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Lebenslauf Muster Luft- und Raumfahrtingenieur/in

Vorlage, Beispiel und Formulierungen

Luft- und Raumfahrtingenieur/in ist kein BBiG/HwO-Ausbildungsberuf, sondern eine akademische Rolle mit geschützter Berufsbezeichnung: "Ingenieur/in" darf laut den Ingenieurgesetzen der Bundesländer nur führen, wer ein mindestens dreijähriges natur-/ingenieurwissenschaftliches Studium abgeschlossen hat. Luft- und Raumfahrtingenieur/innen entwickeln, berechnen, konstruieren, testen und begleiten die Zulassung von Flugzeugen, Hubschraubern, Raketen, Satelliten und deren Komponenten - von Aerodynamik und Flugmechanik über Leichtbaustrukturen bis zur Antriebstechnik, unter den branchenspezifischen Auflagen der Luft- und Raumfahrt (u. a. EASA-Musterzulassung, AS9100-Qualitätsmanagement). Anders als Entwicklungsingenieur/in, die/der branchenübergreifend den gesamten Produktentwicklungsprozess verantwortet, und anders als Konstrukteur/in oder Simulationsingenieur/in, die/der sich auf CAD-Konstruktion beziehungsweise numerische Berechnung als Teilschritt spezialisiert, bündelt Luft- und Raumfahrtingenieur/in diese Tätigkeiten branchenspezifisch für Luftfahrzeuge und Raumfahrtsysteme. Der Hauptweg führt über ein dediziertes Studium der Luft- und Raumfahrttechnik, daneben führen Maschinenbau- oder Elektrotechnikstudiengänge mit entsprechender Vertiefung, duale Studiengänge bei Luftfahrtunternehmen sowie der Wechsel aus verwandten Ingenieur-Rollen in die Rolle. Je nach Quelle liegt das Bruttogehalt zwischen rund 57.000 und 79.000 Euro im Jahr; eine vierte Quelle mit deutlich niedrigerer, methodisch auffälliger Zahl wird gesondert dokumentiert.

Zuletzt aktualisiert am

Maria Beispiel
Luft- und Raumfahrtingenieur/in
0170 1234567maria.beispiel@mail.de50667 Kölngeb. 14.03.1992

Profil

Luft- und Raumfahrtingenieur mit mehrjähriger Erfahrung in der Strukturauslegung und Zulassungsbegleitung ziviler Flugzeugkomponenten. Nach dem Masterabschluss in Luft- und Raumfahrttechnik sicher in der aerodynamischen und strukturmechanischen Auslegung von Leichtbaukomponenten, in FEM-gestützten Festigkeitsnachweisen sowie in der Erstellung zulassungsrelevanter Dokumentation nach EASA-Vorgaben. Erfahrung in der interdisziplinären Zusammenarbeit mit Aerodynamik, Systemtechnik, Fertigung und Qualitätssicherung sowie im Umgang mit branchentypischer Software (CATIA V5, NASTRAN/Patran, ANSYS). Arbeitet präzise, dokumentationssicher und kommunikationsstark im internationalen, englischsprachigen Projektumfeld eines global vernetzten Luftfahrtprogramms.

Berufserfahrung

05/2021-heute
Luft- und Raumfahrtingenieur (Strukturauslegung)
Nordwind Aerostructures GmbH, Hamburg
  • Strukturmechanische Auslegung und FEM-Berechnung von CFK-Leichtbaukomponenten für zivile Flugzeugrümpfe
  • Erstellung zulassungsrelevanter Berechnungsberichte und Nachweise im Kontext der EASA-Musterzulassung
  • Abstimmung mit Aerodynamik, Systemintegration und Fertigung bei der Überführung in die Serienproduktion
  • Mitwirkung an Design Reviews und Zulassungsgesprächen mit dem Musterprüfleitwerk
09/2018-04/2021
Luft- und Raumfahrtingenieur (Berufseinstieg)
Beispiel Triebwerkstechnik AG, München
  • Mitwirkung an der Entwicklung von Turbinenschaufeln für zivile Flugzeugtriebwerke
  • Durchführung thermomechanischer FEM-Simulationen und Auswertung von Prüfstandsversuchen
  • Erstellung technischer Dokumentation nach AS9100-Qualitätsmanagementvorgaben
  • Mitarbeit in einem internationalen, englischsprachigen Entwicklungsteam

