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Lebenslauf Muster Radiologe/Radiologin

Vorlage, Beispiel und Formulierungen

Radiologe beziehungsweise Radiologin ist die Facharztbezeichnung für das ärztliche Gebiet Radiologie nach der (Muster-)Weiterbildungsordnung (MWBO) der Bundesärztekammer. Voraussetzung ist zunächst die Approbation als Arzt/Ärztin nach § 3 der Bundesärzteordnung (BÄO) im Anschluss an ein mindestens sechsjähriges, 5.500-stündiges Medizinstudium. Darauf folgt die eigenständige Facharztweiterbildung Radiologie: Nach der MWBO 2018 der Bundesärztekammer (Stand 3. Juli 2026) sowie übereinstimmend nach der Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Niedersachsen vom 2. April 2020 dauert sie 60 Monate unter Anleitung eines Weiterbildungsermächtigten an einer zugelassenen Weiterbildungsstätte; bis zu 12 Monate können in anderen Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung erfolgen. Das Gebiet Radiologie umfasst die Erkennung von Krankheiten mit Hilfe ionisierender Strahlen, kernphysikalischer und sonographischer Verfahren sowie die Anwendung interventioneller, minimal-invasiver radiologischer Verfahren in der Erwachsenen-, Kinder- und Neuroradiologie sowie die Belange des Strahlenschutzes. Die Weiterbildung endet mit der Facharztprüfung vor der zuständigen Landesärztekammer. Auf den Facharzt aufbauend können die Schwerpunkte Kinder- und Jugendradiologie sowie Neuroradiologie erworben werden (je weitere 24 Monate). Nuklearmedizin und Radioonkologie/Strahlentherapie sind dagegen eigenständige, ebenfalls 60-monatige Facharzt-Gebiete, keine Teile der Radiologie.

Zuletzt aktualisiert am

Maria Beispiel
Radiologe/Radiologin
0170 1234567maria.beispiel@mail.de50667 Kölngeb. 14.03.1992

Profil

Fachärztin für Radiologie mit mehrjähriger Erfahrung in der diagnostischen Schnittbildgebung (CT, MRT) und in der interventionellen Radiologie an einem Haus der Schwerpunktversorgung. Schwerpunkte liegen in der onkologischen und muskuloskelettalen Bildgebung, der Befundung interdisziplinärer Tumorkonferenzen sowie in gefäßgestützten und nicht-vaskulären Interventionen (u. a. Biopsien, Drainagen, Schmerztherapie). Erfahrung in der Anleitung von Ärztinnen und Ärzten in Weiterbildung, in der Qualitätssicherung nach Strahlenschutzrecht sowie in der Einführung strukturierter Befundungsprotokolle. Sicher im Umgang mit PACS-/RIS-Systemen, Kontrastmittelmanagement und der Aufklärung von Patientinnen und Patienten über bildgebende und interventionelle Verfahren. Gesucht wird eine oberärztliche Perspektive mit Schwerpunktbildung in der interventionellen Radiologie.

Berufserfahrung

2023 - heute
Fachärztin für Radiologie
Klinikum der Schwerpunktversorgung, Leipzig
  • Selbstständige Befundung von CT-, MRT- und Röntgenuntersuchungen aller Körperregionen
  • Durchführung vaskulärer und nicht-vaskulärer Interventionen (u. a. Port-Anlagen, Drainagen, CT-gesteuerte Biopsien)
  • Teilnahme am radiologischen Bereitschaftsdienst inklusive Schlaganfall- und Polytrauma-Diagnostik
  • Vorbereitung und Durchführung interdisziplinärer Tumorkonferenzen
  • Anleitung von Ärztinnen und Ärzten in Weiterbildung im Rotationsprogramm CT/MRT
2018 - 2023
Assistenzärztin in Weiterbildung Radiologie
Universitätsklinikum, Leipzig
  • Rotation durch Röntgendiagnostik, CT, MRT, Sonographie, Mammadiagnostik und interventionelle Radiologie
  • Erstellung radiologischer Befunde unter Supervision, strukturierte Falldemonstrationen
  • Erwerb der Fachkunde im Strahlenschutz nach Strahlenschutzverordnung
  • Abschluss der Weiterbildung mit bestandener Facharztprüfung vor der Landesärztekammer Sachsen

