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Lebenslauf Muster Vermessungsingenieur/in

Vorlage, Beispiel und Formulierungen

Vermessungsingenieur/in ist ein akademischer Studienberuf: Voraussetzung ist ein Bachelor- (in der Regel 6 bis 7 Semester) und optional ein Masterstudium der Geodäsie, des Vermessungswesens oder der Geoinformatik an einer Universität oder Hochschule, nicht eine betriebliche Ausbildung. Damit unterscheidet sich der Beruf klar vom Ausbildungsberuf Geomatiker/in (Vermessungstechniker/in), der in einer 3,5-jährigen dualen Berufsausbildung nach der GeoITAusbV erlernt wird und ohne Hochschulstudium auskommt. Vermessungsingenieurinnen und -ingenieure arbeiten im amtlichen Vermessungswesen, im Liegenschaftskataster, in der Ingenieur- und Bauvermessung sowie in Geoinformationssystemen, angestellt im öffentlichen Dienst, in Ingenieurbüros oder in der Industrie. Nach mehrjähriger einschlägiger Berufspraxis und einem landesrechtlich geregelten Verfahren können sie zusätzlich zur Öffentlich bestellten Vermessungsingenieurin bzw. zum Öffentlich bestellten Vermessungsingenieur (ÖbVI) bestellt werden und dann freiberuflich hoheitliche Aufgaben wie Liegenschaftsvermessungen wahrnehmen. Die Führung der Berufsbezeichnung „Ingenieur/in“ ist zudem durch die Ingenieurgesetze der Länder geschützt und an einen mindestens dreijährigen technischen oder naturwissenschaftlichen Hochschulabschluss gebunden.

Zuletzt aktualisiert am

Maria Beispiel
Vermessungsingenieur/in
0170 1234567maria.beispiel@mail.de50667 Kölngeb. 14.03.1992

Profil

Vermessungsingenieurin mit Bachelorabschluss in Geodäsie und Geoinformation sowie mehrjähriger Berufserfahrung im amtlichen Vermessungswesen und in der Ingenieurvermessung. Erfahren in Liegenschaftsvermessung, GNSS- und Tachymeteraufnahmen sowie in der GIS-gestützten Aufbereitung von Geobasisdaten. Arbeitet sorgfältig, eigenverantwortlich und lösungsorientiert – sowohl in Katasterbehörden und Ingenieurbüros als auch im Team eines Öffentlich bestellten Vermessungsingenieurs.

Berufserfahrung

2018–2020
Vermessungsingenieurin (Berufseinstieg)
Kreisverwaltung, Katasteramt
  • Durchführung von Liegenschaftsvermessungen und Grenzfeststellungen im Außendienst
  • Qualitätsprüfung und Aufbereitung von Geobasisdaten für das Liegenschaftskataster
  • Abstimmung mit Öffentlich bestellten Vermessungsingenieuren bei der Fortführung des Katasters
2020–2023
Vermessungsingenieurin, gehobener technischer Dienst
Bezirksregierung, Dezernat Vermessungs- und Katasterwesen
  • Bearbeitung von Bodenordnungsverfahren (Umlegung, Flurbereinigung)
  • Mitwirkung an der Landesvermessung und Aktualisierung amtlicher Geobasisdaten
  • Fachliche Prüfung von Vermessungsschriften im Rahmen der Aufsicht über ÖbVI-Amtshandlungen
2023–2025
Projektleiterin Ingenieurvermessung
Ingenieurbüro für Geodäsie
  • Planung und Durchführung von Bauvermessungen und Deformationsmessungen
  • Einsatz von GNSS, Tachymetrie und terrestrischem Laserscanning
  • Angebotskalkulation, Kundenberatung und fachliche Führung eines dreiköpfigen Vermessungsteams
seit 2025
Angestellte Vermessungsingenieurin (Fachkraft)
Büro eines Öffentlich bestellten Vermessungsingenieurs
  • Eigenverantwortliche Vorbereitung und Auswertung von Liegenschaftsvermessungen
  • Erstellung von Teilungsvermessungen und Gebäudeeinmessungen
  • Sammlung der für eine spätere ÖbVI-Bestellung erforderlichen Berufserfahrung nach § 4 ÖbVIG NRW