Ausbildung

10/2013-09/2016
Bachelorstudium Luft- und Raumfahrttechnik (B.Sc.)
Technische Universität Berlin
  • Grundlagen Aerodynamik, Flugmechanik, Werkstoffkunde und Strukturmechanik
  • Bachelorarbeit zur aerodynamischen Auslegung eines Tragflügelprofils
10/2016-08/2018
Masterstudium Luft- und Raumfahrttechnik, Vertiefung Strukturen und Leichtbau (M.Sc.)
Technische Universität München
  • Vertiefung Composite-Leichtbau, Finite-Elemente-Methode, Grundlagen der Musterzulassung
  • Masterarbeit in Kooperation mit einem Luftfahrtunternehmen zur Strukturoptimierung eines CFK-Bauteils
03/2018-08/2018
Praktikum Strukturauslegung
Beispiel Triebwerkstechnik AG, München
  • Mitarbeit an ersten FEM-Berechnungen und an der Vorbereitung von Prüfstandsversuchen

Kenntnisse

FEM-Simulation (z. B. NASTRAN/Patran, ANSYS)Fortgeschritten
CATIA V5 / 3D-CAD-KonstruktionFortgeschritten
Aerodynamik- und Flugmechanik-GrundlagenGut
Zulassungsdokumentation (EASA, AS9100)Gut
MATLAB/Python (Auswertung, Skripting)Fortgeschritten
MS Office / MS ProjectFortgeschritten

Sprachen

DeutschMuttersprache
EnglischVerhandlungssicher (C1, technisches Fachvokabular international)
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Lebenslauf-Editor: Luft- und Raumfahrtingenieur/in

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Maria Beispiel
Luft- und Raumfahrtingenieur/in
0170 1234567maria.beispiel@mail.de50667 Kölngeb. 14.03.1992

Profil

Luft- und Raumfahrtingenieur mit mehrjähriger Erfahrung in der Strukturauslegung und Zulassungsbegleitung ziviler Flugzeugkomponenten. Nach dem Masterabschluss in Luft- und Raumfahrttechnik sicher in der aerodynamischen und strukturmechanischen Auslegung von Leichtbaukomponenten, in FEM-gestützten Festigkeitsnachweisen sowie in der Erstellung zulassungsrelevanter Dokumentation nach EASA-Vorgaben. Erfahrung in der interdisziplinären Zusammenarbeit mit Aerodynamik, Systemtechnik, Fertigung und Qualitätssicherung sowie im Umgang mit branchentypischer Software (CATIA V5, NASTRAN/Patran, ANSYS). Arbeitet präzise, dokumentationssicher und kommunikationsstark im internationalen, englischsprachigen Projektumfeld eines global vernetzten Luftfahrtprogramms.

Berufserfahrung

05/2021-heute
Luft- und Raumfahrtingenieur (Strukturauslegung)
Nordwind Aerostructures GmbH, Hamburg
  • Strukturmechanische Auslegung und FEM-Berechnung von CFK-Leichtbaukomponenten für zivile Flugzeugrümpfe
  • Erstellung zulassungsrelevanter Berechnungsberichte und Nachweise im Kontext der EASA-Musterzulassung
  • Abstimmung mit Aerodynamik, Systemintegration und Fertigung bei der Überführung in die Serienproduktion
  • Mitwirkung an Design Reviews und Zulassungsgesprächen mit dem Musterprüfleitwerk
09/2018-04/2021
Luft- und Raumfahrtingenieur (Berufseinstieg)
Beispiel Triebwerkstechnik AG, München
  • Mitwirkung an der Entwicklung von Turbinenschaufeln für zivile Flugzeugtriebwerke
  • Durchführung thermomechanischer FEM-Simulationen und Auswertung von Prüfstandsversuchen
  • Erstellung technischer Dokumentation nach AS9100-Qualitätsmanagementvorgaben
  • Mitarbeit in einem internationalen, englischsprachigen Entwicklungsteam

Ausbildung

10/2013-09/2016
Bachelorstudium Luft- und Raumfahrttechnik (B.Sc.)
Technische Universität Berlin
  • Grundlagen Aerodynamik, Flugmechanik, Werkstoffkunde und Strukturmechanik
  • Bachelorarbeit zur aerodynamischen Auslegung eines Tragflügelprofils
10/2016-08/2018
Masterstudium Luft- und Raumfahrttechnik, Vertiefung Strukturen und Leichtbau (M.Sc.)
Technische Universität München
  • Vertiefung Composite-Leichtbau, Finite-Elemente-Methode, Grundlagen der Musterzulassung
  • Masterarbeit in Kooperation mit einem Luftfahrtunternehmen zur Strukturoptimierung eines CFK-Bauteils
03/2018-08/2018
Praktikum Strukturauslegung
Beispiel Triebwerkstechnik AG, München
  • Mitarbeit an ersten FEM-Berechnungen und an der Vorbereitung von Prüfstandsversuchen

