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Lebenslauf Muster Kinderarzt/-ärztin (Pädiater)

Vorlage, Beispiel und Formulierungen

Kinderarzt/-ärztin (Pädiater/in) ist die Facharztbezeichnung für den Facharzt/die Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin und keine eigene Ausbildung neben dem Arztberuf, sondern eine fünfjährige Facharztweiterbildung nach der Approbation. Nach der (Muster-)Weiterbildungsordnung der Bundesärztekammer (Stand 03.07.2026) dauert sie 60 Monate, davon mindestens 6 Monate Pflichtzeit in der Kinder- und Jugendintensivmedizin, und endet mit der Facharztprüfung vor der zuständigen Landesärztekammer. Darauf aufbauend gibt es neun fakultative Schwerpunktkompetenzen mit je 24 zusätzlichen Monaten, etwa Neonatologie, Kinder- und Jugend-Kardiologie oder Kinder- und Jugend-Hämatologie und -Onkologie. Beim Gehalt liegen institutionelle Tarifwerte (TV-Ärzte, rund 90.600 bis 91.700 Euro pro Jahr für Fachärzt:innen in Stufe 1) und Portalquellen weit auseinander: StepStone nennt einen Median von 90.200 Euro, gehalt.de 97.968 Euro, Glassdoor dagegen nur 78.600 Euro pro Jahr - alle vier Werte werden bewusst nicht gemittelt.

Zuletzt aktualisiert am

Maria Beispiel
Kinderarzt/-ärztin (Pädiater)
0170 1234567maria.beispiel@mail.de50667 Kölngeb. 14.03.1992

Profil

Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin mit mehrjähriger Erfahrung in der ambulanten und stationären pädiatrischen Versorgung vom Säuglings- bis zum Jugendalter. Schwerpunkte liegen in der entwicklungspädiatrischen Diagnostik, der Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchung (U- und J-Untersuchungen) sowie der Akut- und Notfallversorgung erkrankter Kinder und Jugendlicher. Erfahrung in der interdisziplinären Zusammenarbeit mit Kinderchirurgie, Kinderradiologie und Jugendamt, insbesondere bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung. Sicher im Umgang mit pädiatrischer Sonografie (u. a. Säuglingshüfte, Abdomen), STIKO-konformer Impfberatung und der Betreuung chronisch kranker Kinder in enger Abstimmung mit den Familien. Gesucht wird eine Position mit Gestaltungsspielraum in der ambulanten Versorgung oder mit Perspektive auf eine Schwerpunktweiterbildung.

Berufserfahrung

2021 - heute
Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin
Kinderarztpraxis / Sozialpädiatrisches Zentrum, Leipzig
  • Eigenverantwortliche ambulante Versorgung von Säuglingen, Kindern und Jugendlichen
  • Durchführung der Früherkennungsuntersuchungen U3 bis J1 sowie STIKO-konformer Impfberatung
  • Sonografische Diagnostik (Säuglingshüfte, Abdomen, Schilddrüse)
  • Erkennung und Einleitung von Maßnahmen bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt
  • Betreuung entwicklungsauffälliger Kinder im interdisziplinären Team (Logopädie, Ergotherapie, Physiotherapie)
2016 - 2021
Assistenzärztin in Weiterbildung Kinder- und Jugendmedizin
Klinikum der Schwerpunktversorgung, Leipzig
  • Rotation durch Neonatologie, pädiatrische Intensivstation, Allgemeinpädiatrie und Notaufnahme
  • 6-monatige Pflichtzeit in der Kinder- und Jugendintensivmedizin gemäß Weiterbildungsordnung
  • Primärversorgung und Reanimation von Früh- und Neugeborenen
  • Teilnahme am Bereitschaftsdienst der Kinderklinik
  • Abschluss der Weiterbildung mit bestandener Facharztprüfung vor der Landesärztekammer

