Lebenslauf Muster Architekt/in
Vorlage, Beispiel und Formulierungen
Architektinnen und Architekten planen Gebäude von der ersten Entwurfsidee bis zur Übergabe an die Bauherrschaft und koordinieren dabei Fachplanung, Genehmigungsbehörden und ausführende Firmen. Der Weg in den Beruf führt in Deutschland über ein Architekturstudium, üblicherweise Bachelor (sechs bis acht Semester) plus Master (zwei bis vier Semester). „Architekt/in" ist eine gesetzlich geschützte Berufsbezeichnung: Führen darf sie nur, wer in die Architektenliste einer Länder-Architektenkammer eingetragen ist, wofür neben dem Studium in der Regel zwei Jahre praktische Berufstätigkeit nachzuweisen sind. Geregelt ist das nicht bundeseinheitlich, sondern in den Architektengesetzen der einzelnen Bundesländer, weshalb Details wie Mindeststudiendauer, Praxisnachweis und Fortbildungspflicht von Land zu Land abweichen. Mit der Eintragung kommt die volle Bauvorlageberechtigung für die Berufsaufgaben der jeweiligen Fachrichtung, und die Honorare orientieren sich üblicherweise an der HOAI.
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Profil
Architektin mit rund acht Jahren Praxis in Wohnungs- und Bildungsbau, eingetragen in der Architektenliste einer Länderkammer und damit bauvorlageberechtigt. Schwerpunkt auf Leistungsphasen 1 bis 8 nach HOAI, von der Grundlagenermittlung über die Genehmigungsplanung bis zur Objektüberwachung auf der Baustelle. Sicher in der Abstimmung mit Bauordnungsämtern, Tragwerksplanung und TGA sowie in der Vergabe an ausführende Firmen. Arbeitet konsequent modellbasiert mit Revit und IFC-Datenaustausch und führt Projektteams von drei bis sechs Personen.
Berufserfahrung
- Verantwortlich für Ausführungsplanung und Objektüberwachung bei einem Schulneubau mit rund 6.500 Quadratmetern Bruttogrundfläche
- Steuerung von Ausschreibung und Vergabe über 24 Gewerke einschließlich Preisspiegel, Bietergesprächen und Vergabeempfehlung
- Koordination von Tragwerksplanung, TGA und Brandschutz in wöchentlichen Planungsrunden
- Baustellenüberwachung mit Mängelmanagement, Nachtragsprüfung und Abnahmen nach VOB/B
- Projektabschluss innerhalb des Kostenrahmens bei einer Terminabweichung von unter drei Wochen
- Erarbeitung von Vorentwurf und Entwurf für Wohnbauprojekte mit 40 bis 120 Wohneinheiten
- Erstellung vollständiger Bauantragsunterlagen und Begleitung des Genehmigungsverfahrens bis zur Baugenehmigung
- Abstimmung mit Bauordnungsamt und Denkmalpflege bei zwei Bestandsumbauten
- Mitwirkung an vier Wettbewerbsbeiträgen, davon zwei mit Preisrang
- Aufbau der büroweiten Revit-Vorlagen und Familienbibliothek
Ausbildung
- Regelstudienzeit vier Semester, Abschluss mit Auszeichnung
- Vertiefung Bauen im Bestand und Konstruktives Entwerfen
- Masterthesis zur Nachverdichtung innerstädtischer Wohnquartiere
- Studienbegleitende Mitarbeit in einem Planungsbüro über zwölf Monate
- Regelstudienzeit sechs Semester mit integriertem Praxisprojekt
- Grundlagen in Entwurf, Baukonstruktion, Tragwerkslehre, Bauphysik und Baurecht
- Auslandssemester an einer Partnerhochschule in den Niederlanden
- Bachelorthesis zu einem Gemeinschaftshaus in Holzbauweise
Kenntnisse
Sprachen
Lebenslauf-Editor: Architekt/in
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Profil
Architektin mit rund acht Jahren Praxis in Wohnungs- und Bildungsbau, eingetragen in der Architektenliste einer Länderkammer und damit bauvorlageberechtigt. Schwerpunkt auf Leistungsphasen 1 bis 8 nach HOAI, von der Grundlagenermittlung über die Genehmigungsplanung bis zur Objektüberwachung auf der Baustelle. Sicher in der Abstimmung mit Bauordnungsämtern, Tragwerksplanung und TGA sowie in der Vergabe an ausführende Firmen. Arbeitet konsequent modellbasiert mit Revit und IFC-Datenaustausch und führt Projektteams von drei bis sechs Personen.
