Lebenslauf Muster Journalist/in
Vorlage, Beispiel und Formulierungen
Journalist/in ist in Deutschland keine gesetzlich geschützte Berufsbezeichnung und kein reglementierter Beruf - es gibt weder ein Berufszulassungsgesetz noch eine bundeseinheitliche Ausbildungsordnung. Grundlage ist Art. 5 Abs. 1 Satz 2 GG (Pressefreiheit): Grundsätzlich darf sich jede Person Journalist/in nennen. In der Praxis haben sich vier parallele, nicht formal vorgeschriebene Zugangswege etabliert: ein Volontariat bei einem Zeitungsverlag (tarifvertraglich geregelt über den Gehalts- und Manteltarifvertrag zwischen BDZV und DJV/ver.di, meist zwei Jahre) oder einer Rundfunkanstalt (ARD/ZDF, jeweils hausinterne Volontariatsordnung statt Flächentarifvertrag), ein Studium der Journalistik oder Kommunikationswissenschaft, eine private Journalistenschule (z. B. Henri-Nannen-Schule, Deutsche Journalistenschule) ohne staatliche Anerkennung, oder ein Quereinstieg über freie Mitarbeit. Der bundeseinheitliche Presseausweis ist dabei kein Ausbildungsnachweis, sondern bestätigt lediglich hauptberufliche journalistische Tätigkeit. Gehälter unterscheiden sich stark: Laut Tarifvertrag verdienen Volontär/innen an Tageszeitungen aktuell 2.464 bis 2.792 Euro/Monat, Redakteur/innen je nach Berufsjahren 3.623 bis 5.529 Euro/Monat; Gehaltsportale nennen für Journalist/innen einen Median von rund 58.754 Euro/Jahr.
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Profil
Redakteurin für Lokales und Wirtschaft mit über drei Jahren Berufserfahrung nach einem zweijährigen, tarifvertraglich geregelten Volontariat bei einer Tageszeitung. Recherchiert, verfasst und redigiert tagesaktuelle Beiträge für Print und Online, führt Interviews mit Kommunalpolitik und Wirtschaft und verantwortet die crossmediale Veröffentlichung im Redaktionssystem. Kombiniert journalistisches Handwerk aus dem Studium der Journalistik mit praktischer Redaktionserfahrung, presserechtlichem Grundwissen und einem sicheren Gespür für Themen mit lokaler Relevanz. Arbeitet zuverlässig unter Redaktionsschluss-Druck und pflegt ein belastbares Netzwerk aus Quellen und Ansprechpartner/innen.
Berufserfahrung
- Tagesaktuelle Berichterstattung zu Kommunalpolitik, regionaler Wirtschaft und Gerichtsverfahren recherchiert und verfasst
- Interviews mit Kommunalpolitiker/innen, Unternehmer/innen und Bürger/innen geführt und aufbereitet
- Artikel im Redaktionssystem für Print- und Online-Ausgabe eigenständig eingepflegt und crossmedial veröffentlicht
- Social-Media-Kanäle der Lokalredaktion redaktionell mitbetreut und Reichweite über Themenauswahl gesteuert
- Regelmäßige Teilnahme an Blattkritik und redaktioneller Themenplanung
- Zweijähriges Volontariat gemäß Gehalts- und Manteltarifvertrag für Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen (BDZV/DJV) durchlaufen
- Ressorts Lokales, Wirtschaft, Sport und Online-Desk im Rotationsprinzip kennengelernt
- Teilnahme an tarifvertraglich vorgesehenen Ausbildungsseminaren einer Landesjournalistenschule
- Erste eigenständig recherchierte und presserechtlich verantwortete Artikel veröffentlicht
- Einarbeitung in Redaktionssystem, Bildredaktion und presserechtliche Grundlagen (Pressekodex, Gegendarstellungsrecht)
- Berichterstattung zu Vereins-, Kultur- und Kommunalthemen nach Zeilenhonorar verfasst
- Eigene Fotos für Lokalartikel erstellt und bildredaktionell aufbereitet
- Erste Recherchen unter redaktioneller Anleitung durchgeführt
Ausbildung
- Schwerpunkte: politischer Journalismus, Medienrecht, Recherchetechniken
- Praxissemester in der Lokalredaktion einer Tageszeitung
- Mitarbeit beim Campusradio als studentische Redakteurin
- Grundlagen der Datenrecherche und -visualisierung für Lokal- und Wirtschaftsjournalismus
- Praxisprojekt: Auswertung öffentlicher Haushaltsdaten der Stadt Köln
Kenntnisse
Sprachen
Lebenslauf-Editor: Journalist/in
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Profil
Redakteurin für Lokales und Wirtschaft mit über drei Jahren Berufserfahrung nach einem zweijährigen, tarifvertraglich geregelten Volontariat bei einer Tageszeitung. Recherchiert, verfasst und redigiert tagesaktuelle Beiträge für Print und Online, führt Interviews mit Kommunalpolitik und Wirtschaft und verantwortet die crossmediale Veröffentlichung im Redaktionssystem. Kombiniert journalistisches Handwerk aus dem Studium der Journalistik mit praktischer Redaktionserfahrung, presserechtlichem Grundwissen und einem sicheren Gespür für Themen mit lokaler Relevanz. Arbeitet zuverlässig unter Redaktionsschluss-Druck und pflegt ein belastbares Netzwerk aus Quellen und Ansprechpartner/innen.
