Lebenslauf Muster Steuerberater/in
Vorlage, Beispiel und Formulierungen
Steuerberaterinnen und Steuerberater beraten und vertreten ihre Auftraggeber in Steuersachen, leisten Hilfe bei der Erfüllung steuerlicher Pflichten und stellen steuerlich relevante Abschlüsse auf (§ 33 StBerG). Der Beruf ist ein freier Beruf und kein Gewerbe; das Gesetz bezeichnet die Berufsangehörigen ausdrücklich als unabhängiges Organ der Steuerrechtspflege (§ 32 Abs. 2 StBerG). Zusammen mit Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten, Wirtschaftsprüfern und vereidigten Buchprüfern gehören sie zu dem abschließenden Kreis, der zur unbeschränkten geschäftsmäßigen Hilfeleistung in Steuersachen befugt ist (§ 3 StBerG); allen anderen ist diese Tätigkeit untersagt (§ 5 StBerG). Zugang gibt es nur über die Steuerberaterprüfung: § 36 StBerG verlangt entweder ein wirtschafts- oder rechtswissenschaftliches Hochschulstudium mit anschließend zwei oder drei Jahren Praxis oder – ohne Studium – acht Jahre Praxis nach einer kaufmännischen Ausbildung, verkürzt auf sechs Jahre nach der Prüfung zum Steuerfachwirt oder geprüften Bilanzbuchhalter. Die Prüfung besteht aus drei schriftlichen Aufsichtsarbeiten und einer mündlichen Prüfung (§ 37 StBerG). Bestellt wird auf Antrag durch die zuständige Steuerberaterkammer, die zuvor die persönliche Eignung prüft (§ 40 StBerG). Die geschützte Berufsbezeichnung lautet „Steuerberater“ beziehungsweise „Steuerberaterin“ und ist im beruflichen Verkehr zu führen (§ 43 StBerG). Selbstständige Berufsangehörige müssen dauerhaft eine Berufshaftpflichtversicherung unterhalten (§ 67 StBerG).
Zuletzt aktualisiert am
Profil
Bestellte Steuerberaterin mit mehrjähriger Erfahrung in der laufenden Beratung mittelständischer Mandate, überwiegend Personen- und Kapitalgesellschaften sowie Freiberufler. Schwerpunkte sind Jahresabschlüsse nach HGB, betriebliche und private Steuererklärungen, Begleitung von Betriebsprüfungen und die Kommunikation mit Finanzbehörden. Verantwortet einen eigenen Mandantenstamm inklusive Honorarabrechnung nach StBVV und arbeitet eng mit Steuerfachangestellten und Steuerfachwirten im Team zusammen. Treibt die Digitalisierung von Buchhaltungs- und Belegprozessen voran und führt Mandate schrittweise auf digitale Workflows um. Legt Wert auf nachvollziehbare Dokumentation, fristensichere Abläufe und verständliche Erläuterung steuerlicher Sachverhalte gegenüber Mandanten.
Berufserfahrung
- Eigenverantwortliche Betreuung eines Mandantenstamms aus Handel, Handwerk und Freien Berufen
- Erstellung und Review von Jahresabschlüssen nach HGB sowie steuerlicher Gewinnermittlungen
- Begleitung von Betriebsprüfungen einschließlich Schlussbesprechung und Auswertung der Prüfungsfeststellungen
- Erstellung von Einsprüchen und Anträgen im Rechtsbehelfsverfahren gegenüber den Finanzämtern
- Fachliche Anleitung von Steuerfachangestellten und Auszubildenden im Team
- Vorbereitung von Jahresabschlüssen und Steuererklärungen für Kapital- und Personengesellschaften
- Mitarbeit bei steuerlichen Gutachten zu Umstrukturierungen und Rechtsformwahl
- Laufende Finanzbuchhaltung und Umsatzsteuervoranmeldungen für mittelständische Mandate
- Aufbereitung von Sachverhalten für die Abstimmung mit Berufsträgern und Mandanten
- Ableistung der praktischen Tätigkeit nach § 36 StBerG als Voraussetzung für die Prüfungszulassung
Ausbildung
- Bestandene Steuerberaterprüfung: drei schriftliche Aufsichtsarbeiten und mündliche Prüfung
- Bestellung nach § 40 StBerG einschließlich Nachweis der Berufshaftpflichtversicherung
- Schwerpunkte Unternehmensbesteuerung, Bilanzrecht und Verfahrensrecht
- Masterarbeit zu ertragsteuerlichen Fragen der Rechtsformwahl im Mittelstand
Kenntnisse
Sprachen
Lebenslauf-Editor: Steuerberater/in
Vorbefüllt mit dem Muster oben. Überschreibe die Felder mit deinen eigenen Daten, die Vorschau aktualisiert sich sofort.
