Lebenslauf Muster Fachkraft für Arbeitssicherheit
Vorlage, Beispiel und Formulierungen
„Fachkraft für Arbeitssicherheit" (kurz Sifa) ist kein eigenständiger dualer Ausbildungsberuf, sondern eine gesetzlich verankerte Funktion nach dem Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG): § 5 ASiG verpflichtet jeden Arbeitgeber, Fachkräfte für Arbeitssicherheit schriftlich zu bestellen und ihnen die Aufgaben nach § 6 ASiG (u. a. Beratung, sicherheitstechnische Prüfung, Betriebsbegehungen, Unfalluntersuchung) zu übertragen — der Umfang richtet sich nach Betriebsart, Beschäftigtenzahl und Betriebsorganisation. § 7 ASiG verlangt für den Sicherheitsingenieur die Berechtigung zur Berufsbezeichnung „Ingenieur" plus sicherheitstechnische Fachkunde; für Sicherheitstechniker/-meister genügt die sicherheitstechnische Fachkunde. Der praktische Zugang läuft über eine technische Grundqualifikation (Ingenieur/Techniker/Meister) plus einen anerkannten Lehrgang nach DGUV Vorschrift 2 (seit 1. Juli 2023 „Sifa 3.0", sechs Lernfelder, meist zwei Jahre Berufspraxis vorausgesetzt) — die DGUV Vorschrift 2 ist dabei keine Ergänzung des ASiG auf Gesetzesebene, sondern autonomes Satzungsrecht der Unfallversicherungsträger. Beim Gehalt weichen die Quellen deutlich voneinander ab: StepStone nennt im Schnitt rund 51.200 Euro brutto/Jahr (Spanne 43.300-61.200 Euro), gehalt.de einen Median von 60.224 Euro, jobvector im Schnitt 50.520 Euro im Einstieg bis 62.418 Euro mit Erfahrung, und Gehaltsvergleich.com einen Mittelwert von rund 48.600 Euro. Wer den Beruf anstrebt, sollte daher gezielt nach einer technischen Erstausbildung bzw. einem Ingenieurstudium plus Sifa-Lehrgang suchen, nicht nach einer eigenständigen „Ausbildung Fachkraft für Arbeitssicherheit".
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Profil
Sicherheitstechniker mit abgeschlossener Ausbildung zum Elektrotechniker und Zusatzqualifikation zur Fachkraft für Arbeitssicherheit (DGUV Vorschrift 2), seit über sechs Jahren verantwortlich für die sicherheitstechnische Betreuung eines mittelständischen Produktionsbetriebs mit rund 220 Beschäftigten. Berät Geschäftsführung und Führungskräfte in allen Fragen des Arbeitsschutzes, führt Gefährdungsbeurteilungen und Betriebsbegehungen durch, prüft Maschinen und Arbeitsverfahren vor der Inbetriebnahme sicherheitstechnisch und untersucht Arbeitsunfälle inklusive Ableitung von Präventionsmaßnahmen. Arbeitet eng mit dem Betriebsarzt, der Werkleitung und den Sicherheitsbeauftragten der einzelnen Abteilungen zusammen und schult regelmäßig Mitarbeitende zu Unfall- und Gesundheitsgefahren.
