Lebenslauf Muster Parkettleger/in
Parkettleger/in ist ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf nach der ParkettlAusbV 2002 (Ausbildungsordnung gemäß § 25 Handwerksordnung) mit dreijähriger dualer Ausbildung in Betrieb und Berufsschule. Das Gewerk steht in der aktuellen Anlage A der Handwerksordnung unter der laufenden Nummer 46 und ist damit ein zulassungspflichtiges Handwerk: Wer einen eigenen Parkettleger-Betrieb als Inhaber/in führen will, braucht grundsätzlich den Meisterbrief (Meisterprüfung nach ParkettlMstrV) oder eine gleichwertige Ausübungsberechtigung. Parkettleger/innen verlegen, verkleben, schleifen, ölen/wachsen und versiegeln Holzböden - von Massivholzparkett über Dielen bis zur Sanierung historischer Altparkettböden. Damit unterscheidet sich der Beruf klar vom benachbarten Fliesenleger-Handwerk (keramische/mineralische Beläge) und vom nicht meisterpflichtigen Bodenleger-Gewerbe (überwiegend elastische Bahnenware wie Teppich, PVC, Vinyl). Gehaltsangaben unabhängiger Portale liegen für Gesell/innen bei rund 2.850 bis 3.150 Euro brutto/Monat, mit deutlicher Spanne je nach Erhebungsmethodik.
Lebenslauf Muster Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer/in
Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer/in ist ein staatlich anerkannter, dualer Ausbildungsberuf im Bauhandwerk (Anlage A Nummer 6 der Handwerksordnung) mit einer Regelausbildungsdauer von 3 Jahren, seit dem 1. August 2026 neu geordnet in der Ausbauberufeausbildungsverordnung (AusbauBAusbV). Fachkräfte dämmen Rohrleitungen, Behälter, Luftleitungen, Kälteanlagen und Gebäudehüllen gegen Wärme-, Kälte-, Schall- und Brandverlust und fertigen dafür Formstücke sowie Ummantelungen aus Blech, Kunststoff oder Dämmstoffen. Gehaltsportale nennen unterschiedliche Werte (Median zwischen rund 4.200 und 4.500 Euro brutto im Monat je nach Quelle), die tarifliche Ausbildungsvergütung liegt zwischen 880 Euro im ersten und rund 1.500 Euro im dritten Lehrjahr.
Lebenslauf Muster Stuckateur/in
Stuckateur/in ist ein staatlich anerkannter, dreijähriger dualer Ausbildungsberuf für Innenputz, Fassadendämmung (WDVS), Stuckarbeiten und Trockenbau. Rechtsgrundlage ist seit 1. August 2026 die bundesweite Ausbauberufeausbildungsverordnung (AusbauBAusbV), die Stuckateur/in zusammen mit sechs weiteren Bauausbaugewerken (u. a. Trockenbaumonteur/in, Estrichleger/in, Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer/in) in einer Sammelverordnung neu regelt. Regional werden Stuckateur/innen auch Gipser (Süddeutschland, Schweiz) oder Verputzer (Norddeutschland) genannt – fachlich handelt es sich um denselben Beruf. Als Stufenausbildung Bauwirtschaft bauen die letzten zwölf Monate auf zwei gemeinsamen Grundlehrjahren mit dem Ausbaufacharbeiter/in-Schwerpunkt Stuckateurarbeiten auf; wer die Gesellenprüfung Teil 2 nicht besteht, behält bei Mindestleistungen den Ausbaufacharbeiter-Abschluss. Stuckateure zählen zu den zulassungspflichtigen Vollhandwerken (Anlage A Nummer 9 Handwerksordnung) – für die selbstständige Führung eines eigenen Betriebs ist grundsätzlich ein Meisterbrief oder eine gleichwertige Qualifikation erforderlich, angestellte Gesellen benötigen das nicht. Gehaltsportale weichen deutlich voneinander ab: Je nach Quelle liegt das mittlere Bruttomonatsgehalt zwischen rund 2.650 und 3.500 Euro.
