Lebenslauf Muster Neurologe/in
Vorlage, Beispiel und Formulierungen
Neurologe bzw. Neurologin ist die Kurzform für Facharzt/Fachärztin für Neurologie – eine von 51 Facharztweiterbildungen nach der (Muster-)Weiterbildungsordnung (MWBO) der Bundesärztekammer, spezialisiert auf Erkrankungen des zentralen, peripheren und vegetativen Nervensystems einschließlich der Muskulatur. Voraussetzung ist zunächst die Approbation nach § 3 Bundesärzteordnung (mindestens sechsjähriges Medizinstudium, bestandene Ärztliche Prüfung – Details siehe der Datensatz „Arzt/Ärztin“). Darauf folgt die eigentliche Facharztweiterbildung Neurologie: Nach der aktuellen MWBO 2018 (Stand 3. Juli 2026) dauert sie 60 Monate und schließt verpflichtend 6 Monate neurologische Intensivmedizin, 6 Monate Akutversorgung auf einer Stroke Unit und 6 Monate Psychiatrie und Psychotherapie ein. Die für die tatsächliche Anerkennung maßgebliche Weiterbildungsordnung der zuständigen Landesärztekammer kann davon abweichen: Die aktuell gültige Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Nordrhein (WBO 2020 i. d. F. 2022) verlangt weiterhin 12 statt 6 Monate Psychiatrie und Psychotherapie und keine gesonderte Stroke-Unit-Pflichtzeit. Am Ende steht die Facharztprüfung vor der Landesärztekammer. Ein Lebenslauf als Neurologe/in sollte Approbation, Weiterbildungsstand (absolvierte Monate je Rotation, offene Pflichtzeiten) und die in MWBO/WBO festgelegten Richtzahlen für Untersuchungen (z. B. 200 EEG, 100 EMG, 200 evozierte Potentiale, 200 Doppler-/Duplexsonographien) konkret ausweisen. Unten findest du ein vollständiges Muster zum Ausfüllen sowie Formulierungen, Skills und die häufigsten Fragen speziell für diese Rolle.
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Profil
Facharzt für Neurologie mit 6 Jahren Berufserfahrung in der stationären Akut- und Intensivversorgung eines überregionalen Schlaganfallzentrums sowie in der neurologischen Poliklinik. Schwerpunkte liegen in der Akutversorgung zerebrovaskulärer Notfälle (systemische Lyse, Indikationsstellung zur Thrombektomie), der Differenzialdiagnostik und verlaufsmodifizierenden Therapie der Multiplen Sklerose sowie der neurophysiologischen Funktionsdiagnostik (EEG, EMG, evozierte Potentiale, Doppler-/Duplexsonographie hirnversorgender Gefäße). Erfahrung in der Anleitung von Ärztinnen und Ärzten in Weiterbildung, in interdisziplinären Stroke-Unit-Visiten mit Neurochirurgie und Radiologie sowie in der Betreuung neurologisch-geriatrischer Patient:innen. Facharztprüfung 2023 vor der Landesärztekammer Nordrhein. Gesucht wird eine oberärztliche Perspektive mit Schwerpunkt Neurovaskuläre Erkrankungen oder Neuroimmunologie.