Berufserfahrung
- Schriftliche Bestellung nach § 5 ASiG für einen Produktionsbetrieb mit 220 Beschäftigten in zwei Werken
- Durchführung und Fortschreibung von Gefährdungsbeurteilungen für alle Fertigungsbereiche nach ArbSchG und DGUV Vorschrift 2
- Sicherheitstechnische Prüfung neuer Maschinen und Arbeitsverfahren vor Inbetriebnahme, u. a. bei der Einführung zweier CNC-Fertigungslinien
- Regelmäßige Betriebsbegehungen mit Mängeldokumentation und Nachverfolgung der Abstellmaßnahmen
- Untersuchung und Auswertung von Arbeitsunfällen, Ableitung und Nachverfolgung von Präventionsmaßnahmen
- Konzeption und Durchführung von Unterweisungen für rund 200 Mitarbeitende sowie Mitwirkung bei der Schulung der Sicherheitsbeauftragten
- Zentrale Ansprechperson für die zuständige Berufsgenossenschaft bei Betriebsbesichtigungen
- Instandhaltung und Wartung von Produktionsanlagen mit Fokus auf elektrische Betriebssicherheit
- Mitwirkung bei der Erstellung von Betriebsanweisungen für Maschinen und Arbeitsstoffe
- Unterstützung der Fachkraft für Arbeitssicherheit bei Gefährdungsbeurteilungen im Bereich Elektrotechnik
- Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel nach DGUV Vorschrift 3
Ausbildung
- Schwerpunkt Automatisierungstechnik und Betriebssicherheit
- Berechtigung zur Führung der Berufsbezeichnung Techniker nach Landesrecht
- Abschlussprojekt zur sicherheitstechnischen Bewertung einer Fertigungsanlage
- Erwerb der sicherheitstechnischen Fachkunde nach § 7 ASiG über die branchenübergreifenden Lernfelder 1-5 sowie das branchenspezifische Lernfeld 6
- Kombination aus Präsenzseminaren, betrieblichen Praxisaufgaben und Lernerfolgskontrollen
- Voraussetzung: mindestens zwei Jahre einschlägige Berufspraxis nach der Technikerausbildung
- Regelmäßige Fortbildung zur Aufrechterhaltung der sicherheitstechnischen Fachkunde
Kenntnisse
Sprachen
Lebenslauf-Editor: Fachkraft für Arbeitssicherheit
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Profil
Sicherheitstechniker mit abgeschlossener Ausbildung zum Elektrotechniker und Zusatzqualifikation zur Fachkraft für Arbeitssicherheit (DGUV Vorschrift 2), seit über sechs Jahren verantwortlich für die sicherheitstechnische Betreuung eines mittelständischen Produktionsbetriebs mit rund 220 Beschäftigten. Berät Geschäftsführung und Führungskräfte in allen Fragen des Arbeitsschutzes, führt Gefährdungsbeurteilungen und Betriebsbegehungen durch, prüft Maschinen und Arbeitsverfahren vor der Inbetriebnahme sicherheitstechnisch und untersucht Arbeitsunfälle inklusive Ableitung von Präventionsmaßnahmen. Arbeitet eng mit dem Betriebsarzt, der Werkleitung und den Sicherheitsbeauftragten der einzelnen Abteilungen zusammen und schult regelmäßig Mitarbeitende zu Unfall- und Gesundheitsgefahren.
Berufserfahrung
- Schriftliche Bestellung nach § 5 ASiG für einen Produktionsbetrieb mit 220 Beschäftigten in zwei Werken
- Durchführung und Fortschreibung von Gefährdungsbeurteilungen für alle Fertigungsbereiche nach ArbSchG und DGUV Vorschrift 2
- Sicherheitstechnische Prüfung neuer Maschinen und Arbeitsverfahren vor Inbetriebnahme, u. a. bei der Einführung zweier CNC-Fertigungslinien
- Regelmäßige Betriebsbegehungen mit Mängeldokumentation und Nachverfolgung der Abstellmaßnahmen
- Untersuchung und Auswertung von Arbeitsunfällen, Ableitung und Nachverfolgung von Präventionsmaßnahmen
- Konzeption und Durchführung von Unterweisungen für rund 200 Mitarbeitende sowie Mitwirkung bei der Schulung der Sicherheitsbeauftragten