Ausbildung

2012 - 2018
Studium der Humanmedizin, Approbation als Ärztin
Universität Leipzig
  • Regelstudienzeit von sechs Jahren mit Erstem, Zweitem und Drittem Abschnitt der Ärztlichen Prüfung nach der ÄApprO 2002
  • Praktisches Jahr über 48 Wochen u. a. mit Wahltertial in einer radiologischen Abteilung
2018 - 2023
Facharztweiterbildung Radiologie (60 Monate nach WBO der Landesärztekammer)
Universitätsklinikum Leipzig / Landesärztekammer Sachsen
  • Weiterbildungszeit von 60 Monaten unter Anleitung eines Weiterbildungsermächtigten an einer zugelassenen Weiterbildungsstätte
  • Erfüllung der Richtzahlen u. a. in CT, MRT, Sonographie, Mammadiagnostik und interventioneller Radiologie
  • Abschluss mit mündlicher Facharztprüfung vor dem Prüfungsausschuss der Landesärztekammer

Kenntnisse

Diagnostische Schnittbildgebung (CT, MRT)Sehr gut
Interventionelle Radiologie (vaskulär und nicht-vaskulär)Gut
Sonographie einschließlich Doppler-/DuplexsonographieSehr gut
Röntgendiagnostik und DurchleuchtungSehr gut
Strahlenschutz und QualitätssicherungSehr gut
PACS/RIS und radiologische BefundsystemeGut

Sprachen

DeutschMuttersprache
EnglischC1, verhandlungssicher inkl. Fachliteratur
SpanischA2, Grundkenntnisse
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Maria Beispiel
Radiologe/Radiologin
0170 1234567maria.beispiel@mail.de50667 Kölngeb. 14.03.1992

Profil

Fachärztin für Radiologie mit mehrjähriger Erfahrung in der diagnostischen Schnittbildgebung (CT, MRT) und in der interventionellen Radiologie an einem Haus der Schwerpunktversorgung. Schwerpunkte liegen in der onkologischen und muskuloskelettalen Bildgebung, der Befundung interdisziplinärer Tumorkonferenzen sowie in gefäßgestützten und nicht-vaskulären Interventionen (u. a. Biopsien, Drainagen, Schmerztherapie). Erfahrung in der Anleitung von Ärztinnen und Ärzten in Weiterbildung, in der Qualitätssicherung nach Strahlenschutzrecht sowie in der Einführung strukturierter Befundungsprotokolle. Sicher im Umgang mit PACS-/RIS-Systemen, Kontrastmittelmanagement und der Aufklärung von Patientinnen und Patienten über bildgebende und interventionelle Verfahren. Gesucht wird eine oberärztliche Perspektive mit Schwerpunktbildung in der interventionellen Radiologie.

Berufserfahrung

2023 - heute
Fachärztin für Radiologie
Klinikum der Schwerpunktversorgung, Leipzig
  • Selbstständige Befundung von CT-, MRT- und Röntgenuntersuchungen aller Körperregionen
  • Durchführung vaskulärer und nicht-vaskulärer Interventionen (u. a. Port-Anlagen, Drainagen, CT-gesteuerte Biopsien)
  • Teilnahme am radiologischen Bereitschaftsdienst inklusive Schlaganfall- und Polytrauma-Diagnostik
  • Vorbereitung und Durchführung interdisziplinärer Tumorkonferenzen
  • Anleitung von Ärztinnen und Ärzten in Weiterbildung im Rotationsprogramm CT/MRT
2018 - 2023
Assistenzärztin in Weiterbildung Radiologie
Universitätsklinikum, Leipzig
  • Rotation durch Röntgendiagnostik, CT, MRT, Sonographie, Mammadiagnostik und interventionelle Radiologie
  • Erstellung radiologischer Befunde unter Supervision, strukturierte Falldemonstrationen
  • Erwerb der Fachkunde im Strahlenschutz nach Strahlenschutzverordnung
  • Abschluss der Weiterbildung mit bestandener Facharztprüfung vor der Landesärztekammer Sachsen