Berufserfahrung
- Verantwortlich für Ausführungsplanung und Objektüberwachung bei einem Schulneubau mit rund 6.500 Quadratmetern Bruttogrundfläche
- Steuerung von Ausschreibung und Vergabe über 24 Gewerke einschließlich Preisspiegel, Bietergesprächen und Vergabeempfehlung
- Koordination von Tragwerksplanung, TGA und Brandschutz in wöchentlichen Planungsrunden
- Baustellenüberwachung mit Mängelmanagement, Nachtragsprüfung und Abnahmen nach VOB/B
- Projektabschluss innerhalb des Kostenrahmens bei einer Terminabweichung von unter drei Wochen
- Erarbeitung von Vorentwurf und Entwurf für Wohnbauprojekte mit 40 bis 120 Wohneinheiten
- Erstellung vollständiger Bauantragsunterlagen und Begleitung des Genehmigungsverfahrens bis zur Baugenehmigung
- Abstimmung mit Bauordnungsamt und Denkmalpflege bei zwei Bestandsumbauten
- Mitwirkung an vier Wettbewerbsbeiträgen, davon zwei mit Preisrang
- Aufbau der büroweiten Revit-Vorlagen und Familienbibliothek
Ausbildung
- Regelstudienzeit vier Semester, Abschluss mit Auszeichnung
- Vertiefung Bauen im Bestand und Konstruktives Entwerfen
- Masterthesis zur Nachverdichtung innerstädtischer Wohnquartiere
- Studienbegleitende Mitarbeit in einem Planungsbüro über zwölf Monate
- Regelstudienzeit sechs Semester mit integriertem Praxisprojekt
- Grundlagen in Entwurf, Baukonstruktion, Tragwerkslehre, Bauphysik und Baurecht
- Auslandssemester an einer Partnerhochschule in den Niederlanden
- Bachelorthesis zu einem Gemeinschaftshaus in Holzbauweise
Kenntnisse
Sprachen
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Profil
Architektin mit rund acht Jahren Praxis in Wohnungs- und Bildungsbau, eingetragen in der Architektenliste einer Länderkammer und damit bauvorlageberechtigt. Schwerpunkt auf Leistungsphasen 1 bis 8 nach HOAI, von der Grundlagenermittlung über die Genehmigungsplanung bis zur Objektüberwachung auf der Baustelle. Sicher in der Abstimmung mit Bauordnungsämtern, Tragwerksplanung und TGA sowie in der Vergabe an ausführende Firmen. Arbeitet konsequent modellbasiert mit Revit und IFC-Datenaustausch und führt Projektteams von drei bis sechs Personen.