- Zentrale Ansprechperson für die zuständige Berufsgenossenschaft bei Betriebsbesichtigungen
- Instandhaltung und Wartung von Produktionsanlagen mit Fokus auf elektrische Betriebssicherheit
- Mitwirkung bei der Erstellung von Betriebsanweisungen für Maschinen und Arbeitsstoffe
- Unterstützung der Fachkraft für Arbeitssicherheit bei Gefährdungsbeurteilungen im Bereich Elektrotechnik
- Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel nach DGUV Vorschrift 3
Ausbildung
- Schwerpunkt Automatisierungstechnik und Betriebssicherheit
- Berechtigung zur Führung der Berufsbezeichnung Techniker nach Landesrecht
- Abschlussprojekt zur sicherheitstechnischen Bewertung einer Fertigungsanlage
- Erwerb der sicherheitstechnischen Fachkunde nach § 7 ASiG über die branchenübergreifenden Lernfelder 1-5 sowie das branchenspezifische Lernfeld 6
- Kombination aus Präsenzseminaren, betrieblichen Praxisaufgaben und Lernerfolgskontrollen
- Voraussetzung: mindestens zwei Jahre einschlägige Berufspraxis nach der Technikerausbildung
- Regelmäßige Fortbildung zur Aufrechterhaltung der sicherheitstechnischen Fachkunde
Kenntnisse
Sprachen
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Profil
Sicherheitstechniker mit abgeschlossener Ausbildung zum Elektrotechniker und Zusatzqualifikation zur Fachkraft für Arbeitssicherheit (DGUV Vorschrift 2), seit über sechs Jahren verantwortlich für die sicherheitstechnische Betreuung eines mittelständischen Produktionsbetriebs mit rund 220 Beschäftigten. Berät Geschäftsführung und Führungskräfte in allen Fragen des Arbeitsschutzes, führt Gefährdungsbeurteilungen und Betriebsbegehungen durch, prüft Maschinen und Arbeitsverfahren vor der Inbetriebnahme sicherheitstechnisch und untersucht Arbeitsunfälle inklusive Ableitung von Präventionsmaßnahmen. Arbeitet eng mit dem Betriebsarzt, der Werkleitung und den Sicherheitsbeauftragten der einzelnen Abteilungen zusammen und schult regelmäßig Mitarbeitende zu Unfall- und Gesundheitsgefahren.
Berufserfahrung
2020
Fachkraft für Arbeitssicherheit
Nordmetall Fertigungstechnik GmbH, Bielefeld
- Schriftliche Bestellung nach § 5 ASiG für einen Produktionsbetrieb mit 220 Beschäftigten in zwei Werken
- Durchführung und Fortschreibung von Gefährdungsbeurteilungen für alle Fertigungsbereiche nach ArbSchG und DGUV Vorschrift 2
- Sicherheitstechnische Prüfung neuer Maschinen und Arbeitsverfahren vor Inbetriebnahme, u. a. bei der Einführung zweier CNC-Fertigungslinien
- Regelmäßige Betriebsbegehungen mit Mängeldokumentation und Nachverfolgung der Abstellmaßnahmen
- Untersuchung und Auswertung von Arbeitsunfällen, Ableitung und Nachverfolgung von Präventionsmaßnahmen
- Konzeption und Durchführung von Unterweisungen für rund 200 Mitarbeitende sowie Mitwirkung bei der Schulung der Sicherheitsbeauftragten
- Zentrale Ansprechperson für die zuständige Berufsgenossenschaft bei Betriebsbesichtigungen
2017
Elektrotechniker / Instandhaltung mit Schwerpunkt Betriebssicherheit
Rehbach Maschinenbau AG, Bielefeld
- Instandhaltung und Wartung von Produktionsanlagen mit Fokus auf elektrische Betriebssicherheit
- Mitwirkung bei der Erstellung von Betriebsanweisungen für Maschinen und Arbeitsstoffe
- Unterstützung der Fachkraft für Arbeitssicherheit bei Gefährdungsbeurteilungen im Bereich Elektrotechnik
- Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel nach DGUV Vorschrift 3
Ausbildung
2013 - 2017
Ausbildung zum Elektrotechniker (staatlich geprüft) mit Weiterbildung zum Techniker
Fachschule für Technik, Bielefeld