Berufserfahrung
- Eigenverantwortliche Versorgung einer neurologischen Station mit angeschlossener Stroke Unit
- Durchführung systemischer Lysetherapien und Indikationsstellung zur mechanischen Thrombektomie in Zusammenarbeit mit der Neuroradiologie
- Durchführung und Befundung von EEG, EMG, evozierten Potenzialen und Doppler-/Duplexsonographien hirnversorgender Gefäße
- Anleitung von Ärztinnen und Ärzten in Weiterbildung Neurologie
- Teilnahme am fachärztlichen Bereitschaftsdienst
- 60-monatige Weiterbildung gemäß Weiterbildungsordnung der Landesärztekammer, davon 6 Monate neurologische Intensivmedizin und 12 Monate Psychiatrie und Psychotherapie
- Rotationen durch Stroke Unit, neurologische Normalstation, Poliklinik und neurophysiologisches Funktionslabor
- Erwerb der geforderten Richtzahlen (u. a. 200 EEG, 100 EMG, 200 evozierte Potentiale, 200 Doppler-/Duplexsonographien)
- Abschluss der Weiterbildung mit bestandener Facharztprüfung vor der Landesärztekammer
Ausbildung
- Weiterbildungszeit von 60 Monaten bei befugten Weiterbildern gemäß WBO 2020 i. d. F. 2022, Gebiet Neurologie
- Abschluss mit Facharztprüfung vor dem Prüfungsausschuss der Landesärztekammer
- Regelstudienzeit von sechs Jahren mit Erstem, Zweitem und Drittem Abschnitt der Ärztlichen Prüfung nach § 3 BÄO
- Praktisches Jahr über 48 Wochen, u. a. mit neurologischem Wahltertial
Kenntnisse
Sprachen
Lebenslauf-Editor: Neurologe/in
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Profil
Facharzt für Neurologie mit 6 Jahren Berufserfahrung in der stationären Akut- und Intensivversorgung eines überregionalen Schlaganfallzentrums sowie in der neurologischen Poliklinik. Schwerpunkte liegen in der Akutversorgung zerebrovaskulärer Notfälle (systemische Lyse, Indikationsstellung zur Thrombektomie), der Differenzialdiagnostik und verlaufsmodifizierenden Therapie der Multiplen Sklerose sowie der neurophysiologischen Funktionsdiagnostik (EEG, EMG, evozierte Potentiale, Doppler-/Duplexsonographie hirnversorgender Gefäße). Erfahrung in der Anleitung von Ärztinnen und Ärzten in Weiterbildung, in interdisziplinären Stroke-Unit-Visiten mit Neurochirurgie und Radiologie sowie in der Betreuung neurologisch-geriatrischer Patient:innen. Facharztprüfung 2023 vor der Landesärztekammer Nordrhein. Gesucht wird eine oberärztliche Perspektive mit Schwerpunkt Neurovaskuläre Erkrankungen oder Neuroimmunologie.
Berufserfahrung
- Eigenverantwortliche Versorgung einer neurologischen Station mit angeschlossener Stroke Unit
- Durchführung systemischer Lysetherapien und Indikationsstellung zur mechanischen Thrombektomie in Zusammenarbeit mit der Neuroradiologie
- Durchführung und Befundung von EEG, EMG, evozierten Potenzialen und Doppler-/Duplexsonographien hirnversorgender Gefäße
- Anleitung von Ärztinnen und Ärzten in Weiterbildung Neurologie
- Teilnahme am fachärztlichen Bereitschaftsdienst
- 60-monatige Weiterbildung gemäß Weiterbildungsordnung der Landesärztekammer, davon 6 Monate neurologische Intensivmedizin und 12 Monate Psychiatrie und Psychotherapie
- Rotationen durch Stroke Unit, neurologische Normalstation, Poliklinik und neurophysiologisches Funktionslabor
- Erwerb der geforderten Richtzahlen (u. a. 200 EEG, 100 EMG, 200 evozierte Potentiale, 200 Doppler-/Duplexsonographien)
- Abschluss der Weiterbildung mit bestandener Facharztprüfung vor der Landesärztekammer
Ausbildung
- Weiterbildungszeit von 60 Monaten bei befugten Weiterbildern gemäß WBO 2020 i. d. F. 2022, Gebiet Neurologie
- Abschluss mit Facharztprüfung vor dem Prüfungsausschuss der Landesärztekammer
- Regelstudienzeit von sechs Jahren mit Erstem, Zweitem und Drittem Abschnitt der Ärztlichen Prüfung nach § 3 BÄO
- Praktisches Jahr über 48 Wochen, u. a. mit neurologischem Wahltertial
Kenntnisse
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Profil
Facharzt für Neurologie mit 6 Jahren Berufserfahrung in der stationären Akut- und Intensivversorgung eines überregionalen Schlaganfallzentrums sowie in der neurologischen Poliklinik. Schwerpunkte liegen in der Akutversorgung zerebrovaskulärer Notfälle (systemische Lyse, Indikationsstellung zur Thrombektomie), der Differenzialdiagnostik und verlaufsmodifizierenden Therapie der Multiplen Sklerose sowie der neurophysiologischen Funktionsdiagnostik (EEG, EMG, evozierte Potentiale, Doppler-/Duplexsonographie hirnversorgender Gefäße). Erfahrung in der Anleitung von Ärztinnen und Ärzten in Weiterbildung, in interdisziplinären Stroke-Unit-Visiten mit Neurochirurgie und Radiologie sowie in der Betreuung neurologisch-geriatrischer Patient:innen. Facharztprüfung 2023 vor der Landesärztekammer Nordrhein. Gesucht wird eine oberärztliche Perspektive mit Schwerpunkt Neurovaskuläre Erkrankungen oder Neuroimmunologie.