Berufserfahrung
2021 - heute
Projektarchitektin, Leistungsphasen 5 bis 8
Architekturbüro für Wohnungs- und Bildungsbau, Stuttgart
- Verantwortlich für Ausführungsplanung und Objektüberwachung bei einem Schulneubau mit rund 6.500 Quadratmetern Bruttogrundfläche
- Steuerung von Ausschreibung und Vergabe über 24 Gewerke einschließlich Preisspiegel, Bietergesprächen und Vergabeempfehlung
- Koordination von Tragwerksplanung, TGA und Brandschutz in wöchentlichen Planungsrunden
- Baustellenüberwachung mit Mängelmanagement, Nachtragsprüfung und Abnahmen nach VOB/B
- Projektabschluss innerhalb des Kostenrahmens bei einer Terminabweichung von unter drei Wochen
2018 - 2021
Architektin im Entwurfsteam, Leistungsphasen 1 bis 4
Generalplanungsbüro, München
- Erarbeitung von Vorentwurf und Entwurf für Wohnbauprojekte mit 40 bis 120 Wohneinheiten
- Erstellung vollständiger Bauantragsunterlagen und Begleitung des Genehmigungsverfahrens bis zur Baugenehmigung
- Abstimmung mit Bauordnungsamt und Denkmalpflege bei zwei Bestandsumbauten
- Mitwirkung an vier Wettbewerbsbeiträgen, davon zwei mit Preisrang
- Aufbau der büroweiten Revit-Vorlagen und Familienbibliothek
Ausbildung
2016 - 2018
Master of Arts Architektur
Hochschule für Technik, Stuttgart
2012 - 2015
Bachelor of Arts Architektur
Technische Universität, Darmstadt
Kenntnisse
- Entwurf und KonzeptionSehr gut
- Genehmigungsplanung und BauantragSehr gut
- Ausführungsplanung und DetailSehr gut
- Ausschreibung, Vergabe, VOB/BGut
- Objektüberwachung und BauleitungSehr gut
- Kosten und Termine nach DIN 276Gut
- HOAI-Leistungsbilder und HonorarermittlungGut
- Autodesk Revit und BIM-KoordinationSehr gut
Sprachen
- DeutschMuttersprache
- EnglischVerhandlungssicher (C1)
- NiederländischGrundkenntnisse (A2)
Tätigkeiten im Lebenslauf formulieren: Architekt/in
Entwurf
- Grundlagenermittlung und Bedarfsplanung mit der Bauherrschaft
- Vorentwurf und Entwurf einschließlich Varianten und Massenmodell
- Städtebauliche Einbindung und Prüfung des Planungsrechts nach BauGB und BauNVO
- Wettbewerbsbeiträge und Machbarkeitsstudien
- Nachhaltigkeitskonzept, Materialwahl und Lebenszyklusbetrachtung
Genehmigungs- und Ausführungsplanung
- Bauantragsunterlagen und Abstimmung mit der Bauaufsichtsbehörde
- Nachweise zu Brandschutz, Schallschutz, Wärmeschutz und Standsicherheit koordinieren
- Ausführungsplanung im Maßstab 1:50 bis 1:1 einschließlich Detailkatalog
- Koordination von Tragwerksplanung, TGA und Fachgutachten
- Fortschreibung der Kostenberechnung nach DIN 276
Ausschreibung und Vergabe
- Leistungsverzeichnisse und Leistungsbeschreibungen erstellen
- Mengenermittlung modellbasiert oder aus der Ausführungsplanung
- Preisspiegel, Bietergespräche und Vergabeempfehlung
- Vergabeverfahren nach VOB/A bei öffentlichen Auftraggebern
- Vertragsgestaltung und Nachtragsprüfung nach VOB/B
Bauleitung
- Objektüberwachung und Qualitätssicherung auf der Baustelle
- Terminplanung, Bauzeitenplan und Soll-Ist-Abgleich
- Mängelmanagement, Behinderungsanzeigen und Dokumentation
- Rechnungsprüfung, Aufmaß und Zahlungsfreigabe
- Abnahmen, Übergabe und Dokumentation der Gewährleistungsfristen
Bauherrenkommunikation
- Entwurfspräsentationen und Entscheidungsvorlagen verständlich aufbereiten
- Transparente Kosten- und Terminberichte in festen Intervallen
- Moderation von Nutzerbeteiligung und Anliegerinformation
- Erwartungsmanagement bei Änderungswünschen und Budgetgrenzen
- Nachvollziehbare Dokumentation aller Entscheidungen im Protokoll
BIM und CAD
- Modellbasiertes Arbeiten in Autodesk Revit, ArchiCAD oder Vectorworks
- Offener Datenaustausch über IFC und BCF
- Modellkoordination und Kollisionsprüfung mit Solibri oder Navisworks
- Aufbau von Vorlagen, Familien und Bürostandards
- Visualisierung und Präsentation mit Enscape, Twinmotion oder Rhino
Welche Kenntnisse gehören in den Lebenslauf als Architekt/in?