Ausbildung

2014–2017
Bachelor of Science, Geodäsie und Geoinformation
Technische Universität München
  • Regelstudienzeit 6 Semester, 180 ECTS-Punkte
  • Grundlagen in Mathematik, Physik, Vermessungskunde und Recht (1.–2. Semester), Vertiefung in Ingenieurvermessung, Photogrammetrie, Fernerkundung und Satellitengeodäsie (3.–6. Semester)
  • Fünfwöchiges Pflichtpraktikum und Bachelorarbeit
2017–2019
Master of Science, Geodäsie und Geoinformation (optional)
Technische Universität München
  • Konsekutiver Master, Regelstudienzeit 4 Semester
  • Vertiefung Ingenieurgeodäsie, Geoinformatik und Landmanagement
  • Qualifiziert für das zweite Einstiegsamt der Laufbahngruppe 2 des vermessungstechnischen Dienstes (höherer Dienst)

Kenntnisse

GNSS-/GPS-VermessungExperte
TachymetrieExperte
Geoinformationssysteme (ArcGIS, QGIS)Fortgeschritten
AutoCAD / Civil 3DFortgeschritten
Liegenschaftskataster-SoftwareFortgeschritten
Photogrammetrie und LaserscanningGrundkenntnisse
Vermessungs- und KatasterrechtFortgeschritten
ProjektleitungFortgeschritten

Sprachen

DeutschMuttersprache
EnglischVerhandlungssicher (B2/C1)
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Maria Beispiel
Vermessungsingenieur/in
0170 1234567maria.beispiel@mail.de50667 Kölngeb. 14.03.1992

Profil

Vermessungsingenieurin mit Bachelorabschluss in Geodäsie und Geoinformation sowie mehrjähriger Berufserfahrung im amtlichen Vermessungswesen und in der Ingenieurvermessung. Erfahren in Liegenschaftsvermessung, GNSS- und Tachymeteraufnahmen sowie in der GIS-gestützten Aufbereitung von Geobasisdaten. Arbeitet sorgfältig, eigenverantwortlich und lösungsorientiert – sowohl in Katasterbehörden und Ingenieurbüros als auch im Team eines Öffentlich bestellten Vermessungsingenieurs.

Berufserfahrung

2018–2020
Vermessungsingenieurin (Berufseinstieg)
Kreisverwaltung, Katasteramt
  • Durchführung von Liegenschaftsvermessungen und Grenzfeststellungen im Außendienst
  • Qualitätsprüfung und Aufbereitung von Geobasisdaten für das Liegenschaftskataster
  • Abstimmung mit Öffentlich bestellten Vermessungsingenieuren bei der Fortführung des Katasters
2020–2023
Vermessungsingenieurin, gehobener technischer Dienst
Bezirksregierung, Dezernat Vermessungs- und Katasterwesen
  • Bearbeitung von Bodenordnungsverfahren (Umlegung, Flurbereinigung)
  • Mitwirkung an der Landesvermessung und Aktualisierung amtlicher Geobasisdaten
  • Fachliche Prüfung von Vermessungsschriften im Rahmen der Aufsicht über ÖbVI-Amtshandlungen
2023–2025
Projektleiterin Ingenieurvermessung
Ingenieurbüro für Geodäsie
  • Planung und Durchführung von Bauvermessungen und Deformationsmessungen
  • Einsatz von GNSS, Tachymetrie und terrestrischem Laserscanning
  • Angebotskalkulation, Kundenberatung und fachliche Führung eines dreiköpfigen Vermessungsteams
seit 2025
Angestellte Vermessungsingenieurin (Fachkraft)
Büro eines Öffentlich bestellten Vermessungsingenieurs
  • Eigenverantwortliche Vorbereitung und Auswertung von Liegenschaftsvermessungen
  • Erstellung von Teilungsvermessungen und Gebäudeeinmessungen
  • Sammlung der für eine spätere ÖbVI-Bestellung erforderlichen Berufserfahrung nach § 4 ÖbVIG NRW