Berufserfahrung
2023 - heute
Facharzt für Neurologie
Überregionales Schlaganfallzentrum, Klinikum der Schwerpunktversorgung, Köln
- Eigenverantwortliche Versorgung einer neurologischen Station mit angeschlossener Stroke Unit
- Durchführung systemischer Lysetherapien und Indikationsstellung zur mechanischen Thrombektomie in Zusammenarbeit mit der Neuroradiologie
- Durchführung und Befundung von EEG, EMG, evozierten Potenzialen und Doppler-/Duplexsonographien hirnversorgender Gefäße
- Anleitung von Ärztinnen und Ärzten in Weiterbildung Neurologie
- Teilnahme am fachärztlichen Bereitschaftsdienst
2017 - 2023
Assistenzarzt in Weiterbildung Neurologie
Akademisches Lehrkrankenhaus, Bonn
- 60-monatige Weiterbildung gemäß Weiterbildungsordnung der Landesärztekammer, davon 6 Monate neurologische Intensivmedizin und 12 Monate Psychiatrie und Psychotherapie
- Rotationen durch Stroke Unit, neurologische Normalstation, Poliklinik und neurophysiologisches Funktionslabor
- Erwerb der geforderten Richtzahlen (u. a. 200 EEG, 100 EMG, 200 evozierte Potentiale, 200 Doppler-/Duplexsonographien)
- Abschluss der Weiterbildung mit bestandener Facharztprüfung vor der Landesärztekammer
Werdegang
2017 - 2023
Facharztweiterbildung Neurologie (nach Weiterbildungsordnung der Landesärztekammer)
Landesärztekammer Nordrhein / Akademisches Lehrkrankenhaus, Bonn
2010 - 2016
Studium der Humanmedizin, Approbation als Arzt
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Kenntnisse
- Neurologische Anamnese, Untersuchung und TopodiagnostikSehr gut
- EEG, EMG und evozierte Potentiale (Durchführung und Befundung)Sehr gut
- Doppler-/Duplexsonographie hirnversorgender GefäßeSehr gut
- Akutversorgung zerebrovaskulärer Notfälle (Lyse, Thrombektomie-Indikation)Sehr gut
- Neurologische IntensivmedizinGut
- Neuropsychologische TestverfahrenGut
Sprachen
- DeutschMuttersprache
- EnglischC1, verhandlungssicher inkl. Fachliteratur
Tätigkeiten im Lebenslauf formulieren: Neurologe/in
Diagnostik und Funktionsuntersuchungen
- Durchführung und Befundung von EEG, EMG und evozierten Potentialen (MEP, SSEP, VEP, AEP)
- Doppler-/Duplexsonographie extra- und intrakranieller hirnversorgender Gefäße
- Neurologische Anamneseerhebung und -untersuchung inklusive Topodiagnostik
- Indikationsstellung und Befundinterpretation bildgebender Verfahren (CT, MRT, Angiographie)
- Durchführung von Liquorpunktionen und Befundinterpretation
Akut- und Notfallversorgung
- Erstversorgung und systemische Lysetherapie bei ischämischem Schlaganfall
- Indikationsstellung zu interventionellen und operativen Verfahren bei zerebrovaskulären Notfällen
- Diagnostik und Therapie bei Status epilepticus und anderen neurologischen Notfällen
- Dienste auf der Stroke Unit im Schichtsystem
Chronische und neuroimmunologische Erkrankungen
- Differenzialdiagnostik und Schubtherapie der Multiplen Sklerose
- Diagnostik und Therapie anderer Autoimmunerkrankungen des Nervensystems (z. B. Autoimmunenzephalitis)
- Verlaufskontrolle und Therapieanpassung bei chronisch-progredienten neurologischen Erkrankungen
Rehabilitation, Geriatrie und Palliation
- Erstellung und Überwachung neurologischer Rehabilitationspläne
- Interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Physiotherapie, Logopädie, Ergotherapie und Neuropsychologie
- Betreuung neurologisch-geriatrischer Patient:innen inklusive Sturzprophylaxe
- Palliativmedizinische Mitbetreuung bei fortgeschrittenen neurologischen Erkrankungen
Weiterbildung und interdisziplinäre Zusammenarbeit
- Anleitung von Ärztinnen und Ärzten in Weiterbildung Neurologie
- Interdisziplinäre Fallbesprechungen mit Neurochirurgie, Radiologie und Psychiatrie
- Teilnahme an Stroke-Unit-Qualitätszirkeln und Zertifizierungsprozessen
Welche Kenntnisse gehören in den Lebenslauf als Neurologe/in?
