Lebenslauf Muster Kita-Leitung
Vorlage, Beispiel und Formulierungen
Kita-Leitung ist kein eigenständiger Ausbildungsberuf, sondern eine Leitungsfunktion, die auf einer pädagogischen Grundqualifikation aufbaut – klassisch der Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin oder zum staatlich anerkannten Erzieher, zunehmend auch einem Bachelorstudium Kindheitspädagogik, Sozialpädagogik oder Soziale Arbeit. Dazu kommen in der Regel mehrere Jahre Berufspraxis in der Kindertagesbetreuung und eine Leitungsweiterbildung, etwa Kita-Management, Sozialmanagement oder eine landesspezifische Leitungsqualifizierung. Wer eine Einrichtung tatsächlich leiten darf, ist Landesrecht und unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland sowie nach Träger – eine bundesweit einheitliche Regelung gibt es nicht. Beim kommunalen Träger richtet sich das Gehalt nach dem TVöD im Sozial- und Erziehungsdienst (TVöD SuE), wobei die Eingruppierung nach der Platzzahl der Einrichtung gestaffelt ist: von S 9 für kleine Einrichtungen über S 13 ab 40 Plätzen bis S 18 ab 180 Plätzen. Nach der SuE-Tabelle mit Gültigkeit ab 01.05.2026 entspricht das rund 4.378 € (S 9, Stufe 1) bis 8.356 € (S 18, Stufe 6) brutto im Monat bei Vollzeit.
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Profil
Staatlich anerkannte Erzieherin mit zwölf Jahren Praxis in der Kindertagesbetreuung, davon fünf Jahre in Leitungsverantwortung für eine viergruppige Einrichtung mit 85 Plätzen und 18 Mitarbeitenden. Schwerpunkte sind dialogische Personalführung, die Fortschreibung der pädagogischen Konzeption und der Aufbau eines einrichtungsweiten Qualitätsmanagements. Verantwortet Dienst- und Urlaubsplanung, Belegungsmanagement, ein jährliches Sachkostenbudget im mittleren fünfstelligen Bereich sowie die Zusammenarbeit mit Träger, Jugendamt, Grundschule und Elternausschuss. Berufsbegleitend zur Fachwirtin im Sozial- und Gesundheitswesen (IHK) mit Schwerpunkt Kita-Management weitergebildet und als insoweit erfahrene Fachkraft nach § 8a SGB VIII qualifiziert.
Berufserfahrung
- Fachliche, personelle und organisatorische Leitung von 18 Mitarbeitenden inklusive Dienst- und Urlaubsplanung, Einarbeitung neuer Fachkräfte und jährlicher Mitarbeitendengespräche
- Fortschreibung der pädagogischen Konzeption gemeinsam mit dem Team und Einführung einer strukturierten Bildungsdokumentation mit Portfolioarbeit
- Steuerung des jährlichen Sachkostenbudgets sowie Beantragung und Abrechnung von Landesmitteln zur sprachlichen Bildung inklusive Verwendungsnachweis
- Aufbau eines einrichtungsbezogenen Schutzkonzepts nach § 8a SGB VIII mit Verfahrensablauf, Notfallplan und jährlicher Teamschulung
- Senkung der Teamfluktuation innerhalb von zwei Jahren durch strukturierte Einarbeitung, kollegiale Fallberatung und externe Supervision
- Vertretung der Einrichtungsleitung in allen organisatorischen und personellen Fragen sowie eigenverantwortliche Leitung einer Ü3-Gruppe mit 22 Kindern
- Organisation des Aufnahme- und Eingewöhnungsverfahrens nach dem Berliner Eingewöhnungsmodell inklusive Elterngesprächen und Bedarfsplanung
- Planung und Moderation von Teamsitzungen, Konzeptionstagen und Elternabenden
- Anleitung von jährlich zwei Auszubildenden und Praktikantinnen der Fachschule für Sozialpädagogik inklusive Beurteilungsgesprächen
Ausbildung
- Module Personalführung, Betriebswirtschaft und Kostenrechnung, Arbeits- und Sozialrecht, Qualitätsmanagement
- Projektarbeit zur Einführung eines Qualitätshandbuchs in einer viergruppigen Einrichtung
- Zusätzlich Zertifikatskurs zur insoweit erfahrenen Fachkraft nach § 8a SGB VIII
- Dreijährige Ausbildung mit Berufspraktikum, Abschluss als staatlich anerkannte Erzieherin
- Schwerpunkte Elementarpädagogik, Entwicklungspsychologie, Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit Familien
- Facharbeit zum Thema Partizipation von Kindern im Kita-Alltag
Kenntnisse
Sprachen
Lebenslauf-Editor: Kita-Leitung
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Profil
Staatlich anerkannte Erzieherin mit zwölf Jahren Praxis in der Kindertagesbetreuung, davon fünf Jahre in Leitungsverantwortung für eine viergruppige Einrichtung mit 85 Plätzen und 18 Mitarbeitenden. Schwerpunkte sind dialogische Personalführung, die Fortschreibung der pädagogischen Konzeption und der Aufbau eines einrichtungsweiten Qualitätsmanagements. Verantwortet Dienst- und Urlaubsplanung, Belegungsmanagement, ein jährliches Sachkostenbudget im mittleren fünfstelligen Bereich sowie die Zusammenarbeit mit Träger, Jugendamt, Grundschule und Elternausschuss. Berufsbegleitend zur Fachwirtin im Sozial- und Gesundheitswesen (IHK) mit Schwerpunkt Kita-Management weitergebildet und als insoweit erfahrene Fachkraft nach § 8a SGB VIII qualifiziert.
