Lebenslauf Muster Geprüfte Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung
Vorlage, Beispiel und Formulierungen
Die Geprüfte Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung (FAB, oft auch gFAB) leitet in Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) und vergleichbaren Diensten der Eingliederungshilfe Gruppen an, plant personenzentrierte Bildungs- und Arbeitsprozesse und begleitet Übergänge auf den allgemeinen Arbeitsmarkt. Es handelt sich nicht um eine Erstausbildung, sondern um eine bundeseinheitlich geregelte Aufstiegsfortbildung nach § 53 Absatz 1 in Verbindung mit Absatz 2 des Berufsbildungsgesetzes, geregelt durch die Arbeits- und Berufsförderungsfortbildungsprüfungsverordnung (GFABPrV) vom 13. Dezember 2016 - zugelassen wird in der Regel, wer eine abgeschlossene Berufsausbildung und mindestens zwei Jahre einschlägige Berufspraxis nachweist (§ 2 GFABPrV). Der Lehrgang umfasst bei den gängigen Anbietern rund 800 Unterrichtseinheiten und dauert berufsbegleitend etwa 18 bis 30 Monate. Beim kommunalen Arbeitgeber liegt das Bruttomonatsentgelt je nach Eingruppierung zwischen rund 3.427 € und 5.191 € (TVöD SuE, Tabelle ab 01.05.2026, Entgeltgruppen S 7 bis S 8b); die Bundesagentur für Arbeit weist im Entgeltatlas (Datenstand 2025) ein Medianentgelt von 4.525 € aus.
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Profil
Geprüfte Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung mit gelernter Grundlage als Industriemechaniker und acht Jahren Praxis in einer Werkstatt für behinderte Menschen. Verantwortlich für eine Montage- und Verpackungsgruppe mit zwölf Beschäftigten - von der Auftragssteuerung und Qualitätssicherung bis zur individuellen Teilhabeplanung. Schwerpunkt auf personenzentrierten Bildungsplänen, barrierefreier Arbeitsplatzgestaltung und der Begleitung von Praktika auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Arbeitet eng mit Sozialdienst, Angehörigen, gesetzlichen Betreuungen und Rehabilitationsträgern zusammen und dokumentiert Entwicklungsverläufe strukturiert im Werkstattinformationssystem.
Berufserfahrung
- Fachliche Anleitung einer Montage- und Verpackungsgruppe mit zwölf Beschäftigten im Arbeitsbereich
- Erstellung und jährliche Fortschreibung individueller Teilhabe- und Eingliederungspläne inklusive Zielvereinbarungsgesprächen
- Auftragssteuerung für Industriekunden: Terminplanung, Qualitätsprüfung nach Kundenvorgaben, Nacharbeitsquote von 4,1 % auf 1,3 % gesenkt
- Gestaltung barrierefreier Arbeitsplätze und Entwicklung von Montagevorrichtungen für Beschäftigte mit motorischen Einschränkungen
- Anbahnung und Begleitung von sieben betrieblichen Praktika, davon zwei mit Übergang auf einen Außenarbeitsplatz
- Begleitung von Teilnehmenden im zweijährigen Berufsbildungsbereich, Betreuungsschlüssel 1:6 nach § 9 Werkstättenverordnung
- Durchführung von Bildungseinheiten in Anlehnung an die Inhalte anerkannter Ausbildungsberufe (Metall, Lager/Logistik)
- Systematische Beobachtung und Dokumentation von Arbeitsverhalten, Belastbarkeit und Sozialkompetenz mit dem Instrument MELBA
- Mitwirkung im Fachausschuss und Vorbereitung der Stellungnahmen für die Agentur für Arbeit
- Einarbeitung und Praxisanleitung von zwei neuen Gruppenleitungen während deren FAB-Fortbildung
Ausbildung
- Berufsbegleitender Lehrgang mit 800 Unterrichtsstunden über 18 Monate
- Handlungsbereiche: Eingliederung und Teilhabe, berufliche Bildungsprozesse, Arbeits- und Beschäftigungsprozesse, Kommunikation und Zusammenarbeit
- Projektarbeit zum Thema „Digitale Arbeitshilfen zur Selbstständigkeit in der Serienmontage" mit Präsentation und Fachgespräch
- Mit dem Bestehen zugleich Erwerb der Ausbildereignung nach § 30 Absatz 5 BBiG
- Dreieinhalbjährige duale Ausbildung im Schwerpunkt Instandhaltung
- Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer, Gesamtnote gut
- Grundlage für die spätere Zulassung zur FAB-Fortbildung nach § 2 Absatz 1 Nummer 1 GFABPrV
Kenntnisse
Sprachen
Lebenslauf-Editor: Geprüfte Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung
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Profil
Geprüfte Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung mit gelernter Grundlage als Industriemechaniker und acht Jahren Praxis in einer Werkstatt für behinderte Menschen. Verantwortlich für eine Montage- und Verpackungsgruppe mit zwölf Beschäftigten - von der Auftragssteuerung und Qualitätssicherung bis zur individuellen Teilhabeplanung. Schwerpunkt auf personenzentrierten Bildungsplänen, barrierefreier Arbeitsplatzgestaltung und der Begleitung von Praktika auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Arbeitet eng mit Sozialdienst, Angehörigen, gesetzlichen Betreuungen und Rehabilitationsträgern zusammen und dokumentiert Entwicklungsverläufe strukturiert im Werkstattinformationssystem.
