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Lebenslauf Muster Arbeitsmediziner/in

Vorlage, Beispiel und Formulierungen

Arbeitsmediziner beziehungsweise Arbeitsmedizinerin ist die Facharztbezeichnung für das Gebiet Arbeitsmedizin nach der Weiterbildungsordnung der zuständigen Landesärztekammer. Voraussetzung ist wie bei jedem Facharzttitel zunächst die Approbation als Arzt oder Ärztin nach § 3 der Bundesärzteordnung (siehe Beruf Arzt/Ärztin). Die anschließende Facharztweiterbildung Arbeitsmedizin dauert nach der (Muster-)Weiterbildungsordnung der Bundesärztekammer (MWBO 2018, Stand 03.07.2026) 60 Monate unter Befugnis an Weiterbildungsstätten, wovon 24 Monate in anderen Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung abgeleistet werden müssen; hinzu kommen 360 Stunden Kurs-Weiterbildung in Arbeitsmedizin/Betriebsmedizin gemäß § 4 Abs. 8 MWBO. Die Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Nordrhein (WBO 2020 i. d. F. 2022) übernimmt diese Eckwerte wortgleich. Das Gebiet umfasst laut MWBO-Gebietsdefinition 'als präventivmedizinisches Fach die Wechselbeziehungen zwischen Arbeits- und Lebenswelten einerseits sowie Gesundheit und Krankheiten andererseits' - von Gefährdungsbeurteilung über arbeitsmedizinische Vorsorge bis zur Begutachtung von Berufskrankheiten und berufsfördernder Rehabilitation. Zur Abgrenzung wichtig: 'Arbeitsmediziner/in' ist die Facharztbezeichnung selbst und damit breiter einsetzbar als nur die betriebliche Tätigkeit - sie qualifiziert auch für Berufsgenossenschaften/Unfallversicherungsträger, überbetriebliche arbeitsmedizinische Dienste, Rehabilitationseinrichtungen, den öffentlichen Gesundheitsdienst, Gutachtenwesen sowie Forschung und Lehre. Die betriebliche Funktion 'Betriebsarzt/-ärztin' (§§ 2, 4 ASiG) ist demgegenüber keine eigene Facharztbezeichnung, sondern eine Bestellung, die über zwei gesetzlich gleichrangige Qualifikationswege erreichbar ist: entweder die Facharztweiterbildung Arbeitsmedizin selbst, oder - nach § 3 DGUV Vorschrift 2 - die kürzere Zusatzbezeichnung Betriebsmedizin auf Basis eines beliebigen anderen Facharztgebiets der unmittelbaren Patientenversorgung. Jede Fachärztin und jeder Facharzt für Arbeitsmedizin erfüllt automatisch die Fachkunde-Voraussetzung für eine Bestellung als Betriebsarzt/-ärztin nach § 4 ASiG - umgekehrt ist aber nicht jede bestellte Betriebsärztin beziehungsweise jeder bestellte Betriebsarzt Facharzt beziehungsweise Fachärztin für Arbeitsmedizin.

Zuletzt aktualisiert am

Maria Beispiel
Arbeitsmediziner/in
0170 1234567maria.beispiel@mail.de50667 Kölngeb. 14.03.1992

Profil

Fachärztin für Arbeitsmedizin mit mehrjähriger Erfahrung in der arbeitsmedizinischen Betreuung wechselnder Betriebe über einen überbetrieblichen arbeitsmedizinischen Dienst sowie in der Begutachtung von Berufskrankheiten für einen gesetzlichen Unfallversicherungsträger. Schwerpunkte liegen in der arbeitsmedizinischen Vorsorge nach ArbMedVV, der Gefährdungsbeurteilung unterschiedlicher Branchen, der toxikologischen und arbeitsphysiologischen Bewertung von Arbeitsplätzen sowie der wissenschaftlich begründeten Gutachtenerstellung bei Verdacht auf Berufskrankheiten. Erfahrung in der Beratung von Geschäftsführungen, Betriebsräten und Fachkräften für Arbeitssicherheit in unterschiedlichen Branchen sowie in der Anleitung von Ärztinnen und Ärzten in Weiterbildung. Sicher im Umgang mit arbeitsmedizinischen Vorsorgekartei-Systemen, dem Berufskrankheiten-Feststellungsverfahren nach SGB VII und psychometrischen Analyseverfahren zur Gefährdungsbeurteilung. Gesucht wird eine Position mit erweiterter fachlicher und gegebenenfalls gutachterlicher Verantwortung im Bereich Arbeitsmedizin.

