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Lebenslauf Muster Chemielaborant/in

Vorlage, Beispiel und Formulierungen

Chemielaborant/in ist ein staatlich anerkannter dualer Ausbildungsberuf nach § 4 Absatz 1 des Berufsbildungsgesetzes (BBiG), geregelt in der Verordnung über die Berufsausbildung im Laborbereich Chemie, Biologie und Lack (ChemBioLackAusbV) - derselben Verordnung, die auch die verwandten Berufe Biologielaborant/in und Lacklaborant/in staatlich anerkennt. Die Ausbildung dauert drei Jahre und sechs Monate und endet mit einer gestreckten Abschlussprüfung in zwei zeitlich getrennten Teilen. Im Mittelpunkt stehen analytische Arbeiten (Qualitative Analyse, Spektroskopie, Gravimetrie, Maßanalyse, Chromatografie) und präparative Arbeiten (Herstellen, Trennen und Charakterisieren von Stoffen) im Labor - nicht das Fahren von Produktionsanlagen wie beim eigenständigen Ausbildungsberuf Chemikant/in, der einer separaten Ausbildungsordnung (ChemikAusbV) unterliegt. Chemielaborant/innen arbeiten in der Forschung und Entwicklung, in der Qualitätskontrolle oder in analytischen Laboren der Chemie-, Pharma- und Lebensmittelindustrie. Gehaltsangaben unterscheiden sich je nach Quelle deutlich: Gehaltsportale nennen Bruttojahresgehälter zwischen rund 33.500 und 54.500 Euro, der Chemie-Tarifvertrag der IG BCE ordnet laborbezogene Ausbildungsberufe häufig in Entgeltgruppe E7 ein.

Zuletzt aktualisiert am

Maria Beispiel
Chemielaborant/in
0170 1234567maria.beispiel@mail.de50667 Kölngeb. 14.03.1992

Profil

Chemielaborantin mit über 6 Jahren Berufserfahrung in analytischer Qualitätskontrolle und präparativer Chemie in der Chemieindustrie. Nach abgeschlossener dualer Ausbildung mit den Wahlqualifikationen Anwenden chromatografischer Verfahren und Anwenden spektroskopischer Verfahren sicher im Umgang mit HPLC, GC, Titration und UV/VIS-/IR-Spektroskopie. Erfahrung in GMP-reguliertem Umfeld, in der Dokumentation über Laborinformationssysteme (LIMS) sowie in der Methodenvalidierung. Arbeitet sorgfältig, dokumentationssicher und in enger Abstimmung mit Produktion und Qualitätsmanagement.

Berufserfahrung

2022 - heute
Chemielaborantin - Qualitätskontrolle
Speziallabor eines mittelständischen Chemieunternehmens, Region Rhein-Main
  • Durchführung von Freigabeprüfungen für Rohstoffe, Zwischen- und Endprodukte nach HPLC, GC und Titration
  • Erstellung und Pflege von Prüfmethoden und SOPs im Laborinformationssystem (LIMS)
  • Bearbeitung von Abweichungen und Reklamationen in enger Abstimmung mit Produktion und Qualitätsmanagement
  • Durchführung von Stabilitätsuntersuchungen und Auswertung der Messreihen nach GMP-Vorgaben
  • Einarbeitung neuer Auszubildender in Analysenmethoden und Laborsicherheit
2020 - 2022
Chemielaborantin - Analytisches Labor
Chemiepark-Standort eines Industrieunternehmens, Region Rhein-Main
  • Probenahme und Probenvorbereitung für die Wareneingangs- und Prozesskontrolle
  • Qualitative und quantitative Analysen mittels Spektroskopie (UV/VIS, IR) und Chromatografie
  • Durchführen präparativer Arbeiten: Herstellen, Reinigen und Charakterisieren von Produktmustern
  • Mitarbeit bei der Validierung neuer Analysenmethoden im Team mit Chemikern und Chemietechnikern
2016 - 2020
Ausbildung zur Chemielaborantin
Chemieunternehmen, Region Rhein-Main, mit Berufsschulunterricht
  • Duale Ausbildung nach der Verordnung über die Berufsausbildung im Laborbereich Chemie, Biologie und Lack (ChemBioLackAusbV)
  • Durchlaufen der Ausbildungsstationen Analytik, präparative Chemie, Probenvorbereitung und Qualitätssicherung
  • Wahlqualifikationen Anwenden chromatografischer Verfahren und Anwenden spektroskopischer Verfahren belegt
  • Gestreckte Abschlussprüfung Teil 1 (Ende 2. Ausbildungsjahr) und Teil 2 (Ende der Ausbildung) vor der IHK bestanden

