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Lebenslauf Muster Denkmalpfleger/in

Vorlage, Beispiel und Formulierungen

Denkmalpfleger/innen sorgen dafür, dass denkmalgeschützte Gebäude, Ensembles und Bodenfunde fachgerecht erhalten, dokumentiert und saniert werden: Sie erstellen Bauforschung und Zustandskartierungen, begleiten Genehmigungsverfahren nach dem jeweiligen Landesdenkmalschutzgesetz und beraten Eigentümer/innen sowie Behörden. Es ist kein Ausbildungsberuf mit Verordnung und keine gesetzlich geschützte Berufsbezeichnung. Der Zugang führt über einen von drei parallelen Wegen: ein Architektur- oder Bauingenieurstudium mit Aufbaustudium Denkmalpflege, ein Studium der Kunstgeschichte oder Archäologie mit anschließendem wissenschaftlichem Volontariat an einer Denkmalbehörde, oder den Aufstieg aus dem Handwerk über die Weiterbildung "Geprüfte/r Restaurator/in im Handwerk". Zuständig für Genehmigungen sind je nach Bundesland unterschiedlich organisierte untere, obere und oberste Denkmalschutzbehörden - Landesrecht, keine Bundesregelung. Festangestellte verdienen je nach Quelle im Median zwischen rund 37.000 und 42.000 Euro brutto im Jahr, ein erheblicher Teil arbeitet im öffentlichen Dienst nach TVöD/TV-L.

Zuletzt aktualisiert am

Maria Beispiel
Denkmalpfleger/in
0170 1234567maria.beispiel@mail.de50667 Kölngeb. 14.03.1992

Profil

Kunsthistorikerin mit Master Denkmalpflege und abgeschlossenem wissenschaftlichem Volontariat, seit mehreren Jahren als Gebietsreferentin bei einem Landesamt für Denkmalpflege tätig. Ich verantworte die fachliche Begleitung von Sanierungs- und Restaurierungsvorhaben an Bau- und Kunstdenkmälern in mehreren Landkreisen, erarbeite Stellungnahmen zu Erlaubnisanträgen nach dem Landesdenkmalschutzgesetz und berate Eigentümer/innen zu denkmalgerechten Lösungen. Sicher in der Bauforschung, historischen Bauaufnahme und wissenschaftlichen Dokumentation, routiniert in der Abstimmung mit unteren Denkmalschutzbehörden, Architektur- und Bauphysikbüros sowie Restaurierungshandwerk.

Berufserfahrung

seit 09/2021
Gebietsreferentin Denkmalpflege
Landesamt für Denkmalpflege, Sachsen
  • Fachliche Zuständigkeit für die Bau- und Kunstdenkmalpflege in mehreren Landkreisen, enge Abstimmung mit den jeweiligen unteren Denkmalschutzbehörden
  • Bauforschung und historische Bauaufnahme vor Sanierungsmaßnahmen an Baudenkmälern
  • Erarbeitung fachlicher Stellungnahmen zu Erlaubnisanträgen nach dem Landesdenkmalschutzgesetz
  • Beratung von Eigentümer/innen denkmalgeschützter Gebäude zu Sanierungskonzepten und Fördermöglichkeiten
  • Zusammenarbeit mit Architektur-, Bauphysik- und Tragwerksplanungsbüros bei denkmalgerechten Sanierungsprojekten
09/2019 - 08/2021
Wissenschaftliche Volontärin
Landesamt für Denkmalpflege, Sachsen
  • Zweijähriges wissenschaftliches Volontariat im Bereich Baudenkmalpflege, vergütet mit Unterhaltsbeihilfe
  • Mitwirkung an der Inventarisation denkmalgeschützter Objekte (Zeichnungen, Fotodokumentation, Archivrecherche)
  • Begleitung von Unterschutzstellungsverfahren und Abstimmung mit unteren Denkmalschutzbehörden
  • Mitarbeit an einer Fachpublikation zur Sanierungsgeschichte eines innerstädtischen Ensembles