Ausbildung

2016 - 2021
Facharztweiterbildung Kinder- und Jugendmedizin (nach WBO der Landesärztekammer)
Landesärztekammer Sachsen / Klinikum der Schwerpunktversorgung, Leipzig
  • Weiterbildungszeit von 60 Monaten bei befugten Weiterbildern gemäß Weiterbildungsordnung, davon 6 Monate Pflichtzeit Kinder- und Jugendintensivmedizin
  • 80-Stunden-Kurs Psychosomatische Grundversorgung
  • Abschluss mit mündlicher Facharztprüfung vor dem Prüfungsausschuss der Landesärztekammer
2010 - 2016
Studium der Humanmedizin, Approbation als Ärztin
Universität Leipzig
  • Regelstudienzeit von sechs Jahren mit Erstem, Zweitem und Drittem Abschnitt der Ärztlichen Prüfung
  • Praktisches Jahr über 48 Wochen, davon ein Tertial in der Kinder- und Jugendmedizin

Kenntnisse

Pädiatrische Diagnostik und DifferenzialdiagnostikSehr gut
Sonografie (Säuglingshüfte, Abdomen, Schilddrüse)Sehr gut
Neonatologische Erstversorgung und ReanimationGut
Entwicklungsdiagnostik und SozialpädiatrieSehr gut
STIKO-konforme ImpfberatungSehr gut
KindernotfallmedizinGut

Sprachen

DeutschMuttersprache
EnglischB2, Fachliteratur
TürkischGrundkenntnisse im Elterngespräch
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Maria Beispiel
Kinderarzt/-ärztin (Pädiater)
0170 1234567maria.beispiel@mail.de50667 Kölngeb. 14.03.1992

Profil

Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin mit mehrjähriger Erfahrung in der ambulanten und stationären pädiatrischen Versorgung vom Säuglings- bis zum Jugendalter. Schwerpunkte liegen in der entwicklungspädiatrischen Diagnostik, der Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchung (U- und J-Untersuchungen) sowie der Akut- und Notfallversorgung erkrankter Kinder und Jugendlicher. Erfahrung in der interdisziplinären Zusammenarbeit mit Kinderchirurgie, Kinderradiologie und Jugendamt, insbesondere bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung. Sicher im Umgang mit pädiatrischer Sonografie (u. a. Säuglingshüfte, Abdomen), STIKO-konformer Impfberatung und der Betreuung chronisch kranker Kinder in enger Abstimmung mit den Familien. Gesucht wird eine Position mit Gestaltungsspielraum in der ambulanten Versorgung oder mit Perspektive auf eine Schwerpunktweiterbildung.

Berufserfahrung

2021 - heute
Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin
Kinderarztpraxis / Sozialpädiatrisches Zentrum, Leipzig
  • Eigenverantwortliche ambulante Versorgung von Säuglingen, Kindern und Jugendlichen
  • Durchführung der Früherkennungsuntersuchungen U3 bis J1 sowie STIKO-konformer Impfberatung
  • Sonografische Diagnostik (Säuglingshüfte, Abdomen, Schilddrüse)
  • Erkennung und Einleitung von Maßnahmen bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt
  • Betreuung entwicklungsauffälliger Kinder im interdisziplinären Team (Logopädie, Ergotherapie, Physiotherapie)
2016 - 2021
Assistenzärztin in Weiterbildung Kinder- und Jugendmedizin
Klinikum der Schwerpunktversorgung, Leipzig
  • Rotation durch Neonatologie, pädiatrische Intensivstation, Allgemeinpädiatrie und Notaufnahme
  • 6-monatige Pflichtzeit in der Kinder- und Jugendintensivmedizin gemäß Weiterbildungsordnung
  • Primärversorgung und Reanimation von Früh- und Neugeborenen
  • Teilnahme am Bereitschaftsdienst der Kinderklinik
  • Abschluss der Weiterbildung mit bestandener Facharztprüfung vor der Landesärztekammer

