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Lebenslauf Muster Palliativpflegefachkraft

Vorlage, Beispiel und Formulierungen

Ein guter Lebenslauf als Palliativpflegefachkraft zeigt sofort drei Dinge: die formale Qualifikation (examinierte Pflegefachkraft plus anerkannte Palliative-Care-Weiterbildung – 160 Stunden nach dem Curriculum von Kern, Müller und Aurnhammer, DGP/DHPV-zertifiziert), den fachlichen Verantwortungsbereich (ganzheitliche Symptomkontrolle – Schmerz, Atemnot, Übelkeit, Angst, Unruhe – sowie Sterbebegleitung und Angehörigenbegleitung in der letzten Lebensphase, oft im Rahmen der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung nach § 37b SGB V) sowie konkrete Ergebnisse (z. B. Anzahl begleiteter Patient:innen, Symptomlinderung, vermiedene Krisen-Klinikeinweisungen). Anders als Wundmanagement ist die Rolle nicht auf ein einzelnes Fachgebiet wie Wundversorgung begrenzt, sondern versorgt die ganze Person; anders als Case Management in der Pflege steht nicht die sektorenübergreifende Koordination im Vordergrund, sondern die direkte, unmittelbare Pflege am Patienten. Unten findest du ein vollständiges Muster zum Ausfüllen sowie Formulierungen, Skills und die häufigsten Fragen speziell für diese Rolle.

Zuletzt aktualisiert am

Maria Beispiel
Palliativpflegefachkraft
0170 1234567maria.beispiel@mail.de50667 Kölngeb. 14.03.1992

Profil

Palliativpflegefachkraft (Zertifikat Palliative Care, 160 Stunden nach Kern/Müller/Aurnhammer, DGP/DHPV-anerkannt) mit 6 Jahren Erfahrung in der spezialisierten Palliativversorgung, davon 3 Jahre im SAPV-Team eines regionalen Palliativnetzwerks. Grundberuf examinierte Pflegefachkraft, Palliative-Care-Weiterbildung berufsbegleitend nach zwei Jahren Stationserfahrung abgeschlossen. Verantwortlich für die ganzheitliche Symptomkontrolle (Schmerz, Atemnot, Übelkeit, Unruhe) und Sterbebegleitung von jährlich rund 80 Patient:innen im häuslichen Umfeld, enge Zusammenarbeit mit Palliativärzt:innen, Case Management, Seelsorge und ambulanten Hospizdiensten. Ich suche eine Position mit erweiterter fachlicher Verantwortung, z. B. als Palliativpflegefachkraft in einem stationären Hospiz oder als koordinierende Kraft in einem SAPV-Team.

Berufserfahrung

03/2023 - heute
Palliativpflegefachkraft (SAPV-Team)
SAPV-Team Palliativnetzwerk Region
  • Ganzheitliche Symptomkontrolle (Schmerz, Atemnot, Übelkeit, Angst, Unruhe) für jährlich rund 80 Patient:innen mit unheilbaren, weit fortgeschrittenen Erkrankungen im häuslichen Umfeld nach § 37b SGB V
  • Sterbebegleitung und Angehörigenbegleitung, Krisenintervention im Bereitschaftsdienst rund um die Uhr
  • Interdisziplinäre Zusammenarbeit im multiprofessionellen Team mit Palliativärzt:innen, Case Management, Seelsorge und ambulanten Hospizdiensten
  • Vermeidung von Krisen-Klinikeinweisungen durch frühzeitige Symptomerfassung und Therapieanpassung
  • Dokumentation der Symptomverläufe und Versorgungsmaßnahmen nach dem Standard des SAPV-Teams
09/2019 - 02/2023
Pflegefachkraft, Innere Medizin mit Palliativschwerpunkt
Klinikum der Region, Innere Medizin
  • Grund- und Behandlungspflege auf einer internistischen Station mit angegliederten Palliativbetten
  • Mitwirkung an Symptomkontrolle und Sterbebegleitung schwerstkranker Patient:innen
  • Berufsbegleitender Abschluss der 160-Stunden-Weiterbildung Palliative Care (DGP/DHPV-anerkannt) während dieser Station