Berufserfahrung
- Fachliche, personelle und organisatorische Leitung von 18 Mitarbeitenden inklusive Dienst- und Urlaubsplanung, Einarbeitung neuer Fachkräfte und jährlicher Mitarbeitendengespräche
- Fortschreibung der pädagogischen Konzeption gemeinsam mit dem Team und Einführung einer strukturierten Bildungsdokumentation mit Portfolioarbeit
- Steuerung des jährlichen Sachkostenbudgets sowie Beantragung und Abrechnung von Landesmitteln zur sprachlichen Bildung inklusive Verwendungsnachweis
- Aufbau eines einrichtungsbezogenen Schutzkonzepts nach § 8a SGB VIII mit Verfahrensablauf, Notfallplan und jährlicher Teamschulung
- Senkung der Teamfluktuation innerhalb von zwei Jahren durch strukturierte Einarbeitung, kollegiale Fallberatung und externe Supervision
- Vertretung der Einrichtungsleitung in allen organisatorischen und personellen Fragen sowie eigenverantwortliche Leitung einer Ü3-Gruppe mit 22 Kindern
- Organisation des Aufnahme- und Eingewöhnungsverfahrens nach dem Berliner Eingewöhnungsmodell inklusive Elterngesprächen und Bedarfsplanung
- Planung und Moderation von Teamsitzungen, Konzeptionstagen und Elternabenden
- Anleitung von jährlich zwei Auszubildenden und Praktikantinnen der Fachschule für Sozialpädagogik inklusive Beurteilungsgesprächen
Ausbildung
- Module Personalführung, Betriebswirtschaft und Kostenrechnung, Arbeits- und Sozialrecht, Qualitätsmanagement
- Projektarbeit zur Einführung eines Qualitätshandbuchs in einer viergruppigen Einrichtung
- Zusätzlich Zertifikatskurs zur insoweit erfahrenen Fachkraft nach § 8a SGB VIII
- Dreijährige Ausbildung mit Berufspraktikum, Abschluss als staatlich anerkannte Erzieherin
- Schwerpunkte Elementarpädagogik, Entwicklungspsychologie, Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit Familien
- Facharbeit zum Thema Partizipation von Kindern im Kita-Alltag
Kenntnisse
Sprachen
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Profil
Staatlich anerkannte Erzieherin mit zwölf Jahren Praxis in der Kindertagesbetreuung, davon fünf Jahre in Leitungsverantwortung für eine viergruppige Einrichtung mit 85 Plätzen und 18 Mitarbeitenden. Schwerpunkte sind dialogische Personalführung, die Fortschreibung der pädagogischen Konzeption und der Aufbau eines einrichtungsweiten Qualitätsmanagements. Verantwortet Dienst- und Urlaubsplanung, Belegungsmanagement, ein jährliches Sachkostenbudget im mittleren fünfstelligen Bereich sowie die Zusammenarbeit mit Träger, Jugendamt, Grundschule und Elternausschuss. Berufsbegleitend zur Fachwirtin im Sozial- und Gesundheitswesen (IHK) mit Schwerpunkt Kita-Management weitergebildet und als insoweit erfahrene Fachkraft nach § 8a SGB VIII qualifiziert.