Fachliche Kenntnisse zeigen sofort die Praxiserfahrung, Zertifikate belegen sie formal, Soft Skills ergänzen sie. Alle drei gehören in den Lebenslauf, aber getrennt und konkret benannt.
Hard Skills
- Neurologische Anamnese, Untersuchung und Topodiagnostik
- Elektroenzephalographie (EEG)
- Elektromyographie (EMG) und Elektroneurographie (NLG)
- Evozierte Potentiale (MEP, SSEP, VEP, AEP)
- Doppler-/Duplexsonographie extra- und intrakranieller hirnversorgender Gefäße
- Nerven- und Muskelsonographie
- Liquorpunktion
- Indikationsstellung und Befundinterpretation von CT, MRT und Angiographie
- Akutmanagement zerebrovaskulärer Notfälle inklusive systemischer Lyse
- Neuropsychologische Testverfahren und Erstellung von Rehabilitationsplänen
Zertifikate
- Approbation als Arzt oder Ärztin nach § 3 BÄO
- Facharztanerkennung Neurologie der zuständigen Landesärztekammer
- Zusatz-Weiterbildung Spezielle Schmerztherapie (baut auf der Facharztkompetenz auf)
- Zusatz-Weiterbildung Palliativmedizin (40 Stunden Kurs-Weiterbildung plus Weiterbildungszeit)
- Zusatzbezeichnung Spezielle Intensivmedizin, Schwerpunkt Neurologische Intensivmedizin
- Fachkunde Dopplersonographie/Duplexsonographie (z. B. DEGUM) als in der Praxis verbreiteter Zusatznachweis
Soft Skills
- Kommunikation mit kognitiv eingeschränkten Patient:innen und deren Angehörigen
- Entscheidungsfähigkeit unter Zeitdruck bei zeitkritischen Notfällen (Schlaganfall-Zeitfenster)
- Interdisziplinäre Teamfähigkeit (Neurochirurgie, Radiologie, Psychiatrie, Rehabilitation)
- Belastbarkeit im Schicht- und Bereitschaftsdienst
- Einfühlsame Aufklärung bei chronisch-progredienten Erkrankungen
Werdegang und Gehalt als Neurologe/in im Überblick
| Wege in die Rolle | 1. Approbation: Voraussetzung wie bei jedem Arzt/jeder Ärztin ist das Medizinstudium (mindestens sechs Jahre, 5.500 Stunden) nach § 3 Bundesärzteordnung (BÄO) mit bestandener Ärztlicher Prüfung nach der Approbationsordnung für Ärzte (ÄApprO 2002) – vollständig primärquellenverifiziert im Datensatz „Arzt/Ärztin“ dokumentiert, hier bewusst nicht wiederholt. 2. Facharztweiterbildung Neurologie: Rechtlich zweistufig wie jede Facharztqualifikation – die (Muster-)Weiterbildungsordnung (MWBO) der Bundesärztekammer hat nur empfehlenden Charakter, verbindlich ist die Weiterbildungsordnung (WBO) der zuständigen Landesärztekammer. Nach der aktuellen MWBO 2018 (Stand 3. Juli 2026) umfasst das Gebiet Neurologie „die Vorbeugung, Erkennung, Behandlung und Rehabilitation der Erkrankungen des zentralen, peripheren und vegetativen Nervensystems einschließlich der Muskulatur“; die Mindestweiterbildungszeit beträgt 60 Monate, davon müssen 6 Monate in der intensivmedizinischen Versorgung neurologischer Patienten, 6 Monate in der neurologischen Akutversorgung auf einer Stroke Unit und 6 Monate in Psychiatrie und Psychotherapie abgeleistet werden. Richtzahlen laut MWBO: 200 EEG, 100 EMG, 200 evozierte Potentiale (MEP/SSEP/VEP/AEP), 100 Elektroneurographien (NLG). Die Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Nordrhein (WBO 2020 