Lebenslauf Muster Pflegeberater/in
Vorlage, Beispiel und Formulierungen
Ein guter Lebenslauf als Pflegeberater/in nach § 7a SGB XI zeigt sofort drei Dinge: die formale Qualifikation (Pflegefachkraft, Sozialversicherungsfachangestellte/r oder Sozialarbeiter/in - so benennt es das Gesetz selbst in § 7a Abs. 3 SGB XI - jeweils plus eine rund 400 bis 440 Unterrichtsstunden umfassende Zusatzqualifikation Pflegeberatung), die Beratungspraxis (Anzahl individueller Beratungsgespräche pro Jahr, Erstellung und Nachverfolgung von Versorgungsplänen, sozialrechtliche Themenfelder) sowie den institutionellen Kontext (Pflegekasse, Pflegestützpunkt oder privater Versicherer). Anders als bei den meisten anderen Rollen dieser Serie gibt es hier eine echte, verbindliche gesetzliche Grundlage: § 7a SGB XI verankert einen individuellen Rechtsanspruch von Pflegebedürftigen auf genau diese Beratung. Zur eng verwandten Rolle Case Manager/in (Pflege) gibt es sowohl klare rechtliche Unterschiede als auch reale Überschneidungen in Titel und Marktpraxis - unten findest du dazu ein vollständiges Muster, Formulierungen, Skills und die häufigsten Fragen.
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Profil
Pflegeberaterin (Zusatzqualifikation nach § 7a SGB XI, 440 Unterrichtsstunden) mit 4 Jahren Erfahrung in der individuellen Pflegeberatung bei einer gesetzlichen Pflegekasse, davon 3 Jahre im Pflegestützpunkt. Grundberuf examinierte Pflegefachkraft (generalistische Ausbildung nach PflBG), berufsbegleitende Weiterbildung 'Pflegeberatung nach § 7a SGB XI' bei einem anerkannten Bildungsträger abgeschlossen (Module Pflegefachwissen, Sozialrecht, Case Management, inkl. neuntägigem Praktikum). Verantwortlich für jährlich rund 250 individuelle Beratungsgespräche nach § 7a SGB XI, Erstellung und Überwachung individueller Versorgungspläne sowie enge Zusammenarbeit mit dem Medizinischen Dienst, Pflegediensten und Sozialämtern. Ich suche eine Position mit erweiterter Verantwortung in der Pflegeberatung oder im Pflegestützpunktmanagement.
Berufserfahrung
- Durchführung von jährlich rund 250 individuellen Beratungsgesprächen nach § 7a SGB XI für Versicherte und Angehörige
- Erstellung, Umsetzungsüberwachung und Anpassung individueller Versorgungspläne auf Basis der MD-Begutachtungsergebnisse
- Beratung zu Sozialleistungen, Pflegehilfsmitteln und Entlastungsangeboten (SGB XI, SGB V, SGB XII)
- Zusammenarbeit mit Pflegediensten, Pflegeheimen, Sozialämtern und Selbsthilfegruppen im Rahmen des Pflegestützpunkts
- Durchführung barrierefreier digitaler Beratungen (Videoberatung) auf Wunsch der Versicherten
- Grund- und Behandlungspflege bei ambulant versorgten Klient:innen
- Mitwirkung an Beratungseinsätzen nach § 37 Abs. 3 SGB XI bei Pflegegeldempfänger:innen
- Berufsbegleitender Beginn der Zusatzqualifikation Pflegeberatung nach § 7a SGB XI während dieser Station
Ausbildung
- 3-jährige generalistische Ausbildung nach dem Pflegeberufegesetz (PflBG)
- Anschließend 3 Jahre Berufserfahrung in der ambulanten Pflege (Zulassungsvoraussetzung für die Zusatzqualifikation Pflegeberatung nach § 7a SGB XI)
- 440 Unterrichtsstunden in den Modulen Pflegefachwissen (100 UE), Sozialrecht (130 UE) und Case Management (210 UE)
- Zusätzliches neuntägiges Pflegepraktikum in einer stationären Einrichtung
- Abschluss durch Hausarbeit (Abgabe innerhalb von 6 Monaten nach dem letzten Modul)
Kenntnisse
Sprachen
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Profil
Pflegeberaterin (Zusatzqualifikation nach § 7a SGB XI, 440 Unterrichtsstunden) mit 4 Jahren Erfahrung in der individuellen Pflegeberatung bei einer gesetzlichen Pflegekasse, davon 3 Jahre im Pflegestützpunkt. Grundberuf examinierte Pflegefachkraft (generalistische Ausbildung nach PflBG), berufsbegleitende Weiterbildung 'Pflegeberatung nach § 7a SGB XI' bei einem anerkannten Bildungsträger abgeschlossen (Module Pflegefachwissen, Sozialrecht, Case Management, inkl. neuntägigem Praktikum). Verantwortlich für jährlich rund 250 individuelle Beratungsgespräche nach § 7a SGB XI, Erstellung und Überwachung individueller Versorgungspläne sowie enge Zusammenarbeit mit dem Medizinischen Dienst, Pflegediensten und Sozialämtern. Ich suche eine Position mit erweiterter Verantwortung in der Pflegeberatung oder im Pflegestützpunktmanagement.