Kenntnisse

FEM-Simulation (z. B. NASTRAN/Patran, ANSYS)Fortgeschritten
CATIA V5 / 3D-CAD-KonstruktionFortgeschritten
Aerodynamik- und Flugmechanik-GrundlagenGut
Zulassungsdokumentation (EASA, AS9100)Gut
MATLAB/Python (Auswertung, Skripting)Fortgeschritten
MS Office / MS ProjectFortgeschritten

Sprachen

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Profil

Luft- und Raumfahrtingenieur mit mehrjähriger Erfahrung in der Strukturauslegung und Zulassungsbegleitung ziviler Flugzeugkomponenten. Nach dem Masterabschluss in Luft- und Raumfahrttechnik sicher in der aerodynamischen und strukturmechanischen Auslegung von Leichtbaukomponenten, in FEM-gestützten Festigkeitsnachweisen sowie in der Erstellung zulassungsrelevanter Dokumentation nach EASA-Vorgaben. Erfahrung in der interdisziplinären Zusammenarbeit mit Aerodynamik, Systemtechnik, Fertigung und Qualitätssicherung sowie im Umgang mit branchentypischer Software (CATIA V5, NASTRAN/Patran, ANSYS). Arbeitet präzise, dokumentationssicher und kommunikationsstark im internationalen, englischsprachigen Projektumfeld eines global vernetzten Luftfahrtprogramms.

Berufserfahrung

05/2021-heute

Luft- und Raumfahrtingenieur (Strukturauslegung)

Nordwind Aerostructures GmbH, Hamburg

  • Strukturmechanische Auslegung und FEM-Berechnung von CFK-Leichtbaukomponenten für zivile Flugzeugrümpfe
  • Erstellung zulassungsrelevanter Berechnungsberichte und Nachweise im Kontext der EASA-Musterzulassung
  • Abstimmung mit Aerodynamik, Systemintegration und Fertigung bei der Überführung in die Serienproduktion
  • Mitwirkung an Design Reviews und Zulassungsgesprächen mit dem Musterprüfleitwerk

09/2018-04/2021

Luft- und Raumfahrtingenieur (Berufseinstieg)

Beispiel Triebwerkstechnik AG, München

  • Mitwirkung an der Entwicklung von Turbinenschaufeln für zivile Flugzeugtriebwerke
  • Durchführung thermomechanischer FEM-Simulationen und Auswertung von Prüfstandsversuchen
  • Erstellung technischer Dokumentation nach AS9100-Qualitätsmanagementvorgaben
  • Mitarbeit in einem internationalen, englischsprachigen Entwicklungsteam

Werdegang

10/2013-09/2016

Bachelorstudium Luft- und Raumfahrttechnik (B.Sc.)

Technische Universität Berlin

10/2016-08/2018

Masterstudium Luft- und Raumfahrttechnik, Vertiefung Strukturen und Leichtbau (M.Sc.)

Technische Universität München

03/2018-08/2018

Praktikum Strukturauslegung

Beispiel Triebwerkstechnik AG, München

Kenntnisse

  • FEM-Simulation (z. B. NASTRAN/Patran, ANSYS)Fortgeschritten
  • CATIA V5 / 3D-CAD-KonstruktionFortgeschritten
  • Aerodynamik- und Flugmechanik-GrundlagenGut
  • Zulassungsdokumentation (EASA, AS9100)Gut
  • MATLAB/Python (Auswertung, Skripting)Fortgeschritten
  • MS Office / MS ProjectFortgeschritten

Sprachen

  • DeutschMuttersprache
  • EnglischVerhandlungssicher (C1, technisches Fachvokabular international)

Tätigkeiten im Lebenslauf formulieren: Luft- und Raumfahrtingenieur/in

Konzeption & Auslegung

  • Aerodynamische und strukturmechanische Auslegung von Bauteilen und Baugruppen für Flugzeuge, Hubschrauber, Raketen oder Satelliten
  • Technische und wirtschaftliche Machbarkeitsstudien für neue Luft-/Raumfahrtkomponenten
  • Auswahl von Leichtbauwerkstoffen (z. B. CFK, Aluminium-Legierungen, Titan) nach Beanspruchung und Zulassungsanforderungen
  • Bewertung bestehender Konstruktionen auf Gewichts- und Optimierungspotenzial