Berufserfahrung

2021 - heute
Fachärztin für Arbeitsmedizin
Überbetrieblicher arbeitsmedizinischer Dienst, mehrere Standorte
  • Arbeitsmedizinische Vorsorge (Pflicht-, Angebots- und Wunschvorsorge) nach ArbMedVV für wechselnde Kundenbetriebe unterschiedlicher Branchen
  • Gefährdungsbeurteilungen und Betriebsbegehungen inklusive Bewertung von Lärm-, Klima- und Gefahrstoffexposition
  • Toxikologische Beratung und Biomonitoring am Arbeitsplatz
  • Mitwirkung im Feststellungsverfahren für Berufskrankheiten nach SGB VII, inklusive wissenschaftlich begründeter Gutachtenerstellung
  • Beratung von Geschäftsführungen, Betriebsräten und Fachkräften für Arbeitssicherheit in bis zu 15 betreuten Betrieben
2016 - 2021
Ärztin in Weiterbildung Arbeitsmedizin
Institut für Arbeits- und Sozialmedizin einer Universitätsklinik
  • 60-monatige Facharztweiterbildung Arbeitsmedizin nach der Weiterbildungsordnung der zuständigen Landesärztekammer
  • 24 Monate Rotation in Innerer Medizin zum Erwerb der Kompetenzen der unmittelbaren Patientenversorgung
  • 36 Monate arbeitsmedizinische Praxis unter Befugnis, unter anderem Vorsorgeuntersuchungen, Betriebsbegehungen und Zusammenhangsgutachten
  • 360 Stunden Kurs-Weiterbildung Arbeitsmedizin/Betriebsmedizin gemäß § 4 Abs. 8 MWBO
  • Abschluss der Weiterbildung mit bestandener Facharztprüfung vor der Landesärztekammer

Ausbildung

2016 - 2021
Fachärztin für Arbeitsmedizin (Weiterbildung nach WBO der Landesärztekammer)
Landesärztekammer / Institut für Arbeitsmedizin, Universitätsklinik
  • 60 Monate Weiterbildungszeit unter Befugnis an Weiterbildungsstätten, davon 24 Monate in einem Gebiet der unmittelbaren Patientenversorgung
  • 360 Stunden Kurs-Weiterbildung in Arbeitsmedizin/Betriebsmedizin
  • Abschluss mit mündlicher Facharztprüfung vor dem Prüfungsausschuss der Landesärztekammer
2010 - 2016
Studium der Humanmedizin, Approbation als Ärztin
Universität
  • Regelstudienzeit von sechs Jahren nach § 3 BÄO (siehe Beruf Arzt/Ärztin für Details zu Approbation und ÄApprO)
  • Praktisches Jahr über 48 Wochen in Innerer Medizin, Chirurgie und einem Wahlfach

Kenntnisse

Arbeitsmedizinische Vorsorge nach ArbMedVVSehr gut
Gefährdungsbeurteilung und BetriebsbegehungSehr gut
Arbeitstoxikologie und BiomonitoringSehr gut
Begutachtung von Berufskrankheiten (SGB VII)Gut
Arbeitsphysiologie und ErgonomieGut
Psychologische und psychometrische Analyseverfahren zur GefährdungsbeurteilungGrundkenntnisse

Sprachen

DeutschMuttersprache
EnglischC1, verhandlungssicher inklusive Fachliteratur
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Maria Beispiel
Arbeitsmediziner/in
0170 1234567maria.beispiel@mail.de50667 Kölngeb. 14.03.1992

Profil

Fachärztin für Arbeitsmedizin mit mehrjähriger Erfahrung in der arbeitsmedizinischen Betreuung wechselnder Betriebe über einen überbetrieblichen arbeitsmedizinischen Dienst sowie in der Begutachtung von Berufskrankheiten für einen gesetzlichen Unfallversicherungsträger. Schwerpunkte liegen in der arbeitsmedizinischen Vorsorge nach ArbMedVV, der Gefährdungsbeurteilung unterschiedlicher Branchen, der toxikologischen und arbeitsphysiologischen Bewertung von Arbeitsplätzen sowie der wissenschaftlich begründeten Gutachtenerstellung bei Verdacht auf Berufskrankheiten. Erfahrung in der Beratung von Geschäftsführungen, Betriebsräten und Fachkräften für Arbeitssicherheit in unterschiedlichen Branchen sowie in der Anleitung von Ärztinnen und Ärzten in Weiterbildung. Sicher im Umgang mit arbeitsmedizinischen Vorsorgekartei-Systemen, dem Berufskrankheiten-Feststellungsverfahren nach SGB VII und psychometrischen Analyseverfahren zur Gefährdungsbeurteilung. Gesucht wird eine Position mit erweiterter fachlicher und gegebenenfalls gutachterlicher Verantwortung im Bereich Arbeitsmedizin.

