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Lebenslauf Muster Orthopäde/in

Vorlage, Beispiel und Formulierungen

Ein guter Lebenslauf als Orthopäde/in zeigt sofort drei Dinge: die formale Qualifikation (Approbation nach § 3 BÄO plus abgeschlossene Facharztweiterbildung im Gebiet Chirurgie, aktuell 72 Monate Mindest-Weiterbildungszeit nach der (Muster-)Weiterbildungsordnung der Bundesärztekammer), den fachlichen Schwerpunkt (konservative und operative Orthopädie, Unfallchirurgie oder beides) und konkrete Eingriffs- bzw. Fallzahlen. Wichtig zur Einordnung: „Orthopädie" existiert seit der bundesweiten Neuordnung der Facharztweiterbildung 2003 nicht mehr als eigenständiges Facharztgebiet - sie ist mit der Unfallchirurgie zur Facharztkompetenz „Orthopädie und Unfallchirurgie" verschmolzen, einer von acht Facharztkompetenzen im Gebiet Chirurgie. Die aktuell korrekte Bezeichnung lautet „Facharzt/Fachärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie" - „Facharzt für Orthopädie" ist eine Bezeichnung vor 2003 und heute nur noch als Bestandsschutztitel im Umlauf. Unten findest du ein vollständiges Muster zum Ausfüllen sowie Formulierungen, Skills und die häufigsten Fragen speziell für diese Rolle.

Zuletzt aktualisiert am

Maria Beispiel
Orthopäde/in
0170 1234567maria.beispiel@mail.de50667 Kölngeb. 14.03.1992

Profil

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie mit 8 Jahren klinischer Erfahrung in einem Haus der Schwerpunktversorgung, davon 2 Jahre als Facharzt mit operativem Schwerpunkt Endoprothetik und Unfallchirurgie. Nach 72-monatiger Facharztweiterbildung im Gebiet Chirurgie (48 Monate Orthopädie und Unfallchirurgie, inklusive Common-Trunk-Anteilen in Notfallaufnahme und Intensivmedizin) eigenverantwortliche Durchführung konservativer und operativer Eingriffe am Bewegungsapparat (u. a. Hüft- und Knieendoprothetik, Arthroskopien, Osteosynthesen) sowie Erstversorgung von Unfallverletzten im Schockraum. Erfahrung in der Anleitung von Assistenzärzt:innen in Weiterbildung sowie in der Durchgangsarzt-Heilverfahrenssteuerung. Gesucht wird eine oberärztliche Position mit erweiterter operativer und Weiterbildungsverantwortung.

Berufserfahrung

2023 - heute
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Klinikum der Schwerpunktversorgung, Augsburg
  • Eigenverantwortliche Durchführung endoprothetischer Eingriffe (Hüft- und Knie-TEP) sowie arthroskopischer Verfahren an Knie- und Schultergelenk
  • Unfallchirurgische Erstversorgung von Fraktur- und Polytrauma-Patient:innen im Schockraum und Schichtdienst
  • Osteosynthesen bei Extremitäten- und Wirbelsäulenfrakturen
  • Anleitung und Supervision von Assistenzärzt:innen in der Facharztweiterbildung Orthopädie und Unfallchirurgie
  • Durchführung berufsgenossenschaftlicher Heilverfahren als D-Arzt-Vertreter
2017 - 2023
Assistenzarzt in Weiterbildung Orthopädie und Unfallchirurgie
Akademisches Lehrkrankenhaus, Augsburg
  • 72-monatige Facharztweiterbildung im Gebiet Chirurgie gemäß Weiterbildungsordnung der Landesärztekammer, davon 48 Monate Orthopädie und Unfallchirurgie sowie 6 Monate Notfallaufnahme und 6 Monate Intensivmedizin (Common Trunk)
  • Erlernen konservativer und operativer Verfahren am Bewegungsapparat sowie unfallchirurgischer Basistechniken
  • Rotation im chirurgischen Bereitschaftsdienst und Schockraum
  • Abschluss der Weiterbildung mit bestandener Facharztprüfung vor der Landesärztekammer

