Lebenslauf Muster Nautischer Offizier/Nautische Offizierin
Vorlage, Beispiel und Formulierungen
Nautische Offiziere führen die Brücke von Handelsschiffen: Navigation, Wachdienst, Ladungsmanagement und Sicherheit an Bord. Der Weg dorthin führt entweder über die dreijährige duale Ausbildung zum/zur „Schiffsmechaniker/in“ (geregelt in der See-Berufsausbildungsverordnung, See-BAV) mit anschließendem Bachelorstudium Nautik, oder über einen direkten Studieneinstieg als „Nautische/r Offiziersassistent/in“ mit integrierten Praxissemestern. Das erste Befähigungszeugnis ist der „Nautische Wachoffizier NWO“; darauf folgen „Erster Offizier NEO“ und schließlich „Kapitän NK“, jeweils nach zusätzlicher Seefahrtzeit in der vorherigen Dienststellung. Zuständige Behörde für die Erteilung, Verlängerung und Anerkennung dieser Befähigungszeugnisse ist das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH). Rechtsgrundlage ist heute die Seeleute-Befähigungsverordnung (See-BV), die 2014 die frühere Schiffsoffizier-Ausbildungsverordnung (SchOffzAusbV) abgelöst hat, auf Basis des internationalen STCW-Übereinkommens der IMO.
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Profil
Nautischer Wachoffizier NWO mit Befähigungszeugnis nach See-BV und mehrjähriger Fahrenszeit auf Container- und Mehrzweckfrachtschiffen in Fahrtgebieten Nord-/Ostsee, Atlantik und Mittelmeer. Erfahren in Brückenwachdienst, ECDIS-gestützter Navigation, Ladungsplanung sowie der Durchführung von Sicherheits- und Rettungsübungen nach ISM-Code. Ausbildung zum/zur Schiffsmechaniker/in mit anschließendem Bachelorstudium Nautik und Seeverkehr. Ziel: Übernahme der Dienststellung als Erster Nautischer Offizier NEO mit Perspektive auf das Kapitänspatent NK.
Berufserfahrung
- Eigenverantwortliche Brückenwache im 4-Stunden-Rhythmus auf Feeder- und Containerschiffen in Nord-/Ostsee und Nordatlantik
- Erstellung und Prüfung von Ladeplänen sowie Überwachung der Stabilität und Trimm-Werte
- Durchführung von ECDIS-gestützter Routenplanung und Kollisionsverhütung nach COLREG
- Mitwirkung an Brand-, Rettungsboot- und Gefahrenabwehrübungen gemäß ISM-Code und Schiffssicherheitsplan
- Unterstützung des wachhabenden Offiziers bei Brückenwache, Kartenkorrektur und Wetterrouting
- Mitarbeit bei Lade- und Löscharbeiten sowie Dokumentation von Ladungsschäden
- Teilnahme an Sicherheitsdrills (Fireman, Rettungsbootmann) im Rahmen der Grundausbildung nach STCW
Ausbildung
- Dreijährige duale Ausbildung nach See-Berufsausbildungsverordnung (See-BAV) mit Berufsschulblöcken und Praxisphasen an Bord
- Grundlagen in Decks-, Maschinen- und Verpflegungsdienst sowie Schiffssicherheit
- Abschluss mit Zeugnis der Abschlussprüfung im Ausbildungsberuf Schiffsmechaniker/in
- Verkürztes Studium (6 Semester) nach anerkannter Schiffsmechaniker-Ausbildung inkl. Anrechnung des ersten Fachsemesters
- Schwerpunkte: Navigation, Schiffsführung, Ladungskunde, Schiffssicherheit, Seerecht, ECDIS-Simulatortraining
- Erwerb des Befähigungszeugnisses „Nautischer Wachoffizier NWO“ nach STCW-Abschnitten A-II/1, A-IV/2, A-VI/4 und A-VI/5
Kenntnisse
Sprachen
Lebenslauf-Editor: Nautischer Offizier/Nautische Offizierin
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Profil
Nautischer Wachoffizier NWO mit Befähigungszeugnis nach See-BV und mehrjähriger Fahrenszeit auf Container- und Mehrzweckfrachtschiffen in Fahrtgebieten Nord-/Ostsee, Atlantik und Mittelmeer. Erfahren in Brückenwachdienst, ECDIS-gestützter Navigation, Ladungsplanung sowie der Durchführung von Sicherheits- und Rettungsübungen nach ISM-Code. Ausbildung zum/zur Schiffsmechaniker/in mit anschließendem Bachelorstudium Nautik und Seeverkehr. Ziel: Übernahme der Dienststellung als Erster Nautischer Offizier NEO mit Perspektive auf das Kapitänspatent NK.