i. d. F. 2022, als Beispiel einer verbindlichen Landesregelung im Volltext geprüft) verlangt bei identischer Gebietsdefinition ebenfalls 60 Monate, davon 6 Monate Intensivmedizin und 12 Monate Psychiatrie und Psychotherapie – OHNE separate Stroke-Unit-Pflichtzeit; sie führt zusätzliche Richtzahlen: 25 Funktionsdiagnostik autonomes Nervensystem, 200 Doppler-/Duplexsonographien hirnversorgender Gefäße, 25 Funktionsanalysen bei Schluckstörungen, 25 neuro-otologische Untersuchungen, 50 Liquorpunktionen. Beide Ordnungen kommen in Summe auf 18 explizit vorgeschriebene Pflichtmonate, verteilen sie aber unterschiedlich – die aktuelle MWBO wurde erst kurz vor diesem Rechercheszeitpunkt aktualisiert und verlangt neu eine separate Stroke-Unit-Rotation, die die WBO Nordrhein in ihrer seit 2022 geltenden Fassung noch nicht kennt. Für die Praxis bedeutet das: Die genaue Pflichtzeiten-Aufteilung hängt von der zuständigen Landesärztekammer ab. 3. Facharztprüfung: Die Weiterbildung schließt mit einer Facharztprüfung vor dem Prüfungsausschuss der zuständigen Landesärztekammer ab; erst danach darf die Bezeichnung „Facharzt/Fachärztin für Neurologie“ geführt werden. 4. Randweg – Zusatz-Weiterbildungen: Auf der Facharztkompetenz Neurologie bauen u. a. die Zusatz-Weiterbildungen Spezielle Schmerztherapie, Palliativmedizin und Spezielle Intensivmedizin (Schwerpunkt Neurologische Intensivmedizin) auf. |
|---|---|
| Gehaltsspanne | Vier unabhängige Quellen wurden herangezogen, ausdrücklich nicht gemittelt. Institutionelle Hauptquelle sind die Tarifverträge des Marburger Bundes für angestellte Krankenhausärzt:innen, die nicht nach Fachgebiet, sondern nur nach Weiterbildungsstufe differenzieren: Der TV-Ärzte/VKA (kommunale Krankenhäuser) weist ab 1.6.2026 in Stufe 1 für Ä2 (Facharzt/Fachärztin) 7.552,19 Euro brutto/Monat aus, der TV-Ärzte/TdL (Universitätskliniken) ab 1.4.2026 7.645,72 Euro/Monat (Details und weitere Stufen siehe Datensatz „Arzt/Ärztin“); ein/-e frisch anerkannte/r Facharzt/Fachärztin für Neurologie verdient tariflich identisch mit jeder anderen frisch anerkannten Facharztkollegin/jedem anderen Facharztkollegen, unabhängig vom Fachgebiet. GEHALT.de (Abruf 14.08.2026, curl-verifiziert mit Chrome-User-Agent) nennt für „Neurologe/-in“ einen Median von 8.892 Euro/Monat (110.257 Euro/Jahr), unteres Quartil 7.478 Euro (92.731 Euro/Jahr), oberes Quartil 10.572 Euro (131.095 Euro/Jahr); die Bundesländer-Tabelle zeigt eine Spanne von 7.818 Euro (Brandenburg) bis 9.311 Euro (Baden-Württemberg) monatlich. Das eingebettete JSON-LD zeigt einen Stale-Data-Zeitstempel (lastReviewed 2020-05-15), der identisch mit dem parallel abgerufenen Vergleichswert für „Psychiater/-in“ ist – ein expliziter Pooling-Check ergab jedoch klar abweichende Gehaltszahlen (Psychiater/-in Median 8.568 Euro statt 8.892 Euro), also kein Pooling, nur ein vermutlich generischer Zeitstempel. StepStone (Abruf 14.08.2026, curl-verifiziert) führt keine eigene Seite für „Facharzt Neurologie“ oder „Neurologe“ (beide 404), sondern nur drei karrierestufenspezifische