Download-Optionen unten am Editor
Profil
Bestellte Steuerberaterin mit mehrjähriger Erfahrung in der laufenden Beratung mittelständischer Mandate, überwiegend Personen- und Kapitalgesellschaften sowie Freiberufler. Schwerpunkte sind Jahresabschlüsse nach HGB, betriebliche und private Steuererklärungen, Begleitung von Betriebsprüfungen und die Kommunikation mit Finanzbehörden. Verantwortet einen eigenen Mandantenstamm inklusive Honorarabrechnung nach StBVV und arbeitet eng mit Steuerfachangestellten und Steuerfachwirten im Team zusammen. Treibt die Digitalisierung von Buchhaltungs- und Belegprozessen voran und führt Mandate schrittweise auf digitale Workflows um. Legt Wert auf nachvollziehbare Dokumentation, fristensichere Abläufe und verständliche Erläuterung steuerlicher Sachverhalte gegenüber Mandanten.
Berufserfahrung
- Eigenverantwortliche Betreuung eines Mandantenstamms aus Handel, Handwerk und Freien Berufen
- Erstellung und Review von Jahresabschlüssen nach HGB sowie steuerlicher Gewinnermittlungen
- Begleitung von Betriebsprüfungen einschließlich Schlussbesprechung und Auswertung der Prüfungsfeststellungen
- Erstellung von Einsprüchen und Anträgen im Rechtsbehelfsverfahren gegenüber den Finanzämtern
- Fachliche Anleitung von Steuerfachangestellten und Auszubildenden im Team
- Vorbereitung von Jahresabschlüssen und Steuererklärungen für Kapital- und Personengesellschaften
- Mitarbeit bei steuerlichen Gutachten zu Umstrukturierungen und Rechtsformwahl
- Laufende Finanzbuchhaltung und Umsatzsteuervoranmeldungen für mittelständische Mandate
- Aufbereitung von Sachverhalten für die Abstimmung mit Berufsträgern und Mandanten
- Ableistung der praktischen Tätigkeit nach § 36 StBerG als Voraussetzung für die Prüfungszulassung
Ausbildung
- Bestandene Steuerberaterprüfung: drei schriftliche Aufsichtsarbeiten und mündliche Prüfung
- Bestellung nach § 40 StBerG einschließlich Nachweis der Berufshaftpflichtversicherung
- Schwerpunkte Unternehmensbesteuerung, Bilanzrecht und Verfahrensrecht
- Masterarbeit zu ertragsteuerlichen Fragen der Rechtsformwahl im Mittelstand
Kenntnisse
Sprachen
Kostenlos
PDF mit MUSTER-Wasserzeichen über das ganze Blatt, sofort herunterladen.
Ohne Wasserzeichen: 9,90 €
Einmaliger Kauf, sofortiger Download und Zustellung per E-Mail, keine Anmeldung.
An diese Adresse schicken wir das fertige PDF und die Rechnung. Sie muss nicht die Adresse deines Zahlungskontos sein.
Lebenslauf Beispiel Steuerberater/in zum Kopieren
Profil
Bestellte Steuerberaterin mit mehrjähriger Erfahrung in der laufenden Beratung mittelständischer Mandate, überwiegend Personen- und Kapitalgesellschaften sowie Freiberufler. Schwerpunkte sind Jahresabschlüsse nach HGB, betriebliche und private Steuererklärungen, Begleitung von Betriebsprüfungen und die Kommunikation mit Finanzbehörden. Verantwortet einen eigenen Mandantenstamm inklusive Honorarabrechnung nach StBVV und arbeitet eng mit Steuerfachangestellten und Steuerfachwirten im Team zusammen. Treibt die Digitalisierung von Buchhaltungs- und Belegprozessen voran und führt Mandate schrittweise auf digitale Workflows um. Legt Wert auf nachvollziehbare Dokumentation, fristensichere Abläufe und verständliche Erläuterung steuerlicher Sachverhalte gegenüber Mandanten.