2019 - 2020
Lehrgang zur Fachkraft für Arbeitssicherheit nach DGUV Vorschrift 2
Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM), Lehrgangsstandort Nord
Kenntnisse
- Gefährdungsbeurteilung nach ArbSchGExperte
- Sicherheitstechnische Prüfung von Maschinen und ArbeitsverfahrenExperte
- Unfalluntersuchung und -analyseFortgeschritten
- Arbeitsschutzrecht (ASiG, ArbSchG, DGUV-Vorschriften)Fortgeschritten
- Durchführung von Unterweisungen und SchulungenExperte
- Zusammenarbeit mit Berufsgenossenschaften und AufsichtsbehördenFortgeschritten
- Gefahrstoffmanagement (Grundlagen)Grundkenntnisse
- MS Office / Arbeitsschutzmanagement-SoftwareFortgeschritten
Sprachen
- DeutschMuttersprache
- EnglischGute Kenntnisse (B2)
Tätigkeiten im Lebenslauf formulieren: Fachkraft für Arbeitssicherheit
Beratung von Arbeitgeber und Führungskräften
- Geschäftsführung und Führungskräfte in allen Fragen der Arbeitssicherheit und Unfallverhütung beraten (§ 6 Nr. 1 ASiG)
- Beratung bei Planung, Ausführung und Unterhaltung von Betriebsanlagen sowie sozialen/sanitären Einrichtungen
- Beratung bei Beschaffung technischer Arbeitsmittel und Einführung neuer Arbeitsverfahren und Arbeitsstoffe
- Auswahl und Erprobung von persönlicher Schutzausrüstung (Körperschutzmitteln) begleitet
Gefährdungsbeurteilung & sicherheitstechnische Prüfung
- Gefährdungsbeurteilungen für Arbeitsplätze, Arbeitsabläufe und Arbeitsumgebung erstellt und fortgeschrieben
- Betriebsanlagen und technische Arbeitsmittel vor Inbetriebnahme sicherheitstechnisch geprüft
- Neue Arbeitsverfahren vor Einführung auf sicherheitstechnische Risiken bewertet
- Ergonomische Gestaltung von Arbeitsplätzen und Arbeitsabläufen mitentwickelt
Betriebsbegehung & Überwachung
- Regelmäßige Begehungen der Arbeitsstätten durchgeführt, Mängel dokumentiert und Abstellmaßnahmen vorgeschlagen
- Benutzung von persönlicher Schutzausrüstung im Betrieb überwacht
- Einhaltung von Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften laufend beobachtet
- Nachverfolgung offener Maßnahmen aus Begehungen und Audits
Unfalluntersuchung & Prävention
- Ursachen von Arbeitsunfällen untersucht, Untersuchungsergebnisse erfasst und ausgewertet
- Präventionsmaßnahmen zur Verhütung ähnlicher Unfälle entwickelt und deren Umsetzung nachverfolgt
- Unfallstatistiken geführt und der Geschäftsführung berichtet
- Zusammenarbeit mit Berufsgenossenschaft/Unfallkasse bei meldepflichtigen Arbeitsunfällen
Unterweisung & Schulung
- Mitarbeitende über Unfall- und Gesundheitsgefahren sowie Schutzmaßnahmen unterwiesen
- Mitwirkung bei Auswahl, Bestellung und Schulung der betrieblichen Sicherheitsbeauftragten
- Konzeption und Durchführung von Arbeitsschutzschulungen für Fach- und Führungskräfte
- Einweisung neuer Mitarbeitender in sicherheitsrelevante Betriebsabläufe
Organisation & Dokumentation
- Arbeitsschutzorganisation im Betrieb mit aufgebaut und dokumentiert (u. a. nach DGUV Vorschrift 2)
- Betriebsanweisungen für Maschinen, Anlagen und Gefahrstoffe erstellt und aktualisiert
- Zusammenarbeit mit Betriebsarzt, Arbeitsschutzausschuss (ASA) und Personalabteilung koordiniert
- Nachweisführung der sicherheitstechnischen Betreuung gegenüber Geschäftsführung und Aufsichtsbehörden
Welche Kenntnisse gehören in den Lebenslauf als Fachkraft für Arbeitssicherheit?
Fachliche Kenntnisse zeigen sofort die Praxiserfahrung, Zertifikate belegen sie formal, Soft Skills ergänzen sie. Alle drei gehören in den Lebenslauf, aber getrennt und konkret benannt.