Lebenslauf Muster Rohrleitungsbauer/in
Rohrleitungsbauer/in ist ein staatlich anerkannter, dreijähriger dualer Ausbildungsberuf im Bauhauptgewerbe (Tiefbau): Er umfasst das Verlegen, Verbinden, Prüfen und Instandhalten von Rohrleitungssystemen für Trinkwasser, Gas, Fernwärme und Kanalisation im öffentlichen Grund – von der Baugrube bis zum Hausanschluss. Rechtsgrundlage war bis zum 31. Juli 2026 die Verordnung über die Berufsausbildung in der Bauwirtschaft (BauWiAusbV) vom 2. Juli 1999; seit 1. August 2026 gilt die neue Tiefbauberufeausbildungsverordnung (TiefbauBAusbV) vom 3. Juni 2024, unter der der Beruf offiziell „Leitungsbauer/-in für Infrastrukturtechnik“ heißt (Übergangsfrist für bereits laufende Ausbildungsverhältnisse unter dem alten Namen bis 31. Juli 2030). Die Anerkennung erfolgt über das Berufsbildungsgesetz (§ 4 Absatz 1 BBiG) und nicht über die Handwerksordnung – der Beruf gehört zum Bauhauptgewerbe (SOKA-BAU-pflichtig) und ist klar abzugrenzen von Anlagenmechaniker/in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (SHK), die die Innensanitärtechnik von Gebäuden installiert. Weil die eingeführte Bezeichnung „Rohrleitungsbauer/in“ in Stellenanzeigen und Suchanfragen weiterhin dominiert, wird sie hier als Haupttitel geführt; „Leitungsbauer/-in für Infrastrukturtechnik“ ist als Synonym hinterlegt.
Lebenslauf Muster Naturwerksteinmechaniker/in
Naturwerksteinmechaniker/in ist ein staatlich anerkannter, dreijähriger dualer Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG), der von der Industrie- und Handelskammer (IHK) betreut wird – geregelt in der Verordnung über die Berufsausbildung zum Naturwerksteinmechaniker/zur Naturwerksteinmechanikerin (NaturwMechAusbV 2003, in Kraft seit 1. August 2003). Ausgebildet wird in einer von drei Fachrichtungen: Maschinenbearbeitungstechnik, Schleiftechnik oder Steinmetztechnik (§ 2 NaturwMechAusbV). Im Mittelpunkt steht die maschinelle und zunehmend CNC-gestützte Bearbeitung von Naturstein – Sägen, Schleifen, Polieren, Fräsen und Kalibrieren von Platten und Blöcken für Bodenbeläge, Fassaden, Arbeitsplatten und Grabmale in industriellen Natursteinwerken. Der Beruf ist eigenständig und rechtlich klar getrennt vom Handwerksberuf Steinmetz/in und Steinbildhauer/in, der nach der Handwerksordnung (HwO) von der Handwerkskammer geregelt wird und stärker handwerklich-künstlerisch sowie mit Einzelfertigung und Restaurierung arbeitet. Gehälter liegen laut mehreren Quellen im Bereich von rund 2.350 bis 3.400 Euro brutto im Monat, mit deutlichen regionalen und tariflichen Unterschieden.
Lebenslauf Muster Wasserbauer/in
Wasserbauer/in ist ein staatlich anerkannter, dreijähriger Ausbildungsberuf nach § 25 Berufsbildungsgesetz (BBiG), geregelt durch die eigenständige Verordnung über die Berufsausbildung zum Wasserbauer/zur Wasserbauerin (Wabau-AusbV) vom 26. Mai 2004 (BGBl. I S. 1078) – diese Verordnung ist bis heute unverändert in Kraft. Die zum 1. August 2026 in Kraft getretene Neuordnung der Bauberufe (TiefbauBAusbV) erfasst Wasserbauer/in nicht: Sie reorganisiert die Tiefbau-Fachrichtungen Straßenbau, Leitungsbau, Kanalbau, Brunnen- und Spezialtiefbau sowie Gleisbau, nicht aber den Wasserbau. Je nach Betrieb ist der Beruf laut § 1 Wabau-AusbV entweder ein Ausbildungsberuf des öffentlichen Dienstes oder der gewerblichen Wirtschaft – Hauptarbeitgeber sind die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV), Landes-Wasserwirtschaftsämter, Deichverbände und private Wasserbauunternehmen. Wasserbauer/innen errichten, kontrollieren und unterhalten oberirdische Wasserbauwerke wie Deiche, Ufersicherungen, Buhnen, Wehre und Talsperren, führen gewässerkundliche Messungen durch und wirken bei Hochwasser- und Eisabwehr mit. Damit unterscheidet sich der Beruf klar von Brunnenbauer/in (unterirdische Grundwassererschließung durch Bohrungen) und Rohrleitungsbauer/in (Verlegen erdverlegter Ver- und Entsorgungsleitungen). Einstiegsgehälter liegen laut mehreren Quellen zwischen rund 2.150 €/Monat (öffentlicher Dienst, Entgeltgruppe E5) und 3.500 €/Monat (gewerbliche Wirtschaft, teils mehr).