Berufserfahrung
- Fachliche Anleitung einer Montage- und Verpackungsgruppe mit zwölf Beschäftigten im Arbeitsbereich
- Erstellung und jährliche Fortschreibung individueller Teilhabe- und Eingliederungspläne inklusive Zielvereinbarungsgesprächen
- Auftragssteuerung für Industriekunden: Terminplanung, Qualitätsprüfung nach Kundenvorgaben, Nacharbeitsquote von 4,1 % auf 1,3 % gesenkt
- Gestaltung barrierefreier Arbeitsplätze und Entwicklung von Montagevorrichtungen für Beschäftigte mit motorischen Einschränkungen
- Anbahnung und Begleitung von sieben betrieblichen Praktika, davon zwei mit Übergang auf einen Außenarbeitsplatz
- Begleitung von Teilnehmenden im zweijährigen Berufsbildungsbereich, Betreuungsschlüssel 1:6 nach § 9 Werkstättenverordnung
- Durchführung von Bildungseinheiten in Anlehnung an die Inhalte anerkannter Ausbildungsberufe (Metall, Lager/Logistik)
- Systematische Beobachtung und Dokumentation von Arbeitsverhalten, Belastbarkeit und Sozialkompetenz mit dem Instrument MELBA
- Mitwirkung im Fachausschuss und Vorbereitung der Stellungnahmen für die Agentur für Arbeit
- Einarbeitung und Praxisanleitung von zwei neuen Gruppenleitungen während deren FAB-Fortbildung
Ausbildung
- Berufsbegleitender Lehrgang mit 800 Unterrichtsstunden über 18 Monate
- Handlungsbereiche: Eingliederung und Teilhabe, berufliche Bildungsprozesse, Arbeits- und Beschäftigungsprozesse, Kommunikation und Zusammenarbeit
- Projektarbeit zum Thema „Digitale Arbeitshilfen zur Selbstständigkeit in der Serienmontage" mit Präsentation und Fachgespräch
- Mit dem Bestehen zugleich Erwerb der Ausbildereignung nach § 30 Absatz 5 BBiG
- Dreieinhalbjährige duale Ausbildung im Schwerpunkt Instandhaltung
- Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer, Gesamtnote gut
- Grundlage für die spätere Zulassung zur FAB-Fortbildung nach § 2 Absatz 1 Nummer 1 GFABPrV
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Profil
Geprüfte Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung mit gelernter Grundlage als Industriemechaniker und acht Jahren Praxis in einer Werkstatt für behinderte Menschen. Verantwortlich für eine Montage- und Verpackungsgruppe mit zwölf Beschäftigten - von der Auftragssteuerung und Qualitätssicherung bis zur individuellen Teilhabeplanung. Schwerpunkt auf personenzentrierten Bildungsplänen, barrierefreier Arbeitsplatzgestaltung und der Begleitung von Praktika auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Arbeitet eng mit Sozialdienst, Angehörigen, gesetzlichen Betreuungen und Rehabilitationsträgern zusammen und dokumentiert Entwicklungsverläufe strukturiert im Werkstattinformationssystem.