Ausbildung

2012 - 2018
Studium der Humanmedizin, Approbation als Ärztin
Universität Leipzig
  • Regelstudienzeit von sechs Jahren mit Erstem, Zweitem und Drittem Abschnitt der Ärztlichen Prüfung nach der ÄApprO 2002
  • Praktisches Jahr über 48 Wochen u. a. mit Wahltertial in einer radiologischen Abteilung
2018 - 2023
Facharztweiterbildung Radiologie (60 Monate nach WBO der Landesärztekammer)
Universitätsklinikum Leipzig / Landesärztekammer Sachsen
  • Weiterbildungszeit von 60 Monaten unter Anleitung eines Weiterbildungsermächtigten an einer zugelassenen Weiterbildungsstätte
  • Erfüllung der Richtzahlen u. a. in CT, MRT, Sonographie, Mammadiagnostik und interventioneller Radiologie
  • Abschluss mit mündlicher Facharztprüfung vor dem Prüfungsausschuss der Landesärztekammer

Kenntnisse

Diagnostische Schnittbildgebung (CT, MRT)Sehr gut
Interventionelle Radiologie (vaskulär und nicht-vaskulär)Gut
Sonographie einschließlich Doppler-/DuplexsonographieSehr gut
Röntgendiagnostik und DurchleuchtungSehr gut
Strahlenschutz und QualitätssicherungSehr gut
PACS/RIS und radiologische BefundsystemeGut

Sprachen

DeutschMuttersprache
EnglischC1, verhandlungssicher inkl. Fachliteratur
SpanischA2, Grundkenntnisse

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Profil

Fachärztin für Radiologie mit mehrjähriger Erfahrung in der diagnostischen Schnittbildgebung (CT, MRT) und in der interventionellen Radiologie an einem Haus der Schwerpunktversorgung. Schwerpunkte liegen in der onkologischen und muskuloskelettalen Bildgebung, der Befundung interdisziplinärer Tumorkonferenzen sowie in gefäßgestützten und nicht-vaskulären Interventionen (u. a. Biopsien, Drainagen, Schmerztherapie). Erfahrung in der Anleitung von Ärztinnen und Ärzten in Weiterbildung, in der Qualitätssicherung nach Strahlenschutzrecht sowie in der Einführung strukturierter Befundungsprotokolle. Sicher im Umgang mit PACS-/RIS-Systemen, Kontrastmittelmanagement und der Aufklärung von Patientinnen und Patienten über bildgebende und interventionelle Verfahren. Gesucht wird eine oberärztliche Perspektive mit Schwerpunktbildung in der interventionellen Radiologie.

Berufserfahrung

2023 - heute

Fachärztin für Radiologie

Klinikum der Schwerpunktversorgung, Leipzig

  • Selbstständige Befundung von CT-, MRT- und Röntgenuntersuchungen aller Körperregionen
  • Durchführung vaskulärer und nicht-vaskulärer Interventionen (u. a. Port-Anlagen, Drainagen, CT-gesteuerte Biopsien)
  • Teilnahme am radiologischen Bereitschaftsdienst inklusive Schlaganfall- und Polytrauma-Diagnostik
  • Vorbereitung und Durchführung interdisziplinärer Tumorkonferenzen
  • Anleitung von Ärztinnen und Ärzten in Weiterbildung im Rotationsprogramm CT/MRT

2018 - 2023

Assistenzärztin in Weiterbildung Radiologie

Universitätsklinikum, Leipzig

  • Rotation durch Röntgendiagnostik, CT, MRT, Sonographie, Mammadiagnostik und interventionelle Radiologie
  • Erstellung radiologischer Befunde unter Supervision, strukturierte Falldemonstrationen
  • Erwerb der Fachkunde im Strahlenschutz nach Strahlenschutzverordnung
  • Abschluss der Weiterbildung mit bestandener Facharztprüfung vor der Landesärztekammer Sachsen

Werdegang

2012 - 2018

Studium der Humanmedizin, Approbation als Ärztin

Universität Leipzig

2018 - 2023

Facharztweiterbildung Radiologie (60 Monate nach WBO der Landesärztekammer)

Universitätsklinikum Leipzig / Landesärztekammer Sachsen

Kenntnisse

  • Diagnostische Schnittbildgebung (CT, MRT)Sehr gut
  • Interventionelle Radiologie (vaskulär und nicht-vaskulär)Gut
  • Sonographie einschließlich Doppler-/DuplexsonographieSehr gut
  • Röntgendiagnostik und DurchleuchtungSehr gut
  • Strahlenschutz und QualitätssicherungSehr gut
  • PACS/RIS und radiologische BefundsystemeGut