Fachliche Kenntnisse zeigen sofort die Praxiserfahrung, Zertifikate belegen sie formal, Soft Skills ergänzen sie. Alle drei gehören in den Lebenslauf, aber getrennt und konkret benannt.
Hard Skills
- Entwurf und Konzeptentwicklung
- Genehmigungsplanung und Bauantragsverfahren
- Ausführungs- und Detailplanung
- Bauleitung und Objektüberwachung
- Ausschreibung, Vergabe und Abrechnung nach VOB
- Kostenermittlung und Kostenkontrolle nach DIN 276
- HOAI-Leistungsbilder und Honorarermittlung
- Öffentliches Baurecht, Landesbauordnung, BauGB und BauNVO
- Brandschutz-, Schallschutz- und Wärmeschutzgrundlagen, GEG
- BIM-Methodik, Revit, ArchiCAD, AutoCAD, Vectorworks
- Terminplanung mit MS Project oder vergleichbaren Werkzeugen
- Bauen im Bestand, Sanierung und Denkmalpflege
Zertifikate
- Eintragung in die Architektenliste einer Länder-Architektenkammer, Fachrichtung Architektur
- Bauvorlageberechtigung über die Kammereintragung
- Nachweis der Fort- und Weiterbildung nach der Fortbildungsordnung der jeweiligen Kammer
- DGNB oder BNB Registered Professional oder Auditor
- SiGeKo-Qualifikation nach RAB 30
- BIM-Qualifikationen, zum Beispiel buildingSMART Professional Certification
- Sachkundenachweis Barrierefreies Bauen
- Energieberatung für Wohn- oder Nichtwohngebäude, Eintrag in die Energieeffizienz-Expertenliste
Soft Skills
- Verhandlungsgeschick gegenüber Firmen und Behörden
- Klare Kommunikation mit Bauherrschaft und Nutzerinnen
- Team- und Projektführung in interdisziplinären Runden
- Entscheidungsstärke unter Termin- und Kostendruck
- Strukturierte Arbeitsweise und belastbare Dokumentation
- Konfliktmoderation zwischen Beteiligten mit gegenläufigen Interessen
- Präsentations- und Überzeugungsfähigkeit
- Verantwortungsbewusstsein für Sicherheit und Baukultur
Ausbildung und Gehalt als Architekt/in im Überblick
| Ausbildungsweg | Der Regelweg beginnt mit einem Architekturstudium an einer Universität, Technischen Hochschule oder Hochschule für angewandte Wissenschaften. Üblich ist die Kombination aus Bachelor mit sechs bis acht Semestern Regelstudienzeit und darauf aufbauendem Master mit zwei bis vier Semestern, sodass die Gesamtstudiendauer in der Regel bei zehn Semestern, also fünf Jahren, liegt. Entscheidend für die spätere Kammereintragung ist nicht der Abschlussgrad allein, sondern die Studiendauer: Die Bundesarchitektenkammer nennt für die Fachrichtung Architektur eine Mindeststudiendauer im Vollzeitstudium von vier Jahren, also acht Semestern; für die Fachrichtungen Innenarchitektur, Garten- und Landschaftsarchitektur sowie Stadtplanung sind es je nach Bundesland drei oder vier Jahre. Ein reiner Bachelor mit sechs Semestern reicht für die Fachrichtung Architektur deshalb nicht aus, der Master ist praktisch Pflicht. „Architekt/in" ist eine gesetzlich geschützte Berufsbezeichnung. Wer sie führen will, muss in die Architektenliste einer Architektenkammer eingetragen sein; dasselbe gilt für „Innenarchitekt/in", „Garten- und Landschaftsarchitekt/in" und „Stadtplaner/in" sowie für ähnliche Wortkombinationen mit „Architekt" oder „Architektur". Voraussetzung für die Eintragung ist neben dem qualifizierenden Studienabschluss eine praktische Tätigkeit von in der Regel zwei Jahren in den wesentlichen Berufsaufgaben der jeweiligen Fachrichtung, häufig unter Anleitung einer bereits eingetragenen Person. Wichtig: Das ist Landesrecht. Geregelt sind Zugang, Praxiszeit, anerkannte