Ausbildung

2016 - 2020
Ausbildung zur Chemielaborantin (IHK-Abschluss)
Chemieunternehmen Region Rhein-Main / Berufsschule
  • Staatlich anerkannter Ausbildungsberuf nach § 4 Berufsbildungsgesetz (BBiG), geregelt in der ChemBioLackAusbV
  • Ausbildungsdauer 3 Jahre und 6 Monate, gestreckte Abschlussprüfung Teil 1 und Teil 2
  • Schwerpunkte: analytische Arbeiten (Qualitative Analyse, Spektroskopie, Gravimetrie, Maßanalyse, Chromatografie) und präparative Arbeiten (Herstellen, Trennen und Charakterisieren von Stoffen)
  • Wahlqualifikationen: Anwenden chromatografischer Verfahren, Anwenden spektroskopischer Verfahren

Kenntnisse

SkillNiveau
HPLC / Gaschromatografie (GC)Experte
Titration / MaßanalyseExperte
UV/VIS- und IR-SpektroskopieFortgeschritten
Präparative Chemie / SynthesetechnikFortgeschritten
GMP-konforme DokumentationFortgeschritten
Laborinformationssystem (LIMS)Fortgeschritten
Statistische Auswertung von MessdatenGrundkenntnisse
MS OfficeExperte

Sprachen

DeutschMuttersprache
EnglischGut (B2, Fachliteratur und Prüfberichte)
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Maria Beispiel
Chemielaborant/in
0170 1234567maria.beispiel@mail.de50667 Kölngeb. 14.03.1992

Profil

Chemielaborantin mit über 6 Jahren Berufserfahrung in analytischer Qualitätskontrolle und präparativer Chemie in der Chemieindustrie. Nach abgeschlossener dualer Ausbildung mit den Wahlqualifikationen Anwenden chromatografischer Verfahren und Anwenden spektroskopischer Verfahren sicher im Umgang mit HPLC, GC, Titration und UV/VIS-/IR-Spektroskopie. Erfahrung in GMP-reguliertem Umfeld, in der Dokumentation über Laborinformationssysteme (LIMS) sowie in der Methodenvalidierung. Arbeitet sorgfältig, dokumentationssicher und in enger Abstimmung mit Produktion und Qualitätsmanagement.

Berufserfahrung

2022 - heute
Chemielaborantin - Qualitätskontrolle
Speziallabor eines mittelständischen Chemieunternehmens, Region Rhein-Main
  • Durchführung von Freigabeprüfungen für Rohstoffe, Zwischen- und Endprodukte nach HPLC, GC und Titration
  • Erstellung und Pflege von Prüfmethoden und SOPs im Laborinformationssystem (LIMS)
  • Bearbeitung von Abweichungen und Reklamationen in enger Abstimmung mit Produktion und Qualitätsmanagement
  • Durchführung von Stabilitätsuntersuchungen und Auswertung der Messreihen nach GMP-Vorgaben
  • Einarbeitung neuer Auszubildender in Analysenmethoden und Laborsicherheit
2020 - 2022
Chemielaborantin - Analytisches Labor
Chemiepark-Standort eines Industrieunternehmens, Region Rhein-Main
  • Probenahme und Probenvorbereitung für die Wareneingangs- und Prozesskontrolle
  • Qualitative und quantitative Analysen mittels Spektroskopie (UV/VIS, IR) und Chromatografie
  • Durchführen präparativer Arbeiten: Herstellen, Reinigen und Charakterisieren von Produktmustern
  • Mitarbeit bei der Validierung neuer Analysenmethoden im Team mit Chemikern und Chemietechnikern
2016 - 2020
Ausbildung zur Chemielaborantin
Chemieunternehmen, Region Rhein-Main, mit Berufsschulunterricht
  • Duale Ausbildung nach der Verordnung über die Berufsausbildung im Laborbereich Chemie, Biologie und Lack (ChemBioLackAusbV)
  • Durchlaufen der Ausbildungsstationen Analytik, präparative Chemie, Probenvorbereitung und Qualitätssicherung
  • Wahlqualifikationen Anwenden chromatografischer Verfahren und Anwenden spektroskopischer Verfahren belegt
  • Gestreckte Abschlussprüfung Teil 1 (Ende 2. Ausbildungsjahr) und Teil 2 (Ende der Ausbildung) vor der IHK bestanden