Sprachen

  • DeutschMuttersprache
  • EnglischC1, verhandlungssicher inkl. Fachliteratur
  • SpanischA2, Grundkenntnisse

Tätigkeiten im Lebenslauf formulieren: Radiologe/Radiologin

Diagnostische Bildgebung

  • Indikation, Durchführung und Befunderstellung von Röntgen-, CT- und MRT-Untersuchungen aller Körperregionen
  • Erstellung und Anwendung standardisierter CT-/MRT-Untersuchungsprotokolle einschließlich geeigneter Kontrastmittel
  • Sonographische Untersuchungen aller Organe und Organsysteme einschließlich Doppler-/Duplexsonographie
  • Bildgebung und bildgestützte Diagnostik an der Mamma im Rahmen kurativer und Screening-Untersuchungen
  • Radiologische Diagnostik in Notfallsituationen, z. B. bei Polytrauma, Schlaganfall und Intensivpatienten

Interventionelle Radiologie

  • Vaskuläre Interventionen wie rekanalisierende Verfahren oder perkutane Einbringung von Implantaten
  • Nicht-vaskuläre Interventionen wie Biopsien, Drainagen und perkutane bildgesteuerte Schmerztherapie
  • Interventionell-onkologische und gewebestabilisierende Verfahren
  • Analgesierungs- und Sedierungsmanagement sowie medikamentöse Nachsorge im Rahmen von Interventionen

Strahlenschutz & Qualitätssicherung

  • Anwendung der Prinzipien des Strahlenschutzes bei Patienten, Personal und Begleitpersonen
  • Gerätebezogene Qualitätssicherungsmaßnahmen einschließlich Konstanzprüfungen
  • Erkennung und Erstversorgung kontrastmittelassoziierter Komplikationen
  • Einhaltung der Aufzeichnungs- und Archivierungspflichten nach Strahlenschutzrecht

Interdisziplinäre Zusammenarbeit & Kommunikation

  • Vorbereitung und Durchführung radiologischer Demonstrationen und interdisziplinärer Tumorkonferenzen
  • Aufklärung von Patientinnen und Patienten über Nutzen und Risiko bildgebender und interventioneller Verfahren
  • Abstimmung mit zuweisenden Fachabteilungen zur Indikationsstellung und Befundinterpretation
  • Interdisziplinäre Indikationsstellung für Hybridverfahren wie PET-CT und SPECT-CT

Weiterbildung, Dokumentation & Systeme

  • Anleitung und Supervision von Ärztinnen und Ärzten in Weiterbildung Radiologie
  • Strukturierte radiologische Befunderstellung und Dokumentation im RIS/PACS
  • Wissenschaftlich begründete Gutachtenerstellung
  • Mitwirkung an Teleradiologie-Konzepten für die externe Befundung im Bereitschaftsdienst

Welche Kenntnisse gehören in den Lebenslauf als Radiologe/Radiologin?

Fachliche Kenntnisse zeigen sofort die Praxiserfahrung, Zertifikate belegen sie formal, Soft Skills ergänzen sie. Alle drei gehören in den Lebenslauf, aber getrennt und konkret benannt.

Hard Skills

  • Indikationsstellung und Befundung von Röntgen-, CT- und MRT-Untersuchungen aller Körperregionen
  • Durchführung und Befundung sonographischer Untersuchungen einschließlich Doppler-/Duplexsonographie
  • Vaskuläre und nicht-vaskuläre interventionelle Verfahren (u. a. Angiographie, Biopsien, Drainagen, Tumorablation)
  • Strahlenschutzrechtliche Fachkunde nach Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) und Röntgenverordnung
  • Kontrastmittelmanagement einschließlich Erkennung und Erstversorgung kontrastmittelassoziierter Komplikationen
  • Erstellung und Anwendung von CT- und MRT-Untersuchungsprotokollen für alle Körperregionen
  • Radiologische Diagnostik in Notfallsituationen (Polytrauma, Schlaganfall, Intensivpatienten)
  • Bildgebung und bildgestützte Interventionen an der Mamma
  • Vorbereitung und Leitung interdisziplinärer radiologischer Demonstrationen und Tumorkonferenzen
  • Umgang mit PACS-/RIS-Systemen sowie Bild- und Datenarchivierung