Studiengänge, Fortbildungspflichten und Ausnahmen in den Architektengesetzen der einzelnen Bundesländer, ergänzt um Eintragungsverordnungen und Kammersatzungen; in Baden-Württemberg etwa gelten das Architektengesetz Baden-Württemberg, die Eintragungsverordnung und die Satzung der AKBW. Die Anforderungen unterscheiden sich daher zwischen den Ländern, und wer umzieht oder länderübergreifend arbeitet, sollte die Regelung der Zielkammer prüfen. Mit der Eintragung erwirbt man die volle Bauvorlageberechtigung für die Berufsaufgaben der eigenen Fachrichtung, also das Recht, Bauvorlagen für genehmigungspflichtige Vorhaben zu unterschreiben; auch die Bauvorlageberechtigung selbst ist in den Landesbauordnungen geregelt. Nach der Eintragung besteht eine kammerrechtliche Fort- und Weiterbildungspflicht, deren Umfang die jeweilige Fortbildungsordnung festlegt. Honorare für Planungsleistungen orientieren sich an der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure. Seit der Novelle zum 1. Januar 2021, ausgelöst durch das EuGH-Urteil vom 4. Juli 2019, sind die Mindest- und Höchstsätze für neu geschlossene Verträge nicht mehr verbindlich; die HOAI bleibt aber als Leistungsbild mit den Leistungsphasen 1 bis 9 und als Orientierung für die Honorarermittlung Standard in der Praxis. Für Verträge vor dem 1. Januar 2021 gelten die alten Mindest- und Höchstsätze weiter. |
|---|---|
| Gehaltsspanne | Die Angaben der Gehaltsportale liegen erkennbar auseinander, weil unterschiedliche Datensätze, Regionen und Erfahrungsstufen zugrunde liegen. StepStone weist für Architekt/in in Deutschland ein Mediangehalt von rund 44.800 Euro brutto im Jahr aus, das entspricht etwa 3.733 Euro brutto im Monat, bei einer Spanne von rund 37.500 bis 54.200 Euro; das Einstiegsgehalt beziffert StepStone auf etwa 39.000 Euro, mit Berufserfahrung sind im Durchschnitt bis rund 64.000 Euro erreichbar. Regional zeigt StepStone Stuttgart mit etwa 48.300 Euro an der Spitze und Dresden mit rund 43.600 Euro am unteren Ende. Gehalt.de nennt einen deutlich höheren Median von rund 53.620 Euro brutto im Jahr, also etwa 4.324 Euro im Monat bei 40 Wochenstunden, mit einem unteren Quartil von rund 48.132 Euro und einem oberen Quartil von rund 59.734 Euro. Realistisch ist damit für Angestellte eine Spanne von etwa 38.000 bis 45.000 Euro zum Berufseinstieg, rund 50.000 bis 60.000 Euro nach einigen Jahren Praxis und Projektverantwortung sowie 65.000 Euro und mehr in Projekt- oder Teamleitung, insbesondere in Ballungsräumen und bei größeren Büros oder in der Bauindustrie. Öffentliche Arbeitgeber vergüten nach TVöD oder TV-L, üblich sind Eingruppierungen etwa ab Entgeltgruppe 10 bis 11 für Einsteigende und darüber für Positionen mit Personal- oder Projektverantwortung. Selbstständige Architektinnen und Architekten rechnen dagegen nicht nach Gehalt, sondern über Honorare ab, meist an der HOAI orientiert; hier ist das Nettoergebnis nach Abzug von Büromiete, Software, Berufshaftpflicht, Kammerbeitrag und Versorgungswerk stark auftragsabhängig. Die Zahlen sind Portalauswertungen, keine amtliche Statistik, und sollten als Orientierung, nicht als Zusicherung gelesen werden. |
Was verdient man als Architekt/in? Die Quellen im Vergleich
Gehaltsportale kommen für denselben Beruf zu deutlich unterschiedlichen Werten, weil sie unterschiedlich erheben. Wir stellen sie deshalb nebeneinander, statt einen Durchschnitt zu bilden.