Ausbildung

2016 - 2019
Ausbildung Pflegefachkraft
Pflegeschule am Klinikum der Region
  • 3-jährige generalistische Ausbildung nach dem Pflegeberufegesetz (PflBG)
  • Voraussetzung für die Palliative-Care-Weiterbildung: dreijährige Ausbildung mit staatlichem Examen in Gesundheits- und Krankenpflege oder Altenpflege
2021 - 2022
Weiterbildung Palliative Care (160 Stunden, DGP/DHPV-anerkannt)
anerkannter Weiterbildungsanbieter (Curriculum Kern/Müller/Aurnhammer)
  • 160 Unterrichtsstunden in mehreren Blockwochen à 40 Stunden, berufsbegleitend über rund ein Jahr
  • Zulassung nach zwei Jahren Berufserfahrung als Pflegefachkraft (empfohlene Zulassungsvoraussetzung)
  • Zertifiziert nach den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP), anerkannt vom Deutschen Hospiz- und PalliativVerband (DHPV)

Kenntnisse

Symptomkontrolle (Schmerz, Atemnot, Übelkeit, Angst, Unruhe)Sehr gut
Sterbebegleitung & AngehörigenbegleitungSehr gut
Palliativpflegerische DokumentationGut
Zusammenarbeit im multiprofessionellen PalliativteamSehr gut
Krisenintervention im häuslichen UmfeldGut
Schmerzmanagement (WHO-Stufenschema)Gut

Sprachen

DeutschMuttersprache
EnglischGut
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Lebenslauf-Editor: Palliativpflegefachkraft

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Maria Beispiel
Palliativpflegefachkraft
0170 1234567maria.beispiel@mail.de50667 Kölngeb. 14.03.1992

Profil

Palliativpflegefachkraft (Zertifikat Palliative Care, 160 Stunden nach Kern/Müller/Aurnhammer, DGP/DHPV-anerkannt) mit 6 Jahren Erfahrung in der spezialisierten Palliativversorgung, davon 3 Jahre im SAPV-Team eines regionalen Palliativnetzwerks. Grundberuf examinierte Pflegefachkraft, Palliative-Care-Weiterbildung berufsbegleitend nach zwei Jahren Stationserfahrung abgeschlossen. Verantwortlich für die ganzheitliche Symptomkontrolle (Schmerz, Atemnot, Übelkeit, Unruhe) und Sterbebegleitung von jährlich rund 80 Patient:innen im häuslichen Umfeld, enge Zusammenarbeit mit Palliativärzt:innen, Case Management, Seelsorge und ambulanten Hospizdiensten. Ich suche eine Position mit erweiterter fachlicher Verantwortung, z. B. als Palliativpflegefachkraft in einem stationären Hospiz oder als koordinierende Kraft in einem SAPV-Team.

Berufserfahrung

03/2023 - heute
Palliativpflegefachkraft (SAPV-Team)
SAPV-Team Palliativnetzwerk Region
  • Ganzheitliche Symptomkontrolle (Schmerz, Atemnot, Übelkeit, Angst, Unruhe) für jährlich rund 80 Patient:innen mit unheilbaren, weit fortgeschrittenen Erkrankungen im häuslichen Umfeld nach § 37b SGB V
  • Sterbebegleitung und Angehörigenbegleitung, Krisenintervention im Bereitschaftsdienst rund um die Uhr
  • Interdisziplinäre Zusammenarbeit im multiprofessionellen Team mit Palliativärzt:innen, Case Management, Seelsorge und ambulanten Hospizdiensten
  • Vermeidung von Krisen-Klinikeinweisungen durch frühzeitige Symptomerfassung und Therapieanpassung
  • Dokumentation der Symptomverläufe und Versorgungsmaßnahmen nach dem Standard des SAPV-Teams
09/2019 - 02/2023
Pflegefachkraft, Innere Medizin mit Palliativschwerpunkt
Klinikum der Region, Innere Medizin
  • Grund- und Behandlungspflege auf einer internistischen Station mit angegliederten Palliativbetten
  • Mitwirkung an Symptomkontrolle und Sterbebegleitung schwerstkranker Patient:innen
  • Berufsbegleitender Abschluss der 160-Stunden-Weiterbildung Palliative Care (DGP/DHPV-anerkannt) während dieser Station