Berufserfahrung
03/2019 - heute
Geprüfte Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung / Gruppenleitung Arbeitsbereich
Lebenshilfe Werkstätten Musterstadt gGmbH
- Fachliche Anleitung einer Montage- und Verpackungsgruppe mit zwölf Beschäftigten im Arbeitsbereich
- Erstellung und jährliche Fortschreibung individueller Teilhabe- und Eingliederungspläne inklusive Zielvereinbarungsgesprächen
- Auftragssteuerung für Industriekunden: Terminplanung, Qualitätsprüfung nach Kundenvorgaben, Nacharbeitsquote von 4,1 % auf 1,3 % gesenkt
- Gestaltung barrierefreier Arbeitsplätze und Entwicklung von Montagevorrichtungen für Beschäftigte mit motorischen Einschränkungen
- Anbahnung und Begleitung von sieben betrieblichen Praktika, davon zwei mit Übergang auf einen Außenarbeitsplatz
08/2015 - 02/2019
Gruppenleitung Berufsbildungsbereich
Caritas-Werkstätten St. Martin, Musterkreis
- Begleitung von Teilnehmenden im zweijährigen Berufsbildungsbereich, Betreuungsschlüssel 1:6 nach § 9 Werkstättenverordnung
- Durchführung von Bildungseinheiten in Anlehnung an die Inhalte anerkannter Ausbildungsberufe (Metall, Lager/Logistik)
- Systematische Beobachtung und Dokumentation von Arbeitsverhalten, Belastbarkeit und Sozialkompetenz mit dem Instrument MELBA
- Mitwirkung im Fachausschuss und Vorbereitung der Stellungnahmen für die Agentur für Arbeit
- Einarbeitung und Praxisanleitung von zwei neuen Gruppenleitungen während deren FAB-Fortbildung
Ausbildung
09/2020 - 03/2022
Geprüfte Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung (GFABPrV)
KVJS-Bildungszentrum Schloss Flehingen
09/2008 - 01/2012
Industriemechaniker (IHK)
Musterwerke GmbH, Musterstadt
Kenntnisse
- Personenzentrierte Teilhabe- und BildungsplanungSehr gut
- Arbeitsanleitung und Gruppenführung in der WfbMSehr gut
- Kompetenzfeststellung mit MELBA / IMBAGut
- Unterstützte Kommunikation (Metacom, gebärdenunterstützte Kommunikation)Gut
- Arbeitsplatz- und Vorrichtungsgestaltung, BarrierefreiheitSehr gut
- Qualitätssicherung und Auftragssteuerung (Serienmontage, Verpackung)Sehr gut
- Dokumentation im WerkstattinformationssystemGut
- Sozialrecht SGB IX / WerkstättenverordnungGut
- Deeskalation und KriseninterventionGut
Sprachen
- DeutschMuttersprache
- EnglischB1
- Deutsche Gebärdensprache (DGS)Grundkenntnisse
Tätigkeiten im Lebenslauf formulieren: Geprüfte Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung
Arbeitsanleitung und Produktion
- Fachliche Anleitung einer Arbeitsgruppe mit bis zu zwölf Beschäftigten im Arbeitsbereich (§ 9 Werkstättenverordnung)
- Planung, Steuerung und Terminverfolgung von Industrieaufträgen in Montage, Verpackung und Konfektionierung
- Zerlegung komplexer Aufträge in barrierearme Einzelschritte und Erstellung bebilderter Arbeitsanweisungen
- Konstruktion und Erprobung von Montagevorrichtungen und Arbeitshilfen für individuelle Beeinträchtigungen
- Sicherstellung von Arbeitssicherheit, Unterweisungen und Ordnung am Arbeitsplatz
Berufliche Bildung
- Durchführung von Bildungseinheiten im Berufsbildungsbereich orientiert an Inhalten anerkannter Ausbildungsberufe
- Erstellung und Fortschreibung individueller Bildungspläne unter Einbeziehung des Wunsch- und Wahlrechts
- Gestaltung von Lernarrangements nach didaktisch-methodischen Kriterien und Auswertung der Lernergebnisse
- Vermittlung von Kulturtechniken und arbeitsbezogenen Schlüsselqualifikationen im Arbeitsprozess
- Praxisanleitung neuer Kolleg:innen sowie von Auszubildenden auf Basis der Ausbildereignung (AEVO)
Individuelle Förderplanung und Diagnostik
- Erstellung personenzentrierter Leistungs- und Kompetenzprofile und Ableitung individueller Ziele
- Systematische Beobachtung von Arbeitsverhalten, Belastbarkeit, Konzentration und Sozialkompetenz
- Anwendung anerkannter Verfahren zur Kompetenzfeststellung wie MELBA oder IMBA
- Führung von Entwicklungs- und Zielvereinbarungsgesprächen in leichter Sprache