Ausbildung

2011 - 2017
Studium der Humanmedizin, Approbation als Arzt
Universität Augsburg
  • Regelstudienzeit von sechs Jahren mit Erstem, Zweitem und Drittem Abschnitt der Ärztlichen Prüfung nach § 3 BÄO
  • Praktisches Jahr über 48 Wochen, u. a. mit chirurgischem Tertial
2017 - 2023
Facharztweiterbildung Orthopädie und Unfallchirurgie (Gebiet Chirurgie)
Landesärztekammer / Akademisches Lehrkrankenhaus, Augsburg
  • 72 Monate Mindest-Weiterbildungszeit nach Weiterbildungsordnung, davon 48 Monate Orthopädie und Unfallchirurgie, 6 Monate Notfallaufnahme, 6 Monate Intensivmedizin
  • Abschluss mit mündlicher Facharztprüfung vor dem Prüfungsausschuss der Landesärztekammer

Kenntnisse

Endoprothetik (Hüfte, Knie) und ArthroskopieSehr gut
Unfallchirurgische Erstversorgung, Polytrauma-ManagementSehr gut
Osteosynthesen und konservative FrakturbehandlungSehr gut
Sonographie des BewegungsapparatsGut
Durchgangsarztverfahren / BG-HeilverfahrenGut
Anleitung von Ärzt:innen in WeiterbildungGut

Sprachen

DeutschMuttersprache
EnglischC1, verhandlungssicher inkl. Fachliteratur
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Lebenslauf-Editor: Orthopäde/in

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Maria Beispiel
Orthopäde/in
0170 1234567maria.beispiel@mail.de50667 Kölngeb. 14.03.1992

Profil

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie mit 8 Jahren klinischer Erfahrung in einem Haus der Schwerpunktversorgung, davon 2 Jahre als Facharzt mit operativem Schwerpunkt Endoprothetik und Unfallchirurgie. Nach 72-monatiger Facharztweiterbildung im Gebiet Chirurgie (48 Monate Orthopädie und Unfallchirurgie, inklusive Common-Trunk-Anteilen in Notfallaufnahme und Intensivmedizin) eigenverantwortliche Durchführung konservativer und operativer Eingriffe am Bewegungsapparat (u. a. Hüft- und Knieendoprothetik, Arthroskopien, Osteosynthesen) sowie Erstversorgung von Unfallverletzten im Schockraum. Erfahrung in der Anleitung von Assistenzärzt:innen in Weiterbildung sowie in der Durchgangsarzt-Heilverfahrenssteuerung. Gesucht wird eine oberärztliche Position mit erweiterter operativer und Weiterbildungsverantwortung.

Berufserfahrung

2023 - heute
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Klinikum der Schwerpunktversorgung, Augsburg
  • Eigenverantwortliche Durchführung endoprothetischer Eingriffe (Hüft- und Knie-TEP) sowie arthroskopischer Verfahren an Knie- und Schultergelenk
  • Unfallchirurgische Erstversorgung von Fraktur- und Polytrauma-Patient:innen im Schockraum und Schichtdienst
  • Osteosynthesen bei Extremitäten- und Wirbelsäulenfrakturen
  • Anleitung und Supervision von Assistenzärzt:innen in der Facharztweiterbildung Orthopädie und Unfallchirurgie
  • Durchführung berufsgenossenschaftlicher Heilverfahren als D-Arzt-Vertreter
2017 - 2023
Assistenzarzt in Weiterbildung Orthopädie und Unfallchirurgie
Akademisches Lehrkrankenhaus, Augsburg
  • 72-monatige Facharztweiterbildung im Gebiet Chirurgie gemäß Weiterbildungsordnung der Landesärztekammer, davon 48 Monate Orthopädie und Unfallchirurgie sowie 6 Monate Notfallaufnahme und 6 Monate Intensivmedizin (Common Trunk)
  • Erlernen konservativer und operativer Verfahren am Bewegungsapparat sowie unfallchirurgischer Basistechniken
  • Rotation im chirurgischen Bereitschaftsdienst und Schockraum
  • Abschluss der Weiterbildung mit bestandener Facharztprüfung vor der Landesärztekammer