Berufserfahrung
- Tagesaktuelle Berichterstattung zu Kommunalpolitik, regionaler Wirtschaft und Gerichtsverfahren recherchiert und verfasst
- Interviews mit Kommunalpolitiker/innen, Unternehmer/innen und Bürger/innen geführt und aufbereitet
- Artikel im Redaktionssystem für Print- und Online-Ausgabe eigenständig eingepflegt und crossmedial veröffentlicht
- Social-Media-Kanäle der Lokalredaktion redaktionell mitbetreut und Reichweite über Themenauswahl gesteuert
- Regelmäßige Teilnahme an Blattkritik und redaktioneller Themenplanung
- Zweijähriges Volontariat gemäß Gehalts- und Manteltarifvertrag für Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen (BDZV/DJV) durchlaufen
- Ressorts Lokales, Wirtschaft, Sport und Online-Desk im Rotationsprinzip kennengelernt
- Teilnahme an tarifvertraglich vorgesehenen Ausbildungsseminaren einer Landesjournalistenschule
- Erste eigenständig recherchierte und presserechtlich verantwortete Artikel veröffentlicht
- Einarbeitung in Redaktionssystem, Bildredaktion und presserechtliche Grundlagen (Pressekodex, Gegendarstellungsrecht)
- Berichterstattung zu Vereins-, Kultur- und Kommunalthemen nach Zeilenhonorar verfasst
- Eigene Fotos für Lokalartikel erstellt und bildredaktionell aufbereitet
- Erste Recherchen unter redaktioneller Anleitung durchgeführt
Ausbildung
- Schwerpunkte: politischer Journalismus, Medienrecht, Recherchetechniken
- Praxissemester in der Lokalredaktion einer Tageszeitung
- Mitarbeit beim Campusradio als studentische Redakteurin
- Grundlagen der Datenrecherche und -visualisierung für Lokal- und Wirtschaftsjournalismus
- Praxisprojekt: Auswertung öffentlicher Haushaltsdaten der Stadt Köln
Kenntnisse
Sprachen
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Profil
Redakteurin für Lokales und Wirtschaft mit über drei Jahren Berufserfahrung nach einem zweijährigen, tarifvertraglich geregelten Volontariat bei einer Tageszeitung. Recherchiert, verfasst und redigiert tagesaktuelle Beiträge für Print und Online, führt Interviews mit Kommunalpolitik und Wirtschaft und verantwortet die crossmediale Veröffentlichung im Redaktionssystem. Kombiniert journalistisches Handwerk aus dem Studium der Journalistik mit praktischer Redaktionserfahrung, presserechtlichem Grundwissen und einem sicheren Gespür für Themen mit lokaler Relevanz. Arbeitet zuverlässig unter Redaktionsschluss-Druck und pflegt ein belastbares Netzwerk aus Quellen und Ansprechpartner/innen.