Ausbildung

2016 - 2021
Facharztweiterbildung Kinder- und Jugendmedizin (nach WBO der Landesärztekammer)
Landesärztekammer Sachsen / Klinikum der Schwerpunktversorgung, Leipzig
  • Weiterbildungszeit von 60 Monaten bei befugten Weiterbildern gemäß Weiterbildungsordnung, davon 6 Monate Pflichtzeit Kinder- und Jugendintensivmedizin
  • 80-Stunden-Kurs Psychosomatische Grundversorgung
  • Abschluss mit mündlicher Facharztprüfung vor dem Prüfungsausschuss der Landesärztekammer
2010 - 2016
Studium der Humanmedizin, Approbation als Ärztin
Universität Leipzig
  • Regelstudienzeit von sechs Jahren mit Erstem, Zweitem und Drittem Abschnitt der Ärztlichen Prüfung
  • Praktisches Jahr über 48 Wochen, davon ein Tertial in der Kinder- und Jugendmedizin

Kenntnisse

Pädiatrische Diagnostik und DifferenzialdiagnostikSehr gut
Sonografie (Säuglingshüfte, Abdomen, Schilddrüse)Sehr gut
Neonatologische Erstversorgung und ReanimationGut
Entwicklungsdiagnostik und SozialpädiatrieSehr gut
STIKO-konforme ImpfberatungSehr gut
KindernotfallmedizinGut

Sprachen

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EnglischB2, Fachliteratur
TürkischGrundkenntnisse im Elterngespräch

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Lebenslauf Beispiel Kinderarzt/-ärztin (Pädiater) zum Kopieren

Profil

Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin mit mehrjähriger Erfahrung in der ambulanten und stationären pädiatrischen Versorgung vom Säuglings- bis zum Jugendalter. Schwerpunkte liegen in der entwicklungspädiatrischen Diagnostik, der Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchung (U- und J-Untersuchungen) sowie der Akut- und Notfallversorgung erkrankter Kinder und Jugendlicher. Erfahrung in der interdisziplinären Zusammenarbeit mit Kinderchirurgie, Kinderradiologie und Jugendamt, insbesondere bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung. Sicher im Umgang mit pädiatrischer Sonografie (u. a. Säuglingshüfte, Abdomen), STIKO-konformer Impfberatung und der Betreuung chronisch kranker Kinder in enger Abstimmung mit den Familien. Gesucht wird eine Position mit Gestaltungsspielraum in der ambulanten Versorgung oder mit Perspektive auf eine Schwerpunktweiterbildung.

Berufserfahrung

2021 - heute

Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin

Kinderarztpraxis / Sozialpädiatrisches Zentrum, Leipzig

  • Eigenverantwortliche ambulante Versorgung von Säuglingen, Kindern und Jugendlichen
  • Durchführung der Früherkennungsuntersuchungen U3 bis J1 sowie STIKO-konformer Impfberatung
  • Sonografische Diagnostik (Säuglingshüfte, Abdomen, Schilddrüse)
  • Erkennung und Einleitung von Maßnahmen bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt
  • Betreuung entwicklungsauffälliger Kinder im interdisziplinären Team (Logopädie, Ergotherapie, Physiotherapie)

2016 - 2021

Assistenzärztin in Weiterbildung Kinder- und Jugendmedizin

Klinikum der Schwerpunktversorgung, Leipzig

  • Rotation durch Neonatologie, pädiatrische Intensivstation, Allgemeinpädiatrie und Notaufnahme
  • 6-monatige Pflichtzeit in der Kinder- und Jugendintensivmedizin gemäß Weiterbildungsordnung
  • Primärversorgung und Reanimation von Früh- und Neugeborenen
  • Teilnahme am Bereitschaftsdienst der Kinderklinik
  • Abschluss der Weiterbildung mit bestandener Facharztprüfung vor der Landesärztekammer

Werdegang

2016 - 2021

Facharztweiterbildung Kinder- und Jugendmedizin (nach WBO der Landesärztekammer)