Berufserfahrung
09/2020 - heute
Leiterin der Kindertagesstätte
Städtische Kita Sonnenblume, Musterstadt (85 Plätze, 4 Gruppen, 18 Mitarbeitende)
- Fachliche, personelle und organisatorische Leitung von 18 Mitarbeitenden inklusive Dienst- und Urlaubsplanung, Einarbeitung neuer Fachkräfte und jährlicher Mitarbeitendengespräche
- Fortschreibung der pädagogischen Konzeption gemeinsam mit dem Team und Einführung einer strukturierten Bildungsdokumentation mit Portfolioarbeit
- Steuerung des jährlichen Sachkostenbudgets sowie Beantragung und Abrechnung von Landesmitteln zur sprachlichen Bildung inklusive Verwendungsnachweis
- Aufbau eines einrichtungsbezogenen Schutzkonzepts nach § 8a SGB VIII mit Verfahrensablauf, Notfallplan und jährlicher Teamschulung
- Senkung der Teamfluktuation innerhalb von zwei Jahren durch strukturierte Einarbeitung, kollegiale Fallberatung und externe Supervision
08/2014 - 08/2020
Stellvertretende Leitung und Gruppenleitung
Evangelische Kindertagesstätte Regenbogen, Musterhausen (60 Plätze, 3 Gruppen)
- Vertretung der Einrichtungsleitung in allen organisatorischen und personellen Fragen sowie eigenverantwortliche Leitung einer Ü3-Gruppe mit 22 Kindern
- Organisation des Aufnahme- und Eingewöhnungsverfahrens nach dem Berliner Eingewöhnungsmodell inklusive Elterngesprächen und Bedarfsplanung
- Planung und Moderation von Teamsitzungen, Konzeptionstagen und Elternabenden
- Anleitung von jährlich zwei Auszubildenden und Praktikantinnen der Fachschule für Sozialpädagogik inklusive Beurteilungsgesprächen
Ausbildung
10/2019 - 03/2021
Weiterbildung zur Fachwirtin im Sozial- und Gesundheitswesen (IHK), Schwerpunkt Kita-Management
IHK-Bildungszentrum Musterstadt (berufsbegleitend)
09/2010 - 07/2013
Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin
Fachschule für Sozialpädagogik, Musterstadt
Kenntnisse
- Personalführung und TeamentwicklungSehr gut
- Dienst- und PersonaleinsatzplanungSehr gut
- Pädagogische KonzeptentwicklungSehr gut
- Kinderschutz nach § 8a SGB VIIIZertifizierte Kinderschutzfachkraft
- Budgetplanung und VerwendungsnachweiseGut
- Qualitätsmanagement und KonzeptionsfortschreibungGut
- Kita-Verwaltungssoftware (Kitaplus, adebisKITA)Sicher
- MS Office (Word, Excel, Outlook)Sicher
Sprachen
- DeutschMuttersprache
- EnglischB2 (selbstständige Sprachverwendung)
- TürkischA2 (Grundkenntnisse)
Tätigkeiten im Lebenslauf formulieren: Kita-Leitung
Personalführung und Teamentwicklung
- Fachliche und disziplinarische Führung eines Teams aus pädagogischen Fachkräften, Auszubildenden und Hauswirtschaftskräften
- Dienst-, Urlaubs- und Vertretungsplanung unter Beachtung des Personalschlüssels und der Öffnungszeiten
- Führen von Jahres-, Einarbeitungs- und Rückkehrgesprächen sowie Erstellen von Beurteilungen
- Personalgewinnung: Stellenausschreibungen, Bewerbungsgespräche und Auswahlentscheidungen gemeinsam mit dem Träger
- Anleitung von Auszubildenden, Praktikant:innen und Quereinsteigenden inklusive Praxisanleitung
Pädagogische Konzeptentwicklung