Ausbildung

2013 - 2016
Bachelor of Arts Kunstgeschichte
Universität Leipzig
  • Nebenfach Archäologie, Schwerpunkt Architektur- und Stadtbaugeschichte
  • Praktikum bei einer unteren Denkmalschutzbehörde
2016 - 2019
Master of Arts Denkmalpflege - Heritage Conservation
Otto-Friedrich-Universität Bamberg
  • Konsekutiver Masterstudiengang, 120 ECTS, Zulassung über einschlägige Kunstgeschichte-ECTS aus dem Erststudium
  • Vertiefung Bau- und Kunstdenkmalpflege sowie Denkmalrecht
  • Masterarbeit zur denkmalgerechten Sanierung eines Fachwerkensembles
2019 - 2021
Wissenschaftliches Volontariat
Landesamt für Denkmalpflege, Sachsen
  • Praxisnahe Einstiegsqualifikation als faktische Voraussetzung für die Festanstellung bei einer Landesdenkmalpflege
  • Rotation durch Bau-, Kunst- und Bodendenkmalpflege

Kenntnisse

Bauforschung und historische BauaufnahmeSehr gut
Denkmalrechtliche GenehmigungsverfahrenSehr gut
Wissenschaftliche Dokumentation und InventarisationGut
Kunst-/bauhistorische ObjektbewertungGut
Beratung von Eigentümer/innen und BehördenSehr gut
Grundlagen Bauphysik im historischen BestandGrundlagen

Sprachen

DeutschMuttersprache
EnglischB2, gut in Wort und Schrift
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Maria Beispiel
Denkmalpfleger/in
0170 1234567maria.beispiel@mail.de50667 Kölngeb. 14.03.1992

Profil

Kunsthistorikerin mit Master Denkmalpflege und abgeschlossenem wissenschaftlichem Volontariat, seit mehreren Jahren als Gebietsreferentin bei einem Landesamt für Denkmalpflege tätig. Ich verantworte die fachliche Begleitung von Sanierungs- und Restaurierungsvorhaben an Bau- und Kunstdenkmälern in mehreren Landkreisen, erarbeite Stellungnahmen zu Erlaubnisanträgen nach dem Landesdenkmalschutzgesetz und berate Eigentümer/innen zu denkmalgerechten Lösungen. Sicher in der Bauforschung, historischen Bauaufnahme und wissenschaftlichen Dokumentation, routiniert in der Abstimmung mit unteren Denkmalschutzbehörden, Architektur- und Bauphysikbüros sowie Restaurierungshandwerk.

Berufserfahrung

seit 09/2021
Gebietsreferentin Denkmalpflege
Landesamt für Denkmalpflege, Sachsen
  • Fachliche Zuständigkeit für die Bau- und Kunstdenkmalpflege in mehreren Landkreisen, enge Abstimmung mit den jeweiligen unteren Denkmalschutzbehörden
  • Bauforschung und historische Bauaufnahme vor Sanierungsmaßnahmen an Baudenkmälern
  • Erarbeitung fachlicher Stellungnahmen zu Erlaubnisanträgen nach dem Landesdenkmalschutzgesetz
  • Beratung von Eigentümer/innen denkmalgeschützter Gebäude zu Sanierungskonzepten und Fördermöglichkeiten
  • Zusammenarbeit mit Architektur-, Bauphysik- und Tragwerksplanungsbüros bei denkmalgerechten Sanierungsprojekten
09/2019 - 08/2021
Wissenschaftliche Volontärin
Landesamt für Denkmalpflege, Sachsen
  • Zweijähriges wissenschaftliches Volontariat im Bereich Baudenkmalpflege, vergütet mit Unterhaltsbeihilfe
  • Mitwirkung an der Inventarisation denkmalgeschützter Objekte (Zeichnungen, Fotodokumentation, Archivrecherche)
  • Begleitung von Unterschutzstellungsverfahren und Abstimmung mit unteren Denkmalschutzbehörden
  • Mitarbeit an einer Fachpublikation zur Sanierungsgeschichte eines innerstädtischen Ensembles

Ausbildung

2013 - 2016
Bachelor of Arts Kunstgeschichte
Universität Leipzig
  • Nebenfach Archäologie, Schwerpunkt Architektur- und Stadtbaugeschichte
  • Praktikum bei einer unteren Denkmalschutzbehörde
2016 - 2019
Master of Arts Denkmalpflege - Heritage Conservation
Otto-Friedrich-Universität Bamberg
  • Konsekutiver Masterstudiengang, 120 ECTS, Zulassung über einschlägige Kunstgeschichte-ECTS aus dem Erststudium
  • Vertiefung Bau- und Kunstdenkmalpflege sowie Denkmalrecht
  • Masterarbeit zur denkmalgerechten Sanierung eines Fachwerkensembles
2019 - 2021
Wissenschaftliches Volontariat
Landesamt für Denkmalpflege, Sachsen
  • Praxisnahe Einstiegsqualifikation als faktische Voraussetzung für die Festanstellung bei einer Landesdenkmalpflege
  • Rotation durch Bau-, Kunst- und Bodendenkmalpflege