Hard Skills
- Gefährdungsbeurteilung nach Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG)
- Sicherheitstechnische Prüfung von Maschinen, Anlagen und Arbeitsverfahren
- Unfalluntersuchung und -statistik
- Arbeitsschutzrecht (ASiG, ArbSchG, DGUV-Vorschriften, Gefahrstoffverordnung)
- Erstellung von Betriebsanweisungen
- Aufbau und Pflege einer Arbeitsschutzorganisation nach DGUV Vorschrift 2
- Grundkenntnisse Gefahrstoff- und Brandschutzmanagement
Zertifikate
- Fachkraft für Arbeitssicherheit nach DGUV Vorschrift 2 ("Sifa 3.0")
- Technische Grundqualifikation als Ingenieur, Techniker oder Meister (Voraussetzung nach § 7 ASiG)
- Brandschutzbeauftragte/r (optional, ergänzende Zusatzqualifikation)
- Gefahrstoffbeauftragte/r (optional, ergänzende Zusatzqualifikation)
- Ausbilder/in Erste Hilfe bzw. betriebliche Ersthelfer-Ausbildung (optional)
Soft Skills
- Kommunikationsstärke und Durchsetzungsvermögen
- Analytisches und lösungsorientiertes Denken
- Beratungskompetenz gegenüber Führungskräften und Belegschaft
- Verantwortungsbewusstsein und Sorgfalt
- Moderations- und Schulungskompetenz
- Selbstständige, strukturierte Arbeitsweise
Ausbildung und Gehalt als Fachkraft für Arbeitssicherheit im Überblick
| Ausbildungsweg | „Fachkraft für Arbeitssicherheit" ist in Deutschland kein anerkannter dualer Ausbildungsberuf nach Berufsbildungsgesetz und taucht daher nicht mit einer eigenen Ausbildungsordnung in BERUFENET auf. Es handelt sich um eine gesetzlich definierte Funktion nach dem Gesetz über Betriebsärzte, Sicherheitsingenieure und andere Fachkräfte für Arbeitssicherheit (Arbeitssicherheitsgesetz, ASiG). 1) Bestellungspflicht (§ 5 ASiG): Jeder Arbeitgeber muss Fachkräfte für Arbeitssicherheit — im Gesetzestext als „Sicherheitsingenieure, -techniker, -meister" bezeichnet — schriftlich bestellen und ihnen die Aufgaben nach § 6 ASiG übertragen. Der Umfang der Bestellung richtet sich nach der Betriebsart und den damit verbundenen Unfall- und Gesundheitsgefahren, der Beschäftigtenzahl, der Betriebsorganisation sowie den Arbeitsschutzkenntnissen des Arbeitgebers — es gibt also keine pauschale Mindestbeschäftigtenzahl wie beim Datenschutzbeauftragten, sondern eine gefährdungsabhängige Staffelung, die in der DGUV Vorschrift 2 über Betreuungsmodelle (Regelbetreuung/alternative Betreuung für kleinere Betriebe) weiter ausdifferenziert wird. 2) Aufgaben (§ 6 ASiG): Beratung des Arbeitgebers in allen Fragen der Arbeitssicherheit, sicherheitstechnische Prüfung von Betriebsanlagen und Arbeitsverfahren vor Inbetriebnahme bzw. Einführung, regelmäßige Betriebsbegehungen mit Mängelmeldung, Untersuchung von Arbeitsunfällen sowie Mitwirkung an der Schulung der betrieblichen Sicherheitsbeauftragten. 3) Persönliche Anforderungen (§ 7 ASiG): Der Sicherheitsingenieur muss berechtigt sein, die Berufsbezeichnung „Ingenieur" zu führen, und über die zur Aufgabenerfüllung erforderliche sicherheitstechnische Fachkunde verfügen. Für Sicherheitstechniker oder -meister genügt laut Gesetzestext die sicherheitstechnische Fachkunde, ohne dass die formale Ingenieur-Berufsbezeichnung vorausgesetzt wird. Die zuständige Behörde kann im Einzelfall auch Personen mit „entsprechenden Fachkenntnissen" ohne Ingenieurtitel zulassen (§ 7 Abs. 2 ASiG). 