Ausbildung

2016 - 2020
Ausbildung zur Chemielaborantin (IHK-Abschluss)
Chemieunternehmen Region Rhein-Main / Berufsschule
  • Staatlich anerkannter Ausbildungsberuf nach § 4 Berufsbildungsgesetz (BBiG), geregelt in der ChemBioLackAusbV
  • Ausbildungsdauer 3 Jahre und 6 Monate, gestreckte Abschlussprüfung Teil 1 und Teil 2
  • Schwerpunkte: analytische Arbeiten (Qualitative Analyse, Spektroskopie, Gravimetrie, Maßanalyse, Chromatografie) und präparative Arbeiten (Herstellen, Trennen und Charakterisieren von Stoffen)
  • Wahlqualifikationen: Anwenden chromatografischer Verfahren, Anwenden spektroskopischer Verfahren

Kenntnisse

SkillNiveau
HPLC / Gaschromatografie (GC)Experte
Titration / MaßanalyseExperte
UV/VIS- und IR-SpektroskopieFortgeschritten
Präparative Chemie / SynthesetechnikFortgeschritten
GMP-konforme DokumentationFortgeschritten
Laborinformationssystem (LIMS)Fortgeschritten
Statistische Auswertung von MessdatenGrundkenntnisse
MS OfficeExperte

Sprachen

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Profil

Chemielaborantin mit über 6 Jahren Berufserfahrung in analytischer Qualitätskontrolle und präparativer Chemie in der Chemieindustrie. Nach abgeschlossener dualer Ausbildung mit den Wahlqualifikationen Anwenden chromatografischer Verfahren und Anwenden spektroskopischer Verfahren sicher im Umgang mit HPLC, GC, Titration und UV/VIS-/IR-Spektroskopie. Erfahrung in GMP-reguliertem Umfeld, in der Dokumentation über Laborinformationssysteme (LIMS) sowie in der Methodenvalidierung. Arbeitet sorgfältig, dokumentationssicher und in enger Abstimmung mit Produktion und Qualitätsmanagement.

Berufserfahrung

2022 - heute

Chemielaborantin - Qualitätskontrolle

Speziallabor eines mittelständischen Chemieunternehmens, Region Rhein-Main

  • Durchführung von Freigabeprüfungen für Rohstoffe, Zwischen- und Endprodukte nach HPLC, GC und Titration
  • Erstellung und Pflege von Prüfmethoden und SOPs im Laborinformationssystem (LIMS)
  • Bearbeitung von Abweichungen und Reklamationen in enger Abstimmung mit Produktion und Qualitätsmanagement
  • Durchführung von Stabilitätsuntersuchungen und Auswertung der Messreihen nach GMP-Vorgaben
  • Einarbeitung neuer Auszubildender in Analysenmethoden und Laborsicherheit

2020 - 2022

Chemielaborantin - Analytisches Labor

Chemiepark-Standort eines Industrieunternehmens, Region Rhein-Main

  • Probenahme und Probenvorbereitung für die Wareneingangs- und Prozesskontrolle
  • Qualitative und quantitative Analysen mittels Spektroskopie (UV/VIS, IR) und Chromatografie
  • Durchführen präparativer Arbeiten: Herstellen, Reinigen und Charakterisieren von Produktmustern
  • Mitarbeit bei der Validierung neuer Analysenmethoden im Team mit Chemikern und Chemietechnikern

