Lebenslauf Studio

Schweißen im Lebenslauf

Formulierung, Niveau und Beispiele

Nennen Sie im Lebenslauf konkret, welche Schweißverfahren Sie beherrschen (z. B. MAG, WIG, E-Hand) und mit welchen Werkstoffen Sie Erfahrung haben – die pauschale Angabe „Schweißen" allein sagt Personalern nichts. Besitzen Sie eine gültige Schweißerprüfung nach DIN EN ISO 9606, gehören Verfahren, Werkstoffgruppe und Prüfdatum mit in den Lebenslauf, denn das ist in dieser Branche der eigentliche Qualifikationsnachweis.

Wie du Schweißen im Lebenslauf angibst

Verfahren

  • MAG-Schweißen (Prozess 135)
  • WIG-Schweißen (Prozess 141)
  • E-Hand-/Lichtbogenhandschweißen (Prozess 111)
  • MIG-Schweißen (Prozess 131) von Aluminium
  • Autogenschweißen und -trennen

Werkstoffe & Bauteile

  • Schweißen von unlegiertem Baustahl
  • Schweißen von Edelstahl (nichtrostender Stahl)
  • Schweißen von Aluminium und Aluminiumlegierungen
  • Schweißen von Rohrleitungen, auch in Zwangslagen
  • Schweißen von Blechkonstruktionen unterschiedlicher Materialstärke

Qualifikationen & Prüfungen

  • Gültige Schweißerprüfung nach DIN EN ISO 9606-1
  • Schweißen nach Schweißanweisung (WPS)
  • Kenntnisse der Regelwerke DIN EN 1090 / DIN EN ISO 3834
  • Sichtprüfung von Schweißnähten nach DIN EN ISO 17637

Arbeitsumfeld

  • Schweißarbeiten im Stahl- und Anlagenbau
  • Schweißarbeiten auf Baustellen, auch im Freien
  • Fachliche Anleitung von Auszubildenden
  • Umgang mit mechanisiertem Schweißen bzw. Schweißrobotern

Welches Niveau bei Schweißen angeben?

GrundkenntnisseErste praktische Erfahrung aus Ausbildung, Schule oder Praktikum. Heftschweißungen und einfache Kehlnähte nur unter Anleitung einer erfahrenen Fachkraft, keine eigene Prüfbescheinigung.
Gute KenntnisseSelbstständiges Schweißen von Standardnähten (Stumpf- und Kehlnaht) in einem Verfahren, meist MAG, an unlegiertem Stahl. Ergebnisse werden regelmäßig von der Qualitätssicherung kontrolliert.
Sehr gute KenntnisseGültige Schweißerprüfung nach DIN EN ISO 9606-1 (Stahl) oder -2 (Aluminium) in mindestens einem Verfahren, z. B. 135/MAG oder 141/WIG. Arbeitet unbeaufsichtigt, auch in anspruchsvollen Schweißpositionen (z. B. PF, Steignaht), nach Schweißanweisung (WPS).
ExpertenniveauMehrere gültige Prüfungen in unterschiedlichen Verfahren und Werkstoffgruppen (z. B. Stahl und Edelstahl), sicherer Umgang mit Regelwerken wie DIN EN 1090 für tragende Stahlbauteile, ggf. Zusatzqualifikation wie Internationaler Schweißer (IW) oder Anleitung anderer Schweißer.

Beispielsätze für Schweißen

Dos & Don'ts für Schweißen im Lebenslauf

Do

  • Konkretes Verfahren nennen (MAG, WIG, E-Hand) statt nur „Schweißen"
  • Werkstoffe angeben, mit denen Sie gearbeitet haben (Stahl, Edelstahl, Aluminium)
  • Gültige Prüfbescheinigung mit Norm, Verfahren und Datum aufführen
  • Anspruchsvolle Schweißpositionen oder Nahtformen nennen, wenn zutreffend
  • Zertifikate als Nachweis bereithalten, auch wenn sie nicht mitgeschickt werden

Don't

  • Nicht „Experte im Schweißen" schreiben, ohne das durch Prüfung oder Erfahrung zu belegen
  • Abgelaufene Prüfbescheinigung nicht als aktuell gültig ausgeben
  • Nicht jedes Verfahren auflisten, das nur einmal ausprobiert wurde
  • Prozessnummern nicht verwechseln, z. B. 135/MAG mit 141/WIG
  • Sicherheitsrelevante Einschränkungen, z. B. fehlende Prüfung für bestimmte Bauteile, nicht verschweigen

Häufige Fragen zu Schweißen im Lebenslauf

Muss ich meine Schweißerprüfung im Lebenslauf angeben?

Ja, wenn Sie eine besitzen – sie ist der wichtigste Qualifikationsnachweis in diesem Beruf. Geben Sie Norm (z. B. DIN EN ISO 9606-1), Verfahren (z. B. 135/MAG) und wenn möglich das Prüfdatum an, da Personaler und Schweißaufsichten gezielt danach filtern.

Wie lange ist eine Schweißerprüfung gültig?

Je nach Norm in der Regel zwei bis drei Jahre, wobei die Schweißaufsicht zusätzlich alle sechs Monate bestätigen muss, dass im ursprünglichen Gültigkeitsbereich weitergearbeitet wurde. Ist die Prüfung abgelaufen, geben Sie das ehrlich an, statt sie als aktuell gültig darzustellen.

Was ist der Unterschied zwischen MIG, MAG und WIG?

MAG nutzt aktives Schutzgas (CO2 oder Mischgas) und wird vor allem bei unlegiertem und legiertem Stahl eingesetzt, MIG mit inertem Gas (Argon) vor allem bei Aluminium und Edelmetallen, WIG mit einer nicht abschmelzenden Wolframelektrode für besonders saubere, hochwertige Nähte, etwa an Edelstahl oder Aluminium.

Ich habe keine Prüfbescheinigung, aber praktische Erfahrung – wie formuliere ich das?

Beschreiben Sie konkret, was Sie gemacht haben (Verfahren, Werkstoff, Bauteile), statt ein pauschales Niveau wie „fortgeschritten" anzugeben. „Praktische Erfahrung im MAG-Schweißen aus der Ausbildung" ist glaubwürdiger als eine übertriebene Selbsteinschätzung, die bei einer Schweißprobe auffliegt.

Reicht die Angabe „Schweißkenntnisse" im Lebenslauf?

Nein, das ist zu unspezifisch. Betriebe suchen gezielt nach Verfahren und Werkstoffen, weil sich Ausrüstung, Schutzgas und Anforderungen je nach Verfahren stark unterscheiden.

Zählt E-Hand-Schweißen als veraltet?

Nein, E-Hand bzw. Lichtbogenhandschweißen (Prozess 111) wird weiterhin im Stahl- und Rohrleitungsbau sowie auf Baustellen ohne Schutzgasversorgung eingesetzt und ist besonders bei Reparaturen und Arbeiten im Freien gefragt.

Quellen

  1. Schweißerprüfung, DVS – Deutscher Verband für Schweißen und verwandte Verfahren e.V., abgerufen am 2026-08-14
  2. Schweißerprüfungen – nach DIN EN ISO 9606-1 bis -5 und weitere, SLV Nord, abgerufen am 2026-08-14

Der Content wurde mit Hilfe von KI erstellt, vor allem in der Recherche und Vorformulierung. Prüfung und Abnahme durch unsere Redaktion.

Herausgegeben von Lebenslauf Studio

Zuletzt aktualisiert am 14.08.2026