StepStone
37.500 € – 54.200 €, Median 44.800 €
Spanne, keine echten Quartile, Einstiegsgehalt rund 39.000 Euro, mit Berufserfahrung im Durchschnitt bis rund 64.000 Euro; regional Stuttgart mit etwa 48.300 Euro an der Spitze, Dresden mit rund 43.600 Euro am unteren Ende; Portalauswertung, keine amtliche Statistik
gehalt.de
48.132 € – 59.734 €, Median 53.620 €
unteres und oberes Quartil, 40 Wochenstunden, Portalauswertung, keine amtliche Statistik; selbstständige Architektinnen und Architekten rechnen nicht nach Gehalt, sondern über Honorare (HOAI) ab und sind hier nicht erfasst
Die Quellen liegen 8.820 € auseinander. Diese Differenz ist kein Fehler, sondern Folge unterschiedlicher Erhebungsmethoden und Stichproben. Nutze die Werte als Spanne, nicht als Punktwert, und prüfe im Gespräch, worauf sich eine genannte Zahl bezieht.
Alle Angaben Bruttojahresgehalt, abgerufen am 09. August 2026.
Dos & Don'ts für den Architekt/in-Lebenslauf
Do
- Führe die Bezeichnung Architektin oder Architekt nur, wenn du tatsächlich in einer Architektenliste eingetragen bist, und nenne Kammer und Fachrichtung im Lebenslauf
- Ordne deine Projekte den HOAI-Leistungsphasen zu, damit Arbeitgeber sofort sehen, welche Planungstiefe du beherrschst
- Nenne bei Referenzprojekten harte Kennzahlen wie Bruttogrundfläche, Bausumme, Gewerkezahl und Projektdauer
- Mache die Bauvorlageberechtigung sichtbar, sie ist für viele Stellen die entscheidende Eintrittskarte
- Belege BIM-Kompetenz konkret mit Software, Rolle im Modell und Art des Datenaustauschs statt mit dem bloßen Schlagwort
- Verlinke ein schlankes Portfolio mit drei bis fünf Projekten und halte den Lebenslauf selbst textlich
Don't
- Bezeichne dich nicht als Architekt, solange du nur den Abschluss und keine Eintragung hast; korrekt ist etwa Absolventin Architektur oder Mitarbeiterin im Architekturbüro
- Erfinde keine Kammermitgliedschaft und keine Bauvorlageberechtigung, beides ist über die Kammerlisten öffentlich prüfbar
- Schicke kein 40 Seiten schweres Portfolio als Anhang, das blockiert Postfächer und wird selten geöffnet
- Lass Bauleitungserfahrung nicht unter den Tisch fallen, weil sie weniger glamourös wirkt als der Entwurf
- Zähle nicht nur Software auf, ohne zu zeigen, welche Ergebnisse du damit erzeugt hast
- Übernimm keine Bürokürzel und internen Projektnamen ungeklärt in den Lebenslauf
Häufige Fragen zum Lebenslauf als Architekt/in
Ist „Architekt/in" eine geschützte Berufsbezeichnung?
Ja. Die Berufsbezeichnungen Architekt/in, Innenarchitekt/in, Garten- und Landschaftsarchitekt/in und Stadtplaner/in sind in Deutschland geschützt. Führen darf sie nur, wer als Mitglied in die Architekten- und Stadtplanerliste einer Architektenkammer eingetragen ist; das gilt auch für ähnliche Wortverbindungen mit Architekt oder Architektur. Voraussetzung ist ein qualifizierender Studienabschluss plus in der Regel zwei Jahre praktische Berufstätigkeit. Geregelt ist das in den Architektengesetzen der einzelnen Bundesländer, die Anforderungen unterscheiden sich deshalb von Land zu Land. Wer ohne Eintragung den Titel führt, riskiert ein Bußgeld sowie wettbewerbsrechtliche Abmahnungen.
Wie lange dauert das Architekturstudium?