2016 - 2020

Ausbildung zur Chemielaborantin

Chemieunternehmen, Region Rhein-Main, mit Berufsschulunterricht

  • Duale Ausbildung nach der Verordnung über die Berufsausbildung im Laborbereich Chemie, Biologie und Lack (ChemBioLackAusbV)
  • Durchlaufen der Ausbildungsstationen Analytik, präparative Chemie, Probenvorbereitung und Qualitätssicherung
  • Wahlqualifikationen Anwenden chromatografischer Verfahren und Anwenden spektroskopischer Verfahren belegt
  • Gestreckte Abschlussprüfung Teil 1 (Ende 2. Ausbildungsjahr) und Teil 2 (Ende der Ausbildung) vor der IHK bestanden

Ausbildung

2016 - 2020

Ausbildung zur Chemielaborantin (IHK-Abschluss)

Chemieunternehmen Region Rhein-Main / Berufsschule

Kenntnisse

  • SkillNiveau
  • HPLC / Gaschromatografie (GC)Experte
  • Titration / MaßanalyseExperte
  • UV/VIS- und IR-SpektroskopieFortgeschritten
  • Präparative Chemie / SynthesetechnikFortgeschritten
  • GMP-konforme DokumentationFortgeschritten
  • Laborinformationssystem (LIMS)Fortgeschritten
  • Statistische Auswertung von MessdatenGrundkenntnisse
  • MS OfficeExperte

Sprachen

  • DeutschMuttersprache
  • EnglischGut (B2, Fachliteratur und Prüfberichte)

Tätigkeiten im Lebenslauf formulieren: Chemielaborant/in

Analytik & Qualitätskontrolle

  • Freigabeprüfungen für Rohstoffe, Zwischen- und Endprodukte mittels HPLC, GC und Titration durchgeführt
  • Qualitative und quantitative Analysen mit UV/VIS- und IR-Spektroskopie erstellt und ausgewertet
  • Stabilitätsuntersuchungen geplant, durchgeführt und nach GMP-Vorgaben dokumentiert
  • Prüfergebnisse statistisch ausgewertet und in Prüfberichten für die Freigabe zusammengefasst

Präparative Chemie & Synthese

  • Präparate nach Synthesevorschriften hergestellt und Reaktionsführung dokumentiert
  • Stoffgemische durch Destillation, Extraktion und Filtration getrennt und gereinigt
  • Zielprodukte durch physikalische und chemische Kenndaten charakterisiert

Probenmanagement & Arbeitssicherheit

  • Probenahme und Probenvorbereitung für Wareneingangs-, Prozess- und Endproduktkontrolle organisiert
  • Umgang mit Gefahrstoffen nach Betriebsanweisung und Gefahrstoffverordnung sicher durchgeführt
  • Laborgeräte kalibriert, gewartet und Wartungsintervalle dokumentiert

Dokumentation & Laborinformationssysteme

  • Prüfmethoden, SOPs und Analysenergebnisse im Laborinformationssystem (LIMS) gepflegt
  • Abweichungen und Out-of-Specification-Ergebnisse nach GMP-konformem Verfahren dokumentiert
  • Schnittstelle zu Produktion und Qualitätsmanagement bei Reklamationen und Abweichungen betreut

Methodenentwicklung & Validierung

  • Neue Analysenmethoden mitentwickelt und im Team gegen Referenzmethoden validiert
  • Ringversuche und Methodenvergleiche zwischen Laborstandorten begleitet

Welche Kenntnisse gehören in den Lebenslauf als Chemielaborant/in?

Fachliche Kenntnisse zeigen sofort die Praxiserfahrung, Zertifikate belegen sie formal, Soft Skills ergänzen sie. Alle drei gehören in den Lebenslauf, aber getrennt und konkret benannt.

