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Lebenslauf Muster Geomatiker/in (Vermessungstechniker/in)

Vorlage, Beispiel und Formulierungen

Geomatiker/in und Vermessungstechniker/in sind zwei eigenständige, staatlich anerkannte duale Ausbildungsberufe im Bereich der Geoinformationstechnologie, die seit dem 1. August 2010 gemeinsam in der Verordnung über die Berufsausbildung in der Geoinformationstechnologie (GeoITAusbV) geregelt sind. Entgegen einem verbreiteten Missverständnis wurde „Vermessungstechniker/in“ dabei nicht in „Geomatiker/in“ umbenannt: Beide Berufe bestehen bis heute parallel und werden aktuell ausgebildet. Geomatiker/innen bearbeiten Geodaten schwerpunktmäßig im Innendienst — Erfassen, Qualifizieren, Verknüpfen, Visualisieren und Vermarkten von Geoinformationen in GIS-Umgebungen. Vermessungstechniker/innen (Fachrichtung Vermessung oder Bergvermessung) sind stärker in der klassischen Außendienst-Vermessung, im Liegenschaftskataster und in der Bodenordnung tätig, häufig bei Vermessungs- und Katasterämtern. Beide Ausbildungen dauern drei Jahre, teilen ein gemeinsames erstes Ausbildungsjahr und werden je nach Betrieb bei der IHK oder — im öffentlichen Dienst — beim jeweiligen Landesvermessungsamt als zuständiger Stelle geprüft. Die akademische Parallele ist das Vermessungsingenieurwesen (Bachelor/Master Geodäsie), das u. a. zur Bestellung als Öffentlich bestellte/r Vermessungsingenieur/in (ÖbVI) führen kann.

Zuletzt aktualisiert am

Maria Beispiel
Geomatiker/in (Vermessungstechniker/in)
0170 1234567maria.beispiel@mail.de50667 Kölngeb. 14.03.1992

Profil

Geomatiker/in mit abgeschlossener IHK-Ausbildung und mehrjähriger Praxis in Liegenschaftskataster, GIS-gestützter Geodatenverarbeitung und Außendienst-Vermessung. Sicher im Umgang mit GNSS/GPS-Vermessungssystemen, Tachymetrie und CAD-gestützter Planauswertung sowie in der Kataster- und Grundbuchrecherche. Erfahrung in der Aufbereitung und Qualitätssicherung von Geobasisdaten für Bau-, Kataster- und Planungsprojekte. Arbeitet zuverlässig sowohl im Außendienst als auch bei der Datenaufbereitung im Büro und sucht eine Position mit wachsender fachlicher Verantwortung im Vermessungs- oder Katasterwesen.

Berufserfahrung

2021 - heute
Geomatiker/in
Vermessungs- und Katasteramt, Musterstadt
  • Erfassung und Fortführung von Geobasisdaten im Liegenschaftskataster
  • Auswertung von GNSS- und Tachymetriemessungen für Grenz- und Gebäudeeinmessungen
  • Pflege und Qualitätssicherung von Geodaten im GIS (ArcGIS/QGIS)
  • Erstellung von CAD-gestützten Lage- und Bestandsplänen
  • Recherche in Grundbuch- und Katasterunterlagen für Bauanträge und Bodenordnungsverfahren
2019 - 2021
Vermessungstechniker/in
Ingenieurbüro für Vermessungswesen Muster GmbH, Musterstadt
  • Durchführung von Absteckungen, Höhenmessungen und Bestandsvermessungen im Außendienst
  • Aufbereitung von Vermessungsdaten für Bauleitplanung und Erschließungsprojekte
  • Unterstützung bei Grenzfeststellungen und Teilungsvermessungen
  • Dokumentation von Messergebnissen nach Vermessungs- und Katastergesetz
  • Abstimmung mit Bauherren, Architekturbüros und Katasterbehörden

Ausbildung

2016 - 2019
Ausbildung zum Geomatiker (IHK-Abschluss)
Vermessungsbüro Muster GmbH & Berufsschule, Musterstadt
  • Duale Ausbildung mit gemeinsamem ersten Ausbildungsjahr Geoinformationstechnologie
  • Schwerpunkte Geodatenmanagement, GIS, Kartografie und Vermessungstechnik
  • Zwischenprüfung nach dem ersten Ausbildungsjahr, IHK-Abschlussprüfung nach drei Jahren
2013 - 2016
Mittlerer Schulabschluss (Realschule)
Realschule Musterstadt
  • Schwerpunktfächer Mathematik, Physik und Informatik
  • Praktikum beim städtischen Vermessungsamt