Berechnung, Simulation & Test

  • FEM-Festigkeitsberechnung und CFD-Strömungssimulation von Bauteilen und Systemen
  • Planung und Auswertung von Prüfstands-, Windkanal- oder Umweltsimulationstests (Vibration, Thermal-Vakuum)
  • Validierung von Simulationsergebnissen durch Abgleich mit realen Testdaten
  • Mitwirkung an Testkampagnen bzw. Flugtests in enger Abstimmung mit Test- und Zulassungsingenieuren

Zulassung & Qualität

  • Erstellung zulassungsrelevanter technischer Dokumentation im Rahmen der EASA- bzw. FAA-Musterzulassung (Type Certification)
  • Einhaltung branchenspezifischer Qualitäts- und Prozessnormen (z. B. AS9100, ECSS für Raumfahrtprojekte)
  • Mitwirkung an Design Reviews und Zulassungsgesprächen mit Behörden bzw. benannten Stellen
  • Rückverfolgbare Dokumentation von Anforderungen, Tests und Nachweisen über den gesamten Entwicklungsprozess

Projekt- & Schnittstellenarbeit

  • Abstimmung mit Aerodynamik, Systemtechnik, Fertigung, Qualitätssicherung und Zulieferern
  • Projektplanung und -koordination in internationalen, oft englischsprachigen Entwicklungsprogrammen
  • Technische Kundenbetreuung bei Ingenieurdienstleistern und Zulieferern
  • Je nach Position fachliche oder disziplinarische Führung im Entwicklungsteam

Welche Kenntnisse gehören in den Lebenslauf als Luft- und Raumfahrtingenieur/in?

Fachliche Kenntnisse zeigen sofort die Praxiserfahrung, Zertifikate belegen sie formal, Soft Skills ergänzen sie. Alle drei gehören in den Lebenslauf, aber getrennt und konkret benannt.

Hard Skills

  • Aerodynamische und strukturmechanische Bauteil-/Systemauslegung für Luft- und Raumfahrzeuge
  • FEM-/CFD-Simulation (z. B. NASTRAN/Patran, ANSYS, ABAQUS)
  • 3D-CAD-Konstruktion, branchenüblich vor allem CATIA V5
  • Leichtbau-Werkstoffkunde (Faserverbundwerkstoffe/CFK, Aluminium- und Titanlegierungen)
  • Zulassungsdokumentation und -verfahren (EASA/FAA-Musterzulassung, ECSS für Raumfahrtprojekte)
  • Qualitätsmanagement nach AS9100
  • Mess-, Prüf- und Testmethodik (Prüfstand, Windkanal, Umweltsimulation)
  • Projektmanagement in internationalen Entwicklungsprogrammen

Zertifikate

  • Abschluss eines ingenieurwissenschaftlichen Studiums (Luft-/Raumfahrttechnik, Maschinenbau oder Elektrotechnik) - Voraussetzung für die geschützte Bezeichnung "Ingenieur/in"
  • CATIA-Zertifizierungen - optional, je nach Arbeitgeber verbreitet
  • Schulung Luftfahrt-Qualitätsmanagement (AS9100) - optional, je nach Arbeitgeber
  • Grundlagenschulung EASA-Zulassungsverfahren - optional, häufig arbeitgeberintern vermittelt
  • FEM-/Simulationssoftware-Schulungen (z. B. NASTRAN, ANSYS) - optional, je nach Spezialisierung

Soft Skills

  • Hohe Präzision und Sorgfalt - Fehler können sicherheitskritische Folgen haben
  • Ausgeprägtes analytisches und mathematisch-physikalisches Denkvermögen
  • Belastbarkeit bei komplexen, langfristigen Entwicklungs- und Zulassungsprojekten
  • Kommunikationsstärke im internationalen, englischsprachigen Projektumfeld
  • Teamfähigkeit in stark interdisziplinären Entwicklungsteams
  • Verantwortungsbewusstsein bei sicherheitsrelevanten Bauteilen und Systemen