Ausbildung

2014–2017
Bachelor of Science, Geodäsie und Geoinformation
Technische Universität München
  • Regelstudienzeit 6 Semester, 180 ECTS-Punkte
  • Grundlagen in Mathematik, Physik, Vermessungskunde und Recht (1.–2. Semester), Vertiefung in Ingenieurvermessung, Photogrammetrie, Fernerkundung und Satellitengeodäsie (3.–6. Semester)
  • Fünfwöchiges Pflichtpraktikum und Bachelorarbeit
2017–2019
Master of Science, Geodäsie und Geoinformation (optional)
Technische Universität München
  • Konsekutiver Master, Regelstudienzeit 4 Semester
  • Vertiefung Ingenieurgeodäsie, Geoinformatik und Landmanagement
  • Qualifiziert für das zweite Einstiegsamt der Laufbahngruppe 2 des vermessungstechnischen Dienstes (höherer Dienst)

Kenntnisse

GNSS-/GPS-VermessungExperte
TachymetrieExperte
Geoinformationssysteme (ArcGIS, QGIS)Fortgeschritten
AutoCAD / Civil 3DFortgeschritten
Liegenschaftskataster-SoftwareFortgeschritten
Photogrammetrie und LaserscanningGrundkenntnisse
Vermessungs- und KatasterrechtFortgeschritten
ProjektleitungFortgeschritten

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Profil

Vermessungsingenieurin mit Bachelorabschluss in Geodäsie und Geoinformation sowie mehrjähriger Berufserfahrung im amtlichen Vermessungswesen und in der Ingenieurvermessung. Erfahren in Liegenschaftsvermessung, GNSS- und Tachymeteraufnahmen sowie in der GIS-gestützten Aufbereitung von Geobasisdaten. Arbeitet sorgfältig, eigenverantwortlich und lösungsorientiert – sowohl in Katasterbehörden und Ingenieurbüros als auch im Team eines Öffentlich bestellten Vermessungsingenieurs.

Berufserfahrung

2018–2020

Vermessungsingenieurin (Berufseinstieg)

Kreisverwaltung, Katasteramt

  • Durchführung von Liegenschaftsvermessungen und Grenzfeststellungen im Außendienst
  • Qualitätsprüfung und Aufbereitung von Geobasisdaten für das Liegenschaftskataster
  • Abstimmung mit Öffentlich bestellten Vermessungsingenieuren bei der Fortführung des Katasters

2020–2023

Vermessungsingenieurin, gehobener technischer Dienst

Bezirksregierung, Dezernat Vermessungs- und Katasterwesen

  • Bearbeitung von Bodenordnungsverfahren (Umlegung, Flurbereinigung)
  • Mitwirkung an der Landesvermessung und Aktualisierung amtlicher Geobasisdaten
  • Fachliche Prüfung von Vermessungsschriften im Rahmen der Aufsicht über ÖbVI-Amtshandlungen

2023–2025

Projektleiterin Ingenieurvermessung

Ingenieurbüro für Geodäsie

  • Planung und Durchführung von Bauvermessungen und Deformationsmessungen
  • Einsatz von GNSS, Tachymetrie und terrestrischem Laserscanning
  • Angebotskalkulation, Kundenberatung und fachliche Führung eines dreiköpfigen Vermessungsteams

seit 2025

Angestellte Vermessungsingenieurin (Fachkraft)

Büro eines Öffentlich bestellten Vermessungsingenieurs

  • Eigenverantwortliche Vorbereitung und Auswertung von Liegenschaftsvermessungen
  • Erstellung von Teilungsvermessungen und Gebäudeeinmessungen
  • Sammlung der für eine spätere ÖbVI-Bestellung erforderlichen Berufserfahrung nach § 4 ÖbVIG NRW

Ausbildung

2014–2017

Bachelor of Science, Geodäsie und Geoinformation

Technische Universität München

2017–2019

Master of Science, Geodäsie und Geoinformation (optional)

Technische Universität München

Kenntnisse

  • GNSS-/GPS-VermessungExperte
  • TachymetrieExperte
  • Geoinformationssysteme (ArcGIS, QGIS)Fortgeschritten
  • AutoCAD / Civil 3DFortgeschritten
  • Liegenschaftskataster-SoftwareFortgeschritten
  • Photogrammetrie und LaserscanningGrundkenntnisse
  • Vermessungs- und KatasterrechtFortgeschritten
  • ProjektleitungFortgeschritten

Sprachen

  • DeutschMuttersprache
  • EnglischVerhandlungssicher (B2/C1)

Tätigkeiten im Lebenslauf formulieren: Vermessungsingenieur/in

Einstieg / Betreff

  • Bewerbung als Vermessungsingenieur/in im amtlichen Vermessungswesen
  • Bewerbung als Vermessungsingenieur/in für Ingenieur- und Bauvermessung
  • Initiativbewerbung im Team einer/eines Öffentlich bestellten Vermessungsingenieurin/-ingenieurs