- Datenschutzkonforme Dokumentation der Arbeits- und Entwicklungsverläufe im Werkstattinformationssystem
Rehabilitation und Teilhabe am Arbeitsleben
- Mitwirkung im Eingangsverfahren und Erstellung von Eingliederungsplänen
- Anbahnung, Begleitung und Auswertung betrieblicher Praktika auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt
- Begleitung von Übergängen auf Außenarbeitsplätze, in Budget für Arbeit oder in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung
- Umsetzung der Vorgaben des SGB IX und des Bundesteilhabegesetzes im Werkstattalltag
- Stärkung von Selbstbestimmung, Selbstvertretung und Werkstattrat-Beteiligung
Qualitätssicherung und Organisation
- Qualitätsprüfung nach Kundenvorgaben und Bearbeitung von Reklamationen
- Mitwirkung an internen Audits und an der Weiterentwicklung des Qualitätsmanagements
- Erfassung von Leistungsdaten als Grundlage der Entgeltermittlung nach der Werkstättenverordnung
- Materialdisposition, Lagerorganisation und Kalkulationszuarbeit für die Werkstattleitung
- Fortlaufende Gefährdungsbeurteilung und Umsetzung der Vorgaben der BGW
Zusammenarbeit mit Angehörigen, Behörden und Netzwerk
- Regelmäßiger Austausch mit Angehörigen, gesetzlichen Betreuungen und Wohneinrichtungen
- Zuarbeit und Teilnahme im Fachausschuss sowie Stellungnahmen für die Agentur für Arbeit und den Eingliederungshilfeträger
- Interdisziplinäre Fallbesprechungen mit Sozialdienst, Psychologie, Pflege und Therapie
- Pflege von Kontakten zu regionalen Betrieben, Kammern und Integrationsfachdiensten
- Konfliktmoderation zwischen Beschäftigten, Angehörigen und Team
Welche Kenntnisse gehören in den Lebenslauf als Geprüfte Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung?
Fachliche Kenntnisse zeigen sofort die Praxiserfahrung, Zertifikate belegen sie formal, Soft Skills ergänzen sie. Alle drei gehören in den Lebenslauf, aber getrennt und konkret benannt.
Hard Skills
- Personenzentrierte Bildungs-, Eingliederungs- und Teilhabeplanung nach GFABPrV
- Arbeitsanleitung und Produktionssteuerung in Montage, Verpackung, Holz, Metall, Gärtnerei oder Hauswirtschaft
- Kompetenzfeststellung und Leistungsdiagnostik (MELBA, IMBA, hamet)
- Ergonomische und barrierefreie Arbeitsplatz- und Vorrichtungsgestaltung
- Sozialrecht: SGB IX, Bundesteilhabegesetz, Werkstättenverordnung, Werkstatt-Mitwirkungsverordnung
- Unterstützte Kommunikation und Leichte Sprache
- Qualitätsmanagement, Auftragssteuerung und Reklamationsbearbeitung
- Dokumentation in Werkstattinformationssystemen
- Arbeitssicherheit, Unterweisung und Gefährdungsbeurteilung
- Ausbildereignung nach § 30 Absatz 5 BBiG / AEVO
Zertifikate
- Geprüfte Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung (GFABPrV, Zeugnis der zuständigen Landesstelle)
- Ausbildereignung nach der Ausbilder-Eignungsverordnung (mit der FAB-Prüfung erworben)
- Sonderpädagogische Zusatzqualifikation (SPZ) nach § 9 Werkstättenverordnung
- Erste Hilfe / Betriebliche/r Ersthelfer/in (BGW-Auffrischung alle zwei Jahre)
- Deeskalationstraining bzw. Krisenintervention
- Fachkraft für Unterstützte Kommunikation
- Qualifizierung Leichte Sprache
- Sachkundenachweise je Arbeitsfeld (z. B. Gabelstaplerschein, Motorsägenschein, Hygieneschulung nach § 43 Infektionsschutzgesetz)
- Weiterführend: Geprüfte/r Aus- und Weiterbildungspädagoge/-pädagogin oder Fachwirt/in in der Sozial- und Gesundheitswirtschaft
Soft Skills
- Wertschätzende, ressourcenorientierte Grundhaltung
- Geduld und Frustrationstoleranz bei langen Entwicklungsverläufen
- Kommunikationsstärke auf unterschiedlichen Sprachniveaus
- Führungskompetenz und Rollenklarheit in der Gruppenleitung
- Konfliktfähigkeit und Deeskalationsvermögen
- Belastbarkeit im Spannungsfeld von Produktionsdruck und Förderauftrag
- Empathie kombiniert mit professioneller Distanz
- Teamfähigkeit in multiprofessionellen Strukturen
- Selbstreflexion und Bereitschaft zu Supervision