Berufserfahrung
- Durchführung von jährlich rund 250 individuellen Beratungsgesprächen nach § 7a SGB XI für Versicherte und Angehörige
- Erstellung, Umsetzungsüberwachung und Anpassung individueller Versorgungspläne auf Basis der MD-Begutachtungsergebnisse
- Beratung zu Sozialleistungen, Pflegehilfsmitteln und Entlastungsangeboten (SGB XI, SGB V, SGB XII)
- Zusammenarbeit mit Pflegediensten, Pflegeheimen, Sozialämtern und Selbsthilfegruppen im Rahmen des Pflegestützpunkts
- Durchführung barrierefreier digitaler Beratungen (Videoberatung) auf Wunsch der Versicherten
- Grund- und Behandlungspflege bei ambulant versorgten Klient:innen
- Mitwirkung an Beratungseinsätzen nach § 37 Abs. 3 SGB XI bei Pflegegeldempfänger:innen
- Berufsbegleitender Beginn der Zusatzqualifikation Pflegeberatung nach § 7a SGB XI während dieser Station
Ausbildung
- 3-jährige generalistische Ausbildung nach dem Pflegeberufegesetz (PflBG)
- Anschließend 3 Jahre Berufserfahrung in der ambulanten Pflege (Zulassungsvoraussetzung für die Zusatzqualifikation Pflegeberatung nach § 7a SGB XI)
- 440 Unterrichtsstunden in den Modulen Pflegefachwissen (100 UE), Sozialrecht (130 UE) und Case Management (210 UE)
- Zusätzliches neuntägiges Pflegepraktikum in einer stationären Einrichtung
- Abschluss durch Hausarbeit (Abgabe innerhalb von 6 Monaten nach dem letzten Modul)
Kenntnisse
Sprachen
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Profil
Pflegeberaterin (Zusatzqualifikation nach § 7a SGB XI, 440 Unterrichtsstunden) mit 4 Jahren Erfahrung in der individuellen Pflegeberatung bei einer gesetzlichen Pflegekasse, davon 3 Jahre im Pflegestützpunkt. Grundberuf examinierte Pflegefachkraft (generalistische Ausbildung nach PflBG), berufsbegleitende Weiterbildung 'Pflegeberatung nach § 7a SGB XI' bei einem anerkannten Bildungsträger abgeschlossen (Module Pflegefachwissen, Sozialrecht, Case Management, inkl. neuntägigem Praktikum). Verantwortlich für jährlich rund 250 individuelle Beratungsgespräche nach § 7a SGB XI, Erstellung und Überwachung individueller Versorgungspläne sowie enge Zusammenarbeit mit dem Medizinischen Dienst, Pflegediensten und Sozialämtern. Ich suche eine Position mit erweiterter Verantwortung in der Pflegeberatung oder im Pflegestützpunktmanagement.