- Fortschreibung der pädagogischen Konzeption auf Basis des Bildungsplans des Bundeslandes gemeinsam mit dem Team
- Einführung und Verankerung eines pädagogischen Ansatzes, zum Beispiel offene Arbeit oder situationsorientierter Ansatz
- Aufbau der Bildungs- und Entwicklungsdokumentation mit Portfolios, Beobachtungsbögen und Entwicklungsgesprächen
- Umsetzung von Inklusion, Partizipation und alltagsintegrierter sprachlicher Bildung im Kita-Alltag
- Planung und Moderation von Konzeptionstagen, Teamfortbildungen und kollegialer Fallberatung
Elternarbeit und Erziehungspartnerschaft
- Gestaltung der Bildungs- und Erziehungspartnerschaft von der Anmeldung über die Eingewöhnung bis zum Übergang in die Grundschule
- Führen von Aufnahme-, Entwicklungs- und Konfliktgesprächen mit Familien
- Zusammenarbeit mit Elternausschuss und Elternbeirat, Organisation von Elternabenden und Elterncafés
- Beschwerdemanagement für Familien mit dokumentiertem Verfahren und Rückmeldeschleife
- Ansprache und Beteiligung von Familien mit Fluchterfahrung oder geringen Deutschkenntnissen, bei Bedarf mit Sprachmittlung
Verwaltung, Budget und Organisation
- Planung und Kontrolle des Sach- und Personalkostenbudgets in Abstimmung mit dem Träger
- Belegungsmanagement, Platzvergabe, Anmeldeverfahren und Bedarfsplanung inklusive Meldungen an das Jugendamt
- Beantragung, Umsetzung und Abrechnung von Förderprogrammen inklusive Verwendungsnachweis
- Arbeit mit Kita-Verwaltungssoftware für Belegung, Anwesenheit, Beiträge und Dienstplanung
- Verantwortung für Arbeitssicherheit, Hygieneplan, Brandschutz und die Zusammenarbeit mit Gesundheitsamt und Unfallkasse
Qualitätsmanagement und Weiterentwicklung
- Aufbau und Pflege eines Qualitätshandbuchs mit verbindlichen Verfahrensbeschreibungen und Standards
- Durchführung interner Evaluationen sowie Vorbereitung und Begleitung externer Evaluationen oder Zertifizierungen
- Ableitung und Nachverfolgung von Maßnahmen aus Eltern- und Mitarbeitendenbefragungen
- Einführung digitaler Prozesse für Dokumentation, Dienstplanung und Elternkommunikation
- Fachliche Netzwerkarbeit mit Jugendamt, Fachberatung, Grundschulen, Frühförderstellen und Trägerverbund
Kinderschutz und Rechtssicherheit
- Entwicklung und Umsetzung eines einrichtungsbezogenen Schutzkonzepts inklusive Risikoanalyse und Verhaltenskodex
- Verfahren bei gewichtigen Anhaltspunkten für eine Kindeswohlgefährdung nach § 8a SGB VIII inklusive Dokumentation und Hinzuziehung der insoweit erfahrenen Fachkraft
- Sicherstellung der Aufsichtspflicht, der Meldepflichten nach § 47 SGB VIII und der Vorlage erweiterter Führungszeugnisse
- Umsetzung von Datenschutz und Schweigepflicht in Dokumentation, Fotografie und Elternkommunikation
- Regelmäßige Team-Schulungen zu Kinderschutz, Beschwerdeverfahren für Kinder und Partizipationsrechten
Welche Kenntnisse gehören in den Lebenslauf als Kita-Leitung?
Fachliche Kenntnisse zeigen sofort die Praxiserfahrung, Zertifikate belegen sie formal, Soft Skills ergänzen sie. Alle drei gehören in den Lebenslauf, aber getrennt und konkret benannt.