Landesärztekammer Sachsen / Klinikum der Schwerpunktversorgung, Leipzig

2010 - 2016

Studium der Humanmedizin, Approbation als Ärztin

Universität Leipzig

Kenntnisse

  • Pädiatrische Diagnostik und DifferenzialdiagnostikSehr gut
  • Sonografie (Säuglingshüfte, Abdomen, Schilddrüse)Sehr gut
  • Neonatologische Erstversorgung und ReanimationGut
  • Entwicklungsdiagnostik und SozialpädiatrieSehr gut
  • STIKO-konforme ImpfberatungSehr gut
  • KindernotfallmedizinGut

Sprachen

  • DeutschMuttersprache
  • EnglischB2, Fachliteratur
  • TürkischGrundkenntnisse im Elterngespräch

Tätigkeiten im Lebenslauf formulieren: Kinderarzt/-ärztin (Pädiater)

Ambulante und stationäre Versorgung

  • Eigenverantwortliche Betreuung von Säuglingen, Kindern und Jugendlichen in Praxis oder Klinik
  • Anamnese und körperliche Untersuchung altersgerecht an Kinder und Jugendliche angepasst
  • Diagnostik und Basistherapie häufiger Kinderkrankheiten sowie Indikationsstellung zur weiterführenden Behandlung
  • Beratung von Eltern und Familien zu Erkrankungen, Therapie und Verlauf

Vorsorge und Prävention

  • Durchführung der Früherkennungsuntersuchungen U2 bis J1 nach festem Untersuchungsschema
  • Spezifische Impfberatung und Impfungen auf Grundlage der STIKO-Empfehlungen
  • Screening auf Entwicklungs-, Seh-, Hör- und Sprachstörungen
  • Beratung zu Ernährung, Unfallprävention und gesundem Aufwachsen

Neonatologie und Notfallmedizin

  • Primärversorgung und Reanimation von Früh- und Neugeborenen einschließlich Basisbeatmung
  • Erkennung akut abklärungsbedürftiger Symptomkomplexe (red flags) bei Kindern
  • Intensivmedizinische Basisbehandlung einschließlich Punktionen und zentralvenöser Zugänge
  • Teilnahme am Bereitschafts- und Nachtdienst der Kinderklinik

Entwicklungs- und Sozialpädiatrie

  • Klinische Beurteilung von Wachstum sowie körperlicher, psychomotorischer und psychosozialer Entwicklung
  • Entwicklungsdiagnostik einschließlich Anwendung standardisierter Testverfahren
  • Diagnostik, Therapie und Nachsorge von Entwicklungsstörungen und Behinderungen
  • Betreuung Jugendlicher unter Berücksichtigung von Pubertätsentwicklung und Risikoverhalten

Interdisziplinäre Zusammenarbeit und Kinderschutz

  • Erkennung und Einleitung von Maßnahmen bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung
  • Interdisziplinäre Fallkonferenzen mit Jugendamt, Beratungsstellen und Kindergemeinschaftseinrichtungen
  • Zusammenarbeit mit Kinderchirurgie, Kinderradiologie und weiteren pädiatrischen Schwerpunkten
  • Übergabe und Dokumentation im Rahmen der Transition in die Erwachsenenmedizin

Welche Kenntnisse gehören in den Lebenslauf als Kinderarzt/-ärztin (Pädiater)?

Fachliche Kenntnisse zeigen sofort die Praxiserfahrung, Zertifikate belegen sie formal, Soft Skills ergänzen sie. Alle drei gehören in den Lebenslauf, aber getrennt und konkret benannt.

Hard Skills

  • Pädiatrische Anamnese, Untersuchung und Differenzialdiagnostik
  • Durchführung und Befundung der U- und J-Früherkennungsuntersuchungen
  • STIKO-konforme Impfberatung und Impfdokumentation
  • Sonografie einschließlich Säuglingshüfte, Abdomen und Schilddrüse
  • Neonatologische Erstversorgung und Reanimation von Früh- und Neugeborenen
  • Entwicklungsdiagnostik und Anwendung standardisierter Testverfahren
  • Erkennung und Einleitung von Maßnahmen bei Kindeswohlgefährdung
  • Pharmakotherapie bei Kindern und Jugendlichen einschließlich Off-Label-Use
  • Dokumentation, Arztbriefschreibung und Abrechnung nach EBM/GOÄ