Berufserfahrung
03/2022 - heute
Pflegeberaterin (§ 7a SGB XI)
AOK PLUS, Pflegestützpunkt Dresden
- Durchführung von jährlich rund 250 individuellen Beratungsgesprächen nach § 7a SGB XI für Versicherte und Angehörige
- Erstellung, Umsetzungsüberwachung und Anpassung individueller Versorgungspläne auf Basis der MD-Begutachtungsergebnisse
- Beratung zu Sozialleistungen, Pflegehilfsmitteln und Entlastungsangeboten (SGB XI, SGB V, SGB XII)
- Zusammenarbeit mit Pflegediensten, Pflegeheimen, Sozialämtern und Selbsthilfegruppen im Rahmen des Pflegestützpunkts
- Durchführung barrierefreier digitaler Beratungen (Videoberatung) auf Wunsch der Versicherten
08/2019 - 02/2022
Pflegefachkraft, ambulanter Pflegedienst
Diakonie-Sozialstation Dresden
- Grund- und Behandlungspflege bei ambulant versorgten Klient:innen
- Mitwirkung an Beratungseinsätzen nach § 37 Abs. 3 SGB XI bei Pflegegeldempfänger:innen
- Berufsbegleitender Beginn der Zusatzqualifikation Pflegeberatung nach § 7a SGB XI während dieser Station
Werdegang
2016 - 2019
Ausbildung Pflegefachfrau/-mann
Pflegeschule am Universitätsklinikum Dresden
2021 - 2022
Zusatzqualifikation Pflegeberatung nach § 7a SGB XI
anerkannter Weiterbildungsträger (nach GKV-Spitzenverband-Empfehlungen)
Kenntnisse
- Individuelle Pflegeberatung nach § 7a SGB XISehr gut
- Erstellung von VersorgungsplänenSehr gut
- Sozialrechtliche Beratung (SGB V/IX/XI/XII)Gut
- Gesprächsführung mit AngehörigenSehr gut
- Kenntnis regionaler VersorgungsstrukturenGut
- MD-BegutachtungsverfahrenGut
Sprachen
- DeutschMuttersprache
- EnglischGrundkenntnisse
Tätigkeiten im Lebenslauf formulieren: Pflegeberater/in
Individuelle Pflegeberatung (§ 7a SGB XI)
- Individuelle Beratung und Hilfestellung bei der Auswahl und Inanspruchnahme von Sozialleistungen und Hilfsangeboten
- Systematische Erfassung des Hilfebedarfs unter Berücksichtigung der Ergebnisse der MD-Begutachtung
- Beratung von Versicherten und Angehörigen in der eigenen Häuslichkeit, in Einrichtungen oder per barrierefreier digitaler Angebote
- Information über Leistungen zur Entlastung von Pflegepersonen
Versorgungsplanung
- Erstellung individueller Versorgungspläne mit den im Einzelfall erforderlichen Sozialleistungen und gesundheitsfördernden, präventiven, kurativen, rehabilitativen oder pflegerischen Hilfen
- Hinwirken auf die für den Versorgungsplan erforderlichen Maßnahmen inkl. Genehmigung durch den jeweiligen Leistungsträger
- Überwachung der Durchführung des Versorgungsplans und Anpassung bei veränderter Bedarfslage
- Auswertung und Dokumentation besonders komplexer Fallgestaltungen
Sozialrechtliche Beratung
- Vermittlung sozialrechtlicher Ansprüche (SGB V, SGB IX, SGB XI, SGB XII) in verständlicher Sprache
- Beratung zu Pflegegraden, Pflegehilfsmitteln und Entlastungsleistungen
- Unterstützung bei Antragstellung, auch als direkter Leistungsantrag gegenüber dem Pflegeberater/der Pflegeberaterin
- Beratung zur Auswahl geeigneter Pflegeeinrichtungen und -dienste
Vernetzung & Zusammenarbeit
- Zusammenarbeit mit dem Medizinischen Dienst, Pflegediensten, Pflegeheimen und Sozialämtern
- Enge Zusammenarbeit mit anderen Koordinierungsstellen, insbesondere Rehabilitationsträgern
- Mitwirkung an Rahmenverträgen zur Zusammenarbeit in der Beratung auf Landesebene
- Vermittlung an Selbsthilfegruppen und ehrenamtliche Unterstützungsangebote
Welche Kenntnisse gehören in den Lebenslauf als Pflegeberater/in?
Fachliche Kenntnisse zeigen sofort die Praxiserfahrung, Zertifikate belegen sie formal, Soft Skills ergänzen sie. Alle drei gehören in den Lebenslauf, aber getrennt und konkret benannt.