Ausbildung

2011 - 2017
Studium der Humanmedizin, Approbation als Arzt
Universität Augsburg
  • Regelstudienzeit von sechs Jahren mit Erstem, Zweitem und Drittem Abschnitt der Ärztlichen Prüfung nach § 3 BÄO
  • Praktisches Jahr über 48 Wochen, u. a. mit chirurgischem Tertial
2017 - 2023
Facharztweiterbildung Orthopädie und Unfallchirurgie (Gebiet Chirurgie)
Landesärztekammer / Akademisches Lehrkrankenhaus, Augsburg
  • 72 Monate Mindest-Weiterbildungszeit nach Weiterbildungsordnung, davon 48 Monate Orthopädie und Unfallchirurgie, 6 Monate Notfallaufnahme, 6 Monate Intensivmedizin
  • Abschluss mit mündlicher Facharztprüfung vor dem Prüfungsausschuss der Landesärztekammer

Kenntnisse

Endoprothetik (Hüfte, Knie) und ArthroskopieSehr gut
Unfallchirurgische Erstversorgung, Polytrauma-ManagementSehr gut
Osteosynthesen und konservative FrakturbehandlungSehr gut
Sonographie des BewegungsapparatsGut
Durchgangsarztverfahren / BG-HeilverfahrenGut
Anleitung von Ärzt:innen in WeiterbildungGut

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Profil

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie mit 8 Jahren klinischer Erfahrung in einem Haus der Schwerpunktversorgung, davon 2 Jahre als Facharzt mit operativem Schwerpunkt Endoprothetik und Unfallchirurgie. Nach 72-monatiger Facharztweiterbildung im Gebiet Chirurgie (48 Monate Orthopädie und Unfallchirurgie, inklusive Common-Trunk-Anteilen in Notfallaufnahme und Intensivmedizin) eigenverantwortliche Durchführung konservativer und operativer Eingriffe am Bewegungsapparat (u. a. Hüft- und Knieendoprothetik, Arthroskopien, Osteosynthesen) sowie Erstversorgung von Unfallverletzten im Schockraum. Erfahrung in der Anleitung von Assistenzärzt:innen in Weiterbildung sowie in der Durchgangsarzt-Heilverfahrenssteuerung. Gesucht wird eine oberärztliche Position mit erweiterter operativer und Weiterbildungsverantwortung.

Berufserfahrung

2023 - heute

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie

Klinikum der Schwerpunktversorgung, Augsburg

  • Eigenverantwortliche Durchführung endoprothetischer Eingriffe (Hüft- und Knie-TEP) sowie arthroskopischer Verfahren an Knie- und Schultergelenk
  • Unfallchirurgische Erstversorgung von Fraktur- und Polytrauma-Patient:innen im Schockraum und Schichtdienst
  • Osteosynthesen bei Extremitäten- und Wirbelsäulenfrakturen
  • Anleitung und Supervision von Assistenzärzt:innen in der Facharztweiterbildung Orthopädie und Unfallchirurgie
  • Durchführung berufsgenossenschaftlicher Heilverfahren als D-Arzt-Vertreter

2017 - 2023

Assistenzarzt in Weiterbildung Orthopädie und Unfallchirurgie

Akademisches Lehrkrankenhaus, Augsburg

  • 72-monatige Facharztweiterbildung im Gebiet Chirurgie gemäß Weiterbildungsordnung der Landesärztekammer, davon 48 Monate Orthopädie und Unfallchirurgie sowie 6 Monate Notfallaufnahme und 6 Monate Intensivmedizin (Common Trunk)
  • Erlernen konservativer und operativer Verfahren am Bewegungsapparat sowie unfallchirurgischer Basistechniken
  • Rotation im chirurgischen Bereitschaftsdienst und Schockraum
  • Abschluss der Weiterbildung mit bestandener Facharztprüfung vor der Landesärztekammer