Hard Skills
- Personalführung und Dienstplangestaltung
- Pädagogische Konzeptentwicklung und Konzeptionsfortschreibung
- Bildungs- und Entwicklungsdokumentation (Portfolio, Beobachtungsverfahren, Entwicklungsgespräche)
- Kinderschutz nach § 8a SGB VIII und Schutzkonzeptentwicklung
- Budget- und Sachkostenplanung, Verwendungsnachweise
- Belegungsmanagement, Aufnahmeverfahren und Bedarfsplanung
- Qualitätsmanagement und interne Evaluation
- Kita-Verwaltungssoftware (z. B. Kitaplus, adebisKITA, Little Bird)
- Grundlagen Arbeits- und Tarifrecht (TVöD SuE, AVR Caritas/Diakonie)
- Fördermittelbeantragung und Programmumsetzung (z. B. Sprach-Kita, Landesprogramme)
- Alltagsintegrierte sprachliche Bildung und Inklusion
- Arbeitssicherheit, Hygiene- und Infektionsschutz in Kindertageseinrichtungen
Zertifikate
- Staatliche Anerkennung als Erzieher/in
- B.A. Kindheitspädagogik oder Soziale Arbeit mit staatlicher Anerkennung
- Leitungsqualifizierung bzw. Kita-Management (landesspezifisch geregelt)
- Fachwirt/in im Sozial- und Gesundheitswesen (IHK)
- Insoweit erfahrene Fachkraft nach § 8a SGB VIII (Kinderschutzfachkraft)
- Praxisanleitung in sozialpädagogischen Berufen
- Erste Hilfe am Kind (regelmäßige Auffrischung)
- Multiplikator/in für alltagsintegrierte sprachliche Bildung
- Systemische Beratung, Coaching oder Supervision (Grundkurs)
Soft Skills
- Führungsstärke und Entscheidungsfreude
- Kommunikationsstärke gegenüber Team, Familien und Träger
- Konfliktmoderation und Deeskalation
- Empathie und Wertschätzung im Umgang mit Kindern und Familien
- Organisationstalent und Belastbarkeit
- Reflexionsfähigkeit und konstruktive Fehlerkultur
- Interkulturelle Sensibilität
- Verbindlichkeit und Verschwiegenheit
Ausbildung und Gehalt als Kita-Leitung im Überblick
| Ausbildungsweg | Kita-Leitung ist kein eigenständiger Ausbildungsberuf und keine geschützte Berufsbezeichnung, sondern eine Funktion innerhalb einer Kindertageseinrichtung. Die fachliche Grundlage bildet in der Regel eine pädagogische Fachkraftqualifikation: klassisch die Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin oder zum staatlich anerkannten Erzieher an einer Fachschule oder Fachakademie für Sozialpädagogik, üblicherweise über drei bis fünf Jahre je nach Bundesland und Ausbildungsform (vollzeitschulisch, praxisintegriert oder berufsbegleitend). Zunehmend führt der Weg auch über ein Bachelorstudium in Kindheitspädagogik, Sozialer Arbeit, Sozialpädagogik oder Erziehungswissenschaft, oft berufsbegleitend studiert. Darauf folgt typischerweise mehrjährige Berufspraxis in der Kindertagesbetreuung, häufig zuerst als Gruppenleitung und dann als stellvertretende Leitung; viele Träger erwarten drei bis fünf Jahre Praxis, verbindlich bundesweit festgelegt ist diese Dauer aber nicht. Ergänzt wird der Werdegang durch eine Leitungsweiterbildung, etwa Kita-Management, Sozialmanagement, Fachwirt/in im Sozial- und Gesundheitswesen (IHK) oder eine landesspezifische Leitungsqualifizierung. Entscheidend und häufig missverstanden: Wer eine Kindertageseinrichtung leiten darf, ist landesrechtlich geregelt. Die 16 Bundesländer regeln das über ihre Kita-Gesetze, Ausführungsverordnungen, Fachkräftekataloge und Fachkräftevereinbarungen jeweils unterschiedlich – einen bundesweit einheitlichen Standard für die Leitungsqualifikation gibt es nicht. Rheinland-Pfalz beispielsweise regelt die Anforderungen in einer Fachkräftevereinbarung, ergänzt um eine eigene Rahmenvereinbarung zur Gestaltung von Leitungsqualifizierungen. In Bayern wurde § 16 AVBayKiBiG zum 01.07.2023 geändert; nach Darstellung der GEW Bayern kann die Leitungsfunktion seither unter bestimmten Voraussetzungen auch von Beschäftigten ohne pädagogische Ausbildung wahrgenommen werden, wenn ausreichende Praxiserfahrung – in der Regel drei Jahre – und die Teilnahme an einer Leitungsfortbildung vorliegen. Fachlich gilt der Bereich lange als unterreguliert: ErzieherIn.de formuliert, dass es in Deutschland bislang keinen systematischen Ausbildungsweg für das Kita-Management gab und dass Länder und Träger erst nach und nach akademische Abschlüsse oder umfassende Weiterbildungen im Sozialmanagement verlangen. Für die eigene Bewerbung heißt das: Prüfe immer die aktuelle Regelung deines Bundeslandes über das zuständige Landesjugendamt sowie die Anforderungen des konkreten Trägers, denn kommunale, kirchliche und freie Träger setzen unterschiedliche Maßstäbe. |