Fachliche Passung

  • Mit meinem Studienabschluss in Geodäsie und Geoinformation sowie praktischer Erfahrung in der Liegenschaftsvermessung bringe ich die fachlichen Voraussetzungen für diese Position mit.
  • Durch meine Tätigkeit im gehobenen vermessungstechnischen Dienst kenne ich die rechtlichen und technischen Anforderungen amtlicher Vermessungen aus erster Hand.
  • Meine Erfahrung mit GNSS-, Tachymetrie- und GIS-gestützten Verfahren ermöglicht mir einen sofortigen fachlichen Beitrag in Ihrem Team.

Motivation

  • Die Verbindung aus Außendiensttätigkeit, rechtlicher Verantwortung und digitaler Geodatenverarbeitung macht für mich den besonderen Reiz des Vermessungsingenieurberufs aus.
  • Langfristig strebe ich die Bestellung zur Öffentlich bestellten Vermessungsingenieurin an und möchte die dafür erforderliche Berufserfahrung in Ihrem Haus vertiefen.

Abschluss

  • Über die Einladung zu einem persönlichen Gespräch würde ich mich sehr freuen.
  • Gerne erläutere ich Ihnen meine bisherigen Vermessungsprojekte in einem persönlichen Gespräch.

Welche Kenntnisse gehören in den Lebenslauf als Vermessungsingenieur/in?

Fachliche Kenntnisse zeigen sofort die Praxiserfahrung, Zertifikate belegen sie formal, Soft Skills ergänzen sie. Alle drei gehören in den Lebenslauf, aber getrennt und konkret benannt.

Hard Skills

  • Liegenschaftsvermessung und Grenzfeststellung
  • GNSS-/GPS-Vermessung und Tachymetrie
  • Photogrammetrie und terrestrisches Laserscanning
  • Geoinformationssysteme (z. B. ArcGIS, QGIS)
  • CAD- und Vermessungssoftware (z. B. AutoCAD, Civil 3D, kommunale Katastersoftware)
  • Bau- und Ingenieurvermessung, Deformationsmessung
  • Bodenordnung (Umlegung, Flurbereinigung)
  • Vermessungs- und Katasterrecht der Länder

Zertifikate

  • Berufsbezeichnung „Ingenieur/in“ nach dem jeweiligen Landes-Ingenieurgesetz (Voraussetzung: mind. dreijähriger technischer/naturwissenschaftlicher Hochschulabschluss)
  • Öffentliche Bestellung zum ÖbVI – ein landesrechtliches Bestellungsverfahren, kein klassisches Zertifikat
  • Ggf. Sachverständigenbestellung nach dem jeweiligen Baukammerngesetz
  • Führerschein Klasse B (für Außendiensttätigkeit üblich)

Soft Skills

  • Sorgfalt und hohe Genauigkeit
  • Eigenverantwortliches und unparteiisches Arbeiten
  • Kommunikations- und Beratungskompetenz gegenüber Bürgerinnen, Bürgern und Behörden
  • Teamführung und Projektorganisation
  • Analytisches und räumliches Denkvermögen
  • Körperliche Belastbarkeit für Außendiensteinsätze

