Lebenslauf Studio

Palliativpflege im Lebenslauf

Formulierung, Niveau und Beispiele

Unterscheide im Lebenslauf klar zwischen praktischer Erfahrung in der Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen und einer formalen Zusatzqualifikation „Palliative Care“ (160 Stunden nach dem Curriculum von Kern, Müller und Aurnhammer, von der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin anerkannt). Nur wer die Weiterbildung tatsächlich abgeschlossen hat, sollte sie als Qualifikation aufführen – reine Erfahrung gehört stattdessen in die Tätigkeitsbeschreibung.

Wie du Palliativpflege im Lebenslauf angibst

Qualifikationen

  • Zusatzqualifikation „Palliative Care“ (160 Stunden, DGP-anerkanntes Curriculum Kern/Müller/Aurnhammer)
  • Basiscurriculum Palliative Care und Hospizarbeit (40 Stunden)
  • Fortbildung Schmerz- und Symptommanagement in der Palliativversorgung
  • Weiterbildung Kommunikation in der Palliativ- und Hospizarbeit

Tätigkeiten

  • Betreuung und Symptomkontrolle schwerstkranker und sterbender Patient:innen
  • Begleitung von Angehörigen in der letzten Lebensphase und in der Trauerphase
  • Mitwirkung an interdisziplinären Fallbesprechungen zur individuellen Symptomlinderung
  • Zusammenarbeit mit Ärzt:innen, SAPV-Teams und Seelsorge

Haltung & Kompetenzen

  • Kommunikation mit schwerstkranken Menschen und Angehörigen in Krisensituationen
  • Sterbe- und Trauerbegleitung unter Wahrung der Selbstbestimmung der Patient:innen
  • Reflexion belastender Situationen im Team, professioneller Umgang mit eigenen Grenzen

Welches Niveau bei Palliativpflege angeben?

Praktische Erfahrung ohne ZusatzqualifikationBegleitung sterbender Patient:innen im Rahmen der allgemeinen Grund- oder Krankenpflege, Basiswissen zu Symptomlinderung und würdevollem Sterben, keine abgeschlossene Palliative-Care-Weiterbildung.
Basiscurriculum Palliative Care und HospizarbeitAbgeschlossener Einführungskurs (i. d. R. 40 Unterrichtseinheiten), oft für ehrenamtliche Hospizbegleitung oder als erster Schritt vor der vollen Weiterbildung.
Zusatzqualifikation Palliative CareAbgeschlossene 160-Stunden-Weiterbildung nach dem DGP-anerkannten Curriculum (Kern/Müller/Aurnhammer), i. d. R. Voraussetzung für examinierte Pflegefachkräfte auf Palliativstationen, in SAPV-Teams oder stationären Hospizen.
Vertiefte FachexpertiseMehrjährige Tätigkeit auf Palliativstation, im SAPV-Team oder Hospiz, Mitwirkung an Fallbesprechungen und Ethikberatung, ggf. Praxisanleitung für Palliative Care oder Multiplikatorenfunktion im Team.

Beispielsätze für Palliativpflege

Dos & Don'ts für Palliativpflege im Lebenslauf

Do

  • Gib klar an, ob du die 160-Stunden-Zusatzqualifikation abgeschlossen hast oder nur praktische Erfahrung mitbringst
  • Nenne das Setting (Palliativstation, SAPV, stationäres Hospiz, Altenpflege mit Palliativanteil)
  • Belege Curriculum und Anerkennung, wenn vorhanden (z. B. „DGP-anerkannt, 160 Stunden“)
  • Betone kommunikative und psychosoziale Kompetenzen, nicht nur pflegerisch-medizinische

Don't

  • Den 40-Stunden-Basiskurs nicht als vollständige 160-Stunden-Weiterbildung ausgeben
  • Palliativpflege nicht mit gelegentlicher Sterbebegleitung in der allgemeinen Pflege gleichsetzen, wenn keine Zusatzqualifikation vorliegt
  • Nicht nur das Schlagwort „Palliative Care“ nennen, ohne Stundenzahl oder Nachweis
  • Belastende Erfahrungen nicht dramatisieren oder mit unpassendem Pathos formulieren

Häufige Fragen zu Palliativpflege im Lebenslauf

Brauche ich zwingend eine Zusatzqualifikation, um Palliativpflege im Lebenslauf zu nennen?

Für allgemeine Erfahrung in der Begleitung sterbender Menschen im Rahmen der normalen Pflege reicht die Nennung als Tätigkeit. Für Stellen, die explizit „Palliative Care Fachkraft“ verlangen (z. B. Palliativstation, SAPV-Team, stationäres Hospiz), wird in der Regel die abgeschlossene 160-Stunden-Weiterbildung vorausgesetzt.

Wie lange dauert die Palliative-Care-Weiterbildung?

160 Unterrichtseinheiten, meist verteilt auf vier Blockwochen à 40 Stunden über etwa 9 bis 12 Monate berufsbegleitend – nach dem bundesweit anerkannten Curriculum von Kern, Müller und Aurnhammer.

Wer erkennt die Weiterbildung an?

Kursanbieter werden von der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) nach ISO 9001 zertifiziert, der Abschluss ist bundesweit anerkannt und erfüllt die gesetzlichen Anforderungen im Zusammenhang mit der Finanzierung von Hospiz- und Palliativleistungen (u. a. § 39a SGB V).

Was ist der Unterschied zwischen dem 40-Stunden-Basiskurs und der 160-Stunden-Weiterbildung?

Der 40-Stunden-Kurs ist ein Einführungskurs, oft für ehrenamtliche Hospizbegleiter:innen oder als erster Baustein gedacht. Die 160-Stunden-Weiterbildung ist die vollständige, für Pflegefachkräfte anerkannte Zusatzqualifikation.

Wer darf an der 160-Stunden-Weiterbildung teilnehmen?

In der Regel examinierte Pflegefachkräfte mit dreijähriger Ausbildung in der Gesundheits- und Kranken- oder Altenpflege; manche Kurse öffnen sich zusätzlich für andere Berufsgruppen im Gesundheitswesen.

Wo wird die Qualifikation im Berufsalltag konkret verlangt?

Vor allem auf Palliativstationen, in stationären Hospizen und SAPV-Teams (spezialisierte ambulante Palliativversorgung); zunehmend wird sie auch in der stationären Altenpflege als Zusatzkompetenz geschätzt, ohne dort formal zwingend vorausgesetzt zu sein.

Quellen

  1. Palliative Care für Pflegende – Basiscurriculum (160 UE), Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin e.V. (DGP), abgerufen am 2026-08-14
  2. § 39a SGB V – Stationäre und ambulante Hospizleistungen, Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de), abgerufen am 2026-08-14

Der Content wurde mit Hilfe von KI erstellt, vor allem in der Recherche und Vorformulierung. Prüfung und Abnahme durch unsere Redaktion.

Herausgegeben von Lebenslauf Studio

Zuletzt aktualisiert am 14.08.2026