|---|---|
| Gehaltsspanne | Bei kommunalen und öffentlichen Trägern gilt der TVöD im Sozial- und Erziehungsdienst (TVöD SuE). Die Eingruppierung von Kita-Leitungen richtet sich dabei nicht in erster Linie nach der Qualifikation, sondern nach der Größe der Einrichtung, gemessen an der Durchschnittsbelegung: Nach der bei Öffentlichen-Dienst.de wiedergegebenen Entgeltordnung gilt S 9 für Beschäftigte als Leitung einer Kindertagesstätte (kleine Einrichtungen unterhalb der 40-Plätze-Grenze), S 13 ab 40 Plätzen, S 15 ab 70 Plätzen, S 16 ab 100 Plätzen, S 17 ab 130 Plätzen und S 18 ab 180 Plätzen. Ständige Vertretungen liegen jeweils eine Stufe darunter. Nach der TVöD-SuE-Entgelttabelle mit Gültigkeit vom 01.05.2026 bis 31.03.2027 ergeben sich für Vollzeit folgende Monatsbruttobeträge von Stufe 1 bis Stufe 6: S 9 von 4.378,42 € bis 6.327,12 €; S 13 von 4.773,64 € bis 6.568,60 €; S 15 von 4.935,22 € bis 6.988,63 €; S 16 von 5.115,95 € bis 7.203,13 €; S 17 von 5.222,87 € bis 7.658,90 €; S 18 von 5.664,62 € bis 8.355,97 €. Eine Leitung einer typischen viergruppigen Einrichtung mit rund 85 Plätzen liegt damit in S 15 und je nach Erfahrungsstufe zwischen etwa 4.935 € und 6.989 € brutto im Monat. Hinzu kommen je nach Arbeitgeber Jahressonderzahlung und betriebliche Zusatzversorgung. Maßgeblich für die Platzzahl ist die Durchschnittsbelegung des Vorjahres, also die belegten, gleichzeitig belegbaren Plätze; als Ermittlungszeitraum wird üblicherweise der 1. Oktober bis 31. Dezember des Vorjahres herangezogen. Für geringfügige Unterschreitungen der Platzgrenzen sieht die Protokollerklärung einen Toleranzbereich vor, der nicht sofort zur Herabgruppierung führt; die ausgewerteten Quellen nennen hier unterschiedliche Werte (5 % beziehungsweise 7,5 %), weshalb im Einzelfall der Tariftext und die Auskunft des Arbeitgebers maßgeblich sind. Bei kirchlichen Trägern gilt nicht der TVöD, sondern das jeweilige kirchliche Arbeitsrecht: bei der Caritas die AVR mit der Anlage 33 für den Sozial- und Erziehungsdienst, bei der Diakonie die AVR Diakonie beziehungsweise regionale kirchliche Tarifwerke. Die Anlage 33 nutzt dieselbe Systematik von S 2 bis S 18, die Beträge werden aber eigenständig von der Arbeitsrechtlichen Kommission beschlossen und weichen vom TVöD ab. Private und freie Träger vergüten frei verhandelt, teils in Anlehnung an den TVöD, teils darunter. |
Was verdient man als Kita-Leitung? Die Quellen im Vergleich
Gehaltsportale kommen für denselben Beruf zu deutlich unterschiedlichen Werten, weil sie unterschiedlich erheben. Wir stellen sie deshalb nebeneinander, statt einen Durchschnitt zu bilden.
TVoeD SuE Entgelttabelle (Oeffentlicher-Dienst.info)
52.541 € – 100.272 €
Entgeltgruppen S 9 bis S 18 je nach Einrichtungsgroesse, Stufe 1 bis Stufe 6, Tabelle gueltig 01.05.2026-31.03.2027; S 9 von 4.378,42 bis 6.327,12 EUR, S 13 von 4.773,64 bis 6.568,60 EUR, S 15 von 4.935,22 bis 6.988,63 EUR, S 16 von 5.115,95 bis 7.203,13 EUR, S 17 von 5.222,87 bis 7.658,90 EUR, S 18 von 5.664,62 bis 8.355,97 EUR brutto/Monat, Monatswerte x 12, 12 x Monatsentgelt ohne Jahressonderzahlung; die Eingruppierung richtet sich nach der Durchschnittsbelegung: S 9 unterhalb von 40 Plaetzen, S 13 ab 40, S 15 ab 70, S 16 ab 100, S 17 ab 130, S 18 ab 180 Plaetzen; staendige Vertretungen liegen jeweils eine Stufe darunter. Eine typische viergruppige Einrichtung mit rund 85 Plaetzen liegt in S 15 (4.935-6.989 EUR brutto/Monat). Hinzu kommen je nach Arbeitgeber Jahressonderzahlung und betriebliche Zusatzversorgung. Bei kirchlichen Traegern gelten AVR Caritas Anlage 33 bzw. AVR Diakonie mit eigenstaendig beschlossenen, abweichenden Betraegen; private und freie Traeger verguetern frei verhandelt.