Ausbildung und Gehalt als Geprüfte Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung im Überblick
| Ausbildungsweg | Die Geprüfte Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung ist keine Erstausbildung, sondern eine bundeseinheitlich geregelte Aufstiegsfortbildung. Rechtsgrundlage ist die Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Fortbildungsabschluss Geprüfte Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung (GFABPrV) vom 13. Dezember 2016 (BGBl. I S. 2909), geändert durch Artikel 78 der Verordnung vom 9. Dezember 2019 (BGBl. I S. 2153); sie gilt seit dem 1. Januar 2017 und wurde auf Grundlage von § 53 Absatz 1 in Verbindung mit Absatz 2 des Berufsbildungsgesetzes sowie § 30 Absatz 5 BBiG erlassen. Sie löste die ältere Regelung von 2001 ab, deren Abschlussbezeichnung noch den Zusatz „in Werkstätten für behinderte Menschen" trug. Zugelassen wird nach § 2 GFABPrV, wer eine erfolgreich abgelegte Abschlussprüfung in einem nach BBiG oder Handwerksordnung anerkannten Ausbildungsberuf und daran anschließend mindestens zwei Jahre einschlägige Berufspraxis nachweist; alternativ genügen ein geregelter Heilberuf oder ein dreijähriger landesrechtlich geregelter Beruf im Gesundheits- und Sozialwesen plus zwei Jahre Praxis, ein einschlägiges Hochschulstudium plus zwei Jahre Praxis oder eine mindestens sechsjährige Berufspraxis. Sechs Monate dieser Berufspraxis müssen in Aufgabenbereichen mit wesentlichem Bezug zu den in § 1 Absatz 3 GFABPrV genannten Aufgaben geleistet worden sein. Geprüft werden vier Handlungsbereiche: Eingliederung und Teilhabe am Arbeitsleben personenzentriert gestalten; berufliche Bildungsprozesse personenzentriert planen, steuern und gestalten; Arbeits- und Beschäftigungsprozesse personenzentriert planen und steuern sowie Arbeitsplätze personenzentriert gestalten; Kommunikation und Zusammenarbeit personenzentriert planen, steuern und gestalten. Die Prüfung besteht aus einer schriftlichen Prüfungsaufgabe unter Aufsicht mit 240 Minuten Bearbeitungszeit und einer Projektarbeit aus schriftlicher Abschlussarbeit (30 Kalendertage Bearbeitungszeit) sowie Projektpräsentation mit Fachgespräch von insgesamt 45 Minuten. Bestanden ist die Prüfung nur, wenn in allen drei Leistungen jeweils mindestens 50 Punkte erreicht werden. Mit dem Bestehen wird zugleich die Ausbildereignung im Sinne des § 30 Absatz 5 BBiG erworben (§ 14 GFABPrV). Die Prüfung nimmt die nach Landesrecht zuständige Stelle ab, in der Praxis meist die Landessozialbehörde. Die Vorbereitungslehrgänge sind gesetzlich nicht normiert, umfassen bei den etablierten Anbietern aber übereinstimmend rund 800 Unterrichtseinheiten berufsbegleitend: 18 Monate am KVJS-Bildungszentrum Schloss Flehingen, etwa 24 Monate am Berufsförderungswerk Oberhausen oder 2,5 Jahre in 16 Seminarwochen bei Lebenshilfe Bildung NRW. Praktisch relevant ist die Verzahnung mit § 9 Absatz 3 der Werkstättenverordnung: Danach sollen Fachkräfte zur Arbeits- und Berufsförderung in der Regel Facharbeiter, Gesellen oder Meister mit mindestens zweijähriger Berufserfahrung sein, pädagogisch geeignet sein und über eine sonderpädagogische Zusatzqualifikation verfügen; das Zahlenverhältnis von Fachkräften zu behinderten Menschen soll im Berufsbildungsbereich 1:6 und im Arbeitsbereich 1:12 betragen. „Gruppenleiter/in in der WfbM" ist keine Qualifikation, sondern die Funktionsbezeichnung der Stelle. Im Deutschen und im Europäischen Qualifikationsrahmen ist der Abschluss dem Niveau 5 zugeordnet. |
|---|---|