Berufserfahrung
seit 03/2023
Redakteurin Lokales & Wirtschaft
Rheinische Tageszeitung, Rheinland-Verlag GmbH, Köln
- Tagesaktuelle Berichterstattung zu Kommunalpolitik, regionaler Wirtschaft und Gerichtsverfahren recherchiert und verfasst
- Interviews mit Kommunalpolitiker/innen, Unternehmer/innen und Bürger/innen geführt und aufbereitet
- Artikel im Redaktionssystem für Print- und Online-Ausgabe eigenständig eingepflegt und crossmedial veröffentlicht
- Social-Media-Kanäle der Lokalredaktion redaktionell mitbetreut und Reichweite über Themenauswahl gesteuert
- Regelmäßige Teilnahme an Blattkritik und redaktioneller Themenplanung
09/2021 - 02/2023
Redaktionsvolontärin
Rheinische Tageszeitung, Rheinland-Verlag GmbH, Köln
- Zweijähriges Volontariat gemäß Gehalts- und Manteltarifvertrag für Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen (BDZV/DJV) durchlaufen
- Ressorts Lokales, Wirtschaft, Sport und Online-Desk im Rotationsprinzip kennengelernt
- Teilnahme an tarifvertraglich vorgesehenen Ausbildungsseminaren einer Landesjournalistenschule
- Erste eigenständig recherchierte und presserechtlich verantwortete Artikel veröffentlicht
- Einarbeitung in Redaktionssystem, Bildredaktion und presserechtliche Grundlagen (Pressekodex, Gegendarstellungsrecht)
2019 - 2021
Freie Mitarbeiterin Lokalredaktion
Kölner Stadtblatt
- Berichterstattung zu Vereins-, Kultur- und Kommunalthemen nach Zeilenhonorar verfasst
- Eigene Fotos für Lokalartikel erstellt und bildredaktionell aufbereitet
- Erste Recherchen unter redaktioneller Anleitung durchgeführt
Ausbildung
10/2016 - 08/2020
B.A. Journalistik und Kommunikationswissenschaft
TU Dortmund, Institut für Journalistik
03/2021
Zertifikatslehrgang Datenjournalismus (Weiterbildung, berufsbegleitend)
ifp - Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses, München
Kenntnisse
- Recherche & QuellenverifikationExperte
- Nachrichten- und ReportagetextenExperte
- InterviewführungFortgeschritten
- RedaktionssystemeFortgeschritten
- SEO für redaktionelle InhalteGrundkenntnisse
- Datenjournalismus (Excel)Grundkenntnisse
- BildredaktionFortgeschritten
- Presserecht & PressekodexFortgeschritten
Sprachen
- DeutschMuttersprache
- EnglischVerhandlungssicher (C1)
- FranzösischGrundkenntnisse (A2)
Tätigkeiten im Lebenslauf formulieren: Journalist/in
Recherche & Themenfindung
- Themen aus Kommunalpolitik, Wirtschaft und Gesellschaft eigenständig recherchiert und für die Redaktionskonferenz aufbereitet
- Primärquellen, Akten und Datensätze geprüft und mit unabhängigen Quellen gegenrecherchiert (Zwei-Quellen-Prinzip)
- Pressemitteilungen, Behördenanfragen und Informationsfreiheitsanfragen als Recherchegrundlage ausgewertet
Textproduktion
- Nachrichten, Berichte, Reportagen und Kommentare journalistisch sauber unterschieden und verfasst
- Interviews vorbereitet, geführt, autorisiert und für die Veröffentlichung redigiert
- Komplexe Sachverhalte für ein breites Lesepublikum verständlich und presserechtlich sauber aufbereitet
Redaktionelle Produktion & Digitalpublishing
- Artikel im Redaktionssystem für Print- und Online-Ausgabe eingepflegt, formatiert und crossmedial veröffentlicht
- Beiträge suchmaschinen- und social-media-gerecht auf- und umbereitet
- Bildauswahl, Bildrechte und Bildunterschriften für eigene Artikel verantwortet
Interviews & Pressetermine
- Pressekonferenzen, Hintergrundgespräche und Vor-Ort-Termine journalistisch begleitet
- Interviewpartner/innen identifiziert, kontaktiert und Gesprächstermine organisiert
- Zitate autorisiert und presserechtlich einwandfrei in Artikel eingearbeitet
Redaktionelle Qualitätssicherung & Zusammenarbeit
- Teilnahme an Blattkritik und redaktionellen Feedbackrunden zur Qualitätssicherung
- Einhaltung presseethischer Standards nach dem Pressekodex des Deutschen Presserats sichergestellt
- Enge Abstimmung mit Bildredaktion, Layout und Chefredaktion bei Redaktionsschluss
Welche Kenntnisse gehören in den Lebenslauf als Journalist/in?