Werdegang

2011 - 2017

Studium der Humanmedizin, Approbation als Arzt

Universität Augsburg

2017 - 2023

Facharztweiterbildung Orthopädie und Unfallchirurgie (Gebiet Chirurgie)

Landesärztekammer / Akademisches Lehrkrankenhaus, Augsburg

Kenntnisse

  • Endoprothetik (Hüfte, Knie) und ArthroskopieSehr gut
  • Unfallchirurgische Erstversorgung, Polytrauma-ManagementSehr gut
  • Osteosynthesen und konservative FrakturbehandlungSehr gut
  • Sonographie des BewegungsapparatsGut
  • Durchgangsarztverfahren / BG-HeilverfahrenGut
  • Anleitung von Ärzt:innen in WeiterbildungGut

Sprachen

  • DeutschMuttersprache
  • EnglischC1, verhandlungssicher inkl. Fachliteratur

Tätigkeiten im Lebenslauf formulieren: Orthopäde/in

Operative Tätigkeit

  • Eigenverantwortliche Indikationsstellung, Durchführung und Nachsorge orthopädisch-unfallchirurgischer Eingriffe
  • Endoprothetische Versorgung (Hüft-, Knie-, Schultergelenk)
  • Arthroskopische Eingriffe an Knie-, Schulter- und Sprunggelenk
  • Osteosynthesen bei Extremitäten-, Becken- und Wirbelsäulenfrakturen

Notfall- und Unfallchirurgie

  • Versorgung von Fraktur- und Polytrauma-Patient:innen im Schockraum
  • Konservative und operative Frakturbehandlung
  • Nachbehandlung und Rehabilitationssteuerung nach Trauma
  • Teilnahme am unfallchirurgischen Bereitschafts- und Rufdienst

Diagnostik

  • Klinische und bildgebende Diagnostik des Bewegungsapparats (Röntgen, Sonographie, Indikationsstellung MRT/CT)
  • Ganganalyse und Funktionsdiagnostik
  • Interdisziplinäre Fallbesprechung mit Radiologie, Physiotherapie und Rehabilitationsmedizin

Weiterbildung, Lehre und Qualität

  • Strukturierte Anleitung von Assistenzärzt:innen im Common Trunk und in der Facharztweiterbildung
  • Mitwirkung an Morbiditäts- und Mortalitätskonferenzen
  • Beteiligung an Qualitätszirkeln und Endoprothetik-Zertifizierungsverfahren (z. B. EndoCert)

Dokumentation, Abrechnung und Gutachten

  • Operationsberichte, Arztbriefe und DRG-konforme Kodierung
  • Durchgangsarztverfahren und berufsgenossenschaftliche Heilverfahrenssteuerung
  • Erstellung sozialmedizinischer und gutachterlicher Stellungnahmen, u. a. zur Begutachtung von Unfallfolgen

Welche Kenntnisse gehören in den Lebenslauf als Orthopäde/in?

Fachliche Kenntnisse zeigen sofort die Praxiserfahrung, Zertifikate belegen sie formal, Soft Skills ergänzen sie. Alle drei gehören in den Lebenslauf, aber getrennt und konkret benannt.