Hard Skills
- Individuelle Bedarfsermittlung und Erstellung von Versorgungsplänen nach § 7a SGB XI
- Sozialrechtliche Kenntnisse (SGB V, SGB IX, SGB XI, SGB XII)
- Kenntnis der Leistungen der Pflegeversicherung und angrenzender Sozialleistungssysteme
- Beratung zu Pflegegraden, Pflegehilfsmitteln, Entlastungsleistungen
- Vernetzung mit örtlichen Versorgungsstrukturen (Pflegedienste, Pflegeheime, Selbsthilfegruppen)
- Dokumentation und Überwachung der Versorgungsplan-Umsetzung
- Digitale Beratungsformate (barrierefreie digitale Angebote, Videoberatung nach § 7a Abs. 2)
- Zusammenarbeit mit dem Medizinischen Dienst (Begutachtungsergebnisse)
Zertifikate
- Zusatzqualifikation 'Pflegeberatung nach § 7a SGB XI' (rund 400-440 Unterrichtsstunden gemäß GKV-Spitzenverband-Empfehlungen)
- Alternativ: Zertifizierte/r Case Manager/in (DGCC, 210 UE) - von manchen Pflegekassen ebenfalls akzeptiert
- Ausbildung Pflegefachkraft / Gesundheits- und Krankenpfleger/in / Altenpfleger/in ODER Sozialversicherungsfachangestellte/r ODER Studium Soziale Arbeit/Sozialpädagogik
- Fortbildungsnachweise gemäß § 7a Abs. 3 Satz 3 SGB XI (regelmäßige Aktualisierung Pflegefachwissen/Case Management/Recht)
Soft Skills
- Empathie und Zugewandtheit gegenüber Pflegebedürftigen und Angehörigen
- Kommunikationsstärke, verständliche Vermittlung komplexer Sachverhalte
- Neutralität und Unabhängigkeit in der Beratung
- Organisationsfähigkeit
- Geduld und Belastbarkeit
- Interkulturelle Kompetenz
Werdegang und Gehalt als Pflegeberater/in im Überblick
| Wege in die Rolle | Pflegeberater/in ist - anders als die meisten Rollen dieser Serie - direkt im Gesetz verankert: Paragraph 7a Absatz 3 Satz 2 SGB XI benennt die zugelassenen Grundberufe woertlich: 'Die Pflegekassen setzen fuer die persoenliche Beratung und Betreuung durch Pflegeberater und Pflegeberaterinnen entsprechend qualifiziertes Personal ein, insbesondere Pflegefachpersonen, Sozialversicherungsfachangestellte oder Sozialarbeiter mit der jeweils erforderlichen Zusatzqualifikation.' Daraus ergeben sich drei real parallel vorkommende Zugangswege. (1) Pflegefachperson (examinierte Gesundheits- und Krankenpfleger/in, Altenpfleger/in oder generalistische Pflegefachfrau/-mann nach dem Pflegeberufegesetz) plus Zusatzqualifikation Pflegeberatung - in der Praxis der haeufigste Weg. (2) Sozialversicherungsfachangestellte/r plus Zusatzqualifikation - der einzige Weg, der aus der Verwaltung der Sozialversicherungstraeger selbst kommt, passend dazu, dass Pflegeberatung ueberwiegend bei den Pflegekassen angesiedelt ist. (3) Studium/Ausbildung Soziale Arbeit bzw. Sozialpaedagogik (laut Sekundaerquellen auch Heilpaedagogik) plus Zusatzqualifikation - typisch fuer Sozialarbeiter/innen bei Pflegekassen oder in Pflegestuetzpunkten. Die Zusatzqualifikation selbst wird nicht im Gesetz beziffert, sondern laut Paragraph 7a Absatz 3 Satz 3 SGB XI durch Empfehlungen des Spitzenverbands Bund der Pflegekassen konkretisiert (Empfehlungen vom 29.08.2008 i.d.F. 22.05.2018): rund 400 Unterrichtsstunden plus ein Pflegepraktikum, inhaltlich an der Case-Management-Weiterbildung orientiert. Ein konkreter, selbst geprueft Anbieter (Deutsche Akademie fuer Fallmanagement) gliedert dies in 440 Unterrichtseinheiten: 100 UE Pflegefachwissen, 130 UE Recht, 210 UE Case Management (exakt der Umfang der vollen DGCC-Weiterbildung), dazu ein neuntaegiges Pflegepraktikum und eine Abschluss-Hausarbeit. Das relativiert die in