Berufserfahrung
- Eigenverantwortliche Brückenwache im 4-Stunden-Rhythmus auf Feeder- und Containerschiffen in Nord-/Ostsee und Nordatlantik
- Erstellung und Prüfung von Ladeplänen sowie Überwachung der Stabilität und Trimm-Werte
- Durchführung von ECDIS-gestützter Routenplanung und Kollisionsverhütung nach COLREG
- Mitwirkung an Brand-, Rettungsboot- und Gefahrenabwehrübungen gemäß ISM-Code und Schiffssicherheitsplan
- Unterstützung des wachhabenden Offiziers bei Brückenwache, Kartenkorrektur und Wetterrouting
- Mitarbeit bei Lade- und Löscharbeiten sowie Dokumentation von Ladungsschäden
- Teilnahme an Sicherheitsdrills (Fireman, Rettungsbootmann) im Rahmen der Grundausbildung nach STCW
Ausbildung
- Dreijährige duale Ausbildung nach See-Berufsausbildungsverordnung (See-BAV) mit Berufsschulblöcken und Praxisphasen an Bord
- Grundlagen in Decks-, Maschinen- und Verpflegungsdienst sowie Schiffssicherheit
- Abschluss mit Zeugnis der Abschlussprüfung im Ausbildungsberuf Schiffsmechaniker/in
- Verkürztes Studium (6 Semester) nach anerkannter Schiffsmechaniker-Ausbildung inkl. Anrechnung des ersten Fachsemesters
- Schwerpunkte: Navigation, Schiffsführung, Ladungskunde, Schiffssicherheit, Seerecht, ECDIS-Simulatortraining
- Erwerb des Befähigungszeugnisses „Nautischer Wachoffizier NWO“ nach STCW-Abschnitten A-II/1, A-IV/2, A-VI/4 und A-VI/5
Kenntnisse
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Lebenslauf Beispiel Nautischer Offizier/Nautische Offizierin zum Kopieren
Profil
Nautischer Wachoffizier NWO mit Befähigungszeugnis nach See-BV und mehrjähriger Fahrenszeit auf Container- und Mehrzweckfrachtschiffen in Fahrtgebieten Nord-/Ostsee, Atlantik und Mittelmeer. Erfahren in Brückenwachdienst, ECDIS-gestützter Navigation, Ladungsplanung sowie der Durchführung von Sicherheits- und Rettungsübungen nach ISM-Code. Ausbildung zum/zur Schiffsmechaniker/in mit anschließendem Bachelorstudium Nautik und Seeverkehr. Ziel: Übernahme der Dienststellung als Erster Nautischer Offizier NEO mit Perspektive auf das Kapitänspatent NK.