Ausbildung

2016 - 2019
Ausbildung Pflegefachkraft
Pflegeschule am Klinikum der Region
  • 3-jährige generalistische Ausbildung nach dem Pflegeberufegesetz (PflBG)
  • Voraussetzung für die Palliative-Care-Weiterbildung: dreijährige Ausbildung mit staatlichem Examen in Gesundheits- und Krankenpflege oder Altenpflege
2021 - 2022
Weiterbildung Palliative Care (160 Stunden, DGP/DHPV-anerkannt)
anerkannter Weiterbildungsanbieter (Curriculum Kern/Müller/Aurnhammer)
  • 160 Unterrichtsstunden in mehreren Blockwochen à 40 Stunden, berufsbegleitend über rund ein Jahr
  • Zulassung nach zwei Jahren Berufserfahrung als Pflegefachkraft (empfohlene Zulassungsvoraussetzung)
  • Zertifiziert nach den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP), anerkannt vom Deutschen Hospiz- und PalliativVerband (DHPV)

Kenntnisse

Symptomkontrolle (Schmerz, Atemnot, Übelkeit, Angst, Unruhe)Sehr gut
Sterbebegleitung & AngehörigenbegleitungSehr gut
Palliativpflegerische DokumentationGut
Zusammenarbeit im multiprofessionellen PalliativteamSehr gut
Krisenintervention im häuslichen UmfeldGut
Schmerzmanagement (WHO-Stufenschema)Gut

Sprachen

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Profil

Palliativpflegefachkraft (Zertifikat Palliative Care, 160 Stunden nach Kern/Müller/Aurnhammer, DGP/DHPV-anerkannt) mit 6 Jahren Erfahrung in der spezialisierten Palliativversorgung, davon 3 Jahre im SAPV-Team eines regionalen Palliativnetzwerks. Grundberuf examinierte Pflegefachkraft, Palliative-Care-Weiterbildung berufsbegleitend nach zwei Jahren Stationserfahrung abgeschlossen. Verantwortlich für die ganzheitliche Symptomkontrolle (Schmerz, Atemnot, Übelkeit, Unruhe) und Sterbebegleitung von jährlich rund 80 Patient:innen im häuslichen Umfeld, enge Zusammenarbeit mit Palliativärzt:innen, Case Management, Seelsorge und ambulanten Hospizdiensten. Ich suche eine Position mit erweiterter fachlicher Verantwortung, z. B. als Palliativpflegefachkraft in einem stationären Hospiz oder als koordinierende Kraft in einem SAPV-Team.

Berufserfahrung

03/2023 - heute

Palliativpflegefachkraft (SAPV-Team)

SAPV-Team Palliativnetzwerk Region

  • Ganzheitliche Symptomkontrolle (Schmerz, Atemnot, Übelkeit, Angst, Unruhe) für jährlich rund 80 Patient:innen mit unheilbaren, weit fortgeschrittenen Erkrankungen im häuslichen Umfeld nach § 37b SGB V
  • Sterbebegleitung und Angehörigenbegleitung, Krisenintervention im Bereitschaftsdienst rund um die Uhr
  • Interdisziplinäre Zusammenarbeit im multiprofessionellen Team mit Palliativärzt:innen, Case Management, Seelsorge und ambulanten Hospizdiensten
  • Vermeidung von Krisen-Klinikeinweisungen durch frühzeitige Symptomerfassung und Therapieanpassung
  • Dokumentation der Symptomverläufe und Versorgungsmaßnahmen nach dem Standard des SAPV-Teams

09/2019 - 02/2023

Pflegefachkraft, Innere Medizin mit Palliativschwerpunkt

Klinikum der Region, Innere Medizin

  • Grund- und Behandlungspflege auf einer internistischen Station mit angegliederten Palliativbetten
  • Mitwirkung an Symptomkontrolle und Sterbebegleitung schwerstkranker Patient:innen
  • Berufsbegleitender Abschluss der 160-Stunden-Weiterbildung Palliative Care (DGP/DHPV-anerkannt) während dieser Station

Werdegang

2016 - 2019

Ausbildung Pflegefachkraft

Pflegeschule am Klinikum der Region

2021 - 2022

Weiterbildung Palliative Care (160 Stunden, DGP/DHPV-anerkannt)

anerkannter Weiterbildungsanbieter (Curriculum Kern/Müller/Aurnhammer)