Hard Skills

  • Endoprothetik (Hüft-, Knie-, Schultergelenk)
  • Arthroskopische Operationstechniken
  • Osteosynthesen und Frakturversorgung
  • Konservative Orthopädie (Injektionstechniken, Schienen- und Orthesenversorgung)
  • Unfallchirurgisches Notfallmanagement und Polytrauma-Versorgung
  • Sonographische und radiologische Diagnostik des Bewegungsapparats
  • DRG-konforme Dokumentation und Kodierung
  • Durchgangsarztverfahren / BG-Heilverfahren

Zertifikate

  • Approbation als Arzt/Ärztin nach § 3 BÄO
  • Facharztanerkennung für Orthopädie und Unfallchirurgie der zuständigen Landesärztekammer
  • Fachkunde Strahlenschutz nach Strahlenschutzverordnung
  • ATLS-Provider-Zertifikat (Advanced Trauma Life Support)
  • Zulassung als Durchgangsarzt/-ärztin (D-Arzt) der DGUV
  • Schwerpunktbezeichnung Orthopädische Rheumatologie, Spezielle Orthopädische Chirurgie oder Spezielle Unfallchirurgie (vertiefender, optionaler Weg)

Soft Skills

  • Manuelle Präzision und Feinmotorik im OP
  • Entscheidungsfähigkeit unter Zeitdruck im Schockraum
  • Teamfähigkeit im interdisziplinären OP- und Rehabilitationsteam
  • Belastbarkeit im Schicht-, Bereitschafts- und Rufdienst
  • Kommunikation mit Patient:innen bei langwierigen Heilverläufen
  • Verantwortungsbewusstsein bei OP- und Therapieentscheidungen