Kenntnisse

GNSS/GPS-Vermessung (RTK)Sehr gut
Tachymetrie und NivellementSehr gut
GIS (ArcGIS, QGIS)Gut
CAD (AutoCAD, Civil 3D)Gut
Liegenschaftskataster & GrundbuchrechercheSehr gut
Geodateninfrastrukturen / DatenbankenGrundkenntnisse

Sprachen

DeutschMuttersprache
EnglischB2 (Fachvokabular Geodäsie/GIS)
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Maria Beispiel
Geomatiker/in (Vermessungstechniker/in)
0170 1234567maria.beispiel@mail.de50667 Kölngeb. 14.03.1992

Profil

Geomatiker/in mit abgeschlossener IHK-Ausbildung und mehrjähriger Praxis in Liegenschaftskataster, GIS-gestützter Geodatenverarbeitung und Außendienst-Vermessung. Sicher im Umgang mit GNSS/GPS-Vermessungssystemen, Tachymetrie und CAD-gestützter Planauswertung sowie in der Kataster- und Grundbuchrecherche. Erfahrung in der Aufbereitung und Qualitätssicherung von Geobasisdaten für Bau-, Kataster- und Planungsprojekte. Arbeitet zuverlässig sowohl im Außendienst als auch bei der Datenaufbereitung im Büro und sucht eine Position mit wachsender fachlicher Verantwortung im Vermessungs- oder Katasterwesen.

Berufserfahrung

2021 - heute
Geomatiker/in
Vermessungs- und Katasteramt, Musterstadt
  • Erfassung und Fortführung von Geobasisdaten im Liegenschaftskataster
  • Auswertung von GNSS- und Tachymetriemessungen für Grenz- und Gebäudeeinmessungen
  • Pflege und Qualitätssicherung von Geodaten im GIS (ArcGIS/QGIS)
  • Erstellung von CAD-gestützten Lage- und Bestandsplänen
  • Recherche in Grundbuch- und Katasterunterlagen für Bauanträge und Bodenordnungsverfahren
2019 - 2021
Vermessungstechniker/in
Ingenieurbüro für Vermessungswesen Muster GmbH, Musterstadt
  • Durchführung von Absteckungen, Höhenmessungen und Bestandsvermessungen im Außendienst
  • Aufbereitung von Vermessungsdaten für Bauleitplanung und Erschließungsprojekte
  • Unterstützung bei Grenzfeststellungen und Teilungsvermessungen
  • Dokumentation von Messergebnissen nach Vermessungs- und Katastergesetz
  • Abstimmung mit Bauherren, Architekturbüros und Katasterbehörden

Ausbildung

2016 - 2019
Ausbildung zum Geomatiker (IHK-Abschluss)
Vermessungsbüro Muster GmbH & Berufsschule, Musterstadt
  • Duale Ausbildung mit gemeinsamem ersten Ausbildungsjahr Geoinformationstechnologie
  • Schwerpunkte Geodatenmanagement, GIS, Kartografie und Vermessungstechnik
  • Zwischenprüfung nach dem ersten Ausbildungsjahr, IHK-Abschlussprüfung nach drei Jahren
2013 - 2016
Mittlerer Schulabschluss (Realschule)
Realschule Musterstadt
  • Schwerpunktfächer Mathematik, Physik und Informatik
  • Praktikum beim städtischen Vermessungsamt

Kenntnisse

GNSS/GPS-Vermessung (RTK)Sehr gut
Tachymetrie und NivellementSehr gut
GIS (ArcGIS, QGIS)Gut
CAD (AutoCAD, Civil 3D)Gut
Liegenschaftskataster & GrundbuchrechercheSehr gut
Geodateninfrastrukturen / DatenbankenGrundkenntnisse

Sprachen

DeutschMuttersprache
EnglischB2 (Fachvokabular Geodäsie/GIS)

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Lebenslauf Beispiel Geomatiker/in (Vermessungstechniker/in) zum Kopieren