Hard Skills

  • Instrumentelle Analytik (HPLC, GC, LC-MS)
  • UV/VIS- und IR-Spektroskopie
  • Titration / Maßanalyse, Gravimetrie
  • Präparative Chemie und Synthesetechnik
  • Probenahme und Probenvorbereitung
  • GMP/GLP-konforme Dokumentation
  • Laborinformationssysteme (LIMS), SAP
  • Statistische Auswertung von Messreihen
  • Methodenentwicklung und -validierung

Zertifikate

  • IHK-Abschluss Chemielaborant/in (ChemBioLackAusbV)
  • Wahlqualifikationen laut Ausbildungszeugnis (z. B. Anwenden chromatografischer Verfahren, Anwenden spektroskopischer Verfahren)
  • GMP-Schulungsnachweis
  • Sachkundenachweis Gefahrstoffe/Gefahrgut (optional, betriebsabhängig)
  • Aufstiegsfortbildung Chemietechniker/in oder Industriemeister/in Chemie (optional)

Soft Skills

  • Sorgfalt und Präzision
  • Analytisches und methodisches Denken
  • Dokumentationsdisziplin
  • Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit Gefahrstoffen
  • Teamfähigkeit an der Schnittstelle zu Produktion und Qualitätsmanagement
  • Belastbarkeit bei Freigabeterminen
  • Kommunikationsfähigkeit bei Abweichungen und Reklamationen