Werdegang und Gehalt als Luft- und Raumfahrtingenieur/in im Überblick

Wege in die RolleLuft- und Raumfahrtingenieur/in ist - wie Konstrukteur/in, Entwicklungsingenieur/in, Simulationsingenieur/in, Medizintechnik-Ingenieur/in, Chemieingenieur/in, Werkstoffingenieur/in und Regelungstechnik-Ingenieur/in (alle Tabelle 2267) - kein BBiG/HwO-Ausbildungsberuf. Die Berufsbezeichnung "Ingenieur/in" ist durch die Ingenieurgesetze der Bundesländer (16 eigenständige Landesgesetze, z. B. IngG NRW, Bayerisches Ingenieurgesetz) geschützt: Sie darf nur führen, wer ein mindestens dreijähriges (mind. sechs Semester Vollzeit) natur-/ingenieurwissenschaftliches Studium an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule erfolgreich abgeschlossen hat. Wie bei den übrigen Rollen des "Ingenieur-Clusters" handelt es sich um reinen Titelschutz ohne Kammer-Bestellung oder Pflichtmitgliedschaft - keine Zulassungsprüfung für die Person, der Schutz ist rein an den Studienabschluss geknüpft. Davon zu unterscheiden ist die produktbezogene Musterzulassung/Type Certification durch die EASA: Diese betrifft das Luftfahrzeug bzw. Bauteil, nicht die Person des Ingenieurs/der Ingenieurin. Daraus ergeben sich vier reale, parallel vorkommende Zugangswege: 1. Dediziertes Studium der Luft- und Raumfahrttechnik (Hauptweg). Bachelor (B.Sc./B.Eng., laut berufsbild.com sechs bis acht Semester) und darauf aufbauender Master (M.Sc./M.Eng., drei bis vier Semester) an Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften mit eigenem Studiengang Luft- und Raumfahrttechnik, u. a. TU Berlin, TU München, Universität Stuttgart, RWTH Aachen, TU Braunschweig, Universität Bremen, FH Aachen und Hochschule München (laut Hochschulkompass). Das Grundlagenstudium ist laut Studis Online und career.aero stark an den Maschinenbau angelehnt (Mathematik, Physik, Werkstoffkunde, Technische Mechanik), die Vertiefung erfolgt in Aerodynamik, Flugmechanik, Raumfahrtsystemtechnik, Luftfahrtantrieben und Leichtbaustrukturen. Zugangsvoraussetzung ist laut career.aero die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife, mit guten Kenntnissen in Mathematik, Physik, Chemie, Informatik und Englisch. 2. Maschinenbau- oder Elektrotechnikstudium mit Vertiefung Luft-/Raumfahrttechnik (paralleler Weg). An vielen Hochschulen ist Luft- und Raumfahrttechnik kein eigener grundständiger Studiengang, sondern eine Vertiefungsrichtung innerhalb des Maschinenbau- oder Elektrotechnikstudiums - laut berufsbild.com explizit als "verwandte Studiengänge" genannt, ergänzt um Systemtechnik. Dieser Weg deckt sich mit den bereits vorhandenen Berufen Maschinenbauingenieur/in (Slug maschinenbauingenieur, id 148, Tabelle 2244) und Elektroingenieur/in (Slug elektroingenieur, id 149, Tabelle 2244) - beide reale Ausgangspunkte für die Rolle und in verwandte_berufe aufgenommen. 3. Duales Studium bei Luft-/Raumfahrtunternehmen (dritter Weg). Größere Arbeitgeber der Branche (u. a. Airbus, Premium Aerotec, MTU Aero Engines, DLR) bieten laut den recherchierten Quellen (berufsbild.com, career.aero) praxisintegrierende duale Studiengänge an, die Theorie- und Praxisphasen im Betrieb verzahnen. career.aero nennt zusätzlich eine parallele bzw. vorgelagerte Ausbildung zum Fluggerätmechaniker/in oder Mechatroniker/in als ergänzenden praktischen Baustein - das sind eigenständige, in dieser Datenbank aktuell nicht angelegte Ausbildungsberufe (siehe Lücken), keine Vorstufe zum Ingenieurtitel selbst. 