Seiten brutto/Jahr: Assistenzarzt/-ärztin Neurologie Min/Median/Max 58.600/66.400/79.000 Euro, Oberarzt/-ärztin Neurologie 105.000/116.000/131.900 Euro, Chefarzt/-ärztin Neurologie 151.800/170.400/184.400 Euro – die Facharzt-Stufe liegt der Systematik nach zwischen den ersten beiden Werten. Glassdoor.de (Abruf 14.08.2026, curl-verifiziert) liefert für die reine Suche „Neurologe“ explizit keine Daten (Seite bestätigt wörtlich: keine aktuellen Angaben); für den Jobtitel „Facharzt Neurologie“ zeigt Glassdoor über eingebettetes JSON-LD ein Median-Jahresgehalt von 75.231 Euro (P10/P25 72.152 Euro, P75/P90 78.311 Euro) – die Rohdaten weisen jedoch nur eine einzige eingereichte Gehaltsangabe aus (salariesCount:1), weshalb dieser Wert nicht als valide statistische Verteilung, sondern nur mit ausdrücklichem Vorbehalt aufgenommen wird. Einordnung: Der Tarif-Ä2-Wert (ca. 90.600 Euro/Jahr ohne Zulagen) markiert die untere, rein tarifliche Referenz für frisch anerkannte Fachärzt:innen; GEHALT.de (Median ca. 110.300 Euro) und StepStones Oberarzt-Stufe (116.000 Euro) liegen deutlich darüber und dürften Zulagen, höhere Berufserfahrung und teils Privatpraxis-Anteile mitabbilden; Glassdoors 75.231 Euro (n=1) wird wegen der extrem schmalen Datenbasis nicht als repräsentativ gewertet. |
Was verdient man als Neurologe/in? Die Quellen im Vergleich
Gehaltsportale kommen für denselben Beruf zu deutlich unterschiedlichen Werten, weil sie unterschiedlich erheben. Wir stellen sie deshalb nebeneinander, statt einen Durchschnitt zu bilden.
TV-Ärzte/VKA und TV-Ärzte/TdL (institutionelle Hauptquelle, siehe Datensatz Arzt/Ärztin)
90.625 € – 91.749 €
Stufe Ä2 Facharzt/Fachärztin, Stufe 1: TV-Ärzte/VKA ab 01.06.2026 7.552,19 €/Monat, TV-Ärzte/TdL ab 01.04.2026 7.645,72 €/Monat, jeweils x12 ohne Jahressonderzahlung, Nicht fachrichtungsspezifisch - identischer Tarif für jede Facharztrichtung; Zulagen für Bereitschafts-, Nacht- und Wochenenddienste kommen hinzu und sind hier nicht enthalten
GEHALT.de
92.731 € – 131.095 €, Median 110.257 €
Median 8.892 €/Monat, Quartile 7.478 €/10.572 € monatlich, Abruf 14.08.2026, JSON-LD zeigt Stale-Data-Zeitstempel lastReviewed 2020-05-15, identisch mit dem parallel abgerufenen Vergleichswert fuer Psychiater/-in; explizite Pooling-Pruefung ergab aber klar abweichende Gehaltszahlen (Psychiater Median 8.568 statt 8.892 Euro) - kein Pooling. Bundeslandtabelle: 7.818-9.311 Euro/Monat
Glassdoor.de
72.152 € – 78.311 €, Median 75.231 €
Facharzt Neurologie, P10/P25 72.152 Euro, P75/P90 78.311 Euro pro Jahr, Abruf 14.08.2026, Rohdaten weisen salariesCount:1 aus - beruht auf nur einer eingereichten Gehaltsangabe, keine valide statistische Verteilung, nur mit ausdruecklichem Vorbehalt aufgenommen. Reine Suche 'Neurologe' liefert bei Glassdoor explizit keine Daten
Die Quellen liegen 35.026 € auseinander. Diese Differenz ist kein Fehler, sondern Folge unterschiedlicher Erhebungsmethoden und Stichproben. Nutze die Werte als Spanne, nicht als Punktwert, und prüfe im Gespräch, worauf sich eine genannte Zahl bezieht.