Berufserfahrung
2021 - heute
Steuerberaterin
Mittelständische Steuerberatungskanzlei, Köln
- Eigenverantwortliche Betreuung eines Mandantenstamms aus Handel, Handwerk und Freien Berufen
- Erstellung und Review von Jahresabschlüssen nach HGB sowie steuerlicher Gewinnermittlungen
- Begleitung von Betriebsprüfungen einschließlich Schlussbesprechung und Auswertung der Prüfungsfeststellungen
- Erstellung von Einsprüchen und Anträgen im Rechtsbehelfsverfahren gegenüber den Finanzämtern
- Fachliche Anleitung von Steuerfachangestellten und Auszubildenden im Team
2018 - 2021
Steuerassistentin / Berufsträgerin in Ausbildung
Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf
- Vorbereitung von Jahresabschlüssen und Steuererklärungen für Kapital- und Personengesellschaften
- Mitarbeit bei steuerlichen Gutachten zu Umstrukturierungen und Rechtsformwahl
- Laufende Finanzbuchhaltung und Umsatzsteuervoranmeldungen für mittelständische Mandate
- Aufbereitung von Sachverhalten für die Abstimmung mit Berufsträgern und Mandanten
- Ableistung der praktischen Tätigkeit nach § 36 StBerG als Voraussetzung für die Prüfungszulassung
Ausbildung
2021
Bestellung als Steuerberaterin
Steuerberaterkammer Köln
2013 - 2018
Master of Science Taxation, zuvor Bachelor of Science Betriebswirtschaftslehre
Universität zu Köln
Kenntnisse
- Jahresabschluss HGBSehr gut
- UnternehmensbesteuerungSehr gut
- UmsatzsteuerrechtSehr gut
- Abgabenordnung und VerfahrensrechtGut
- DATEV-AnwendungenSehr gut
- MandantenkommunikationSehr gut
Sprachen
- DeutschMuttersprache
- EnglischC1
- NiederländischB1
Tätigkeiten im Lebenslauf formulieren: Steuerberater/in
Mandatsverantwortung und Beratung
- Eigenverantwortliche Betreuung eines Mandantenstamms mittelständischer Unternehmen
- Laufende steuerliche Beratung von Personen- und Kapitalgesellschaften sowie Freiberuflern
- Beratung zur Rechtsformwahl und zu steuerlichen Folgen von Umstrukturierungen
- Steuerliche Begleitung von Unternehmensnachfolgen und Gesellschafterwechseln
- Erstberatung und Aufnahme neuer Mandate einschließlich Auftrags- und Honorarvereinbarung
Jahresabschluss und Rechnungswesen
- Aufstellung von Jahresabschlüssen nach HGB für Einzelunternehmen und Gesellschaften
- Erstellung von Einnahmenüberschussrechnungen nach § 4 Abs. 3 EStG
- Review und Freigabe von Abschlüssen aus der Vorbereitung durch das Kanzleiteam
- Ableitung der steuerlichen Gewinnermittlung aus der Handelsbilanz
- Erstellung von Offenlegungsunterlagen für das Unternehmensregister
Deklaration und Fristenmanagement
- Erstellung betrieblicher und privater Steuererklärungen aller gängigen Steuerarten
- Prüfung von Steuerbescheiden und Abgleich mit den eingereichten Erklärungen
- Steuerung des Fristenkalenders inklusive Fristverlängerungsanträgen
- Bearbeitung von Umsatzsteuervoranmeldungen und zusammenfassenden Meldungen
- Anträge auf Anpassung von Vorauszahlungen und auf Stundung
Betriebsprüfung und Rechtsbehelf
- Begleitung von steuerlichen Außenprüfungen von der Prüfungsanordnung bis zur Schlussbesprechung
- Aufbereitung und Bereitstellung prüfungsrelevanter Unterlagen und Datenüberlassungen
- Erstellung von Einsprüchen und Begründungsschriftsätzen gegenüber der Finanzverwaltung
- Vertretung der Mandanten im außergerichtlichen Rechtsbehelfsverfahren
- Abstimmung tatsächlicher Verständigungen mit der Betriebsprüfung
Digitalisierung und Kanzleiprozesse
- Umstellung von Mandaten auf digitale Beleg- und Buchführungsprozesse
- Einführung standardisierter Workflows für Abschlusserstellung und Qualitätssicherung
- Anbindung von Vorsystemen und Schnittstellen an die Buchhaltungssoftware
- Aufbau eines strukturierten digitalen Dokumentenmanagements in der Kanzlei
- Erstellung von Auswertungen und betriebswirtschaftlichen Reports für Mandanten
Führung und Kanzleientwicklung
- Fachliche Führung von Steuerfachangestellten, Steuerfachwirten und Assistenten
- Betreuung von Auszubildenden im Ausbildungsberuf Steuerfachangestellte
- Aufbau und Pflege eines Fachbereichs mit definiertem Beratungsschwerpunkt
- Kalkulation und Abrechnung von Honoraren auf Grundlage der StBVV
- Mitwirkung an der internen Fortbildung und am fachlichen Wissensmanagement
Welche Kenntnisse gehören in den Lebenslauf als Steuerberater/in?