Fachliche Kenntnisse zeigen sofort die Praxiserfahrung, Zertifikate belegen sie formal, Soft Skills ergänzen sie. Alle drei gehören in den Lebenslauf, aber getrennt und konkret benannt.
Hard Skills
- Recherche und Quellenverifikation (Zwei-Quellen-Prinzip)
- Nachrichten-, Berichts-, Reportage- und Kommentartexten
- Interviewführung und -aufbereitung
- Redaktionssysteme (CMS für Print und Online)
- SEO-Grundlagen für redaktionelle Online-Inhalte
- Social-Media-Publishing für redaktionelle Kanäle
- Grundlagen Datenjournalismus (Excel, Datenvisualisierung)
- Presserecht und Pressekodex des Deutschen Presserats
Zertifikate
- Abschlusszeugnis eines Redaktionsvolontariats (tarifvertraglich bei Tageszeitungen bzw. hausintern bei Rundfunkanstalten geregelt)
- Studienabschluss Journalistik, Kommunikations- oder Medienwissenschaft
- Abschluss einer privaten Journalistenschule (z. B. Henri-Nannen-Schule, Deutsche Journalistenschule, Burda Journalistenschule)
- Bundeseinheitlicher Presseausweis (Tätigkeitsnachweis, keine Ausbildungsvoraussetzung)
- Freiwillige Mitgliedschaft im DJV oder in der dju/ver.di
- Zertifikatslehrgänge z. B. Datenjournalismus oder Investigativjournalismus (u. a. ifp München)
Soft Skills
- Neugier und journalistische Hartnäckigkeit
- Kritisches Urteilsvermögen und Unabhängigkeit
- Sprachgefühl und Textsicherheit
- Belastbarkeit unter Redaktionsschluss-Druck
- Diskretion und journalistische Sorgfaltspflicht
- Kommunikationsstärke im Umgang mit Quellen und Interviewpartner/innen
- Teamfähigkeit in der Redaktionskonferenz
Ausbildung und Gehalt als Journalist/in im Überblick
| Ausbildungsweg | Journalist/in ist in Deutschland kein reglementierter Beruf: Es existiert weder ein Berufszulassungsgesetz noch eine bundeseinheitliche Ausbildungsordnung. Rechtliche Grundlage ist stattdessen Art. 5 Abs. 1 Satz 2 GG (Pressefreiheit und Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film) - verifiziert im Wortlaut auf gesetze-im-internet.de. Anders als bei den meisten anderen Berufen in diesem Datensatz treten an die Stelle eines Gesetzes tarifvertragliche und privatrechtliche Regelungen. 1) Volontariat bei Zeitungsverlagen: Tarifvertraglich abgesichert durch den Gehalts- und Manteltarifvertrag für Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen zwischen BDZV (Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger) und DJV/ver.di. Laut amtlichem Tarifregister des Landes Mecklenburg-Vorpommern (veröffentlicht 27.11.2025) gilt der Manteltarifvertrag ab 01.01.2014 in der Fassung vom 18.07.2025, der Gehaltstarifvertrag ab 01.01.2025 mit Erhöhungsstufen zum 01.05.2025, 01.02.2026 und 01.02.2027. Das Volontariat dauert in der Praxis meist zwei Jahre und durchläuft mehrere Ressorts. Der Tarifvertrag ist nur bei tarifgebundenen Verlagen verbindlich; bei nicht tarifgebundenen Arbeitgebern wird die Vergütung frei vereinbart. 2) Volontariat bei Rundfunkanstalten (ARD/ZDF): Kein vergleichbarer Flächentarifvertrag, sondern hausinterne Volontariatsordnungen der jeweiligen Anstalt. Dauer meist 18 bis 24 Monate (bei ARD-Sendern teils verkürzbar auf 15 Monate bei abgeschlossenem Studium, beim ZDF fest 24 Monate). Voraussetzungen sind i. d. R. Abitur/Fachhochschulreife und Mindestalter 18 Jahre; ein Studienabschluss erhöht die Chancen, ist aber nicht zwingend vorgeschrieben. 3) Journalistik-/Kommunikationswissenschafts-Studium: Grundständige oder weiterführende Studiengänge (z. B. B.A. Journalistik am Institut für Journalistik der TU Dortmund) ohne bundeseinheitliche Studien- oder Prüfungsordnung - jede Hochschule regelt Zulassung und Curriculum eigenständig im Rahmen der Hochschulautonomie. Ein Studium wird häufig mit einem anschließenden Volontariat kombiniert, ist aber keine Zugangsvoraussetzung für den Beruf. 