Kenntnisse

Bauforschung und historische BauaufnahmeSehr gut
Denkmalrechtliche GenehmigungsverfahrenSehr gut
Wissenschaftliche Dokumentation und InventarisationGut
Kunst-/bauhistorische ObjektbewertungGut
Beratung von Eigentümer/innen und BehördenSehr gut
Grundlagen Bauphysik im historischen BestandGrundlagen

Sprachen

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Profil

Kunsthistorikerin mit Master Denkmalpflege und abgeschlossenem wissenschaftlichem Volontariat, seit mehreren Jahren als Gebietsreferentin bei einem Landesamt für Denkmalpflege tätig. Ich verantworte die fachliche Begleitung von Sanierungs- und Restaurierungsvorhaben an Bau- und Kunstdenkmälern in mehreren Landkreisen, erarbeite Stellungnahmen zu Erlaubnisanträgen nach dem Landesdenkmalschutzgesetz und berate Eigentümer/innen zu denkmalgerechten Lösungen. Sicher in der Bauforschung, historischen Bauaufnahme und wissenschaftlichen Dokumentation, routiniert in der Abstimmung mit unteren Denkmalschutzbehörden, Architektur- und Bauphysikbüros sowie Restaurierungshandwerk.

Berufserfahrung

seit 09/2021

Gebietsreferentin Denkmalpflege

Landesamt für Denkmalpflege, Sachsen

  • Fachliche Zuständigkeit für die Bau- und Kunstdenkmalpflege in mehreren Landkreisen, enge Abstimmung mit den jeweiligen unteren Denkmalschutzbehörden
  • Bauforschung und historische Bauaufnahme vor Sanierungsmaßnahmen an Baudenkmälern
  • Erarbeitung fachlicher Stellungnahmen zu Erlaubnisanträgen nach dem Landesdenkmalschutzgesetz
  • Beratung von Eigentümer/innen denkmalgeschützter Gebäude zu Sanierungskonzepten und Fördermöglichkeiten
  • Zusammenarbeit mit Architektur-, Bauphysik- und Tragwerksplanungsbüros bei denkmalgerechten Sanierungsprojekten

09/2019 - 08/2021

Wissenschaftliche Volontärin

Landesamt für Denkmalpflege, Sachsen

  • Zweijähriges wissenschaftliches Volontariat im Bereich Baudenkmalpflege, vergütet mit Unterhaltsbeihilfe
  • Mitwirkung an der Inventarisation denkmalgeschützter Objekte (Zeichnungen, Fotodokumentation, Archivrecherche)
  • Begleitung von Unterschutzstellungsverfahren und Abstimmung mit unteren Denkmalschutzbehörden
  • Mitarbeit an einer Fachpublikation zur Sanierungsgeschichte eines innerstädtischen Ensembles

Werdegang

2013 - 2016

Bachelor of Arts Kunstgeschichte

Universität Leipzig

2016 - 2019

Master of Arts Denkmalpflege - Heritage Conservation

Otto-Friedrich-Universität Bamberg

2019 - 2021

Wissenschaftliches Volontariat

Landesamt für Denkmalpflege, Sachsen

Kenntnisse

  • Bauforschung und historische BauaufnahmeSehr gut
  • Denkmalrechtliche GenehmigungsverfahrenSehr gut
  • Wissenschaftliche Dokumentation und InventarisationGut
  • Kunst-/bauhistorische ObjektbewertungGut
  • Beratung von Eigentümer/innen und BehördenSehr gut
  • Grundlagen Bauphysik im historischen BestandGrundlagen