Fachliche Kenntnisse zeigen sofort die Praxiserfahrung, Zertifikate belegen sie formal, Soft Skills ergänzen sie. Alle drei gehören in den Lebenslauf, aber getrennt und konkret benannt.
Hard Skills
- Unternehmensbesteuerung (Körperschaft-, Gewerbe- und Einkommensteuer)
- Jahresabschlusserstellung nach HGB und steuerliche Gewinnermittlung
- Umsatzsteuerrecht einschließlich grenzüberschreitender Sachverhalte
- Abgabenordnung, Steuerverfahrens- und Rechtsbehelfsrecht
- Bilanzsteuerrecht und Bewertung
- Erbschaft- und Schenkungsteuer sowie Bewertungsrecht
- Lohnsteuer- und sozialversicherungsrechtliche Grundfragen
- Begleitung steuerlicher Außenprüfungen
- DATEV-Kanzleisoftware und digitale Buchführungsprozesse
- Honorarabrechnung nach der Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV)
Zertifikate
- Bestellung als Steuerberater/in durch die zuständige Steuerberaterkammer (§ 40 StBerG)
- Fachberater/in für Internationales Steuerrecht (Fachberaterordnung der Bundessteuerberaterkammer)
- Fachberater/in für Unternehmensnachfolge (DStV)
- Fachberater/in für Sanierung und Insolvenzverwaltung (DStV)
- Geprüfte/r Steuerfachwirt/in (Fortbildungsprüfung der Steuerberaterkammer)
- Geprüfte/r Bilanzbuchhalter/in (IHK)
- Fachassistent/in Digitalisierung und IT-Prozesse (FAIT)
- Zugelassene/r Wirtschaftsprüfer/in als ergänzende Berufsqualifikation
Soft Skills
- Verschwiegenheit und Diskretion im Umgang mit Mandantendaten
- Sorgfalt und Genauigkeit bei fristgebundenen Vorgängen
- Verständliche Erklärung komplexer Sachverhalte gegenüber Laien
- Eigenverantwortliches Arbeiten und Entscheidungsfreude
- Belastbarkeit in Abgabe- und Prüfungsphasen
- Teamführung und Anleitung von Fachkräften
Ausbildung und Gehalt als Steuerberater/in im Überblick
| Ausbildungsweg | Der Zugang zum Beruf ist im Steuerberatungsgesetz (StBerG) abschließend geregelt: Steuerberaterin oder Steuerberater wird nur, wer die Steuerberaterprüfung besteht oder von ihr befreit ist und anschließend auf Antrag von der zuständigen Steuerberaterkammer bestellt wird (§ 40 StBerG). Die Zulassung zur Prüfung setzt nach § 36 Abs. 1 StBerG ein erfolgreich abgeschlossenes wirtschaftswissenschaftliches oder rechtswissenschaftliches Hochschulstudium voraus, ebenso genügt ein anderes Hochschulstudium mit wirtschaftswissenschaftlicher Fachrichtung, gefolgt von praktischer Tätigkeit. Deren Dauer hängt an der Regelstudienzeit: Beträgt sie weniger als vier Jahre, sind mindestens drei Jahre Praxis nachzuweisen, sonst mindestens zwei Jahre. Wurden ein erster berufsqualifizierender Abschluss und ein darauf aufbauender weiterer Abschluss erworben, werden die Regelstudienzeiten beider Studiengänge zusammengerechnet; Praxiszeiten zählen nur, soweit sie nach dem ersten Abschluss liegen. § 36 Abs. 2 StBerG öffnet einen Weg ohne Studium: Wer eine Abschlussprüfung in einem kaufmännischen Ausbildungsberuf bestanden hat oder eine andere gleichwertige Vorbildung besitzt, wird nach acht Jahren praktischer Tätigkeit zugelassen; nach erfolgreich abgelegter Prüfung zum geprüften Bilanzbuchhalter oder Steuerfachwirt verkürzt sich diese Zeit auf sechs Jahre. Für Angehörige der Finanzverwaltung im gehobenen Dienst oder vergleichbare Angestellte