Kenntnisse

  • Symptomkontrolle (Schmerz, Atemnot, Übelkeit, Angst, Unruhe)Sehr gut
  • Sterbebegleitung & AngehörigenbegleitungSehr gut
  • Palliativpflegerische DokumentationGut
  • Zusammenarbeit im multiprofessionellen PalliativteamSehr gut
  • Krisenintervention im häuslichen UmfeldGut
  • Schmerzmanagement (WHO-Stufenschema)Gut

Sprachen

  • DeutschMuttersprache
  • EnglischGut

Tätigkeiten im Lebenslauf formulieren: Palliativpflegefachkraft

Symptomkontrolle & pflegerische Versorgung

  • Ganzheitliche Einschätzung und Linderung belastender Symptome (Schmerz, Atemnot, Übelkeit, Angst, Unruhe) in der letzten Lebensphase
  • Verabreichung und Überwachung von Schmerz- und Symptommedikation, inkl. subkutaner Applikation und Schmerzpumpen
  • Basis- und Mundpflege bei stark reduziertem Allgemeinzustand
  • Laufende Anpassung der Pflege an sich schnell verändernde Krankheitsverläufe

Sterbebegleitung & psychosoziale Begleitung

  • Begleitung Sterbender und ihrer Angehörigen in der letzten Lebensphase
  • Erkennen und Ansprechen psychosozialer und spiritueller Bedürfnisse, Vermittlung an Seelsorge und psychosoziale Fachdienste
  • Krisenintervention bei akuten Symptomverschlechterungen, auch im Bereitschaftsdienst
  • Unterstützung der Angehörigen über den Tod hinaus, Vermittlung an Trauerbegleitungsangebote

Koordination & Zusammenarbeit

  • Interdisziplinäre Abstimmung im multiprofessionellen Palliativteam (Ärzt:innen, Case Management, Seelsorge, Sozialdienst)
  • Zusammenarbeit mit ambulanten Hospizdiensten, Wundmanagement und Physiotherapie bei komplexen Fällen
  • Koordination mit Apotheken und Hilfsmittelversorgern bei Schmerzpumpen, Betäubungsmitteln und Pflegehilfsmitteln
  • Rücksprache mit verordnenden Ärzt:innen zur Anpassung der Symptomtherapie

Dokumentation, Qualität & Fortbildung

  • Strukturierte Dokumentation der Symptomverläufe und Versorgungsmaßnahmen
  • Teilnahme an Fallbesprechungen, Supervision und Qualitätszirkeln des Palliativteams
  • Erhalt und Aktualisierung der Palliative-Care-Zertifizierung durch regelmäßige Fortbildung
  • Fachliche Anleitung von Kolleg:innen zu Grundlagen der Palliativpflege

Welche Kenntnisse gehören in den Lebenslauf als Palliativpflegefachkraft?

Fachliche Kenntnisse zeigen sofort die Praxiserfahrung, Zertifikate belegen sie formal, Soft Skills ergänzen sie. Alle drei gehören in den Lebenslauf, aber getrennt und konkret benannt.

Hard Skills

  • Symptomkontrolle in der Palliativpflege (Schmerz, Atemnot, Übelkeit, Angst, Unruhe)
  • Medikamentengabe inkl. subkutaner Applikation und Schmerzpumpen
  • Sterbebegleitung und Angehörigenbegleitung
  • Krisenintervention im häuslichen und stationären Umfeld
  • Zusammenarbeit im multiprofessionellen Palliativteam
  • Kenntnisse des WHO-Stufenschemas der Schmerztherapie
  • Dokumentation nach Palliative-Care-Standards

Zertifikate

  • Palliative Care – 160 Stunden (Curriculum Kern/Müller/Aurnhammer, DGP/DHPV-anerkannt)
  • Aufbau-/Vertiefungskurse Palliative Care (z. B. Kinaesthetics, Aromapflege, Basale Stimulation – optional)
  • Praxisanleiter/in Palliative Care (optional, für Kursleitung/Anleitung)
  • Fachweiterbildung Onkologische Pflege (verwandt, teils kombiniert)