Werdegang und Gehalt als Orthopäde/in im Überblick

Wege in die RolleOrthopäde/in ist heute kein eigenständiges Facharztgebiet mehr, sondern die umgangssprachliche Kurzform für die Facharztkompetenz „Orthopädie und Unfallchirurgie" - seit der bundesweiten Neuordnung der Facharztweiterbildung 2003 eine von acht eigenständigen Facharztkompetenzen im Gebiet Chirurgie (siehe auch die eng verwandte Rolle `chirurg`/Allgemeinchirurgie, Abgrenzung unten). Der Weg beginnt wie bei jedem Arzt/jeder Ärztin mit der Approbation nach § 3 BÄO (Medizinstudium von mindestens sechs Jahren/5.500 Stunden nach der ÄApprO 2002, bereits im Baserow-Beruf `arzt`, Row-ID 153, primärquellenverifiziert dokumentiert und hier nicht wiederholt). Danach folgt die fachärztliche Weiterbildung im Gebiet Chirurgie, die wie bei allen Facharztgebieten nicht der Bund, sondern die Länder über ihre Heilberufsgesetze und die Weiterbildungsordnungen der Landesärztekammern regeln; die (Muster-)Weiterbildungsordnung der Bundesärztekammer (MWBO 2018, Stand 03.07.2026, eigener Volltextabruf) hat auch hier nur empfehlenden Charakter. Nach der MWBO (Kapitel 7.5, Gebiet Chirurgie, S. 63 f.) umfasst die Mindest-Weiterbildungszeit für den Facharzt/die Fachärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie 72 Monate im Gebiet Chirurgie unter Befugnis an Weiterbildungsstätten. Davon müssen 48 Monate fachspezifisch in Orthopädie und Unfallchirurgie abgeleistet werden, zusätzlich 6 Monate in der Notfallaufnahme und 6 Monate in der Intensivmedizin; bis zu 12 Monate können zum Kompetenzerwerb frei in anderen Gebieten abgeleistet werden. Die ersten rund zwei Jahre (6 Monate Notfallaufnahme + 6 Monate Intensivmedizin) werden - wie bei allen acht chirurgischen Facharztkompetenzen - in Klinik-Weiterbildungscurricula informell als „Common Trunk" bezeichnet; dieser Begriff ist praxisüblich, aber kein Rechtsbegriff der MWBO. Im Anschluss an die Facharztanerkennung können drei optionale Schwerpunktbezeichnungen erworben werden: Orthopädische Rheumatologie, Spezielle Orthopädische Chirurgie und Spezielle Unfallchirurgie (eigene Kapitel der MWBO, S. 69/73/76 - Dauer und Inhalte hier nicht vertieft). Die Weiterbildung endet mit der Facharztprüfung vor der zuständigen Landesärztekammer; erst danach darf die Facharztbezeichnung geführt werden. Zur Bezeichnungsgeschichte: Vor der Neuordnung 2003 existierte „Facharzt für Orthopädie" als eigenständiges Gebiet neben „Facharzt für Unfallchirurgie"; beide wurden zur heutigen Facharztkompetenz „Orthopädie und Unfallchirurgie" im Gebiet Chirurgie zusammengeführt. „Facharzt für Orthopädie" ist daher nur noch als Bestandsschutztitel im Umlauf; die aktuell gültige Bezeichnung lautet „Facharzt/Fachärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie". Abgrenzung zur eng verwandten Rolle `chirurg` (Allgemeinchirurgie): Beide sind eigenständige Facharztkompetenzen im selben Gebiet Chirurgie mit identischer Gesamtdauer von 72 Monaten. Die Anrechnung ist jedoch nicht vollständig symmetrisch: Wer die Facharztweiterbildung Allgemeinchirurgie absolviert, kann bis zu 18 der 36 Pflichtmonate Allgemeinchirurgie durch Orthopädie und Unfallchirurgie ersetzen (in der MWBO für `chirurg` namentlich benannt). Umgekehrt sieht die hier ausgewertete MWBO für Orthopädie und Unfallchirurgie nur eine allgemeine, nicht fachrichtungsspezifische freie Rotation von bis zu 12 Monaten „in anderen Gebieten" vor - Allgemeinchirurgie ist darunter wählbar, aber anders als bei `chirurg` nicht ausdrücklich als anrechenbar benannt. Inhaltlich liegt der Schwerpunkt der Orthopädie und Unfallchirurgie auf Bewegungsapparat, Gelenken, Wirbelsäule und Frakturversorgung, der der Allgemeinchirurgie auf Bauchraum, Weichteilen und Notfallchirurgie.
GehaltsspanneFür angestellte Orthopäd:innen in Kliniken sind wie für alle Fachärzt:innen die Tarifverträge des Marburger Bundes maßgeblich, unabhängig von der Fachrichtung. Der TV-Ärzte/VKA weist in der Tabelle ab 1. Juni 2026 in Stufe 1 für Ä2 (Facharzt) 7.552,19 Euro und für Ä3 (Oberarzt) 9.459,56 Euro monatlich aus (unverändert übernommen aus den Baserow-Berufen `arzt`, Row 153, und `chirurg`, Row 261, da tariflich die Fachrichtung keine Rolle spielt). Der TV-Ärzte/TdL liegt nach der Tarifeinigung vom 9. Juni 2026 rückwirkend ab 1. April 2026 bei 7.645,72 Euro (Ä2) bzw. 9.576,69 Euro (Ä3). Daneben und nicht damit verrechnet stehen Portalwerte: gehalt.de weist für „Orthopäde/-in" (Slug orthopaede-orthopaedin) einen Jahresmedian von 116.271 Euro aus (9.377 Euro brutto im Monat, unteres Quartil 97.789 Euro, oberes Quartil 138.246 Euro) - per JSON-LD und sichtbarem HTML-Block gegengeprüft. StepStone nennt für „Orthopäde/in" ein durchschnittliches Jahresgehalt von 101.600 Euro (Monatsgehalt ca. 8.466 Euro, Stundenlohn 35 Euro), mit einer Spanne von 86.000 bis 111.200 Euro pro Jahr. Portalwerte beruhen auf Selbstauskünften und sind nicht mit Tarifwerten vergleichbar; die Quellen werden hier bewusst nicht gemittelt.

Was verdient man als Orthopäde/in? Die Quellen im Vergleich

Gehaltsportale kommen für denselben Beruf zu deutlich unterschiedlichen Werten, weil sie unterschiedlich erheben. Wir stellen sie deshalb nebeneinander, statt einen Durchschnitt zu bilden.