Berufserfahrung

2021 - heute
Fachärztin für Arbeitsmedizin
Überbetrieblicher arbeitsmedizinischer Dienst, mehrere Standorte
  • Arbeitsmedizinische Vorsorge (Pflicht-, Angebots- und Wunschvorsorge) nach ArbMedVV für wechselnde Kundenbetriebe unterschiedlicher Branchen
  • Gefährdungsbeurteilungen und Betriebsbegehungen inklusive Bewertung von Lärm-, Klima- und Gefahrstoffexposition
  • Toxikologische Beratung und Biomonitoring am Arbeitsplatz
  • Mitwirkung im Feststellungsverfahren für Berufskrankheiten nach SGB VII, inklusive wissenschaftlich begründeter Gutachtenerstellung
  • Beratung von Geschäftsführungen, Betriebsräten und Fachkräften für Arbeitssicherheit in bis zu 15 betreuten Betrieben
2016 - 2021
Ärztin in Weiterbildung Arbeitsmedizin
Institut für Arbeits- und Sozialmedizin einer Universitätsklinik
  • 60-monatige Facharztweiterbildung Arbeitsmedizin nach der Weiterbildungsordnung der zuständigen Landesärztekammer
  • 24 Monate Rotation in Innerer Medizin zum Erwerb der Kompetenzen der unmittelbaren Patientenversorgung
  • 36 Monate arbeitsmedizinische Praxis unter Befugnis, unter anderem Vorsorgeuntersuchungen, Betriebsbegehungen und Zusammenhangsgutachten
  • 360 Stunden Kurs-Weiterbildung Arbeitsmedizin/Betriebsmedizin gemäß § 4 Abs. 8 MWBO
  • Abschluss der Weiterbildung mit bestandener Facharztprüfung vor der Landesärztekammer

Ausbildung

2016 - 2021
Fachärztin für Arbeitsmedizin (Weiterbildung nach WBO der Landesärztekammer)
Landesärztekammer / Institut für Arbeitsmedizin, Universitätsklinik
  • 60 Monate Weiterbildungszeit unter Befugnis an Weiterbildungsstätten, davon 24 Monate in einem Gebiet der unmittelbaren Patientenversorgung
  • 360 Stunden Kurs-Weiterbildung in Arbeitsmedizin/Betriebsmedizin
  • Abschluss mit mündlicher Facharztprüfung vor dem Prüfungsausschuss der Landesärztekammer
2010 - 2016
Studium der Humanmedizin, Approbation als Ärztin
Universität
  • Regelstudienzeit von sechs Jahren nach § 3 BÄO (siehe Beruf Arzt/Ärztin für Details zu Approbation und ÄApprO)
  • Praktisches Jahr über 48 Wochen in Innerer Medizin, Chirurgie und einem Wahlfach

Kenntnisse

Arbeitsmedizinische Vorsorge nach ArbMedVVSehr gut
Gefährdungsbeurteilung und BetriebsbegehungSehr gut
Arbeitstoxikologie und BiomonitoringSehr gut
Begutachtung von Berufskrankheiten (SGB VII)Gut
Arbeitsphysiologie und ErgonomieGut
Psychologische und psychometrische Analyseverfahren zur GefährdungsbeurteilungGrundkenntnisse

Sprachen

DeutschMuttersprache
EnglischC1, verhandlungssicher inklusive Fachliteratur

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Profil

Fachärztin für Arbeitsmedizin mit mehrjähriger Erfahrung in der arbeitsmedizinischen Betreuung wechselnder Betriebe über einen überbetrieblichen arbeitsmedizinischen Dienst sowie in der Begutachtung von Berufskrankheiten für einen gesetzlichen Unfallversicherungsträger. Schwerpunkte liegen in der arbeitsmedizinischen Vorsorge nach ArbMedVV, der Gefährdungsbeurteilung unterschiedlicher Branchen, der toxikologischen und arbeitsphysiologischen Bewertung von Arbeitsplätzen sowie der wissenschaftlich begründeten Gutachtenerstellung bei Verdacht auf Berufskrankheiten. Erfahrung in der Beratung von Geschäftsführungen, Betriebsräten und Fachkräften für Arbeitssicherheit in unterschiedlichen Branchen sowie in der Anleitung von Ärztinnen und Ärzten in Weiterbildung. Sicher im Umgang mit arbeitsmedizinischen Vorsorgekartei-Systemen, dem Berufskrankheiten-Feststellungsverfahren nach SGB VII und psychometrischen Analyseverfahren zur Gefährdungsbeurteilung. Gesucht wird eine Position mit erweiterter fachlicher und gegebenenfalls gutachterlicher Verantwortung im Bereich Arbeitsmedizin.