| Gehaltsspanne | Die Vergütung richtet sich fast durchweg nach Tarif, da Werkstätten überwiegend kommunal oder von Wohlfahrtsverbänden getragen werden. Im TVöD Sozial- und Erziehungsdienst (VKA) ist die Eingruppierung an die Qualifikation gekoppelt: Gruppenleitungen mit abgeschlossener Berufsausbildung und sonderpädagogischer Zusatzqualifikation nach der Werkstättenverordnung fallen in S 7, Gruppenleitungen mit abgeschlossener Berufsausbildung und abgeschlossener Weiterbildung als geprüfte Fachkraft für Arbeits- und Berufsförderung in die Fallgruppe 2 der Entgeltgruppe S 8a, Handwerks- und Industriemeister/innen als Gruppenleitung in Werkstätten für behinderte Menschen in S 8b. Nach der ab 1. Mai 2026 gültigen und mindestens bis 31. März 2027 laufenden Entgelttabelle beträgt das Bruttomonatsentgelt bei Vollzeit in S 7 zwischen 3.427 Euro (Stufe 1) und 4.528 Euro (Stufe 6), in S 8a zwischen 3.509 Euro und 4.669 Euro und in S 8b zwischen 3.579 Euro und 5.191 Euro. Hinzu kommen die monatliche SuE-Zulage von 130 Euro in S 7 und S 8a, Jahressonderzahlung, Zusatzversorgung und gegebenenfalls Schichtzulagen. Die Bundesagentur für Arbeit weist im Entgeltatlas für den Beruf „Fachkraft - Arbeits- und Berufsförderung" ein Medianentgelt von 4.525 Euro brutto im Monat bei einem unteren Quartil von 4.052 Euro aus (Datenstand Entgeltatlas 2025). Gehalt.de nennt einen Median von 52.771 Euro brutto im Jahr beziehungsweise 4.256 Euro im Monat, ein unteres Quartil von 47.469 Euro und ein oberes Quartil von 58.664 Euro. Bei kirchlichen Trägern gelten statt des TVöD die AVR Caritas (Anlage 33) oder die AVR Diakonie; die Anlage 33 ist eng an die SuE-Systematik angelehnt und sieht für Gruppenleitungen eine Zulage von mindestens 180 Euro monatlich vor. Realistisch liegt die Spanne damit bei rund 3.400 bis 3.800 Euro brutto beim Berufseinstieg und rund 4.700 bis 5.200 Euro in den höchsten Erfahrungsstufen; deutlich höhere Beträge erreichen in der Regel erst Werkstatt- oder Bereichsleitungen. |
Was verdient man als Geprüfte Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung? Die Quellen im Vergleich
Gehaltsportale kommen für denselben Beruf zu deutlich unterschiedlichen Werten, weil sie unterschiedlich erheben. Wir stellen sie deshalb nebeneinander, statt einen Durchschnitt zu bilden.
TVöD Sozial- und Erziehungsdienst (VKA), Entgeltgruppe S 7
41.124 € – 54.336 €
Entgelttabelle gültig ab 01.05.2026 (mindestens bis 31.03.2027), Stufe 1 (3.427 Euro) bis Stufe 6 (4.528 Euro) monatlich, Vollzeit, 12 × Monatsentgelt ohne Jahressonderzahlung; hinzu kommen die monatliche SuE-Zulage von 130 Euro, Jahressonderzahlung, Zusatzversorgung und gegebenenfalls Schichtzulagen; S 7 gilt für Gruppenleitungen mit Berufsausbildung und sonderpädagogischer Zusatzqualifikation nach der Werkstättenverordnung
TVöD Sozial- und Erziehungsdienst (VKA), Entgeltgruppe S 8a
42.108 € – 56.028 €
Entgelttabelle gültig ab 01.05.2026 (mindestens bis 31.03.2027), Stufe 1 (3.509 Euro) bis Stufe 6 (4.669 Euro) monatlich, Vollzeit, 12 × Monatsentgelt ohne Jahressonderzahlung; hinzu kommen die monatliche SuE-Zulage von 130 Euro, Jahressonderzahlung, Zusatzversorgung und ggf. Schichtzulagen; Fallgruppe 2 der S 8a gilt für Gruppenleitungen mit abgeschlossener Weiterbildung als geprüfte Fachkraft für Arbeits- und Berufsförderung
TVöD Sozial- und Erziehungsdienst (VKA), Entgeltgruppe S 8b
42.948 € – 62.292 €
Entgelttabelle gültig ab 01.05.2026 (mindestens bis 31.03.2027), Stufe 1 (3.579 Euro) bis Stufe 6 (5.191 Euro) monatlich, Vollzeit, 12 × Monatsentgelt ohne Jahressonderzahlung; S 8b gilt für Handwerks- und Industriemeister/innen als Gruppenleitung in Werkstätten für behinderte Menschen; hinzu kommen Jahressonderzahlung und Zusatzversorgung
Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit
Median 54.300 €
Medianentgelt 4.525 Euro monatlich, unteres Quartil 4.052 Euro monatlich, Datenstand Entgeltatlas 2025, 12 × Monatsentgelt ohne Jahressonderzahlung; ein oberes Quartil wird im Ausgangstext nicht genannt
gehalt.de
47.469 € – 58.664 €, Median 52.771 €
unteres und oberes Quartil, entspricht rund 4.256 Euro monatlich
Die Quellen liegen 1.529 € auseinander. Diese Differenz ist kein Fehler, sondern Folge unterschiedlicher Erhebungsmethoden und Stichproben. Nutze die Werte als Spanne, nicht als Punktwert, und prüfe im Gespräch, worauf sich eine genannte Zahl bezieht.