Ausbildung und Gehalt als Vermessungsingenieur/in im Überblick

AusbildungswegVermessungsingenieur/in ist – anders als der Ausbildungsberuf Geomatiker/in (Vermessungstechniker/in), der als duale Berufsausbildung nach der Geomatiker-Ausbildungsverordnung (GeoITAusbV) 3,5 Jahre dauert – ein Studienberuf. Voraussetzung ist ein Bachelorstudium der Geodäsie, des Vermessungswesens oder der Geoinformatik an einer Universität oder Hochschule; die Regelstudienzeit liegt üblicherweise bei 6 bis 7 Semestern. Beispielhaft umfasst der Bachelorstudiengang „Geodäsie und Geoinformation“ der Technischen Universität München 6 Semester und 180 ECTS-Punkte, mit mathematisch-physikalischen und vermessungstechnischen Grundlagen in den ersten beiden Semestern und ingenieurwissenschaftlicher Vertiefung (u. a. Ingenieurvermessung, Photogrammetrie, Fernerkundung, Satellitengeodäsie) in den folgenden Semestern, abgeschlossen mit einem fünfwöchigen Praktikum und der Bachelorarbeit. Ein konsekutiver Master (an der TU München z. B. 4 Semester) vertieft Geodäsie, Geoinformatik und Landmanagement und ist Voraussetzung für den höheren technischen Verwaltungsdienst. Die Berufsbezeichnung „Ingenieur/in“ ist bundeslandweit durch eigene Ingenieurgesetze geschützt; nach § 1 Absatz 1 Nummer 1 Buchstabe a des Ingenieurgesetzes Nordrhein-Westfalen (IngG NRW) darf sie führen, wer ein Studium einer technischen oder naturwissenschaftlichen Fachrichtung an einer deutschen Hochschule mit einer Dauer von mindestens drei Studienjahren erfolgreich abgeschlossen hat. Im öffentlichen Vermessungswesen führt der Weg nach dem Studium meist über eine beamtenrechtliche Laufbahnausbildung: Mit einem Bachelorabschluss erwirbt man in einer zwölfmonatigen Laufbahnausbildung zur/zum Vermessungsoberinspektor/in die Befähigung für das erste Einstiegsamt der Laufbahngruppe 2 des vermessungstechnischen Dienstes (gehobener Dienst); mit einem Masterabschluss führt ein Referendariat zur/zum Technischen Assessor/in zum zweiten Einstiegsamt der Laufbahngruppe 2 (höherer Dienst) – so beschrieben auf den Karriereseiten des nordrhein-westfälischen Innenministeriums (im.nrw) und des Landesportals geodaesie.nrw. Die Bestellung zur Öffentlich bestellten Vermessungsingenieurin bzw. zum Öffentlich bestellten Vermessungsingenieur (ÖbVI) ist eine zusätzliche, freiwillige und länderrechtlich geregelte Qualifikationsstufe – jedes Bundesland hat ein eigenes ÖbVI-Gesetz bzw. Vermessungs- und Katastergesetz; als Referenz dient hier das nordrhein-westfälische Gesetz über die Öffentlich bestellten Vermessungsingenieurinnen und -ingenieure (ÖbVIG NRW). Nach § 4 Absatz 2 ÖbVIG NRW darf nur bestellt werden, wer die beamtenrechtlichen Voraussetzungen des § 7 Absatz 1 Beamtenstatusgesetz erfüllt, die Befähigung zur Laufbahn des ersten oder zweiten Einstiegsamtes der Laufbahngruppe 2 des vermessungstechnischen Dienstes besitzt und die durch Rechtsverordnung festgelegten Anforderungen an die Berufserfahrung erfüllt. Diese Berufserfahrungsanforderungen konkretisiert § 1 Absatz 10 der Durchführungsverordnung zum ÖbVIG NRW (DVOzÖbVIG NRW): Nachzuweisen sind mindestens vier Jahre Berufserfahrung bei der Durchführung von Liegenschaftsvermessungen für Bachelorabsolventinnen und -absolventen (erstes Einstiegsamt) beziehungsweise mindestens ein Jahr für Masterabsolventinnen und -absolventen mit Referendariat (zweites Einstiegsamt); mindestens die Hälfte dieser Zeit muss nach Erwerb der Laufbahnbefähigung gesammelt werden. § 5 Nummer 10 ÖbVIG NRW schließt zudem Personen von der Bestellung aus, die zum Zeitpunkt