Profil

Geomatiker/in mit abgeschlossener IHK-Ausbildung und mehrjähriger Praxis in Liegenschaftskataster, GIS-gestützter Geodatenverarbeitung und Außendienst-Vermessung. Sicher im Umgang mit GNSS/GPS-Vermessungssystemen, Tachymetrie und CAD-gestützter Planauswertung sowie in der Kataster- und Grundbuchrecherche. Erfahrung in der Aufbereitung und Qualitätssicherung von Geobasisdaten für Bau-, Kataster- und Planungsprojekte. Arbeitet zuverlässig sowohl im Außendienst als auch bei der Datenaufbereitung im Büro und sucht eine Position mit wachsender fachlicher Verantwortung im Vermessungs- oder Katasterwesen.

Berufserfahrung

2021 - heute

Geomatiker/in

Vermessungs- und Katasteramt, Musterstadt

  • Erfassung und Fortführung von Geobasisdaten im Liegenschaftskataster
  • Auswertung von GNSS- und Tachymetriemessungen für Grenz- und Gebäudeeinmessungen
  • Pflege und Qualitätssicherung von Geodaten im GIS (ArcGIS/QGIS)
  • Erstellung von CAD-gestützten Lage- und Bestandsplänen
  • Recherche in Grundbuch- und Katasterunterlagen für Bauanträge und Bodenordnungsverfahren

2019 - 2021

Vermessungstechniker/in

Ingenieurbüro für Vermessungswesen Muster GmbH, Musterstadt

  • Durchführung von Absteckungen, Höhenmessungen und Bestandsvermessungen im Außendienst
  • Aufbereitung von Vermessungsdaten für Bauleitplanung und Erschließungsprojekte
  • Unterstützung bei Grenzfeststellungen und Teilungsvermessungen
  • Dokumentation von Messergebnissen nach Vermessungs- und Katastergesetz
  • Abstimmung mit Bauherren, Architekturbüros und Katasterbehörden

Ausbildung

2016 - 2019

Ausbildung zum Geomatiker (IHK-Abschluss)

Vermessungsbüro Muster GmbH & Berufsschule, Musterstadt

2013 - 2016

Mittlerer Schulabschluss (Realschule)

Realschule Musterstadt

Kenntnisse

  • GNSS/GPS-Vermessung (RTK)Sehr gut
  • Tachymetrie und NivellementSehr gut
  • GIS (ArcGIS, QGIS)Gut
  • CAD (AutoCAD, Civil 3D)Gut
  • Liegenschaftskataster & GrundbuchrechercheSehr gut
  • Geodateninfrastrukturen / DatenbankenGrundkenntnisse

Sprachen

  • DeutschMuttersprache
  • EnglischB2 (Fachvokabular Geodäsie/GIS)

Tätigkeiten im Lebenslauf formulieren: Geomatiker/in (Vermessungstechniker/in)

Vermessung & Feldarbeit

  • GNSS/GPS-Vermessungen (RTK) durchgeführt und ausgewertet
  • Tachymetrische Auf- und Absteckungsmessungen im Außendienst durchgeführt
  • Nivellements für Höhenbestimmungen erstellt
  • Grenz- und Gebäudeeinmessungen dokumentiert
  • Bestandsvermessungen für Bau- und Erschließungsprojekte begleitet

Geodatenverarbeitung & GIS

  • Geobasisdaten in GIS-Systemen erfasst, geprüft und fortgeführt
  • Geodateninfrastrukturen und Metainformationssysteme genutzt
  • Thematische Karten und Geodatenprodukte aufbereitet
  • Automatisierte Prozesse zur Datenqualifizierung eingesetzt
  • Geodaten für Web- und Kartendienste visualisiert

Liegenschaftskataster & Recht

  • Fortführung des Liegenschaftskatasters bearbeitet
  • Grundbuch- und Katasterrecherchen für Bauvorhaben durchgeführt
  • Verfahren der Bodenordnung und Grundstückswertermittlung unterstützt
  • Rechtliche Vorgaben des Vermessungs- und Katastergesetzes berücksichtigt
  • Unterlagen für Bauordnungs- und Genehmigungsverfahren zusammengestellt