Die Quellen liegen 14.671 € auseinander. Diese Differenz ist kein Fehler, sondern Folge unterschiedlicher Erhebungsmethoden und Stichproben. Nutze die Werte als Spanne, nicht als Punktwert, und prüfe im Gespräch, worauf sich eine genannte Zahl bezieht.

Alle Angaben Bruttojahresgehalt, abgerufen am 14. August 2026.

Dos & Don'ts für den Orthopäde/in-Lebenslauf

Do

  • Approbation, Facharztanerkennung für Orthopädie und Unfallchirurgie und Kammerzugehörigkeit klar und prüfbar ausweisen
  • Weiterbildungsstand präzise angeben: Common-Trunk-Anteile, Rotationen, ggf. Schwerpunktbezeichnung
  • Eingriffs- und Fallzahlen konkret nach Kategorie benennen, wenn sie durch Logbuch oder OP-Katalog gedeckt sind
  • Versorgungsstufe und Fallzahl der bisherigen Kliniken nennen
  • Zusatzqualifikationen (D-Arzt-Zulassung, ATLS, Endoprothetik-Zertifikate) mit ausstellender Stelle und Jahr aufführen
  • Die aktuell korrekte Bezeichnung „Facharzt/Fachärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie" verwenden, nicht die seit 2003 nicht mehr eigenständige Bezeichnung „Facharzt für Orthopädie"

Don't

  • Die Facharztbezeichnung führen, bevor die Anerkennung durch die Landesärztekammer vorliegt
  • Von einem eigenständigen Facharztgebiet „Orthopädie" sprechen, obwohl es seit 2003 nur noch als Teil der Facharztkompetenz „Orthopädie und Unfallchirurgie" im Gebiet Chirurgie existiert
  • „Orthopäde/in" unspezifisch verwenden, wenn tatsächlich eine der sieben anderen chirurgischen Facharztkompetenzen gemeint ist (z. B. Allgemein- oder Viszeralchirurgie)
  • Eingriffszahlen schätzen oder aufrunden, ohne dass sie durch Logbuch oder OP-Katalog gedeckt sind
  • Patientenbezogene Details nennen, die gegen die ärztliche Schweigepflicht verstoßen könnten
  • Tarifgehälter und Portalwerte vermischen, statt sie im Gehaltsgespräch getrennt zu argumentieren

Häufige Fragen zum Lebenslauf als Orthopäde/in

Ist Orthopädie noch ein eigenes Facharztgebiet?

Nein, seit der bundesweiten Neuordnung der Facharztweiterbildung 2003 nicht mehr. Die frühere eigenständige Facharztbezeichnung Orthopädie wurde mit der Unfallchirurgie zur Facharztkompetenz „Orthopädie und Unfallchirurgie" zusammengeführt - einer von acht eigenständigen Facharztkompetenzen im Gebiet Chirurgie. Der umgangssprachliche Begriff „Orthopäde/in" bezeichnet in der Praxis diese Facharztkompetenz.

Wie lange dauert die Facharztweiterbildung zum Orthopäden/zur Orthopädin?

Nach der (Muster-)Weiterbildungsordnung der Bundesärztekammer beträgt die Mindest-Weiterbildungszeit für den Facharzt/die Fachärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie 72 Monate im Gebiet Chirurgie, davon 48 Monate fachspezifisch in Orthopädie und Unfallchirurgie, 6 Monate in der Notfallaufnahme und 6 Monate in der Intensivmedizin; bis zu 12 Monate können frei in anderen Gebieten abgeleistet werden. Verbindlich ist jeweils die Weiterbildungsordnung der zuständigen Landesärztekammer, die von der Musterordnung abweichen kann.

Was ist der Unterschied zwischen Orthopäde/in und Chirurg/in (Allgemeinchirurgie)?