der Zeile case-manager-pflege getroffene Einordnung, wonach die Pflegeberatung nach Paragraph 7a SGB XI eine 'kuerzere' Case-Management-Variante sei: In diesem konkreten Curriculum ist sie mit 440 UE laenger, nicht kuerzer, als die reine DGCC-Weiterbildung - sie enthaelt ein vollstaendiges Case-Management-Modul plus zwei zusaetzliche Module (Pflegefachwissen, Recht). Der TVoeD kennt fuer Pflegeberater/in kein eigenes Eingruppierungsmerkmal (Landesarbeitsgericht Koeln, Urteil vom 02.08.2016, Az. 12 Sa 78/16); Pflegekassen als Koerperschaften des oeffentlichen Rechts verguetén stattdessen ueberwiegend nach eigenen Haustarifvertraegen (z. B. BKK-Tarifvertrag - im genannten Urteil wurde eine Eingruppierung in Entgeltgruppe 5, Stufe 6 diskutiert, ohne dass das Gericht abschliessend entschied). |
|---|---|
| Gehaltsspanne | Vier Quellen wurden herangezogen und bewusst nicht gemittelt; die Angaben weichen mit rund 42.000 bis 64.500 Euro Jahresdurchschnitt/-median deutlich staerker voneinander ab als bei den meisten anderen bislang recherchierten Pflege-Rollen. Medi-Karriere.de nennt auf Basis von 29 offenen Stellenanzeigen einen Median von 50.424 Euro brutto im Jahr (Spanne 39.732-68.880 Euro). gehaltsvergleich.com nennt auf Basis von 66 Datensaetzen einen Mittelwert von 3.503 Euro brutto im Monat, korrekt auf das Jahr hochgerechnet (mal 12) 42.036 Euro (Quartile 33.984-47.280 Euro) - die Seite selbst zeigt im rohen HTML fehlerhafte, mit dem Faktor 12,4 statt 12 hochgerechnete Jahreswerte (35.117 Euro bzw. 48.856 Euro). Indeed nennt in einem redaktionellen Artikel einen Durchschnitt von 64.500 Euro im Jahr (rund 5.400 Euro im Monat), ohne Angabe einer Spanne oder Datenbasis - der mit Abstand hoechste Wert. StepStone nennt auf Basis von 8.326 Stellenanzeigen einen Median von 44.300 Euro im Jahr (Spanne 37.800-50.500 Euro, Einstiegsgehalt rund 40.200 Euro); der Fliesstext derselben Seite nennt davon leicht abweichend 44.000 Euro als Median UND enthaelt themenfremden Fliesstext zum Beruf 'Controller' (StepStone-Copy-Paste-Bug). Eine fuenfte, dedizierte gehalt.de-Profilseite (gehalt.de/beruf/pflegeberater) wurde bewusst verworfen: Sie zeigt einen Median von 52.135 Euro (Quartile 46.427-58.546 Euro) - exakt byte-identisch mit den bereits in Baserow vorhandenen Werten der Rolle case-manager-pflege, obwohl der Beschreibungstext auf derselben gehalt.de-Seite selbst zwischen beiden Berufsbildern unterscheidet. Eine sechste Quelle (brutto-netto-gehaltsrechner.de) wurde nicht als Kernquelle gezaehlt, weil sie algorithmisch generiert wirkt (auffaellig glatte, in exakten Prozentschritten gestaffelte Regionalfaktoren ueber alle Staedte hinweg) - nur als grobe Kontext-Einordnung (Median 3.830 Euro/Monat = 45.960 Euro/Jahr) notiert. Einordnung: Die grosse Spanne duerfte auch daran liegen, dass der Titel 'Pflegeberater/in' am Arbeitsmarkt fuer mindestens drei unterschiedliche Taetigkeiten verwendet wird (siehe Abgrenzung) und die Portale bei der Datenerhebung nicht danach unterscheiden. TVoeD kennt fuer Pflegeberater/in kein eigenes Eingruppierungsmerkmal; Pflegekassen verguetén nach eigenen Haustarifvertraegen (z. B. BKK-Tarifvertrag, siehe LAG Koeln 12 Sa 78/16). |
Was verdient man als Pflegeberater/in? Die Quellen im Vergleich
Gehaltsportale kommen für denselben Beruf zu deutlich unterschiedlichen Werten, weil sie unterschiedlich erheben. Wir stellen sie deshalb nebeneinander, statt einen Durchschnitt zu bilden.