Sprachen

  • DeutschMuttersprache
  • EnglischB2, gut in Wort und Schrift

Tätigkeiten im Lebenslauf formulieren: Denkmalpfleger/in

Bau- und Kunstdenkmalpflege

  • Bauforschung und historische Bauaufnahme denkmalgeschützter Gebäude durchgeführt
  • Archivrecherche nach Originalplänen und historischen Quellen zur Vorbereitung von Restaurierungsmaßnahmen
  • Zustands- und Schadenskartierung an historischer Bausubstanz erstellt
  • Denkmalgerechte Sanierungs- und Restaurierungskonzepte mit Kostenschätzung erarbeitet

Genehmigungsverfahren & Verwaltung

  • Fachliche Stellungnahmen zu Erlaubnisanträgen nach Landesdenkmalschutzrecht erarbeitet
  • Abstimmung mit unterer und oberer Denkmalschutzbehörde bei Sanierungs- und Neubauvorhaben im Umfeld von Denkmälern
  • Unterschutzstellungsverfahren fachlich begleitet und dokumentiert
  • Denkmalpflegerische Belange als Träger öffentlicher Belange in Bauleitplanverfahren eingebracht

Dokumentation & Wissenschaft

  • Zeichnungen und Fotodokumentation historischer Befunde für die Inventarisation erstellt
  • Wissenschaftliche Inventarisation denkmalgeschützter Objekte durchgeführt
  • Fachartikel, Vorträge und Exkursionen für die denkmalpflegerische Öffentlichkeitsarbeit erarbeitet

Beratung & Kommunikation

  • Eigentümer/innen denkmalgeschützter Objekte zu rechtlichen Vorgaben und Sanierungsmöglichkeiten beraten
  • Verhandlungen mit Bauämtern und Kommunen zu Erhaltungsmaßnahmen geführt
  • Fördermittelberatung zu Denkmalschutz-Absetzungen und Zuschussprogrammen unterstützt

Zusammenarbeit mit anderen Fachdisziplinen

  • Koordination mit Architektur-, Bauphysik- und Tragwerksplanungsbüros über die gesamte Sanierungsplanung
  • Sicherung und Begleitung archäologischer Bodenfunde auf Baustellen organisiert
  • Abstimmung mit Restaurator/innen im Handwerk bei der praktischen Ausführung von Restaurierungsarbeiten

Welche Kenntnisse gehören in den Lebenslauf als Denkmalpfleger/in?

Fachliche Kenntnisse zeigen sofort die Praxiserfahrung, Zertifikate belegen sie formal, Soft Skills ergänzen sie. Alle drei gehören in den Lebenslauf, aber getrennt und konkret benannt.

Hard Skills

  • Bauforschung und historische Bauaufnahme
  • Archivrecherche zu Originalplänen und historischen Quellen
  • Zustands- und Schadenskartierung an historischer Bausubstanz
  • Denkmalgerechte Sanierungs- und Restaurierungsplanung
  • Verwaltungsverfahren nach Landesdenkmalschutzrecht (Erlaubnis-, Unterschutzstellungsverfahren)
  • Kunst- und bauhistorische Objektbewertung
  • Wissenschaftliche Dokumentation (Zeichnungen, Fotografie, Inventarisation)
  • Grundkenntnisse Bauphysik und Statik im historischen Kontext

Zertifikate

  • Wissenschaftliches Volontariat an einem Landesamt/einer Denkmalbehörde (häufige faktische Einstellungsvoraussetzung im öffentlichen Dienst)
  • Master Denkmalpflege bzw. Aufbaustudium (z. B. Uni Bamberg, Uni Halle, RWTH Aachen)
  • Geprüfte/r Restaurator/in im Handwerk (ZDH, für den Zugang über den Handwerksmeister-Weg)
  • Mitgliedschaft in Fachverbänden (z. B. Vereinigung der Landesdenkmalpfleger in der Bundesrepublik Deutschland)

Soft Skills

  • Sorgfalt im Umgang mit historischer Bausubstanz und archäologischen Funden
  • Verhandlungsgeschick gegenüber Bauämtern, Kommunen und Eigentümer/innen
  • Gutes räumliches Vorstellungsvermögen
  • Durchsetzungsvermögen bei denkmalfachlichen Auflagen
  • Vermittlungsfähigkeit zwischen fachlichen, rechtlichen und wirtschaftlichen Interessen
  • Strukturierte, dokumentationssichere Arbeitsweise