Zertifikate

  • Approbation als Ärztin oder Arzt nach § 3 BÄO
  • Facharztanerkennung für Kinder- und Jugendmedizin der zuständigen Landesärztekammer
  • 80-Stunden-Kurs Psychosomatische Grundversorgung gemäß § 4 Abs. 8 MWBO
  • Schwerpunktkompetenz optional, z. B. Neonatologie, Kinder- und Jugend-Kardiologie oder Kinder- und Jugend-Hämatologie und -Onkologie (je 24 zusätzliche Monate)
  • Reanimationskurs für Neugeborene/Kinder (z. B. Newborn Life Support, Paediatric Life Support)
  • Sonografie-Kurse mit DEGUM-Zertifizierung, pädiatrischer Schwerpunkt
  • Fachkunde Kinderschutz/Kinderschutzmedizin (institutionsabhängiges Zusatzangebot)

Soft Skills

  • Einfühlungsvermögen im Umgang mit Kindern, Jugendlichen und besorgten Eltern
  • Ruhige, altersgerechte Kommunikation in belastenden oder akuten Situationen
  • Belastbarkeit im Bereitschafts-, Nacht- und Wochenenddienst
  • Entscheidungsfähigkeit bei kindlichen Notfällen unter Zeitdruck
  • Teamfähigkeit in interdisziplinären Teams (Pflege, Therapie, Jugendhilfe)
  • Geduld und Beobachtungsgabe bei nonverbalen oder unklaren Symptomen