Beide sind eigenständige Facharztkompetenzen im selben Gebiet Chirurgie mit identischer Mindest-Weiterbildungszeit von 72 Monaten. Die Anrechnung ist aber nicht vollständig symmetrisch: Wer Allgemeinchirurgie absolviert, kann bis zu 18 der 36 Pflichtmonate durch Orthopädie und Unfallchirurgie ersetzen (namentlich benannt); umgekehrt sieht die Weiterbildung Orthopädie und Unfallchirurgie nur eine allgemeine freie Rotation von bis zu 12 Monaten vor, ohne Allgemeinchirurgie dabei ausdrücklich zu nennen. Inhaltlich liegt der Schwerpunkt der Orthopädie und Unfallchirurgie auf Bewegungsapparat, Gelenken und Wirbelsäule, der der Allgemeinchirurgie auf Bauchraum, Weichteilen und Notfallchirurgie.

Was bedeutet „Common Trunk" in der orthopädisch-unfallchirurgischen Weiterbildung?

Common Trunk ist ein in Kliniken und der Fachliteratur gebräuchlicher, aber nicht gesetzlich definierter Begriff für die ersten rund zwei Jahre der chirurgischen Weiterbildung (6 Monate Notfallaufnahme, 6 Monate Intensivmedizin), die für alle acht Facharztkompetenzen im Gebiet Chirurgie - also auch für Orthopädie und Unfallchirurgie - strukturell gemeinsam vorgesehen sind. Die MWBO selbst verwendet den Begriff nicht als Rechtsbegriff.

Wie viel verdient man als Orthopäde/in?

Tariflich richtet sich das Gehalt nach der ärztlichen Position, nicht nach der Fachrichtung: Nach TV-Ärzte/TdL verdient ein Facharzt/eine Fachärztin (Ä2) ab 1. April 2026 in Stufe 1 monatlich 7.645,72 Euro, ein Oberarzt/eine Oberärztin (Ä3) 9.576,69 Euro. Portalwerte liegen unterschiedlich hoch: gehalt.de nennt einen Median von 116.271 Euro (Spanne 97.789-138.246 Euro), StepStone ein durchschnittliches Jahresgehalt von 101.600 Euro (Spanne 86.000-111.200 Euro) - beide Werte beruhen auf Selbstauskünften und werden bewusst nicht gemittelt.

Quellen

  1. Bundesärzteordnung (BÄO) - bereits primärquellenverifiziert im Baserow-Beruf `arzt` (Row 153), Bundesministerium der Justiz / juris, gesetze-im-internet.de, abgerufen am 2026-08-09 (übernommen, nicht erneut abgerufen)
  2. (Muster-)Weiterbildungsordnung (MWBO) 2018, Stand 03.07.2026 - Gebiet Chirurgie, Facharzt/Fachärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie (S. 63 f.), eigene Auswertung des bereits vorliegenden Volltextabrufs, Bundesärztekammer, abgerufen am 2026-08-14
  3. gehalt.de - Orthopäde/-in, GEHALT.de, abgerufen am 2026-08-14
  4. StepStone Gehalt - Orthopäde/in, StepStone, abgerufen am 2026-08-14
  5. Entgelttabelle TV-Ärzte/VKA, gültig ab 01.06.2026 - bereits primärquellenverifiziert im Baserow-Beruf `arzt` (Row 153), oeffentlichen-dienst.de, abgerufen am 2026-08-09 (übernommen)
  6. Entgelttabelle TV-Ärzte/TdL, gültig ab 01.04.2026 - bereits primärquellenverifiziert im Baserow-Beruf `arzt` (Row 153), tarifvertrag-online.de, abgerufen am 2026-08-09 (übernommen)

Der Content wurde mit Hilfe von KI erstellt, vor allem in der Recherche und Vorformulierung. Prüfung und Abnahme durch unsere Redaktion.

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Herausgegeben von Lebenslauf Studio

Zuletzt aktualisiert am 14.08.2026