genügen sechs Jahre als Sachbearbeiter oder in mindestens gleichwertiger Stellung. In allen Varianten muss sich die praktische Tätigkeit in einem Umfang von mindestens 16 Wochenstunden auf das Gebiet der von den Bundes- oder Landesfinanzbehörden verwalteten Steuern erstrecken (§ 36 Abs. 3 StBerG). Die Prüfung selbst besteht nach § 37 Abs. 2 StBerG aus einem schriftlichen Teil mit drei Aufsichtsarbeiten und einer mündlichen Prüfung; Zeitpunkt, Aufgaben, Bearbeitungszeiten und zulässige Hilfsmittel legen die obersten Landesfinanzbehörden bundeseinheitlich fest. Die Bearbeitungszeit soll je Aufsichtsarbeit mindestens vier und höchstens sechs Stunden betragen (§ 18 DVStB), und jede Arbeit wird von mindestens zwei Prüfern bewertet (§ 24 DVStB). Wer im schriftlichen Teil eine Gesamtnote schlechter als 4,5 erreicht, ist von der mündlichen Prüfung ausgeschlossen und hat nicht bestanden (§ 25 DVStB). Die mündliche Prüfung umfasst einen kurzen Vortrag und sechs Prüfungsabschnitte (§ 26 DVStB); bestanden ist die Prüfung, wenn der Durchschnitt aus schriftlicher und mündlicher Gesamtnote die Zahl 4,15 nicht übersteigt, Noten werden dabei nicht erteilt (§ 28 DVStB). Vor der Bestellung prüft die Kammer die persönliche Eignung; ohne mindestens vorläufige Deckungszusage für die Berufshaftpflichtversicherung wird nicht bestellt (§ 40 Abs. 2 und 3 StBerG). |
|---|---|
| Gehaltsspanne | Belastbare Zahlen liegen nur für angestellte Berufsträgerinnen und Berufsträger vor, und die Portale kommen zu deutlich unterschiedlichen Werten, deshalb hier nebeneinander statt gemittelt. GEHALT.de weist für Steuerberaterinnen und Steuerberater ein Median-Bruttojahresgehalt von 90.265 Euro aus, bei einem unteren Quartil von 79.392 Euro und einem oberen Quartil von 102.626 Euro, jeweils bezogen auf 40 Wochenstunden; nach Berufserfahrung reicht die Spanne von 73.852 Euro (unter drei Jahre) bis 96.111 Euro (über neun Jahre), regional von 77.607 Euro (Mecklenburg-Vorpommern) bis 94.517 Euro (Baden-Württemberg). StepStone nennt für denselben Beruf einen Median von 67.000 Euro brutto im Jahr bei einer Spanne von 59.400 bis 79.900 Euro; im Städtevergleich liegt Hamburg mit 83.000 Euro vorn, Berlin bei 72.900 Euro, Stuttgart bei 78.400 Euro, Frankfurt am Main und München jeweils bei 67.000 Euro. Der Abstand zwischen beiden Portalen erklärt sich vor allem aus unterschiedlichen Stichproben und Jobtitel-Zuordnungen und sollte nicht durch Mittelwertbildung geglättet werden. Entscheidend für die Einordnung: Beide Datensätze bilden ausschließlich Angestelltengehälter ab. Selbstständige Kanzleiinhaberinnen und Kanzleiinhaber erzielen keinen Lohn, sondern einen Gewinn, der von Mandatsstruktur, Kanzleigröße, Mitarbeiterzahl und der Honorargestaltung nach der StBVV abhängt; diese Einkommen sind in den Portalzahlen nicht enthalten. Zur Einordnung nach unten nennt GEHALT.de für Steuerfachwirte einen Median von 51.664 Euro und für Steuerfachangestellte 42.494 Euro. |
Was verdient man als Steuerberater/in? Die Quellen im Vergleich
Gehaltsportale kommen für denselben Beruf zu deutlich unterschiedlichen Werten, weil sie unterschiedlich erheben. Wir stellen sie deshalb nebeneinander, statt einen Durchschnitt zu bilden.