Soft Skills

  • Empathie und Präsenz im Umgang mit Sterbenden und Angehörigen
  • Hohe psychische Belastbarkeit
  • Ruhe und Besonnenheit in Krisensituationen
  • Kommunikationsstärke (Angehörigengespräche, interdisziplinäre Abstimmung)
  • Akzeptanz unterschiedlicher spiritueller und kultureller Vorstellungen vom Sterben
  • Selbstfürsorge und Reflexionsfähigkeit
  • Eigenverantwortliches Handeln im ambulanten Einsatz

Werdegang und Gehalt als Palliativpflegefachkraft im Überblick

Wege in die RollePalliativpflege ist keine eigene Erstausbildung, sondern eine fachliche Spezialisierung auf Basis einer regulären Pflegeausbildung. Maßgeblich ist bundesweit das Basiscurriculum Palliative Care für Pflegefachkräfte von M. Kern, M. Müller und K. Aurnhammer (160 Unterrichtsstunden), das von der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) und dem Deutschen Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) anerkannt und nach den DGP-Zertifizierungsrichtlinien zertifizierbar ist. Drei Zugangswege kommen real parallel vor. (1) Examinierte Pflegefachkraft als Basis plus Palliative-Care-Weiterbildung (160 Stunden) - der häufigste Weg: Zulassungsvoraussetzung ist eine dreijährige Ausbildung mit staatlichem Examen in Gesundheits- und Krankenpflege oder Altenpflege, empfohlen zusätzlich mindestens zwei Jahre Berufserfahrung. Die Weiterbildung läuft berufsbegleitend über mindestens sechs Monate, meist rund ein Jahr, verteilt auf mehrere Blockwochen à 40 Stunden. (2) Aufstieg mit vertiefter Zusatzqualifikation Palliative Care für spezialisierte Einrichtungen (Hospize, SAPV-Teams): Die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) ist eine Team-Leistung, deren bundesweit einheitlicher Rahmenvertrag nach § 132d Abs. 1 SGB V die beteiligten Pflegefachkräfte ausdrücklich zu einer durch Weiterbildung und Erfahrung nachgewiesenen Palliativqualifikation verpflichtet - die 160-Stunden-Basisqualifikation ist damit faktische Einstiegsvoraussetzung für SAPV-Teams, ergänzt um mehrjährige Berufserfahrung und häufig eine vertiefende Aufbau- oder Praxisanleiter-Palliative-Care-Zusatzqualifikation für Koordinations- oder Kursleitungsaufgaben. Dieser Weg führt zur vollen Fachexpertenrolle in stationären Hospizen, auf Palliativstationen oder in SAPV-Teams. (3) Quereinstieg aus verwandten Pflegespezialisierungen: Pflegefachkräfte mit bereits vorhandener Zusatzqualifikation - etwa Case Manager/in (Pflege) oder Wundmanager/in - wechseln real erkennbar in die Palliativpflege, weil beide Nachbarrollen in der Praxis eng mit ihr zusammenarbeiten und die 160-Stunden-Weiterbildung berufsbegleitend nachholbar ist; einzelne Kursanbieter lassen in Ausnahmefällen auch andere Berufsgruppen mit Felderfahrung zu. Rechtlich begründen § 37b SGB V und der ergänzende Rahmenvertrag nach § 132d SGB V einen Leistungsanspruch der Versicherten und eine Teamqualifikationspflicht der SAPV-Leistungserbringer, aber - anders als z. B. § 71 SGB XI bei Pflegedienstleiter/in - keine bundeseinheitliche, personenbezogene Ausbildungsordnung mit Titelschutz für 'Palliativpflegefachkraft' als Berufsbezeichnung; die 160-Stunden-Weiterbildung ist ein anerkannter Fachstandard, kein für jede Pflegekraft in der Palliativversorgung allgemein vorgeschriebener Einzelnachweis.
GehaltsspanneDrei Quellen wurden herangezogen und bewusst nicht gemittelt - dünner als die übliche Spanne von 2-4 Quellen, weil zwei ursprünglich geprüfte Quellen verworfen werden mussten. Medi-Karriere.de nennt einen Durchschnitt von 52.728 Euro brutto im Jahr (Spanne 44.796-60.420 Euro, Basis 82 offene Stellenanzeigen). StepStone nennt einen Durchschnitt von 41.800 Euro (Spanne 34.100-50.300 Euro). Die TVöD-P8-Tarifreferenz liegt bei 44.414 bis 53.868 Euro (Stufen 2-6, gültig 01.05.2026-31.03.2027) - Palliativpflegefachkräfte sind wie schon Wundmanager/innen typischerweise dieser Entgeltgruppe zugeordnet, weil die Palliative-Care-Fachweiterbildung als DKG-anerkannte Fachweiterbildung das strukturelle P7->P8-Differenzierungskriterium erfüllt. Eine gehalt.de-Seite (Median 52.369 Euro) musste komplett verworfen werden: Sie erwies sich per curl-Verifikation als byte-identisch mit der bereits bei der Rolle Wundmanager/in dokumentierten gehalt.de-Seite 'wundexperte' (Median 52.369 Euro, Quartile 46.900-58.476 Euro, exakt gleiche Monatswerte) - ein Pooling-Fall über die Rollen-Grenze hinweg. Eine talent.com-Angabe von rechnerisch rund 31.200 Euro wurde als unplausibler Ausreißer verworfen (deutlich unter allen anderen Quellen). Eine WebSearch-Zusammenfassung hatte zusätzlich Zahlen von valmedi.de behauptet (rund 44.677 Euro), die sich bei direkter curl-Prüfung des rohen HTML als nirgends auf der Seite vorkommend erwiesen - klare WebSearch-Halluzination, nicht übernommen. Insgesamt bewegt sich die Rolle plausibel im Korridor 41.800-53.900 Euro Jahresbrutto.