Ausbildung und Gehalt als Chemielaborant/in im Überblick

AusbildungswegRechtsgrundlage ist die Verordnung über die Berufsausbildung im Laborbereich Chemie, Biologie und Lack (ChemBioLackAusbV), Ausfertigungsdatum 25. Juni 2009 (BGBl. I S. 1600), in der Fassung der Bekanntmachung vom 24. April 2020 (BGBl. I S. 868), zuletzt geändert durch Artikel 1 der Verordnung vom 10. Februar 2022 (BGBl. I S. 174). Es handelt sich um eine Ausbildungsordnung im Sinne des § 4 Berufsbildungsgesetz (BBiG). Die Verordnung erkennt in § 1 gemeinsam drei Ausbildungsberufe staatlich an: Chemielaborant/Chemielaborantin, Biologielaborant/Biologielaborantin und Lacklaborant/Lacklaborantin. Alle drei teilen sich gemeinsame Vorschriften (Teil 1, §§ 1-3), haben aber je einen eigenen Regelungsteil mit eigenem Ausbildungsrahmenplan; für Chemielaborant/in ist das Teil 2 (§§ 4-10) mit Anlage 1. Ausbildungsdauer laut § 2: drei Jahre und sechs Monate. Nach § 3 gliedert sich die Ausbildung in Pflichtqualifikationen (integrativ vermittelte, allen drei Laborberufen gemeinsame Inhalte nach § 4 Absatz 2 Abschnitt A Nummer 1 bis 6.4, plus chemielaborant-spezifische Inhalte nach Nummer 7 bis 8.3) sowie sechs vom Ausbildungsbetrieb festzulegende Wahlqualifikationen aus einer Auswahlliste von 20 möglichen Themen (§ 4 Absatz 2 Abschnitt B), darunter Präparative Chemie, Anwenden chromatografischer und spektroskopischer Verfahren, Durchführen verfahrenstechnischer Arbeiten, Qualitätsmanagement sowie - seit der Neufassung 2020 neu aufgenommen - Digitalisierung in Forschung, Entwicklung, Analytik und Produktion sowie Arbeiten mit vernetzten und automatisierten Systemen. Kern der chemielaborant-spezifischen Pflichtqualifikationen (§ 4 Absatz 2 Abschnitt A Nummer 7-8.3) sind zwei Bereiche: 7. Durchführen analytischer Arbeiten (Vorbereiten von Proben, Qualitative Analyse, Spektroskopie, Gravimetrie, Maßanalyse, Chromatografie, Auswerten von Messergebnissen) und 8. Durchführen präparativer Arbeiten (Herstellen von Präparaten, Trennen und Reinigen von Stoffen, Charakterisieren von Produkten). Das ist der fachliche Kern, der den Beruf vom Labor her prägt. Die Abschlussprüfung ist nach § 6 als gestreckte Prüfung angelegt: Teil 1 (§ 7) findet gegen Ende des zweiten Ausbildungsjahres statt und fließt mit einer Gewichtung nach § 9 bereits in die Endnote ein; Teil 2 (§ 8) findet am Ende der Ausbildung statt. Teil 1 umfasst einen schriftlichen und einen praktischen Prüfungstag, Teil 2 einen schriftlichen und zwei praktische Prüfungstage (Quelle: IHK-Prüfungsseiten, siehe Quellenliste). Formale Zugangsvoraussetzungen schreibt die Verordnung nicht vor - nötig ist nur die erfüllte Vollzeitschulpflicht; in der Praxis erwarten die meisten Betriebe einen Realschulabschluss mit guten Chemie-, Physik- und Mathematiknoten. Abgrenzung zu Chemikant/in: Chemikant/in ist ein eigenständiger, ebenfalls dreieinhalbjähriger dualer Ausbildungsberuf, aber nach einer anderen, separaten Ausbildungsordnung geregelt (Verordnung über die Berufsausbildung zum Chemikanten und zur Chemikantin, ChemikAusbV 2009) - nicht Teil der ChemBioLackAusbV. Inhaltlich liegt der Schwerpunkt bei Chemikant/in auf dem Bedienen, Überwachen und Fahren verfahrenstechnischer Großanlagen (Destillier-, Rektifizier- und Abfüllanlagen, Pumpen, Kessel, Tanks) vom Leitstand aus, also auf der industriellen Produktion im großen Maßstab. Chemielaborant/in arbeitet dagegen im Labor an Analytik, Methodenentwicklung, präparativer Chemie und Qualitätskontrolle - oft an denselben Produkten, aber vor bzw. begleitend zur Großproduktion, nicht in ihr.
GehaltsspanneZum Gehalt von Chemielaborant/innen liegen deutlich unterschiedliche Angaben vor, die hier bewusst nicht gemittelt werden. StepStone nennt auf Basis von 647 ausgewerteten Stellenangeboten in Deutschland einen Median von rund 40.900 Euro brutto im Jahr (Spanne rund 33.500 bis 49.400 Euro) - eine Auswertung von Angebotsgehältern aus Stellenanzeigen. Gehalt.de kommt zu einem deutlich höheren Median von rund 48.200 Euro im Jahr (rund 3.887 Euro im Monat bei 40 Wochenstunden), mit einem unteren Quartil von rund 42.650 Euro und einem oberen Quartil von rund 54.460 Euro; Stichprobengröße und genaues Erhebungsdatum werden dort nicht angegeben. Die Differenz von rund 7.000 bis 8.000 Euro im Median zwischen beiden Portalen zeigt, wie unterschiedlich Angebotsgehälter aus Stellenanzeigen (StepStone) und modellierte Werte auf Basis gemeldeter Gehälter (Gehalt.de) ausfallen können. Als dritter, tariflicher Anhaltspunkt: Der Chemie-Tarifvertrag der IG BCE ordnet laborbezogene Ausbildungsberufe häufig in Entgeltgruppe E7 ein, mit einem Grundgehalt von 3.703 Euro im Monat (Beispiel Rheinland-Pfalz, Stand April 2025) - das ist ein amtlicher Tarifwert für tarifgebundene Chemieunternehmen, kein Marktdurchschnitt aus Stellenanzeigen oder Selbstauskünften und regional unterschiedlich. Die Ausbildungsvergütung selbst steigt laut Chemie-Tarif (IG BCE, Stand 2024/2025) stufenweise von rund 1.128 Euro im ersten bis rund 1.373 Euro im vierten Ausbildungsjahr; einzelne Ausbildungsportale nennen davon leicht abweichende Durchschnittswerte (z. B. aubi-plus.de: 1.216 bis 1.425 Euro), was auf unterschiedliche Stichproben nicht tarifgebundener Betriebe zurückgehen dürfte.

Was verdient man als Chemielaborant/in? Die Quellen im Vergleich

Gehaltsportale kommen für denselben Beruf zu deutlich unterschiedlichen Werten, weil sie unterschiedlich erheben. Wir stellen sie deshalb nebeneinander, statt einen Durchschnitt zu bilden.

Die Quellen liegen 7.297 € auseinander. Diese Differenz ist kein Fehler, sondern Folge unterschiedlicher Erhebungsmethoden und Stichproben. Nutze die Werte als Spanne, nicht als Punktwert, und prüfe im Gespräch, worauf sich eine genannte Zahl bezieht.

Alle Angaben Bruttojahresgehalt, abgerufen am 10. August 2026.