4. Wechsel bzw. Aufstieg aus verwandten Ingenieur-Rollen mit fachlicher Spezialisierung auf Luft-/Raumfahrtprojekte (vierter Weg, im Auftrag explizit gefordert). Konstrukteur/in (id 16), Entwicklungsingenieur/in (id 128) und Simulationsingenieur/in (id 185, alle Tabelle 2267) sind branchenübergreifend angelegt und arbeiten in der Praxis häufig auch an Luft-/Raumfahrtprojekten mit, ohne dass die Branchenspezifik (Zulassungsverfahren, Aerodynamik, Raumfahrtantriebe) im Kern ihrer Rolle steht. Wer als Entwicklungs- oder Simulationsingenieur/in wiederholt an Flugzeug- oder Raumfahrtprojekten arbeitet, spezialisiert sich in der betrieblichen Praxis häufig auf genau diese Branche. Bei Konstrukteur/innen mit abgeschlossenem Ingenieurstudium ist dieser Wechsel formal unmittelbar möglich, weil der Titelschutz bereits erfüllt ist; branchenspezifisches Zulassungswissen (EASA, AS9100, ECSS) wird "on the job" oder über gezielte Weiterbildungen nachgeholt. Ein Zugang ganz ohne akademisches Studium ist wegen des Titelschutzes nicht mit der Berufsbezeichnung "Ingenieur/in" möglich - analog zu den übrigen Rollen des Ingenieur-Clusters. Wer aus einer handwerklich-technischen Ausbildung wie Fluggerätmechaniker/in oder Mechatroniker/in kommt, landet ohne zusätzliches Studium in einer ausführenden, nicht in der planenden/entwickelnden Rolle. Abgrenzung zu Konstrukteur/in (id 16), Entwicklungsingenieur/in (id 128) und Simulationsingenieur/in (id 185): Alle vier Rollen teilen im Kern denselben Tätigkeitsraum - Konzeption, Konstruktion, Berechnung und Test technischer Produkte -, unterscheiden sich aber in Spezialisierungsrichtung und Branchenbezug. Konstrukteur/in ist branchenneutral auf CAD-Konstruktion und Zeichnungserstellung als Teilschritt spezialisiert und kein geschützter Titel. Entwicklungsingenieur/in begleitet branchenübergreifend (Maschinenbau, Automobil, Elektroindustrie) den gesamten Produktentwicklungsprozess von der Konzeptidee bis zur Serienreife. Simulationsingenieur/in vertieft branchenübergreifend einen methodischen Ausschnitt - die numerische Berechnung (FEM/CFD) - zu einer eigenständigen Fachrolle. Luft- und Raumfahrtingenieur/in bündelt dagegen dieselben Tätigkeiten (Konzeption, Konstruktion, Berechnung, Test) branchenspezifisch für Flugzeuge, Hubschrauber, Raketen und Satelliten und bringt einen eigenen regulatorischen Rahmen mit, den die drei allgemeinen Rollen nicht abdecken: die EASA- bzw. FAA-Musterzulassung ziviler Luftfahrzeuge, die branchenspezifische Qualitätsmanagementnorm AS9100 und bei Raumfahrtprojekten die ECSS-Normenreihe der europäischen Raumfahrtagentur ESA. Wer Simulation für ein Flugzeugbauteil betreibt, ist im engeren Sinn Simulationsingenieur/in mit Luft-/Raumfahrt-Schwerpunkt; wer die gesamte, zulassungspflichtige Entwicklung eines Luft-/Raumfahrzeugs oder einer seiner Komponenten verantwortet, ist Luft- und Raumfahrtingenieur/in im hier verstandenen Sinn - der entscheidende Unterschied liegt im Branchen- und Zulassungsbezug, nicht in der grundsätzlichen Tätigkeitsart.
GehaltsspanneVier Quellen weichen ungewöhnlich stark voneinander ab und wurden bewusst nicht gemittelt (siehe gehalt_quellen_json). gehalt.de liegt mit einem Median von 78.942 EUR/Jahr am höchsten (unteres Quartil 69.939 EUR, oberes Quartil 89.105 EUR) - deutlich über den beiden StepStone-Teilseiten (Ø 57.500 EUR für "Ingenieur/in Luftfahrt" bzw. Ø 60.900 EUR für "Ingenieur/in Raumfahrt", da StepStone keine kombinierte Seite für "Luft- und Raumfahrtingenieur/in" führt) und über Gehaltsvergleich.com (Mittelwert 5.078 EUR/Monat, korrekt mit Faktor 12 hochgerechnet ca. 60.936 EUR/Jahr). talent.com nennt mit 35.464 EUR/Jahr einen deutlich niedrigeren, methodisch auffälligen Wert (siehe Lücken - vermutlich ein branchenübergreifendes Pooling-Artefakt, nicht der reale Marktwert dieser spezialisierten Ingenieurrolle). Die drei plausibleren Quellen (gehalt.de, StepStone, Gehaltsvergleich.com) bewegen sich in einem Korridor von rund 57.000 bis 79.000 EUR im Jahr. Bemerkenswert: Bei gehalt.de zeigen die regionalen Werte, dass neben dem üblichen Süd-Nord-Gefälle (Baden-Württemberg 82.662 EUR vorn) auch die norddeutschen Luft-/Raumfahrt-Cluster Hamburg (81.344 EUR) und Bremen (77.227 EUR) überdurchschnittlich abschneiden - anders als bei den meisten anderen bisher recherchierten Ingenieur-Rollen, wo der Nordosten tendenziell unterdurchschnittlich lag. Dieselbe Clusterung zeigt sich unabhängig bei StepStone: Hamburg liegt in beiden Teilauswertungen (Luftfahrt 61.900 EUR, Raumfahrt 65.300 EUR) vor München und Bremen.