Zertifikate

  • Approbation als Ärztin oder Arzt nach § 3 BÄO
  • Facharztanerkennung für Radiologie der zuständigen Landesärztekammer
  • Fachkunde im Strahlenschutz nach Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) und Röntgenverordnung
  • Schwerpunktbezeichnung Kinder- und Jugendradiologie (fakultativ, 24 Monate zusätzlich zur Facharztweiterbildung)
  • Schwerpunktbezeichnung Neuroradiologie (fakultativ, 24 Monate zusätzlich zur Facharztweiterbildung)
  • DeGIR-/DGNR-Zertifizierung Stufe 1/2 in interventioneller (Neuro-)Radiologie (freiwillige fachgesellschaftliche Zusatzqualifikation, keine gesetzliche Voraussetzung)
  • DEGUM-Zertifizierung Sonographie, Stufe I-III (freiwillig)
  • Zusatz-Weiterbildung Nuklearmedizinische Diagnostik für Radiologen (MWBO 2018)

Soft Skills

  • Präzises, strukturiertes Arbeiten bei zeitkritischer Befunderstellung
  • Kommunikationsstärke in interdisziplinären Tumorkonferenzen und gegenüber zuweisenden Fachabteilungen
  • Aufklärungskompetenz gegenüber Patientinnen und Patienten vor bildgestützten Interventionen
  • Entscheidungsfähigkeit unter Zeitdruck in Notfallsituationen
  • Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit ionisierender Strahlung
  • Belastbarkeit im Bereitschafts- und Rufdienst