Berufserfahrung

2021 - heute

Fachärztin für Arbeitsmedizin

Überbetrieblicher arbeitsmedizinischer Dienst, mehrere Standorte

  • Arbeitsmedizinische Vorsorge (Pflicht-, Angebots- und Wunschvorsorge) nach ArbMedVV für wechselnde Kundenbetriebe unterschiedlicher Branchen
  • Gefährdungsbeurteilungen und Betriebsbegehungen inklusive Bewertung von Lärm-, Klima- und Gefahrstoffexposition
  • Toxikologische Beratung und Biomonitoring am Arbeitsplatz
  • Mitwirkung im Feststellungsverfahren für Berufskrankheiten nach SGB VII, inklusive wissenschaftlich begründeter Gutachtenerstellung
  • Beratung von Geschäftsführungen, Betriebsräten und Fachkräften für Arbeitssicherheit in bis zu 15 betreuten Betrieben

2016 - 2021

Ärztin in Weiterbildung Arbeitsmedizin

Institut für Arbeits- und Sozialmedizin einer Universitätsklinik

  • 60-monatige Facharztweiterbildung Arbeitsmedizin nach der Weiterbildungsordnung der zuständigen Landesärztekammer
  • 24 Monate Rotation in Innerer Medizin zum Erwerb der Kompetenzen der unmittelbaren Patientenversorgung
  • 36 Monate arbeitsmedizinische Praxis unter Befugnis, unter anderem Vorsorgeuntersuchungen, Betriebsbegehungen und Zusammenhangsgutachten
  • 360 Stunden Kurs-Weiterbildung Arbeitsmedizin/Betriebsmedizin gemäß § 4 Abs. 8 MWBO
  • Abschluss der Weiterbildung mit bestandener Facharztprüfung vor der Landesärztekammer

Werdegang

2016 - 2021

Fachärztin für Arbeitsmedizin (Weiterbildung nach WBO der Landesärztekammer)

Landesärztekammer / Institut für Arbeitsmedizin, Universitätsklinik

2010 - 2016

Studium der Humanmedizin, Approbation als Ärztin

Universität

Kenntnisse

  • Arbeitsmedizinische Vorsorge nach ArbMedVVSehr gut
  • Gefährdungsbeurteilung und BetriebsbegehungSehr gut
  • Arbeitstoxikologie und BiomonitoringSehr gut
  • Begutachtung von Berufskrankheiten (SGB VII)Gut
  • Arbeitsphysiologie und ErgonomieGut
  • Psychologische und psychometrische Analyseverfahren zur GefährdungsbeurteilungGrundkenntnisse

Sprachen

  • DeutschMuttersprache
  • EnglischC1, verhandlungssicher inklusive Fachliteratur

Tätigkeiten im Lebenslauf formulieren: Arbeitsmediziner/in

Arbeitsmedizinische Vorsorge und Diagnostik

  • Durchführung von Pflicht-, Angebots- und Wunschvorsorgeuntersuchungen nach der ArbMedVV
  • Eignungs- und Tauglichkeitsuntersuchungen einschließlich verkehrsmedizinischer Fragestellungen
  • Berufsanamnese mit Erhebung berufsbezogener Risiken und Symptome
  • Apparative Diagnostik zur Bewertung der Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit (EKG, Lungenfunktion, Ergometrie)

Gefährdungsbeurteilung und Prävention

  • Betriebs- und Arbeitsplatzbegehungen sowie Gefährdungsbeurteilungen einschließlich psychischer Belastungen
  • Beurteilung von Arbeitsumgebungsfaktoren wie Lärm, Klima, Beleuchtung und Gefahrstoffen
  • Beratung zur Arbeitsplatzgestaltung, Ergonomie und Auswahl persönlicher Schutzausrüstung
  • Beratung im Rahmen des Mutterschutzgesetzes und zu besonderen Beschäftigungsgruppen

Begutachtung und Berufskrankheiten

  • Meldung des Verdachts von Berufskrankheiten gemäß SGB VII
  • Mitwirkung am Feststellungsverfahren für Berufskrankheiten
  • Erstellung finaler und kausaler Gutachten einschließlich Zusammenhangsgutachten
  • Toxikologische Bewertung chemischer Belastungen und Beanspruchungen

Beratung, Rehabilitation und Wissenschaft

  • Beratung zum betrieblichen Eingliederungsmanagement einschließlich individueller Einzelmaßnahmen
  • Beratung zur medizinischen, arbeitsplatzbezogenen und sozialen Rehabilitation
  • Beratung von Arbeitgebern, Beschäftigten und Interessenvertretungen bei arbeitsbedingter Gesundheitsgefährdung
  • Mitwirkung an Forschung, Lehre und der Weiterentwicklung arbeitsmedizinischer Konzepte

Welche Kenntnisse gehören in den Lebenslauf als Arbeitsmediziner/in?