Alle Angaben Bruttojahresgehalt, abgerufen am 09. August 2026.
Dos & Don'ts für den Geprüfte Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung-Lebenslauf
Do
- Schreibe die Abschlussbezeichnung exakt so, wie sie im Zeugnis steht: „Geprüfte Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung", und ergänze die Abkürzung FAB oder gFAB in Klammern
- Nenne im Lebenslauf immer beides: die zugrunde liegende Erstausbildung und die FAB-Fortbildung - Arbeitgeber prüfen genau diese Kombination für die Eingruppierung
- Mache die Doppelrolle sichtbar: Produktionsverantwortung mit konkreten Zahlen (Gruppengröße, Auftragsvolumen, Qualitätsquote) und pädagogischer Förderauftrag
- Belege Teilhabeerfolge messbar, etwa Anzahl begleiteter Praktika, Übergänge auf Außenarbeitsplätze oder ins Budget für Arbeit
- Führe die mit der Prüfung erworbene Ausbildereignung nach § 30 Absatz 5 BBiG separat auf - viele Bewerbende vergessen diesen Zusatznutzen
- Ordne Fachverfahren und Software konkret zu (MELBA, IMBA, hamet, Werkstattinformationssystem) statt allgemein von Dokumentation zu sprechen
Don't
- Bezeichne dich nicht als „Arbeitserzieher" oder „Arbeitspädagoge", wenn du die FAB-Prüfung abgelegt hast - das sind eigenständige, anders geregelte Qualifikationen
- Nutze nicht den Titel „Geprüfte Fachkraft", solange nur ein SPZ-Lehrgang oder ein Vorbereitungskurs ohne bestandene Prüfung vorliegt
- Vermeide „Betreuung behinderter Menschen" als Aufgabenbeschreibung - die Verordnung spricht von personenzentrierter Förderung, Teilhabe und Selbstbestimmung
- Reduziere das Profil nicht auf Produktion und Maschinen; ohne den Bildungs- und Teilhabeauftrag wirkt es wie eine reine Meisterbewerbung
- Liste keine Namen oder Diagnosen von Beschäftigten und keine identifizierbaren Fallbeispiele auf - das verletzt Datenschutz und Persönlichkeitsrechte
- Verzichte auf Floskeln wie „Freude am Umgang mit Menschen" - belege soziale Kompetenz stattdessen mit konkreten Situationen wie Konfliktmoderation oder Krisenintervention
Häufige Fragen zum Lebenslauf als Geprüfte Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung
Welche Zugangsvoraussetzungen gelten für die Fortbildung zur Geprüften Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung?
§ 2 der GFABPrV nennt vier Wege zur Prüfungszulassung: eine bestandene Abschlussprüfung in einem nach Berufsbildungsgesetz oder Handwerksordnung anerkannten Ausbildungsberuf plus mindestens zwei Jahre einschlägige Berufspraxis; ein nach Berufszulassungsgesetz geregelter Heilberuf oder ein dreijähriger landesrechtlich geregelter Beruf im Gesundheits- und Sozialwesen plus zwei Jahre Praxis; ein einschlägiges Hochschulstudium plus zwei Jahre Praxis; oder mindestens sechs Jahre Berufspraxis. In allen Fällen müssen sechs Monate dieser Praxis Aufgaben mit wesentlichem Bezug zur Arbeits- und Berufsförderung umfassen.
Ist die FAB eine Ausbildung oder eine Fortbildung?
Es ist eine Aufstiegsfortbildung, keine Erstausbildung. Sie baut zwingend auf einer vorherigen Qualifikation oder langjähriger Praxis auf und wird berufsbegleitend absolviert, meist parallel zur Anstellung in einer Werkstatt. Rechtsgrundlage ist die Arbeits- und Berufsförderungsfortbildungsprüfungsverordnung (GFABPrV) vom 13. Dezember 2016. Im Deutschen Qualifikationsrahmen ist der Abschluss dem Niveau 5 zugeordnet.