Berufserfahrung
2024 – heute
Nautischer Wachoffizier (NWO)
Reederei Nordwind Shipping, Hamburg
- Eigenverantwortliche Brückenwache im 4-Stunden-Rhythmus auf Feeder- und Containerschiffen in Nord-/Ostsee und Nordatlantik
- Erstellung und Prüfung von Ladeplänen sowie Überwachung der Stabilität und Trimm-Werte
- Durchführung von ECDIS-gestützter Routenplanung und Kollisionsverhütung nach COLREG
- Mitwirkung an Brand-, Rettungsboot- und Gefahrenabwehrübungen gemäß ISM-Code und Schiffssicherheitsplan
2022 – 2024
Nautischer Offiziersassistent (NOA) / Praxissemester Nautik
Reederei Nordwind Shipping, an Bord MS „Elbmarsch“
- Unterstützung des wachhabenden Offiziers bei Brückenwache, Kartenkorrektur und Wetterrouting
- Mitarbeit bei Lade- und Löscharbeiten sowie Dokumentation von Ladungsschäden
- Teilnahme an Sicherheitsdrills (Fireman, Rettungsbootmann) im Rahmen der Grundausbildung nach STCW
Ausbildung
2019 – 2022
Ausbildung zum/zur Schiffsmechaniker/in (staatlich anerkannter Ausbildungsberuf, See-BAV)
Reederei Nordwind Shipping / Seefahrtschule Flensburg
2022 – 2026
Bachelor of Science, Nautik und Seeverkehr
Jade Hochschule, Elsfleth
Kenntnisse
- Brückenwachdienst und NavigationExperte
- ECDIS / elektronische SeekartenExperte
- Ladungsmanagement und StabilitätsberechnungFortgeschritten
- COLREG / KollisionsverhütungsregelnExperte
- GMDSS-SeefunkFortgeschritten
- Sicherheits- und Notfallmanagement (ISM-Code)Fortgeschritten
- MS Office / Reederei-SoftwaresystemeGrundkenntnisse
Sprachen
- DeutschMuttersprache
- EnglischVerhandlungssicher (Seefunk-Englisch / IMO Standard Marine Communication Phrases)
- SpanischGrundkenntnisse
Tätigkeiten im Lebenslauf formulieren: Nautischer Offizier/Nautische Offizierin
Wachdienst & Navigation
- Eigenverantwortliche Übernahme der Brückenwache im Wachrhythmus auf See und in Küstengewässern
- Planung und Überwachung von Schiffsrouten mittels ECDIS und terrestrischer Navigation
- Einhaltung der Kollisionsverhütungsregeln (COLREG) im internationalen Schiffsverkehr
Ladungsmanagement
- Erstellung und Prüfung von Ladeplänen unter Berücksichtigung von Stabilität und Trimm
- Überwachung von Be- und Entladevorgängen sowie Dokumentation von Ladungszustand und -schäden
- Koordination mit Terminal- und Hafenbehörden bei Umschlagprozessen
Sicherheit & Gefahrenabwehr
- Durchführung von Sicherheits-, Brand- und Rettungsbootübungen nach ISM-Code
- Überwachung und Wartung von Rettungsmitteln und Feuerlöscheinrichtungen
- Umsetzung von Gefahrenabwehrmaßnahmen nach ISPS-Code
Führung & Ausbildung an Bord
- Anleitung und Ausbildung von Offiziersassistenten und nautischen Auszubildenden
- Organisations- und Planungsaufgaben im Decksbereich
- Vertretung des Kapitäns in dessen Abwesenheit im Rahmen der jeweiligen Dienststellung
Welche Kenntnisse gehören in den Lebenslauf als Nautischer Offizier/Nautische Offizierin?
Fachliche Kenntnisse zeigen sofort die Praxiserfahrung, Zertifikate belegen sie formal, Soft Skills ergänzen sie. Alle drei gehören in den Lebenslauf, aber getrennt und konkret benannt.
Hard Skills
- Brückenwachdienst und Wachübergabe
- Elektronische Seekarten (ECDIS) und Radar/ARPA
- Ladungsplanung, Stabilitäts- und Trimmberechnung
- Kollisionsverhütungsregeln (COLREG)
- GMDSS-Seefunk und Notfallkommunikation
- Schiffssicherheitsmanagement nach ISM- und ISPS-Code
- Meteorologie und Wetterrouting
- Seerecht und Schifffahrtsvorschriften
Zertifikate
- Befähigungszeugnis Nautischer Wachoffizier NWO (See-BV)
- STCW-Grundausbildung: Sicherheitsgrundausbildung, Rettungsboote/Bereitschaftsboote, Brandbekämpfung