Fachliche Kenntnisse zeigen sofort die Praxiserfahrung, Zertifikate belegen sie formal, Soft Skills ergänzen sie. Alle drei gehören in den Lebenslauf, aber getrennt und konkret benannt.

Hard Skills

  • Arbeitsmedizinische Vorsorge nach der ArbMedVV inklusive Eignungs- und Tauglichkeitsuntersuchungen
  • Gefährdungsbeurteilung von Arbeitsplätzen und Arbeitsumgebungsfaktoren
  • Arbeitstoxikologie, Biomonitoring und Ambient Monitoring am Arbeitsplatz
  • Berufskrankheiten-Diagnostik, Meldeverfahren und Begutachtung nach SGB VII/BKV
  • Arbeitsphysiologie und Grundlagen der Epidemiologie und Statistik
  • Kenntnis des dualen Arbeitsschutzsystems (Staat und Träger der Gesetzlichen Unfallversicherung)
  • Betriebliches Eingliederungsmanagement und Rehabilitationsberatung
  • Psychologische und psychometrische Analyseverfahren zur Gefährdungsbeurteilung

Zertifikate

  • Approbation als Ärztin oder Arzt nach § 3 BÄO
  • Facharztanerkennung 'Arbeitsmedizin' der zuständigen Landesärztekammer (60 Monate Weiterbildung, 360 Stunden Kurs-Weiterbildung)
  • Ggf. Zertifizierung als Gutachter/in für arbeitsmedizinische Zusammenhangsbegutachtung (z. B. DGAUM-Akademie)
  • Fachkunde Strahlenschutz nach Strahlenschutzverordnung (je nach Einsatzbereich)
  • Verkehrsmedizinische Qualifikation für Eignungsuntersuchungen (z. B. G25/G37)

Soft Skills

  • Beratungskompetenz gegenüber Geschäftsführung, Betriebsrat und Behörden auf Augenhöhe
  • Wissenschaftliche Sorgfalt und Nachvollziehbarkeit bei der Gutachtenerstellung
  • Unabhängigkeit und Standfestigkeit im fachlichen Urteil
  • Interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Fachkräften für Arbeitssicherheit und Sozialversicherungsträgern
  • Kommunikationsstärke bei der Aufklärung und Schulung unterschiedlicher Zielgruppen
  • Präventionsorientiertes, nicht rein kuratives Denken