Werdegang und Gehalt als Denkmalpfleger/in im Überblick

Wege in die Rolle„Denkmalpfleger/in" ist kein Ausbildungsberuf mit Verordnung und selbst keine gesetzlich geschützte Berufsbezeichnung (anders als „Architekt/in" oder „Stadtplaner/in"). Real und parallel vorkommend sind drei Zugangswege: (1) Ein Studium Architektur oder Bauingenieurwesen mit anschließendem Aufbaustudium Denkmalpflege, etwa der Master „Denkmalpflege – Heritage Conservation" der Universität Bamberg (M.A., 4 Semester/120 ECTS, Zulassung mit Erststudium ab 180 ECTS plus mindestens 30 ECTS aus einschlägigen Fächern, ohne NC) oder vergleichbare Programme an TU Berlin, TU Dresden, RWTH Aachen und der HAWK Hildesheim – der direkteste Weg in die bautechnisch-planerische Seite der Rolle. (2) Ein Studium Kunstgeschichte oder Archäologie mit derselben oder einer vergleichbaren Aufbauqualifikation (auch die Universität Halle öffnet ihren Master Denkmalpflege ausdrücklich für geisteswissenschaftliche Erstabschlüsse) plus einem für die Tätigkeit an einer Denkmalschutzbehörde meist erforderlichen wissenschaftlichen Volontariat (üblich zwei Jahre Vollzeit, häufig vergütet mit einer Unterhaltsbeihilfe von 50 % der Anfangsvergütung der Entgeltgruppe 13 TV-L). Wissenschaftliches Personal an Landesämtern trägt oft den Funktionstitel „Gebietsreferent/in" (bestätigt am Beispiel des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege). (3) Der Aufstieg aus der praktischen Restaurierung oder dem Handwerk: Für Handwerksmeister/innen existiert die bundesweit über die Handwerkskammern und den ZDH organisierte Weiterbildung „Geprüfte/r Restaurator/in im Handwerk" (ca. 24 Monate, rund 800 Unterrichtsstunden, als dritter berufsqualifizierender Abschluss auf einer Stufe mit akademischen Masterabschlüssen konzipiert, gefördert u. a. durch ein Stipendienprogramm der Deutschen Stiftung Denkmalschutz) – dieser Weg führt in die handwerklich-praktische Ausführungsseite, nicht in die verwaltungsrechtliche Genehmigungsseite. Die faktische Zugangskontrolle zur Rolle läuft mangels eigenem Titelschutz über die Einstellungspraxis der Denkmalschutzbehörden selbst. Landesrechtlich ist die Zuständigkeit für Genehmigungen dreistufig organisiert (unterste, obere, oberste Denkmalbehörde), aber nicht bundeseinheitlich: In Nordrhein-Westfalen sind laut DSchG NRW die Gemeinden untere Denkmalbehörden, Bezirksregierungen bzw. Landräte obere Denkmalbehörden; in Bayern sind dagegen die Landkreise und kreisfreien Städte untere, die Bezirksregierungen höhere Denkmalschutzbehörden – ein Beleg dafür, dass sich die Struktur nicht 1:1 zwischen Bundesländern überträgt.
GehaltsspanneMedian je nach Quelle zwischen ca. 36.900 EUR (StepStone) und 41.592 EUR (gehalt.de) brutto/Jahr fuer angestellte Denkmalpfleger/innen - die drei Quellen liegen fuer diese Nischenrolle vergleichsweise nah beieinander. Glassdoor nennt einen Median von rund 39.636 EUR, allerdings bei sehr schwacher Datenbasis (nur 1 gemeldetes Gehalt). Bei gehalt.de faellt die ungewoehnlich flache Progression nach Berufserfahrung auf (nur rund 1.600 EUR Unterschied zwischen Einstieg und ueber 9 Jahren Erfahrung), waehrend die Unternehmens-/Behoerdengroesse deutlich staerker ausschlaegt (39.861 EUR bei unter 100 Mitarbeitenden bis 51.758 EUR bei ueber 20.000 Mitarbeitenden). Regional durchgehend Sueddeutschland vorn (gehalt.de: Baden-Wuerttemberg 45.002 EUR). Ein erheblicher Teil der Denkmalpfleger/innen arbeitet im oeffentlichen Dienst nach TVoeD/TV-L; das wissenschaftliche Volontariat selbst wird nach geprueften Stellenausschreibungen mit 50 % der Anfangsverguetung der Entgeltgruppe 13 TV-L verguetet - die anschliessende Eingruppierung als Festangestellte/r ist nicht mit Primaerquelle belegt.