Alle Angaben Bruttojahresgehalt, abgerufen am 09. August 2026.
Dos & Don'ts für den Kita-Leitung-Lebenslauf
Do
- Nenne zu jeder Leitungsstation die Größe der Einrichtung: Platzzahl, Anzahl der Gruppen und Teamgröße – im TVöD SuE hängt die Eingruppierung genau daran
- Mache Führungsverantwortung messbar: Anzahl der Mitarbeitenden, Budgethöhe, Anteil Krippen- und Ü3-Plätze, Öffnungszeiten, Anzahl der Standorte
- Führe Leitungsweiterbildungen und die Qualifikation als insoweit erfahrene Fachkraft nach § 8a SGB VIII als eigene Punkte unter Zertifikate auf
- Belege pädagogische Konzeptarbeit mit Ergebnissen: eingeführtes Schutzkonzept, Qualitätshandbuch, Sprach-Kita-Programm, Zertifizierung als Familienzentrum
- Prüfe vor der Bewerbung die Anforderungen deines Bundeslandes und des Trägers und greife deren Formulierungen in Profil und Anschreiben auf
- Zeige Verwaltungs- und Betriebswirtschaftskompetenz genauso deutlich wie Pädagogik – Dienstplanung, Belegungsmanagement, Budget und Kita-Software gehören ins Profil
Don't
- Schreibe nicht von einer „Ausbildung zur Kita-Leitung" – die Position ist kein Ausbildungsberuf, und die Formulierung wirkt auf Träger fachlich unsicher
- Behaupte keine bundesweit einheitlichen Zugangsvoraussetzungen; sie sind Landesrecht und unterscheiden sich je Bundesland und Träger
- Verzichte auf reine Aufgabenlisten ohne Zahlen: „Leitung von Personal" sagt nichts, „Leitung eines Teams von 18 Mitarbeitenden" sagt alles
- Nenne keine Namen von Kindern, Familien oder Mitarbeitenden und keine Details aus Kinderschutzfällen – Schweigepflicht und Datenschutz gelten auch im Lebenslauf
- Verschweige die Einrichtungsgröße nicht; ohne Platzzahl kann der Träger deine bisherige Leitungsebene und die passende Entgeltgruppe nicht einordnen
- Übernimm keine Tarifbeträge aus veralteten Tabellen und nenne keine Wunschgehälter ohne Bezug zur Entgeltgruppe
Häufige Fragen zum Lebenslauf als Kita-Leitung
Welche Qualifikation brauche ich, um Kita-Leitung zu werden?
Es gibt keine bundesweit einheitliche Antwort, weil die Zugangsvoraussetzungen landesrechtlich geregelt sind und sich je Bundesland und Träger unterscheiden. Der typische Weg ist: staatlich anerkannte Erzieherin oder staatlich anerkannter Erzieher, mehrere Jahre Berufspraxis in der Kindertagesbetreuung – häufig drei bis fünf Jahre, oft zunächst als Gruppen- oder stellvertretende Leitung – und dazu eine Leitungsweiterbildung wie Kita-Management, Sozialmanagement oder Fachwirt/in im Sozial- und Gesundheitswesen. Der zweite Weg führt über ein Bachelorstudium in Kindheitspädagogik, Sozialer Arbeit oder Sozialpädagogik. Verbindlich ist immer die Regelung deines Bundeslandes.
Wie hängt meine Eingruppierung von der Größe der Einrichtung ab?
Im TVöD SuE ist die Eingruppierung von Kita-Leitungen nach der Platzzahl gestaffelt, nicht nach dem Abschluss. Nach der Entgeltordnung gilt: S 9 für Leitungen kleiner Einrichtungen unterhalb der 40-Plätze-Grenze, S 13 ab 40 Plätzen, S 15 ab 70 Plätzen, S 16 ab 100 Plätzen, S 17 ab 130 Plätzen und S 18 ab 180 Plätzen. Für ständige Vertretungen liegt die Staffel eine Stufe darunter. Maßgeblich ist die Durchschnittsbelegung des Vorjahres, üblicherweise ermittelt für den Zeitraum 1. Oktober bis 31. Dezember. Genau deshalb solltest du im Lebenslauf immer die Platzzahl deiner bisherigen Einrichtungen angeben.