GEHALT.de
79.392 € – 102.626 €, Median 90.265 €
unteres und oberes Quartil, 40 Wochenstunden, nach Berufserfahrung 73.852 Euro (unter 3 Jahre) bis 96.111 Euro (über 9 Jahre), regional 77.607 Euro (Mecklenburg-Vorpommern) bis 94.517 Euro (Baden-Württemberg); erfasst nur Angestellte, selbstständige Kanzleiinhaber sind nicht enthalten. Achtung: Das Portal weist für Wirtschaftsprüfer/in exakt dieselben Werte aus — die Zahlen sind daher vermutlich nicht berufsscharf erhoben.
StepStone
59.400 € – 79.900 €, Median 67.000 €
Spanne, keine echten Quartile, Deutschland 2026, Hamburg 83.000 Euro, Stuttgart 78.400 Euro, Berlin 72.900 Euro, Frankfurt am Main und München je 67.000 Euro; erfasst nur Angestellte
Die Quellen liegen 23.265 € auseinander. Diese Differenz ist kein Fehler, sondern Folge unterschiedlicher Erhebungsmethoden und Stichproben. Nutze die Werte als Spanne, nicht als Punktwert, und prüfe im Gespräch, worauf sich eine genannte Zahl bezieht.
Alle Angaben Bruttojahresgehalt, abgerufen am 09. August 2026.
Dos & Don'ts für den Steuerberater/in-Lebenslauf
Do
- Die Berufsbezeichnung exakt so führen, wie § 43 StBerG sie vorgibt, und die Bestellung mit Kammer und Jahr belegen
- Den Zulassungsweg nach § 36 StBerG konkret benennen, also Studium mit Regelstudienzeit oder Praxisjahre nach kaufmännischer Ausbildung
- Mandatsverantwortung quantifizieren, etwa Anzahl betreuter Mandate, Umsatzgrößenklassen oder Branchenschwerpunkte
- Erfahrung mit Betriebsprüfungen und Rechtsbehelfsverfahren ausdrücklich ausweisen, weil sie den Berufsträger vom Fachpersonal abhebt
- Fachberaterqualifikationen und Fortbildungsschwerpunkte mit Verleihungsstelle und Jahr angeben
- Digitalisierungsprojekte in der Kanzlei mit Ergebnis beschreiben, etwa Umstellung eines definierten Mandantenkreises auf digitale Belegprozesse
Don't
- Nicht die Bezeichnung Steuerberater führen, solange keine Bestellung vorliegt, denn § 43 Abs. 4 StBerG und § 5 StBerG stellen das ausdrücklich unter Verbot
- Keine unzulässigen Zusätze zur Berufsbezeichnung erfinden, denn weitere Berufsbezeichnungen sind nur zulässig, wenn sie amtlich verliehen wurden
- Nicht mit Mandantennamen oder identifizierbaren Fallzahlen werben, die die Verschwiegenheitspflicht nach § 57 Abs. 1 StBerG berühren
- Steuerersparnisse nicht als garantierte Ergebnisse darstellen, das steht im Konflikt mit dem Verbot berufswidriger Werbung
- Die Tätigkeit als Steuerfachangestellte oder Steuerfachwirt nicht so beschreiben, als habe sie eigenständige Beratungsbefugnis umfasst
- Keine Gehaltszahlen aus Portalen als eigenes Einkommen ausgeben, ohne zwischen Anstellung und Selbstständigkeit zu unterscheiden
Häufige Fragen zum Lebenslauf als Steuerberater/in
Wie lange dauert der Weg zum Steuerberater?