Was verdient man als Denkmalpfleger/in? Die Quellen im Vergleich

Gehaltsportale kommen für denselben Beruf zu deutlich unterschiedlichen Werten, weil sie unterschiedlich erheben. Wir stellen sie deshalb nebeneinander, statt einen Durchschnitt zu bilden.

Die Quellen liegen 4.692 € auseinander. Diese Differenz ist kein Fehler, sondern Folge unterschiedlicher Erhebungsmethoden und Stichproben. Nutze die Werte als Spanne, nicht als Punktwert, und prüfe im Gespräch, worauf sich eine genannte Zahl bezieht.

Alle Angaben Bruttojahresgehalt, abgerufen am 12. August 2026.

Dos & Don'ts für den Denkmalpfleger/in-Lebenslauf

Do

  • Konkreten Zugangsweg benennen: Studium mit Aufbaustudium Denkmalpflege, Kunstgeschichte/Archäologie plus wissenschaftliches Volontariat, oder Restaurator/in im Handwerk
  • Bearbeitete Objekttypen konkret nennen (Baudenkmal, Bodendenkmal, Gartendenkmal, bewegliches Denkmal)
  • Zusammenarbeit mit Denkmalbehörden und Genehmigungsverfahren sichtbar machen
  • Wissenschaftliches Volontariat mit Institution und Zeitraum ausweisen
  • Publikationen, Vorträge oder Öffentlichkeitsarbeit als Nachweis fachlicher Anerkennung nennen
  • Dokumentations- und Nachweismethoden konkret benennen statt pauschaler Formulierungen

Don't

  • Sich fälschlich als Träger/in einer geschützten Berufsbezeichnung darstellen - anders als bei Architekt/in gibt es diese bei Denkmalpfleger/in nicht
  • Zuständigkeiten von unterer und oberer Denkmalschutzbehörde ohne Landesbezug vermischen
  • Denkmalpflege unreflektiert mit reiner Sanierungsplanung oder Bauphysik gleichsetzen
  • Vertrauliche Eigentümer- oder Objektdaten ohne Freigabe im Lebenslauf offenlegen
  • Restaurierungsarbeiten an denkmalgeschützten Objekten so darstellen, als bestehe dabei freie Gestaltungshoheit ohne behördliche Erlaubnis

Häufige Fragen zum Lebenslauf als Denkmalpfleger/in

Ist "Denkmalpfleger/in" eine geschützte Berufsbezeichnung?

Nein. Anders als "Architekt/in" oder "Stadtplaner/in", die über die Architektengesetze der Länder titelgeschützt sind (Kammereintragung erforderlich), gibt es für "Denkmalpfleger/in" keine entsprechende Kammer, keine Eintragungsliste und kein eigenes Titelschutzgesetz. Die faktische Zugangskontrolle läuft stattdessen über die Einstellungspraxis der Denkmalschutzbehörden und Landesämter selbst: Studienabschluss plus in der Regel ein wissenschaftliches Volontariat als Voraussetzung für eine Festanstellung im öffentlichen Dienst.

Welche Ausbildungswege führen in die Rolle Denkmalpfleger/in?

Drei parallele Wege sind real: (1) ein Studium Architektur oder Bauingenieurwesen mit anschließendem Aufbaustudium Denkmalpflege (z. B. der Master "Denkmalpflege - Heritage Conservation" an der Universität Bamberg), (2) ein Studium Kunstgeschichte oder Archäologie mit demselben oder einem vergleichbaren Aufbaustudium plus einem meist zweijährigen wissenschaftlichen Volontariat an einer Denkmalbehörde oder einem Landesamt, oder (3) der Aufstieg aus der praktischen Restaurierung bzw. dem Handwerk über die bundesweite Weiterbildung "Geprüfte/r Restaurator/in im Handwerk" für Meister/innen (rund 24 Monate, ca. 800 Unterrichtsstunden, organisiert über die Handwerkskammern und den ZDH).

Wer ist als Denkmalschutzbehörde zuständig, und was hat das mit der Rolle zu tun?