der Antragstellung das 60. Lebensjahr bereits vollendet haben. Die Bestellung wird nach Ablegen eines Berufseides mit Aushändigung der Bestellungsurkunde wirksam (§ 4 Absatz 1 ÖbVIG NRW, § 1 DVOzÖbVIG NRW). Als ÖbVI übt man laut § 1 Absatz 2 ÖbVIG NRW einen freien Beruf aus, der ausdrücklich kein Gewerbe ist, und ist als beliehene Unternehmerin bzw. beliehener Unternehmer u. a. zur Ausführung von Liegenschaftsvermessungen, zur amtlichen Bereitstellung von Geobasisdaten sowie zur Beurkundung und Beglaubigung bestimmter Vermessungstatbestände berechtigt. In Nordrhein-Westfalen zugelassene ÖbVI werden nach § 1 Absatz 4 des Baukammerngesetzes (BauKaG NRW) automatisch Pflichtmitglieder der Ingenieurkammer-Bau Nordrhein-Westfalen. Zusätzliche Berufspflichten aus der DVOzÖbVIG NRW sind u. a. eine Berufshaftpflichtversicherung mit einer Mindestdeckungssumme von 1.500.000 Euro für Personenschäden und 500.000 Euro für Sach- und Vermögensschäden je Schadensfall sowie eine Nachhaftungsversicherung für mindestens 30 Jahre nach Erlöschen der Bestellung (§ 5 DVOzÖbVIG NRW) und ein jährlicher Kostenbeitrag von 200 Euro an das Land (§ 6 DVOzÖbVIG NRW). Verstöße gegen Berufspflichten können nach § 15 ÖbVIG NRW mit Verweis, einer Geldbuße bis 20.000 Euro oder der Aufhebung der Bestellung geahndet werden; das unbefugte Führen der Berufsbezeichnung oder Ausführen von Amtshandlungen ist nach § 16 ÖbVIG NRW eine Ordnungswidrigkeit mit einer Geldbuße bis 50.000 Euro. Da das Vermessungs- und Katasterwesen Ländersache ist, weichen Fristen, Prüfungen und Verfahren in anderen Bundesländern von der hier dargestellten NRW-Regelung ab.
GehaltsspanneDie verfügbaren Gehaltsportale weichen für Vermessungsingenieur/innen deutlich voneinander ab und werden hier bewusst nicht gemittelt: gehalt.de nennt ein mittleres Bruttojahresgehalt von rund 61.159 Euro mit einer Spanne von 54.861 bis 68.179 Euro (unteres bis oberes Quartil), während StepStone ein deutlich niedrigeres mittleres Gehalt von rund 46.700 Euro mit einer Spanne von 39.400 bis 56.500 Euro ausweist – ein Unterschied von rund 14.000 Euro beim Median, der vermutlich auf unterschiedliche Stichproben, Regionen und Erhebungsmethoden zurückgeht. Getrennt davon zu betrachten ist die Bezahlung im öffentlichen Dienst: Vermessungsingenieurinnen und -ingenieure im Landesdienst werden dortüblicherweise in den Entgeltgruppen E10 bis E13 des TV-L eingruppiert (Quelle: Eingruppierungspraxis laut kommunalforum.de und weiteren Fachportalen); nach der TV-L-Entgelttabelle für den Zeitraum 01.04.2026 bis 28.02.2027 ergeben sich daraus monatliche Brutto-Tabellenentgelte von 4.038 Euro (E10, Stufe 1) bis 6.765 Euro (E13, höchste Stufe), was hochgerechnet auf 12 Monate – ohne Jahressonderzahlung und ohne Berücksichtigung von Zulagen – einer Jahresspanne von etwa 48.456 bis 81.180 Euro entspricht; verbeamtete Vermessungsingenieurinnen und -ingenieure werden stattdessen nach den Landesbesoldungstabellen des höheren bzw. gehobenen Dienstes vergütet. Für die freiberufliche Tätigkeit als Öffentlich bestellte/r Vermessungsingenieur/in (ÖbVI) existieren dagegen keine belastbaren, aggregierten Einkommensstatistiken: Das Einkommen ergibt sich aus staatlich festgelegten, gebührenbasierten Vergütungssätzen für Amtshandlungen (vgl. § 10 ÖbVIG NRW), die je nach Bundesland und Landeskostenrecht unterschiedlich sind, sowie aus dem individuellen Auftragsvolumen der eigenen Geschäftsstelle; belastbare bundesweite Durchschnittswerte für ÖbVI-Einkommen wurden in dieser Recherche nicht gefunden und werden als Lücke ausgewiesen.