Was verdient man als Palliativpflegefachkraft? Die Quellen im Vergleich

Gehaltsportale kommen für denselben Beruf zu deutlich unterschiedlichen Werten, weil sie unterschiedlich erheben. Wir stellen sie deshalb nebeneinander, statt einen Durchschnitt zu bilden.

Alle Angaben Bruttojahresgehalt, abgerufen am 12. August 2026.

Dos & Don'ts für den Palliativpflegefachkraft-Lebenslauf

Do

  • Die formale Qualifikation explizit benennen (Grundberuf plus Palliative-Care-Weiterbildung mit Stundenzahl und Curriculum)
  • Konkrete Zahlen zur Versorgung nennen (Anzahl begleiteter Patient:innen, vermiedene Krisen-Klinikeinweisungen)
  • Den ganzheitlichen, direkten Pflegefokus klar von Wundmanagement (ein Fachgebiet) und Case Management (Koordination ohne direkte Pflege) abgrenzen
  • Den gesetzlichen Rahmen (§ 37b SGB V, SAPV) erwähnen, wo relevant
  • Zusammenarbeit im multiprofessionellen Team konkret machen (Ärzt:innen, Case Management, Seelsorge, Hospizdienste)

Don't

  • Nicht nur 'Palliativpflege' als Schlagwort schreiben, ohne Zertifizierung und Stundenzahl zu nennen
  • Die Palliative-Care-Weiterbildung nicht als gesetzliche Pflicht für jede Pflegekraft darstellen – sie ist ein anerkannter Fachstandard, keine allgemeine Ausbildungsordnung
  • Palliativpflege nicht mit Sterbehilfe oder ausschließlich Hospizarbeit verwechseln – der Schwerpunkt liegt auf Symptomkontrolle und Lebensqualität
  • Keine reinen Soft-Skill-Floskeln ohne Beleg verwenden
  • Lücken im Werdegang nicht unkommentiert lassen

Häufige Fragen zum Lebenslauf als Palliativpflegefachkraft

Was macht eine Palliativpflegefachkraft konkret?

Palliativpflegefachkräfte übernehmen die ganzheitliche Symptomkontrolle (Schmerz, Atemnot, Übelkeit, Angst, Unruhe) sowie die Sterbebegleitung und Angehörigenbegleitung von Menschen in der letzten Lebensphase. Sie arbeiten meist im multiprofessionellen Team mit Ärzt:innen, Case Management und Seelsorge zusammen, häufig in der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) nach § 37b SGB V, in stationären Hospizen oder auf Palliativstationen.