Dos & Don'ts für den Chemielaborant/in-Lebenslauf

Do

  • Gewählte Wahlqualifikationen aus der Ausbildung konkret benennen (z. B. chromatografische oder spektroskopische Verfahren) statt nur "Chemielaborant/in" zu schreiben
  • Konkrete Analysemethoden und Geräte auflisten (HPLC, GC, Titration, UV/VIS-, IR-Spektroskopie)
  • Erfahrung im GMP-regulierten Umfeld (Pharma, Lebensmittel) explizit hervorheben, wenn vorhanden
  • Zwischen analytischer und präparativer Tätigkeit unterscheiden - beides sind unterschiedliche Kernbereiche der Ausbildung
  • Kenntnisse in Laborinformationssystemen (LIMS) und Dokumentationssoftware nennen
  • Bei Wechsel aus der Produktion (z. B. von Chemikant/in) den fachlichen Unterschied zum Labor im Anschreiben erklären

Don't

  • Chemielaborant/in nicht mit Chemikant/in gleichsetzen oder austauschbar verwenden - unterschiedliche Ausbildungsordnungen und Tätigkeitsschwerpunkte
  • Nicht "Laborleitung" oder "Chemiker/in" schreiben, wenn nur der Ausbildungsabschluss ohne Studium vorliegt
  • Analytische Tätigkeiten nicht pauschal als "Laborarbeit" zusammenfassen - konkrete Methoden nennen
  • Keine erfundenen Wahlqualifikationen oder Zertifikate angeben, die nicht im Ausbildungszeugnis stehen
  • GMP-/GLP-Erfahrung nicht behaupten, wenn nur außerhalb regulierter Umgebungen gearbeitet wurde
  • Gehaltsangaben aus verschiedenen Portalen nicht mitteln - Stellenanzeigen-Auswertungen und Selbstauskünfte messen Unterschiedliches

Häufige Fragen zum Lebenslauf als Chemielaborant/in

Ist Chemielaborant/in eine gesetzlich geschützte Berufsbezeichnung?

Chemielaborant/in ist ein staatlich anerkannter dualer Ausbildungsberuf nach § 4 Absatz 1 des Berufsbildungsgesetzes (BBiG), geregelt in der Verordnung über die Berufsausbildung im Laborbereich Chemie, Biologie und Lack (ChemBioLackAusbV). Anders als bei Kammerberufen mit Zulassungspflicht (z. B. Rechtsanwalt/Rechtsanwältin) gibt es keine förmliche Berufszulassung - die Bezeichnung ist aber an den erfolgreichen Abschluss der anerkannten Ausbildung geknüpft und wird in der Praxis nur von Ausbildungsabsolvent/innen geführt.

Was ist der Unterschied zwischen Chemielaborant/in und Chemikant/in?

Beide sind eigenständige, dreieinhalbjährige duale Ausbildungsberufe, aber nach unterschiedlichen Ausbildungsordnungen geregelt und mit unterschiedlichem Tätigkeitsschwerpunkt. Chemielaborant/in fällt unter die ChemBioLackAusbV und arbeitet im Labor: analytische Arbeiten (Qualitative Analyse, Spektroskopie, Chromatografie, Titration) und präparative Arbeiten (Synthese, Aufreinigung, Charakterisierung von Produkten) in Forschung, Entwicklung und Qualitätskontrolle. Chemikant/in fällt unter die separate Chemikantenausbildungsverordnung (ChemikAusbV) und arbeitet in der Produktion: Bedienen, Überwachen und Fahren großtechnischer Anlagen (z. B. Destillier-, Rektifizier- und Abfüllanlagen) vom Leitstand aus. Vereinfacht: Chemielaborant/innen entwickeln und prüfen Stoffe im Labor, Chemikant/innen stellen sie im industriellen Maßstab in der Anlage her.

Wie lange dauert die Ausbildung zum Chemielaboranten/zur Chemielaborantin und wie ist die Prüfung aufgebaut?