- GMDSS-Funkzeugnis (Allgemeines Betriebszeugnis GOC)
- Seediensttauglichkeitszeugnis
- ISPS-Gefahrenabwehr-Grundausbildung
- Medical First Aid / Medical Care (STCW A-VI/4)
Soft Skills
- Verantwortungsbewusstsein und Entscheidungsfähigkeit unter Zeitdruck
- Belastbarkeit bei langen Seereisen und wechselnden Wachzeiten
- Teamführung in internationalen, multikulturellen Besatzungen
- Stressresistenz in Notfallsituationen
- Kommunikationsstärke in Englisch als Arbeitssprache an Bord
- Eigenständiges Arbeiten bei eingeschränkter Erreichbarkeit von Land
Ausbildung und Gehalt als Nautischer Offizier/Nautische Offizierin im Überblick
| Ausbildungsweg | Der Berufsweg zum nautischen Offizier ist in Deutschland zweigleisig angelegt und in zwei Verordnungen geregelt. Die See-Berufsausbildungsverordnung (See-BAV, Ausfertigungsdatum 10.09.2013, zuletzt geändert durch Verordnung vom 14.05.2025) regelt als Basis den staatlich anerkannten dualen Ausbildungsberuf „Schiffsmechaniker“ beziehungsweise „Schiffsmechanikerin“ (§ 2 See-BAV) mit einer Ausbildungsdauer von drei Jahren (§ 4 See-BAV). Für den Erwerb des ersten nautischen Patents, des Befähigungszeugnisses „Nautischer Wachoffizier NWO“, sieht § 30 Absatz 1 der Seeleute-Befähigungsverordnung (See-BV) zwei gleichwertige Zugangswege vor: entweder den Abschluss der Schiffsmechaniker-Ausbildung oder mindestens zwölf Monate Seefahrtzeit als „Nautische/r Offiziersassistent/in“ (NOA), jeweils gefolgt von einer mindestens zweijährigen Ausbildung nach den STCW-Abschnitten A-II/1, A-II/2, A-IV/2, A-VI/4 und A-VI/5 an einer Hochschule (in der Praxis ein Bachelorstudiengang Nautik/Seeverkehr, z. B. an der Jade Hochschule in Elsfleth mit 8 Semestern bzw. verkürzt 6 Semestern nach Schiffsmechaniker-Ausbildung). Wichtige Korrektur zur Aufgabenstellung: Die im Auftrag genannte Schiffsoffizier-Ausbildungsverordnung (SchOffzAusbV) ist seit dem 1. Juni 2014 außer Kraft; sie wurde durch § 66 Absatz 2 Nummer 1 der See-BV abgelöst, die seither die alleinige aktuelle Rechtsgrundlage für Patente/Befähigungszeugnisse ist. Die See-BV selbst (Ausfertigungsdatum 08.05.2014, zuletzt geändert am 25.03.2025) setzt zudem EU-Richtlinien zur Ausbildung von Seeleuten um und beruht auf dem internationalen STCW-Übereinkommen der IMO. Das Patentsystem nach § 29 See-BV kennt für den nautischen Schiffsdienst auf Kauffahrteischiffen (unbeschränkte Fahrt) die Stufen Nautischer Wachoffizier NWO, Erster Offizier NEO und Kapitän NK; daneben existieren eingeschränkte Patente für kleinere Schiffe und küstennahe Fahrt (NWO 500 / NK 500 für Schiffe unter 500 BRZ in küstennaher Fahrt nach § 29 Absatz 2, NK 100 für sehr kleine Fahrzeuge unter 100 BRZ und Börteboote nach § 29 Absatz 3). Für den Aufstieg ist zusätzliche Seefahrtzeit erforderlich (§ 30 See-BV): zum Ersten Offizier NEO mindestens zwölf Monate als NWO, zum Kapitän NK zusätzlich mindestens zwölf weitere Monate als NEO oder alternativ 24 Monate als NWO. Zuständige Behörde für Prüfung, Ausstellung, Verlängerung (Befähigungszeugnisse sind laut BSH überwiegend fünf Jahre gültig) und Anerkennung ausländischer Zeugnisse ist bundesweit das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) mit Sitz in Hamburg und Rostock. |
|---|---|