Alle Angaben Bruttojahresgehalt, abgerufen am 14. August 2026.
Dos & Don'ts für den Neurologe/in-Lebenslauf
Do
- Approbation, Facharztanerkennung Neurologie und Kammerzugehörigkeit klar und prüfbar ausweisen
- Weiterbildungsstand präzise angeben: absolvierte Monate je Rotation (stationäre Neurologie, Intensivmedizin, Stroke Unit/Psychiatrie), noch offene Pflichtzeiten
- Richtzahlen konkret nennen, wo belegbar (z. B. Anzahl EEG, EMG, evozierte Potentiale, Doppler-/Duplexsonographien)
- Notfallkompetenz belegen (z. B. durchgeführte Lysetherapien, Schlaganfall-Erstversorgung)
- Zusatz-Weiterbildungen mit ausstellender Landesärztekammer und Jahr aufführen
- Klar zwischen Neurologie- und Psychiatrie-Rotationen unterscheiden, wenn beide absolviert wurden
Don't
- Die Facharztbezeichnung führen, bevor die Anerkennung der Landesärztekammer vorliegt
- Neurologie und Psychiatrie/„Nervenarzt“ ununterschieden verwenden – seit 1994 keine gemeinsame Facharztweiterbildung mehr
- Patientenbezogene Falldetails nennen, die gegen die ärztliche Schweigepflicht verstoßen könnten
- Untersuchungszahlen schätzen oder aufrunden, ohne dass sie durch Logbuch gedeckt sind
- Tarif- und Portalgehälter im Gehaltsgespräch vermischen, statt sie getrennt zu argumentieren
Häufige Fragen zum Lebenslauf als Neurologe/in
Wie lange dauert die Facharztweiterbildung Neurologie?
Nach der aktuellen (Muster-)Weiterbildungsordnung der Bundesärztekammer (Stand 3. Juli 2026) beträgt die Mindestweiterbildungszeit 60 Monate, davon müssen 6 Monate in der intensivmedizinischen Versorgung neurologischer Patienten, 6 Monate in der neurologischen Akutversorgung auf einer Stroke Unit und 6 Monate in Psychiatrie und Psychotherapie abgeleistet werden. Rechtlich verbindlich ist aber ausschließlich die Weiterbildungsordnung der zuständigen Landesärztekammer: Die Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Nordrhein verlangt bei identischer Gesamtdauer von 60 Monaten weiterhin 12 statt 6 Monate Psychiatrie und Psychotherapie und keine gesonderte Stroke-Unit-Pflichtzeit. Die genaue Aufteilung hängt also von der Kammer ab, bei der die Weiterbildung absolviert wird.
Was ist der Unterschied zwischen Neurologe/in und Psychiater/in?
Neurologie behandelt laut Weiterbildungsordnung die Erkrankungen des zentralen, peripheren und vegetativen Nervensystems einschließlich der Muskulatur – also strukturell-organische Erkrankungen wie Schlaganfall, Multiple Sklerose, Epilepsie oder periphere Nervenerkrankungen. Psychiatrie und Psychotherapie behandelt dagegen psychische Erkrankungen und Störungen auf der Verhaltens- und Erlebensebene. Seit 2003 sind beide eigenständige Facharztbezeichnungen mit jeweils eigener Facharztprüfung. Beide Weiterbildungen sind aber bis heute eng miteinander verzahnt: Die Facharztweiterbildung Neurologie schreibt eine Pflichtrotation in Psychiatrie und Psychotherapie vor, und umgekehrt schreibt die Facharztweiterbildung Psychiatrie und Psychotherapie eine Pflichtrotation in Neurologie vor (nach der Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Nordrhein jeweils 12 Monate).