Werdegang und Gehalt als Kinderarzt/-ärztin (Pädiater) im Überblick

Wege in die RolleDer Weg zum Facharzt/zur Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin (umgangssprachlich Kinderarzt/Kinderärztin, auch Pädiater/in) beginnt wie bei jedem ärztlichen Beruf mit der Approbation: Nach § 3 der Bundesärzteordnung (BÄO) setzt sie ein Studium der Humanmedizin von mindestens sechs Jahren und 5.500 Stunden voraus, geregelt in der Approbationsordnung für Ärzte (ÄApprO 2002, zuletzt geändert 2023), mit den drei Abschnitten der Ärztlichen Prüfung und einem 48-wöchigen Praktischen Jahr (diese Grundlagen sind bereits in der Basisrolle Arzt/Ärztin primärquellenverifiziert dokumentiert und werden hier nicht wiederholt). Erst nach der Approbation beginnt die eigentliche Facharztweiterbildung Kinder- und Jugendmedizin, die wie alle Facharztweiterbildungen nicht bundeseinheitlich, sondern durch die Weiterbildungsordnung (WBO) der jeweils zuständigen Landesärztekammer geregelt wird; die (Muster-)Weiterbildungsordnung (MWBO) der Bundesärztekammer hat dabei nur empfehlenden Charakter. Nach der MWBO (Stand 03.07.2026, Kapitel Gebiet Kinder- und Jugendmedizin) dauert die Facharztweiterbildung 60 Monate unter Befugnis an Weiterbildungsstätten. Davon müssen mindestens 6 Monate in der intensivmedizinischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen abgeleistet werden; bis zu 12 Monate können zum Kompetenzerwerb in anderen Gebieten angerechnet werden. Zusätzlich verlangt die aktuelle MWBO einen 80-Stunden-Kurs Psychosomatische Grundversorgung nach § 4 Abs. 8 MWBO. Die Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Nordrhein (WBO 2020 i. d. F. 2022, unabhängig primärquellenverifiziert) bestätigt dieselbe Kernstruktur - 60 Monate, davon 6 Monate Pflicht-Intensivmedizin, bis zu 12 Monate Anrechnung anderer Gebiete -, nennt in der geprüften Fassung jedoch keinen gesonderten Psychosomatik-Kurs; vermutlich ein Fassungsunterschied, da Landesärztekammern MWBO-Änderungen zeitversetzt umsetzen. Die Weiterbildungsinhalte sind kompetenzbasiert in rund 130 Einzelpunkten gegliedert, unter anderem Entwicklungs- und Sozialpädiatrie, Neonatologie (Primärversorgung und Reanimation von Früh- und Neugeborenen, Basisbeatmung), Jugendmedizin (Pubertätsdiagnostik, Notfallkontrazeption), Erkennung und Einleitung von Maßnahmen bei Kindeswohlgefährdung, Notfall- und Intensivmedizin sowie Prävention einschließlich der Früherkennungsuntersuchungen mit festen Richtzahlen (30 im Säuglingsalter U2-U6, 30 im Kindesalter U7-U9, 5 im Schul- und Jugendalter, z. B. J1) und umfangreichen Sonografie-Richtzahlen (u. a. 200 Untersuchungen der Säuglingshüfte, 200 des Abdomens, je 100 der Nieren und des Gehirns). Auf der Facharztweiterbildung bauen neun fakultative Schwerpunktkompetenzen auf, die jeweils zusätzlich 24 Monate strukturierte Weiterbildung an einer befugten Weiterbildungsstätte erfordern: Kinder- und Jugend-Kardiologie, Neonatologie und Neuropädiatrie sind längerfristig etablierte Schwerpunkte; Kinder- und Jugend-Endokrinologie und -Diabetologie, Kinder- und Jugend-Gastroenterologie, Kinder- und Jugend-Hämatologie und -Onkologie, Kinder- und Jugend-Nephrologie, Kinder- und Jugend-Pneumologie sowie Kinder- und Jugend-Rheumatologie wurden laut dem in der MWBO-PDF dokumentierten Änderungsprotokoll erst durch den 129. Deutschen Ärztetag 2025 (Beschluss IIIa-01, Vorstandsbeschluss der Bundesärztekammer vom 03.07.2025) von Zusatz-Weiterbildungen zu vollwertigen Schwerpunktkompetenzen aufgewertet. Eigenständig davon zu unterscheiden ist die Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie: Sie ist ein eigenes, ebenfalls 60-monatiges Facharztgebiet und keine Schwerpunktkompetenz der Kinder- und Jugendmedizin. Die Weiterbildung endet mit der Facharztprüfung, einer mündlichen Prüfung vor dem Prüfungsausschuss der zuständigen Landesärztekammer. Mit der Anerkennung als Facharzt/Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin ist die Facharztbezeichnung Kinderarzt/Kinderärztin beziehungsweise Kinder- und Jugendarzt/-ärztin führbar. Wer als Vertragsarzt/-ärztin gesetzlich Versicherte ambulant behandeln will, benötigt zusätzlich die Eintragung in das Arztregister der Kassenärztlichen Vereinigung und die Zulassung durch den Zulassungsausschuss (§§ 3, 18 Ärzte-ZV) - dieselben Anforderungen wie bei jeder anderen Facharztrichtung.
GehaltsspanneVier unabhängige Quellen, bewusst nicht gemittelt. Tarifvertrag für Ärztinnen und Ärzte (institutionelle Hauptquelle, Fachärzt:in-Stufe Ä2, Stufe 1): TV-Ärzte/VKA ab 01.06.2026 mit 7.552,19 Euro/Monat (hochgerechnet 90.626 Euro/Jahr ohne Jahressonderzahlung), TV-Ärzte/TdL ab 01.04.2026 mit 7.645,72 Euro/Monat (91.749 Euro/Jahr); der Tarifvertrag differenziert dabei nicht nach Fachrichtung, nur nach Karrierestufe, hinzu kommen Dienstzulagen. GEHALT.de nennt für Kinderarzt/-ärztin einen Median von 8.164 Euro brutto im Monat beziehungsweise hochgerechnet 97.968 Euro im Jahr, mit einem unteren Quartil von 6.866 Euro und einem oberen Quartil von 9.707 Euro monatlich; auffällig ist ein im Quelltext ausgewiesenes Stichdatum vom 15.05.2020, also rund sechs Jahre alt. StepStone weist bundesweit einen Median von 90.200 Euro im Jahr aus, mit einer Spanne von 78.500 bis 102.300 Euro, regional in Großstädten teils deutlich höher (z. B. Stuttgart Median 97.000 Euro). Glassdoor nennt ein Durchschnittsgehalt von 78.600 Euro im Jahr (38 Euro/Stunde), mit einer typischen Spanne von 75.925 Euro (25. Perzentil) bis 87.575 Euro (75. Perzentil) und bis zu 89.323 Euro (90. Perzentil), basierend auf 32 auf der Plattform hinterlegten Gehaltsangaben. Tarif und StepStone-Median liegen mit rund 90 bis 92 Tausend Euro eng beieinander, gehalt.de rund 7 bis 8 Tausend Euro darüber, Glassdoor rund 12 Tausend Euro darunter.