Werdegang und Gehalt als Radiologe/Radiologin im Überblick

Wege in die RolleDer Weg zum Facharzt beziehungsweise zur Fachärztin für Radiologie beginnt mit der Approbation als Arzt oder Ärztin nach § 3 der Bundesärzteordnung (BÄO): Voraussetzung ist ein Medizinstudium von mindestens sechs Jahren und 5.500 Stunden nach der Approbationsordnung für Ärzte (ÄApprO 2002), das mit dem Dritten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung abschließt. Erst nach der Approbation beginnt die eigenständige, in Deutschland länderrechtlich geregelte Facharztweiterbildung im Gebiet Radiologie. Rechtsgrundlage ist die Weiterbildungsordnung der jeweils zuständigen Landesärztekammer; sie orientiert sich inhaltlich an der (Muster-)Weiterbildungsordnung (MWBO) der Bundesärztekammer, die selbst nur empfehlenden Charakter hat. Nach der MWBO 2018 (Stand 3. Juli 2026) sowie wortgleich nach der Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Niedersachsen vom 2. April 2020 dauert die Facharztweiterbildung Radiologie 60 Monate unter Anleitung eines Weiterbildungsermächtigten an einer zugelassenen Weiterbildungsstätte; bis zu 12 Monate davon können zum strukturierten Kompetenzerwerb in anderen Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung erfolgen. Das Gebiet Radiologie umfasst laut Gebietsdefinition die Erkennung von Krankheiten mit Hilfe ionisierender Strahlen, kernphysikalischer und sonographischer Verfahren sowie die Anwendung interventioneller, minimal-invasiver radiologischer Verfahren in der Erwachsenen-, Kinder- und Neuroradiologie sowie die Belange des Strahlenschutzes. Während der Weiterbildung sind Richtzahlen (Mindestfallzahlen) in zentralen Bereichen nachzuweisen, u. a. mindestens 4.000 CT- und 4.000 konventionelle Röntgenuntersuchungen, 3.000 MRT-Untersuchungen, 800 sonographische Untersuchungen, 300 interventionelle/endovaskuläre Verfahren und 1.500 Untersuchungen der Mammadiagnostik. Die Weiterbildung endet mit der mündlichen Facharztprüfung vor dem Prüfungsausschuss der zuständigen Landesärztekammer. Auf der abgeschlossenen Facharztweiterbildung bauen zwei fakultative MWBO-Schwerpunkte auf, die jeweils eine weitere Mindestzeit von 24 Monaten voraussetzen: der Schwerpunkt Kinder- und Jugendradiologie und der Schwerpunkt Neuroradiologie. Interventionelle Radiologie ist dagegen KEIN eigener MWBO-Schwerpunkt, sondern integraler Bestandteil der regulären 60-monatigen Facharztweiterbildung (eigener Inhaltsabschnitt mit Richtzahl 300); wer sich hier zusätzlich sichtbar spezialisieren möchte, kann die freiwillige, nicht gesetzlich vorgeschriebene Personenzertifizierung der DeGIR (Deutsche Gesellschaft für Interventionelle Radiologie und minimal-invasive Therapie) in zwei Stufen erwerben. Klar abzugrenzen sind die Fachgebiete Nuklearmedizin sowie Radioonkologie und Strahlentherapie: Beide sind nach der MWBO eigenständige, ebenfalls 60-monatige Facharzt-Gebiete mit eigener Gebietsdefinition, keine Teile oder Unterspezialisierungen der Radiologie. Es bestehen reale strukturelle Brücken (u. a. bis zu 12 der 60 Nuklearmedizin-Monate können in Radiologie absolviert werden, und die MWBO führt eigene Zusatz-Weiterbildungen wie 'Nuklearmedizinische Diagnostik für Radiologen'), die drei Facharztbezeichnungen bleiben aber rechtlich und inhaltlich getrennt. Ebenfalls klar abzugrenzen ist die Medizinische/r Technologe/Technologin für Radiologie (MTR, vormals MTRA): ein eigenständiger, dreijähriger, nicht-akademischer Ausbildungsberuf nach dem MT-Berufe-Gesetz für die technische Durchführung radiologischer, nuklearmedizinischer und strahlentherapeutischer Untersuchungen unter ärztlicher Anordnung, ohne Approbation und ohne Facharztweiterbildung.
GehaltsspanneFür angestellte Fachärztinnen und Fachärzte für Radiologie sind wie für alle Fachrichtungen zunächst die Tarifverträge des Marburger Bundes maßgeblich, da die Tarifstruktur nicht nach Fachgebiet, sondern nach Funktionsstufe unterscheidet. Der TV-Ärzte/VKA für kommunale Krankenhäuser weist in der Tabelle ab 1. Juni 2026 in Stufe 1 für Ä2 Facharzt 7.552,19 Euro monatlich (rund 90.626 Euro im Jahr) und für Ä4 leitender Oberarzt 11.127,50 Euro monatlich (rund 133.530 Euro im Jahr) aus; der TV-Ärzte/TdL für Universitätskliniken liegt nach der Tarifeinigung vom 9. Juni 2026 in Stufe 1 bei 7.645,72 Euro für Ä2 (rund 91.749 Euro im Jahr) und 11.265,33 Euro für Ä4 (rund 135.184 Euro im Jahr). Hinzu kommen Zulagen für Bereitschafts-, Nacht- und Wochenenddienste. Daneben und nicht damit verrechnet stehen drei unabhängig erhobene Portalwerte: GEHALT.de weist für Radiologe/-in per direktem Seitenabruf einen Median von 11.721 Euro brutto im Monat aus (hochgerechnet rund 140.652 Euro im Jahr), mit einem unteren Quartil von 9.858 Euro und einem oberen Quartil von 13.936 Euro monatlich (rund 118.296 bzw. 167.232 Euro im Jahr); die Seite selbst datiert diese Werte auf den 15. Mai 2020 und damit deutlich älter als die Tarifwerte. Der StepStone-Gehaltsreport nennt für Facharzt/-ärztin Radiologie ein bundesweites Median-Bruttojahresgehalt von 96.600 Euro bei einer Spanne von 84.000 bis 108.600 Euro, basierend auf 139 aktiven Stellenanzeigen zum Erhebungszeitpunkt. Glassdoor weist für denselben Titel einen Median von 117.500 Euro aus, mit einem unteren Quartil von 77.500 Euro und einem oberen Quartil von 157.500 Euro; die Plattform kennzeichnet diese Schätzung selbst als Schätzung mit niedriger Konfidenz aufgrund einer kleinen Datengrundlage. Alle drei Portalwerte beruhen auf unterschiedlichen Erhebungsmethoden (Selbstauskünfte, Stellenanzeigen, Crowd-Schätzung) und werden bewusst nicht gemittelt.

Was verdient man als Radiologe/Radiologin? Die Quellen im Vergleich

Gehaltsportale kommen für denselben Beruf zu deutlich unterschiedlichen Werten, weil sie unterschiedlich erheben. Wir stellen sie deshalb nebeneinander, statt einen Durchschnitt zu bilden.