Werdegang und Gehalt als Arbeitsmediziner/in im Überblick

Wege in die RolleDer Weg zur Fachärztin beziehungsweise zum Facharzt für Arbeitsmedizin beginnt wie bei jedem Arztberuf mit der Approbation nach § 3 der Bundesärzteordnung (Studium der Humanmedizin, mindestens sechs Jahre, 5.500 Stunden; siehe Beruf Arzt/Ärztin für die vollständige Dokumentation von Approbation und ÄApprO 2002 - hier nicht wiederholt). Anschließend folgt die Facharztweiterbildung Arbeitsmedizin, primärquellenverifiziert über die aktuelle (Muster-)Weiterbildungsordnung 2018 der Bundesärztekammer (Stand 03.07.2026) sowie die inhaltsgleiche, aktuell gültige Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Nordrhein (WBO 2020 i. d. F. 2022): 60 Monate Arbeitsmedizin unter Befugnis an Weiterbildungsstätten, davon müssen 24 Monate in anderen Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung (in der Praxis meist Innere Medizin oder Allgemeinmedizin) abgeleistet werden; die verbleibenden 36 Monate entfallen auf arbeitsmedizinische Praxis im engeren Sinn. Hinzu kommen 360 Stunden Kurs-Weiterbildung gemäß § 4 Abs. 8 MWBO in Arbeitsmedizin/Betriebsmedizin. Die MWBO definiert das Gebiet als präventivmedizinisches Fach mit Schwerpunkten auf Gefährdungsbeurteilung, arbeitsmedizinischer Vorsorge, Prävention arbeitsbedingter Erkrankungen und Berufskrankheiten sowie berufsfördernder Rehabilitation; zu den mit Richtzahlen hinterlegten Ausbildungsinhalten zählt unter anderem die 'wissenschaftlich begründete Gutachtenerstellung' (Richtzahl 10). Die Weiterbildung endet mit der Facharztprüfung vor der zuständigen Landesärztekammer. Bemerkenswert an der Weiterbildungsordnung selbst: Sie definiert die kürzere Zusatz-Weiterbildung Betriebsmedizin (Facharztanerkennung in einem beliebigen Gebiet der unmittelbaren Patientenversorgung plus dieselben 360 Kursstunden plus 1.200 Stunden betriebsärztliche Tätigkeit unter Befugnis) ausdrücklich als 'integralen Bestandteil der Weiterbildung zum Facharzt für Arbeitsmedizin' - die direkte 60-monatige Facharztweiterbildung ist damit der umfassendere der beiden Wege zur arbeitsmedizinischen Fachkunde nach § 4 ASiG i. V. m. § 3 DGUV Vorschrift 2 (Details zur betrieblichen Funktion und zum zweiten Qualifikationsweg siehe Rolle Betriebsarzt/-ärztin).
GehaltsspanneInstitutioneller Rahmen: Für angestellte Fachärztinnen und Fachärzte für Arbeitsmedizin an Kliniken oder deren arbeitsmedizinischen Instituten gelten grundsätzlich dieselben Tarifverträge wie für andere Klinikärzte (siehe Beruf Arzt/Ärztin): TV-Ärzte/VKA (Tabelle ab 01.06.2026, Ä2 Facharzt Stufe 1: 7.552,19 Euro/Monat, entspricht 90.626 Euro/Jahr) beziehungsweise TV-Ärzte/TdL (Tabelle ab 01.04.2026, Ä2 Facharzt Stufe 1: 7.645,72 Euro/Monat, entspricht 91.749 Euro/Jahr). Diese Tarife gelten nur für den Teil der Fachärztinnen und Fachärzte für Arbeitsmedizin, die in Klinik- beziehungsweise Institutsträgerschaft angestellt sind; ein erheblicher Teil arbeitet stattdessen bei Berufsgenossenschaften/Unfallversicherungsträgern, überbetrieblichen arbeitsmedizinischen Diensten oder Industriekonzernen mit eigenen, meist außertariflichen Vergütungsstrukturen. Portalseitig ist die eigenständige Datenlage für den Facharzttitel 'Arbeitsmediziner/in' deutlich dünner als für die Funktionsbezeichnung 'Betriebsarzt/-ärztin': gehalt.de und StepStone wurden geprüft, zeigen aber vollständiges strukturelles Pooling mit der Rolle Betriebsarzt/-ärztin (identischer Datensatz, teils identische URL) und wurden deshalb nicht eigenständig gezählt. Zwei eigenständig verifizierte Quellen bleiben: talent.com nennt für 'Arbeitsmediziner' (eigene, von Betriebsarzt getrennte Profilseite, JSON-LD-Datensatz per curl verifiziert) ein Perzentilband von 48.000 Euro (10. Perzentil) über 84.000 Euro (25. Perzentil) und 90.000 Euro (Median) bis 114.400 Euro (75. Perzentil) und 117.760 Euro (90. Perzentil) Jahresbrutto - spürbar breiter gestreut als die für die Schwesterrolle Betriebsarzt/-ärztin dokumentierten talent.com-Werte (Median 87.180 Euro, P10 81.840 Euro bis P90 107.040 Euro), plausibel erklärbar durch einen größeren Anteil an Gutachter- und Leitungsfunktionen im weiter gefassten Facharzttitel. medi-karriere.de (Seitentitel 'Arbeitsmediziner/Betriebsmediziner Gehalt 2026', Quellen laut Seite Bundesagentur für Arbeit und Gehalt.de, Stand 21.10.2025) nennt für 'Arbeitsmediziner/in' einen Median von 8.383 Euro im Monat (100.596 Euro im Jahr) bei einer Spanne von 6.428 Euro (Minimum) bis 9.967 Euro (Maximum) monatlich; eine separate Geschlechtervergleichstabelle derselben Seite zeigt auffällig identische Werte von 6.750 Euro für Minimum, Median und Maximum - ein Hinweis auf eine zu geringe Datenbasis für diese Detailtabelle, weshalb nur der Haupt-Median übernommen wurde.

Was verdient man als Arbeitsmediziner/in? Die Quellen im Vergleich

Gehaltsportale kommen für denselben Beruf zu deutlich unterschiedlichen Werten, weil sie unterschiedlich erheben. Wir stellen sie deshalb nebeneinander, statt einen Durchschnitt zu bilden.