Medi-Karriere.de
39.732 € – 68.880 €, Median 50.424 €
29 offene Stellenanzeigen auf Medi-Karriere.de, Stand 23.01.2026 (Portal zitiert selbst Bundesagentur fuer Arbeit und gehalt.de als Quellen)
gehaltsvergleich.com
33.984 € – 47.280 €
66 Datensaetze der letzten zwei Jahre; korrekt x12 aus den Monatswerten (2.832/3.503/3.940 EUR) hochgerechnet - die Seite selbst zeigt fehlerhafte x12,4-Jahreswerte (35.117/48.856 EUR), siehe Recherche-Doc
StepStone
37.800 € – 50.500 €, Median 44.300 €
8.326 Stellenanzeigen; Einstiegsgehalt ca. 40.200 EUR/Jahr; Fliesstext derselben Seite nennt abweichend 44.000 EUR Median (geringfuegige interne Inkonsistenz)
Die Quellen liegen 6.124 € auseinander. Diese Differenz ist kein Fehler, sondern Folge unterschiedlicher Erhebungsmethoden und Stichproben. Nutze die Werte als Spanne, nicht als Punktwert, und prüfe im Gespräch, worauf sich eine genannte Zahl bezieht.
Alle Angaben Bruttojahresgehalt, abgerufen am 13. August 2026.
Dos & Don'ts für den Pflegeberater/in-Lebenslauf
Do
- Die konkrete gesetzliche Grundlage nennen (§ 7a SGB XI) - das unterscheidet die Rolle von den meisten anderen dieser Serie
- Die formale Qualifikation exakt benennen (Grundberuf laut § 7a Abs. 3 SGB XI plus Stundenzahl der Zusatzqualifikation)
- Konkrete Zahlen zur Beratungspraxis nennen (Beratungsgespräche/Jahr, betreute Versicherte, Themenschwerpunkte)
- Den institutionellen Kontext klar machen (Pflegekasse, Pflegestützpunkt, ggf. private Pflegeversicherung)
- Bei Bewerbungen auf Case-Management-Stellen die Nähe zu § 7a SGB XI aktiv als Pluspunkt nennen (viele Arbeitgeber schätzen die Sozialrechtskenntnis)
Don't
- Pflegeberater/in nicht mit den Beratungseinsätzen nach § 37 Abs. 3 SGB XI verwechseln oder gleichsetzen (andere, engere Aufgabe, meist durch ambulante Pflegedienste) - im Lebenslauf sauber trennen
- Die DGCC-Case-Management-Zertifizierung nicht unreflektiert als identisch mit der Zusatzqualifikation nach § 7a SGB XI darstellen - beide existieren parallel und werden nicht überall gleich anerkannt
- Keine reinen Soft-Skill-Floskeln ohne Beleg ('kommunikativ, empathisch')
- Die Beratungstätigkeit nicht als reine Verwaltungsarbeit darstellen - der individuelle Rechtsanspruch und die fachliche Beratungsleistung sollten sichtbar werden
- Lücken im Werdegang nicht unkommentiert lassen
Häufige Fragen zum Lebenslauf als Pflegeberater/in
Was macht ein/e Pflegeberater/in nach § 7a SGB XI?
Pflegeberater/innen beraten Pflegebeduerftige und ihre Angehoerigen individuell zu Sozialleistungen und Hilfsangeboten, erstellen einen persoenlichen Versorgungsplan und ueberwachen dessen Umsetzung. Seit 2009 haben gesetzlich Pflegeversicherte laut Paragraph 7a SGB XI einen individuellen Rechtsanspruch auf diese Beratung. Traeger sind die Pflegekassen, die die Beratung meist ueber Pflegestuetzpunkte anbieten.
Was ist der Unterschied zwischen Pflegeberater/in und Case Manager/in (Pflege)?
Rechtlich ist der Unterschied klar: Pflegeberatung nach Paragraph 7a SGB XI ist ein individueller, gesetzlich verankerter Rechtsanspruch, den vor allem Pflegekassen und Pflegestuetzpunkte erfuellen. Case Management hat keine vergleichbare gesetzliche Grundlage, sondern folgt einem freiwilligen Verbandsstandard (DGCC) und findet oft einrichtungsintern statt, etwa im Entlassmanagement eines Krankenhauses. In der Praxis sind die Grenzen jedoch fliessend: Gehaltsportale poolen teils identische Daten fuer beide Titel, und Stellenanzeigen nutzen beide Begriffe oft nahezu austauschbar.