4) Private Journalistenschulen: Reine privatrechtliche Ausbildungsprogramme ohne staatliche Anerkennung oder Aufsicht. Die Henri-Nannen-Schule in Hamburg dauert 21 Monate (siebenmonatige Kernphase plus 14-monatige Vertiefungsphase mit vier Praktika); Vergütung und Aufnahmealter variieren je nach Ausschreibungsjahrgang. Die Deutsche Journalistenschule in München bietet eine 18-monatige Kompaktausbildung oder ein 27-monatiges Masterprogramm inklusive DJS-Ausbildung an; die Ausbildung selbst ist kostenlos, Lebensunterhalt und Wohnkosten tragen die Teilnehmenden jedoch selbst, ergänzt durch mögliche Stipendien. Eine Altersgrenze für die Aufnahme wurde 2013 im Zuge des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes abgeschafft. 5) Quereinstieg: Aufgrund der fehlenden Regulierung jederzeit formal möglich, in der Praxis meist über freie Mitarbeit in einer Lokalredaktion, Blogging oder Podcasting. Einzige indirekt formalisierte Instanz ist der bundeseinheitliche Presseausweis, ausgestellt von sechs von der Innenministerkonferenz anerkannten Verbänden (u. a. DJV). Er ist jedoch kein Ausbildungs- oder Zulassungsnachweis, sondern ein reiner Tätigkeitsnachweis: Voraussetzung ist ausschließlich der Nachweis einer hauptberuflichen journalistischen Tätigkeit (Arbeitsvertrag und Gehaltsabrechnung bei Angestellten; Künstlersozialkasse-Bescheid oder Steuerbescheid plus Honorarnachweise der letzten sechs Monate bei Freien) - keine bestimmte Ausbildung ist Voraussetzung. Eine Kammerpflicht oder Pflichtmitgliedschaft in einem Berufsverband existiert nicht; die Mitgliedschaft im DJV oder in der dju/ver.di ist freiwillig. |
|---|---|
| Gehaltsspanne | Die Vergütung unterscheidet sich grundlegend zwischen Volontariat und Redakteurstätigkeit sowie je nach Medientyp (Zeitung, Rundfunk) - die folgenden Angaben werden deshalb bewusst nicht gemittelt. Volontariat: Laut Gehaltstarifvertrag für Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen (BDZV/DJV, amtliches Tarifregister Mecklenburg-Vorpommern, Stufe ab 01.02.2026) verdienen Volontär/innen im 1. Ausbildungsjahr 2.464 Euro und im 2. Ausbildungsjahr 2.792 Euro brutto im Monat; die Stufe steigt zum 01.02.2027 auf 2.574 bzw. 2.902 Euro. Gehalt.de nennt für Volontär/innen in der Redaktion branchenübergreifend einen Median von 29.377 Euro/Jahr (2.369 Euro/Monat), Spanne 25.870 bis 33.360 Euro/Jahr (2.086 bis 2.690 Euro/Monat). Beim Rundfunk gibt es keinen vergleichbaren Flächentarifvertrag: ARD-Sender vergüten das Volontariat laut einer aggregierenden Quelle mit rund 1.400 bis 1.700 Euro/Monat, das ZDF mit 2.732,78 Euro/Monat in den ersten 18 Monaten und 3.487,68 Euro/Monat im letzten Halbjahr. Redakteur/in bzw. angestellte/r Journalist/in nach dem Volontariat: Der Tarifvertrag für Tageszeitungen (Stufe ab 01.02.2026) sieht in der Einstiegsgruppe (Tarifgruppe 2a, Regelqualifikation, 1. bis 3. Berufsjahr) 3.623 Euro/Monat vor und steigt in Tarifgruppe 2b mit den Berufsjahren auf bis zu 5.529 Euro/Monat. Gehalt.de nennt für Journalist/innen einen Median von 58.754 Euro/Jahr (4.738 Euro/Monat), Spanne 51.739 bis 66.720 Euro/Jahr. StepStone gibt für Journalist/innen einen Durchschnitt von 51.400 Euro/Jahr (Spanne 43.300 bis 61.200 Euro) und für Redakteur/innen 50.100 Euro/Jahr (Spanne 41.700 bis 59.400 Euro) an, erhoben aus Stellenanzeigen statt gemeldeten Gehältern. Freie Journalist/innen rechnen statt eines Gehalts nach Honorar ab: Laut Honorarreport des Berufsverbands Freischreiber liegt der Median bei rein digital verbreiteten Beiträgen bei 43,18 Euro je 1.000 Zeichen, 25,00 Euro pro Stunde bzw. 200,00 Euro pro Tag - eine strukturell andere, stark auftragsabhängige Vergütungsform. |
Was verdient man als Journalist/in? Die Quellen im Vergleich
Gehaltsportale kommen für denselben Beruf zu deutlich unterschiedlichen Werten, weil sie unterschiedlich erheben. Wir stellen sie deshalb nebeneinander, statt einen Durchschnitt zu bilden.