Wie lange dauert die Fortbildung und was kostet sie?
Die Verordnung schreibt keine Lehrgangsdauer vor, sondern nur die Prüfung. In der Praxis umfassen die Vorbereitungslehrgänge übereinstimmend rund 800 Unterrichtseinheiten berufsbegleitend. Das KVJS-Bildungszentrum Schloss Flehingen führt sie in 18 Monaten für 4.450 Euro durch, das Berufsförderungswerk Oberhausen in etwa 24 Monaten für 5.950 Euro zuzüglich Umsatzsteuer, Lebenshilfe Bildung NRW in 2,5 Jahren mit 16 Seminarwochen. Die Kosten übernimmt häufig der Arbeitgeber; eine Förderung über das Aufstiegs-BAföG sollte im Einzelfall mit dem Anbieter geklärt werden.
Was ist der Unterschied zwischen FAB, sonderpädagogischer Zusatzqualifikation und Gruppenleitung in der WfbM?
§ 9 Absatz 3 der Werkstättenverordnung verlangt von Fachkräften zur Arbeits- und Berufsförderung eine sonderpädagogische Zusatzqualifikation (SPZ). Die FAB-Fortbildung ist die anspruchsvollste und einzige bundeseinheitlich geprüfte Form dieser Zusatzqualifikation und führt zu einem geschützten Fortbildungsabschluss; daneben gibt es kürzere, träger- oder landesspezifische SPZ-Lehrgänge ohne bundesweit einheitliche Prüfung. „Gruppenleiter/in" ist dagegen keine Qualifikation, sondern die Funktionsbezeichnung der Stelle. Tariflich macht der Unterschied Geld aus: S 7 mit SPZ, S 8a Fallgruppe 2 mit abgeschlossener FAB-Weiterbildung.
Was verdient eine Geprüfte Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung?
Nach der ab 1. Mai 2026 gültigen TVöD-SuE-Tabelle liegt das Bruttomonatsentgelt bei Vollzeit in S 7 zwischen 3.427 und 4.528 Euro, in S 8a zwischen 3.509 und 4.669 Euro und in S 8b zwischen 3.579 und 5.191 Euro, jeweils zuzüglich SuE-Zulage und Jahressonderzahlung. Der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit weist ein Medianentgelt von 4.525 Euro aus (Datenstand 2025), gehalt.de einen Median von 4.256 Euro monatlich. Bei kirchlichen Trägern gelten die AVR Caritas oder die AVR Diakonie mit vergleichbaren Beträgen.
Quellen
- Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Fortbildungsabschluss Geprüfte Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung (GFABPrV), Bundesministerium der Justiz / gesetze-im-internet.de, abgerufen am 2026-08-09
- Werkstättenverordnung (WVO), § 9 Werkstattleiter, Fachpersonal zur Arbeits- und Berufsförderung, Bundesministerium der Justiz / gesetze-im-internet.de, abgerufen am 2026-08-09
- Fachkraft für Arbeits- und Berufsförderung (Geprüfte) - DQR-Niveau 5, Deutscher Qualifikationsrahmen (DQR), abgerufen am 2026-08-09
- Fortbildung Fachkraft Arbeits- und Berufsförderung - zuständige Stelle in Bayern, Zentrum Bayern Familie und Soziales (ZBFS), abgerufen am 2026-08-09
- Lehrgang Geprüfte Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung in WfbM, Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg (KVJS), abgerufen am 2026-08-09
- Geprüfte Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung (gFAB), Berufsförderungswerk Oberhausen, abgerufen am 2026-08-09
- Entgelttabelle TVöD Sozial- und Erziehungsdienst 2026 (gültig ab 01.05.2026), oeffentlicher-dienst.info, abgerufen am 2026-08-09
- Sozial- und Erziehungsdienst / 12.6.3 Gruppenleitung in Werkstätten, Haufe, abgerufen am 2026-08-09
- Entgeltatlas - Fachkraft Arbeits- und Berufsförderung, Bundesagentur für Arbeit, abgerufen am 2026-08-09
- Fachkraft für Arbeits- und Berufsförderung - Gehaltsdaten, gehalt.de, abgerufen am 2026-08-09
Der Content wurde mit Hilfe von KI erstellt, vor allem in der Recherche und Vorformulierung. Prüfung und Abnahme durch unsere Redaktion.
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Zuletzt aktualisiert am 11.08.2026