Welche Qualifikation braucht man als Palliativpflegefachkraft?

Es gibt keine eigene gesetzliche Ausbildungsordnung. Maßgeblich ist bundesweit die 160-Stunden-Weiterbildung Palliative Care nach dem Curriculum von Kern, Müller und Aurnhammer, anerkannt von der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) und dem Deutschen Hospiz- und PalliativVerband (DHPV). Voraussetzung ist eine abgeschlossene dreijährige Ausbildung als Pflegefachkraft (Gesundheits- und Krankenpflege oder Altenpflege), empfohlen zusätzlich mindestens zwei Jahre Berufserfahrung.

Was ist der Unterschied zwischen Palliativpflege, Wundmanagement und Case Management?

Wundmanagement ist eine fachlich-klinische Spezialisierung auf ein einzelnes Fachgebiet (Wundversorgung), unabhängig vom Krankheitsstadium. Case Management in der Pflege koordiniert die Versorgung fallübergreifend über verschiedene Sektoren hinweg, ohne selbst direkte Pflege zu leisten. Die Palliativpflegefachkraft versorgt demgegenüber die ganze Person unmittelbar und direkt in der letzten Lebensphase – mit Fokus auf Symptomkontrolle und Sterbebegleitung statt auf ein einzelnes Fachgebiet oder auf Koordination.

Was regelt § 37b SGB V für die Palliativversorgung?

§ 37b SGB V begründet den Anspruch gesetzlich Versicherter mit einer nicht heilbaren, weit fortgeschrittenen Erkrankung und begrenzter Lebenserwartung auf spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) – ärztliche und pflegerische Leistungen inklusive ihrer Koordination, insbesondere zur Schmerztherapie und Symptomkontrolle, mit dem Ziel der Betreuung im häuslichen Umfeld. Der ergänzende Rahmenvertrag nach § 132d SGB V verpflichtet die beteiligten Pflegekräfte zu einer durch Weiterbildung und Erfahrung nachgewiesenen Palliativqualifikation.

Wie viel verdient eine Palliativpflegefachkraft?

Die Angaben streuen: Medi-Karriere.de nennt einen Durchschnitt von 52.728 Euro brutto im Jahr, StepStone einen Durchschnitt von 41.800 Euro, die TVöD-P8-Tarifreferenz eine Spanne von 44.414 bis 53.868 Euro. Eine gehalt.de-Seite musste verworfen werden, weil sie byte-identische Werte mit einer fachfremden Wundmanagement-Seite zeigte (Datenpooling); eine talent.com-Angabe von rund 31.200 Euro wurde als unplausibler Ausreißer ebenfalls verworfen.

Quellen

  1. Weiterbildung für Pflegefachkräfte (Basiscurriculum Palliative Care, 160 UE), Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP), abgerufen am 2026-08-12
  2. Zertifizierungsordnung Palliative Care / Palliativmedizin, Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP), abgerufen am 2026-08-12
  3. Spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV), Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP), abgerufen am 2026-08-12
  4. § 37b SGB V - Spezialisierte ambulante Palliativversorgung (Volltext), Bundesministerium der Justiz / gesetze-im-internet.de, abgerufen am 2026-08-12
  5. Spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) - Rahmenvertrag nach § 132d SGB V, GKV-Spitzenverband, abgerufen am 2026-08-12
  6. KBV - Spezialisierte ambulante Palliativversorgung, Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), abgerufen am 2026-08-12
  7. Palliativ-Care-Fachkraft » Gehalt & Beruf, GEHALT.de, abgerufen am 2026-08-12
  8. Palliative Care Gehalt 2026 in Deutschland, Medi-Karriere, abgerufen am 2026-08-12
  9. Palliativ Care-Fachkraft Gehälter in Deutschland, StepStone, abgerufen am 2026-08-12
  10. TVöD Pflege Tabelle (P-Tabelle) - Gehalt, Stufen & Eingruppierung, oeffentlichen-dienst.de / kommunalforum.de, abgerufen am 2026-08-12

Der Content wurde mit Hilfe von KI erstellt, vor allem in der Recherche und Vorformulierung. Prüfung und Abnahme durch unsere Redaktion.

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Herausgegeben von Lebenslauf Studio

Zuletzt aktualisiert am 12.08.2026