| Gehaltsspanne | Die verfügbaren Quellen zur Vergütung nautischer Offiziere weichen deutlich voneinander ab und wurden bewusst nicht gemittelt, da sie unterschiedliche Bemessungsgrundlagen verwenden. Stellenportal-Auswertungen (StepStone, gehalt.de) beziffern ein Bruttojahresgehalt für „Nautische/r Offizier/in“ im mittleren fünfstelligen Bereich (Median rund 53.800 bis 61.500 Euro brutto/Jahr je nach Quelle), basieren jedoch auf einer geringen Zahl ausgewerteter Stellenanzeigen bzw. Datensätze und differenzieren nicht klar zwischen den Dienststellungen Wachoffizier, Erster Offizier und Kapitän. Der tarifliche Maßstab in der Seeschifffahrt ist dagegen die „Heuer“: eine monatliche Pauschalvergütung, die im Heuertarifvertrag für die deutsche Seeschifffahrt (HTV-See) zwischen dem Verband Deutscher Reeder und ver.di ausgehandelt wird und sich nach Dienstgrad, Berufsjahren und Schiffsgröße (Bruttoraumzahl, BRZ) staffelt; sie deckt laut allgemeiner Definition traditionell auch Verpflegung und Unterkunft an Bord mit ab. Nach dem HTV-See, gültig ab 01.10.2024, liegt die monatliche Gesamtheuer (Grundvergütung zuzüglich Abschlagszahlung und pauschalierter Überstundenvergütung) auf Schiffen über 3.500 BRZ für einen Nautischen/Technischen Wachoffizier im ersten bis zweiten Berufsjahr bei 5.402 Euro und steigt bis zum Kapitän auf 8.064 Euro monatlich; auf kleineren Schiffen bis 3.500 BRZ liegen die Sätze etwas niedriger (Wachoffizier ab 4.974 Euro, Kapitän 7.431 Euro monatlich). Diese Tarifwerte liegen damit hochgerechnet auf ein Jahr über den Angaben der Gehaltsportale, was zur Systematik der Heuer passt: Reedereien sind an den Tarifvertrag jedoch nur gebunden, wenn sie Mitglied im Verband Deutscher Reeder sind beziehungsweise eigene Haustarife anwenden, sodass die tatsächliche Bezahlung je nach Reederei erheblich abweichen kann. |
Was verdient man als Nautischer Offizier/Nautische Offizierin? Die Quellen im Vergleich
Gehaltsportale kommen für denselben Beruf zu deutlich unterschiedlichen Werten, weil sie unterschiedlich erheben. Wir stellen sie deshalb nebeneinander, statt einen Durchschnitt zu bilden.
StepStone Gehaltsvergleich – Nautische/r Offizier/in
44.800 € – 63.200 €, Median 53.800 €
Statistische Auswertung von 9 auf StepStone.de veröffentlichten Stellenanzeigen für den Beruf Nautische/r Offizier/in, Bruttojahresgehalt, Kleine Stichprobe (9 Anzeigen), keine Differenzierung nach Wachoffizier/Erstem Offizier/Kapitän
gehalt.de Gehaltsvergleich – Nautische Offiziere
53.947 € – 70.004 €, Median 61.453 €
Gehaltsdatensätze von gehalt.de, Bruttojahresgehalt bei 40 Wochenstunden; Spanne entspricht unterem und oberem Quartil (jeweils 25 Prozent der Datensätze darunter bzw. darüber), Anzahl zugrunde liegender Datensätze auf der Seite nicht ausgewiesen; zusätzlich nach Berufserfahrung gestaffelt (52.524 € bei unter 3 Jahren bis 63.449 € bei über 9 Jahren)
Heuertarifvertrag für die deutsche Seeschifffahrt (HTV-See), Verband Deutscher Reeder e.V. / ver.di
5.402 € – 8.064 €
Tarifliche monatliche Gesamtheuer (Grundvergütung plus Abschlagszahlung plus pauschalierte Überstundenvergütung) für Schiffe über 3.500 BRZ, gültig ab 01.10.2024: Nautischer/Technischer Wachoffizier 1.–2. Berufsjahr 5.402 €/Monat bis Kapitän 8.064 €/Monat, Monatswert, kein Jahresgehalt; auf Schiffen bis 3.500 BRZ niedriger (Wachoffizier 4.974 € bis Kapitän 7.431 €/Monat); ein neuerer HTV-See 2026/27 mit höheren Sätzen ab 01.01.2027 wurde bereits verabschiedet, war zum Stand dieser Recherche aber noch nicht in Kraft; nur bindend für tarifgebundene Reedereien und ver.di-Mitglieder
Die Quellen liegen 7.653 € auseinander. Diese Differenz ist kein Fehler, sondern Folge unterschiedlicher Erhebungsmethoden und Stichproben. Nutze die Werte als Spanne, nicht als Punktwert, und prüfe im Gespräch, worauf sich eine genannte Zahl bezieht.
Alle Angaben Bruttojahresgehalt, abgerufen am 09. August 2026.