Was verdient eine Kita-Leitung im Monat?
Nach der TVöD-SuE-Tabelle mit Gültigkeit ab 01.05.2026 liegt das Vollzeit-Bruttomonatsgehalt je nach Entgeltgruppe und Erfahrungsstufe zwischen 4.378,42 € (S 9, Stufe 1) und 8.355,97 € (S 18, Stufe 6). Konkret: S 13 reicht von 4.773,64 € bis 6.568,60 €, S 15 von 4.935,22 € bis 6.988,63 €, S 16 von 5.115,95 € bis 7.203,13 € und S 17 von 5.222,87 € bis 7.658,90 €. Dazu kommen je nach Arbeitgeber Jahressonderzahlung und betriebliche Zusatzversorgung. Bei kirchlichen Trägern gelten die AVR Caritas oder die Regelwerke der Diakonie mit eigener Beschlusslage.
Kann ich ohne Studium Kita-Leitung werden?
Ja, in den meisten Bundesländern ist das möglich. Die klassische Grundlage ist die Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin oder zum staatlich anerkannten Erzieher, ergänzt um Berufserfahrung und eine Leitungsweiterbildung. Fachlich wird allerdings beschrieben, dass Länder und Träger zunehmend entweder einen akademischen sozialpädagogischen Abschluss oder mindestens eine umfassende Weiterbildung im Sozialmanagement erwarten. Ein Studium ist also kein Muss, aber ein Vorteil – besonders bei großen Einrichtungen, Familienzentren und Trägerverbünden.
Was gehört in den Lebenslauf einer Kita-Leitung – und was nicht?
Hinein gehören die Größenkennzahlen jeder Station (Platzzahl, Gruppenanzahl, Teamgröße, Altersspanne der Kinder, Öffnungszeiten), die Trägerart (kommunal, kirchlich, Elterninitiative, privat), deine Leitungsqualifikationen mit Anbieter und Jahr sowie konkrete Ergebnisse wie ein eingeführtes Schutzkonzept oder ein Qualitätshandbuch. Auch Verwaltungs- und Budgetverantwortung sowie eingesetzte Kita-Software gehören dazu. Nicht hinein gehören Namen von Kindern, Familien oder Mitarbeitenden, Details aus Kinderschutzfällen oder Personalkonflikten sowie vage Formulierungen ohne Zahlen.
Quellen
- TVöD SuE Entgelttabelle 2026 (gültig 01.05.2026 bis 31.03.2027), Öffentlicher-Dienst.info, abgerufen am 2026-08-09
- Entgeltordnung Kita - Sozial- und Erziehungsdienst 2026, Öffentlichen-Dienst.de, abgerufen am 2026-08-09
- Entgeltgruppe S 13 für Leiterinnen und Leiter von Kindertagesstätten, Öffentlichen-Dienst.de, abgerufen am 2026-08-09
- KODA-Info: Ermittlung der Durchschnittsbelegung im Sozial- und Erziehungsdienst, Regional-KODA / Diözese Rottenburg-Stuttgart, abgerufen am 2026-08-09
- AVR Caritas - Anlage 33 (Sozial- und Erziehungsdienst), Öffentlicher-Dienst.info, abgerufen am 2026-08-09
- Qualitätsanforderungen an Leitungskräfte in Kindertageseinrichtungen, ErzieherIn.de, abgerufen am 2026-08-09
- Fachkräftevereinbarung für Tageseinrichtungen für Kinder in Rheinland-Pfalz, Kita Rheinland-Pfalz / Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung, abgerufen am 2026-08-09
- Erfolgreich an der Spitze: Welche Kompetenzen braucht eine Kita-Leitung?, Kita.de, abgerufen am 2026-08-09
- Aufstieg und Fall der Kita-Leitung (Änderung § 16 AVBayKiBiG zum 01.07.2023), GEW Bayern, abgerufen am 2026-08-09
Der Content wurde mit Hilfe von KI erstellt, vor allem in der Recherche und Vorformulierung. Prüfung und Abnahme durch unsere Redaktion.
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Herausgegeben von Lebenslauf Studio
Zuletzt aktualisiert am 11.08.2026