CAD & Planauswertung

  • Lage- und Bestandspläne CAD-gestützt erstellt
  • Vermessungstechnische Berechnungen in Fachsoftware durchgeführt
  • Planunterlagen für Bau- und Planungsämter aufbereitet
  • Bestandsdaten mit Katasterunterlagen abgeglichen
  • Pläne für interne und externe Auftraggeber visualisiert

Projekt- & Kundenarbeit

  • Vermessungsaufträge selbstständig geplant und durchgeführt
  • Ergebnisse in auftragsbezogenen Fachgesprächen präsentiert
  • Mit Bauherren, Architekturbüros und Behörden abgestimmt
  • Angebote und Produktinformationen kundenorientiert erstellt
  • Termine und Ressourcen im Vermessungsteam koordiniert

Qualität & Dokumentation

  • Messergebnisse nach Vermessungsvorschriften dokumentiert
  • Qualitätssichernde Maßnahmen bei der Datenerfassung angewendet
  • Arbeitsprozesse und Ergebnisse kontrolliert und bewertet
  • Schriftliche Ausbildungs- und Prüfungsnachweise geführt
  • Datenschutz- und Datensicherheitsvorgaben eingehalten

Welche Kenntnisse gehören in den Lebenslauf als Geomatiker/in (Vermessungstechniker/in)?

Fachliche Kenntnisse zeigen sofort die Praxiserfahrung, Zertifikate belegen sie formal, Soft Skills ergänzen sie. Alle drei gehören in den Lebenslauf, aber getrennt und konkret benannt.

Hard Skills

  • GNSS/GPS-Vermessung (RTK)
  • Tachymetrie und Nivellement
  • Liegenschaftskataster und Katasterfortführung
  • Geoinformationssysteme (GIS: ArcGIS, QGIS)
  • CAD-gestützte Planauswertung (AutoCAD, Civil 3D)
  • Geodatenmanagement und Geodateninfrastrukturen
  • Grundbuch- und Katasterrecherche
  • Bodenordnung und Grundstückswertermittlung
  • Vermessungstechnische Berechnungen
  • Kartografische Aufbereitung und Visualisierung

Zertifikate

  • IHK-Abschluss Geomatiker/in bzw. Vermessungstechniker/in
  • Führerschein Klasse B
  • Kenntnisnachweis für UAS/Drohnenbetrieb (LuftVO, sofern im Betrieb genutzt)
  • Fortbildung Techniker/in Fachrichtung Vermessungstechnik (Fachschule)
  • Geprüfte/r Fachwirt/in für Vermessungswesen (IHK-Aufstiegsfortbildung)
  • Software-Schulungen GIS/CAD (z. B. Esri ArcGIS, AutoCAD)
  • Weiterbildung Bauzeichnen/CAD-Planauswertung
  • Grundlagenschulung Datenschutz im Geodatenmanagement

Soft Skills

  • Genauigkeit und Sorgfalt bei Mess- und Katasterdaten
  • Selbstständiges Arbeiten im Außendienst
  • Körperliche Belastbarkeit bei Wind und Wetter
  • Teamfähigkeit bei gemeinsamen Vermessungseinsätzen
  • Kundenorientierung im Auftrags- und Fachgespräch
  • Verantwortungsbewusstsein bei rechtssicherer Dokumentation