4) Wichtige Präzisierung: Das ASiG selbst nennt weder eine Lehrgangsdauer noch Lernfelder noch eine feste Zahl an Praxisjahren — es fordert nur „die erforderliche sicherheitstechnische Fachkunde". Diese wird erst durch die DGUV Vorschrift 2 „Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit" konkretisiert — eine Unfallverhütungsvorschrift, also autonomes Satzungsrecht der Unfallversicherungsträger nach § 15 SGB VII, keine Ergänzung des ASiG auf Bundesgesetzesebene. Danach setzt die praktische Qualifizierung eine technische Grundqualifikation als Ingenieur, Techniker oder Meister (bzw. gleichwertig) sowie in der Regel zwei Jahre einschlägige Berufspraxis voraus. Seit 1. Juli 2023 gilt das überarbeitete Ausbildungsmodell „Sifa 3.0" mit sechs Lernfeldern (LF 1-5 branchenübergreifend: Aufgaben, Systeme, Beurteilung, Gestaltung, betriebliche Integration; LF 6 branchenspezifisch), das selbstorganisiertes Lernen über die digitale „Sifa-Lernwelt", Präsenzseminare, betriebliche Praxisaufgaben und Lernerfolgskontrollen mit realen Handlungssituationen kombiniert. Träger sind die Berufsgenossenschaften/Unfallkassen, die DGUV Akademie sowie bei der BAuA gelistete freie Bildungsträger; die Gesamtdauer variiert je nach Träger und Modell stark, von rund 8 Monaten Vollzeit bis zu 2 Jahren berufsbegleitend. Der Lehrgangsabschluss allein macht noch nicht zur bestellten Fachkraft für Arbeitssicherheit — dafür ist zusätzlich die schriftliche Bestellung durch den Arbeitgeber nach § 5 ASiG mit Aufgabenübertragung nach § 6 ASiG erforderlich. |
|---|---|
| Gehaltsspanne | Die Gehaltsangaben für Fachkräfte für Arbeitssicherheit streuen je nach Quelle, Erhebungsmethode und Region spürbar und werden hier bewusst nicht gemittelt. Laut StepStone Gehaltsvergleich liegt das durchschnittliche Jahresgehalt bei rund 51.200 Euro brutto (4.266 Euro monatlich, rund 17 Euro/Stunde), mit einer Spanne von 43.300 bis 61.200 Euro brutto pro Jahr und einem Einstiegsgehalt von rund 48.000 Euro; regional reicht die Bandbreite von rund 62.000 Euro in Bremen bis 43.700-61.700 Euro in Dortmund. gehalt.de weist demgegenüber einen Median von 60.224 Euro brutto/Jahr (4.857 Euro/Monat) aus, mit einem unteren Quartil von 52.868 Euro und einem oberen Quartil von 68.604 Euro (Basis 40 Wochenstunden, Stichprobengröße nicht angegeben) — damit liegt gehalt.de deutlich über StepStone. jobvector beziffert das durchschnittliche Einstiegsgehalt mit rund 50.520 Euro brutto/Jahr (4.210 Euro/Monat) und das Durchschnittsgehalt mit mehrjähriger Berufserfahrung mit rund 62.418 Euro brutto/Jahr; regionale Beispiele sind Frankfurt am Main mit rund 60.287 Euro und Baden-Württemberg mit rund 58.000 Euro. Gehaltsvergleich.com nennt auf Basis von 1.121 in den letzten zwei Jahren erfassten Datensätzen einen Mittelwert von 4.052 Euro/Monat (rund 48.600 Euro/Jahr) mit einem unteren Quartil von 3.255 Euro und einem oberen Quartil von 5.086 Euro monatlich, was hochgerechnet einer Jahresspanne von rund 40.362 bis 63.066 Euro entspricht; Baden-Württemberg liegt hier über dem Schnitt (4.328 Euro/Monat), Brandenburg deutlich darunter (3.286 Euro/Monat). Die Differenz zwischen der günstigsten und der höchsten Quelle beträgt im mittleren Bereich rund 12.000 Euro pro Jahr — plausibel bedingt durch unterschiedliche Erhebungsmethoden (Gehaltsmeldungen vs. Stellenanzeigen) und die Vermischung von Median- und Durchschnittswerten in den Portalen, was von den Quellen selbst nicht offengelegt wird. |
Was verdient man als Fachkraft für Arbeitssicherheit? Die Quellen im Vergleich
Gehaltsportale kommen für denselben Beruf zu deutlich unterschiedlichen Werten, weil sie unterschiedlich erheben. Wir stellen sie deshalb nebeneinander, statt einen Durchschnitt zu bilden.
StepStone Gehaltsvergleich
43.300 € – 61.200 €
Durchschnitt 51.200 €/Jahr (4.266 €/Monat, ca. 17 €/Std.); von/bis als angegebene Spanne, keine echten Quartile, Portal weist einen Durchschnitt aus, keinen Median; Einstiegsgehalt rund 48.000 €/Jahr; regionale Spanne von ca. 62.000 € (Bremen) bis 43.700-61.700 € (Dortmund)
gehalt.de
52.868 € – 68.604 €, Median 60.224 €
Bruttojahresgehalt Vollzeit (40 Wochenstunden); Median 4.857 €/Monat, unteres Quartil 4.264 €/Monat, oberes Quartil 5.533 €/Monat, Stichprobengröße und genaues Erhebungsdatum auf der Seite nicht angegeben. Deutlich höher als StepStone und Gehaltsvergleich.com; nicht mitteln.