Nach einem Hochschulstudium sind zusätzlich mindestens zwei Jahre praktische Tätigkeit nachzuweisen, wenn die Regelstudienzeit vier Jahre oder mehr beträgt, und mindestens drei Jahre, wenn sie darunter liegt (§ 36 Abs. 1 StBerG). Ohne Studium führt der Weg über eine kaufmännische Ausbildung oder gleichwertige Vorbildung mit acht Jahren Praxis; nach bestandener Prüfung zum geprüften Bilanzbuchhalter oder Steuerfachwirt sind es sechs Jahre (§ 36 Abs. 2 StBerG). Die praktische Tätigkeit muss sich in einem Umfang von mindestens 16 Wochenstunden auf die von Bundes- oder Landesfinanzbehörden verwalteten Steuern erstrecken. Hinzu kommen Vorbereitungszeit auf die Prüfung sowie das Prüfungsverfahren selbst mit schriftlichem und mündlichem Teil. In der Summe liegen zwischen Studienbeginn und Bestellung realistisch mehrere Jahre.
Wie schwer ist die Steuerberaterprüfung?
Die Prüfung besteht aus drei schriftlichen Aufsichtsarbeiten mit einer Bearbeitungszeit von jeweils mindestens vier und höchstens sechs Stunden sowie einer mündlichen Prüfung aus Kurzvortrag und sechs Prüfungsabschnitten (§ 37 StBerG, §§ 18 und 26 DVStB). Wer im schriftlichen Teil eine Gesamtnote schlechter als 4,5 erzielt, wird zur mündlichen Prüfung gar nicht erst zugelassen und hat nicht bestanden (§ 25 DVStB). Bestanden ist die Prüfung, wenn der Durchschnitt aus schriftlicher und mündlicher Gesamtnote 4,15 nicht übersteigt (§ 28 DVStB). Für den Prüfungsjahrgang 2024/2025 wird auf Basis der Statistik der Bundessteuerberaterkammer eine bundesweite Bestehensquote von 52,1 Prozent berichtet, im schriftlichen Teil 56,1 Prozent, bei 5.435 zugelassenen Prüflingen. Im Vorjahr 2023/2024 lag die Gesamtquote bei 51,2 Prozent.
Worin unterscheiden sich Steuerberater, Steuerfachwirt und Steuerfachangestellte?
Steuerfachangestellte durchlaufen eine dreijährige duale Ausbildung, für die die Steuerberaterkammern die zuständige Stelle sind; sie arbeiten in der Kanzlei zu, dürfen aber nicht eigenständig geschäftsmäßig Hilfe in Steuersachen leisten, weil § 3 StBerG diese Befugnis abschließend regelt und § 5 StBerG alles Weitere untersagt. Der Steuerfachwirt ist eine Fortbildungsprüfung der Steuerberaterkammern, die auf der Ausbildung und mehrjähriger Praxis aufsetzt; sie erweitert Verantwortung und Vergütung im Angestelltenverhältnis, verleiht aber ebenfalls keine eigene Beratungsbefugnis. Ihr wesentlicher berufsrechtlicher Effekt liegt darin, dass sie die für die Prüfungszulassung erforderliche Praxiszeit von acht auf sechs Jahre verkürzt (§ 36 Abs. 2 Nr. 1 StBerG). Erst die bestandene Steuerberaterprüfung und die anschließende Bestellung durch die Kammer begründen die unbeschränkte Befugnis und die geschützte Berufsbezeichnung.
Welche Berufspflichten gelten für Steuerberater?