Die Quellen liegen 10.596 € auseinander. Diese Differenz ist kein Fehler, sondern Folge unterschiedlicher Erhebungsmethoden und Stichproben. Nutze die Werte als Spanne, nicht als Punktwert, und prüfe im Gespräch, worauf sich eine genannte Zahl bezieht.

Alle Angaben Bruttojahresgehalt, abgerufen am 14. August 2026.

Dos & Don'ts für den Arbeitsmediziner/in-Lebenslauf

Do

  • Klar angeben, dass 'Arbeitsmediziner/in' die Facharztbezeichnung ist (60-monatige Weiterbildung) und nicht automatisch eine betriebliche Bestellung als Betriebsarzt bedeutet
  • Konkrete Einsatzfelder benennen (Betrieb, Berufsgenossenschaft, überbetrieblicher Dienst, Rehabilitation, Gutachtenwesen) statt pauschal 'Betriebsarzt' zu schreiben
  • Weiterbildungsstand präzise angeben: absolvierte Monate, Rotationen, Kursstunden, noch fehlende Abschnitte
  • Gutachterliche Erfahrung mit konkreten Fallzahlen oder Themenschwerpunkten belegen, wo vorhanden
  • Approbation und Facharztanerkennung mit ausstellender Landesärztekammer nennen

Don't

  • Den Facharzttitel 'Arbeitsmediziner/in' nicht unreflektiert mit der betrieblichen Funktion 'Betriebsarzt/-ärztin' gleichsetzen, ohne den Unterschied zu erläutern
  • Die kürzere Zusatzbezeichnung Betriebsmedizin nicht als gleichwertig zur vollen 60-monatigen Facharztweiterbildung Arbeitsmedizin darstellen, wenn tatsächlich nur Ersteres vorliegt
  • Patientenbezogene Details aus arbeitsmedizinischen Untersuchungen oder Gutachten nicht nennen - ärztliche Schweigepflicht gilt uneingeschränkt
  • Gehaltsangaben aus stark gepoolten Portalquellen (z. B. gehalt.de) nicht unkommentiert als eigenständigen Beleg ausgeben
  • Tarifgehälter für Klinikärzte nicht unkommentiert als Gehalt für alle Arbeitsmediziner/innen darstellen - viele Arbeitgeber vergüten außertariflich

Häufige Fragen zum Lebenslauf als Arbeitsmediziner/in

Was ist der Unterschied zwischen Arbeitsmediziner/in und Betriebsarzt/-ärztin?

Arbeitsmediziner/in ist die Facharztbezeichnung fuer das Gebiet Arbeitsmedizin - das Ergebnis einer 60-monatigen Weiterbildung nach der Weiterbildungsordnung der zustaendigen Landesaerztekammer. Betriebsarzt/-aerztin ist dagegen keine Facharztbezeichnung, sondern eine betriebliche Funktion: die Bestellung durch einen Arbeitgeber nach Paragraf 2 ASiG. Nach Paragraf 4 ASiG in Verbindung mit Paragraf 3 DGUV Vorschrift 2 fuehrt sowohl die Facharztbezeichnung Arbeitsmedizin als auch die kuerzere Zusatzbezeichnung Betriebsmedizin (aufbauend auf einem beliebigen anderen Facharztgebiet) zur arbeitsmedizinischen Fachkunde, die fuer eine Bestellung als Betriebsarzt noetig ist. Jede Fachaerztin und jeder Facharzt fuer Arbeitsmedizin kann also als Betriebsarzt bestellt werden, aber nicht jede bestellte Betriebsaerztin bzw. jeder bestellte Betriebsarzt fuehrt den Facharzttitel Arbeitsmedizin.

Wie lange dauert die Facharztweiterbildung Arbeitsmedizin?

Nach der aktuellen (Muster-)Weiterbildungsordnung 2018 der Bundesaerztekammer (Stand 03.07.2026) dauert die Weiterbildung 60 Monate unter Befugnis an Weiterbildungsstaetten. Davon muessen 24 Monate in anderen Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung abgeleistet werden, meist Innere Medizin oder Allgemeinmedizin; die restlichen 36 Monate entfallen auf arbeitsmedizinische Praxis. Zusaetzlich sind 360 Stunden Kurs-Weiterbildung in Arbeitsmedizin/Betriebsmedizin vorgeschrieben. Die aktuell gueltige Weiterbildungsordnung der Aerztekammer Nordrhein (WBO 2020 i.d.F. 2022) uebernimmt diese Eckwerte wortgleich. Abschluss ist die Facharztpruefung vor der Landesaerztekammer.

