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Englisch im Lebenslauf

Formulierung, Niveau und Beispiele

Gib Englisch immer mit einer konkreten Niveaustufe an – entweder nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen (A1–C2) oder mit den gängigen Kategorien von Grundkenntnisse bis Verhandlungssicher, nie nur mit „gut“ oder „fließend“ ohne Einordnung. Schätze dein Niveau realistisch ein, denn im Vorstellungsgespräch wird es häufig direkt auf Englisch geprüft. Ergänze nach Möglichkeit einen Beleg – Zertifikat, Auslandsaufenthalt oder berufliche Nutzung –, das macht die Angabe glaubwürdig.

Wie du Englisch im Lebenslauf angibst

Formulierung in der Sprachen-Zeile

  • Englisch – Verhandlungssicher (C2)
  • Englisch – Sehr gut in Wort und Schrift (C1)
  • Englisch – Gut (B2)
  • Englisch – Grundkenntnisse (A2)
  • Englisch – Muttersprache

Nachweis durch Zertifikat

  • Englisch – C1 (Cambridge Certificate in Advanced English, 2022)
  • Englisch – B2 (IELTS, Band 6.0, 2023)
  • Englisch – C2 (TOEFL iBT, 118/120, 2021)
  • Englisch – B1 (TOEIC, 785 Punkte, 2024)

Nachweis durch Berufs- oder Auslandserfahrung

  • Englisch – Verhandlungssicher (C1), tägliche Korrespondenz mit internationalen Kunden bei [Unternehmen]
  • Englisch – Gut (B2), Englisch-Leistungskurs, Abitur 2019
  • Englisch – Sehr gut (C1), einjähriger Studienaufenthalt in Melbourne, Australien
  • Englisch – Gut (B1), zweijährige Berufserfahrung in einem englischsprachigen Team

Welches Niveau bei Englisch angeben?

Grundkenntnisse (A1–A2)Du verstehst einfache, langsam gesprochene Sätze zu vertrauten Themen wie Familie, Einkaufen oder Wegbeschreibung und kannst dich mit kurzen, einfachen Wendungen verständigen. Du kannst ein Formular ausfüllen oder eine kurze Notiz schreiben. Für ein Fachgespräch, ein Kundentelefonat oder eine Verhandlung reicht dieses Niveau nicht.
Gut (B1–B2)Du kommst im Alltag und in vertrauten beruflichen Situationen zurecht: Du verstehst die Hauptpunkte in einem Meeting zu bekannten Themen, schreibst E-Mails und kurze Berichte und äußerst dich auch ohne Vorbereitung zu Themen, die dich interessieren oder mit denen du beruflich zu tun hast. Auf B2 diskutierst du zunehmend spontan und begründest deinen Standpunkt, auch wenn dir gelegentlich ein Wort fehlt.
Sehr gut (C1)Du drückst dich spontan und flüssig aus, ohne merklich nach Worten suchen zu müssen, und setzt die Sprache im Berufsleben wirksam und flexibel ein. Du verstehst lange Vorträge und komplexe Fachartikel und lieferst selbst strukturierte Präsentationen, Berichte oder Verhandlungsbeiträge auf Englisch.
Verhandlungssicher (C2)Du beteiligst dich mühelos an jeder Diskussion oder Verhandlung, verstehst auch Redewendungen, Ironie und feine Bedeutungsnuancen und drückst dich in Wort und Schrift so präzise aus, dass sprachliche Grenzen kaum auffallen. Dieses Niveau erreichst du in der Regel erst nach jahrelangem beruflichem oder privatem Einsatz der Sprache.
MutterspracheEnglisch ist deine Erstsprache oder eine gleichwertige Zweitsprache, etwa weil du zweisprachig aufgewachsen bist oder einen wesentlichen Teil deiner Schulzeit in einem englischsprachigen Land verbracht hast.