Was verdient man als Vermessungsingenieur/in? Die Quellen im Vergleich

Gehaltsportale kommen für denselben Beruf zu deutlich unterschiedlichen Werten, weil sie unterschiedlich erheben. Wir stellen sie deshalb nebeneinander, statt einen Durchschnitt zu bilden.

Die Quellen liegen 14.459 € auseinander. Diese Differenz ist kein Fehler, sondern Folge unterschiedlicher Erhebungsmethoden und Stichproben. Nutze die Werte als Spanne, nicht als Punktwert, und prüfe im Gespräch, worauf sich eine genannte Zahl bezieht.

Alle Angaben Bruttojahresgehalt, abgerufen am 09. August 2026.

Dos & Don'ts für den Vermessungsingenieur/in-Lebenslauf

Do

  • Studienabschluss (Bachelor/Master), Fachrichtung und Hochschule klar benennen (z. B. Geodäsie, Vermessungswesen, Geoinformatik)
  • Konkrete Vermessungsverfahren und Softwarekenntnisse auflisten (GNSS, Tachymetrie, GIS, CAD)
  • Bei Bezug zum amtlichen Vermessungswesen zwischen Anstellung im öffentlichen Dienst und freiberuflicher ÖbVI-Tätigkeit unterscheiden
  • Stand einer eigenen ÖbVI-Bestellung oder der dafür gesammelten Berufserfahrung transparent angeben
  • Berufsbezeichnung „Ingenieur/in“ nur führen, wenn der Studienabschluss die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt

Don't

  • Nicht die Berufsbezeichnung „Ingenieur/in“ ohne den gesetzlich vorausgesetzten mindestens dreijährigen Hochschulabschluss führen
  • Nicht den Titel „Öffentlich bestellte/r Vermessungsingenieur/in“ verwenden ohne tatsächlich erfolgte Bestellung
  • Die duale Geomatiker-Ausbildung nicht mit dem Vermessungsingenieur-Studium vermischen oder gleichsetzen
  • Gehaltsangaben einzelner Portale nicht unreflektiert als einheitlichen Marktstandard darstellen
  • Die ÖbVI-Tätigkeit nicht als Gewerbe bezeichnen – rechtlich handelt es sich um einen freien Beruf

Häufige Fragen zum Lebenslauf als Vermessungsingenieur/in

Was ist der Unterschied zwischen Geomatiker/in und Vermessungsingenieur/in?

Geomatiker/in (früher Vermessungstechniker/in) ist ein dualer Ausbildungsberuf nach der GeoITAusbV mit einer Regelausbildungszeit von 3,5 Jahren in Betrieb und Berufsschule. Vermessungsingenieur/in ist dagegen ein akademischer Studienberuf: Voraussetzung ist ein Bachelor- und optional ein Masterstudium der Geodäsie, des Vermessungswesens oder der Geoinformatik an einer Hochschule oder Universität. Nur mit einem entsprechenden Studienabschluss darf zudem die gesetzlich geschützte Berufsbezeichnung „Ingenieur/in“ geführt werden.

Was ist ein ÖbVI?

ÖbVI steht für Öffentlich bestellte/r Vermessungsingenieur/in. Das ist eine Vermessungsingenieurin bzw. ein Vermessungsingenieur, die/der nach mehrjähriger Berufserfahrung und einem landesrechtlich geregelten Verfahren vom jeweiligen Bundesland zusätzlich bestellt wurde. Nach § 1 Absatz 2 ÖbVIG NRW übt der ÖbVI dadurch einen freien Beruf aus, der kein Gewerbe ist, und ist als beliehene Unternehmerin bzw. beliehener Unternehmer berechtigt, hoheitliche Aufgaben wie Liegenschaftsvermessungen eigenständig auszuführen.

Wie wird man ÖbVI (am Beispiel Nordrhein-Westfalen)?

Nach § 4 Absatz 2 ÖbVIG NRW braucht es die beamtenrechtliche Eignung, die Befähigung zur Laufbahn des ersten oder zweiten Einstiegsamtes der Laufbahngruppe 2 des vermessungstechnischen Dienstes (also einen Bachelor- bzw. Masterabschluss mit anschließender Laufbahnausbildung oder Referendariat) sowie eine durch Rechtsverordnung festgelegte Berufserfahrung. Diese liegt laut § 1 Absatz 10 DVOzÖbVIG NRW bei mindestens vier Jahren Liegenschaftsvermessungspraxis für Bachelorabsolventinnen und -absolventen bzw. mindestens einem Jahr für Masterabsolventinnen und -absolventen mit Referendariat. Die Bestellung ist Ländersache: Andere Bundesländer regeln Fristen und Verfahren in eigenen Gesetzen.

Muss ich Ingenieurwesen studiert haben, um die Berufsbezeichnung „Ingenieur/in“ zu führen?