jobvector Gehaltsreport 2026
50.520 € – 62.418 €
Einstiegsgehalt im Schnitt 50.520 €/Jahr (4.210 €/Monat); Durchschnittsgehalt mit mehrjähriger Berufserfahrung 62.418 €/Jahr, Durchschnittswerte, kein Median; von/bis entspricht Einstieg vs. erfahren, nicht Quartilen. Regionale Beispiele: Frankfurt am Main ca. 60.287 €/Jahr, Baden-Württemberg ca. 58.000 €/Jahr.
Gehaltsvergleich.com
40.362 € – 63.066 €
1.121 Datensätze, erfasst in den letzten zwei Jahren; Mittelwert 4.052 €/Monat (≈48.600 €/Jahr), unteres Quartil 3.255 €/Monat, oberes Quartil 5.086 €/Monat; von/bis hochgerechnete Jahresspanne aus den Quartilen, Mittelwert, kein Median. Niedrigste der vier Quellen. Regionale Differenz: Baden-Württemberg über Schnitt (4.328 €/Monat), Brandenburg deutlich darunter (3.286 €/Monat).
Alle Angaben Bruttojahresgehalt, abgerufen am 11. August 2026.
Dos & Don'ts für den Fachkraft für Arbeitssicherheit-Lebenslauf
Do
- Zuerst eine solide technische Grundqualifikation abschließen (Ingenieurstudium, Techniker- oder Meisterausbildung) — sie ist gesetzliche Voraussetzung nach § 7 ASiG
- Den DGUV-Vorschrift-2-Lehrgang bei einem anerkannten Träger (Berufsgenossenschaft, DGUV Akademie, BAuA-gelisteter freier Träger) gezielt auswählen und die Lernfelder im Lebenslauf konkret benennen
- Praktische Erfahrung aus Instandhaltung, Produktion oder Qualitätssicherung vor dem Sifa-Lehrgang sichtbar machen — sie erleichtert den späteren Einstieg
- Konkrete Projekte im Lebenslauf nennen (z. B. durchgeführte Gefährdungsbeurteilungen, Unfalluntersuchungen, Einführung neuer Anlagen) statt nur Zertifikate aufzulisten
- Regelmäßige Fortbildung zur Aufrechterhaltung der sicherheitstechnischen Fachkunde dokumentieren
- Die schriftliche Bestellung durch den Arbeitgeber nach § 5 ASiG als eigenen Meilenstein im Lebenslauf erwähnen, nicht nur den Lehrgangsabschluss
Don't
- Die Position nicht als abgeschlossene duale Ausbildung bezeichnen — es handelt sich um eine gesetzliche Zusatzqualifikation auf Basis einer technischen Grundausbildung
- Fachkraft für Arbeitssicherheit nicht mit Fachkraft für Schutz und Sicherheit verwechseln — unterschiedliche Berufe trotz ähnlichem Namen
- Die DGUV Vorschrift 2 nicht als Bundesgesetz darstellen — sie ist autonomes Satzungsrecht der Unfallversicherungsträger, keine Ergänzung des ASiG auf Gesetzesebene
- Keine pauschale gesetzliche Mindestbeschäftigtenzahl für die Bestellpflicht nennen — der Umfang ist gefährdungsabhängig gestaffelt, nicht an einer festen Zahl festgemacht
- Gehaltsangaben nicht ungeprüft übernehmen oder mitteln — die Quellen weichen im mittleren Bereich um bis zu rund 12.000 Euro pro Jahr voneinander ab
- Die sicherheitstechnische Fachkunde nicht als einmalig erworben darstellen — Fortbildung ist laufende Pflicht nach § 5 Abs. 3 ASiG
Häufige Fragen zum Lebenslauf als Fachkraft für Arbeitssicherheit
Ist Fachkraft für Arbeitssicherheit ein anerkannter Ausbildungsberuf?