Monatliche Ausbildungsvergütung Volontäre, Tarifstufe ab 01.02.2026, 1. bzw. 2. Ausbildungsjahr, tarifgebundene Tageszeitungsverlage, Amtliches Tarifregister (Land MV), veröffentlicht 27.11.2025. Nur bei tarifgebundenen Verlagen verbindlich; Stufe steigt zum 01.02.2027 auf 2.574/2.902 Euro. Nicht mit gehalt.de oder Rundfunk-Volontariat mitteln - andere Vergütungslogik.
Gehalt.de - Volontär/in Redaktion
25.870 € – 33.360 €, Median 29.377 €
Bruttojahresgehalt (Median, unteres/oberes Quartil), 40 Wochenstunden, branchenübergreifend erhoben (nicht auf Zeitungsvolontariate beschränkt), Jahreswerte; Monatswerte laut Quelle 2.369 / 2.086 / 2.690 Euro. Kein reiner Zeitungswert, daher nicht direkt mit dem Tarifvertrag vergleichbar.
Monatliche Volontariatsvergütung verschiedener Rundfunkanstalten: ARD ca. 1.400-1.700 Euro, ZDF 2.732,78 Euro (1.-18. Monat) bis 3.487,68 Euro (19.-24. Monat), Keine bundesweit einheitliche Regelung wie bei Tageszeitungen, sondern je Sender unterschiedliche hausinterne Volontariatsordnung. ARD-Zahl aus aggregierender Drittseite, nicht sendergenau.
Monatsentgelt Tarifgruppe 2a (Regelqualifikation, 1.-3. Berufsjahr, 3.623 Euro) bis Tarifgruppe 2b ab 15. Berufsjahr (5.529 Euro), Tarifstufe ab 01.02.2026, Amtliches Tarifregister (Land MV), veröffentlicht 27.11.2025. Regelqualifikation = Volontariat, abgeschlossenes Journalistik-Studium oder Abschluss einer anerkannten Journalistenschule. Nur bei tarifgebundenen Verlagen verbindlich.
Gehalt.de - Journalist/in
51.739 € – 66.720 €, Median 58.754 €
Bruttojahresgehalt (Median, unteres/oberes Quartil), 40 Wochenstunden, Monatswerte laut Quelle 4.738 / 4.173 / 5.381 Euro. Nicht mit gehalt.de-Zahlen für Redakteur/in verwechseln - Gehalt.de führt Journalist/in als eigenen Beruf ohne Ressort-/Medientyp-Differenzierung.
StepStone - Journalist/in und Redakteur/in
41.700 € – 61.200 €
Durchschnittliches Bruttojahresgehalt aus Stellenanzeigen-Daten: Journalist/in 51.400 Euro (43.300-61.200 Euro), Redakteur/in 50.100 Euro (41.700-59.400 Euro), Erhebungsmethodik unterscheidet sich von gehalt.de (gemeldete Gehälter) - StepStone wertet überwiegend Stellenanzeigen aus. Nicht mitteln.
Die Quellen liegen 29.377 € auseinander. Diese Differenz ist kein Fehler, sondern Folge unterschiedlicher Erhebungsmethoden und Stichproben. Nutze die Werte als Spanne, nicht als Punktwert, und prüfe im Gespräch, worauf sich eine genannte Zahl bezieht.