Ja. Nach § 1 Absatz 1 Nummer 1 Buchstabe a des Ingenieurgesetzes Nordrhein-Westfalen (IngG NRW) darf die Berufsbezeichnung „Ingenieur/Ingenieurin“ nur führen, wer ein Studium einer technischen oder naturwissenschaftlichen Fachrichtung an einer deutschen Hochschule mit einer Dauer von mindestens drei Studienjahren erfolgreich abgeschlossen hat (oder eine gleichwertige, im Gesetz genannte Qualifikation besitzt). Vergleichbare Ingenieurgesetze gelten in den anderen Bundesländern.

Wie viel verdient ein/e Vermessungsingenieur/in?

Die Angaben streuen stark je nach Quelle: gehalt.de nennt ein mittleres Bruttojahresgehalt von rund 61.000 Euro, StepStone dagegen nur rund 46.700 Euro. Im öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) liegen die Tabellenentgelte der Entgeltgruppen E10 bis E13 hochgerechnet zwischen rund 48.500 und 81.000 Euro brutto im Jahr, verbeamtete Kolleginnen und Kollegen werden nach eigenen Besoldungstabellen bezahlt. Für freiberufliche ÖbVI gibt es dagegen keine verlässlichen Durchschnittswerte, da sich das Einkommen aus staatlich festgelegten Gebühren und dem individuellen Auftragsvolumen ergibt.

Ist die ÖbVI-Bestellung bundesweit einheitlich geregelt?

Nein. Das Vermessungs- und Katasterwesen ist in Deutschland Ländersache, deshalb hat jedes Bundesland ein eigenes ÖbVI-Gesetz bzw. eigene Vermessungs- und Katastergesetze mit teils abweichenden Fristen, Prüfungen und Verfahren. Die hier dargestellten Regelungen (z. B. Berufserfahrungsanforderungen, Altersgrenze, Kostenbeitrag) beziehen sich auf Nordrhein-Westfalen als Referenzbundesland.

Quellen

  1. Gesetz über die Öffentlich bestellten Vermessungsingenieurinnen und -ingenieure in Nordrhein-Westfalen (ÖbVIG NRW), Fassung vom 18.11.2023, Ministerium des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen (RECHT.NRW.DE), abgerufen am 2026-08-09
  2. Durchführungsverordnung zum Gesetz über die Öffentlich bestellten Vermessungsingenieurinnen und -ingenieure in Nordrhein-Westfalen (DVOzÖbVIG NRW), Fassung vom 09.01.2024, Ministerium des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen (RECHT.NRW.DE), abgerufen am 2026-08-09
  3. Gesetz zum Schutze der Berufsbezeichnung „Ingenieur/Ingenieurin“ (Ingenieurgesetz - IngG NRW), Fassung vom 22.09.2021, Ministerium des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen (RECHT.NRW.DE), abgerufen am 2026-08-09
  4. Gesetz über die Architektenkammer Nordrhein-Westfalen und die Ingenieurkammer-Bau Nordrhein-Westfalen (Baukammerngesetz - BauKaG NRW), Fassung vom 01.01.2026, Ministerium des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen (RECHT.NRW.DE), abgerufen am 2026-08-09
  5. Laufbahnausbildung (mit bereits abgeschlossenem Bachelorstudium) im Vermessungswesen, Ministerium des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen (IM NRW), abgerufen am 2026-08-09
  6. Beamtenausbildung mit Bachelor- oder Masterabschluss im Vermessungswesen, geodäsie.nrw (Landesinitiative Vermessungs- und Katasterverwaltung NRW), abgerufen am 2026-08-09
  7. Geodäsie und Geoinformation, Bachelor of Science, Technische Universität München, abgerufen am 2026-08-09
  8. Der BDVI, Bund der Öffentlich bestellten Vermessungsingenieure e.V. (BDVI), abgerufen am 2026-08-09
  9. Vermessungsingenieur/-in » Gehalt & Beruf, gehalt.de, abgerufen am 2026-08-09
  10. Vermessungsingenieur/in Gehälter in Deutschland, StepStone, abgerufen am 2026-08-09
  11. Standard-Entgelttabelle TV-L 2026-2027, kommunalforum.de, abgerufen am 2026-08-09

Der Content wurde mit Hilfe von KI erstellt, vor allem in der Recherche und Vorformulierung. Prüfung und Abnahme durch unsere Redaktion.

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Zuletzt aktualisiert am 11.08.2026