Dos & Don'ts für den Nautischer Offizier/Nautische Offizierin-Lebenslauf
Do
- Die Dienststellung im Lebenslauf präzise mit Patentbezeichnung angeben (z. B. „Nautischer Wachoffizier NWO“ statt allgemein „Offizier“)
- Fahrtgebiete, Schiffstypen und Bruttoraumzahl-Klassen konkret benennen, da sie die Seefahrtzeit-Anrechnung nach See-BV belegen
- Befähigungszeugnisse, STCW-Zertifikate und deren Gültigkeit klar auflisten
- Seefahrtzeiten in Monaten/Jahren exakt ausweisen, da sie die formale Voraussetzung für den nächsten Patentgrad sind
- Führungs- und Ausbildungsaufgaben an Bord (z. B. Anleitung von Offiziersassistenten) hervorheben, wenn eine Führungsposition angestrebt wird
Don't
- Patentstufen nicht verwechseln oder vereinfachen (Wachoffizier, Erster Offizier und Kapitän sind rechtlich unterschiedliche Befähigungszeugnisse mit unterschiedlichen Voraussetzungen)
- Nicht den Eindruck erwecken, das Hochschulzeugnis allein berechtige zum Fahren zur See – ohne das vom BSH erteilte Befähigungszeugnis ist kein Seedienst in der jeweiligen Dienststellung möglich
- Heuerangaben nicht unreflektiert mit Landgehältern vergleichen, ohne die Besonderheiten (Bordzeiten, ggf. Verpflegung/Unterkunft) zu erwähnen
- Abgelaufene oder veraltete Bezeichnungen wie „SchOffzAusbV-Patent“ vermeiden, da diese Verordnung seit 2014 nicht mehr gilt
- Keine Seefahrtzeiten oder Patentgrade angeben, die nicht durch Bordzeugnisse/Ausbildungsberichtshefte belegbar sind
Häufige Fragen zum Lebenslauf als Nautischer Offizier/Nautische Offizierin
Muss man zuerst Schiffsmechaniker/in lernen, um Nautischer Offizier zu werden?
Nein, das ist nicht zwingend. Nach § 30 Absatz 1 See-BV führen zwei gleichwertige Wege zum ersten Patent (Nautischer Wachoffizier NWO): entweder die dreijährige Ausbildung zum/zur Schiffsmechaniker/in nach See-BAV oder mindestens zwölf Monate Seefahrtzeit als Nautische/r Offiziersassistent/in, jeweils kombiniert mit einem mindestens zweijährigen Studiengang an einer Hochschule. Viele Hochschulen wie die Jade Hochschule bieten dafür ein 8-semestriges Studium mit integrierten Praxisphasen an; wer bereits Schiffsmechaniker/in ist, kann Teile des ersten Semesters anrechnen lassen und das Studium auf 6 Semester verkürzen.
Was ist der Unterschied zwischen Wachoffizier, Erstem Offizier und Kapitän?
Es handelt sich um drei aufeinander aufbauende Befähigungszeugnisse nach § 29 See-BV. Der Nautische Wachoffizier (NWO) übernimmt eigenverantwortlich die Brückenwache. Für das Zeugnis zum Ersten Offizier (NEO) sind mindestens zwölf Monate Seefahrtzeit als NWO nachzuweisen. Für das Kapitänspatent (NK) sind zusätzlich mindestens zwölf weitere Monate als NEO oder alternativ 24 Monate als NWO erforderlich (§ 30 See-BV). Der Kapitän trägt an Bord die alleinige Gesamtverantwortung.
Welche Behörde stellt die nautischen Patente aus und wie lange gelten sie?
Zuständig ist das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH). Laut BSH-Information sind die meisten Befähigungszeugnisse fünf Jahre gültig; danach müssen Seeleute die Qualifikation erneut nachweisen, teils inklusive Auffrischungslehrgängen, bevor das BSH das Zeugnis verlängert.
Was bedeutet „Heuer“ und warum unterscheidet sie sich von einem klassischen Jahresgehalt?
Heuer ist die traditionelle Bezeichnung für die Vergütung von Seeleuten. Sie wird im Heuervertrag mit der Reederei festgelegt, häufig als Monatsheuer, und deckt historisch auch Verpflegung und Unterkunft an Bord mit ab. Der Heuertarifvertrag HTV-See von Verband Deutscher Reeder und ver.di legt tarifliche Monatssätze fest, die sich nach Dienstgrad, Berufsjahren und Schiffsgröße staffeln – das unterscheidet sich von den meist undifferenzierten Jahresgehalts-Medianwerten auf allgemeinen Gehaltsportalen.