§ 57 Abs. 1 StBerG verpflichtet zur unabhängigen, eigenverantwortlichen, gewissenhaften und verschwiegenen Berufsausübung unter Verzicht auf berufswidrige Werbung. Die Verschwiegenheitspflicht erstreckt sich auf alles, was in Ausübung des Berufs bekannt geworden ist, mit Ausnahme offenkundiger oder erkennbar unbedeutender Tatsachen. Bei Kollisionen mit eigenen Interessen ist eine Tätigkeit ausgeschlossen; bei mehreren Auftraggebern in derselben Sache besteht eine Hinweispflicht auf widerstreitende Interessen (§ 57 Abs. 1a und 1b StBerG). Selbstständige Berufsangehörige müssen sich gegen Haftpflichtgefahren für Vermögensschäden versichern und die Versicherung während der gesamten Bestellung aufrechterhalten (§ 67 StBerG); die Mindestversicherungssumme beträgt 250.000 Euro je Versicherungsfall (§ 52 DVStB). Ohne mindestens vorläufige Deckungszusage erfolgt keine Bestellung.
Wie werden Steuerberaterhonorare berechnet und wer beaufsichtigt den Berufsstand?
Für die im Inland selbstständig ausgeübte Berufstätigkeit bemisst sich die Vergütung nach der Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV); nach § 1 Abs. 1 StBVV gilt das für die Höhe der Vergütung allerdings nur, soweit nichts anderes vereinbart wird, sodass abweichende Honorarvereinbarungen möglich sind. Die Aufsicht über den Berufsstand liegt bei den Steuerberaterkammern: Alle Berufsangehörigen mit beruflicher Niederlassung in einem Kammerbezirk bilden eine Berufskammer, die eine Körperschaft des öffentlichen Rechts ist (§ 73 StBerG). Die Kammern bestellen, führen das Berufsregister und wirken bei Prüfungen mit. Auf Bundesebene bilden sie die Bundessteuerberaterkammer, ebenfalls eine Körperschaft des öffentlichen Rechts (§ 85 StBerG). Nach deren Berufsstatistik zum Stichtag 31. Dezember 2024 gab es rund 89.000 bestellte Steuerberaterinnen, Steuerberater und Steuerbevollmächtigte, insgesamt 104.845 Kammermitglieder und 14.670 anerkannte Berufsausübungsgesellschaften.
Quellen
- § 3 und § 5 StBerG - Befugnis zur unbeschränkten Hilfeleistung in Steuersachen und Verbot der unbefugten Hilfeleistung, Bundesministerium der Justiz / juris, abgerufen am 2026-08-09
- § 36 und § 37 StBerG - Voraussetzungen für die Zulassung zur Prüfung und Steuerberaterprüfung, Bundesministerium der Justiz / juris, abgerufen am 2026-08-09
- §§ 40, 43, 57, 67 StBerG - Bestellung, Berufsbezeichnung, Berufspflichten, Berufshaftpflichtversicherung, Bundesministerium der Justiz / juris, abgerufen am 2026-08-09
- §§ 32, 33, 73, 85 StBerG - Freier Beruf, Inhalt der Tätigkeit, Steuerberaterkammern, Bundessteuerberaterkammer, Bundesministerium der Justiz / juris, abgerufen am 2026-08-09
- DVStB - §§ 18, 24, 25, 26, 28 (Prüfungsdurchführung) sowie §§ 51, 52 (Versicherungspflicht, Mindestversicherungssumme), Bundesministerium der Justiz / juris, abgerufen am 2026-08-09
- § 1 StBVV - Anwendungsbereich der Steuerberatervergütungsverordnung, Bundesministerium der Justiz / juris, abgerufen am 2026-08-09
- Berufsstatistik 2025 sowie Aus- und Fortbildung (Steuerfachangestellte, Steuerfachwirt, Fachassistenten), Bundessteuerberaterkammer, abgerufen am 2026-08-09
- Die aktuellen Ergebnisse der Steuerberaterprüfung 2024/2025 (Bestehensquote 52,1 Prozent), steuerkurse.de (examio GmbH), auf Basis der Statistik der Bundessteuerberaterkammer, abgerufen am 2026-08-09
- Steuerberater/-in - Gehalt und Beruf, GEHALT.de, abgerufen am 2026-08-09
- Steuerberater/in Gehälter in Deutschland 2026, StepStone, abgerufen am 2026-08-09
Der Content wurde mit Hilfe von KI erstellt, vor allem in der Recherche und Vorformulierung. Prüfung und Abnahme durch unsere Redaktion.
Weitere Lebenslauf-Muster in Finanzen & Recht
Herausgegeben von Lebenslauf Studio
Zuletzt aktualisiert am 11.08.2026