Beispielsätze für Englisch

Dos & Don'ts für Englisch im Lebenslauf

Do

  • Ordne dein Niveau ehrlich einer GER-Stufe (A1–C2) oder Kategorie (Grundkenntnisse bis Verhandlungssicher) zu.
  • Ergänze, wenn vorhanden, einen Beleg: Zertifikat mit Jahr, Auslandsaufenthalt oder berufliche Nutzung.
  • Sei darauf vorbereitet, die angegebene Stufe im Vorstellungsgespräch auf Englisch zu bestätigen.
  • Unterscheide Sprechen und Schreiben, wenn beides deutlich auseinanderliegt, z. B. „gut gesprochen, Grundkenntnisse in schriftlicher Korrespondenz“.
  • Aktualisiere die Angabe, wenn sich dein Niveau durch Job oder Auslandsaufenthalt verändert hat.

Don't

  • Schreibe nicht „verhandlungssicher“ oder „fließend“, wenn du in einem spontanen Gespräch nach wenigen Sätzen ins Stocken gerätst.
  • Verwende keine vagen Begriffe wie „gut“ oder „fortgeschritten“ ohne Einordnung in GER-Stufen.
  • Setze Schulenglisch nicht automatisch mit B2 gleich – entscheidend ist dein aktuelles Können, nicht die Abiturnote.
  • Gib ein Zertifikat nicht ohne Aussteller und Jahr an – ohne diese Angaben wirkt es unglaubwürdig.
  • Übertreibe dein Niveau nicht, nur weil die Stellenanzeige „verhandlungssicheres Englisch“ verlangt – das fliegt im Gespräch schnell auf.

Häufige Fragen zu Englisch im Lebenslauf

Muss ich ein Sprachzertifikat für Englisch nachweisen?

Nein, ein Zertifikat ist keine Pflicht. Bei hohen Niveaustufen oder wenn Englisch für die Stelle zentral ist, erhöht ein Zertifikat aber die Glaubwürdigkeit. Ohne Nachweis solltest du damit rechnen, dass dein Niveau im Gespräch geprüft wird.

Was ist der Unterschied zwischen B2 und C1?

Auf B2 kannst du dich spontan an Diskussionen zu vertrauten Themen beteiligen, suchst aber gelegentlich noch nach Worten. Auf C1 drückst du dich flüssig und fast ohne erkennbares Zögern aus und kannst die Sprache im Berufsleben flexibel einsetzen, etwa in Verhandlungen oder Präsentationen.

Zählt Schulenglisch als Grundkenntnisse?

Das kommt auf den Kurs und die Zeit seither an. Grundkurs-Englisch bis Klasse 10 liegt meist bei A2 bis B1, ein Leistungskurs bis zum Abitur eher bei B1 bis B2. Ohne regelmäßige Anwendung sinkt das Niveau mit den Jahren – gib an, was du heute tatsächlich kannst, nicht deine Abiturnote.

Wie gebe ich IELTS-, TOEFL- oder Cambridge-Ergebnisse im Lebenslauf an?

Nenne Testname, Ergebnis und Jahr, zum Beispiel „IELTS, Band 7.0, 2023“ oder „Cambridge Certificate in Advanced English, 2022“. Cambridge-Zertifikate sind lebenslang gültig, IELTS- und TOEFL-Ergebnisse gelten bei vielen Institutionen nur rund zwei Jahre als aktuell – bei älteren Ergebnissen lieber zusätzlich dein derzeitiges Niveau angeben.

Reicht die Formulierung „gutes Schulenglisch“?

Nein, das ist zu vage und wird von Personalern unterschiedlich interpretiert. Nenne stattdessen eine konkrete GER-Stufe oder die klassische Kategorie, zum Beispiel „Englisch – Gut (B1)“.

Soll ich Business English gesondert erwähnen?

Ja, wenn es für die Stelle relevant ist. Ergänze die Niveaustufe um den Kontext, etwa „Englisch – Sehr gut (C1), sicher in Verhandlungen und Präsentationen“, statt nur „Business English“ ohne Einordnung zu schreiben.

Quellen

  1. Gemeinsamer europäischer Referenzrahmen für Sprachen – Raster zur Selbstbeurteilung, Europäische Union / Europarat (Europass), abgerufen am 2026-08-14
  2. Gemeinsamer europäischer Referenzrahmen (GER), Goethe-Institut, abgerufen am 2026-08-14

Der Content wurde mit Hilfe von KI erstellt, vor allem in der Recherche und Vorformulierung. Prüfung und Abnahme durch unsere Redaktion.

Herausgegeben von Lebenslauf Studio

Zuletzt aktualisiert am 14.08.2026