Welche Ausbildung braucht man als Pflegeberater/in?
Paragraph 7a Abs. 3 SGB XI nennt drei moegliche Grundberufe: Pflegefachpersonen (z. B. examinierte Pflegefachkraft), Sozialversicherungsfachangestellte oder Sozialarbeiter/innen, jeweils mit einer zusaetzlichen Qualifikation. Diese Zusatzqualifikation Pflegeberatung umfasst laut den Empfehlungen des GKV-Spitzenverbands rund 400 Unterrichtsstunden. Ein konkreter Anbieter gliedert sie in 440 Unterrichtseinheiten: Pflegefachwissen, Sozialrecht und Case Management, plus ein neuntaegiges Praktikum.
Wie viel verdient ein/e Pflegeberater/in?
Die Angaben streuen ungewoehnlich stark, von rund 42.000 bis 64.500 Euro brutto im Jahr je nach Quelle. Medi-Karriere.de nennt einen Median von rund 50.400 Euro, StepStone rund 44.300 Euro, gehaltsvergleich.com im Mittel rund 42.000 Euro (korrekt umgerechnet), Indeed dagegen einen deutlich hoeheren Durchschnitt von 64.500 Euro. Ein Teil der Streuung duerfte daran liegen, dass der Titel Pflegeberater/in am Arbeitsmarkt fuer unterschiedlich anspruchsvolle Taetigkeiten verwendet wird.
Wo arbeiten Pflegeberater/innen?
Hauptsaechlich bei gesetzlichen Pflegekassen und den von ihnen getragenen Pflegestuetzpunkten, daneben auch bei privaten Pflegeversicherungen, Krankenhaeusern (Sozialdienst), ambulanten Pflegediensten, Sozialaemtern und Verbraucherzentralen.
Quellen
- § 7a SGB XI - Pflegeberatung, Bundesministerium der Justiz / gesetze-im-internet.de, abgerufen am 2026-08-13
- § 37 SGB XI - Pflegegeld für selbst beschaffte Pflegehilfen (Beratungseinsätze), Bundesministerium der Justiz / gesetze-im-internet.de, abgerufen am 2026-08-13
- Empfehlungen des GKV-Spitzenverbandes nach § 7a Abs. 3 Satz 3 SGB XI (29.08.2008 i.d.F. 22.05.2018), GKV-Spitzenverband, abgerufen am 2026-08-13 (Download gescheitert, nur per Sekundärquellen ausgewertet, siehe Lücken)
- Pflegeberater/in nach § 7a SGB XI, Deutsches Pflegeportal, abgerufen am 2026-08-13
- Weiterbildung Pflegeberatung gemäß § 7a Abs. 3 Satz 3 SGB XI, Deutsche Akademie für Fallmanagement, abgerufen am 2026-08-13
- LAG Köln, Urteil vom 02.08.2016, Az. 12 Sa 78/16 (tarifliche Eingruppierung Pflegeberaterin), IWW Institut (Rechtsdatenbank), abgerufen am 2026-08-13
- Pflegeberater/-in » Gehalt & Beruf (verworfen, Pooling mit case-manager-pflege), GEHALT.de, abgerufen am 2026-08-13
- Pflegeberater/in Gehalt 2026 in Deutschland, Medi-Karriere, abgerufen am 2026-08-13
- Pflegeberater - Gehalt und Verdienst, gehaltsvergleich.com, abgerufen am 2026-08-13
- Gehalt als Pflegeberater (m/w/d): Einflussfaktoren und Berufseinblick, Indeed Karriere-Guide, abgerufen am 2026-08-13
- Pflegeberater/in Gehälter Vollzeit & Teilzeit, StepStone, abgerufen am 2026-08-13
- Pflegeberater (m/w/d) Gehalt 2026 (Kontext, nicht Kernquelle), Brutto-Netto-Gehaltsrechner.de, abgerufen am 2026-08-13
Der Content wurde mit Hilfe von KI erstellt, vor allem in der Recherche und Vorformulierung. Prüfung und Abnahme durch unsere Redaktion.
Verwandte Rollen und Berufe in Pflege & Gesundheit
Herausgegeben von Lebenslauf Studio
Zuletzt aktualisiert am 13.08.2026