Was bedeutete früher die Bezeichnung „Nervenarzt“?
„Nervenarzt“ war die frühere Kurzbezeichnung für eine gemeinsame Facharztweiterbildung, die Neurologie und Psychiatrie bis 1994 vereinte – ein Erbe der historischen „Nervenheilkunde“, aus der sich die Neurologie ab den 1930er-Jahren fachlich zu emanzipieren begann. Die Kurzbezeichnung selbst wurde Ende 1989 mit der generellen Abschaffung von Kurzbezeichnungen bei Facharzttiteln gestrichen und kann seither an keiner Ärztekammer in Deutschland mehr erworben werden. Wer heute beide Gebiete abdecken will, muss zwei getrennte Facharzttitel bzw. zwei Facharztprüfungen ablegen.
Wie viel verdient ein/-e Neurologe/-in in Deutschland?
Tariflich verdient ein/-e frisch anerkannte/r Facharzt/Fachärztin für Neurologie wie jede/-r andere Facharzt/Fachärztin nach TV-Ärzte/VKA ab Juni 2026 7.552,19 Euro brutto im Monat bzw. nach TV-Ärzte/TdL ab April 2026 7.645,72 Euro – die Tarifverträge unterscheiden nicht nach Fachrichtung. Portalwerte liegen teils darüber: GEHALT.de nennt einen Median von 8.892 Euro im Monat (rund 110.300 Euro im Jahr), StepStone für die Oberarzt-Stufe Neurologie einen Median von 116.000 Euro im Jahr. Die Werte sind nicht direkt vergleichbar, da sie unterschiedliche Karrierestufen und Vergütungsbestandteile (Zulagen, Berufserfahrung) abbilden.
Welche Untersuchungszahlen muss ich für die Facharztanerkennung nachweisen?
Die Weiterbildungsordnungen legen Richtzahlen für bestimmte diagnostische Verfahren fest, die während der Weiterbildung dokumentiert werden müssen. Nach der Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Nordrhein sind das unter anderem 200 Elektroenzephalographien (EEG), 100 Elektromyographien (EMG), 200 evozierte Potentiale, 100 Elektroneurographien, 200 Doppler-/Duplexsonographien hirnversorgender Gefäße und 50 Liquorpunktionen. Die Zahlen können zwischen den Landesärztekammern leicht variieren und werden im Weiterbildungslogbuch dokumentiert.
Quellen
- (Muster-)Weiterbildungsordnung (MWBO) 2018, Kapitel Gebiet Neurologie, Bundesärztekammer, abgerufen am 2026-08-14
- Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Nordrhein, WBO 2020 i. d. F. 2022, Kapitel 20 Gebiet Neurologie und Kapitel 28 Gebiet Psychiatrie und Psychotherapie, Ärztekammer Nordrhein, abgerufen am 2026-08-14
- Neurologe/-in » Gehalt & Beruf, GEHALT.de, abgerufen am 2026-08-14
- Psychiater/-in » Gehalt & Beruf (Vergleichsabruf zur Pooling-Prüfung), GEHALT.de, abgerufen am 2026-08-14
- Assistenzarzt/ärztin Neurologie Gehälter in Deutschland, StepStone, abgerufen am 2026-08-14
- Oberarzt/ärztin Neurologie Gehälter in Deutschland, StepStone, abgerufen am 2026-08-14
- Chefarzt/ärztin Neurologie Gehälter in Deutschland, StepStone, abgerufen am 2026-08-14
- Gehälter als Facharzt Neurologie in Deutschland, Glassdoor.de, abgerufen am 2026-08-14
- Nervenarzt (Hintergrund-/Sekundärquelle zur historischen Einordnung, nicht für Rechtsgrundlage verwendet), Wikipedia, abgerufen am 2026-08-14
Der Content wurde mit Hilfe von KI erstellt, vor allem in der Recherche und Vorformulierung. Prüfung und Abnahme durch unsere Redaktion.
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Herausgegeben von Lebenslauf Studio
Zuletzt aktualisiert am 14.08.2026