Nein. Es gibt keine duale Ausbildung „Fachkraft für Arbeitssicherheit" nach Berufsbildungsgesetz. Es handelt sich um eine gesetzlich definierte Funktion nach dem Arbeitssicherheitsgesetz (§§ 5-7 ASiG), die auf einer bereits abgeschlossenen technischen Grundqualifikation (Ingenieur, Techniker oder Meister) plus einem anerkannten sicherheitstechnischen Lehrgang nach DGUV Vorschrift 2 aufbaut.
Muss jeder Betrieb eine Fachkraft für Arbeitssicherheit bestellen?
Nach § 5 ASiG muss grundsätzlich jeder Arbeitgeber Fachkräfte für Arbeitssicherheit schriftlich bestellen und ihnen die Aufgaben nach § 6 ASiG übertragen. Der konkrete zeitliche Umfang der Bestellung richtet sich nach Betriebsart, Unfall- und Gesundheitsgefahren, Beschäftigtenzahl und Betriebsorganisation und wird über die Betreuungsmodelle der DGUV Vorschrift 2 weiter ausdifferenziert — es gibt anders als beim Datenschutzbeauftragten keine pauschale Mindestbeschäftigtenzahl.
Wie lange dauert die Ausbildung zur Fachkraft für Arbeitssicherheit?
Voraussetzung sind eine technische Grundqualifikation (Ingenieur, Techniker oder Meister) und in der Regel zwei Jahre einschlägige Berufspraxis. Der eigentliche Lehrgang nach dem seit 1. Juli 2023 geltenden Modell „Sifa 3.0" umfasst sechs Lernfelder und dauert je nach Träger und Modell unterschiedlich lang — von rund 8 Monaten in Vollzeit bis zu 2 Jahren berufsbegleitend.
Was ist der Unterschied zwischen Fachkraft für Arbeitssicherheit und Fachkraft für Schutz und Sicherheit?
Trotz ähnlichen Namens sind das zwei völlig unterschiedliche Berufe. „Fachkraft für Schutz und Sicherheit" ist ein eigenständiger, anerkannter dualer Ausbildungsberuf im Wach- und Sicherheitsgewerbe (Objekt- und Werkschutz). „Fachkraft für Arbeitssicherheit" (Sifa) ist dagegen keine Ausbildung, sondern eine gesetzliche Zusatzqualifikation nach ASiG, die auf einer technischen Grundausbildung aufbaut und den Arbeitsschutz im Betrieb verantwortet.
Was verdient eine Fachkraft für Arbeitssicherheit?
Je nach Quelle und Erhebungsmethode liegt das Bruttojahresgehalt laut StepStone im Schnitt bei rund 51.200 Euro (Spanne 43.300-61.200 Euro), laut gehalt.de im Median bei 60.224 Euro, laut jobvector zwischen rund 50.520 Euro im Einstieg und 62.418 Euro mit mehrjähriger Erfahrung und laut Gehaltsvergleich.com im Mittel bei rund 48.600 Euro. Die Werte weichen deutlich voneinander ab und sollten nicht gemittelt werden.
Quellen
- § 1 ASiG - Grundsatz, Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de), abgerufen am 2026-08-11
- § 5 ASiG - Bestellung von Fachkräften für Arbeitssicherheit, Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de), abgerufen am 2026-08-11
- § 6 ASiG - Aufgaben der Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de), abgerufen am 2026-08-11
- § 7 ASiG - Anforderungen an Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de), abgerufen am 2026-08-11
- Aus- und Weiterbildung: Fachkraft für Arbeitssicherheit, DGUV, abgerufen am 2026-08-11
- Fachkraft für Arbeitssicherheit Ausbildung: Ablauf 2026, arbeitsschutzpilot.de, abgerufen am 2026-08-11
- Fachkraft Arbeitssicherheit Gehälter in Deutschland, StepStone, abgerufen am 2026-08-11
- Fachkraft für Arbeitssicherheit » Gehalt & Beruf, gehalt.de, abgerufen am 2026-08-11
- Fachkraft für Arbeitssicherheit Gehalt 2026, jobvector, abgerufen am 2026-08-11
- Fachkraft für Arbeitssicherheit - Gehalt, Gehaltsvergleich.com, abgerufen am 2026-08-11
Der Content wurde mit Hilfe von KI erstellt, vor allem in der Recherche und Vorformulierung. Prüfung und Abnahme durch unsere Redaktion.
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Zuletzt aktualisiert am 11.08.2026