Was verdient man als Kinderarzt/-ärztin (Pädiater)? Die Quellen im Vergleich

Gehaltsportale kommen für denselben Beruf zu deutlich unterschiedlichen Werten, weil sie unterschiedlich erheben. Wir stellen sie deshalb nebeneinander, statt einen Durchschnitt zu bilden.

Die Quellen liegen 19.368 € auseinander. Diese Differenz ist kein Fehler, sondern Folge unterschiedlicher Erhebungsmethoden und Stichproben. Nutze die Werte als Spanne, nicht als Punktwert, und prüfe im Gespräch, worauf sich eine genannte Zahl bezieht.

Alle Angaben Bruttojahresgehalt, abgerufen am 14. August 2026.

Dos & Don'ts für den Kinderarzt/-ärztin (Pädiater)-Lebenslauf

Do

  • Approbation, Facharztanerkennung Kinder- und Jugendmedizin und ggf. Schwerpunktkompetenz klar und prüfbar im Lebenslauf ausweisen
  • Weiterbildungsstand präzise angeben: absolvierte Monate, Rotationen (z. B. Neonatologie, pädiatrische Intensivstation) und noch fehlende Abschnitte
  • Erfahrung mit den U- und J-Untersuchungen sowie STIKO-Impfschema konkret benennen
  • Sonografie- und sonstige Untersuchungszahlen nennen, wo belegbar (z. B. Anzahl Säuglingshüft-Sonografien)
  • Zusatzqualifikationen wie Reanimationskurse, DEGUM-Zertifizierung oder Kinderschutz-Fachkunde mit ausstellender Stelle und Jahr aufführen
  • Erfahrung im interdisziplinären Kinderschutz sachlich und ohne Fallbezug beschreiben

Don't

  • Die Bezeichnung Kinderarzt/-ärztin führen, bevor die Facharztanerkennung durch die Landesärztekammer vorliegt
  • Approbation und Facharztanerkennung sprachlich gleichsetzen
  • Schwerpunktkompetenzen (z. B. Neonatologie, Kinder-Kardiologie) als bereits erworben angeben, ohne die zusätzliche 24-monatige Weiterbildung abgeschlossen zu haben
  • Patientenbezogene Details oder Fallbeispiele nennen, die gegen die Schweigepflicht verstoßen könnten, besonders bei Kinderschutzfällen
  • Untersuchungs- oder Impfzahlen schätzen oder aufrunden, ohne dass sie durch Logbuch oder Dokumentation gedeckt sind
  • Kinder- und Jugendmedizin mit Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie verwechseln - es handelt sich um zwei getrennte Facharztgebiete

Häufige Fragen zum Lebenslauf als Kinderarzt/-ärztin (Pädiater)

Ist Kinderarzt/-ärztin eine eigene Ausbildung?

Nein. Kinderarzt/-ärztin ist die umgangssprachliche Bezeichnung für den Facharzt/die Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin und setzt wie jede andere Facharztrichtung zunächst die Approbation nach einem mindestens sechsjährigen Medizinstudium voraus. Erst danach folgt die eigentliche, mehrjährige Facharztweiterbildung. Es handelt sich also um eine Spezialisierung innerhalb des Arztberufs, keine eigenständige Ausbildung neben dem Medizinstudium.