Das ist Landesrecht und unterscheidet sich zwischen den Bundesländern. In Nordrhein-Westfalen sind laut DSchG NRW die Gemeinden untere Denkmalbehörden, Bezirksregierungen bzw. Landräte obere Denkmalbehörden und das zuständige Ministerium oberste Denkmalbehörde; in Bayern sind dagegen die Landkreise und kreisfreien Städte untere, die Bezirksregierungen höhere Denkmalschutzbehörden. Denkmalpfleger/innen mit wissenschaftlich-bautechnischer Qualifikation arbeiten meist bei den fachlich zuständigen Landesämtern bzw. Fachämtern (Gutachten, Beratung, Bauaufnahme), während die eigentliche hoheitliche Genehmigungsentscheidung bei der jeweiligen Denkmalbehörde liegt - beide Ebenen sind personell und fachlich eng verzahnt.

Was unterscheidet Denkmalpfleger/in von Architekt/in und Bauphysiker/in?

Architekt/innen planen und leiten breit alle Gebäudetypen, Denkmalschutz ist dort meist nur ein Teilaspekt unter vielen. Bauphysiker/innen befassen sich mit Wärme-, Schall- und Feuchteschutz ohne originären Denkmalschutzbezug. Denkmalpfleger/innen dagegen arbeiten ausschließlich an denkmalgeschützten oder -würdigen Objekten und verbinden als einzige der drei Rollen eine bau-/kunsthistorische Bestandsbewertung mit der verwaltungsrechtlichen Begleitung von Genehmigungsverfahren nach Landesdenkmalschutzrecht. Bei energetischen Sanierungen historischer Gebäude arbeiten alle drei Rollen häufig zusammen, bleiben aber eigenständige Disziplinen mit unterschiedlichem Kernauftrag.

Was verdient ein/e Denkmalpfleger/in?

Die drei recherchierten Quellen liegen für diese Nischenrolle vergleichsweise nah beieinander: gehalt.de nennt einen Median von 41.592 Euro brutto/Jahr, StepStone rund 36.900 bis 37.700 Euro (zwei leicht unterschiedliche Werte derselben Seite), Glassdoor rund 39.636 Euro - allerdings mit sehr schwacher Datenbasis (nur 1 gemeldetes Gehalt). Bei gehalt.de ist auffällig, dass die Berufserfahrung kaum Einfluss hat (nur rund 1.600 Euro Unterschied zwischen Einstieg und über 9 Jahren Erfahrung), während die Unternehmens-/Behördengröße deutlich stärker ausschlägt (rund 39.900 bis 51.800 Euro). Ein erheblicher Teil der Denkmalpfleger/innen arbeitet im öffentlichen Dienst nach TVöD/TV-L; das wissenschaftliche Volontariat selbst wird häufig mit 50 Prozent der Anfangsvergütung der Entgeltgruppe 13 TV-L vergütet.

Quellen

  1. Denkmalpflege - Heritage Conservation (Master of Arts), Otto-Friedrich-Universität Bamberg, abgerufen am 2026-08-12
  2. Denkmalpflege (Master, 120 LP), Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, abgerufen am 2026-08-12
  3. Restaurator im Handwerk, Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH), abgerufen am 2026-08-12
  4. Stipendienprogramm Restaurator im Handwerk, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, abgerufen am 2026-08-12
  5. Wissenschaftliches Volontariat, Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, abgerufen am 2026-08-12
  6. Behördenüberblick Denkmalschutz und Denkmalpflege NRW, LVR-Denkmalpflege, abgerufen am 2026-08-12
  7. Nordrhein-westfälisches Denkmalschutzgesetz (DSchG NRW), in Kraft seit 01.06.2022, Land Nordrhein-Westfalen (recht.nrw.de), abgerufen am 2026-08-12
  8. Aufgabenbereiche / Bau- und Kunstdenkmalpflege, Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege (BLfD), abgerufen am 2026-08-12
  9. Denkmalpfleger/-in » Gehalt & Beruf, gehalt.de, abgerufen am 2026-08-12
  10. Denkmalpfleger/in Gehälter in Deutschland, StepStone, abgerufen am 2026-08-12
  11. Gehälter als Denkmalpflege in Deutschland, Glassdoor, abgerufen am 2026-08-12

Der Content wurde mit Hilfe von KI erstellt, vor allem in der Recherche und Vorformulierung. Prüfung und Abnahme durch unsere Redaktion.

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Herausgegeben von Lebenslauf Studio

Zuletzt aktualisiert am 12.08.2026