Was verdient man als Luft- und Raumfahrtingenieur/in? Die Quellen im Vergleich

Gehaltsportale kommen für denselben Beruf zu deutlich unterschiedlichen Werten, weil sie unterschiedlich erheben. Wir stellen sie deshalb nebeneinander, statt einen Durchschnitt zu bilden.

Die Quellen liegen 43.478 € auseinander. Diese Differenz ist kein Fehler, sondern Folge unterschiedlicher Erhebungsmethoden und Stichproben. Nutze die Werte als Spanne, nicht als Punktwert, und prüfe im Gespräch, worauf sich eine genannte Zahl bezieht.

Alle Angaben Bruttojahresgehalt, abgerufen am 13. August 2026.

Dos & Don'ts für den Luft- und Raumfahrtingenieur/in-Lebenslauf

Do

  • Nenne die konkrete Fachrichtung/Baugruppe (z. B. Strukturauslegung, Aerodynamik, Antriebstechnik, Avionik) statt allgemein "Luft- und Raumfahrttechnik"
  • Eingesetzte Software konkret nennen (z. B. CATIA V5, NASTRAN/Patran, ANSYS)
  • Zulassungs- bzw. Qualitätsnormen benennen, mit denen du gearbeitet hast (EASA-Musterzulassung, AS9100, ECSS)
  • Studienabschluss und Fachrichtung klar ausweisen (Titelschutz-Nachweis)
  • Konkrete Projekte/Programme und Branche benennen (ziviler Flugzeugbau, Triebwerke, Satellitentechnik, Verteidigung)
  • Englischkenntnisse mit Niveaustufe belegen - Standardsprache in internationalen Luft-/Raumfahrtprogrammen

Don't

  • Luft- und Raumfahrtingenieur/in nicht mit Entwicklungsingenieur/in gleichsetzen - branchenübergreifende Produktentwicklung ist nicht dasselbe wie die zulassungspflichtige Entwicklung von Luft-/Raumfahrzeugen
  • Nicht "Ingenieur/in" schreiben, wenn kein abgeschlossenes natur-/ingenieurwissenschaftliches Studium vorliegt
  • Zulassungsrelevante Tätigkeiten (EASA, AS9100) nicht mit allgemeiner Qualitätssicherung verwechseln oder gleichsetzen
  • Simulations- oder Konstruktionsanteile nicht als vollständige Entwicklungsverantwortung eines Luft-/Raumfahrzeugs ausgeben, wenn nur ein Teilschritt bearbeitet wurde
  • Gehaltsangaben nicht ohne Bezug auf die Quelle nennen - die vier recherchierten Portale weichen hier besonders stark voneinander ab

Häufige Fragen zum Lebenslauf als Luft- und Raumfahrtingenieur/in

Ist Luft- und Raumfahrtingenieur/in eine geschützte Berufsbezeichnung?

Ja, mittelbar: "Ingenieur/in" ist über die Ingenieurgesetze der 16 Bundesländer geschützt und darf nur führen, wer ein mindestens dreijähriges natur-/ingenieurwissenschaftliches Studium abgeschlossen hat. Wie bei den übrigen Rollen des Ingenieur-Clusters gibt es keine Kammer-Bestellung oder Pflichtmitgliedschaft - der Schutz betrifft nur den Titel der Person, nicht die Zulassung des Luftfahrzeugs selbst (die läuft separat über die EASA-Musterzulassung).

Was unterscheidet Luft- und Raumfahrtingenieur/in von Entwicklungsingenieur/in?