Wie lange dauert die Facharztweiterbildung Kinder- und Jugendmedizin?

Nach der (Muster-)Weiterbildungsordnung der Bundesärztekammer dauert sie 60 Monate, also fünf Jahre, unter Befugnis an anerkannten Weiterbildungsstätten. Davon müssen mindestens 6 Monate in der intensivmedizinischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen abgeleistet werden. Bis zu 12 Monate können zum Kompetenzerwerb in anderen Gebieten angerechnet werden. Verbindlich ist letztlich immer die Weiterbildungsordnung der zuständigen Landesärztekammer, die von der Musterordnung im Detail abweichen kann.

Was sind Schwerpunktkompetenzen wie Neonatologie oder Kinder-Kardiologie?

Auf der Facharztweiterbildung Kinder- und Jugendmedizin bauen neun fakultative Schwerpunktkompetenzen auf, die jeweils zusätzlich 24 Monate strukturierte Weiterbildung erfordern, etwa Neonatologie, Kinder- und Jugend-Kardiologie oder Kinder- und Jugend-Hämatologie und -Onkologie. Fünf dieser neun Schwerpunkte (u. a. Kinder- und Jugend-Endokrinologie und -Diabetologie, Kinder- und Jugend-Gastroenterologie) wurden erst 2025 vom Deutschen Ärztetag von einfachen Zusatz-Weiterbildungen zu vollwertigen Schwerpunktkompetenzen aufgewertet.

Ist Kinder- und Jugendpsychiatrie dasselbe wie Kinder- und Jugendmedizin?

Nein. Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie ist ein eigenständiges, ebenfalls 60-monatiges Facharztgebiet mit eigener Weiterbildungsordnung und eigener Gebietsdefinition. Es handelt sich nicht um eine Schwerpunktkompetenz der Kinder- und Jugendmedizin, auch wenn beide Fachrichtungen Kinder und Jugendliche behandeln und in der Praxis eng zusammenarbeiten.

Wie viel verdient ein Kinderarzt / eine Kinderärztin?

Die Angaben streuen deutlich und werden bewusst nicht gemittelt: Der Tarifvertrag für Ärztinnen und Ärzte weist für die Fachärzt:in-Stufe je nach Tarifgebiet rund 90.600 bis 91.700 Euro im Jahr aus (Stufe 1, ohne Zulagen). StepStone nennt bundesweit einen Median von 90.200 Euro, GEHALT.de 97.968 Euro und Glassdoor im Schnitt 78.600 Euro im Jahr. Die tatsächliche Vergütung hängt stark von Anstellungsform (Klinik, Praxis, Selbstständigkeit), Region und Berufserfahrung ab.

Quellen

  1. (Muster-)Weiterbildungsordnung (MWBO), Stand 03.07.2026 - Gebiet Kinder- und Jugendmedizin (Facharzt- und Schwerpunktkompetenzen, Dokumenteninformation/Änderungsprotokoll), Bundesärztekammer, abgerufen am 2026-08-14
  2. Weiterbildungsordnung, 14. Gebiet Kinder- und Jugendmedizin (WBO 2020 i. d. F. 2022), Ärztekammer Nordrhein, abgerufen am 2026-08-14
  3. Kinderarzt/-ärztin - Gehalt & Beruf, gehalt.de, abgerufen am 2026-08-14
  4. Kinderarzt/ärztin Gehälter in Deutschland, StepStone, abgerufen am 2026-08-14
  5. Gehalt: Kinderarzt, Glassdoor, abgerufen am 2026-08-14
  6. Bundesärzteordnung (BÄO) und Approbationsordnung für Ärzte (ÄApprO 2002) - referenziert aus Baserow Tabelle 2244, Zeile 153 (arzt), nicht erneut recherchiert, Bundesministerium der Justiz / juris, abgerufen am 2026-08-09

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Herausgegeben von Lebenslauf Studio

Zuletzt aktualisiert am 14.08.2026