Alle Angaben Bruttojahresgehalt, abgerufen am 10. August 2026.
Dos & Don'ts für den Journalist/in-Lebenslauf
Do
- Klar angeben, über welchen Weg der Zugang erfolgte (Volontariat, Studium, Journalistenschule, Quereinstieg) - keine Verwechslung mit einem geschützten Titel
- Ressort- und Themenschwerpunkte konkret benennen statt allgemein „journalistisch tätig"
- Reale Veröffentlichungen oder ein Portfolio verlinken
- Redaktionssysteme und Tools konkret nennen statt „EDV-Kenntnisse"
- Presseausweis-Status nur angeben, wenn tatsächlich hauptberuflich journalistisch tätig (Voraussetzung des DJV/der Verbände)
- Volontariat klar von einem gesetzlich geregelten Ausbildungsabschluss unterscheiden - es ist tarifvertraglich bzw. hausintern geregelt, nicht gesetzlich
Don't
- Nicht „staatlich anerkannte/r Journalist/in" oder vergleichbare erfundene Titel verwenden - es gibt keine staatliche Anerkennung
- Den Presseausweis nicht mit einer Berufszulassung oder Lizenz verwechseln - er ist ein reiner Tätigkeitsnachweis
- Volontariatsvergütung nicht mit dem späteren Redakteursgehalt vermischen - unterschiedliche Tarifgruppen
- Keine unbelegten Reichweiten- oder Auflagenzahlen angeben
- Rundfunk-Volontariat (ARD/ZDF) nicht mit dem tarifvertraglich geregelten Zeitungsvolontariat gleichsetzen - unterschiedliche Vergütungsordnungen
- Freie Mitarbeit bzw. Honorartätigkeit nicht als Festanstellung darstellen
Häufige Fragen zum Lebenslauf als Journalist/in
Ist die Berufsbezeichnung Journalist/in gesetzlich geschützt?
Nein. Journalist/in ist in Deutschland keine geschützte Berufsbezeichnung und kein reglementierter Beruf - es gibt weder ein Berufszulassungsgesetz noch eine bundeseinheitliche Ausbildungsordnung. Grundlage ist Art. 5 Abs. 1 Satz 2 GG (Pressefreiheit): Grundsätzlich darf sich jede Person Journalist/in nennen und in diesem Bereich arbeiten, unabhängig von Ausbildung oder Studium.
Wie wird man Journalist/in - welche Zugangswege gibt es?
Es gibt vier gleichrangige, nicht formal vorgeschriebene Wege: ein Volontariat bei einem Zeitungsverlag oder einer Rundfunkanstalt, ein Studium der Journalistik oder Kommunikationswissenschaft, eine private Journalistenschule (z. B. Henri-Nannen-Schule, Deutsche Journalistenschule) oder ein Quereinstieg über freie Mitarbeit, Blogging oder Podcasting. Diese Wege lassen sich kombinieren; am häufigsten ist Studium plus anschließendes Volontariat.
Wie lange dauert ein Volontariat bei einer Tageszeitung und was verdient man dabei?
Das Volontariat bei tarifgebundenen Zeitungsverlagen dauert in der Regel zwei Jahre und ist im Gehaltstarifvertrag für Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen (BDZV/DJV) geregelt: Stand 01.02.2026 verdienen Volontär/innen im 1. Ausbildungsjahr 2.464 Euro und im 2. Ausbildungsjahr 2.792 Euro brutto im Monat. Bei nicht tarifgebundenen Arbeitgebern kann die Vergütung abweichen, da dort kein Tarifvertrag verbindlich gilt.
Was ist der Unterschied zwischen einem Volontariat bei einer Zeitung und beim Rundfunk (ARD/ZDF)?
Zeitungsvolontariate sind über einen Flächentarifvertrag zwischen BDZV und DJV/ver.di geregelt und damit bei tarifgebundenen Verlagen bundesweit einheitlich vergütet. Rundfunkanstalten wie ARD und ZDF haben dagegen keinen vergleichbaren Flächentarifvertrag, sondern jeweils hausinterne Volontariatsordnungen: Die Vergütung reicht von rund 1.400 bis 1.700 Euro monatlich bei einzelnen ARD-Sendern bis zu 2.732,78 Euro (steigend auf 3.487,68 Euro im letzten Halbjahr) beim ZDF, bei unterschiedlicher Dauer (meist 18 bis 24 Monate).