Entwicklungsingenieur/in begleitet branchenübergreifend (Maschinenbau, Automobil, Elektroindustrie) den gesamten Produktentwicklungsprozess von der Konzeptidee bis zur Serienreife. Luft- und Raumfahrtingenieur/in ist die branchenspezifische Variante für Flugzeuge, Hubschrauber, Raketen und Satelliten - mit eigenem regulatorischem Rahmen (EASA-Musterzulassung, AS9100, bei Raumfahrtprojekten ECSS), den die generische Rolle nicht abdeckt.

Was unterscheidet Luft- und Raumfahrtingenieur/in von Konstrukteur/in und Simulationsingenieur/in?

Konstrukteur/in ist branchenneutral auf CAD-Konstruktion als Teilschritt spezialisiert und kein geschützter Titel. Simulationsingenieur/in vertieft branchenübergreifend die numerische Berechnung (FEM/CFD) zu einer eigenständigen Fachrolle. Luft- und Raumfahrtingenieur/in bündelt Konzeption, Konstruktion, Berechnung und Test speziell für Luft-/Raumfahrzeuge und trägt zusätzlich die Verantwortung für zulassungsrelevante Nachweise - eine Aufgabe, die in den drei allgemeinen Rollen nicht im Zentrum steht.

Welche Wege und Studiengänge führen in die Rolle?

Der Hauptweg ist ein dediziertes Studium der Luft- und Raumfahrttechnik (Bachelor 6-8 Semester, Master 3-4 Semester) an Hochschulen wie TU Berlin, TU München, Universität Stuttgart oder RWTH Aachen. Daneben führen ein Maschinenbau- oder Elektrotechnikstudium mit entsprechender Vertiefung, duale Studiengänge bei Luftfahrtunternehmen (z. B. Airbus, MTU Aero Engines, DLR) sowie der Wechsel aus verwandten Ingenieur-Rollen wie Konstrukteur/in, Entwicklungsingenieur/in oder Simulationsingenieur/in in die Rolle.

Was verdient man als Luft- und Raumfahrtingenieur/in?

Die vier recherchierten Quellen weichen ungewöhnlich stark voneinander ab: gehalt.de nennt einen Median von 78.942 EUR/Jahr, StepStone (getrennt nach Luftfahrt/Raumfahrt) 57.500 bzw. 60.900 EUR im Durchschnitt und Gehaltsvergleich.com rund 60.936 EUR im Jahresmittel. talent.com liegt mit 35.464 EUR deutlich niedriger, wirkt aber wegen einer verdächtig runden Stichprobengröße (10000) wie ein branchenübergreifendes Pooling-Artefakt. Die drei plausibleren Quellen bewegen sich in einem Korridor von rund 57.000 bis 79.000 EUR im Jahr.

Quellen

  1. Ingenieur/-in Luft- und Raumfahrt » Gehalt & Beruf, gehalt.de, abgerufen am 2026-08-13
  2. Ingenieur/in Luftfahrt Gehälter in Deutschland, StepStone, abgerufen am 2026-08-13
  3. Ingenieur/in Raumfahrt Gehälter in Deutschland, StepStone, abgerufen am 2026-08-13
  4. Luft und Raumfahrtingenieur – Infos zu Gehalt und Verdienst, Gehaltsvergleich.com, abgerufen am 2026-08-13
  5. Luft- und Raumfahrtingenieur Gehalt in Deutschland, talent.com, abgerufen am 2026-08-13
  6. Technische Ausbildung – Ingenieur/in Luft- und Raumfahrttechnik, career.aero, abgerufen am 2026-08-13
  7. Berufsbild Luft- und Raumfahrtingenieur/in - alle Details zum Beruf, berufsbild.com, abgerufen am 2026-08-13
  8. Luft- und Raumfahrttechnik studieren in Deutschland, Hochschulkompass, abgerufen am 2026-08-13
  9. Ingenieurgesetz IngG: Wann ist man Ingenieur?, ingenieur.de, abgerufen am 2026-08-13
  10. Wer darf sich Ingenieur und Ingenieurin nennen? Rechtslage, VDI, abgerufen am 2026-08-13

Der Content wurde mit Hilfe von KI erstellt, vor allem in der Recherche und Vorformulierung. Prüfung und Abnahme durch unsere Redaktion.

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Herausgegeben von Lebenslauf Studio

Zuletzt aktualisiert am 13.08.2026