Die Ausbildung dauert nach § 2 ChemBioLackAusbV drei Jahre und sechs Monate. Sie endet mit einer gestreckten Abschlussprüfung: Teil 1 findet gegen Ende des zweiten Ausbildungsjahres statt und fließt bereits in die Endnote ein, Teil 2 am Ende der Ausbildung. Teil 1 umfasst je einen schriftlichen und einen praktischen Prüfungstag, Teil 2 einen schriftlichen und zwei praktische Prüfungstage.

Welche Zugangsvoraussetzungen gelten für die Ausbildung?

Formal schreibt die ChemBioLackAusbV keinen bestimmten Schulabschluss vor - vorausgesetzt wird lediglich die erfüllte allgemeine Schulpflicht. In der Ausbildungspraxis erwarten die meisten Betriebe jedoch mindestens einen Realschulabschluss mit guten Noten in Chemie, Physik und Mathematik, da die analytischen Inhalte der Ausbildung entsprechende Vorkenntnisse voraussetzen.

Welche Wahlqualifikationen kann man während der Ausbildung wählen?

Der Ausbildungsbetrieb legt sechs Wahlqualifikationen aus einer Liste von 20 möglichen Themen fest (§ 3, § 4 Absatz 2 Abschnitt B ChemBioLackAusbV), zum Beispiel Präparative Chemie, Anwenden chromatografischer Verfahren, Anwenden spektroskopischer Verfahren, Durchführen verfahrenstechnischer Arbeiten, Qualitätsmanagement oder - seit der Neufassung 2020 - Digitalisierung in Forschung, Entwicklung, Analytik und Produktion sowie Arbeiten mit vernetzten und automatisierten Systemen. Die gewählten Qualifikationen sollten im Lebenslauf konkret benannt werden, da sie den fachlichen Schwerpunkt zeigen.

Was verdient ein/e Chemielaborant/in?

Gehaltsportale kommen zu unterschiedlichen Werten, die hier bewusst nicht gemittelt werden: StepStone nennt auf Basis von 647 ausgewerteten Stellenangeboten einen Median von rund 40.900 Euro brutto im Jahr (Spanne rund 33.500-49.400 Euro). Gehalt.de gibt einen höheren Median von rund 48.200 Euro im Jahr an (Quartile rund 42.650-54.460 Euro). Der Chemie-Tarifvertrag der IG BCE ordnet die Ausbildung im Laborbereich häufig in Entgeltgruppe E7 ein, mit einem Grundgehalt von 3.703 Euro im Monat (Beispiel Rheinland-Pfalz, Stand April 2025) - ein tariflicher Anhaltspunkt, kein Marktdurchschnitt.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es nach der Ausbildung?

Klassische Aufstiegsfortbildungen sind die Weiterbildung zum/zur Chemietechniker/in oder zum/zur Industriemeister/in Chemie sowie Spezialisierungen in Richtung Qualitätsmanagement oder Labormethodik (z. B. Chromatografie, Massenspektrometrie). Mit (Fach-)Hochschulreife ist auch ein anschließendes Studium, etwa der Chemie, Biotechnologie oder Lebensmittelchemie, ein üblicher Weg.

Quellen

  1. ChemBioLackAusbV 2009 - Verordnung über die Berufsausbildung im Laborbereich Chemie, Biologie und Lack, Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de), abgerufen am 2026-08-10
  2. Chemielaborant/-in - Ausbildungsberuf im Überblick, IHK Schwerin, abgerufen am 2026-08-10
  3. Chemielaborant/in Gehälter in Deutschland 2026, StepStone, abgerufen am 2026-08-10
  4. Chemielaborant/-in » Gehalt & Beruf, Gehalt.de, abgerufen am 2026-08-10
  5. Arbeiten in der Chemie: In welcher Entgeltgruppe bin ich?, IG BCE (wir-hier.de), abgerufen am 2026-08-10
  6. Gehalt und Verdienst Chemielaborant / Chemielaborantin (Ausbildungsvergütung), aubi-plus.de, abgerufen am 2026-08-10
  7. Chemielaborant und Chemikant (m/w/d): Unterschiede, Indeed Karriere-Guide, abgerufen am 2026-08-10

Der Content wurde mit Hilfe von KI erstellt, vor allem in der Recherche und Vorformulierung. Prüfung und Abnahme durch unsere Redaktion.

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Zuletzt aktualisiert am 11.08.2026