Die Quellen liegen 44.052 € auseinander. Diese Differenz ist kein Fehler, sondern Folge unterschiedlicher Erhebungsmethoden und Stichproben. Nutze die Werte als Spanne, nicht als Punktwert, und prüfe im Gespräch, worauf sich eine genannte Zahl bezieht.

Alle Angaben Bruttojahresgehalt, abgerufen am 14. August 2026.

Dos & Don'ts für den Radiologe/Radiologin-Lebenslauf

Do

  • Facharztbezeichnung Radiologie erst nach Anerkennung durch die Landesärztekammer führen
  • Weiterbildungsstand präzise angeben: absolvierte Monate, Rotationen (CT/MRT/Sonographie/Intervention) und noch fehlende Abschnitte
  • Fallzahlen zu Kernverfahren konkret benennen, wo belegbar (z. B. Anzahl CT-, MRT- oder Interventions-Untersuchungen pro Jahr)
  • Schwerpunktbezeichnungen (Kinder-/Jugendradiologie, Neuroradiologie) klar von der Facharztbezeichnung selbst unterscheiden
  • Fachkunde im Strahlenschutz mit ausstellender Stelle und Jahr nachweisbar dokumentieren
  • Freiwillige Zusatzqualifikationen (z. B. DeGIR-Stufen, DEGUM-Sonographiestufen) explizit als freiwillig kennzeichnen

Don't

  • Die Facharztbezeichnung führen, bevor die Anerkennung durch die Landesärztekammer vorliegt
  • Interventionelle Radiologie als eigenen MWBO-Schwerpunkt bezeichnen, obwohl sie regulärer Weiterbildungsinhalt ist
  • Radiologie mit Nuklearmedizin oder Strahlentherapie/Radioonkologie gleichsetzen, obwohl es eigenständige Facharzt-Gebiete sind
  • den Ausbildungsberuf Medizinische/r Technologe/Technologin für Radiologie (MTR/MTRA) mit der ärztlichen Facharztrolle verwechseln
  • Fallzahlen aus der Weiterbildung schätzen oder aufrunden, ohne dass sie durch Logbuch gedeckt sind
  • Tarifgehälter und Portalwerte im Gehaltsgespräch vermischen, statt sie getrennt zu argumentieren

Häufige Fragen zum Lebenslauf als Radiologe/Radiologin

Wie lange dauert die Facharztweiterbildung Radiologie?

Nach der (Muster-)Weiterbildungsordnung der Bundesärztekammer und übereinstimmend nach der Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Niedersachsen dauert die Facharztweiterbildung im Gebiet Radiologie 60 Monate unter Anleitung eines Weiterbildungsermächtigten an einer zugelassenen Weiterbildungsstätte. Bis zu 12 dieser 60 Monate können zum strukturierten Kompetenzerwerb in anderen Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung absolviert werden. Voraussetzung ist die vorher abgeschlossene Approbation als Arzt oder Ärztin nach einem mindestens sechsjährigen Medizinstudium. Die Weiterbildung endet mit der mündlichen Facharztprüfung vor der zuständigen Landesärztekammer.

Was ist der Unterschied zwischen Radiologie, Nuklearmedizin und Strahlentherapie?

Alle drei sind nach der Muster-Weiterbildungsordnung eigenständige, jeweils 60-monatige Facharzt-Gebiete mit eigener Gebietsdefinition, keine Unterspezialisierungen voneinander. Radiologie umfasst die Diagnostik mit ionisierenden Strahlen, kernphysikalischen und sonographischen Verfahren sowie interventionelle Verfahren. Nuklearmedizin umfasst die Anwendung radioaktiver Substanzen zur Funktions- und Lokalisationsdiagnostik sowie die Behandlung mit offenen Radionukliden. Radioonkologie und Strahlentherapie umfasst die Strahlenbehandlung onkologischer und ausgewählter benigner Erkrankungen. Es gibt reale strukturelle Brücken, etwa können bis zu 12 der 60 Nuklearmedizin-Monate in Radiologie absolviert werden, und es existieren eigene Zusatz-Weiterbildungen wie 'Nuklearmedizinische Diagnostik für Radiologen' — die drei Facharztbezeichnungen bleiben aber rechtlich und inhaltlich getrennt.