Was verdient man als Redakteur/in nach dem Volontariat?
Die Angaben unterscheiden sich deutlich je nach Quelle und sollten nicht gemittelt werden: Laut Gehaltstarifvertrag für Tageszeitungen liegt das Tarifgehalt in der Einstiegsgruppe (Tarifgruppe 2a, 1. bis 3. Berufsjahr) bei 3.623 Euro/Monat (Stand 01.02.2026) und steigt mit Berufsjahren in Tarifgruppe 2b auf bis zu 5.529 Euro/Monat. Gehalt.de nennt einen Median von 58.754 Euro/Jahr (4.738 Euro/Monat), StepStone einen Durchschnitt von rund 51.400 Euro/Jahr für Journalist/innen bzw. 50.100 Euro/Jahr für Redakteur/innen.
Braucht man zwingend ein Studium, um Journalist/in zu werden?
Nein. Ein Studium ist keine formale Voraussetzung, da der Beruf nicht reglementiert ist. Viele Redaktionen bevorzugen zwar Bewerber/innen mit Studium oder Volontariat, der direkte Einstieg über freie Mitarbeit in einer Lokalredaktion, journalistische Praxis als Blogger/in oder Podcaster/in oder eine private Journalistenschule ohne akademischen Abschluss ist rechtlich und praktisch möglich.
Was ist der bundeseinheitliche Presseausweis und wer bekommt ihn?
Der bundeseinheitliche Presseausweis wird von sechs, von der Innenministerkonferenz anerkannten Journalisten- und Verlegerverbänden ausgestellt (u. a. dem DJV) und ist ein reiner Tätigkeitsnachweis, keine Berufszulassung. Voraussetzung ist ausschließlich der Nachweis einer hauptberuflichen journalistischen Tätigkeit - Angestellte über Arbeitsvertrag und Gehaltsabrechnung, freie Journalist/innen über Honorarnachweise und Steuerunterlagen der letzten Monate. Eine bestimmte Ausbildung ist keine Voraussetzung.
Quellen
- Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, Art. 5 (Meinungs- und Pressefreiheit), Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de), abgerufen am 2026-08-10
- Redakteure an Tageszeitungen - Tarifdaten (Gehalts- und Manteltarifvertrag BDZV/DJV), Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern (amtliches Tarifregister), abgerufen am 2026-08-10
- Tarifabschluss für Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen, BDZV / presseportal.de, abgerufen am 2026-08-10
- Journalist/-in » Gehalt & Beruf, Gehalt.de, abgerufen am 2026-08-10
- Volontär/-in » Gehalt & Beruf, Gehalt.de, abgerufen am 2026-08-10
- Redakteur/in Gehälter in Deutschland, StepStone Deutschland GmbH, abgerufen am 2026-08-10
- ARD Volontariat - Wie komme ich zu einem Volontariat bei der ARD?, stellenangebote-medien.de, abgerufen am 2026-08-10
- Redaktionsvolontär*in bei ZDF, ZDF / StudySmarter Talents, abgerufen am 2026-08-10
- Ausbildung an der Henri-Nannen-Schule, Henri-Nannen-Schule, Hamburg, abgerufen am 2026-08-10
- Bewerben - Henri-Nannen-Schule, Henri-Nannen-Schule, Hamburg, abgerufen am 2026-08-10
- Deutsche Journalistenschule, Wikipedia (Sekundärquelle zur Einordnung von Dauer/Struktur der DJS München), abgerufen am 2026-08-10
- Presseausweis beantragen, DJV Nordrhein-Westfalen, abgerufen am 2026-08-10
- Bundeseinheitlicher Presseausweis, Deutscher Presserat, abgerufen am 2026-08-10
- Honorarreport 2024, Freischreiber e. V. (Berufsverband freier Journalist/innen), abgerufen am 2026-08-10
- Journalist werden ohne Studium - geht das?, indiemedien.com, abgerufen am 2026-08-10
Der Content wurde mit Hilfe von KI erstellt, vor allem in der Recherche und Vorformulierung. Prüfung und Abnahme durch unsere Redaktion.
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Zuletzt aktualisiert am 11.08.2026