Ausbildung und Gehalt als Geomatiker/in (Vermessungstechniker/in) im Überblick

AusbildungswegDie duale Ausbildung im deutschen Vermessungswesen ist seit dem 1. August 2010 in der „Verordnung über die Berufsausbildung in der Geoinformationstechnologie“ (GeoITAusbV) vom 30. Mai 2010 (BGBl. I S. 694) geregelt. Diese Verordnung löste gleichzeitig drei ältere Ausbildungsordnungen ab: die Verordnung über die Berufsausbildung zum Vermessungstechniker/zur Vermessungstechnikerin vom 17. Dezember 1994 (BGBl. I S. 3889), die Verordnung über die Berufsausbildung zum Kartographen/zur Kartographin vom 4. März 1997 (BGBl. I S. 536) sowie die Bergvermessungstechniker-Ausbildungsverordnung vom 28. Januar 1993 (BGBl. I S. 137). Entgegen einer verbreiteten Annahme wurde der Beruf „Vermessungstechniker/in“ damit nicht schlicht in „Geomatiker/in“ umbenannt. Die GeoITAusbV schafft vielmehr in einem gemeinsamen Rechtsrahmen zwei parallele, bis heute aktuell ausgebildete Berufe: den neu geschaffenen Beruf Geomatiker/in (Teil 2, §§ 4-8 GeoITAusbV, im Kern Nachfolger des Kartographen-Berufs mit erweitertem Geodatenmanagement-Fokus) und den fortgeführten, inhaltlich modernisierten Beruf Vermessungstechniker/in (Teil 3, §§ 9-15 GeoITAusbV), der seither in die Fachrichtungen Vermessung und Bergvermessung gegliedert ist und die frühere eigenständige Bergvermessungstechniker-Ausbildung aufgenommen hat. Beide Ausbildungen dauern jeweils drei Jahre und beginnen mit einem gemeinsamen ersten Ausbildungsjahr (zwölf Monate) mit geteilten Basisqualifikationen, bevor sich die berufsspezifischen Inhalte trennen (§ 3 GeoITAusbV). Es gibt eine Zwischenprüfung zu Beginn des zweiten Ausbildungsjahres (120 Minuten, schriftlich) sowie am Ende eine einteilige Abschlussprüfung mit mehreren Prüfungsbereichen (bei Geomatiker/in: Geodatenprozesse, Geodatenpräsentation, Geoinformationstechnik, Geodatenmanagement, Wirtschafts- und Sozialkunde; bei Vermessungstechniker/in: Vermessungstechnische Prozesse, Geodatenbearbeitung, Öffentliche Aufgaben und technische Vermessungen bzw. Bergbauspezifische Prozesse, Wirtschafts- und Sozialkunde) — keine „gestreckte“ zweiteilige Prüfung wie in neueren IT-Berufen. Berufsausbildungsverhältnisse, die 2010 bereits unter den alten Ordnungen liefen, konnten mit Zustimmung der Vertragsparteien auf die neue Verordnung umgestellt werden (§ 16); Abschlüsse nach altem Recht behalten regulären Bestandsschutz, sind aber kein Sonderfall der Gegenwart, da „Vermessungstechniker/in“ seit 2010 fortlaufend neu ausgebildet wird. Zuständige Stelle für Prüfungen ist je nach Ausbildungsbereich unterschiedlich: In der gewerblichen Wirtschaft (private Vermessungs- und Ingenieurbüros, Geodatenunternehmen) ist die IHK zuständig; im öffentlichen Dienst (Vermessungs- und Katasterämter, Landesvermessungsämter) übernimmt laut § 1 Absatz 2 GeoITAusbV das jeweilige Landesamt für Vermessung/Geoinformation als zuständige Stelle des öffentlichen Dienstes die Aufgabe (z. B. LDBV Bayern, LGL Baden-Württemberg). Länderspezifische eigene Ausbildungsgänge neben der bundeseinheitlichen GeoITAusbV wurden bei der Recherche nicht gefunden; Bundesländer regeln lediglich organisatorisch, welche Stelle im öffentlichen Dienst zuständig ist. Deutlich abzugrenzen ist das Studium zum Vermessungsingenieur/zur Vermessungsingenieurin (Bachelor/Master Geodäsie), das nach Vorbereitungsdienst und zweitem Staatsexamen zur Bestellung als Öffentlich bestellte/r Vermessungsingenieur/in (ÖbVI) führen kann — ein eigenständiger, akademischer und kammerähnlich organisierter Berufsweg, der hier nur zur Einordnung erwähnt wird.
GehaltsspanneGehaltsportale weisen für Geomatiker/in und Vermessungstechniker/in ähnliche, aber nicht identische Werte aus, da gehalt.de beide Berufe in einem gemeinsamen Profil „Vermessungstechniker/-in (Geomatiker/in)“ führt, während StepStone getrennte Profile anbietet. Laut gehalt.de liegt das Median-Bruttojahresgehalt bei 34.567 € (2.788 €/Monat, 40-Stunden-Woche), das untere Quartil bei 30.345 € und das obere Quartil bei 39.377 €; nach Berufserfahrung gestaffelt reicht die Spanne von rund 29.545 € (unter 3 Jahre Erfahrung) bis rund 35.690 € (über 9 Jahre). StepStone nennt für Vermessungstechniker/in ein Jahresgehalt von median rund 36.500 € (Spanne ca. 30.900-43.200 €, Einstieg ca. 33.000 €) und für Geomatiker/in median/durchschnittlich rund 36.400 € (Spanne ca. 31.100-43.900 €, Einstieg ca. 35.000 €). Im öffentlichen Dienst (Vermessungs- und Katasterämter) werden Vermessungstechniker/innen üblicherweise nach TVöD bzw. TV-L in die Entgeltgruppen E5 bis E9a eingruppiert, was je nach Erfahrungsstufe und Tätigkeitsschwierigkeit von rund 2.200 € bis rund 3.500 € brutto monatlich reicht; die genaue Einstufung hängt von Schwierigkeit, Selbstständigkeit und ggf. Katasteraufgaben der Tätigkeit ab. Regionale Unterschiede sind erheblich: StepStone zeigt für Stuttgart die höchsten, für ostdeutsche Städte tendenziell niedrigere Werte.