Kann man Arbeitsmediziner/in sein, ohne als Betriebsarzt zu arbeiten?

Ja. Die MWBO-Gebietsdefinition beschreibt Arbeitsmedizin als praeventivmedizinisches Fach mit einem breiteren Aufgabenspektrum als nur der betrieblichen Taetigkeit: dazu zaehlen ausdruecklich auch die Begutachtung arbeits- und umweltbedingter Erkrankungen und Berufskrankheiten sowie die berufsfoerdernde Rehabilitation. In der Praxis arbeiten Arbeitsmediziner/innen unter anderem bei Berufsgenossenschaften und Unfallversicherungstraegern (Begutachtung), in Rehabilitationseinrichtungen, im oeffentlichen Gesundheitsdienst sowie in Forschung und Lehre - nicht nur als bestellte Betriebsaerztin oder bestellter Betriebsarzt in einzelnen Unternehmen.

Was ist der Unterschied zwischen der Facharztweiterbildung Arbeitsmedizin und der Zusatzbezeichnung Betriebsmedizin?

Beide fuehren zur arbeitsmedizinischen Fachkunde nach Paragraf 4 ASiG, sind aber unterschiedlich aufgebaut. Die Facharztweiterbildung Arbeitsmedizin ist ein eigenstaendiger, 60-monatiger Weg direkt ab der Approbation. Die Zusatzbezeichnung Betriebsmedizin setzt dagegen eine bereits vorhandene Facharztanerkennung in einem beliebigen Gebiet der unmittelbaren Patientenversorgung voraus und verlangt zusaetzlich dieselben 360 Kursstunden plus 1.200 Stunden betriebsaerztliche Taetigkeit unter Befugnis. Die Weiterbildungsordnung bezeichnet die Zusatz-Weiterbildung Betriebsmedizin woertlich als integralen Bestandteil der Weiterbildung zum Facharzt fuer Arbeitsmedizin - der direkte Facharztweg ist damit der umfassendere der beiden Wege.

Was verdient man als Arbeitsmediziner/in?

Die Datenlage ist uneinheitlich, weil mehrere Gehaltsportale den Facharzttitel mit der Funktionsbezeichnung Betriebsarzt oder der Zusatzbezeichnung Betriebsmediziner poolen. Als institutioneller Rahmen gelten fuer angestellte Fachaerztinnen und Fachaerzte in Klinik- oder Institutstraegerschaft die TV-Aerzte-Tarife (Ä2 Facharzt, rund 90.600 bis 91.700 Euro im Jahr). talent.com nennt fuer eine eigenstaendige Arbeitsmediziner-Profilseite einen Median von 90.000 Euro im Jahr bei einer Spanne von 48.000 bis 117.760 Euro; medi-karriere.de nennt rund 100.600 Euro im Jahr. Viele Arbeitsmediziner/innen bei Berufsgenossenschaften, ueberbetrieblichen Diensten oder Industriekonzernen werden ausserdem aussertariflich vergütet.

Quellen

  1. Gesetz über Betriebsärzte, Sicherheitsingenieure und andere Fachkräfte für Arbeitssicherheit (ASiG), §§ 2, 4, Bundesministerium der Justiz / juris, gesetze-im-internet.de, abgerufen am 2026-08-14
  2. DGUV Vorschrift 2, § 3 Arbeitsmedizinische Fachkunde, BG Holz und Metall (BGHM), DGUV-Regelwerk, abgerufen am 2026-08-14
  3. (Muster-)Weiterbildungsordnung 2018, Facharzt/Fachärztin für Arbeitsmedizin (S. 35-43) und Zusatz-Weiterbildung Betriebsmedizin (S. 345 ff.), Stand 03.07.2026, Bundesärztekammer, abgerufen am 2026-08-14
  4. Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Nordrhein, WBO 2020 i. d. F. 2022, Gebiet Arbeitsmedizin (S. 34) und Zusatz-Weiterbildung Betriebsmedizin (S. 333), Ärztekammer Nordrhein, abgerufen am 2026-08-14
  5. Arbeitsmediziner Gehalt in Deutschland - Durchschnittsgehalt, talent.com, abgerufen am 2026-08-14
  6. Arbeitsmediziner/Betriebsmediziner Gehalt 2026 in Deutschland, medi-karriere.de, abgerufen am 2026-08-14

Der Content wurde mit Hilfe von KI erstellt, vor allem in der Recherche und Vorformulierung. Prüfung und Abnahme durch unsere Redaktion.

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Herausgegeben von Lebenslauf Studio

Zuletzt aktualisiert am 14.08.2026