Lebenslauf Muster Beton- und Stahlbetonbauer/in
Beton- und Stahlbetonbauer/in ist ein staatlich anerkannter, dreijähriger dualer Ausbildungsberuf im Bauhauptgewerbe: Schalungen bauen, Bewehrung aus Stahlmatten und -stäben verlegen, Beton einbringen, verdichten und nachbehandeln sowie Betonbauteile instand setzen. Seit 1. August 2026 gilt hierfür die Hochbauberufeausbildungsverordnung (HochbauBAusbV) vom 3. Juni 2024 (BGBl. 2024 I Nr. 179), die die frühere Verordnung über die Berufsausbildung in der Bauwirtschaft (BauWiAusbV 1999) ablöst. Rechtsgrundlage ist ein Doppelstatus aus § 25 Handwerksordnung (zulassungspflichtiges Gewerbe nach Anlage A Nr. 1 "Maurer und Betonbauer") und § 4 Abs. 1 Berufsbildungsgesetz - Prüfungen können daher sowohl vor der Handwerkskammer als auch vor der IHK abgelegt werden. Nach der Ausbildung liegt das Bruttogehalt laut den ausgewerteten Portalen meist zwischen rund 33.000 und 46.500 Euro im Jahr, je nach Region, Betriebsgröße und Erhebungsmethode.
Lebenslauf Muster Landschaftsarchitekt/in
Landschaftsarchitekt/innen planen, entwerfen und überwachen die Umsetzung von Freianlagen, Grün- und Landschaftsräumen – von Parks und Plätzen über Spielplätze und Schulhöfe bis zu Freiflächen im Städtebau. „Landschaftsarchitekt/in" ist wie „Architekt/in" eine gesetzlich geschützte Berufsbezeichnung: Führen darf sie nur, wer in die Architektenliste einer Länder-Architektenkammer in der Fachrichtung Landschaftsarchitektur eingetragen ist. Voraussetzung ist ein Studium der Landschaftsarchitektur – am Beispiel Bayern aktuell mindestens sechs Semester Vollzeit mit 180 ECTS-Punkten, ab Studienbeginn Wintersemester 2026/27 dort acht Semester mit 240 ECTS – plus in der Regel zwei Jahre praktische Tätigkeit; geregelt ist das nicht bundeseinheitlich, sondern in den Architektengesetzen bzw. Baukammerngesetzen der einzelnen Länder. Klar abzugrenzen ist der Beruf von Gärtner/in mit Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau: Landschaftsarchitekt/innen planen und überwachen als akademischer Kammerberuf (zuständig ist die Architektenkammer), Gärtner/innen führen als handwerklich-landwirtschaftlicher Ausbildungsberuf (zuständig ist die Landwirtschaftskammer) die Bauausführung durch. Je nach Gehaltsquelle liegt das Bruttojahresgehalt zwischen rund 31.000 € und 60.000 € - die Portale weichen hier erheblich voneinander ab.
Lebenslauf Muster Innenarchitekt/in
Innenarchitektinnen und Innenarchitekten planen und gestalten Innenräume – von Grundriss und Materialwahl über Licht- und Farbkonzepte bis zur Überwachung des Innenausbaus. Der Weg führt über ein Studium der Innenarchitektur (in Nordrhein-Westfalen mindestens acht Semester Vollzeit bzw. 240 ECTS-Punkte) und die anschließende Eintragung in die Architektenliste der Fachrichtung Innenarchitektur einer Länderkammer; „Innenarchitekt/in" ist eine gesetzlich geschützte Berufsbezeichnung, die Tätigkeit selbst ist es nicht. Bei den Gehältern gehen die Portale deutlich auseinander: StepStone nennt einen Median von rund 40.300 Euro brutto im Jahr, gehalt.de rund 53.620 Euro – letzterer Wert deckt sich auffällig genau mit dem für Architekt/in ausgewiesenen Wert und wurde deshalb nicht ungeprüft übernommen.