Sind Neuroradiologie und Kinderradiologie eigene Fachärzte oder Schwerpunkte?

Beides sind Schwerpunkte innerhalb des Gebiets Radiologie, keine eigenständigen Facharztbezeichnungen. Die Schwerpunkt-Weiterbildung Kinder- und Jugendradiologie sowie die Schwerpunkt-Weiterbildung Neuroradiologie bauen laut Muster-Weiterbildungsordnung jeweils auf der bereits abgeschlossenen Facharzt-Weiterbildung Radiologie auf und erfordern zusätzlich jeweils mindestens 24 weitere Monate Weiterbildungszeit. Ohne abgeschlossene Facharztweiterbildung Radiologie ist keiner der beiden Schwerpunkte erreichbar.

Braucht man für interventionelle Radiologie eine eigene Zusatzqualifikation?

Gesetzlich nicht zwingend: Interventionelle Radiologie ist nach der Muster-Weiterbildungsordnung kein eigener Schwerpunkt, sondern reguläres Ausbildungsziel der 60-monatigen Facharztweiterbildung Radiologie selbst, mit einer eigenen Richtzahl von 300 nachzuweisenden interventionellen Verfahren. Wer sich zusätzlich sichtbar spezialisieren möchte, kann die freiwillige, von der Fachgesellschaft DeGIR vergebene Personenzertifizierung in zwei Stufen erwerben — das ist eine fachgesellschaftliche Zusatzqualifikation ohne gesetzliche Grundlage, kein Ersatz für die reguläre Facharztweiterbildung.

Was verdient ein/e Radiologe/in?

Angestellte Fachärztinnen und Fachärzte werden unabhängig vom Fachgebiet nach den Tarifverträgen des Marburger Bundes vergütet: Der TV-Ärzte/VKA weist für die Funktionsstufe Ä2 Facharzt rund 90.600 Euro und für Ä4 leitender Oberarzt rund 133.500 Euro im Jahr aus, der TV-Ärzte/TdL liegt leicht darüber. Portalwerte weichen davon und untereinander deutlich ab: GEHALT.de nennt einen Median von rund 140.700 Euro im Jahr (Datenstand 2020), der StepStone-Gehaltsreport rund 96.600 Euro, Glassdoor rund 117.500 Euro. Die Werte werden bewusst nicht gemittelt, da sie auf unterschiedlichen Erhebungsmethoden beruhen.

Quellen

  1. (Muster-)Weiterbildungsordnung 2018 – Gebiet Radiologie (inkl. Schwerpunkte Kinder- und Jugendradiologie, Neuroradiologie), Gebiet Nuklearmedizin, Gebiet Radioonkologie und Strahlentherapie, Bundesärztekammer, abgerufen am 2026-08-14
  2. Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Niedersachsen vom 02.04.2020, Kapitel 30.1 Facharzt/Fachärztin für Radiologie, Ärztekammer Niedersachsen, abgerufen am 2026-08-14
  3. Bundesärzteordnung (BÄO), § 3 (Approbationsvoraussetzungen), Bundesministerium der Justiz / juris, gesetze-im-internet.de, abgerufen am 2026-08-14
  4. DeGIR-/DGNR-Personenzertifizierung in interventioneller (Neuro-)Radiologie, Deutsche Gesellschaft für Interventionelle Radiologie und minimal-invasive Therapie (DeGIR), abgerufen am 2026-08-14
  5. Entgelttabelle TV-Ärzte/VKA, gültig ab 01.06.2026, oeffentlichen-dienst.de, abgerufen am 2026-08-14
  6. Entgelttabelle TV-Ärzte/TdL (Universitätskliniken), gültig ab 01.04.2026, tarifvertrag-online.de, abgerufen am 2026-08-14
  7. Radiologe/-in » Gehalt & Beruf, GEHALT.de, abgerufen am 2026-08-14
  8. Facharzt/-ärztin Radiologie Gehälter Vollzeit & Teilzeit, StepStone, abgerufen am 2026-08-14
  9. Gehalt: Facharzt Radiologie, Glassdoor, abgerufen am 2026-08-14

Der Content wurde mit Hilfe von KI erstellt, vor allem in der Recherche und Vorformulierung. Prüfung und Abnahme durch unsere Redaktion.

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Zuletzt aktualisiert am 14.08.2026