Wie viel verdient ein nautischer Offizier beziehungsweise Kapitän?
Die Angaben schwanken je nach Quelle erheblich. Stellenportale nennen ein Bruttojahresgehalt mit Median zwischen rund 53.800 Euro (StepStone) und rund 61.500 Euro (gehalt.de) für „Nautische Offiziere“ allgemein. Der Tarifvertrag HTV-See weist dagegen gestaffelte Monatssätze aus: auf Schiffen über 3.500 BRZ von 5.402 Euro für Wachoffiziere im ersten Berufsjahr bis 8.064 Euro monatlich für Kapitäne (Stand HTV-See gültig ab 01.10.2024).
Gilt die frühere Schiffsoffizier-Ausbildungsverordnung (SchOffzAusbV) noch?
Nein. Die SchOffzAusbV ist laut § 66 Absatz 2 Nummer 1 See-BV zum 1. Juni 2014 außer Kraft getreten und wurde durch die Seeleute-Befähigungsverordnung (See-BV) ersetzt, die seither die aktuelle Rechtsgrundlage für die Ausbildung und Befähigung von Kapitänen und Schiffsoffizieren bildet.
Quellen
- See-BAV – Verordnung über die Berufsausbildung in der Seeschifffahrt (Gesamttext), Bundesministerium der Justiz / gesetze-im-internet.de, abgerufen am 2026-08-09
- § 2 See-BAV – Berufsbezeichnung, staatliche Anerkennung, Bundesministerium der Justiz / gesetze-im-internet.de, abgerufen am 2026-08-09
- § 4 See-BAV – Ausbildungsdauer, Bundesministerium der Justiz / gesetze-im-internet.de, abgerufen am 2026-08-09
- See-BV – Seeleute-Befähigungsverordnung (nichtamtliches Inhaltsverzeichnis), Bundesministerium der Justiz / gesetze-im-internet.de, abgerufen am 2026-08-09
- § 2 See-BV – Begriffsbestimmungen, Bundesministerium der Justiz / gesetze-im-internet.de, abgerufen am 2026-08-09
- § 28 See-BV – Anforderungen an Seefahrtzeiten, Bundesministerium der Justiz / gesetze-im-internet.de, abgerufen am 2026-08-09
- § 29 See-BV – Befähigungszeugnisse und Befähigungsnachweise, Bundesministerium der Justiz / gesetze-im-internet.de, abgerufen am 2026-08-09
- § 30 See-BV – Voraussetzungen für den Erwerb der Befähigungszeugnisse, Bundesministerium der Justiz / gesetze-im-internet.de, abgerufen am 2026-08-09
- § 66 See-BV – Inkrafttreten, Außerkrafttreten (Ablösung der SchOffzAusbV), Bundesministerium der Justiz / gesetze-im-internet.de, abgerufen am 2026-08-09
- Befähigung von Seeleuten – Für alle Seeleute die richtige Bescheinigung (BSH-Flyer), Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH), abgerufen am 2026-08-09
- Aufgaben der Abteilung Schifffahrt, Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH), abgerufen am 2026-08-09
- Nautik & Seeverkehr, Bachelor of Science, Elsfleth, Jade Hochschule, abgerufen am 2026-08-09
- Nautische/r Offizier/in Gehälter in Deutschland, StepStone Deutschland GmbH, abgerufen am 2026-08-09
- Nautische/-r Offizier/-in » Gehalt & Beruf, Gehalt.de (Gehaltsvergleich.com GmbH), abgerufen am 2026-08-09
- Heuertarifvertrag für die deutsche Seeschifffahrt (HTV-See), gültig ab 1. Oktober 2024, Verband Deutscher Reeder e.V. / ver.di (veröffentlicht über deutsche-flagge.de), abgerufen am 2026-08-09
- Heuertarifvertrag für die deutsche Seeschifffahrt (HTV-See), gültig ab 1. Januar 2027, Verband Deutscher Reeder e.V. / ver.di, abgerufen am 2026-08-09
- Heuer (Schifffahrt), Wikipedia (Sekundärquelle zur allgemeinen Definition, nicht als Zahlenquelle verwendet), abgerufen am 2026-08-09
Der Content wurde mit Hilfe von KI erstellt, vor allem in der Recherche und Vorformulierung. Prüfung und Abnahme durch unsere Redaktion.
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Zuletzt aktualisiert am 11.08.2026