Was verdient man als Geomatiker/in (Vermessungstechniker/in)? Die Quellen im Vergleich

Gehaltsportale kommen für denselben Beruf zu deutlich unterschiedlichen Werten, weil sie unterschiedlich erheben. Wir stellen sie deshalb nebeneinander, statt einen Durchschnitt zu bilden.

Die Quellen liegen 1.933 € auseinander. Diese Differenz ist kein Fehler, sondern Folge unterschiedlicher Erhebungsmethoden und Stichproben. Nutze die Werte als Spanne, nicht als Punktwert, und prüfe im Gespräch, worauf sich eine genannte Zahl bezieht.

Alle Angaben Bruttojahresgehalt, abgerufen am 09. August 2026.

Dos & Don'ts für den Geomatiker/in (Vermessungstechniker/in)-Lebenslauf

Do

  • Frühzeitig ein Praktikum bei einem Vermessungs- oder Katasteramt bzw. Ingenieurbüro machen
  • Gute Mathematik- und Physik-Grundlagen vor Ausbildungsbeginn auffrischen
  • GIS- und CAD-Kenntnisse (z. B. QGIS, AutoCAD) frühzeitig selbst ausprobieren
  • Zwischen Geomatiker/in (mehr Innendienst/GIS) und Vermessungstechniker/in (mehr Außendienst/Kataster) bewusst nach Neigung wählen
  • Bereitschaft für Außendienst bei jedem Wetter mitbringen
  • Nach der Ausbildung Fortbildungswege (Techniker/in, Fachwirt/in, ggf. Studium Geodäsie) gezielt prüfen

Don't

  • Nicht davon ausgehen, dass Geomatiker/in und Vermessungstechniker/in derselbe Beruf mit nur anderem Namen sind
  • Nicht unterschätzen, wie viel Rechts- und Katasterwissen im Beruf gefordert ist
  • Sich nicht ausschließlich auf Feldarbeit vorbereiten und die GIS-/Datenverarbeitung vernachlässigen
  • Zuständige Stelle nicht pauschal als „immer IHK“ annehmen, im öffentlichen Dienst gilt oft das Landesvermessungsamt
  • Einstiegsgehälter nicht mit Werten für Vermessungsingenieur/innen verwechseln
  • Abschluss unter alter Ausbildungsordnung nicht als „ausgelaufenen Beruf“ missverstehen, Bestandsschutz betrifft nur den individuellen Abschluss

Häufige Fragen zum Lebenslauf als Geomatiker/in (Vermessungstechniker/in)

Wurde der Beruf Vermessungstechniker/in in Geomatiker/in umbenannt?

Nein. Die Verordnung über die Berufsausbildung in der Geoinformationstechnologie (GeoITAusbV) vom 30. Mai 2010 hat zum 1. August 2010 zwar frühere Ausbildungsordnungen abgelöst, dabei aber zwei eigenständige Berufe geschaffen bzw. fortgeführt: Geomatiker/in (neu geschaffen, im Kern Nachfolger des Kartographen-Berufs) und Vermessungstechniker/in (fortgeführt, seither mit den Fachrichtungen Vermessung und Bergvermessung). Beide Berufe existieren bis heute parallel und werden aktuell ausgebildet.

Wie lange dauert die Ausbildung und wer ist zuständige Stelle?