Üblich ist ein Bachelor mit sechs bis acht Semestern Regelstudienzeit und ein darauf aufbauender Master mit zwei bis vier Semestern, zusammen also meist zehn Semester beziehungsweise fünf Jahre. Für die Kammereintragung in der Fachrichtung Architektur verlangt die Bundesarchitektenkammer eine Mindeststudiendauer im Vollzeitstudium von vier Jahren, also acht Semestern. Ein sechssemestriger Bachelor allein genügt dafür nicht, der Master ist praktisch erforderlich. In den Fachrichtungen Innenarchitektur, Garten- und Landschaftsarchitektur und Stadtplanung reichen je nach Bundesland drei oder vier Jahre.
Welche Fachrichtungen führen die Architektenkammern?
Die Kammern führen vier Fachrichtungen: Architektur, häufig Hochbau genannt, Innenarchitektur, Garten- und Landschaftsarchitektur sowie Stadtplanung. Jede Fachrichtung hat eigene Zugangsvoraussetzungen und eigene Berufsaufgaben. Die Eintragung gilt jeweils für die Fachrichtung, in der man gelistet ist, und damit auch die daraus folgende Bauvorlageberechtigung. Eine Eintragung in mehreren Fachrichtungen ist möglich, wenn die jeweiligen Voraussetzungen erfüllt sind.
Was bedeutet Bauvorlageberechtigung?
Mit der Eintragung in die Architektenliste erwirbt man die volle Bauvorlageberechtigung für die Berufsaufgaben der eigenen Fachrichtung. Das heißt, man darf Bauvorlagen für genehmigungspflichtige Bauvorhaben erstellen und unterzeichnen und diese bei der Bauaufsichtsbehörde einreichen. Ohne diese Berechtigung kann ein Bauantrag nicht wirksam gestellt werden. Die Einzelheiten stehen in den Landesbauordnungen, weshalb es auch hier Unterschiede zwischen den Bundesländern gibt.
Welche Rolle spielt die HOAI beim Honorar?
Die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure ist die klassische Grundlage für die Vergütung von Planungsleistungen und gliedert diese in die Leistungsphasen 1 bis 9, von der Grundlagenermittlung bis zur Objektbetreuung. Nach dem EuGH-Urteil vom 4. Juli 2019 wurde die HOAI zum 1. Januar 2021 novelliert: Für Verträge ab diesem Datum sind Mindest- und Höchstsätze nicht mehr verbindlich, an ihre Stelle sind unverbindliche Orientierungswerte getreten. Für Verträge, die vor dem 1. Januar 2021 geschlossen wurden, gelten die alten Mindest- und Höchstsätze weiterhin. In der Praxis bleibt die HOAI Referenz für Leistungsbilder und Honorarkalkulation, das Honorar selbst wird aber frei vereinbart.
Quellen
- Eintragung und Titelschutz, Bundesarchitektenkammer e.V., abgerufen am 2026-08-09
- HOAI 2021, Bundesarchitektenkammer e.V., abgerufen am 2026-08-09
- Berufszugang und Berufspflichten, Architektenkammer Baden-Württemberg, abgerufen am 2026-08-09
- Schutz der Berufsbezeichnung, Hamburgische Architektenkammer, abgerufen am 2026-08-09
- Voraussetzung und Verfahren zur Eintragung in die Architekten- und Stadtplanerliste, Architektenkammer Berlin, abgerufen am 2026-08-09
- Architekt/in Gehälter Vollzeit und Teilzeit Deutschland, StepStone, abgerufen am 2026-08-09
- Gehalt Architekt/-in, gehalt.de, abgerufen am 2026-08-09
- Architektur nur mit geschützter Berufsbezeichnung Architekt, Deutsches Architektinnenblatt, abgerufen am 2026-08-09
Der Content wurde mit Hilfe von KI erstellt, vor allem in der Recherche und Vorformulierung. Prüfung und Abnahme durch unsere Redaktion.
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Herausgegeben von Lebenslauf Studio
Zuletzt aktualisiert am 11.08.2026