Beide Ausbildungen dauern drei Jahre mit einem gemeinsamen ersten Ausbildungsjahr. Geprüft wird bei einer Zwischenprüfung zu Beginn des zweiten Jahres und einer Abschlussprüfung am Ende. In der gewerblichen Wirtschaft ist die IHK zuständige Stelle, im öffentlichen Dienst (Vermessungs- und Katasterämter) übernimmt laut § 1 Absatz 2 GeoITAusbV das jeweilige Landesamt für Vermessung bzw. Geoinformation diese Funktion.

Was verdient man als Geomatiker/in oder Vermessungstechniker/in?

Nach gehalt.de liegt das Median-Bruttojahresgehalt im kombinierten Profil bei rund 34.567 €, mit einer Spanne von etwa 30.345 € bis 39.377 €. StepStone nennt für Vermessungstechniker/in median rund 36.500 € und für Geomatiker/in rund 36.400 € Jahresbrutto. Im öffentlichen Dienst erfolgt die Eingruppierung meist nach TVöD/TV-L in die Entgeltgruppen E5 bis E9a.

Was unterscheidet Geomatiker/in und Vermessungstechniker/in vom Vermessungsingenieur bzw. ÖbVI?

Geomatiker/in und Vermessungstechniker/in sind dreijährige duale Ausbildungsberufe nach dem Berufsbildungsgesetz. Der Vermessungsingenieur/die Vermessungsingenieurin durchläuft dagegen ein Hochschulstudium der Geodäsie. Wer zusätzlich den Vorbereitungsdienst für den höheren technischen Verwaltungsdienst mit zweitem Staatsexamen absolviert, kann sich als Öffentlich bestellte/r Vermessungsingenieur/in (ÖbVI) bestellen lassen und ist dann freiberuflich mit hoheitlichen Katasteraufgaben betraut.

Welche fachlichen Inhalte prägen den Berufsalltag?

Zentral sind die Erfassung und Fortführung von Geobasisdaten und dem Liegenschaftskataster, GNSS/GPS- und tachymetrische Vermessungen im Außendienst, die Bearbeitung von Geodaten in GIS-Systemen, CAD-gestützte Planauswertung sowie Kataster- und Grundbuchrecherche für Bau-, Planungs- und Bodenordnungsverfahren. Geomatiker/innen arbeiten dabei tendenziell mehr im Innendienst mit Geodatenmanagement, Vermessungstechniker/innen mehr im Außendienst und im hoheitlichen Kataster.

Quellen

  1. GeoITAusbV – Verordnung über die Berufsausbildung in der Geoinformationstechnologie (Volltext), Bundesministerium der Justiz / gesetze-im-internet.de, abgerufen am 2026-08-09
  2. GeoITAusbV – Nichtamtliches Inhaltsverzeichnis, gesetze-im-internet.de, abgerufen am 2026-08-09
  3. GeoITAusbV Volltext (PDF, Fundstelle BGBl. I 2010, 694), BIBB, abgerufen am 2026-08-09
  4. Geomatiker/Geomatikerin – Berufe-Steckbrief, BIBB, abgerufen am 2026-08-09
  5. Gehalt Vermessungstechniker/-in (Geomatiker/in), gehalt.de, abgerufen am 2026-08-09
  6. Vermessungstechniker/in Gehälter in Deutschland, StepStone, abgerufen am 2026-08-09
  7. Geomatiker/in Gehälter in Deutschland, StepStone, abgerufen am 2026-08-09
  8. TVöD Eingruppierung von Vermessungstechnikern (E5-E9a), Kommunalforum.de, abgerufen am 2026-08-09
  9. TV-L Entgeltordnung 22.8 Vermessungstechniker, Landkartentechniker, Planungstechniker, oeffentlicher-dienst.info, abgerufen am 2026-08-09
  10. DVW – Über den DVW (Gesellschaft für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement), DVW e. V., abgerufen am 2026-08-09
  11. Zuständige Stelle Geomatik (öffentlicher Dienst, Bayern), LDBV Bayern, abgerufen am 2026-08-09

Der Content wurde mit Hilfe von KI erstellt, vor allem in der Recherche und Vorformulierung. Prüfung und Abnahme durch unsere Redaktion.

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Zuletzt aktualisiert am 11.08.2026